[0001] Die Erfindung betrifft ein Differenzdruckmeßgerät mit einer flüssigkeitsgefüllten
Einkammer-Differenzdruckmeßzelle mit zwei Meßkondensatoren.
[0002] Differenzdruckmeßgeräte sind beispielsweise aus der DE-C 35 04 329 und der DE-C 39
32 443 bekannt. In beiden Schriften wird eine Einkammer-Differenzdruckmeßzelle beschrieben,
die aus einem zylindrischen Körper aus Metalloxid-, z.B. aus Aluminiumoxid-Keramik
besteht, an dessen Stirnseiten je eine Membran unter Bildung eines Hohlraumes angebracht
ist. Die Meßkondensatoren werden durch Schichtelektroden gebildet, die auf den einander
zugewandten Flächen des zylindrischen Körpers und der Membranen angebracht sind. Die
Meßkondensatoren sind mit C
1 und C
2 bezeichnet.
[0003] Die entstehenden Hohlräume sind durch einen im zylindrischen Körper angebrachten
Kanal miteinander verbunden. Das vollständige Volumen der derart gebildeten gemeinsamen
Kammer ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, die an sich inkompressibel ist, tatsächlich
hinsichtlich ihrer Kompressibilität allerdings nicht exakt einer idealen Flüssigkeit
entspricht. Sind die beiden auf die Membranen wirkenden Drücke verschieden groß, so
werden die Membranen infolge der hydraulischen Kopplung durch die Flüssigkeit gegensinnig
ausgelenkt, wodurch sich die auf der Seite des höheren Druckes befindliche Membran
dem Körper nähert, während sich die andere auf der Seite des geringeren Druckes befindliche
Membran vom zylindrischen Körper entfernt. Dadurch ändern sich die Kapazitäten der
Meßkondensatoren in Abhängigkeit vom Differenzdruck gegensinnig, wobei der Differenzdruck
näherungsweise proportional der Differenz der reziproken Kehrwerte entsprechend folgender
Gleichung ist:

[0004] Ändert sich dagegen das Volumen der Füllflüssigkeit infolge einer Temperaturänderung
durch thermische Ausdehnung oder infolge eines anstehenden Prozeßdrucks, z.B. durch
geringfügige Kompression der Flüssigkeit, so bewegen sich die Membranen gleichzeitig
entweder zum zylindrischen Körper hin oder sie entfernen sich von ihm, mit der Folge,
daß die Kapazitäten der Meßkondensatoren gleichzeitig zunehmen oder abnehmen. Der
nach Gleichung (1) mit der Proportionalitätskonstanten K
p berechnete Wert des Differenzdrucks δp ist somit temperatur- und prozeßdruckabhängig.
[0005] Bei der aus der DE-C 35 04 329 bekannten analogen Schaltung oder der aus der DE-C
39 32 443 bekannten digitalen Schaltung wird zur Kompensation des Fehlers des nach
Gleichung (1) berechneten Differenzdrucks eine Korrekturgröße benutzt, die nach der
Gleichung

berechnet wird. Hierbei ist von entscheidendem Nachteil, daß die in gleicher Richtung
wirkenden Einflüsse der Temperatur K
T und des Prozeßdrucks K
s nicht voneinander trennbar sind, wodurch sich regelmäßig ein Fehler in dem nach Gleichung
(1) berechneten Differenzdruck ergibt, bedingt durch den anstehenden Prozeßdruck.
[0006] Hier sei noch erwähnt, daß die aus der DE-C 39 32 443 bekannte zusätzliche Temperaturmeßeinrichtung
diesen Fehler ebenfalls nicht zu erkennen vermag und im wesentlichen der Erkennung
von Temperatur und sonstigen Störungen dient, die die Meßsignale der Differenzdruckmeßzelle
verfälschen. Eine Differenzierung zwischen Temperatur- und Prozeßdruckeinflüssen ist
danach nicht möglich. Ferner sei angemerkt, daß selbst bei hinsichtlich der Kompressibilität
tatsächlich idealer Flüssigkeit der Prozeßdruck durch Stauchung des zylindrischen
Körpers geringfügig Einfluß auf das Flüssigkeitsvolumen nehmen kann, was u.U. ebenfalls
zu Fehlern durch den Prozeßdruck führt.
[0007] Der Erfindung, wie sie in Anspruch 1 definiert ist, liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Differenzdruckmeßgerät zu schaffen, das auf einfache Weise zu fehlerkompensierten
sicheren Differenzdruckwerten führt.
[0008] Aus der DE-A 38 39 864 ist zwar ein Halbleiter-Differenzdruckmeßgerät mit in einen
membran-artigen Teil des Halbleiterkörpers eindiffundierten Drucksensoren und mit
einem an einer von den piezoresistiver Differenzdrucksensoren mechanisch entkoppelten
Stelle in den Halbleiterkörper eindiffundierten piëzoresistiven Sensor für den statischen
Druck bekannt, wobei der Halbleiterkörper zwischen dem Ort der Differenzdrucksensoren
und dem des zusätzlichen Sensors geschlitzt ist.
[0009] Diese Lehre läßt sich bei den eingangs erwähnten, vorbekannten kapazitiven Keramiksensoren
jedoch nicht ohne weiteres anwenden. Die kapazitive Differenzdruckmeßzelle läßt sich
nach dieser Lehre nämlich kaum so konstruieren, daß eine mit der obigen Stelle vergleichbare
mechanisch entkoppelte Stelle realisierbar ist, an der ein zusätzlicher Sensor anzuordnen
wäre, da sich ein Schlitzen des Keramik-Körpers schon aus Symmetriegründen verbietet.
Vielmehr wird gerade in Abweichung von dieser Lehre der unveränderte Körper selbst
als Ort des zusätzlichen Sensors gewählt.
[0010] In Ausgestaltung der Erfindung weist das erfindungsgemäBe Differenzdruckmeßgerät
zunächst eine an sich bekannte Auswerteschaltung auf, die aus einem Regelkreis mit
einem Regler, einem Oszillator, einem Referenztiefpaß mit einem Referenzkondensator,
einem diesem nachgeschalteten ersten Summierverstärker mit Meßsignaleingängen und
einem ersten Gleichrichter besteht. Ferner weist die Auswerteschaltung einen ersten
Tiefpaß auf, der mit dem ersten Meßkondensator verbunden ist, und einen zweiten Tiefpaß,
der mit dem zweiten Meßkondensator verbunden ist. Alle Tiefpässe sind eingangsseitig
mit dem Ausgang des Oszillators verbunden und deren jeweilige Ausgangssignale über
einen nachgeordneten zweiten Summierverstärker mit einem zweiten Gleichrichter, an
dessen Ausgang ein temperaturkompensiertes Differenzdrucksignal entsteht, auf das
das Ausgangssignal des zusätzlichen Sensors mindestens indirekt einwirkt.
[0011] In Weiterbildung ist der erste Summierverstärker des Regelkreises eingangsseitig
mit den Ausgängen aller Tiefpässe verbunden. Eine Erhöhung des Signals am Ausgang
des ersten Gleichrichters im dynamischen Regelkreis bewirkt über den Regler eine Absenkung
der Amplitude des Oszillators, die ihrerseits eingangsseitig auf die Tiefpässe wirkt,
wodurch der zweite Summierverstärker am Ausgang des zweiten Gleichrichters ein Differenzdrucksignal
erzeugt, das entsprechend temperatur-kompensiert ist und mindestens indirekt mit dem
Signal des zusätzlichen Sensors beaufschlagt werden kann.
[0012] Ferner ist in Weiterbildung der Wert des Referenzkondensators entsprechend dem Mittelwert
der Summe der Meßkondensatoren beim Differenzdruck null gewählt. Um alle weiteren
Parameter zur Temperaturkompensation der Auswerteschaltung zu bestimmen, wird eine
Eichung bei mindestens zwei bekannten Temperaturen und mindestens zwei bekannten Differenzdrücken
durchgeführt. Hinsichtlich derTemperaturkompensation ist die Auswerteschaltung damit
funktionsfähig.
[0013] Hinsichtlich der Eichung wird noch darauf hingewiesen, daß diese bei mindestens zwei
Temperaturen und mindestens zwei Differenzdrücken derart erfolgt, daß für jede der
Messungen bei gegebener Temperatur und bei gegebenem Differenzdruck die Ausgangsspannungen
der drei Tiefpässe gemessen werden. Aus dem Sollwert am Ausgang des nicht im Regelkreis
befindlichen Summierverstärkers werden dann die für die Verstärkerstufen notwendigen
Verstärkungsfaktoren für die drei zugeführten Ausgangsspannungen der Tiefpässe berechnet.
[0014] Die derart beschriebene Auswerteschaltung kann mittels eines Signals des zusätzlichen
Sensors vollständig, also auch druckfehler-, kompensiert werden. Dazu weist die Auswerteschaltung
einen dritten Summierverstärker am Ausgang des zweiten Gleichrichters auf, an dem
bereits das temperatur-kompensierte Differenzdrucksignal entsteht. Dieser dritte Summierverstärker
erhält als weiteres Eingangssignal das Signal des zusätzlichen Sensors, wodurch an
dessen Ausgang ein vollständig fehlerkompensiertes Differenzdrucksignal entsteht.
[0015] Diese äußerst einfache Erweiterung durch Einfügung und Anordnung des dritten Summierverstärkers
für den zusätzlichen Sensor hat jedoch noch einen geringfügigen Schönheitsfehler,
da der Nullpunkt des Signals am Ausgang des zweiten Gleichrichters dadurch verfälscht
wird, daß das Signal des zusätzlichen Sensors nicht dem Differenzdruck, sondern dem
Prozeßdruck entspricht und somit immer dann ein Signal erzeugt, wenn der Prozeßdruck
nicht vollständig null ist.
[0016] Eine erfindungsgemäße Alternative kann diesbezuglich Abhilfe schaffen. Dementsprechend
weist die Auswerteschaltung einen vierten Summierverstärker auf, der allerdings eingangsseitig
mit dem ersten Gleichrichter des Regelkreises und ausgangsseitig mit dessen Regler
verbunden ist und ferner eingangsseitig mit dem Signal des zusätzlichen Sensors beaufschlagt
wird. Entsprechend dieser Alternative wird der Prozeßdruck bereits im Regelkreis berücksichtigt
und folglich am Ausgang des zweiten Gleichrichters, an dem zuvor nur ein temperaturkompensiertes
Differenzdrucksignal entstand, ein vollständig fehlerkompensiertes Differenzdrucksignal
erzeugt.
[0017] Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung wird der Prozeßdruck in vorteilhafter Weise
bereits in die Regelung eingeführt, wodurch keine Nullpunktverfälschung entsteht und
der Prozeßdruck ebenso wie die Temperatur ausgeregelt werden. Eine Eichung ähnlich
derTemperaturkompensation kann ebenfalls vorgesehen sein. Ferner kann vorgesehen sein,
daß der Regelkreis und somit die Auswerteschaltung über den Regler mit einer Referenzspannungsquelle
spannungsversorgt sind.
[0018] Der zusätzliche Sensor erzeugt ein druckproportionales Spannungssignal und kann intern
aus Dehnungsmeßstreifen o. dgl. aufgebaut sein. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung kann der Sensor in zwei Teilsensoren aufgespalten sein, welche jeweils
die auf die Membranen der Differenzdruckmeßzelle wirkenden Drücke erfassen und wobei
z.B. rechnerisch aus der halbierten Summe dieser Drücke der Prozeßdruck ermittelt
und der Auswerteschaltung zugeführt wird.
[0019] Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung kann die Differenzdruckmeßzelle
mit einem zusätzlichen Temperaturfühler, dessen Ausgangssignal in der Auswerteschaltung
in ein Fehlerrneldesignal umgesetzt wird, versehen sein. Die Auswerteschaltung kann
überdies digital aufgebaut sein.
[0020] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0021] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung
näher erläutert. Darin zeigt
- Fig. 1
- ein Differenzdruckmeßgerät mit einer Auswerteschaltung mit einer ersten Ankopplung
eines zusätzlichen Drucksensors, und
- Fig. 2
- ein Differenzdruckmeßgerät mit einer zweiten Ankopplung eines zusätzlichen Drucksensors.
[0022] Fig. 1 zeigt ein Differenzdruckmeßgerät 10 mit einer Einkammer-Differenzdruckmeßzelle
11 und einer elektrisch mit dieser verbundenen Auswerteschaltung 12. Ein zusätzlicher
Drucksensor 13 ist an der Differenzdruckmeßzelle 11 angeordnet und ebenfalls mit der
Auswerteschaltung 12 elektrisch verbunden.
[0023] Die Differenzdruckmeßzelle 11 besteht aus einem zylindrischen Körper 14, an dessen
Stirnseiten zwei elastische Membranen 15, 16 unter Einfügung von um den Umfang verlaufenden
Distanzringen 17, 18 druckdicht befestigt sind. Der zylindrische Körper 14 und die
Membranen 15, 16 bestehen aus einer Metalloxid-Keramik. Desgleichen bestehen die Distanzringe
17,18 vorzugsweise aus einem elektrisch isolierenden Material, beispielsweise aus
Glasfritte, das die druckdichte Verbindung zwischen dem zylindrischen Körper 14 und
den Membranen 15, 16 bewirkt.
[0024] Durch die Distanzringe 17, 18 sind die Membranen 15, 16 im Abstand vom zylindrischen
Körper 14 gehalten, so daß zwischen jeder Membran 15, 16 und der ihr zugewandten Stirnseite
des zylindrischen Körpers 14 ein flacher Hohlraum 46, 19 entsteht. Diese sind durch
einen im zylindrischen Körper 14 gebildeten axialen Kanal 20 miteinander verbunden,
so daß sie eine gemeinsame Kammer bilden, die druckdicht nach außen abgeschlossen
ist. Das gesamte Volumen der Kammer ist mit einer an sich inkompressiblen, isolierenden
Flüssigkeit 21 gefüllt, die Silikonöl sein kann.
[0025] Die dem zylindrischen Körper 14 zugewandte Innenseite der Membran 15 ist mit einer
Schichtelektrode 22 belegt, die einer ringförmigen Schichtelektrode 23 auf der ihr
zugewandten Stirnfläche des zylindrischen Körpers 14 gegenüberliegt. Desgleichen ist
die Innenseite der Membran 16 mit einer Schichtelektrode 24 belegt, die einer ringförmigen
Schichtelektrode 25 auf der ihr zugewandten Stirnfläche des zylindrischen Körpers
14 gegenüberliegt.
[0026] Die Schichtelektroden 22 ... 25 sind mit Verbindungsleitern 26, 27, 28, 29 und über
diese mit der Auswerteschaltung 12 verbunden. Angemerkt sei, daß eine besondere Herausführung
der Verbindungsleitungen aus der Differenzdruckmeßzelle 11 vorgesehen sein kann.
[0027] Die Schichtelektrode 22 bildet mit der ihr gegenüberliegenden Schichtelektrode 23
einen ersten Meßkondensator 30 der Kapazität C
1, die zwischen den Verbindungsleitungen 26, 27 meßbar ist. Die Schichtelektrode 24
bildet mit der ihr gegenüberliegenden Schichtelektrode 25 einen zweiten Meßkondensator
31 der Kapazität C
2, die zwischen den Verbindungsleitungen 28, 29 meßbar ist.
[0028] Der zylindrische Körper 14 ist beispielsweise an seinem Umfang mit dem zusätzlichen
Drucksensor 13 versehen, dessen Meßsignal über eine Verbindungsleitung 32 zu der Auswerteschaltung
12 gelangt Der Drucksensor 13 kann dabei aus Dehungsmeßstreifen o. dgl. aufgebaut
und auch in zwei Sensoren aufgeteilt sein.
[0029] Ferner kann vorgesehen sein, daß der Drucksensor 13 kombinativ gleichzeitig einen
zusätzlichen Temperatursensor bildet, dessen Signal zu einem Alarmsignal aufbereitet
wird, wie in ähnlicher Weise in der DE-C 39 32 443 beschrieben. Es kann jedoch auch
vorgesehen sein, daß zusätzlich ein Temperatursensor, beispielsweise ebenfalls am
Umfang des zylindrischen Körpers 14 der Differenzdruckmeßzelle 11, angeordnet ist.
Solche Temperatursensoren sind in den Fig. 1 und 2 nicht dargestellt.
[0030] Hier sei darauf hingewiesen, daß das vorstehend hinsichtlich der Differenzdruckmeßzelle
11 der Fig. 1 Erläuterte auch für die Differenzdruckmeßzelle 11 der Fig. 2 gilt. Der
auf die Differenzdruckmeßzelle 11 wirkende Prozeßdruck P
s ist in den Fig. 1 und 2 mit den Pfeilen P
1, P
2 bezeichnet.
[0031] Die in Fig. 1 dargestellte Auswerteschaltung 12 besteht aus einem ersten Tiefpaß
33 mit dem in einer Gegenkopplung die Verstärkung bestimmenden Meßkondensator 30,
der über die Verbindungsleitungen 26, 27 daran angeschlossen ist, und aus einem zweiten
Tiefpaß 34 mit dem in der Gegenkopplung die Verstärkung bestimmenden zweiten Meßkondensator
31, der über die Verbindungsleitungen 28, 29 daran angeschlossen ist, sowie aus einem
Referenztiefpaß 35 mit einem in der Gegenkopplung die Verstärkung bestimmenden Referenzkondensator
36.
[0032] Die Spannungsversorgung der drei Tiefpässe 33, 34, 35 erfolgt über entsprechende
Verbindungsleitungen aus einem in seiner Amplitude regelbaren Oszillator 37, wobei
die Amplitudenregelung über einen dem Oszillator 37 vorgeschalteten Regler 38 erfolgt,
an dessen Eingang die Ausgangsspannung eines ersten Gleichrichters 39 ständig mit
einer stabilen Referenzspannungsquelle 40 verglichen wird, wodurch die Oszillatoramplitude
derart regelbar ist, daß die von den drei Tiefpässen 33, 34, 35 gelieferten Ausgangsspannungen,
mit geeigneten Faktoren bewertet, in einem ersten Summierverstärker 41 addiert werden,
wonach dessen Ausgangsspannung mit dem ersten Gleichrichter 39 gleichgerichtet wird.
[0033] Die dargestellte Regelung bewirkt, daß die Ausgangsspannungen der drei Tiefpässe
33, 34, 35 eine temperaturabhängige Komponente nach Gleichung (2) zusätzlich zur differenzdruck-abhängigen
Komponente nach Gleichung (1) enthalten.
[0034] Durch Addition und Subtraktion dieser drei Ausgangsspannungen in einem mit entsprechenden
Faktoren versehenen zweiten Summierverstärker 42, dessen Ausgangsspannung mit einem
zweiten Gleichrichter 43 gleichgerichtet wird, entsteht an dessen Ausgang eine dem
an der Meßzelle anstehenden Differenzdruck proportionale temperatur-kompensierte und
normierte Ausgangsspannung.
[0035] Um den Einfluß des Prozeßdruckes P
s auf die Differenzdruckmeßzelle 11 und damit auf die Kapazitäten der Meßkondensatoren
30, 31 zu kompensieren, liefert der zusätzliche Drucksensor 13 ein Signal zur Erfassung
des Prozeßdruckes durch die dargestellte Anbringung an der Differenzdruckmeßzelle
11 derart, daß der in der Füllflüssigkeit 21 wirkende Prozeßdruck

unmittelbar gemessen werden kann, und zwar nach Wandlung in ein dem Prozeßdruck P
s proportionales Spannungssignal, beispielsweise direkt im zusätzlichen Drucksensor
13, welches einem dritten Summierverstärker 44 zugeführt wird, der dem zweiten Gleichrichter
43 nachgeordnet ist.
[0036] Im Summierverstärker 44 werden, mit geeigneten Faktoren versehen, die Ausgangsspannung
des zweiten Gleichrichters 43 und die Ausgangsspannung des zusätzlichen Drucksensors
13 in gleicher Weise so addiert oder subtrahiert, daß das am Ausgang des Summierverstarkers
44 anstehende Spannungssignal nur noch dem an der Differenzdruckmeßzelle 11 wirkenden
Differenzdruck δP proportional und von Einflüssen der Temperatur und des Prozeßdruckes
befreit ist.
[0037] Fig. 2 zeigt einen insoweit im wesentlichen gleichen Aufbau, weshalb auf die Beschreibung
der Fig. 1 verwiesen werden kann. Lediglich hinsichtlich des Summierverstärkers 44
ist auf einen Unterschied hinzuweisen. Das Ausgangssignal des zusätzlichen Drucksensors
13 wird bei dieser Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft auf einen vierten Summierverstärker
45 gegeben, der in der Verbindung zwischen dem ersten Gleichrichter 39 und dem Regler
38 angeordnet ist. Der dritte Summierverstärker 44 entsprechend Fig. 1 entfällt.
[0038] Im vierten Summierverstärker 45 wird, mit geeigneten Faktoren versehen, das am Ausgang
des ersten Gleichrichters 39 anstehende Spannungssignal zu dem vom zusätzlichen Drucksensor
13 herrührenden, dem Prozeßdruck P
s proportionalen Spannungssignal addiert oder davon subtrahiert und das am Ausgang
des Summierverstärkers 45 anstehende Spannungssignal dem Regler 38 zugeführt, so daß
die die Differenzdruckmeßzelle 11 beeinflussende Temperatur, welche auf die Amplitude
des Oszillators 37 einwirkt, vom Einfluß des Prozeßdruckes befreit wird. Somit ist
die Ausgangsspannung des zweiten Gleichrichters 43 wiederum nur dem an der Differenzdruckmeßzelle
11 wirkenden Differenzdruck δP proportional und von Einflüssen der Temperatur und
des Prozeßdruckes auf die Differenzdruckmeßzelle 11 befreit.
[0039] Beispielsweise kann auch die aus der DE-C 39 32 443 bekannte Rechenschaltung durch
einen erfindungsgemäßen zusätzlichen Drucksensor 13 erweitert werden, in dem eine
dem anstehenden Prozeßdruck P
s proportionale Spannung in geeigneter Weise analog-digitial-gewandelt wird und zum
Zwecke der Korrektur der dem Differenzdruck proportional berechneten Ausgangsgröße
in das daraus bekannte Rechenverfahren implementiert wird.
[0040] Hier sei darauf hingewiesen, daß die erfindungsgemäße Auswerteschaltung analog und
selbstverständlich auch digital ausgestaltet sein kann und das am Ausgang des Gleichrichters
43 gebildete Signal der Gleichung (1) unter Berücksichtigung von Gleichung (2) entspricht,
wobei K
T die Temperaturabhängigkeit und K
s die Abhängigkeit vom Prozeßdruck beschreibt.
1. Differenzdruckmeßgerät (10)
- mit einer aus Metalloxid-Keramik bestehenden, flüssigkeitsgefüllten Einkammer-Differenzdruckmeßzelle
(11)
- mit einem zylindrischen Körper (14) und
- mit an dessen stirnseitigen Oberflächen angeordneten Membranen (15, 16), die jeweils
Schichtelektroden (23, 25; 22, 24) zur Bildung eines ersten und eines zweiten Meßkondensators
(30, 31) tragen, deren Kapazitäten sich mit der zu erfassenden Differenz eines ersten
Druckes (P1) und eines zweiten Druckes (P2), dem Differenzdruck, gegensinnig sowie mit der Temperatur und mit dem anstehenden
vom ersten und vom zweiten Druck bewirkten Prozeßdruck Ps = 0,5 (P1+P2) gleichsinnig ändern,
- mit einer Auswerteschaltung (12) zur Umwandlung der Meßsignale und Berechnung des
Differenzdrucks unter Berücksichtigung einer Temperaturkorrekturgröße,
- mit einem der unmittelbaren Messung (14) des Prozeßdrucks (Ps) dienenden zusätzlichen Sensor (13), der an der Mantelfläche des Körpers (14) angeordnet
und mit der Auswerteschaltung (12) verbunden ist, welche eine Korrekturgröße daraus
ableitet und zusammen mit der Temperaturkorrekturgröße und den Meßsignalen der Meßkondensatoren
(30, 31) ein vollständig fehlerkorregiertes Differenzdrucksignal ausgangsseitig erzeugt
2. Meßgerät nach Anspruch 1, bei dem die Auswerteschaltung (12) einen Regelkreis mit
einem Regler (38), einem Oszillator (37), einem Referenztiefpaß (35) mit einem Referenzkondensator
(36), einem diesem nachgeordneten ersten Summierverstärker (41) mit Meßsignaleingängen
und einem ersten Gleichrichter (39) aufweist, und ferner einen ersten Tiefpaß (33),
der mit dem ersten Meßkondensator (30), und einen zweiten Tiefpaß (34), der mit dem
zweiten Meßkondensator (31) verbunden ist, und bei dem die Tiefpässe (33, 34, 35)
mit dem Ausgang des Oszillators (37) verbunden sind und deren Ausgangssignale über
einen nachgeordneten zweiten Summierverstärker (42) und einen zweiten Gleichrichter
(43) ein temperaturkompensiertes Differenzdrucksignal erzeugen, auf das mindestens
indirekt das Signal des zusätzlichen Sensors (13) einwirkt.
3. Meßgerät nach Anspruch 2, bei dem der erste Summierverstärker (41) eingangsseitig
mit den Ausgängen der Tiefpässe (33, 34, 35) verbunden ist und im Regelkreis eine
Erhöhung des Signals am Ausgang des ersten Gleichrichters (39) über den Regler (38)
eine Absenkung der Amplitude des Oszillators (37) bewirkt, die eingangsseitig auf
die Tiefpässe (33, 34, 35) einwirkt, wodurch der zweite Summierverstärker (42) am
Ausgang des zweiten Gleichrichters (43) ein temperatur-kompensiertes Differenzdrucksignal
erzeugt, auf das indirekt das Signal des zusätzlichen Sensors (13) einwirkt.
4. Meßgerät nach Anspruch 3, bei dem der Referenzkondensator (36) entsprechend dem Mittelwert
der Summe der Meßkondensatoren (30, 31) beim Differenzdruck null gewählt ist und die
Temperaturkompensation durch Eichung bei mindestens zwei Temperaturen und mindestens
zwei Differenzdrücken erfolgt.
5. Meßgerät nach Anspruch 4, bei dem die Auswerteschaltung (12) einen dritten Summierverstärker
(44) am Ausgang des zweiten Gleichrichters (43) aufweist, der mit dem Signal des zusätzlichen
Sensors (13) als weiterem Eingangssignal beaufschlagt ist, wodurch an dessen Ausgang
ein vollständig fehlerkompensiertes Differenzdrucksignal entsteht.
6. Meßgerät nach Anspruch 4, bei dem die Auswerteschaltung (12) einen vierten Summierverstärker
(45) aufweist, der eingangsseitig mit dem ersten Gleichrichter (39) und ausgangsseitig
mit dem Regler (38) verbunden und ferner eingangsseitig mit dem Signal des zusätzlichen
Sensors (13) beaufschlagt ist, wodurch der Prozeßdruck (Ps) bereits im Regelkreis berücksichtigt wird und folglich am Ausgang des zweiten Gleichrichters
(43) ein vollständig fehlerkompensiertes Differenzdrucksignal entsteht.
7. Meßgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, bei dem der Regelkreis und somit die Auswerteschaltung
(12) über den Regler (38) mit einer Referenzspannungsquelle (40) spannungsversorgt
ist.
8. Meßgerät nach Anspruch 7, bei dem der zusätzliche Sensor (13) ein druckproportionales
Spannungssignal abgibt und intern aus Dehnungsmeßstreifen o. dgl. aufgebaut ist.
9. Meßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei dem die Differenzdruckmeßzelle (11)
mit einem zusätzlichen Temperaturfühler versehen ist, dessen Ausgangssignal in der
Auswerteschaltung (12) in ein Fehlermeldesignal umgesetzt wird, und bei dem die Auswerteschaltung
(12) digital aufgebaut ist.
1. A differential pressure measuring apparatus (10) comprising:
- a liquid-filled single-chamber differential pressure measuring cell (11) of metal-oxide
ceramic having
-- a cylindrical body (14) and
-- diaphragms (15, 16) provided at the end surfaces of the cylindrical body (14) and
each supporting film electrodes (23, 25; 22, 24) for forming a first measuring capacitor
(30) and a second measuring capacitor (31) whose capacitances vary in opposite directions
with the difference between a first pressure (P1) and a second pressure (P2), the differential pressure, as well as in the same direction with the temperature
and with the prevailing process pressure Ps = 0,5(P1+P2) caused by the first and second pressures;
- a processing circuit (12) for converting the measurement signals and calculating
the differential pressure taking into account a temperature correction quantity; and
- an additional sensor (13) at the lateral surface of the body (14) which serves to
directly measure the process pressure (Ps) and is connected to the processing circuit (12), which derives a correction quantity
therefrom and, by combining the correction quantity with the temperature correction
quantity and the measurement signals from the measuring capacitors (30, 31), generates
a fully error-corrected differential pressure signal at its output.
2. A measuring apparatus as claimed in claim 1 wherein the processing circuit (12) comprises
a control loop containing a controller (38), an oscillator (37), a reference low-pass
filter (35) with a reference capacitor (36), a subsequent first summing amplifier
(41) with measurement signal inputs, and a first rectifier (39), said processing circuit
(12) further comprising a first low-pass filter (33), which is connected to the first
measuring capacitor (30), and a second low-pass filter (34), which is connected to
the second measuring capacitor (31), the low-pass filters (33, 34, 35) being connected
to the output of the oscillator (37) and providing output signals which are passed
through a subsequent second summing amplifier (42) and a second rectifier (43) to
generate a temperature-compensated differential pressure signal on which the signal
from the additional sensor (13) acts at least indirectly.
3. A measuring apparatus as claimed in claim 2 wherein the first summing amplifier (41)
is connected at the input end to the outputs of the low-pass filters (33, 34, 35),
and wherein in the control loop, an increase in the magnitude of the signal at the
output of the first rectifier (39) causes, via the controller (38), a decrease in
the amplitude of the oscillator (37), which acts on the low-pass filters (33, 34,
35) at the input ends thereof, so that the second summing amplifier (42) generates
at the output of the second rectifier (43) a temperature-compensated differential
pressure signal on which the signal from the additional sensor (13) acts indirectly.
4. A measuring apparatus as claimed in claim 3 wherein the reference capacitor (36) is
chosen in accordance with the mean value of the sum of the measuring capacitors (30,
31) at zero differential pressure, and wherein the temperature compensation is effected
by calibration at at least two temperatures and at least two differential pressures.
5. A measuring apparatus as claimed in claim 4 wherein the processing circuit (12) comprises
a third summing amplifier (44) at the output of the second rectifier (43) which receives
the signal from the additional sensor (13) as a further input signal, so that a fully
error-compensated differential pressure signal appears at its output.
6. A measuring apparatus as claimed in claim 4 wherein the processing circuit (12) comprises
a fourth summing amplifier (45) which is connected at the input end to the first rectifier
(39) and at the output end to the controller (38) and receives the signal from the
additional sensor (13) as a further input signal, so that the process pressure (Ps) is taken into account already in the control loop and, consequently, a fully error-compensated
differential pressure signal appears at the output of the second rectifier (43).
7. A measuring apparatus as claimed in any one of claims 2 to 6 wherein the control loop,
and thus the processing circuit (12), is furnished with a voltage from a reference
voltage source (40) via the controller (38).
8. A measuring apparatus as claimed in claim 7 wherein the additional sensor (13) provides
a voltage signal proportional to the pressure and is constructed internally from strain
gages or the like.
9. A measuring apparatus as claimed in any one of claims 1 to 8 wherein the differential
pressure measuring cell (11) is provided with an additional temperature sensor whose
output signal is converted to an error indication signal in the processing circuit
(12), and wherein the processing circuit (12) is a digital circuit.
1. Appareil de mesure de pression différentielle (10), comprenant :
- une cellule de mesure de pression différentielle (11) monochambre, en céramique
d'oxyde métallique, et remplie de liquide, cellule qui comprend :
-- un corps cylindrique (14) et
-- des membranes (15, 16) agencées sur ses surfaces frontales et qui portent respectivement
des électrodes en couche (23, 25 ; 22, 24) servant à former un premier et un deuxième
condensateurs de mesure (30, 31) dont les capacités varient, d'une part, dans un sens
inverse l'une par rapport à l'autre avec la différence entre une première pression
(P1) et une deuxième pression (P2), c'est-à-dire la pression différentielle et, d'autre part, dans le même sens avec
la température et avec la pression opérationelle Ps = 0,5(P1+P2) présente et déterminée par la première pression et par la deuxième pression,
- un circuit d'évaluation (12) servant à transformer les signaux de mesure et à calculer
la pression différentielle en tenant compte d'une grandeur de correction de la température,
- un capteur additionnel (13) servant à la mesure directe (14) de la pression opérationnelle
(Ps), qui est monté sur la surface de l'enveloppe du corps (14) et est relié au circuit
d'évaluation (12), lequel en tire une grandeur de correction et produit en sortie,
avec la grandeur de correction de température et les signaux de mesure des condensateurs
de mesure (30, 31), un signal de pression différentielle entièrement corrigé des erreurs.
2. Appareil de mesure selon la revendication 1, dans lequel le circuit d'évaluation (12)
présente un circuit de régulation comprenant un régulateur (38), un oscillateur (37),
un passe-bas de référence (35) comprenant lui-même un condensateur de référence (36),
un premier amplificateur additif (41) placé en aval de ce passe-bas, et possédant
des entrées de signaux de mesure et un premier redresseur (39) et présente, en outre,
un premier passe-bas (33) qui est connecté au premier condensateur de mesure (30),
et un deuxième passe-bas (34) qui est connecté au deuxième condensateur de mesure
(31), et dans lequel les passe-bas (33, 34, 35) sont connectés à la sortie de l'oscillateur
(37) et dont les signaux de sortie produisent, à travers un deuxième amplificateur
additif (42) placé en aval et un deuxième redresseur (43), un signal de pression différentielle
compensé de la température, sur lequel le signal du capteur additionnel (13) agit
au moins indirectement.
3. Appareil de mesure selon la revendication 2, dans lequel le premier amplificateur
additif (41) est connecté, côté entrée, aux sorties des passe-bas (33, 34, 35) et,
dans le circuit de régulation, une élévation du signal apparaissant à la sortie du
premier redresseur (39) détermine, par l'intermédiaire du régulateur (38), une diminution
de l'amplitude de l'oscillateur (37) qui agit, côté entrée, sur les passe-bas (33,
34, 35), de sorte que le deuxième amplificateur additif (42) produit à la sortie du
deuxième redresseur (3) un signal de pression différentielle compensé de la température,
sur lequel le signal du capteur additionnel (13) agit indirectement.
4. Appareil de mesure selon la revendication 3, dans lequel le condensateur de référence
(36) est choisi pour correspondre à la valeur moyenne de la somme des condensateurs
de mesure (30, 31) en présence d'une pression différentielle nulle, et la compensation
de température s'effectue par étalonnage à au moins deux températures et au moins
deux pressions différentielles.
5. Appareil de mesure selon la revendication 4, dans lequel le circuit d'évaluation (12)
présente, à la sortie du deuxième redresseur (43), un troisième amplificateur additif
(44) qui reçoit comme autre signal d'entrée le signal du capteur additionnel (13),
de sorte qu'à sa sortie, on obtient un signal de pression différentielle entièrement
compensé d'erreurs.
6. Appareil de mesure selon la revendication 4, dans lequel le circuit d'évaluation (12)
présente un quatrième amplificateur additif (45) qui est connecté, côté entrée, au
premier redresseur (39) et, côté sortie, au régulateur (38) et qui reçoit en outre,
côté entrée, le signal du capteur additionnel (13), de sorte que la pression opérationnelle
(Ps) est déjà prise en compte dans le circuit de régulation et qu'on obtient par conséquent
à la sortie du deuxième redresseur (43) un signal de pression différentielle entièrement
compensé des erreurs.
7. Appareil de mesure selon une des revendications 2 à 6, dans lequel le circuit de régulation
et, par conséquent, le circuit d'évaluation (12), sont alimentés en tension par l'intermédiaire
du régulateur (38) équipé d'une source de tension de référence (40).
8. Appareil de mesure selon la revendication 7, dans lequel le capteur additionnel (13)
émet un signal de tension proportionnel à une pression et est composé intérieurement
d'extensiomètres ou analogues.
9. Appareil de mesure selon une des revendications 1 à 8, dans lequel la cellule de mesure
de pression différentielle (11) est munie d'un capteur de température additionnel
dont le signal de sortie est converti dans le circuit d'évaluation (12) en un signal
d'alarme d'erreur, et dans lequel le circuit d'évaluation (12) est de nature numérique.