(19)
(11) EP 0 509 144 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
21.10.1992  Patentblatt  1992/43

(21) Anmeldenummer: 91121366.8

(22) Anmeldetag:  12.12.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E01F 1/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 16.03.1991 DE 4108669

(71) Anmelder: Lüft, Peter
D-55257 Budenheim (DE)

(72) Erfinder:
  • Lüft, Peter
    D-55257 Budenheim (DE)

(74) Vertreter: Quermann, Helmut, Dipl.-Ing. 
Postfach 61 45
65051 Wiesbaden
65051 Wiesbaden (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Pflanzinsel


    (57) Die Erfindung schlägt eine Pflanzinsel vor, die aus standardisierten Bauteilen besteht, einfach aufgebaut und abgebaut werden kann, wobei eine Oberflächenentwässerung der von der Pflanzinsel beanspruchten Aufstandsfläche gewährleistet sein soll.
    Die Pflanzinsel weist folgende Merkmale auf:
    • die Pflanzinsel ist als aufgeständerter Trog (1) ausgebildet, der Pflanzerde (16, 18) aufnimmt,
    • der Trogrand (4) und der äußere Trogbodenbereich (5) sind durch einzelne, nebeneinander angeordnete und aneinander angrenzende Winkelelemente (2) gebildet,
    • der äußere Trogbodenbereich des jeweiligen Winkelelementes verjüngt sich zum inneren Trogbodenbereich (11) hin,
    • benachbarte Winkelelemente grenzen im Bereich des Trograndes aneinander,
    • der innere Trogbodenbereich ist durch Plattenelemente (3) gebildet,
    • die Winkelelemente und die Plattenelemente weisen an ihren Unterseiten Füße (7, 10) auf.





    Beschreibung


    [0001] Pflanzinseln dienen beispielsweise der Verkehrsberuhigung, der Verbesserung des Verkehrsflusses sowie der Erhöhung der Sicherheit im Verkehr. Zum Beruhigen des Verkehrs sind sie insbesondere als Fahrbahnteiler oder Rondell ausgebildet, sie verbessern den Verkehrsfluß, indem sie insbesondere Kreisverkehr ohne Ampelanlagen ermöglichen und erhöhen die Verkehrssicherheit, indem sie insbesondere Geschwindigkeitstrichter oder geschützte Überwege schaffen.

    [0002] Zur Bildung von Pflanzinseln bei der Umgestaltung bestehender Verkehrsführungen wird bislang die Fahrbahndecke entsprechend dem Flächenbedarf der Pflanzinsel aufgerissen und es werden in der so geschaffenen Ausnehmung im Bereich der Außenkontur der Pflanzinsel Hochbordsteine aneinandergrenzend angeordnet. Der von den Hochbordsteinen umschlossene Raum wird mit Erde verfüllt, die insoweit geschaffene Insel kann dann bepflanzt werden.

    [0003] Nachteilig ist bei derartigen Pflanzinseln, daß die von dieser benötigte Verkehrsfläche vollständig umgestaltet werden muß, was auch eine Änderung der Entwässerung in diesem Bereich erforderlich macht. Insbesondere dann, wenn die Pflanzinseln an einem Fahrbahnrand angeordnet ist, würde ohne eine speziell auf die Lage der Pflanzinsel abgestimmte Entwässerungsführung zu einem Aufstau des Regenwassers im Bereich der Pflanzinsel führen. Nachteilig ist ferner, daß es nicht möglich ist, eine derartige Pflanzinsel ohne erheblichen Bauaufwand zu demontieren.

    [0004] Es sind des weiteren Pflanzkübel aus Beton oder Holz bekannt, die allerdings aufgrund ihrer geringen Abmessungen nicht dazu geeignet sind, im erforderlichen Umfang den Verkehr zu beruhigen, den Verkehrsfluß zu verbessern oder zur Erhöhung der Sicherheit beizutragen.

    [0005] Aus der FR 2 289 109 ist ein aus einzelnen Teilen gebildeter bepflanzbarer Trog für Gärten bekannt, wobei die einzelnen Teile miteinander verschraubt werden. Die Teile sind als Winkelelemente ausgebildet, die senkrecht zueinander angeordneten Flächen bilden den Trogrand und den Trogboden, wobei die Flächen jeweils rechteckig ausgebildet sind. Die Winkelelemente liegen mit ihrem Trogboden unmittelbar auf dem Untergrund auf und es erfolgt die Verschraubung der einzelnen Winkelelemente im Abstand zum Trogboden, so daß unterhalb der Verschraubung senkrecht zueinander verlaufende, schmale Entwässerungsrinnen gebildet sind.

    [0006] Aus der DE-OS 29 05 769 ist eine aufgeständerte Verkehrsinsel bekannt. Der Rand und der äußere Bodenbereich der Verkehrsinsel sind durch einzelne, nebeneinander angeordnete und aneinander angrenzende Winkelelemente gebildet, die entsprechend der äußeren Kontur der Verkehrsinsel unterschiedlich gestaltet sind. Der innere Bodenbereich der Verkehrsinsel ist durch dicke Plattenelemente gebildet. Die Winkelelemente und die Plattenelemente weisen an ihren Unterseiten Füße auf und sind miteinander befestigt bzw. formschlüssig verbunden. Die Plattenelemente schließen oben mit den Winkelelementen ab und sind relativ groß ausgebildet, das heißt es erstreckt sich jedes Plattenelement zwischen gegenüberliegenden Randbereichen der Verkehrsinsel.

    [0007] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pflanzinsel zu schaffen, die aus standardisierten Bauteilen besteht, einfach aufgebaut und abgebaut werden kann, wobei eine optimale Oberflächenentwässerung der von der Pflanzinsel beanspruchten Aufstandsfläche gewährleistet sein soll.

    [0008] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Pflanzinsel mit folgenden Merkmalen:
    • Die Pflanzinsel ist als aufgeständerter Trog ausgebildet, der Pflanzerde aufnimmt,
    • der Trogrand und der äußere Trogbodenbereich sind durch einzelne nebeneinander angeordnete und aneinander angrenzende Winkelelemente gebildet,
    • der äußere Trogbodenbereich des jeweiligen Winkelelementes verjüngt sich zum inneren Trogbodenbereich hin,
    • benachbarte Winkelelemente grenzen im Bereich des Trograndes aneinander,
    • der innere Trogbodenbereich ist durch Plattenelemente gebildet,
    • die Winkelelemente und die Plattenelemente weisen an ihren Unterseiten Füße auf.


    [0009] Das Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Pflanzinsel wird insbesondere im Bereich der Verkehrsberuhigung, der Verbesserung des Verkehrsflusses und der Erhöhung der Sicherheit im Verkehr gesehen, ist hierauf aber nicht beschränkt. Es ist beispielsweise auch denkbar, die Pflanzinsel dort einzusetzen, wo es auf eine Verschönerung des Umfeldes ankommt, beispielsweise auf gepflasterten, nicht befahrenen Plätzen. Unter Pflanzinsel soll dabei nicht nur ein bepflanzbares Gebilde in Inselanordnung verstanden werden, sondern auch eine Anordnung in einem Randbereich, beispielsweise am Straßenrand. Weiterhin soll unter Pflanzerde nicht nur Erde verstanden werden, sondern auch sonstige Materialien, die geeignet sind, einen bepflanzbaren Untergrund darzustellen.

    [0010] Wesentlich ist bei der erfindungsgemäßen Pflanzinsel, daß der Trog aus einzelnen Bauteilen bildbar ist, nämlich den Winkelelementen und den Plattenelementen. Durch die einzelnen, vornehmlich standardisierten Winkelelemente läßt sich eine beliebige Umfangsgestalt der Pflanzinsel vorgeben, die Plattenelemente überbrücken den Bodenbereich zwischen den Winkelelementen. Bei der Bildung der Pflanzinsel kann auf Straßenaufbrüche gänzlich verzichtet werden, was kurze Montagezeiten der Pflanzinsel erlaubt und Verkehrsbehinderungen weitgehend vermeidet. Da der Trog aufgrund der an der Unterseite der Winkelelemente und der Plattenelemente angeordneten Füße aufgeständert ausgebildet ist, kann Oberflächenwasser ungehindert über die Fahrbahnfläche ablaufen, ohne daß es von der Pflanzinsel aufgestaut wird.

    [0011] Da der Trog der Pflanzinsel aus einzelnen Bauteilen gebildet ist, kann diese auf einfache Art und Weise wieder abgebaut und an einer anderen Stelle erneut aufgebaut werden. Das System ist somit nicht nur kostengünstig, sondern auch äußerst flexibel. Ausgekleidet wie Flachdachbegrünungen und mit Erde gefüllt lassen sich die standfesten Pflanzinseln hervorragend begrünen. Sie sind weitgehend wartungsfrei.

    [0012] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Winkelelemente und die Plattenelemente aus Kunststoff, insbesondere aus Recycling-Kunststoff, bestehen. Mit den Winkelelementen und Plattenelementen aus Kunststoff lassen sich alle Arten von Pflanzinseln mit Bögen, Kreisen, Rundungen und Geraden herstellen. Die Formstücke lassen sich durch Schleifen oder Schneiden in ihrer Form bearbeiten, so daß Tröge beliebiger Gestalt bildbar sind.

    [0013] Die Gestaltung der Winkelelemente, derart, daß sie den Trogrand und den äußeren Trogbodenbereich bilden, gewährleistet einen optimalen Halt der Winkelelemente, ohne daß es einer eigenständigen Verbindung dieser bedarf. So ruht das Gewicht der Pflanzerde nicht nur auf den Plattenelementen, sondern auf dem äußeren Trogbodenbereich der Winkelelemente. Zusätzlich kann das jeweilige Winkelelement auf seiner dem äußeren Trogbodenbereich abgewandten Seite mit einem bodenseitigen Vorsprung versehen sein, die als Anprallschutz für Fahrzeuge dient. Sollte ein Anprall eines Fahrzeuges auf die Pflanzinsel so stark sein, daß die Bauteile der Pflanzinsel gegeneinander verschoben sind, können diese schnell gerichtet oder bei einer Beschädigung ausgetauscht werden. Um einen gewissen Schutz gegenüber einer Verschiebung der Bauteile, insbesondere der Winkelelemente sicherzustellen, sollten diese mittels eines Metallbandes verbunden werden.

    [0014] Die Gestaltung der Winkelelemente derart, daß deren äußerer Trogbodenbereich, in der Draufsicht gesehen, sich zum inneren Trogbodenbereich hin verjüngt, gestattet es, standardisierte Winkelelemente in einem konkaven Bogen anzuordnen. Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung weist das jeweilige Winkelelement dabei in seinem äußeren Trogbodenbereich Trapezform auf, insbesondere die Form eines gleichschenkligen Trapezes, wobei sich das Trapez zum inneren Trogbodenbereich hin verjüngt. Die maximale Krümmung des durch die benachbart angeordneten Winkelelemente gebildeten Trograndes ist damit dann gegeben, wenn die benachbarten Winkelelemente im Bereich der Trapezschenkel aneinander liegen. Eine erste Gestaltung des bodenseitigen Vorsprunges sieht vor, daß dieser eine Projektionsfläche in Form eines Rechtecks aufweist und die Länge der dem äußeren Trogbodenbereich zugewandten Rechteckseite der Länge der langen parallelen Seite des dem äußeren Trogbodenbereich zugeordneten Trapezes des Winkelelementes entspricht. Benachbarte Winkelelemente können damit unter einem stumpfen Winkel zur Pflanzerdfüllung hin angeordnet werden, mit einem mehr oder weniger großen Öffnungskeil zwischen den benachbarten bodenseitigen Vorsprüngen. Eine zweite Gestaltung des bodenseitigen Vorsprunges sieht vor, daß dieser eine Projektionsfläche in Form eines Trapezes, insbesondere in Form eines gleichschenkligen Trapezes, aufweist, die sich zum äußeren Trogbodenbereich verjüngt, und die Länge der kurzen parallelen Seite des dem Vorsprung zugeordneten Trapezes der Länge der langen parallelen Seite des dem äußeren Trogbodenbereich zugeordneten Trapezes entspricht. Auch bei dieser Gestaltung des bodenseitigen Vorsprunges ist zumindest eine Linienberührung benachbarter Winkelelemente im Bereich deren Trograndes sichergestellt, wobei in Abhängigkeit von den gewählten Trapezwinkeln bei einer Bogenanordnung der Winkelelemente nur ein geringer oder gar kein Öffnungskeil entsteht. Mit den so gestalteten Winkelelementen lassen sich dann allerdings keine Geraden mehr bilden, sondern nur mehr oder weniger gekrümmte konkave Vieleckbögen. Es ist dabei eine solche Standardisierung derjenigen Winkelelemente, deren bodenseitiger Vorsprung die trapezförmige Querschnittsfläche aufweist, anzustreben, daß mit den Winkelelementen konkave Bögen mittlerer Krümmung erzielt werden können. Diejenigen Bögen, die eine geringere Krümmung aufweisen, können dann durch die Winkelelemente, bei denen der bodenseitige Vorsprung eine rechteckige Aufstandsfläche aufweist, gebildet werden, während für Bögen mit größerer konkaver Krümmung die Winkelelemente Verwindung finden, deren bodenseitige Vorsprünge die trapezförmige Querschnittsfläche aufweisen. Die Größe der spitzen Winkel des dem Vorsprung zugeordneten gleichschenkligen Trapezes sollte dabei größer oder gleich der Größe der spitzen Winkel des dem äußeren Trogbodenbereich zugeordneten Trapezes sein. Gedacht ist dabei insbesondere an eine Größe der spitzen Winkel, die größer als 60° ist.

    [0015] Hinsichtlich der standardisierten Größe der Winkelelemente und Plattenelemente wird vorgeschlagen, daß jedes Winkelelement zweckmäßig eine Höhe von 30 bis 70 cm, insbesondere 50 cm, eine Breite von 30 bis 70 cm, insbesondere 50 cm und eine Länge von 50 bis 150 cm aufweist, während die Plattenelemente zweckmäßig rechteckige Form aufweisen, insbesondere eine Größe von 50 cm Breite und 100 cm Länge. Um einen Abfluß des Oberflächenwassers sicherzustellen, wird es als ausreichend angesehen, wenn die Füße der Winkelelemente und der Plattenelemente eine Höhe von 5 bis 10 cm aufweisen.

    [0016] Weitere Merkmale der Erfindung sind in der Beschreibung der Figuren und in den Unteransprüchen dargestellt, wobei bemerkt wird, daß alle Einzelmerkmale und alle Kombinationen von Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.

    [0017] In den Figuren ist die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsformen dargestellt, ohne auf diese beschränkt zu sein. Es zeigt:
    Figur 1
    eine Draufsicht eines Troges der Pflanzinsel, wobei der Trog Kreisform aufweist,
    Figur 2
    eine Draufsicht eines Troges der Pflanzinsel, wobei der Trog im wesentlich oval ausgebildet ist,
    Figur 3
    eine räumliche Ansicht einer ersten Gestaltung eines Winkelelementes in kleiner Bauausführung,
    Figur 4
    eine Seitenansicht des Winkelelementes nach Figur 3,
    Figur 5
    eine Draufsicht des Winkelelementes nach Figur 3,
    Figur 6
    eine räumliche Ansicht des Winkelelementes in großer Bauausführung,
    Figur 7
    eine Draufsicht des Winkelelementes nach Figur 6,
    Figur 8
    eine räumliche Ansicht eines Plattenelementes,
    Figur 9
    eine Unteransicht des Plattenelementes nach Figur 8,
    Figur 10
    eine Seitenansicht des Plattenelementes nach Figur 8,
    Figur 11
    die in Figur 2 gezeigte konkave Bogenanordnung der Winkelelemente für zwei Winkelelemente gemäß der ersten Gestaltung,
    Figur 12
    eine Darstellung gemäß Figur 11 für zwei Winkelelemente gemäß einer zweiten Gestaltung der Winkelelemente und
    Figur 13
    einen senkrechten Schnitt durch einen Bereich der mit Planzerde befüllten Pflanzinsel.


    [0018] Der in Figur 1 gezeigte, in Draufsicht Kreisform aufweisende Trog 1 ist aus einer Vielzahl identischer, in Kreisform angeordneter Winkelelemente 2 sowie aus einer Vielzahl von Plattenelementen 3 gebildet, die den von den Winkelelementen 2 umschlossenen Kreisraum ausfüllen, wobei die Winkelelemente 2 und die Plattenelemente 3 jeweils aus Recycling-Kunststoff bestehen. Die Plattenelemente 3 weisen in der Draufsicht Rechteckform auf, wobei sie im Bereich der angrenzenden Winkelelemente 2 entsprechend der vorgegebenen Innenkreisform zugeschnitten sind.

    [0019] Figur 2 zeigt eine im wesentliche ovale Anordnung der Winkelelemente 2 mit den die von diesen umschlossene Fläche ausfüllenden Plattenelementen 3. Während die kreisförmige Ausbildung des Troges 1 nach Figur 1 die Basis für eine Pflanzinsel im wörtlichen Sinne darstellt, findet die im wesentlichen ovale Ausbildung des Troges 1 Anwendung als Pflanzinsel am Straßenrand, das heißt es wird der gerade Bereich 1a des Troges 1 im Bereich der Regenablaufrille der Straße angrenzend an den Bordstein des Bürgersteiges angeordnet. Der Trog 1 nach Figur 2 ist aus Winkelelementen 2 in großer und kleiner Bauausführung gebildet.

    [0020] Die Figuren 3, 4 und 5 zeigen eine erste Gestaltung eines Winkelelementes 2 in kleiner Bauausführung. Das jeweilige Winkelelement 2 weist ein im wesentlichen L-förmiges Profil auf, durch das der Trogrand 4 und der äußere Trogbodenbereich 5 gebildet ist. Auf seiner dem äußeren Trogbodenbereich 5 abgewandten Seite ist das jeweilige Winkelelement 2 mit einem bodenseitigen Vorsprung 6 versehen, der als Anprallschutz fungiert. Das jeweilige Winkelelement 2 weist an seiner Unterseite Füße 7 auf. Die sind als flache Stege ausgebildet und im wesentlichen senkrecht zur Ebene des Trograndes angeordnet, wobei sie sich über die gesamte Aufstandsbreite des Winkelelementes 2 erstrecken. Figur 5 zeigt für das Winkelelement 2 in kleiner Bauausführung, daß zwei Stege im Bereich der äußeren Begrenzung des jeweiligen Winkelelementes 2 angeordnet sind, wobei die Stege 7 im Bereich des Vorsprunges 6 parallel verlaufen und entsprechend der Trapezform des äußeren Trogbodenbereiches 5 in diesem Bereich aufeinander zu.

    [0021] Das in den Figuren 6 und 7 gezeigte Winkelelement 2 in großer Bauausführung weist Breiten und Höhenabmessungen wie das in den Figuren 3 bis 5 gezeigte Winkelelement 2 kleiner Bauausführung auf, jedoch eine doppelt so große Länge und statt dessen drei als Stege ausgebildete Füße 7. Die beiden äußeren Stege entsprechen in ihrer Anordnung den Stegen des Winkelelementes 2 nach der kleinen Bauausführung, der mittlere Steg 7 ist zu den äußeren Stegen 7 symmetrisch angeordnet und verläuft damit gerade. Die Aufstandsfläche des bodenseitigen Vorsprunges 6 ist entsprechend der kleinen Bauausführung rechteckig und des äußeren Trogbodenbereichs 5 als gleichschenkliges Trapez ausgebildet.

    [0022] Das in den Figuren 8, 9 und 10 gezeigte Plattenelement 3 besteht aus der eigentlichen, rechteckigen Platte 9 und der Vielzahl von, an dessen Unterseite angeordneten, stempelförmigen Füßen 9, die regelmäßig beabstandet zueinander angeordnet sind.

    [0023] Die in den Figuren 3 bis 7 gezeigten Winkelelemente 2 weisen eine Höhe von 50 cm und eine Breite von 50 cm auf, das Winkelelement in kleiner Bauausführung eine Länge von 50 cm, dasjenige in großer Bauausführung eine Länge von 100 cm. Die Platte 9 weist eine Länge von 100 cm und eine Breite von 50 cm auf, die Füße 7 bzw. 10 eine Höhe von 5 cm.

    [0024] Die Figuren 1 und 2 sowie 11 zeigen, daß die die erste Gestaltung aufweisenden Winkelelemente 2 wegen des sich zum inneren Trogbodenbereich 11 hin verjüngenden trapezförmigen äußeren Trogbodenbereiches 5 des jeweiligen Winkelelementes 2 unter veränderlichem stumpfen Winkel zueinander angeordnet werden können, wobei zwischen den bodenseitigen Vorsprüngen 6 benachbarter Winkelelemente 2 ein mehr oder weniger weit geöffneter Keilspalt 20 verbleibt. Wie der Darstellung der Figur 11 im Detail zu entnehmen ist, weist das jeweilige Winkelelement 2 gemäß der ersten Gestaltung in der senkrechten Projektion, das heißt in Richtung des Pfeiles A gemäß 4 gesehen, im äußeren Trogbodenbereich 5 die Form eines gleichschenkligen Trapezes auf, das durch die Seiten 21, 22, 23 und 24 gebildet, mit der kurzen, inneren Seite 21 und einem spitzen Winkel β von 70°. Der bodenseitige Vorsprung 6 weist in Richtung des Pfeiles A gesehen die Form eines Rechteckes auf, das durch die Seiten 25, 26, 27 und 28 gebildet ist, wobei die Länge der Seite 23 des Trapezes der Länge der Seite 25 des Rechteckes entspricht.

    [0025] Das jeweilige, in Figur 12 gezeigte Winkelelement gemäß der zweiten Gestaltung ist hinsichtlich des äußeren Trogbodenbereiches 5 und des Trograndes 4 wie das in Figur 11 gezeigte Winkelelement 2 aufgebaut, es unterscheidet sich nur hinsichtlich des bodenseitigen Vorsprunges 6. Bei der Gestaltung nach der Figur 12 weist der bodenseitige Vorsprung 6, in Richtung des Pfeiles A gesehen, die Form eines gleichschenkligen Trapezes auf, das durch die Seiten 29, 30, 31 und 32 gebildet ist. Der jeweilige spitze Winkel α des Trapezes beträgt 75°, die Längen der Seiten 29 und 23 sind gleich. In der gezeigten Anordnung nach Figur 12 lassen sich geknickte Anordnungen benachbarter Winkelelemente 2 von 30° zur Geraden herstellen, ohne daß ein Spalt 20 zwischen den Seiten 30 und 32 benachbarter Winkelelemente 2 entsteht. Bei einem maximalen Knickwinkel von 40° liegen die Seiten 22 und 24 benachbarter Winkelelemente an, wobei zwischen den Seiten 26 und 28 benachbarter Winkelelemente der Spalt 20 gebildet ist.

    [0026] In Figur 13 ist der Aufbau einer erfindungsgemäßen Pflanzinsel für den Randbereich des Troges 1 näher verdeutlicht. Dort ist mit der Bezugsziffer 12 das Niveau einer Straßenoberfläche gezeigt, auf der die Pflanzinsel aufgebaut ist. Entsprechend der Darstellung in den Figuren 1 und 2 sind aneinandergereihte Winkelelemente 2 auf die Straßenoberfläche 12 gelegt und der Raum zwischen den Winkelelementen 2 mit gleichfalls auf die Straßenoberfläche 12 gelegten Plattenelementen 3 versehen. Anschließend wird auf die innere Wandung des Troges 1, somit auf die inneren Wandungen der Winkelelemente 2 und der Plattenelemente 3 eine Trennlage 13 aus Vlies gelegt. Auf diese wird im unteren Randbereich des Troges 1 eine flüssigkeitsundurchlässige Folie 14 auf die innere Wandung der Trennlage 13 gelegt. Auf diese Folie 14 wird ein Schutzvlies 15 aufgelegt. Dann wird der Trog 1 bis auf Höhe der Folienoberkante bzw. der Oberkante des Schutzvlieses 15 mit einer Wasserspeicherschicht 16 verfüllt, zum Beispiel einer solchen aus Lava, Lavapor, Hygroperl, Bims usw.. Auf die Wasserspeicherschicht 16 wird eine weitere Trennlage 17 aus Vlies gelegt, oberhalb dieser wird der Trog 1 mit einem Substrat 18 aufgefüllt, das beispielsweise aus 1/3 Bims oder Lava und 2/3 Oberboden besteht. In dieses Substrat können dann die Pflanzen eingepflanzt werden und deren Wurzeln durch die Trennlage 17 zur Wasserspeicherschicht 16 vordringen. Die Trennlage 13 verhindert grundsätzlich, daß Pflanzerde zwischen die Winkelelemente 2 und die Plattenelemente 3 gelangt und damit den Bereich unterhalb der Pflanzinsel verschmutzt, die Folie 14 stellt sicher, daß Wasser im unteren Bereich des Troges gespeichert wird, das Schutzvlies 15 verhindert, daß die Wasserspeicherschicht 16 die Folie 14 perforiert, während die Trennlage 17 die Trennung der Wasserspeicherschicht vom Substrat gewährleistet. Für den Fall, daß die Winkelelemente eine Gerade bilden, oder aber in einem solchen Winkel angeordnet sind, daß die Seiten 22 und 24 benachbarter Winkelelemente 2 sich nicht kontaktieren, kann Wasser oberhalb der Folie 14 in den Spalt 33 (siehe Figur 11) zwischen dem Trogrand 4 benachbarter Winkelelemente 2 gelangen und von dort nach unten abfließen.

    [0027] Die erfindungsgemäße Pflanzinsel kann im aufgezeigten Sinne einfach auf- und abgebaut werden, um dann an anderer Stelle erneut aufgebaut zu werden, sie ist wegen der Wasserspeicherschicht weitgehend wartungsarm, daneben stellt die Anordnung des Troges auf Füßen sicher, daß Oberflächenwasser unterhalb der Pflanzinsel ungestört abfließen kann.


    Ansprüche

    1. Pflanzinsel mit folgenden Merkmalen:

    - die Pflanzinsel ist als aufgeständerter Trog (1) ausgebildet, der Pflanzerde (16, 18) aufnimmt,

    - der Trogrand (4) und der äußere Trogbodenbereich (5) sind durch einzelne nebeneinander angeordnete und aneinander angrenzende Winkelelemente (2) gebildet,

    - der äußere Trogbodenbereich (5) des jeweiligen Winkelelementes (2) verjüngt sich zum inneren Trogbodenbereich (11) hin,

    - benachbarte Winkelelemente (2) grenzen im Bereich des Trograndes (4) aneinander,

    - der untere Trogbodenbereich (11) ist durch Plattenelemente (3) gebildet,

    - die Winkelelemente (2) und die Plattenelemente (3) weisen an ihren Unterseiten Füße (7, 10) auf.


     
    2. Pflanzinsel nach Anspruch 1, wobei das jeweilige Winkelelement (2) im wesentlichen L-förmiges Profil aufweist, durch das der Trogrand (4) und der äußere Trogbodenbereich (5) gebildet ist.
     
    3. Pflanzinsel nach Anspruch 1 oder 2, wobei das jeweilige Winkelelement (2) auf seiner dem äußeren Trogbodenbereich (5) abgewandten Seite mit einem bodenseitigen Vorsprung (6) versehen ist.
     
    4. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Füße (7) des jeweiligen Winkelelementes (2) als flache Stege ausgebildet sind, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene des Trograndes (4) angeordnet sind.
     
    5. Pflanzinsel nach Anspruch 4, wobei jedes Winkelelement (2) an seiner Unterseite zumindest zwei zueinander beabstandet angeordnete, als Stege ausgebildete Füße (7) aufweist, die im Bereich derjenigen gegenüberliegenden Ränder (24, 28, 32; 22, 26, 30) des jeweiligen Winkelelementes (2) angeordnet sind, die an die benachbarten Winkelelemente (2) angrenzen.
     
    6. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das jeweilige Winkelelement (2) im äußeren Trogbodenbereich (5) Trapezform, insbesondere die Form eines gleichschenkligen Trapezes (21, 22, 23, 24) aufweist, und sich das Trapez zum inneren Trogbodenbereich (11) hin verjüngt.
     
    7. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der bodenseitige Vorsprung (6) eine Projektionsfläche in Form eines Rechteckes (25, 26, 27, 28) aufweist und die Länge der dem äußeren Trogbodenbereich (5) zugewandten Rechteckseite (25) der Länge der langen parallelen Seite (23) des dem äußeren Trogbodenbereich (5) zugeordneten Trapezes (21, 22, 23, 24) des Winkelelementes (2) entspricht.
     
    8. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der bodenseitige Vorsprung (6) eine Projektionsfläche in Form eines Trapezes, insbesondere eines gleichschenkligen Trapezes (29, 30, 31, 32) aufweist, die sich zum äußeren Trogbodenbereich (5) verjüngt, und die Länge der kurzen parallelen Seite (29) des dem Vorsprung (6) zugeordneten Trapezes (29, 30, 31, 32) der Länge der langen parallelen Seite (23) des dem äußeren Trogbodenbereich (5) zugeordneten Trapezes (21, 22, 23, 24) entspricht.
     
    9. Pflanzinsel nach Anspruch 8, wobei die Größe der spitzen Winkel (α) des dem Vorsprung (6) zugeordneten gleichschenkligen Trapezes (29, 30, 31, 32) größer oder gleich der Größe der spitzen Winkel (β) des dem äußeren Trogbodenbereich (5) zugeordneten Trapezes (21, 22, 23, 24) sind, und der jeweilige spitze Winkel (α, β) größer als 60° ist.
     
    10. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Füße (10) der Plattenelemente (3) als zueinander beabstandet angeordnete zylinderförmige Stempel ausgebildet sind.
     
    11. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei jedes Winkelelement (2) eine Höhe von 30 bis 70 cm, insbesondere 50 cm, eine Breite von 30 bis 70 cm, insbesondere 50 cm und eine Länge von 50 bis 150 cm aufweist, die Plattenelemente (3) rechteckige Form aufweisen, insbesondere eine Breite von 50 cm und eine Länge von 100 cm, sowie die Füße (7, 10) der Winkelelemente (2) und der Plattenelemente (3) eine Höhe von 5 bis 10 cm aufweisen.
     
    12. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Winkelelemente (2) und die Plattenelemente (3) aus Kunststoff, insbesondere Recycling-Kunststoff, bestehen.
     
    13. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei auf die innere Wandung des Troges (1) eine Trennlage (13) aufgelegt ist, insbesondere eine aus Vlies bestehende Trennlage (13), und im Bodenbereich und im unteren Randbereich des Troges (1) eine flüssigkeitsundurchlässige Folie (14) auf die innere Wandung des Troges (1) oder die Trennlage (13) aufgelegt ist, sowie auf die Folien (14) ein Schutzvlies (15) gelegt ist.
     
    14. Pflanzinsel nach Anspruch 13, wobei der Trog (1) bis auf die Höhe der Folienoberkante in einer Wasserspeicherschicht (16) und darüber mit einem Substrat (18) verfüllt ist, sowie die Wasserspeicherschicht (16) und die Substratschicht (18) mittels einer weiteren Trennlage, insbesondere einer aus Vlies bestehenden Trennlage (17), voneinander getrennt sind.
     




    Zeichnung













    Recherchenbericht