[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach der Gattung des Patentansprüches 1.
[0002] Zum Reinigen von Maschinenteilen sind sowohl Behälter bekannt, in welche die zu reinigenden
Maschinenteile in eine Waschflüssigkeit abgesenkt werden, als auch Reinigungsgeräte
wie das des DE-GM 1 962 757, bei dem Waschflüssigkeit mittels einer Pumpe einem Reservoir
entnommen und auf die zu reinigenden Teile gespritzt wird und dann, von einem Ablauf
gesammelt, über Filtervorrichtungen dem Reservoir wieder zugeführt wird. Bei der ersten
dieser Reinigungsvorrichtungen ist der Reinigungseffekt nur durch Anlösen und Aufweichen
bestimmt und damit ungenügend, eine Regenerierung der Waschflüssigkeit ist nur schwer
möglich, und infolge der weitgehenden Füllung der Waschkammer mit einer Reinigungsflüssigkeit
ergibt sich ein unerwünscht hohes Gewicht. Die Vorrichtung nach dem DE-GM 1 962 757
verfügt zwar über mäßige Abmessungen und ein geringeres Gewicht, das offene Versprühen
der Reinigungsflüssigkeit jedoch begrenzt die Intensität der Reinigungsstrahlen, und
auch bei mit nur geringer Energie abgesprühter Flüssigkeit ergeben sich sowohl eine
unerwünschte Geruchsbelästigung als auch durch abprallende Flüssigkeitstropfen eine
erhebliche Verschmutzung des Umkreises.
[0003] Bei der vielfach vorgeschlagenen Ultraschallreinigung ergeben sich für empfindliche
Teile hohe mechanische Beanspruchungen, denen diese oft nicht gewachsen sind. So reagieren
elektronische Bauelemente und Typenräder von Druckwerken auf Ultraschall einsetzende
Reinigungsverfahren durch Haarrisse und frühen Ausfall.Die in erheblicher Menge erforderliche
Waschflüssigkeit verschmutzt schnell und bedingt sowohl erhebliche Beschaffungskosten
als auch Entsorgungsschwierigkeiten.
[0004] Aus der die Gattung bestimmenden DE-A-38 02 486 ist eine Vorrichtung zum Reinigen
von mechanischen und/oder elektrischen Geräten oder Vorrichtungen vermittels von Reinigungsflüssigkeiten,
welche beispielsweise Fette und Harze löst, Kunststoffe und Gummi jedoch nicht angreift,
bekannt. Diese Vorrichtung besteht aus einer mittels eines Gebläses mit dessen Saugöffnung
vorgeordneter Prallplatte entlüfteten, eine verschließbare Beschickungsöffnung aufweisenden
Reinigungskammer und einem diese unterfangenden, Reinigungsflüssigkeit zu deren Regenerierung
auffangenden Ablauf, bei der die Reinigungskammer über einem quaderförmigen, geschlossenen
Unterbau angeordnet ist, und bei welcher der Förderstutzen des Gebläses mittels einer
Leitung mit dem Bodenbereiche des Unterbaues verbunden ist, während in dessen oberem
Bereiche eine in die Reinigungskammer führende Belüftungsleitung sowie eine Entlüftungsleitung
münden. Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Gebläse die abgesaugte
Luft in eine im Unterbau angeordnete Ausgleichskammer fördert, an die sich über aus
Drähten gebildete Prallfilter ein Sammelraum anschließt, der mit einem Auslaß für
die rückzuführende Gebläseluft und mit einem von diesem entfernt vorgesehenen, durch
ein Schirmblech abgegrenzten Abzugsraum ausgestattet ist, welche den Anschluß für
die mit einem Aktivkohlefilter abgeschlossenen Entlüftungsleitung aufweist. Diese
kompakte Anordnung läßt sich transportabel gestalten, und sie benötigt keine fest
installierten Abluftleitungen.
[0005] Es besteht jedoch der Wunsch, den Reinigungsprozeß zu vereinfachen und Arbeitskräfte
zu entlasten. Des weiteren hat es sich gezeigt, daß in einer Anzahl von Fällen der
mobile, problemlose Einsatz durch eine nur ungenügende Regenerierung der aufgefangenen
Reinigungsflüssigkeit, welche zusätzlich den Einsatz frischer Reinigungsflüssigkeit
bedingte, gefährdet wurde, und andererseits auch das Arbeiten in geschlossenen Räumen
nicht immer völlig problemlos war.
[0006] Die vorliegende Erfindung geht dementsprechend von der Aufgabe aus, eine Anordnung
der bezeichneten Gattung zu schaffen, bei der das Bedienungspersonal entlastet wird
und gleichzeitig auch der jeweilige Standort durch verbesserte Regenerierung des Reinigungsmittels
in Verbindung mit einer Beschränkung des Ausschleppens desselben problemlos wählbar
wird.
[0007] Die vorliegende Erfindung betrifft somit eine Vorrichtung zum Reinigen von mechanischen
und/oder elektrischen Geräten oder Vorrichtungen vermittels von Reinigungflüssigkeiten
mit einer mittels eines Gebläses mit dessen Saugöffnung vorgeordneter Prallplatte
entlüfteten, eine verschließbare Beschickungsöffnung aufweisenden Reinigungskammer
und einem diese unterfangenden, Reinigungsflüssigkeit zu deren Regenerierung auffangenden
Ablauf, bei der die Reinigungskammer über einem quaderförmigen, geschlossenen Unterbau
angeordnet ist, und bei welcher der Förderstutzen des Gebläses mittels einer Leitung
mit dem Bodenbereich des Unterbaues verbunden ist, wobei das Gebläse die abgesaugte
Luft in eine im Unterbau angeordnete Ausgleichskammer fördert, an die sich über aus
einer Anzahl von aufeinandergeschichteten, aus Draht gewirkten Filtermatten gebildete
Prallfilter ein Sammelraum anschließt, in welchen eine in die Reinigungskammer führende
Belüftungsleitung sowie eine Entlüftungsleitung münden, und mit einem in der Reinigungskammer
angeordneten, das Reinigungsgut aufnehmenden Drehteller,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reinigungskammer (3) mindestens ein über eine Pumpe (58) mit Reinigungsflüssigkeit
gespeistes Steigerohr (55) aufweist, das mit auf den Drehteller (12) gerichteten Spritzdüsen
(56) versehen ist, und daß der Rahmen (32) fünf aus einem Metalldraht mit einer Stärke
von 0,3 bis 0,6 mm gewirkte Filtermatten (33) mit einer Maschenweite von 6 bis 12
mm aufweist.
[0008] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, den eigentlichen Reinigungsprozeß
nach Beschicken des Drehtellers selbsttätig durchzuführen. Andererseits besteht aber
auch die Möglichkeit, in kritischen Fällen die Reinigung, wie bisher, manuell durchzuführen,
und ebenso besteht die Möglichkeit, während der selbsttätig durchgeführten Besprühung
kritische Stellen zusätzlich mit einer manuell bedienbaren Sprühpistole zusätzlich
zu reinigen. Vorteilhaft macht es sich auch bemerkbar, daß nunmehr das Einspritzen
mittels einer Wasserpumpe bestimmt wird, deren Arbeitsweisegegebenenfalls einstellbar
ist, und daß Druckluft nurmehr beim direkten Einsatz der manuell zu bedienenden Reinigungsmittel-Pistolen
erforderlich wird.
[0009] Aber auch die Abscheidung des in der Abluft enthaltenen Reinigungsmittels wird durch
den Aufbau des nachgeordneten Filters verbessert.
[0010] Im einzelnen sind die Merkmale der Neuerung anhand der folgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen in Verbindung mit diese darstellenden Zeichnungen erläutert.
Es zeigen hierbei:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch die Anordnung, und
- Figur 2
- eine teilweise aufgebrochene Frontansicht.
[0011] Auf fest gelagerten oder dreh- bzw. schwenkbaren und mit Vorteil auch sperrbaren
Laufrollen 1 ist ein Unterbau 2 vorgesehen, der eine Reinigungskammer 3 trägt, deren
Beschickungsöffnung durch eine Tür 4 abgeschlossen ist, die vermittels von Scharnieren
5 nach oben wegklappbar und auf Gummipuffer 6 auflegbar ist. Um den Reinigungsvorgang
besser beobachten zu können, ist die Deckplatte der Reinigungskammer mit einer Sichtscheibe
7 bspw. aus Acrylglas ausgestattet, so wie auch die Tür 4 durch eine Frontscheibe
8 geschlossen ist, die eine Öffnung 9 zum Einführen und Eingreifen der Reinigungspistolen
aufweist.
[0012] Auf einem Achsbolzen 10 ist in der Reinigungskammer, über ein Drucklager 11 abgestützt,
zum Aufstellen des Reinigungsgutes ein perforierter Drehteller 12 gelagert, der mittels
einer nicht dargestellten Arretierungsvorrichtung feststellbar ist. Diese kann durch
Friktion den Drehteller oder dessen Nabe bremsen oder arretierend in Löcher derselben
eingreifen. Rückwärtig ist die Reinigungskammer durch einen Prallfilter 13 abgeschlossen,
der abnehmbar ist und aus mindestens zwei Paketen miteinander verbundener Schlitzscheiben
besteht. Ein Krümmer 14 dient dem Absaugen von Abluft, und über den in Richtung auf
die Tür 4 leicht abfallenden Boden 15 der Reinigungskammer 3 vermag aufgespritzte
und, gegebenenfalls vom Prallfilter 13, abtropfende Flüssigkeit in ein Filtergehäuse
16 zu laufen, das mit einer ebenfalls als Schlitzscheibe ausgebildeten Filterplatte
17 ausgestattet ist, aber auch als enges Netzfilter, bspw. mit einer Maschenweite
von 1,20 mm ausgebildet sein kann. Der Boden 18 des Filtergehäuses steigt seitlich
geringfügig an und verfügt mittig über zwei Öffnungen 19. An der Unterseite des Filtergehäuses
16 sind Linearführungen 20 vorgesehen, in denen ein Filteransatz 21 vermittels eines
Knopfes ausziehbar vorgesehen ist, der mittels einer nicht dargestellten Rastvorrichtung
zweckmäßig in der dargestellten Betriebsstellung festgelegt ist. Der Filteransatz
21 weist, jeweils unterhalb der Öffnungen 19, zwei Stützkonen 22 auf, in die jeweils
Papierfilter 23 eingelegt sind; aus Gründen der problemlosen und preiswerten Beschaffung
können hier übliche Kaffeefilter eingesetzt werden, die eine ausgezeichnete Regenerierung
der Reinigungsflüssigkeit sichern und in zweifach-paralleler Anordnung auch stärkeren
anfallenden Flüssigkeitsströmen gewachsen sind. Im Boden des Filteransatzes 21 ist
ein normalerweise geöffnetes Ablaßventil 24 angeordnet, über das vermittels des Schlauches
25 die regenerierte Reinigungsflüssigkeit in einen auf die Stellfläche 27 aufgebrachten
Behälter 26 rückgeleitet wird. Aus dem gleichen Behälter kann die zur Reinigung verwendete,
nicht dargestellte Spritzpistole betrieben werden.
[0013] Während des Betriebes wird über den Krümmer 14 und den an diesen angeschlossenen
Absaugschlauch durch ein vermittels eines Elektromotors 29 betriebenes Gebläse 30
Abluft abgesaugt, die in die im unteren Teil des Unterbaues 2 angeordnete Ausgleichskammer
31 eingeblasen wird und sich hier zu beruhigen vermag, wobei gleichzeitig grobe, mittlere
und auch schon feine Tröpfchen des Reinigungsmittels aus zufallen vermögen und im
Unterteil der Ausgleichskammer 31 einen Sumpf bilden. Auf einem sich über den gesamten
Querschnitt des Unterbaues 2 erstreckenden Rahmen 32 ist eine Anzahl von Filtermatten
33 vorgesehen, die aus Metalldraht gewirkt sind und infolge ihrer starken Packung
ein dichtmaschiges Prallfilter bilden. Über den Filtermatten 33 steht ein Sammelraum
34 an, in dem die mit relativ geringer Strömungsgeschwindigkeit und großflächig die
Filtermatten 33 durchsetzenden Luftmengen gesammelt und durch weiteres Ausfallen von
Tröpfchen noch weiter gereinigt werden. Auch die hier ausfallenden Flüssigkeitsreste
fallen nach unten in die Filtermatten 33 aus und mit der von diesen aufgefangenen
Reinigungsflüssigkeit in den Sumpf der Ausgleichskammer 31, aus dem die dort anstehende
Flüssigkeit periodisch, bspw. wöchentlich oder monatlich, über ein Ablaßventil 35
abgezogen werden kann. Es ist auch möglich, mittels einer kleinen Rotorpumpe, ähnlich
der einer Scheibenwaschanlage eines Kraftfahrzeuges, die anstehende Flüssigkeit, ebenfalls
periodisch, über den Boden 15 zu pumpen, so daß dieser Anteil der Reinigungsflüssigkeit
ebenfalls in den Filtern 17 und 23 gereinigt dem Behälter 26 zuführbar ist.
[0014] In dem Sammelraum 34 ist ein Abzugraum 36 mittels eines Schirmbleches 37 abgeteilt.
Die hier noch weiter beruhigte und durch Ausfallen gereinigte Luft kann über den im
Sammelraum 34 bewirkten Überdruck über den Krümmer 38, den an dessen Flansch 39 angeschlossenen
Abluftschlauch 40 und ein Aktivkohlefilter 41 entweichen. Bei entsprechender Länge
des bspw. 1 bis 4 m langen Abluftschlauches und bei zweckmäßig etwas erhöhter Aufhängung
des Aktivkohlefilters 41 vermittels eines Bügels 42 wird eine noch weitgehendere Reinigung
der Abluft vor dem Aktivkohlefilter bewirkt, so daß dessen Wirkungsgrad ebenso steigt
wie seine Standzeit. Durch den beim Eintritt vor dem Schirm 37 gebildeten Spalt und
den Durchflußwiderstand des Aktivkohlefilters bleibt der diesen durchsetzende Luftstrom
gering. Der wesentliche Anteil der mittels des Gebläses 30 angesaugten Luft wird über
zwei Krümmer 43, zwei Rücklaufschläuche 44 und zwei Führungsmuffen 45 in die Reinigungskammer
rückgeführt und vermittels von in den Führungsmuffen 45 drehbaren und höheneinstellbaren
Rücklaufdüsen 46 zweckmäßig mindestens nach Abschluß der Reinigung auf das vorgereinigte
Werkstück gerichtet, so daß ein schnelles Trocknen desselben erreicht wird.
[0015] Die eigentliche Reinigung erfolgt vermittels Preßluft- und vermittels Sprühpistolen,
die in der Figur nicht dargestellt sind. Die Druckluftversorgung sowohl der Druckluft-
als auch der Sprühpistole kann über ein vorgegebenes Druckluftnetz, durch Speicher
oder durch einen Kompressor erfolgen, der gegebenenfalls entfernt von der Vorrichtung
aufstellbar ist. Im Ausführungsbeispiel erfolgt der Anschluß über eine Armatur, die
zweckmäßig allerdings nicht, wie dargestellt, auf der Rückseite, sondern auf einer
Flanke der Anordnung angeordnet ist, und zwar zweckmäßig derjenigen Flanke, welche
der Wartungsklappe 47 gegenüberliegt. Diese Wartungsklappe kann schwenkbar vorgesehen
sein, es ist aber auch möglich, sie durch Schrauben zu befestigen. Des weiteren kann
sie gegebenenfalls mit dem Rahmen 32 verbunden sein, wenn dieser über eine Linearführung
ausfahrbar gehalten ist.
[0016] Im Ausführungsbeispiel ist die Druckluftarmatur als Wasserabscheider 48 ausgebildet,
der mit einem Druckminderventil 49 sowie einem Absperrventil 50 ausgestattet ist und
zweckmäßig auch noch ein nicht dargestelltes Manometer aufweist oder mit ihm verbunden
ist. Der Wasserabscheider 48 ist mit zwei Anschlüssen 51 und 52 versehen, um sowohl
eine Druckluftpistole als auch eine Sprühpistole anschließen zu können. Das Abscheidergehäuse
53 ist zweckmäßig mit einem Filter versehen. Auch hier können Papierfilter verwendet
werden; als zweckmäßig haben sich aber bspw. Wattefilter bewährt, die z.B. in Form
eines Tampons eingebracht werden können und die erforderliche Reinigung der Druckluft
bewirken.
[0017] Die Anschlußschnur zur elektrischen Verbindung kann am freien Ende mit einem üblichen
Schukostecker versehen sein und im Anschlußkasten 54 angeschlossen werden, der auch
mit einem Netzschalter ausgestattet sein kann, wenn letzterer nicht der besseren Erreichbarkeit
wegen an den Seiten oder der Vorderseite der Anordnung vorgesehen ist.
[0018] Um der gestellten Aufgabe genügen zu können sind in der Reinigungskammer beidseitig
des Drehtellers 12 Steigerohre 55 vorgesehen, die in eine Spritzdüse 56 enden, und
die im Bereiche vorzugsweise einer Mantellinie mit gegen den Drehteller hin gerichteten
weiteren Spritzdüsen versehen sind. Diese Spritzdüsen können eingesetzt, eingepreßt
oder eingeschraubt sein, sie können aber auch als gerichtete Bohrungen ausgeführt
sein. Durch ihre Ausrichtung auf den Drehteller und eine diesen langsam drehende Antriebsvorrichtung
57, die aus einem hinter der Reinigungskammer angeordneten elektrischen Getriebemotor,
einer verbindenden Welle und einem Winkelgetriebe bestehen kann, wird erreicht, daß
praktisch sämtliche Flächenbereiche auf den Drehteller aufgebrachten Reinigungsgutes
auch für die Reinigungsmittelstrahlen erreichbar sind.
[0019] Während die verwendeten Spritzpistolen durch Preßluft betrieben werden, werden die
Steigerohre 55 durch eine Wasserpumpe 58 und ein dieser nachgeordnetes Ventil 59 gespeist
wobei der Sauganschluß der Wasserpumpe 58 in einen der Behälter 26 geführt ist. Die
automatische Betriebsweise läßt sich am Schaltkasten 60 einstellen, der über mehrere
Einstellelemente verfügt, mittels deren die Zeit des Aufspritzens, d.h. der Wirksamkeit
der Wasserpumpe 58, und der des Trocknens über die Rücklaufdüsen 46 einstellbar sind,
und mittels deren zweckmäßig auch die Drehzahl der Antriebsvorrichtung 57 des Drehtellers
12 bestimmt wird. Vorteilhaft ist auch ein Endschalter 61 vorgesehen, welcher, bspw.
über einen mit dem Scharnier verbundenen Winkelhebel, das Öffnen der Tür 4 der Reinigungskammer
3 erfaßt und schon nach kurzem Öffnungshub zumindest Spritzvorgänge unterbindet und
zweckmäßig auch den Luftumlauf unterbricht, um den Austritt von Reinigungsmittel enthaltender
Luft aus der geöffneten Reinigungskammer zu unterbinden. Als zweckmäßig wurde auch
empfunden, eine der Laufrollen 62 als schaltbare Bremsrolle auszubilden, um einen
definierten Stand der Anordnung zu erwirken. das Arbeiten wird durch eine oberhalb
der Reinigungskammer 3 vorgesehene und diese durch die Sichtscheibe 7 erleuchtende
Lampe 63 erleichtert. In einem mit der Rückseite der Reinigungskammer verbundenen
Rohr ist ausziehbar und höheneinstellbar ein Teleskopgalgen 64 angeordnet, welcher
es gestattet, die jeweils gewünschte Höhe des Aktivkohlefilters 41 einzustellen. Das
Arbeiten wird weiterhin erleichtert, und ein unbeabsichtigtes Herabfallen von Reinigungsgut
wird unterbunden, wenn der Drehteller 12 mit einem ihn umziehenden Bordrand 65 ausgestattet
ist. Die Griffigkeit und damit die Standsicherheit des Reinigungsgutes wird weiterhin
verbessert, wenn der Drehteller 12 als Drahtkorb ausgebildet ist.
[0020] Im Betriebe werden nach Hochschwenken der Tür 4 und Auflegen derselben auf die Gummipuffer
6 die zu reinigenden Gegenstände auf den perforierten oder aus Drahtgeflecht gebildeten
Drehteller 12 aufgebracht; gegebenenfalls kann dieses, bspw. bei Printplatten, vermittels
besonderer, diesen angepaßter Haltevorrichtungen erfolgen. Nach dem Aufbringen wird
die Tür in die dargestellte Arbeitsstellung zurückgeschwenkt, und durch die Öffnung
9 relativ geringen Querschnittes läßt sich zunächst eine Druckluftpistole 67 einschieben,
um losen Dreck und Verschmutzungen von den zu reinigenden Gegenständen abzublasen.
Anschließend wird die Wasserpumpe 58 eingeschaltet, um eine erste Reinigung des Reinigungsgutes
zu bewirken. Mit einer gewissen Standzeit wird das erforderliche Einweichen erreicht,
und danach wird nochmals vermittels der Sprühflüssigkeit das Reinigungsgut eingesprüht,
wobei die angelösten Verschmutzungsbestandteile, wie bspw. teilweise verharzte Öle,
nach dem Einweichen nunmehr abgespritzt werden. Gleichzeitig wird durch Einschalten
der Antriebsvorrichtung 57 der Drehteller 12 mit dem Reinigungsgut kontinuierlich
gedreht, so daß die Strahlen der Spritzdüsen 56 dieses von allen Seiten erreichen.
[0021] Ein letztes Überspritzen sichert die gewünschte Sauberkeit. Eine oberflächliche Trocknung
kann zunächst durch nochmaligen Einsatz der Druckluftpistole 67 bewirkt werden, mittels
derer noch haftende Teile und tropfende Reinigungsflüssigkeit abgeblasen werden können.
Ein noch längeres Verweilen in der Reinigungskammer bei arbeitendem Gebläse erlaubt
eine vollkommene Trocknung, obwohl selbst bei elektronischen Geräten des geringen
Leitwertes der verwendeten Reinigungsflüssigkeit wegen ein restloses Trocknen nicht
unbedingt erforderlich ist.
[0022] Als wesentlich hat sich gezeigt, daß während des Arbeitens des Gebläses 30 ständig
der Reinigungskammer Luft, gegebenenfalls vermengt mit Tröpfchen der Reinigungsflüssigkeit,
entzogen wird. Diese Luft wird aber in einem wesentlichen Prozentsatz, bspw. 92%,
über die Krümmer 43, die Rücklaufschläuche 44 und die Rücklaufdüsen 46 so zurückgeführt,
daß die rücklaufende Luft über das Reinigungsgut streicht und zusätzlich Verschmutzungen
und Reinigungsmittelreste mitzunehmen vermag, zumindest aber trocknend wirkt. Durch
Drehen und Höheneinstellung lassen sich die Düsen auf das Reinigungsgut einstellen
und mittels der Schrauben der Führungsmuffen 45 fixieren.
[0023] Während des Arbeitens der Druckluftpistole Sowie der Sprühpistole wird durch diese
zusätzlich Luft in die Reinigungskammer 3 hineingeblasen, und die Öffnung 9 ist so
gestaltet, daß einerseits zwar ein praktisch ungestörtes Arbeiten mit der Druckluft-
Sowie der Sprühpistole möglich ist, andererseits aber nicht allzuviel Fremdluft eintritt.
Gleichzeitig wird der in der Reinigungskammer 3 sich einstellende geringe Unterdruck
benutzt, um jedwedes Entweichen von Tröpchen oder Dämpfen des Reinigungsmittels nach
außen zu unterbinden: Durch die Öffnung 9 wird stets ein geringer Luftstrom in die
Reinigungskammer fließen und damit die in dieser schon befindliche Luft in Richtung
auf den Prallfilter 13 und den Krümmer 14 zurückdrücken.
[0024] Diese zufließende Luft muß bei der Bildung des Luftkreislaufes wieder abgeschieden
werden: Die Menge der abgeschiedenen Luft wird hierbei durch den in dem Sammelraum
34 anstehenden Druck in Verbindung mit dem vom Aktivkohlefilter 41 gegebenen Widerstand
bestimmt. Diese nach außen abzuführende Luft wird zunächst einmal durch das Schirmblech
37 gegen den eigentlichen Sammelraum 34 abgedeckt, so daß im Abzugraum und in dem
an den Krümmer 38 angeschlossenen Abluftschlauch 40 weitere Abscheidevorgänge aufzutreten
vermögen. Die endgültige Reinigung der aus dem Kreislauf abzuscheidenden Luft wird
durch den Aktivkohlefilter 41 bewirkt. Eine in vielen Fällen ausreichende Abluftreinigung
wird jedoch schon beim direkten Anschluß des Aktivkohlefilters 41 an den Krümmer 38
erreicht.
[0025] Damit ist durch Verfeinerung sowohl der Regenerierung als auch der Abscheidung gegenüber
der bekannten Anordnung die in den Aufstellungsraum austretende Luft derart weitgehend
gereinigt, daß sie weder gesundheitsbeeinträchtigend in Erscheinung treten kann noch
überhaupt, bspw. durch den Geruchssinn, wahrnehmbar ist. Durch die weitgehende Regenerierung
ist es nicht mehr nötig, zwei unterschiedliche Flüssigkeiten, nämlich neue und, zur
Einleitung der Reinigung und für das Aufweichen, bereits gebrauchte, jedoch regenerierte
Flüssigkeit zu verwenden. Die Anzahl der benötigten Behälter kann daher auf einen
reduziert werden, so daß auch hierdurch die Mobilität der Anordnung erhöht wird. Die
weitgehende Regenerierung sichert auch eine überaus lange Lebensdauer der in den Kreislauf
eingebrachten Reinigungsflüssigkeit, die praktisch über sehr lange Zeit verwendungsfähig
bleibt und daher auch kaum Entsorgungsprobleme bedingt. Insbesondere bei der Verwendung
der für diese Anordnung vorgesehenen halogenfreien sowie weder chlorierte noch fluorierte
Kohlenwasserstoffe enthaltenden Reinigungsflüssigkeit werden sowohl durch deren Zusammensetzung
als auch durch die minimalen Mengen der ausgetragenen Flüssigkeit die Entsorgungsprobleme
auf ein Mindestmaß reduziert.
[0026] So lassen sich in der gleichen, mobilen Anordnung, die durch ihr erheblich verringertes
Gewicht auch leicht zu transportieren ist, nacheinander unterschiedlichste Teile effektiv
und praktisch vollständig von Schmutz, Ölresten und dergleichen befreien, wobei sich
vorteilhaft bemerkbar macht, daß diese Reinigung keine wesentlichen mechanischer Beanspruchungen
bedingt und damit außerordentlich schonend erfolgt. So können nacheinander ganze Schreibmaschinen,
Feinschreiber oder deren Teile, Druckwerke und sowohl mechanische als auch rein elektronische
Teile von elektronischen Anordnungen problemlos gereinigt werden.
1. Vorrichtung zum Reinigen von mechanischen und/oder elektrischen Geräten oder Vorrichtungen
vermittels von Reinigungsflüssigkeiten mit einer mittels eines Gebläses mit dessen
Saugöffnung vorgeordneter Prallplatte entlüfteten, eine verschließbare Beschickungsöffnung
aufweisenden Reinigungskammer und einem diese unterfangenden, Reinigungsflüssigkeit
zu deren Regenerierung auffangenden Ablauf, bei der die Reinigungskammer über einem
quaderförmigen, geschlossenen Unterbau angeordnet ist, und bei welcher der Förderstutzen
des Gebläses mittels einer Leitung mit dem Bodenbereich des Unterbaues verbunden ist,
wobei das Gebläse die abgesaugte Luft in eine im Unterbau angeordnete Ausgleichskammer
fördert, an die sich über aus einer Anzahl von aufeinandergeschichteten, aus Draht
gewirkten Filtermatten gebildete Prallfilter ein Sammelraum anschließt, in welchen
eine in die Reinigungskammer führende Belüftungsleitung sowie eine Entlüftungsleitung
münden, und mit einem in der Reinigungskammer angeordneten, das Reinigungsgut aufnehmenden
Drehteller,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Reinigungskammer (3) mindestens ein über eine Pumpe (58) mit Reinigungsflüssigkeit
gespeistes Steigerohr (55) aufweist, das mit auf den Drehteller (12) gerichteten Spritzdüsen
(56) versehen ist, und daß der Rahmen (32) fünf aus einem Metalldraht mit einer Stärke
von 0,3 bis 0,6 mm gewirkte Filtermatten (33) mit einer Maschenweite von 6 bis 12
mm aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehteller (12) mit einem ihn umziehenden Bordrand (65) ausgestattet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehteller (12) als Drahtkorb ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem Drehteller (12) eine ihn kontinuierlich drehende Antriebsvorrichtung (57)
zugeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
gekennzeichnet durch
einen Schaltkasten (60), mittels dessen Einstellelementen die Einschaltdauer der Pumpe
(58), die Betriebsdauer des Gebläses (30) und vorteilhaft auch die Betriebsdauer sowie
die Drehzahl der Antriebsvorrichtung (57) einstellbar sind.
1. An arrangement for cleaning mechanical and/or electrical equipment or devices with
cleaning liquids comprising
a cleaning compartment which is ventilated by a fan with a baffle plate in front of
its suction opening and which comprises a closeable loading opening and
an outlet below the cleaning compartment to collect cleaning liquid for its regeneration,
in which the cleaning compartment is arranged above a square, closed substructure
and in which the delivery nozzle of the fan is connected by a tube to the bottom part
of the substructure, the fan delivering the air removed under suction into an equalizing
chamber arranged in the substructure and adjoined by a collecting chamber - into which
an aeration pipe leading into the cleaning compartment and a vent pipe open - via baffle filters formed from a number of filter mats knitted from wire arranged on
top of one another
and further comprising
a turntable for the workpieces to be cleaned which is arranged in the cleaning compartment,
characterized in that the cleaning compartment (3) comprises at least one riser tube
(55) which is fed with cleaning liquid by a pump (58) and which is provided with spray
nozzles (56) directed onto the turntable (12) and in that the frame (32) comprises
five 6 to 12 mm mesh filter mats (33) knitted from a 0.3 to 0.6 mm thick metal wire.
2. An arrangement as claimed in claim 1, characterized in that the turntable (12) is
provided with an encircling border (65).
3. An arrangement as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the turntable (12)
is in the form of a wire basket.
4. An arrangement as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that a drive assembly
(57) is associated with, and continuously rotates, the turntable (12).
5. An arrangement as claimed in any of claims 1 to 4, characterized by a switch box (60)
by the control elements of which the switch-on time of the pump (58), the operating
time of the fan (30) and, advantageously, the operating time and rotational speed
of the drive assembly (57) can be adjusted.
1. Dispositif pour le nettoyage d'appareils ou dispositifs mécaniques et/ou électriques
au moyen de liquides de nettoyage avec une chambre de nettoyage comportant une porte
d'alimentation pouvant être fermée, désaérée par un ventilateur avec une plaque d'impact
disposée à son ouverture d'aspiration et avec un écoulement recueillant ce liquide
de nettoyage pour sa régénération ; dispositif dans lequel la chambre de nettoyage
est placée sur une infrastructure de forme carrée, fermée et dans lequel l'ajutage
de refoulement du ventilateur est connecté au moyen d'une conduite à la zone de fond
de l'infrastructure, tandis que le ventilateur envoie l'air aspiré dans une chambre
d'équilibrage placée dans l'infrastructure ; à cette dernière chambre se raccorde
un espace collecteur par l'intermédiaire d'un filtre à impact formé d'un certain nombre
de nattes de filtrage produites en fil métallique et empilées l'une sur l'autre ;
dans cet espace collecteur débouchent une conduite d'aération conduisant dans la chambre
de nettoyage ainsi qu'une conduite de désaération et le dispositif comprend un plateau
tournant placé dans la chambre de nettoyage et recevant le matériau de nettoyage,
caractérisé en ce que la chambre de nettoyage (3) comporte au moins un tube montant
(55) alimenté par une pompe (58) avec du liquide de nettoyage, tube qui est muni d'injecteurs
(56) dirigés vers le plateau tournant (12), et en ce que le cadre (32) comprend 5
nattes de filtrage produites en un fil métallique (33) d'épaisseur 0,3 à 0,6 mm et
ayant une largeur de maille allant de 6 à 22 mm.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le plateau tournant (12)
est muni d'un rebord (65) l'entourant.
3. Dispositif selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le plateau tournant
(12) est réalisé comme une corbeille en fil métallique.
4. Dispositif selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'est associé au
plateau tournant (12) un dispositif moteur (57) tournant en continu.
5. Dispositif selon une des revendications 1 à 4, caractérisé par un boîtier de commande
(60), dont les éléments de commande permettent de régler la durée de mise en circuit
de la pompe (58), la durée de fonctionnement du ventilateur (30) et avantageusement
aussi la durée de fonctionnement ainsi que la vitesse de rotation du dispositif moteur
(57).