[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Vakuumbandtrockner gemäss dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Ein solcher Einkammer-Vakuumbandtrockner enthält einen liegend angeordneten zylindrischen
Behälter, der einen Ein- und Auslass aufweist und beidseitig durch Tore geschlossen
ist, eine oder mehrere Transportbänder, das in Längsrichtung des Behälters angeordnet
sind und sich vom Einlass zum Auslass erstrecken, eine Einrichtung zum Erzeugen eines
Vakuums im Behälter, um die Druckverhältnisse im Behälterinnenraum herzustellen sowie
eine Einrichtung zum Heizen und/oder Kühlen des Produktes.
[0003] Nachteile der bis heute angewandten Konstruktion ist die Begrenzung der erreichbaren
Produktendfeuchte durch die primär eingebrachte Feuchtigkeit. In dem Einkammer-Vakuumbandtrockner
bildet sich ein Niveau des Wasserdampfpartialdruckes aus, dessen Höhe bei gegebener
Saugleistung des Vakuumpumpstandes von der Feuchtigkeit des eingebrachten Produktes
bestimmt wird.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mehrkammer-Vakuumbandtrockner zu
schaffen, bei dem das zu trocknende Produkt vorzugsweise zwei Kammern mit unterschiedlichen
Druckverhältnissen durchläuft, wobei sichergestellt ist, dass der Wasserdampfpartialdruck
der zweiten Kammer vom Partialdruck am Einlassort des Produktes nicht beeinflusst
wird.
[0005] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen,
dass die Verhältnisse ebenso für Lösungsmittel gelten, falls das Produkt von diesen
getrocknet werden soll und dass insbesondere ein niedriger Endfeuchtegehalt bzw. Lösungsmittelrestgehalt
erreicht wird.
[0006] Im folgenden wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0007] Es zeigen:
Figur 1 ein Blockschema einer Ausführungsform eines erfindungsgemässen Mehrkammer-Vakuumbandtrockners
mit Feststoffeintrag, und
Figur 2 ein Blockschema einer Ausführungsform eines erfindungsgmeässen Mehrkammer-Vakuumbandtrockners
mit Flüssigeintrag.
[0008] Der in Figur 1 dargestellte Mehrkammer-Vakuumbandtrockner wird zum Trocknen von Feststoffen
verwendet. In einem zylindrischen, liegenden Behälter 1, der beidseitig durch Tore
2 abgeschlossen ist, sind vier Förderbänder 3 übereinanderliegend angeordnet. Die
Bänder 3 sind in der Höhe zueinander beabstandet und in der Länge zueinander versetzt
montiert und werden durch aussenliegende Antriebsvorrichtung 4 angetrieben. Der Behälter
1 weist einen obenliegenden Einlassstutzen 5 und einen untenliegenden Auslassstutzen
6 auf, die im Bereich eines Behälterendes vorgesehen sind. Dadurch erfolgt die Zufuhr
des zu trocknenden Gutes von oben und die Abgabe des getrockneten Gutes nach unten.
[0009] Zwischen dem oberen und unteren Trum der zwei obenliegenden Förderbänder 3 sind eine
Anzahl von plattenförmigen Heizelementen 7 nebeneinanderliegend so angeordnet, dass
das obere Trum mit der Oberseite der Heizelemenete 7 in Kontakt steht, um die Wärmeenergie
via das obere Trum im Produkt zu übertragen. Zwischen den unteren Förderbändern sind
plattenförmige Kühlelemente 8 nebeneinanderliegend angeordnet, um ähnlich wie bei
den Heizelementen die Kälteenergie auf das obere Trum bzw. das Produkt zu übertragen.
[0010] Am Einlassstutzen 5 ist eine Eintragschleuse 11 angeschlossen. Der Druck in der Eintragschleuse
11 wird durch eine Vakuumeinrichtung 19 erzeugt. Diese Eintragschleuse umfasst einen
Einlassbehälter 13, eine dem letzteren nachgeschaltete Klappe 14, die eine pneumatische
Antriebseinrichtung 15 hat, einen Zwischenbehälter 16 und eine zweite Klappe 17, die
den Zwischenbehälter 16 mit dem Einlassstutzen 5 verbindet und eine pneumatische Antriebseinrichtung
18 aufweist. Der Einlassstutzen 5 ist kombiniert mit einer Dosiervorrichtung, um das
Produkt gleichmässig auf das oberste Band zu verteilen.
[0011] Am Auslassstutzen 6 ist eine Austragschleuse 20 montiert, um das getrocknete Gut
auszutragen. Die Austragschleuse 20 umfasst einen Zwischenbehälter 21, der am Auslassstutzen
6 angeschlossen ist, eine erste Klappe 22, die dem Zwischenbehälter nachgeschaltet
ist und eine pneumatische Antriebseinrichtung 23 enthält, ein Abgabebehälter 24, der
der Klappe 22 nachgeschaltet ist und eine Austragklappe 25 mit einer pneumatischen
Antriebseinrichtung 26. Der Druck in der Austragschleuse 20 wird durch eine Vakuumeinrichtung
27 erzeugt.
[0012] Der Innenraum des Behälters ist in mindestens zwei Kammern 31,32 unterteilt, die
als Vor- bzw. Nachstufe bezeichnet werden.
[0013] Zu diesem Zweck ist eine Trennwand 33 in dem Behälter angeordnet. Die Trennwand 33
erstreckt sich in Längsrichtung des Behälters und ist mittels Dichtungseinrichtung
(nicht gezeigt) an den Toren 2 abgedichtet. Ferner ist ein Zellenrad 34 in der Trennwand
33 eingebaut, über welches die Kammern 31,32 verbunden sind.
[0014] Der Druck in der Vor- und Nachstufe wird jeweils über eine Vakuumeinrichtung 35 bzw.
36 erzeugt, wobei diese Vakuumeinrichtung 35,36 über eine Steuerleitung 37 verbunden
sind. Ferner sind eine Anzahl von Wärmeübertragungselementen 38 in den zwei Kammern
31,32 angeordnet, die jeweils an eine Wärmeerzeugungseinrichtung 39,40 angeschlossen
sind, so dass in jeder Kammer durch die Elemente 38 erwärmt oder gekühlt werden kann.
[0015] Bei der Ausführungsform nach Figur 2 wird ein flüssiges Produkt in die erste Kammer
31 eingebracht. Hierzu ist ein Rohrleitungssystem 41 vorgesehen, das mit einer nicht
dargestellten Speisepumpe verbunden ist.
[0016] Der Druck in den Kammern 31,32 wird mittels den gleichen Einrichtungen wie bei der
Ausführungsform nach Figur 1 erzeugt.
[0017] Ferner wird die Wärmeenergie für die erste Kammer in fünf getrennten Stufen mittels
Wärmeübertragungselement 47 erzeugt und durch separate Steuereinrichtungen 42,43,44,45,46
gesteuert.
[0018] Die Wärmeerzeugung für die zweite Kammer erfolgt durch die gleichen Einrichtungen
wie bei der Ausführungsform nach Figur 1.
[0019] In der ersten Kammer 31 ist ferner eine Abstreifeinrichtung 48 oberhalb des Zellenrades
34 montiert, um das erhärtete Zwischenprodukt von den Förderbändern in der ersten
Kammer 31 abzubrechen.
[0020] Die Austragschleuse 20 ist gleich ausgeführt wie bei dem eingangs beschriebenen Vakuumbandtrockner.
1. Mehrkammer-Vakuumbandtrockner mit einem Behälter, der einen Ein- und Auslass aufweist,
mit mindestens einem Transportband, das im Behälterinnenraum angeordnet ist, mit einer
Einrichtung zur Erzeugung eines Vakuums im Behälterinnenraum und mit einer Einrichtung
zum Heizen und/oder Kühlen des Behälterinnenraumes, um die erforderlichen Druckverhältnisse
zu schaffen, gekennzeichnet durch eine Trennwand (33), die den Behälterinnenraum in
zwei Kammern (31,32) unterteilt, wobei jede Kammer mindestens ein Transportband (3)
enthält, eine Schleuse (34), die in der Trennwand (33) angeordnet ist und zwei Kammern
(31,32) verbindet, und eine zweite Vakuumeinrichtung (36) und eine zweite Heiz-/Kühleinrichtung
(39), die an die zweite Kammer (32) angeschlossen sind, um unterschiedliche Druckverhältnisse
in den zwei Kammern (31,32) herzustellen.
2. Bandtrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Transportbändern
(3) in jeder Kammer (31,32) angeordnet sind.
3. Bandtrockner nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichent, dass die Trennwand
(33) quer oder parallel zur Laufrichtung der Transportbänder angeordnet ist.
4. Bandtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleuse
ein Zellenrad (34) ist.
5. Bandtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Beschickungseinrichtung
(11) für das zu trocknende Produkt, die in die erste Kammer (31) mündet und durch
eine Austrageinrichtung (20) für das getrocknete Produkt, die in die zweite Kammer
(32) mündet.
6. Bandtrockner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungseinrichtung
(11) und die Austrageinrichtung (20) vorzugsweise einander gegenüberliegend am Behälter
(1) angeordnet sind.
7. Bandtrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschickungseinrichtung
(11) und der Austrageinrichtung (20) jeweils eine Einrichtung (19,27) zur Erzeugung
eines Vakuums zugeordnet ist, um beim Eintragen des zu trocknenden Produktes und beim
Austragen des getrockneten Produktes den Kammern entsprechende Druckverhältnisse zu
erzeugen.