[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen überwurfring nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1. Ein derartiger überwurfring ist durch die GB 697 902 mit einer Abdichtanordnung
in der Weise bekannt geworden, daß in der zentralen Ausnehmung des überwurfringes
ein Gummi- oder Filzring angeordnet ist, der beim Aufschrauben des überwurfringes
auf die Fassung gequetscht wird und sich radial einwärts verformt, so daß sich der
Dichtring abdichtend an den Außenumfang einer Leuchtstofflampe oder eines Schutzrohres
anlegt.
[0002] Nachteil bei der Verwendung eines derartigen Dichtringes ist, daß die Montage aufwendig
ist, daß es relativ vieler Teile bedarf und daß daher die Herstellung und Verwendung
eines derartigen überwurfringes kostenaufwendig ist.
[0003] Dadurch, daß ein Dichtring nach dem Stand der Technik verwendet wird, ergibt sich
der weitere Nachteil, daß eine relativ lange Baulänge für den überwurfring erforderlich
ist, was mit dem Nachteil verbunden ist, daß dieser überwurfring insbesondere mit
seiner Gummiabdichtung in die Nähe der heißen Elektrode gelangt und hohen Temperaturschwankungen
ausgesetzt ist. Im übrigen kommt es damit auch zu einem Wärmestau in der Leuchtstofflampe,
was die Lebensdauer verkürzt.
[0004] Soweit mit dem bekannten Dichtring ein luftdichter Abschluß zwischen der Leuchtstofflampe
oder einem Schutzrohr erzielt wird, besteht der Nachteil, daß wegen der bestehenden
Temperaturschwankungen das im Leuchtengehäuse eingeschlossene Luftvolumen auf anderen
Wegen das Leuchtengehäuse verlassen muß, und daß es daher bei kritischen Anwendungsfällen
sogar notwendig ist, ein sogenanntes Atmungsventil im Leuchtengehäuse anzuordnen.
[0005] Verzichtet man aus Kostengründen auf ein Atmungsventil, dann besteht der Nachteil,
daß beim Ausschalten der Leuchtstofflampe sich aufgrund der Abkühlung ein Unterdruck
im Leuchtengehäuse bildet und das Leuchtengehäuse dann Umgebungsluft von außen nachsaugt
und hierdurch Staub in die Fassung eindringt.
[0006] Eine weitere Abdichtung für Leuchtstofflampen ist aus der US-4,446,510 bekannt geworden.
Die Abdichtung besteht hier aus zwei Teilen, einer Durchführungs-Dichtung und einer
Dichtungsscheibe, die den entsprechenden Durchbruch für den Reflektor besitzt und
die gegen die Durchführungsdichtung gepreßt wird. Das bevorzugte Material der Dichtung
ist Gummi und damit ergeben sich dieselben bereits dargelegten Nachteile.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen überwurfring
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß eine kürzere Baulänge erzielt werden
kann, und daß eine wesentlich kostengünstigere Herstellung möglich ist.
[0008] Zur Lösung der gestellten Aufgabe sind gemäss der Erfindung die Merkmale des kennzeichnenden
Teils des Patentanspruchs 1 vorgesehen.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen,
daß die Abdichtung als Flockendichtung ausgebildet ist, die aus Kunststoffhaaren besteht,
die in Richtung ihrer Längserstreckung bürstenartig in radialer Richtung einwärts
gerichtet an einem Ansatz des überwurfrings befestigt sind oder die sich in axialer
Richtung auswärts an der der Fassung zugewandten Stirnseite des überwurfrings erstrecken.
[0010] In einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, daß
die Abdichtung aus einer Filzdichtung besteht, wobei der Filzring entweder in eine
entsprechende Nut am Innenumfang des überwurfrings eingeklemmt oder eingeklebt wird
oder der Filzring an der der Fassung zugewandten Stirnseite des überwurfrings aufgebracht
wird.
[0011] Ebenso kann der Dichtungsfilz stirnseitig an einem entsprechenden Ansatz an der der
Leuchtstofflampe zugewandten Seite oder an der der Fassung zugewandten Seite des überwurfrings
angeklebt werden.
[0012] Mit der gegebenen technischen Lehre nach der vorliegenden Erfindung besteht der wesentliche
Vorteil, daß die Abdichtung in besonders einfacher Weise angebracht werden kann, denn
in der vorher beschriebenen, bevorzugten Ausführungsform besteht die Abdichtung aus
Polaymid-Haaren, die über einen elektrostatischen Beflockungsvorgang am Innenumfang
oder auf der Stirnseite des überwurfringes auf eine dementsprechende Klebefläche angebracht
werden. Damit wird diese Abdichtung luftdurchlässig und dennoch staubdicht. Ebenso
ist es nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung vorgesehen,
daß die Abdichtung in Bezug zum überwurfring zweistückig ausgebildet ist und insbesondere
als flexibles Band ausgeführt ist, d.h. es würde ein derartiger beflockter Ring in
flexibler Ausführung als gesondertes Teil hergestellt werden, um dann an dem überwurfring
an den entsprechenden Montageflachen befestigt werden zu können.
[0013] Es wurde vorstehend schon darauf hingewiesen, daß mit einer derartigen Abdichtung
an einem überwurfring nicht nur Leuchtstofflampen als solches abgedichtet werden können,
sondern auch entsprechende Schutzrohre, welche Leuchtstofflampen umgeben sowie die
Fassung.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform werden hierbei Polyamidhaare mit einer Länge
von 2,5 mm verwendet, die in einer entsprechend ausreichenden Dichte auf die Klebeschicht
aufgeflockt werden. Diese Haare ragen dann radial einwärts in die zentrale Ausnehmung
des überwurfringes oder sind an der Stirnseite des überwurfringes angebracht; ein
Teil der Haare ist jedoch auch axial nach hinten und vorne gerichtet, um eine optimale
staubdichte Abdichtung zu erreichen.
[0015] Es versteht sich vonselbst, daß der hier beschriebene überwurfring sowohl aufgeschraubt
als auch in der Art eines an sich bekannten Bajonettverschlusses aufgesteckt werden
kann.
[0016] Mit der Verwendung der beschriebenen Abdichtung kann nun auf die vorher notwendigen
Quetschverbindungen zwischen dem überwurfring und einem vorher vorhandenen Gummiring
verzichtet werden, wodurch es nun möglich ist, die Baulänge des überwurfringes wesentlich
kleiner zu halten, und damit besteht der Vorteil, daß die wärmeabgebenden Teile der
Leuchtstofflampe, insbesondere die Elektrode, außerhalb des Bereichs des überwurfringes
liegt und damit eine günstige Wärmeabgabe und demzufolge eine Verlängerung der Lebensdauer
gewährleistet ist.
[0017] Ein weiterer Vorteil besteht in der Atmungsaktivität, weil aufgrund von Temperaturunterschieden,
die sich in der Fassung bzw. dem Leuchtengehäuse ergeben, die den im Leuchtengehäuse
entstehenden Druckunterschied über die Abdichtung ausgleichen kann, ohne daß die zum
Druckausgleich strömende Luft andere Wege sucht, um aus dem Leuchtengehäuse herauszukommen,
nachdem erfindungsgemäss die Abdichtung staubdicht ausgebildet ist, wobei eine Staubabdichtung
im Sinne der IEC 598- bzw. der EN 60598-Normen gegeben ist.
[0018] Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem
Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen
Patentansprüche untereinander. Alle in den Unterlagen - einschließlich der Zusammenfassung
- offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte
räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln
oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
[0019] Im folgenden wird die Erfindung anhand von lediglich einen Ausführungsweg darstellende
Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung
weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
[0020] Es zeigen:
- Figur 1:
- Stirnansicht des überwurfringes in Pfeilrichtung I in Figur 2;
- Figur 2:
- Schnitt durch den überwurfring nach Figur 1;
- Figur 3:
- eine Detaildarstellung des überwurfringes nach Figur 2.
[0021] Der überwurfring 1 nach den Figuren 1 - 3 besteht aus einem Kunststoffteil, welches
an seinem Außenumfang mit griffgünstigen Rippen 2 versehen ist. Von dem hohlzylindrischen
Teil ausgehend ist ein radialer, stirnseitiger Ansatz 8 ausgebildet, der in einen
in axialer Richtung sich nach vorne erstreckenden Ansatz 4 übergeht.
[0022] Im Bereich des Innenumfangs des Ansatzes 4 ist die erfindungsgemässe Abdichtung 5
angeordnet. Gemäss dem hier beschriebenen, bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht
diese Abdichtung 5 aus Polyamid-Härchen 9, die auf einer Klebefläche 7 am Innenumfang
des Ansatzes 4 aufgeflockt sind. In einer zweiten Ausführungsform gemäss Figur 3 ist
dargestellt, daß auch eine Filzscheibe 6 verwendet werden kann, die dann an der entsprechenden
stirnseitigen Fläche des Ansatzes 8 angeklebt sein kann.
[0023] Ebenso kann es vorgesehen sein, die Filzscheibe 6 in einer entsprechenden Nut zu
haltern oder in dieser Nut einzukleben und ebenso ist es möglich, statt der hier gezeigten
Filzscheibe 6 ein Filzrohr zu verwenden, welches der Länge des Ansatzes 4 entspricht
und welche Filzscheibe dann die Abdichtung 5 ausbildet.
[0024] Als Flockdichte wird hierbei wahlweise 6,7 dtex bei einer Haarlänge von 1,5 mm oder
von 22 dtex bei einer Haarlänge von 2,5 mm bevorzugt.
[0025] In Figur 2 ist weiterhin dargestellt, daß die erfindungsgemässe Dichtung 5 auch an
der der Fassung zugewandten Stirnseite 10 des überwurfrings aufgebracht wird. Hierbei
erstrecken sich dann die einzelnen Polyamidhärchen in axialer Richtung, d.h. in Richtung
auf die Fassung, und bilden insbesondere eine Abdichtung zwischen der Fassung und
dem überwurfring selbst, so daß der dort vorliegende Spalt luftdurchlässig und staubdicht
vorliegt.
[0026] Anstelle der Beflockung des überwurfrings an der Stirnseite 10 und an der gegenüberliegenden
Seite mit der Abdichtung 5 können natürlich auch das Schutzrohr selbst oder die Fassung
beflockt werden.
ZEICHNUNGS-LEGENDE
[0027]
- 1
- Überwurfring
- 2
- Rippen
- 3
- Ausnehmung
- 4
- Ansatz
- 5
- Abdichtung
- 6
- Filzscheibe
- 7
- Klebefläche
- 8
- Ansatz
- 9
- Polyamid-Härchen
- 10
- Seite
1. Überwurfring (1) zur Abdichtung einer Leuchtstofflampe oder eines Schutzrohres einer
Leuchtstofflampe der den Außenumfang der Leuchtstofflampe oder des Schutzrohres umfaßt,
bestehend aus einem Ring mit einem inneren Ansatz (4), an dem ein Dichtring eingelegt
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring in Form einer Flockendichtung (5) aus Kunststoffhaaren ausgebildet
ist, wobei die Kunststoffhaare bürstenartig in radialer Richtung einwärts gerichtet
am Ansatz (4) befestigt sind, oder die sich in axialer Richtung auswärts an der der
Fassung zugewandten Stirnseite (10) des überwurfringes (1) erstrecken.
2. Überwurfring zur Abdichtung einer Leuchtstofflampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Ansatz (4) eine Klebefläche vorhanden ist, auf der eine elektrostatische
Beflockung vorgesehen ist.
3. Überwurfring zur Abdichtung einer Leuchtstofflampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring ein separates Teil darstellt, das vor der Montage des Ringes auf
die Leuchtstofflampe oder das Schutzrohr aufziehbar ist und nach der Montage zur Abdichtung
am Ansatz des Ringes liegt.
4. Überwurfring nach den Ansprüchen 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtung staubdicht im Sinne der IEC 598-Norm bzw. der EN 60 598-Norm
ist.
5. Überwurfring nach einem der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte dieser Kunststoffhaare bei größerem Durchmesser im Bereich zwischen
6,7 dtex und 22 dtex bei Längen im Bereich zwischen 1,5 und 2,5 mm beträgt.
1. A screw collar ring (1) for sealing a fluorescent lamp or a protective tube of a fluorescent
lamp which surrounds the outer circumference of the fluorescent lamp or of the protective
tube, consisting of a ring with an inner shoulder (4), against which a sealing ring
is placed,
characterised in that the sealing ring is constructed in the form of a flock seal
(5) of plastic hairs, in which the plastic hairs are secured to the shoulder (4) in
the manner of a brush directed inwards in radial direction, or which extend in axial
direction outwards on the end face (10) of the screw collar ring (1) facing the mounting.
2. A screw collar ring for sealing a fluorescent lamp according to Claim 1,
characterised in that an adhesion surface is present on the shoulder (4), on which
an electrostatic flocking is provided.
3. A screw collar ring for sealing a fluorescent lamp according to Claim 1,
characterised in that the sealing ring is a separate part which is able to be fitted
onto the fluorescent lamp or the protective tube before the mounting of the ring,
and after the mounting lies against the shoulder of the ring for sealing.
4. A screw collar ring according to Claims 1 - 3,
characterised in that the seal is dust-tight in accordance with standard IEC 598 or
standard EN 60 598.
5. A screw collar ring according to one of Claims 1- 4,
characterised in that the density of these plastic hairs with a greater diameter is
in the range between 6.7 dtex and 22 dtex with lengths in the range betwewn 1.5 and
2.5 mm.
1. Bague d'accouplement (1) pour l'étanchéité d'une lampe fluorescente ou d'un tube protecteur
d'une lampe fluorescente, qui entoure la circonférence extérieure de la lampe ou du
tube et qui est formée d'une bague pourvue d'un épaulement intérieur (4) contre lequel
est posée une bague d'étanchéité,
caractérisée en ce que la bague d'étanchéité a la forme d'un joint d'étanchéité
floqué (5) en crins de matière plastique, étant précisé que ces crins de matière plastique
sont fixés à l'épaulement (4) à la manière d'un balai en étant dirigés dans le sens
radial vers l'intérieur, ou s'étendent dans le sens axial vers l'extérieur, du côté
frontal (10) de la bague d'accouplement (1) tourné vers la douille.
2. Bague d'accouplement pour l'étanchéité d'une lampe fluorescente selon la revendication
1, caractérisée en ce qu'il est prévu, sur l'épaulement (4), une surface de collage
sur laquelle se trouve un flocage électrostatique.
3. Bague d'accouplement pour l'étanchéité d'une lampe fluorescente selon la revendication
1, caractérisée en ce que la bague d'étanchéité constitue une pièce séparée qui est
apte à être enfilée, avant le montage de la bague, sur la lampe fluorescente ou sur
le tube protecteur et qui se trouve, après le montage, contre l'épaulement de la bague
pour réaliser l'étanchéité.
4. Bague d'accouplement selon les revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le joint
d'étanchéité est étanche à la poussière conformément aux normes CIE 598 et EN 60 598.
5. Bague d'accouplement selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que
la densité de ces poils en matière plastique se situe, pour un assez grand diamètre,
situé dans la plage de 6,7 dtex à 22 dtex pour des longueurs situées dans la plage
de 1,5 à 2,5 mm.