[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Tempieren von Zündern an großkalibrigen
Geschossen, wobei der Zünder koaxial an der Geschoßspitze angeordnet ist und ein gegenüber
dem Geschoß festes Teil sowie ein um die Geschoßachse verdrehbares Einstellteil aufweist
und beide Teile in ihrer Mantelfläche jeweils mit einer in einer die Geschoßachse
enthaltenden Ebene liegenden Rastnut versehen sind, mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Bei großkalibrigen Geschossen sind sogenannte Doppelzünder bekannt, die die Zündung
des Geschosses, außer beim Aufschlag, auch unabhängig vom Aufschlag nach einem einstellbaren
Zeitraum bewirken. Die an der Geschoßspitze angeordneten Zünder besitzen im allgemeinen
ein gegenüber dem Geschoß festes Teil sowie ein um die Geschoßachse verdrehbares Einstellteil,
an dem bisher von Hand die Tempierung, also die Einstellung des Zündzeitpunktes, vorgenommen
wurde. Es hat sich herausgestellt, daß die vorhandenen handbetätigten Einstellwerkzeuge
teilweise keine zufriedenstellende Betätigung ermöglichten, insbesondere dann, wenn
die Einstellung innerhalb des engen Raums eines Kampfpanzers oder einer Panzerhaubitze
vorgenommen werden mußte. Gründe hierfür sind die ergonomischen Verhältnisse im Geschoßmagazinraum.
[0003] Eine Vorrichtung mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ist
in CH-A-0 069 792 beschrieben.
[0004] Es ist weiterhin aus GB-A-0 555 249 eine Vorrichtung zum Tempieren von Zündern bekannt,
die als einfaches Handgerät ausgebildet ist, mit zwei koaxial ineinander angeordneten
und gegeneinander verdrehbaren ringförmigen Bauteilen, die so auf die Geschoßspitze
aufgesetzt werden, daß das äußere, an seiner Oberseite eine Skala tragende Bauteil
dem festen Teil des Zünders gegenüberliegt, während das innere über Handhaben verdrehbare
Bauteil dem Einstellteil gegenüberliegt. Der notwendige Verstellwinkel wird von Hand
eingestellt und kann an der Skala abgelesen werden. Schließlich ist in der Ch-A-0
080 982 eine Vorrichtung dieser Art beschrieben, die auf die Geschoßspitze aufgesetzt
und von Hand betätigt wird und zwei gegeneinander verdrehbare koaxial zueinander angeordnete
Ringe besitzt, von denen einer mit einem Skalenring zum Ablesen des Verstellwinkels
versehen ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Tempieren von Zündern
an großkalibrigen Geschossen mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 so zu ändern, daß auch unter engen Verhältnissen eine sichere und genaue automatische
Einstellung des Zünders möglich ist.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den Merkmalen aus dem kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1. Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist in Patentanspruch
2 beschrieben.
[0007] Der Winkel zwischen dem verschiebbaren ersten Rastbolzen und dem festen zweiten Rastbolzen
wird durch Verdrehung des zweiten Stellrings gegenüber dem ersten Stellring verändert
und so eingestellt, daß der Winkelabstand der beiden Rastbolzen genau dem Drehwinkel
entspricht, um den das Einstellteil des Zünders gegenüber dem festen Teil zur Tempierung
verdreht werden soll. Wie weiter unten anhand eines Ausführungsbeispiels ausführlicher
beschrieben, wird die Vorrichtung so auf das Geschoß aufgesetzt, daß der fest angeordnete
zweite Rastbolzen in die Rastnut des drehbaren Einstellteils des Zünders nach einer
entsprechenden Drehbewegung eingreift. Dann werden die beiden Stellringe zusammen
motorisch solange verdreht bis der am Außenmantel des festen Teils des Zünders entlanglaufende
verschiebbare erste Rastbolzen in die Rastnut des festen Teils einrastet. Das Einstellteil
ist dann genau um den eingestellten Winkel verdreht worden und die vorhandene Drehmomentbegrenzung
verhindert eine weitere Verdrehung der Stellringe. Der Zünder ist tempiert.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung erlaubt nach einmaliger Einstellung des Winkels
zwischen den beiden Rastbolzen die automatische Tempierung aller Zünder, die auf den
gleichen Zeitpunkt eingestellt werden sollen. Die Voreinstellung des Winkels zwischen
den beiden Rastbolzen wird dadurch erleichtert, daß in den ersten Stellring ein von
außen sichtbarer Skalenring mit einer entsprechenden Winkelskala fest eingesetzt ist
und am zweiten Stellring ein mit einer Strichmarke versehenes Sichtfenster angeordnet
ist, so daß bei einer Verdrehung der beiden Stellringe gegeneinander der Verstellwinkel
genau abgelesen werden kann. Der Skalenring kann auswechselbar ausgebildet sein, so
daß für verschiedene Zündertypen unterschiedliche Skalen verwendet werden können.
[0009] Wie weiter unten genauer beschrieben ist es in einfacher Weise möglich, die Skala
zu beleuchten, was für das Arbeiten in schlecht beleuchteten Räumen von besonderer
Wichtigkeit ist. Weiterhin ist es in einfacher Weise möglich, das maximal übertragbare
Drehmoment an der Drehmomentbegrenzung einzustellen.
[0010] Im Folgenden wird anhand der beigefügten Zeichnungen ein Ausführungsbeispiel für
eine Vorrichtung nach der Erfindung näher erläutert.
[0011] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf eine Vorrichtung zum Tempieren von Zündern;
- Fig. 2
- eine Schnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 nach der Linie II-II in Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Teilschnitt durch die Vorrichtung nach Fig. 1 nach der Linie III-III in Fig.
1, wobei Pos. 10 in die Ebene der Linie III-III hineingeklappt ist.
[0012] Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Vorrichtung zum Tempieren von Zündern besitzt
ein im wesentlichen ringförmiges Gehäuse 1 mit einem am Gehäuse befestigten in radialer
Richtung nach außen weisenden Handgriff 2. Im Gehäuse 1 sind koaxial zueinander zwei
Stellringe 3 und 4 drehbar angeordnet. Dabei ist der erste Stellring 3 im Gehäuse
1 über ein Drehlager 3.3 drehbar gelagert und dabei durch einen in Fig. 2 von unten
in das Gehäuse eingesetzten, mit dem Stellring 3 fest verbundenen Halterungsring 3.1
gehaltert. Durch eingelegte Paßscheiben 3.2 wird das Lagerspiel eingestellt. An der
in Fig. 2 oberen Seite des ersten Stellrings 3 ist in diesen ein zweiter Stellring
4 eingesetzt, der gegenüber dem ersten Stellring 3 verdrehbar ist und durch eine Exzenterklemmung
5 gegenüber dem ersten Stellring 3 in jeder beliebigen Winkelstellung festgelegt werden
kann. Die Betätigung der Exzenterklemmung 5 erfolgt über eine Flügelschraube 5.1,
die mit einem Exzenter 5.2 verbunden ist, der sich an ein Klemmstück 5.3 in einem
Gummiring, der an einer Innenfläche des ersten Stellrings 3 angeordnet ist, anlegen
kann.
[0013] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 2 die in Fig. 2 obere Seite der Vorrichtung
als "Oberseite" und die in Fig. 2 untere Seite als "Unterseite" bezeichnet. Selbstverständlich
kann die Vorrichtung im Prinzip in jeder beliebigen Lage im Raum verwendet werden.
Im allgemeinen wird sie bei aufrechtstehenden Geschossen in der in Fig. 2 dargestellten
Lage auf die Geschoßspitze aufgesetzt, wie dies in Fig. 2 gestrichelt angedeutet ist.
Die Innenkontur der beiden Stellringe 3 und 4 ist dabei an die Außenkontur des an
der Geschoßspitze angeordneten Zünders angepaßt.
[0014] Der zweite Stellring 4 ist derart in den ersten Stellring 3 eingesetzt, daß an der
Oberseite der Vorrichtung jeweils zwei ringförmige Teilbereiche der beiden Stellringe
von oben zugänglich sind, und zwar innenliegend ein ringförmiger Teilbereich des zweiten
Stellrings 4 und außenliegend ein ringförmiger Teilbereich des ersten Stellrings 3.
Dieser außenliegende Teilbereich des ersten Stellrings 3 ist als eigener Skalenring
6 ausgebildet, der auswechselbar ist und über eine Stiftverbindung 6.1 drehfest mit
dem ersten Stellring 3 verbunden und mittels eines mit dem Gehäuse verbundenen Halterings
1.1 festgehalten ist. Dieser Skalenring 6 trägt, wie aus Fig. 1 zu entnehmen, eine
in üblicher Weise geeichte Skala, die auf die verwendeten Zündertypen abgestimmt ist
und als Zeitskala ausgebildet ist.
[0015] Zur Ablesung dieser Skala dient ein mit dem zweiten Stellring 4 fest verbundenes
Ablesefenster 7, in dessen Öffnung eine mit einer Strickmarke 7.2 versehene, aus durchsichtigem
Material bestehende Prismenplatte 7.1 angeordnet ist.
[0016] Zur Beleuchtung der Skala im Bereich des Ablesefensters 7 dient eine Beleuchtungslampe
8, deren elektrische Anschlüsse über Schleifkontakte 8.1 mit einem ersten Schleifringpaar
8.2 elektrisch verbunden sind, welches in einem Oberflächenabschnitt des ersten Stellrings
3 angeordnet ist, der der Unterseite des zweiten Stellrings 4 gegenüberliegt. Dieses
erste Schleifringpaar 8.2 ist über nicht dargestellte Leitungen mit einem zweiten
Schleifringpaar an der Mantelfläche des ersten Stellrings 3 verbunden, das, wie aus
Fig. 3 ersichtlich, über Schleifkontakte 8.4 und nicht dargestellte, durch das Gehäuse
1 über einen Schalter 16 und den Handgriff 2 geführte Leitungen mit einem Steckeranschluß
15 am Handgriff 2 verbunden ist.
[0017] Im ersten Stellring 3 ist an der Innenseite ein in radialer Richtung gegen die Kraft
einer Druckfeder 9.1 verschiebbarer erster Rastbolzen 9 angeordnet, der in entspannter
Stellung der Druckfeder 9.1 in den Innenraum des ersten Stellrings 3 hineinragt und
gegen die Kraftwirkung der Druckfeder 9.1 soweit nach außen verschiebbar ist, daß
er nicht mehr in den Innenraum des ersten Stellrings 3 hineinragt.
[0018] Am zweiten Stellring 4 ist ebenfalls an der Innenseite ein in den Innenraum des zweiten
Stellrings hineinragender zweiter Rastbolzen 10 fest angeordnet.
[0019] Wie aus Fig. 3 zu entnehmen liegen die beiden Rastbolzen übereinander und je nach
der Winkelstellung zwischen dem ersten Stellring 3 und dem zweiten Stellring 4 um
einen vorgegebenen Winkelbetrag gegeneinander versetzt.
[0020] In Fig. 1 ist die relative Lage der Rastbolzen 9 und 10 angedeutet. Aus Gründen der
deutlichen Darstellung ist aber der Rastbolzen 10 in Fig. 2 nicht dargestellt, sondern
in die Ebene der Linie III-III in Fig. 1 hineingeklappt, so daß er in Fig. 3 erscheint.
[0021] Der erste Stellring 3 ist über einen an seiner äußeren Mantelfläche angeordneten
Zahnkranz 3.4 mit einer insgesamt mit Bezugsziffer 11 bezeichneten Drehmomentbegrenzung
verbunden, wobei der Zehnkranz 3.4 des ersten Stellrings 3 in die Verzahnung 11.11
des Abtriebsteils 11.1 der Drehmomentbegrenzung 11 eingreift. Das Abtriebsteil 11.1
der Drehmomentbegrenzung 11 ist über in Bohrungen dieses Teils angeordnete, unter
der Kraftwirkung von Federn 11.13 stehende Kugeln 11.12 mit dem Antriebsteil 11.2
verbunden. Die lösbare Verbindung zwischen Abtriebsteil 11.1 und Antriebsteil 11.2
ist dadurch gegeben, daß die Kugeln unter dem Druck der Federn 11.13 in Vertiefungen
11.21 am Antriebsteil 11.2 eingreifen und bei Überschreitung eines maximal zulässigen
Drehmomentes aus diesen Vertiefungen ausrasten und damit die Verbindung zwischen Antriebsteil
11.2 und Abtriebsteil 11.1 lösen. Die Einstellung des maximal zulässigen Drehmomentes
erfolgt über ein Einstellteil 11.14, das als Gegenlager der Federn 11.13 dient und
durch eine Einstellschraube 11.15 in verschiedene Lagen gebracht werden kann, in denen
es durch eine Feststellschraube 11.16 fixierbar ist. Abtriebsteil 11.1 und Antriebsteil
11.2 sind im Gehäuse über Lager 11.17 bzw. 11.22 und 11.23 gelagert.
[0022] Das Antriebsteil 11.2 ist über einen Winkeltrieb 12 und ein Untersetzungsgetriebe
13 mit dem Antriebsmotor 14 verbunden. Das Untersetzungsgetriebe 13 und der Antriebsmotor
14 sind innerhalb des Handgriffs 2 angeordnet und die nicht dargestellten, vom Steckeranschluß
15 herkommenden elektrischen Zuführungsleitungen für den Antriebsmotor 14 sind ebenfalls
über den Schalter 16 geführt, der als Mehrfachfunktionsschalter, beispielsweise Tast-Ein-Aus-Schalter,
ausgebildet ist.
[0023] Die Handhabung und Funktionsweise der oben beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
[0024] Zunächst wird der für den einzustellenden Zündertyp notwendige Skalenring 6 in den
ersten Stellring 3 eingesetzt und mittels der Stiftverbindung 6.1 in seiner Lage positioniert.
Über ein Anschlußkabel wird die Vorrichtung mit dem Steckeranschluß 15 beispielsweise
an die elektrische Energieversorgung eines Kampffahrzeuges angeschlossen.
[0025] Zur Vorgabe der einzustellenden Laufzeit des Zünders wird zunächst die Exzenterklemmung
5 gelöst und der zweite Stellring 4 gegenüber dem ersten Stellring 3 soweit verdreht
bis die Markierung 7.2 des Ablesefensters 7 über der gewünschten Zeitmarkierung auf
dem Skalenring 6 steht. Anschließend wird der zweite Stellring 4 durch Feststellen
der Exzenterklemmung 5 gegenüber dem ersten Stellring 3 fixiert. Bei Bedarf kann dieser
Vorgang mit eingeschalteter Skalenbeleuchtung durchgeführt werden, was durch Betätigung
des Schalters 16 (Ein-Aus-Funktion) geschieht. Die Prismenplatte 7.2 des Ablesefensters
überträgt dabei die Beleuchtungsenergie der Lampe 8 auf den Skalenring 6.
[0026] Durch die Verstellung des zweiten Stellrings 4 gegenüber dem ersten Stellring 3 werden
automatisch die beiden Rastbolzen 9 und 10 in einen vorgegebenen Winkelabstand voneinander
gebracht.
[0027] Die Drehmomentbegrenzung 11 wird mittels der Einstellschraube 11.15 auf ein vorgegebenes
maximales Drehmoment eingestellt, das beispielsweise zwischen 10Nm und 15 Nm liegen
kann. Die Position wird durch die Feststellschraube 11.16 gesichert.
[0028] Mit der so vorbereiteten Vorrichtung können nun eine beliebige Anzahl von Zündern
eingestellt werden. Die Vorrichtung wird zu diesem Zweck in der in Fig. 2 dargestellten
waagerechten Stellung auf das vertikal stehende Geschoß von oben her aufgesetzt. Nach
Betätigen des Schalters 16 (Tast-Funktion) läuft der Antrieb an und vom Antriebsmotor
14 aus wird über das Untersetzungsgetriebe 13, den Winkeltrieb 12 und die Drehmomentbegrenzung
11 die Drehenergie auf den ersten Stellring 3 übertragen. Dieser dreht gemeinsam mit
dem zweiten Stellring 4 solange bis der feste Rastbolzen 10 in die Rastnut am drehbaren
Oberteil des Zünders einrastet. Damit ist das Oberteil des Zünders formschlüssig mit
dem drehenden ersten Stellring 3 verbunden. Die Vorrichtung rutscht etwas tiefer,
so daß die Innenkonturen des zweiten und ersten Stellrings an der Außenkontur des
Zünders anliegen und dadurch wird der federnde Rastbolzen 9, der dem festen Teil des
Zünders gegenüberliegt, durch den Zündermantel nach außen gedrückt. Bei der weiteren
Drehung muß das Reaktionsmoment abzüglich des Reibmomentes des ersten Stellrings 3
durch den Antrieb vom Bediener am Handgriff 2 aufgenommen werden.
[0029] Beim Weiterdrehen des ersten Stellrings 3 wird jetzt das drehbare Oberteil des Zünders
über den eingerasteten festen Rastbolzen 10 weitergedreht, solange bis der federnde
Rastbolzen 9 in die Rastnut am feststehenden Unterteil des Zünders eingerastet ist.
Damit ist keine weitere Drehung möglich und der Zünder ist tempiert. Die Stellung
der Rastnuten am Zünder entspricht der Stellung der Rastbolzen 9 und 10 und somit
ist die an der Vorrichtung fest voreingestellte Laufzeit auf den Zünder übertragen.
Bei einer weiteren Betätigung des Schalters 16 kann keine Drehbewegung am ersten Stellring
3 erfolgen, da beide Rastbolzen in den entsprechenden Rastnuten des Zünders arretiert
sind und das nun anstehende Drehmoment durch die Drehmomentbegrenzung auf den dort
eingestellten Wert begrenzt ist. Somit können keine unzulässig hohen Drehmomente auf
den Zünder übertragen werden.
[0030] Der Tempiervorgang ist damit beendet und die Vorrichtung wird vom Zünder abgenommen
und der nächste Zünder kann tempiert werden.
1. Vorrichtung zum Tempieren von Zündern an großkalibrigen Geschossen, wobei der Zünder
koaxial an der Geschoßspitze angeordnet ist und ein gegenüber dem Geschoß festes Teil
sowie ein um die Geschoßachse verdrehbares Einstellteil aufweist und beide Teile in
ihrer Mantelfläche jeweils mit einer in einer die Geschoßachse enthaltenden Ebene
liegenden Rastnut versehen sind, mit einem im wesentlichen ringförmigen Gehäuse (1),
an dem in radialer Richtung ein Handgriff (2) angeordnet ist und in dem ein erster
Stellring (3) drehbar gelaaert ist, der mit einem Antrieb (14) verbunden ist und in
dem ein zweiter Stellring (4) drehbar gelagert ist, der koaxial zum ersten Stellring
(3) und gegen diesen verdrehbar angeordnet und über eine Vorrichtung (5) mit dem ersten
Stellring (3) drehfest verbindbar ist, wobei die Innenkontur der beiden Stellringe
(3, 4) an die Außenkontur des Zünders angepaßt ist und der erste Stellring (3) an
seiner Innenseite einen gegen Federkraft radial nach außen bewegbaren ersten Rastbolzen
(9) trägt, während der zweite Stellring (4) an seiner Innenseite einen radial angeordneten
zweiten Rastbolzen (10) trägt und die Anordnung der Rastbolzen (9, 10) so ist, daß
bei auf den Zünder aufgesetzter Vorrichtung der eine Rastbolzen (9) dem festen Teil
und der andere Rastbolzen (10) dem verdrehbaren Teil des Zünders gegenüberliegen,
dadurch gekennzeichnet, daß der erste Stellring (3) über eine Drehmomentbegrenzung
(11), an der das maximal übertragbare Drehmoment einstellbar ist, mit einem elektrischen
Antriebsmotor (14) verbunden ist und der zweite Stellring (4) mit dem ersten Stellring
(3) über eine Klemmvorrichtung (5) verbindbar ist und der erste, dem festen Teil des
Zünders gegenüberliegende Rastbolzen (9) verschiebbar ist, während der zweite, dem
verdrehbaren Teil des Zünders gegenüberliegende Rastbolzen (10) fest angeordnet ist
und die beiden Stellringe (3, 4) im Gehäuse (1) derart angeordnet sind, daß bei auf
den Zünder aufgesetzter Vorrichtung von der Geschoßspitze her gesehen mindestens im
Bereich der Innenseiten der Stellringe (3, 4) der zweite Stellring (4) vor dem ersten
Stellring (3) und koaxial innerhalb dieses Stellrings derart angeordnet ist, daß an
der der Geschoßspitze zugewandten Seite der Stellringe (3, 4) kreisringförmige Teilbereiche
der Oberfläche beider Stellringe (3, 4) im wesentlichen in einer Ebene senkrecht zur
Geschoßachse von außen zugänglich ineinander angeordnet sind, wobei der kreisringförmige
Teilbereich der Oberfläche des ersten Stellrings (3), der den kreisringförmigen Teilbereich
der Oberfläche des zweiten Stellrings (4) umgibt, Teil eines mit dem ersten Stellring
(3) unverdrehbar verbundenen Skalenrings (6) ist und an dem kreisringförmigen Teilbereich
der Oberfläche des zweiten Stellrings (4) in einem vorgegebenen Umfangsbereich ein
den Skalenring (6) übergreifendes, mit einer Strichmarkierung (7.2) versehenes Ablesefenster
angeordnet ist, welches eine mit der Strichmarkierung (7.2) versehene Prismenplatte
(7.1) aus durchsichtigem Material aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der elektrische Antriebsmotor
(14) innerhalb des Handgriffs (2) angeordnet ist.
1. Device for adjusting the fuzes of large-calibre projectiles, the fuze being arranged
coaxially at the tip of the projectile and having a part which is fixed relative to
the projectile and a setting part which can be rotated about the projectile axis,
and both parts being provided in their outer surface in each case with a detent groove
lying in a plane containing the projectile axis, having a substantially annular housing
(1) on which a handle (2) is arranged in the radial direction and in which a first
setting ring (3) is mounted rotatably, which setting ring is connected to a drive
(14) and in which a second setting ring (4) is mounted rotatably, which second setting
ring is arranged so as to be coaxial with the first setting ring (3) and rotatable
relative thereto and can be connected to the first setting ring (3) via a device (5)
so as to be fixed against rotation, the inner contour of the two setting rings (3,
4) being matched to the outer contour of the fuze, and the first setting ring (3)
bearing on its inside a first detent pin (9) which can be moved radially outwards
counter to spring force, whereas the second setting ring (4) bears on its inside a
radially arranged second detent pin (10) and the arrangement of the detent pins (9,
10) is such that, when the device has been attached to the fuze, the one detent pin
(9) is located opposite the fixed part and the other detent pin (10) is located opposite
the rotatable part of the fuze, characterized in that the first setting ring (3) is
connected to an electric drive motor (14) via a torque limiter (11) on which the maximum
transmittable torque can be set, and the second setting ring (4) can be connected
to the first setting ring (3) via a clamping device (5), and the first detent pin
(9) located opposite the fixed part of the fuze is displaceable, whereas the second
detent pin (10) located opposite the rotatable part of the fuze is arranged fixedly,
and the two setting rings (3, 4) are arranged in the housing (1) in such a way that,
when the device is attached to the fuze, the second setting ring (4) is arranged ahead
of the first setting ring (3) and coaxially inside said setting ring, seen from the
tip of the projectile at least in the region of the insides of the setting rings (3,
4), in such a way that, on the side of the setting rings (3, 4) facing the tip of
the projectile, circular partial regions of the surface of both setting rings (3,
4) are arranged one in the other so as to be accessible from the outside substantially
in a plane perpendicular to the projectile axis, the circular partial region of the
surface of the first setting ring (3), which surrounds the circular partial region
of the surface of the second setting ring (4), being part of a scale ring (6) which
is connected non-rotatably to the first setting ring (3), and a reading window, overlapping
the scale ring (6) and provided with a line marking (7.2), being arranged on the circular
partial region of the surface of the second setting ring (4) in a predetermined circumferential
region, which reading window has a prism plate (7.1) made of transparent material
and provided with the line marking (7.2).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the electric drive motor (14) is
arranged inside the handle (2).
1. Dispositif pour le réglage de fusées de projectiles à gros calibre, la fusée étant
disposée coaxialement sur l'ogive et présentant une partie fixe par rapport au projectile
ainsi qu'une partie réglable rotative autour de l'axe dudit projectile, les deux parties
étant munies chacune, sur leurs faces latérales, d'une gorge d'encastrement située
dans le plan contenant l'axe de projectile, dispositif comportant un boîtier (1) de
forme sensiblement annulaire sur lequel est disposée, en direction radiale, une poignée
(2) et l'intérieur duquel est montée, de manière rotative, une première bague de réglage
(3) qui est connectée à un moteur d'entraînement (14) et dans laquelle est montée
de manière rotative une deuxième bague de réglage (4) qui est disposée coaxialement
à la première bague de réglage (3) et peut tourner par rapport à celle-ci tout en
pouvant être bloquée en rotation avec ladite bague de réglage (3) par un dispositif
(5), le contenu intérieur des deux bagues de réglage (3, 4) étant ajusté au contour
extérieur de la fusée et la première bague de réglage (3) supportant sur sa face intérieure
une première cheville d'encastrement (9) mobile radialement vers l'extérieur en s'opposant
à la force d'un ressort, tandis que la deuxième bague de réglage (4) supporte sur
sa face intérieure une deuxième cheville d'encastrement (10) disposée radialement
et que la disposition desdites chevilles (9, 10) est telle que si le montage est disposé
sur la fusée, l'une des chevilles (9) fait face à la partie fixe et l'autre cheville
(10) fait face à la partie rotative de la fusée, caractérisé en ce que la première
bague de réglage (3) est reliée à un moteur d'entraînement électrique (14) par un
limiteur de couple (11) au moyen duquel le couple maximal transmissible est réglable,
et en ce que la deuxième bague de réglage (4) peut $etre connectée à la première bague
de réglage (3) par un dispositif de serrage (5) et en ce que la première tige d'encastrement
(9) faisant face à la partie fixe de la fusée est mobile, tandis que la deuxième tige
d'encastrement (10) faisant face à la partie rotative de la fusée est fixe et que
les deux bagues de réglage (3, 4) sont disposées dans le boîtier (1) de telle sorte
que lorsque le dispositif est monté sur le projectile, vu à partir de l'ogive, au
moins au voisinage des faces intérieures des bagues (3 et 4), la deuxième bague (4)
est disposée avant la première bague (3) et coaxialement à l'intérieur de cette dernière
de telle sorte que sur le côté des bagues (3, 4) orientées vers l'ogive, des régions
partielles de forme circulaire de la surface de ces deux bagues (3, 4) sont disposées
sensiblement dans un plan perpendiculaire à l'axe du projectile et accessibles de
l'extérieur l'une dans l'autre, tandis que la zone partielle de forme circulaire de
la surface de la première bague (3) qui entoure la zone partielle circulaire de la
surface de la deuxième bague (4) est une partie d'une bague graduée (6) reliée de
manière non rotative à la première bague et en ce que, sur la zone partielle de forme
circulaire de la surface de la deuxième bague (4), est disposée dans une zone de pourtour
déterminée, une fenêtre de lecture comportant la bague graduée (6) et munie de traits
de graduation (7, 2), ladite fenêtre présentant une plaque prismatique (7, 1) en matière
transparente comportant ladite graduation (7, 2).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moteur d'entraînement
électrique (14) est disposé à l'intérieur de la poignée (2).