[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fackel nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Derartige Fackeln sind im Stand der Technik in unterschiedlichen Ausführungsformen
bekannt.
Diese weisen jedoch stets vom Benutzer als sehr negativ empfundene Eigenschaften auf.
[0003] Nämlich erstens das starke Abtropfen und Abfließen des durch die Flamme verflüssigten
Paraffins und als Endergebnis das über dem Boden oder den pflanzen verteilte und wieder
erstarrte Paraffin. Die Entfernung der Verschmutzung ist mühsam und zeitraubend.
Zweitens führt dies so gestörte Brennverhalten zwangsläufig zu einer erheblichen Verkürzung
der Brennzeit durch Fortfall des ungenutzt abfließenden Paraffins.
Drittens funktioniert der häufig aus Baumwolle bestehende Docht selbst bei nur geringer
Zugluftbewegung und dergleichen schon nicht.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die eingangs erwähnte
Fackel derart zu verbessern, daß sie die geschilderten Nachteile mit Sicherheit vermeidet,
d.h. eine Fackel geschaffen wird, die ein ungestörtes, sicheres Brennverhalten mit
langer Brennzeit aufweist, ohne daß verflüssigtes Paraffin die Flamme erstickt oder
den Boden verunreinigt.
[0005] Diese Aufgabe wird überraschenderweise durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Fackel
gelöst. Die Erfindung setzt also eine feuerhemmende Wendel ein, die schraubenförmig
um den ummantelten Brennkörper herumgeführt ist. Diese sorgt dafür, daß ein geregelter
Abbrand stattfindet, bei welchem auch der einseitige Abbrand eingeschränkt ist. Es
dürfte einleuchten, daß im Bereich der Wendel der Abbrand gehemmt ist, während der
ebenfalls schraubenförmig vorgesehene Zwischenraum für den Fortgang des Abbrandes
sorgt, da er nicht von der feuerhemmenden Wendel abgedeckt ist.
[0006] Vorteilhafterweise besteht die Wendel aus Packpapier, das mit Natrium- und/oder Kaliumsilikat
getränkt ist. Beide sog. Löschmittel sorgen für ein gutes Haften am ummantelten Brennkörper.
Andere Chemikalien sind jedoch auch für den Fachmann denkbar.
[0007] Für den Fall, daß die Steigung der Wendel gleichbleibend ist und der Zwischenraum
in axialer Sicht gleich bleibt, d.h. die einzelnen Wickel der Wendel einen gleichen
Abstand voneinander aufweisen, ist ein gleichmäßiger Abbrand sichergestellt. Verändert
man demgegenüber den Zwischenraum bzw. den Abstand zwischen den einzelnen Wickeln
der Wendel durch Veränderung der Steigung, so läßt sich die Abbranddauer verringern
bzw. steigern.
[0008] Weitere Vorteile und Merkmale gehen aus den vorstehenden Unteransprüchen hervor,
die auch gemeinsam mit dem Hauptanspruch von erfinderischer Bedeutung sein können.
[0009] Im folgenden wird ein besonderes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert.
[0010] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Fackel
Die Fackel nach der Erfindung ist allgemein mit 10 bezeichnet. In dieser bevorzugten
Ausführungsform weist sie die Form eines an sich bekannten Streichholzes auf. Sie
besitzt eine Länge von 60 cm, bei einem quadratischen Querschnitt des Brennkörpers
von 32 x 32 mm. Die Zierhülle 22 ist holzfarben und besteht aus Karton, der über dem
mit einer Wendel 14 und mit Mantel 12 versehenen Brennkörper angeordnet ist. Die Zierhülle
22 folgt dem geregelten Abbrand des quadratischen Brennkörpers. Am oberen Ende des
Brennkörpers ist ein in etwa runder, roter Zündkopf 18 vorgesehen, der aus einem Gemisch
von Sägemehl und Paraffin, sowie einigen paraffingetränkten Dochten 20 am oberen Kopfteil
besteht, die ein Anzünden des Zündkopfes 18 erleichtern sollen. Die Anordnung der
Dochte 20 im oberen Bereich soll ein gleichmäßiges Verteilen der Flamme nach allen
Seiten hin bewirken. Ein Abtropfen von Paraffin aus dem Zündkopf 18 konnte bei Versuchen
nicht beobachtet werden.
[0011] Den Abschluß bilden am unteren Ende der Fackel 10 ein eingeklebter Betonklotz 24,
der eine untere längliche Ausnehmung bzw. Bohrung 26 aufweist. In diese Bohrung kann
ein nicht gezeigter Holzstab eingesetzt werden, der an seinem außenliegenden Ende
angespitzt ist, so daß er sich einfach in das Erdreich etc. einbringen läßt. Der Betonklotz
24 beendet den Abbrand der Fackel.
[0012] Es dürfte einleuchten, daß andere Größen, Formen und Farben sich für eine erfindungsgemäße
Fackel ebenfalls eignen.
[0013] Der Ausdruck "Fackel" sollte nicht zu eng verstanden werden. Jegliche "Kerzen" und
dergleichen, die vom Erfindungsgedanken Gebrauch machen, fallen ebenfalls unter den
Schutzumfang des vorliegenden Patentes.
1. Fackel (10) mit einem Brennkörper aus Paraffin und einem als Docht dienenden Mantel
(12) aus Papier, gekennzeichnet durch eine feuerhemmende Wendel (14), die schraubenförmig
derart um den ummantelten Brennkörper gelegt ist, daß ein schraubenförmiger Zwischenraum
(16) entsteht.
2. Fackel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendel (14) aus Packpapier
besteht, das mit Natrium- und/oder Kaliumsilikat getränkt ist.
3. Fackel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steigung der Wendel (14) gleichbleibend
ist oder sich über die Länge der Fackel (10) verändert.
4. Fackel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Zündkopf (18), bestehend aus einem
Gemisch von Sägemehl und Paraffin, sowie einigen paraffingetränkten Dochten (20) am
Zündkopf (18).
5. Fackel nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Paraffin-Brennkörper einen runden oder quadratischen Querschnitt aufweist.
6. Fackel nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (12) aus Well-
und/oder Kartonagenpapier besteht.
7. Fackel nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Mantel (12) und
Wendel (14) versehene Brennkörper von einer Zierhülle (22) umgeben ist.
8. Fackel nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der Fackel
(10) ein Betonklotz (24) mit einer Bohrung (20) eingeklebt ist, in die ein Holzstab
einsetzbar ist.
9. Fackel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Holzstab an seinem außen liegenden
Ende angespitzt ist.
10. Fackel nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennkörper eine Länge
zwischen 40 und 80 cm, insbesondere 60 cm, aufweist und der quadratische Querschnitt
des Brennkörpers zwischen 20 x 20 und 40 x 40 cm liegt, insbesondere 32 x 32 mm, wobei
die Form eines an sich bekannten Streichholzes vorgesehen ist.
11. Fackel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feuerhemmende Wendel (14)
auf den Mantel aufgedruckt ist.