| (19) |
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(11) |
EP 0 505 701 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.08.1995 Patentblatt 1995/32 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.02.1992 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)6: B02C 18/12 |
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Gartenhäcksler mit Messergehäuse und darin umlaufend anzutreibenden Flachmessern
Garden waste shredder with a blade housing containing rotating, powered flat blades
Broyeur de déchets de jardin avec enceinte contenant des couteaux plats à entraîner
en rotation
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FR GB IT LI NL SE |
| (30) |
Priorität: |
27.03.1991 DE 4110037
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.09.1992 Patentblatt 1992/40 |
| (73) |
Patentinhaber: CRONES & CO. GMBH |
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D-91502 Ansbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Hilgarth, Günther
W-8800 Ansbach (DE)
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| (74) |
Vertreter: Eichler, Peter, Dipl.-Ing. et al |
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Sturies - Eichler - Füssel
Patentanwälte,
Brahmsstrasse 29 42289 Wuppertal 42289 Wuppertal (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 416 315 DE-B- 1 127 188 US-A- 4 760 967
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DE-A- 3 209 885 FR-A- 1 078 252
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gartenhäcksler mit einem Messergehäuse, das auf einem
den Antriebsmotor und einen Aufgabetrichter tragenden sowie einen unteren Auswerferraum
umgebenden Gestell angeordnet ist, in welchem Messergehäuse eine um eine im wesentlichen
senkrechte Achse umlaufend anzutreibende Messerträgerscheibe vorhanden ist, die mit
im wesentlichen radial verlaufenden Durchtrittsschlitzen sowie oberhalb davon hobelmesserartig
angeordneten Flachmessern versehen ist, mit einem im Messergehäuse angeordneten Widerlagereinsatz,
der unten eine mit den Schneiden der Flachmesser zusammenwirkende, flach und im wesentlichen
radial verlaufende untere Gegenschneide besitzt, wobei die Messerschneiden aus Messerschneidabschnitten
bestehen, die sich über einen, weniger als die Hälfte betragenden Teillängenbereich
der mit ihnen zusammenwirkenden unteren Gegenschneide erstrecken, wobei mindestens
einige dieser Messerschneidabschnitte radial versetzt zueinander angeordnet sind.
[0002] Eine derartiger Gartenhäcksler ist aus EP-A-0416315 bekannt. Diesem bekannten Gartenhäcksler
liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Schneidwirkung der Flachmesser zu erzielen,
ohne daß dabei eine Rückwirkung des Schneidvorgangs auf den Benutzer des Gartenhäckslers
ausgeübt wird. Dieser bekannte Gartenhäcksler weist jedoch den Nachteil auf, daß eine
Wirksamkeit des Schneidevorgangs dann gegeben ist, wenn das zu häckselnde Gartenabfallgut
in sich inhomogen ist, insbesondere wenn es sich dabei um sowohl dünne Zweige als
auch dickere Äste handelt.
[0003] Aus US-A-4760967 ist eine Häckselvorrichtung bekannt, in der ein horizontal gelagertes
Schneidblatt an einer vertikal angeordneten Drehachse innerhalb einer Mahlkammer angeordnet
ist. Das Blatt ist mit Tiefen und scharfen Auskerbungen versehen, wodurch die wirksame
Blattlänge erhöht und die Wirksamkeit verstärkt wird. Vorzugsweise ist das Blatt in
einem Winkel angeordnet, so daß die Drehung dem Schneidmaterial einen Abwärtsimpuls
in die Mahlkammer verleiht. Ein fester Riegel oder Amboß erstreckt sich diametral
über die Mahlkammer, und das Blatt ist demgegenüber angeordnet, wodurch ein hochwirksames
Abschneiden erreicht wird.
[0004] Aus DE-A-127188 ist eine Schneidmühle mit senkrechter Achse zum Zerkleinern schneidbarer
Stoffe bekannt, bei der Aufgabegut von oben durch einen mit schraubenförmigen Leitschienen
versehenen Aufgabeschacht zu der oberen Stirnseite des um eine senkrechte Achse laufenden
Läufers zugeführt wird, mit außen an dem Läufer angeordneten Schneidmessern, die mit
feststehenden Gehäusemessern zusammenwirken, und einer größeren Anzahl von Reißzähnen
auf der oberen Läuferstirnfläche zwischen Läuferachse und innerem Messerkreis versehen
ist.
[0005] Gartenhäcksler obiger Art sind durch die DE-OS 37 22 339 bekannt. Sie sind regelmäßig
noch mit im Zentrum der Messerträgerscheibe angeordneten Vorzerkleinerungsmessern
versehen, die mit einer am Widerlagereinsatz vorhandenen, schräg aufwärts verlaufenden
inneren Gegenschneide zusammenwirken. Mit einem solchen Messerwerk ausgestattete Gartenhäcksler
arbeiten mit vergleichsweise niedriger Drehzahl und auch verhältnismässig geräuscharm
bei vergleichsweise geringer Antriebsleistung. Das Häckselmaterial, also insbesondere
zweig- oder astförmiges Gartenabfallgut kann über den Aufgabetrichter unsortiert aufgegeben
werden, da es durch das Messerwerk und in deren Zusammenwirken mit den am Widerlagereinsatz
vorhandenen Gegenschneiden gleichsam selbsttätig derart sortiert wird, daß das im
Durchmesser größere bzw. stärkere Astmaterial von den Flachmessern radial nach außen
gedrückt und dort hobelartig in Scheibenform zerkleinert bzw. zerspant wird, während
das dünnere Ast- und Zweigmaterial von den umlaufenden Flachmessern im Zusammenwirken
mit dem Widerlagereinsatz nach innen zu den Vorzerkleinerungsmessern gedrückt wird,
wo es schneller zerkleinert bzw. zerrissen wird. Bei diesen bekannten Gartenhäckslern
der in Rede stehenden Gattung erstrecken sich die auf der Messerträgerscheibe angeordneten
Flachmesser mit in sich geradlinigen Schneidkanten über die gesamte Länge der mit
ihnen zusammenwirkenden unteren Gegenschneide. Das bedingt, daß das aufgegebene Astgut
stets in voller Breite scheibenförmig von den Flachmessern geschnitten wird. Damit
ist aber der Dicke des zu zerkleinernden Astmaterials immer noch eine vergleichsweise
enge Grenze gesetzt, zumal der dafür notwendige motorische Leistungsaufwand noch verhältnismäßig
groß ist und der erreichbare Zerkleinerungsgrad des Häckselgutes auch noch nicht voll
befriedigt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gartenhäcksler bereitzustellen, in
dem auch inhomogenes Gartenabfallgut, insbesondere dünne Zweige in Verbindung mit
dicken Ästen wirksam gehäckselt werden können.
[0007] Für einen Gartenhäcksler der eingangs genannten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
daß die Messerträgerscheibe in ihren an den Durchtrittsschlitzen angrenzenden Abschnitten,
die den mit versetzt angeordneten Messerschneideabschnitten versehenen Flachmessern
jeweils gegenüberliegen, mit erhöht gelegenen Prägebereichen versehen ist, die die
Dicke des Zerkleinerungsmaterials bestimmen.
[0008] Auf diese Weise gelingt es, auch stärkeres Astmaterial bei vergleichsweise geringem
Antriebsaufwand und mit niedrigen Drehzahlen wirksamer als bisher zu zerhäckseln,
weil dabei das Astmaterial nicht mehr in voller Breite scheibenförmig, sondern nur
noch in den kurzen Messerschneidabschnitten entsprechender Teilbreite streifenförmig
zerspant bzw. zerhäckselt wird. Dadurch kann einerseits noch wesentlich dickeres Astmaterial
als bisher wirksam zerkleinert und andererseits der Zerkleinerungsgrad des zerhäckselten
Gutes gesteigert werden, und all das bei geringem Antriebsaufwand und in niedrigem,
geräuscharm laufendem Drehzahlbereich.
[0009] Die gewünschte Spandicke des Zerkleinerungsmaterials kann weiterhin auch noch dadurch
beeinflußt werden, daß die Messerträgerscheibe in ihren an den Durchtrittsschlitzen
angrenzenden, den mit versetzt angeordneten Messerschneidabschnitten versehenen Flachmessern
jeweils gegenüberliegenden Abschnitten mit die Spandicke des Zerkleinerungsmaterials
zusätzlich bestimmenden, erhöht gelegenen Prägebereichen versehen ist.
[0010] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn die Flachmesser jeweils mit mehreren
nebeneinander, jedoch höhenmäßig versetzt zueinander liegenden Messerschneidabschnitten
versehen sind, die dabei vorzugsweise eine durchgehende, in sich gewellte oder abgewinkelt
verlaufende Schneidkante bilden. Derart ausgebildete Flachmesser schneiden also vom
jeweils unteren Ende des aufgegebenen Astmaterials jeweils entsprechend schmale und
verschieden dicke bzw. dünne Spanstreifen ab, die dann beim anschließenden Passieren
der Durchtrittsschlitze und des unterhalb der Messerträgerscheibe gelegenen Auswurfbereichs
noch feiner unterteilt werden, so daß das den Häcksler insgesamt durchlaufende Gartenabfallgut
ihn in vergleichsweise fein unterteilter Form verläßt und daher anschließend auch
besonders gut kompostiert werden kann.
[0011] In der Praxis hat es sich als günstig erwiesen, wenn auf der Messerträgerscheibe
vier gleichmäßig über ihren Umfang verteilte Flachmesser mit jeweils drei auf ihnen
höhenmäßig versetzt zueinander angeordneten Messerschneidabschnitten angeordnet werden,
wobei zwei gegenüberliegende Flachmesser mit einem mittig erhöht gelegenen Messerschneidabschnitt
und die beiden anderen Flachmesser mit zu ihren beiden Enden erhöht gelegenen Messerschneidabschnitten
versehen werden. Eine solche vergleichsweise einfach abgestufte Messerschneidkantenausbildung
liefert bereits eine wirksame Zerkleinerung auch dickeren Astmaterials, wobei die
unterschiedlichen Spandicken durch entsprechende, mehr oder weniger starke Höhenversetzung
der Messerschneidabschnitte erzielt werden können.
[0012] Weiter Merkmale nach der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
[0013] In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispielde erfindungsgemäß beschaffener
Gartenhäcksler und ihrer Messerträgerscheiben mit darauf vorhandenen Flachmessern
dargestellt. Dabei zeigen:
- Fig.1
- den hier allein interessierenden Teilbereich des Gartenhäckslers in senkrechtem Schnitt,
- Fig.2
- die gleichfalls zum Teil geschnittene Draufsicht auf den Häcksler der Fig.1,
- Fig.3
- eine bevorzugte Ausführungsform der Messerträgerscheibe in der Draufsicht,
- Fig.4
- einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig.3,
- Fig.5
- Vorderansichten der in Fig.3 dargestellten Flachmesser mit zugehörigen Schnitten entsprechend
den Linien a-a und b-b,
- Fig.6
- die Draufsicht auf eine andere Ausführungsform der Messerträgerscheibe,
- Fig.7
- einen Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig.6,
- Fig.8
- eine der Fig.5 entsprechende Darstellung der zur Fig.6 gehörenden Flachmesser,
- Fig.9
- eine weitere Ausführungsform der Messerträgerscheibe in der Draufsicht,
- Fig.10
- einen Schnitt nach der Linie X-X der Fig.9,
- Fig.11
- die Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform einer Messerträgerscheibe und
- Fig.12
- einen Schnitt nach der Linie XII-XII der Fig.11.
[0014] Der in den Fig.1 und 2 nur ausschnittweise dargestellte Gartenhäcksler ist mit einem
Messergehäuse 1 versehen, das auf einem den Antriebsmotor 2 samt Getriebe 3 tragenden
Gestell 4 angeordnet ist, das teilweise auch den Auswerferraum 5 umgibt. Im Messergehäuse
1 ist die durch den Motor 2 über das Getriebe 3 und die Welle 6 umlaufend anzutreibende
Messerträgerscheibe 7 vorhanden, die mit über ihren Umfang verteilt angeordneten,
radial verlaufenden Durchtrittsschlitzen 8 und in Umlaufrichtung 9 dahinter angeordneten
Flachmessern 10 versehen ist. Auf der Messerträgerscheibe 7 sind in deren zentralem
Bereich die Vorzerkleinerungsmesser 11 in Gestalt zweier aufrecht und oben nach innen
gebogener Messerbalken 11',11'' vorhanden, die mit in Umlaufrichtung jeweils vorn
liegenden, entsprechend schräg verlaufenden Schneidkanten 11''' versehen sind.
[0015] Oberhalb der Messerträgerscheibe 7 und auch ihrer Vorzerkleinerungsmesser 11 ist
in entsprechenden Aussparungen 12 des Gestells 4 ein Widerlagereinsatz 13 mit seinen
beidseitigen Befestigungsfüßen 13' auswechselbar befestigt. Dieser Widerlagereinsatz
13 besteht aus einstückigem, entsprechend geformtem Eisen- bzw. Stahlblech. Dieses
unterteilt den oberhalb der umlaufenden Messerträgerscheibe 7 vorhandenen Bereich
in einen über den Aufgabetrichter 14 mit dem zu häckselnden Gartenabfallgut unmittelbar
zu beschickenden Zufuhrbereich 15 und in den mit dem Auswerferraum 5 verbundenen Auswerferbereich
16. Wie die Fig.1 und 2 zeigen, besitzt der Widerlagereinsatz 13 einen bündig mit
seinen Befestigungsfüßen 13' verlaufenden flachen Stegteil 13'', der nahe an die Umlaufbahn
der Flachmesser 10 heranreicht, und eine demgegenüber abgewinkelte Schrägfläche 13''',
die in ihrem die Vorzerkleinerungsmesser 11 umgebenden Bereich eine torförmige Aussparung
17 aufweist, deren eine Torflanke 17' eine innere Gegenschneide bildet, die mit den
Schneidkanten 11''' der Vorzerkleinerungsmesser zusammenwirkt. Zwischen dem mehrfach
abgewinkelt verlaufenden Schrägbereich 13
IV und dem Stegteil 13'' besitzt der Widerlagereinsatz 13 eine untere Gegenschneide
18, die im wesentlichen radial verläuft, dabei jedoch tangential zum Hüllkreis der
Vorzerkleinerungsmesser 11 gerichtet verläuft, um im Zusammenwirken mit den auf der
Messerträgerscheibe vorhandenen Flachmessern 10 das im Zufuhrraum 15 auftreffende,
zu häckselnde Gartenabfallgut, insbesondere auch dickeres Astmaterial, mit einziehender,
nach innen gerichteter Schnittwirkung zu beaufschlagen.
[0016] Der aus dünnwandigem Blech oder auch aus Kunststoff bestehende Aufgabe- oder Fülltrichter
14 besitzt ein schräg aufrecht verlaufendes Außenrohr 19, das über den mit ihm fest
verbundenen Fußflansch 20 leicht auswechselbar auf dem Messergehäuse 1 bzw. Gestellgehäuse
4 aufliegt. Die am Außenrohr 19 vorhandene senkrechte Trennwand 21 liegt am oberen
Teil des abgewinkelten Widerlagereinsatzes 13 an und sorgt so für eine untere Abschottung
des Zufuhrtrichters 14 gegenüber dem Auswerferraum 5.
[0017] Die Messerträgerscheibe 7 ist entsprechend Fig.3 mit vier über ihren Umfang gleichmäßig
verteilt angeordneten radialen Durchtrittsschlitzen 8 und den in Umlaufrichtung 9
dahinter sitzenden Flachmessern 10 versehen, die entsprechend Fig.4 in ausgeprägten
Vertiefungen 7' mittels jeweils zweier Befestigungsschrauben 22 auswechselbar befestigt
sind. Für diese Flachmesser 10 ist erfindungswesentlich, daß ihre Messerschneiden
10' jeweils aus mehreren kurzen Messerschneidabschnitten 10'',10''' bestehen, die
sich über einen weniger als die Hälfte betragenden Teillängenbereich der mit ihnen
zusammenwirkenden unteren Gegenschneide 18 erstrecken und mindestens einige dieser
Messerschneideabschnitte 10'',10''' radial versetzt zueinander angeordnet sind. Ist
also L die Länge der unteren Gegenschneide 18 am Widerlagereinsatz 13, so sollen die
kurzen Messerschneidabschnitte 10'',10''' in radialer Richtung gemessen weniger als
L/2 breit sein.
[0018] Im Falle der Fig.3 ist jedes Flachmesser 10 mit drei solchen nebeneinander, jedoch
höhenmäßig versetzt zueinander liegenden Messerschneidabschnitten 10'',10''' versehen,
wobei diese unterschiedlich hohen Messerschneidabschnitte aber in Umlaufrichtung der
Messerträgerscheibe 7 jeweils radial versetzt zueinander liegen. Danach sind im vorliegenden
Ausführungsbeispiel die zwei sich gegenüberliegenden Flachmesser 10a jeweils mit einem
mittig erhöht gelegenen Messerschneidabschnitt 10''' und die beiden anderen Flachmesser
10b mit zu ihren beiden Enden erhöht gelegenen Messerschneidabschnitten 10'' versehen.
Dabei bilden die auf jedem Flachmesser vorhandenen Messerschneidabschnitte 10'',10'''
insgesamt eine durchgehende, in sich gewellt bzw. gekröpft verlaufende Schneidkante
10', wie das insbesondere auch Fig.5 zeigt. Auf diese Weise wird auch dickeres dem
Häcksler zugeführtes Astmaterial nicht wie bisher in Scheiben, sondern nur noch in
schmalen unterschiedlich dicken Streifen geschnitten, wozu nur eine geringe Antriebsleistung
und niedrige Drehzahlen notwendig sind. Durch die niedrigen Drehzahlen kann auch die
sonst bei solchen Gartenhäckslern störende Geräuschbelästigung noch weiter reduziert
werden. Das anfallende Abfallgut, insbesondere auch stärkeres Astmaterial, wird entsprechend
Fig.4 von den höher gelegenen Messerschneidabschnitten jeweils mit hoher Spandicke
D und von den niedriger liegenden Messerschneidabschnitten mit geringerer Spandicke
d streifenförmig zerspant, wodurch es insgesamt zu vergleichsweise fein zerhäckseltem
Abfallgut kommt, das sich anschließend auch besonders gut kompostieren läßt.
[0019] Bei der in den Fig.6 bis 8 dargestellten Ausführungsform ist die Messerträgerscheibe
7 wiederum mit vier Flachmessern 10a und 10b versehen, die in der gleichen Weise wie
die zuvor beschriebenen Flachmesser mit je drei versetzt nebeneinander liegenden Messerschneidabschnitten
10'',10''' versehen sind. Der einzige Unterschied besteht hier darin, daß die Messerträgerscheibe
7 in ihren an den Durchtrittsschlitzen 8 angrenzenden Bereichen, und zwar auf der
den Flachmessern 10 jeweils gegenüberliegenden Seite, zusätzlich mit die Spandicke
D,d des Zerkleinerungsmaterials bestimmenden, erhöht gelegenen Prägebereichen 7''
versehen ist. Hierdurch kann also, wie insbesondere auch Fig.7 zeigt, die gewünschte
Spandicke zusätzlich variiert werden. Wie die Fig.6 in schematisch vereinfachender
Darstellung zeigt, kann auf diese Weise dünneres Astmaterial A, das wie vorbeschrieben
durch den einziehenden Schnitt in die innere dargestellte Position gebracht wird,
durch den hier gerade hoch liegenden inneren Messerschneidabschnitt 10'' mit vergleichsweise
großer Spandicke D, dagegen der dicke, auf dem Prägebereich 7'' aufliegende Ast B
mit geringerer Spandicke d streifenförmig zerspant werden.
[0020] Bei der in den Fig.9 und 10 dargestellten Ausführungsform sind die einzelnen Flachmesser
30 jeweils mit zahnleistenförmigen Schneidkanten versehen, deren Zähne 30' und die
jeweils dazwischen liegenden Zahnlücken 30'' die jeweils nebeneinander und höhenversetzt
zueinander liegenden Schneidmesserabschnitte bilden. Die Flachmesser 30 besitzen insgesamt
ein flaches S-förmiges Profil und können, wie insbesondere Fig.10 zeigt, auch mit
beidseitig vorhandenen zahnleistenförmigen Schneidkanten versehen sein und somit auch
als Wendemesser eingesetzt werden. Es versteht sich, daß in diesen Fällen besonders
schmale unterschiedlich dicke Spanstreifen zu erzielen sind.
[0021] Eine weitere Ausführungsform ist in den Fig.11 und 12 veranschaulicht. Hier sind
die schmalen Messerschneidenabschnitte 40' jeweils vereinzelt auf schmalen Flachmessern
40 vorgesehen, denen jeweils entsprechend schmale, größtenteils auch in sich geschlossene
Durchtrittsschlitze 8' in der Messerträgerscheibe 7 zugeordnet sind. Die Flachmesser
40 mit ihren schmalen Schneidabschnitten 40' sind hier auf einer die Messerträgerscheibenmitte
7''' umgebenden spiralförmigen Bahn 41 angeordnet. Auch hier wird das zu zerhäckselnde
Gut lediglich in schmaler Streifenform nacheinander zerspant, wobei die Spandicke
je nach Höhenlage der einzelnen Messerschneidabschnitte 40' unterschiedlich oder auch
gleichbleibend sein kann. Auch in diesem Fall können wie in den vorbeschriebenen Fällen
die Antriebsleistung und Drehzahlen vergleichsweise niedrig gehalten werden.
1. Gartenhäcksler mit einem Messergehäuse (1), das auf einem den Antriebsmotor (2) und
einen Aufgabetrichter (14) tragenden sowie einen unteren Auswerferraum (5) umgebenden
Gestell (4) angeordnet ist, in welchem Messergehäuse eine um eine im wesentlichen
senkrechte Achse umlaufend anzutreibende Messerträgerscheibe (7) vorhanden ist, die
mit im wesentlichen radial verlaufenden Durchtrittsschlitzen (8) sowie oberhalb davon
hobelmesserartig angeordneten Flachmessern (10) versehen ist, mit einem im Messergehäuse
(1) angeordneten Widerlagereinsatz (13), der unten eine mit den Schneiden (10') der
Flachmesser (10) zusammenwirkende, flach und im wesentlichen radial verlaufende untere
Gegenschneide (18) besitzt, wobei die Messerschneiden (10') aus Messerschneidabschnitten
(10''. 10''') bestehen, die sich über einen, weniger als die Hälfte betragenden Teillängenbereich
der mit ihnen zusammenwirkenden unteren Gegenschneide (18) erstrecken, wobei mindestens
einige dieser Messerschneidabschnitte (10'',10''') radial versetzt zueinander angeordnet
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerträgerscheibe (7) in ihren an den Durchtrittsschlitzen (8) angrenzenden
Abschnitten, die den mit versetzt angeordneten Messerschneidabschnitten (10'',10''')
versehenen Flachmessern (10a,10b) jeweils gegenüberliegen, mit erhöht gelegenen Prägebereichen
(7'') versehen ist, die die Spandicke (D,d) des Zerkleinerungsmaterials bestimmen.
2. Gartenhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachmesser (10) jeweils mit mehreren nebeneinander, jedoch höhenmäßig versetzt
zueinander liegenden Messerschneidabschnitten (10'', 10''') versehen sind (z.B. Fig.
2, 3 und 6).
3. Gartenhäcksler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf jedem Flachmesser (10) vorhandenen Messerschneidabschnitte (10'',10''')
eine durchgehende, in sich gewellt oder abgewinkelt verlaufende Schneidkante (10')
bilden (Fig. 5, 8).
4. Gartenhäcksler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Messerträgerscheibe (7) vier gleichmäßig über ihren Umfang verteilt
angeordnete Flachmesser (10a,10b) mit jeweils drei auf ihnen höhenmäßig versetzt angeordneten
Messerschneidabschnitten (10'',10''') vorhanden sind, wobei zwei gegenüberliegende
Flachmesser (10a) mit einem mittig erhöht gelegenen Messerschneidabschnitt (10'')
und die beiden anderen Flachmesser (10b) mit zu ihren beiden Enden erhöht gelegenen
Messerschneidabschnitten (10'') versehen sind (Fig. 3, 6).
5. Gartenhäcksler nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachmesser (30) eine zahnleistenförmige Schneidkante besitzen, deren Zähne
(30') und jeweils dazwischen liegende Zahnlücken (30'') die je weils nebeneinander
und höhenversetzt zueinander liegenden Schneidmesserabschnitte bilden (Fig. 9, 10).
6. Gartenhäcksler nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachmesser (30) ein flaches S-förmiges Profil besitzen und als mit beidseitig
vorhandenen zahnleistenförmigen Schneidkanten versehene Wendemesser ausgebildet sind
(Fig. 10).
7. Gartenhäcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerschneidabschnitte (40') jeweils vereinzelt auf schmalen Flachmessern
(40) vorgesehen sind, von denen zumindest mehrere zusammen mit ihren zugehörigen Durchtrittsschlitzen
(8') in radial verschiedenem Abstand von der Messerträgerscheibenmitte (7''') liegen
(Fig. 11).
8. Gartenhäcksler nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die schmalen Flachmesser (40) mit ihren schmalen Messeschneidabschnitten (40')
und den zugehörigen, größtenteils in sich geschlossenen, entsprechend schmal bemessenen
Durchtrittsschlitzen (8') auf einer die Messerträgerscheibenmitte (7''') umgebenden
spiralförmigen Bahn (41) liegen (Fig. 11).
9. Gartenhäcksler nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Messerträgerscheibe (7) in ihrem innerhalb der mit den schmalen Messerschneidabschnitten
(10'',10''') versehenen Flachmesser (10) gelegenen zentrischen Bereich mit aufrecht
stehenden Vorzerkleinerungsmessern (11) versehen ist, die mit einer aufrecht verlaufenen
inneren Gegenschneide (17') an dem im Gestell (4) auswechselbar gelagerten Widerlagereinsatz
(13) zusammenwirken (Fig. 1, 2).
1. Garden shredder with a blade housing (1) which is disposed on a stand (4) supporting
the driving motor (2) and a loading hopper (14) and surrounding a lower ejector chamber
(5), in which blade housing is provided a blade carrying disc (7) to be driven circling
about a substantially vertical axis and which is provided with substantially radially
extending through slits (8) and flat blades (10) disposed above them in a plane blade
manner, having an abutment insert (13) disposed in the blade housing (1) and which
at the bottom has a flat and substantially radially extending lower counter blade
(18) which cooperates with the cutting edges (10') of the flat blade (10), wherein
the blade cutting edges (10') consist of blade cutting edge portions (10'', 10''')
which extend over a partial length region, amounting to less than half, of the lower
counter blade (18) cooperating therewith, wherein at least some of these blade cutting
edge portions (10'', 10''') are disposed radially offset to each other, characterised
in that the blade carrying disc (7) in its portions adjoining the through slits (8),
which lie respectively opposite the flat blades (10a, 10b) provided with the offset
blade cutting edge portions (10'', 10'''), is provided with embossed regions (7'')
mounted higher and which determine the cutting depth (D, d) of the shredded material.
2. Garden shredder according to claim 1, characterised in that the flat blades (10) are
each provided with a plurality of blade cutting edge portions (10'', 10''') lying
next to each other but offset to each other with respect to height (eg Figures 2,
3, 6).
3. Garden shredder according to claim 2, characterised in that the blade cutting edge
portions (10'', 10''') provided on each flat blade (10) form a through cutting edge
(10') extending in an undulating or bent manner (Figures 5, 8).
4. Garden shredder according to claim 3, characterised in that on the blade carrying
disc (7) are provided four flat blades (10a, 10b) evenly disposed over its surface
each with three blade cutting edge portions (10'', 10''') disposed offset with respect
to height, wherein two oppositely lying flat blades (10a) are provided with a centrally
raised blade cutting edge portion (10'') and the two other flat blades (10b) are provided
with blade cutting edge portions (10'') which are higher at their two ends (Figures
3, 6).
5. Garden shredder according to claim 3, characterised in that the flat blades (30) have
a toothed-strip-like cutting edge of which the teeth (30') and tooth gaps (30'') lying
respectively between them form the cutting blade portions which respectively lie next
to each other and offset to each other with respect to height (Figures 9, 10).
6. Garden shredder according to claim 5, characterised in that the flat blades (30) have
a flat S-shaped profile and are formed with turning blades provided at both sides
with toothed-strip-like cutting edges (Figure 10).
7. Garden shredder according to claim 1, characterised in that the blade cutting edge
portions (40') are each provided separately on narrow flat blades (40), of which at
least some lie together with their associated through slits (8') at a radially different
distance from the blade carrying disc (7''') (Figure 11).
8. Garden shredder according to claim 7, characterised in that the narrow flat blades
(40) with their narrow blade cutting edge portions (40') and the associated through
slits (8'), which are for the most part enclosed and dimensioned correspondingly narrow,
lie on a spiral path (41) surrounding the blade carrying disc centre (7''') (Figure
11).
9. Garden shredder according to any of claims 1 to 8, characterised in that the blade
carrying disc (7) is provided, in its central region lying inside the flat blade (10)
provided with the narrow blade cutting edge portions (10'', 10'''), with upright preliminary
shredding blades (11) which cooperate with an uprightly extending inner counter blade
(17') on the abutment insert (13) removably mounted in the stand (4) (Figures 1, 2).
1. Broyeur pour jardin comportant un carter de lames (1) qui est disposé sur un châssis
(4) portant le moteur d'entraînement (2) et une trémie de chargement (14) et entourant
un espace d'éjection inférieur (5), et dans lequel est prévu un disque porte-lames
(7) qui est destiné à être entraîné en rotation autour d'un axe sensiblement perpendiculaire
et qui est pourvu de fentes de passage (8) s'étendant sensiblement radialement et
de lames plates (10) disposées comme des fers de rabot au-dessus de celles-ci, et
comportant un élément de butée (13) disposé dans le carter de lames (1) et pourvu,
en bas, d'une contre-lame inférieure (18) plate et s'étendant sensiblement radialement
qui coopère avec les tranchants (10') des lames plates (10), étant précisé que les
tranchants (10') se composent de sections de tranchants de lames (10'', 10''') qui
s'étendent sur une zone longitudinale partielle égale à moins de la moitié de la contre-lame
inférieure (18) coopérant avec lesdites sections, et que quelques-unes au moins de
ces sections de tranchants de lames (10'', 10''') sont décalées radialement les unes
par rapport aux autres,
caractérisé en ce que le disque porte-lames (7), dans ses sections qui sont voisines
des fentes de passage (8) et qui se trouvent en face des lames plates (10a, 10b) pourvues
de sections de tranchants (10'', 10''') décalées, est pourvu de zones frappées surélevées
(7'') qui définissent l'épaisseur de coupe (D, d) du matériau à broyer.
2. Broyeur pour jardin selon la revendication 1, caractérisé en ce que les lames plates
(10) sont pourvues de plusieurs sections de tranchants (10'', 10''') juxtaposées mais
décalées en hauteur les unes par rapport aux autres (par exemple fig. 2, 3 et 6).
3. Broyeur pour jardin selon la revendication 2, caractérisé en ce que les sections de
tranchants (10'', 10''') prévues sur chaque lame plate (10) forment une arête coupante
(10') continue et ondulée ou coudée (fig. 5, 8).
4. Broyeur pour jardin selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'il est prévu, sur
le disque porte-lames (7), quatre lames plates (10a, 10b) réparties régulièrement
sur sa circonférence et portant chacune trois sections de tranchants (10'', 10''')
décalées en hauteur, deux lames plates opposées (10a) étant pourvues d'une section
de tranchant (10'') surélevée au milieu, tandis que les deux autres lames plates (10b)
sont pourvues de sections de tranchants (10'') surélevées à leurs deux extrémités
(fig. 3, 6).
5. Broyeur pour jardin selon la revendication 3, caractérisé en ce que les lames plates
(30) ont une arête coupante dentée dont les dents (30') et les entredents (30'') forment
les sections de lames juxtaposées et décalées en hauteur les unes par rapport aux
autres (fig. 9, 10).
6. Broyeur pour jardin selon la revendication 5, caractérisé en ce que les lames plates
(30) ont un profil en S plat et sont conçues comme des lames réversibles pourvues
d'arêtes coupantes dentées prévues des deux côtés (fig. 10).
7. Broyeur pour jardin selon la revendication 1, caractérisé en ce que les sections de
tranchants (40') sont prévues individuellement sur des lames plates étroites (40)
dont quelques-unes au moins, avec leurs fentes de passage (8') associées, se trouvent
à une distance différente radialement du milieu (7''') du disque porte-lames (fig.
11).
8. Broyeur pour jardin selon la revendication 7, caractérisé en ce que les lames plates
étroites (40), avec leurs sections de tranchants étroites (40') et les fentes de passage
(8') associées, en grande partie à profil fermé et de dimensions proportionnellement
étroites, se trouvent sur une trajectoire en spirale (41) entourant le milieu (7''')
du disque porte-lames (fig. 11).
9. Broyeur pour jardin selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le
disque porte-lames (7), dans sa zone centrale située à l'intérieur des lames plates
(10) pourvues des sections de tranchants étroites (10'', 10'''), est pourvu de lames
de désintégration préliminaire verticales (11) qui coopèrent avec une contre-lame
intérieure (17') s'étendant à la verticale, au niveau de l'élément de butée (13) monté
dans le châssis (4) pour pouvoir être changé (fig. 1, 2).