[0001] Pflanzinseln dienen beispielsweise der Verkehrsberuhigung, der Verbesserung des Verkehrsflusses
sowie der Erhöhung der Sicherheit im Verkehr. Zum Beruhigen des Verkehrs sind sie
insbesondere als Fahrbahnteiler oder Rondell ausgebildet, sie verbessern den Verkehrsfluß,
indem sie insbesondere Kreisverkehr ohne Ampelanlagen ermöglichen und erhöhen die
Verkehrssicherheit, indem sie insbesondere Geschwindigkeitstrichter oder geschützte
Überwege schaffen.
[0002] Zur Bildung von Pflanzinseln bei der Umgestaltung bestehender Verkehrsführungen wird
bislang die Fahrbahndecke entsprechend dem Flächenbedarf der Pflanzinsel aufgerissen
und es werden in der so geschaffenen Ausnehmung im Bereich der Außenkontur der Pflanzinsel
Hochbordsteine aneinandergrenzend angeordnet. Der von den Hochbordsteinen umschlossene
Raum wird mit Erde verfüllt, die insoweit geschaffene Insel kann dann bepflanzt werden.
[0003] Nachteilig ist bei derartigen Pflanzinseln, daß die von dieser benötigte Verkehrsfläche
vollständig umgestaltet werden muß, was auch eine Änderung der Entwässerung in diesem
Bereich erforderlich macht. Insbesondere dann, wenn die Pflanzinseln an einem Fahrbahnrand
angeordnet ist, würde ohne eine speziell auf die Lage der Pflanzinsel abgestimmte
Entwässerungsführung zu einem Aufstau des Regenwassers im Bereich der Pflanzinsel
führen. Nachteilig ist ferner, daß es nicht möglich ist, eine derartige Pflanzinsel
ohne erheblichen Bauaufwand zu demontieren.
[0004] Es sind des weiteren Pflanzkübel aus Beton oder Holz bekannt, die allerdings aufgrund
ihrer geringen Abmessungen nicht dazu geeignet sind, im erforderlichen Umfang den
Verkehr zu beruhigen, den Verkehrsfluß zu verbessern oder zur Erhöhung der Sicherheit
beizutragen.
[0005] Aus der FR 2 289 109 ist ein aus einzelnen Teilen gebildeter bepflanzbarer Trog für
Gärten bekannt, wobei die einzelnen Teile miteinander verschraubt werden. Die Teile
sind als Winkelelemente ausgebildet, die senkrecht zueinander angeordneten Flächen
bilden den Trogrand und den Trogboden, wobei die Flächen jeweils rechteckig ausgebildet
sind. Die Winkelelemente liegen mit ihrem Trogboden unmittelbar auf dem Untergrund
auf und es erfolgt die Verschraubung der einzelnen Winkelelemente im Abstand zum Trogboden,
so daß unterhalb der Verschraubung senkrecht zueinander verlaufende, schmale Entwässerungsrinnen
gebildet sind.
[0006] Aus der DE-OS 29 05 769 ist eine aufgeständerte Verkehrsinsel bekannt. Der Rand und
der äußere Bodenbereich der Verkehrsinsel sind durch einzelne, nebeneinander angeordnete
und aneinander angrenzende Winkelelemente gebildet, die entsprechend der äußeren Kontur
der Verkehrsinsel unterschiedlich gestaltet sind. Der innere Bodenbereich der Verkehrsinsel
ist durch dicke Plattenelemente gebildet. Die Winkelelemente und die Plattenelemente
weisen an ihren Unterseiten Füße auf und sind miteinander befestigt bzw. formschlüssig
verbunden. Die Plattenelemente schließen oben mit den Winkelelementen ab und sind
relativ groß ausgebildet, das heißt es erstreckt sich jedes Plattenelement zwischen
gegenüberliegenden Randbereichen der Verkehrsinsel.
[0007] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Pflanzinsel zu schaffen,
die aus standardisierten Bauteilen besteht, einfach aufgebaut und abgebaut werden
kann, wobei eine optimale Oberflächenentwässerung der von der Pflanzinsel beanspruchten
Aufstandsfläche gewährleistet sein soll.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch eine Pflanzinsel mit folgenden Merkmalen:
- Die Pflanzinsel ist als aufgeständerter Trog ausgebildet, der Pflanzerde aufnimmt,
- der Trogrand und der äußere Trogbodenbereich sind durch einzelne nebeneinander angeordnete
und aneinander angrenzende Winkelelemente gebildet,
- der äußere Trogbodenbereich des jeweiligen Winkelelementes verjüngt sich zum inneren
Trogbodenbereich hin,
- benachbarte Winkelelemente grenzen im Bereich des Trograndes aneinander,
- der innere Trogbodenbereich ist durch Plattenelemente gebildet,
- die Winkelelemente und die Plattenelemente weisen an ihren Unterseiten Füße auf.
[0009] Das Anwendungsgebiet der erfindungsgemäßen Pflanzinsel wird insbesondere im Bereich
der Verkehrsberuhigung, der Verbesserung des Verkehrsflusses und der Erhöhung der
Sicherheit im Verkehr gesehen, ist hierauf aber nicht beschränkt. Es ist beispielsweise
auch denkbar, die Pflanzinsel dort einzusetzen, wo es auf eine Verschönerung des Umfeldes
ankommt, beispielsweise auf gepflasterten, nicht befahrenen Plätzen. Unter Pflanzinsel
soll dabei nicht nur ein bepflanzbares Gebilde in Inselanordnung verstanden werden,
sondern auch eine Anordnung in einem Randbereich, beispielsweise am Straßenrand. Weiterhin
soll unter Pflanzerde nicht nur Erde verstanden werden, sondern auch sonstige Materialien,
die geeignet sind, einen bepflanzbaren Untergrund darzustellen.
[0010] Wesentlich ist bei der erfindungsgemäßen Pflanzinsel, daß der Trog aus einzelnen
Bauteilen bildbar ist, nämlich den Winkelelementen und den Plattenelementen. Durch
die einzelnen, vornehmlich standardisierten Winkelelemente läßt sich eine beliebige
Umfangsgestalt der Pflanzinsel vorgeben, die Plattenelemente überbrücken den Bodenbereich
zwischen den Winkelelementen. Bei der Bildung der Pflanzinsel kann auf Straßenaufbrüche
gänzlich verzichtet werden, was kurze Montagezeiten der Pflanzinsel erlaubt und Verkehrsbehinderungen
weitgehend vermeidet. Da der Trog aufgrund der an der Unterseite der Winkelelemente
und der Plattenelemente angeordneten Füße aufgeständert ausgebildet ist, kann Oberflächenwasser
ungehindert über die Fahrbahnfläche ablaufen, ohne daß es von der Pflanzinsel aufgestaut
wird.
[0011] Da der Trog der Pflanzinsel aus einzelnen Bauteilen gebildet ist, kann diese auf
einfache Art und Weise wieder abgebaut und an einer anderen Stelle erneut aufgebaut
werden. Das System ist somit nicht nur kostengünstig, sondern auch äußerst flexibel.
Ausgekleidet wie Flachdachbegrünungen und mit Erde gefüllt lassen sich die standfesten
Pflanzinseln hervorragend begrünen. Sie sind weitgehend wartungsfrei.
[0012] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß die Winkelelemente
und die Plattenelemente aus Kunststoff, insbesondere aus Recycling-Kunststoff, bestehen.
Mit den Winkelelementen und Plattenelementen aus Kunststoff lassen sich alle Arten
von Pflanzinseln mit Bögen, Kreisen, Rundungen und Geraden herstellen. Die Formstücke
lassen sich durch Schleifen oder Schneiden in ihrer Form bearbeiten, so daß Tröge
beliebiger Gestalt bildbar sind.
[0013] Die Gestaltung der Winkelelemente, derart, daß sie den Trogrand und den äußeren Trogbodenbereich
bilden, gewährleistet einen optimalen Halt der Winkelelemente, ohne daß es einer eigenständigen
Verbindung dieser bedarf. So ruht das Gewicht der Pflanzerde nicht nur auf den Plattenelementen,
sondern auf dem äußeren Trogbodenbereich der Winkelelemente. Zusätzlich kann das jeweilige
Winkelelement auf seiner dem äußeren Trogbodenbereich abgewandten Seite mit einem
bodenseitigen Vorsprung versehen sein, die als Anprallschutz für Fahrzeuge dient.
Sollte ein Anprall eines Fahrzeuges auf die Pflanzinsel so stark sein, daß die Bauteile
der Pflanzinsel gegeneinander verschoben sind, können diese schnell gerichtet oder
bei einer Beschädigung ausgetauscht werden. Um einen gewissen Schutz gegenüber einer
Verschiebung der Bauteile, insbesondere der Winkelelemente sicherzustellen, sollten
diese mittels eines Metallbandes verbunden werden.
[0014] Die Gestaltung der Winkelelemente derart, daß deren äußerer Trogbodenbereich, in
der Draufsicht gesehen, sich zum inneren Trogbodenbereich hin verjüngt, gestattet
es, standardisierte Winkelelemente in einem konkaven Bogen anzuordnen. Gemäß einer
besonderen Ausführungsform der Erfindung weist das jeweilige Winkelelement dabei in
seinem äußeren Trogbodenbereich Trapezform auf, insbesondere die Form eines gleichschenkligen
Trapezes, wobei sich das Trapez zum inneren Trogbodenbereich hin verjüngt. Die maximale
Krümmung des durch die benachbart angeordneten Winkelelemente gebildeten Trograndes
ist damit dann gegeben, wenn die benachbarten Winkelelemente im Bereich der Trapezschenkel
aneinander liegen. Eine erste Gestaltung des bodenseitigen Vorsprunges sieht vor,
daß dieser eine Projektionsfläche in Form eines Rechtecks aufweist und die Länge der
dem äußeren Trogbodenbereich zugewandten Rechteckseite der Länge der langen parallelen
Seite des dem äußeren Trogbodenbereich zugeordneten Trapezes des Winkelelementes entspricht.
Benachbarte Winkelelemente können damit unter einem stumpfen Winkel zur Pflanzerdfüllung
hin angeordnet werden, mit einem mehr oder weniger großen Öffnungskeil zwischen den
benachbarten bodenseitigen Vorsprüngen. Eine zweite Gestaltung des bodenseitigen Vorsprunges
sieht vor, daß dieser eine Projektionsfläche in Form eines Trapezes, insbesondere
in Form eines gleichschenkligen Trapezes, aufweist, die sich zum äußeren Trogbodenbereich
verjüngt, und die Länge der kurzen parallelen Seite des dem Vorsprung zugeordneten
Trapezes der Länge der langen parallelen Seite des dem äußeren Trogbodenbereich zugeordneten
Trapezes entspricht. Auch bei dieser Gestaltung des bodenseitigen Vorsprunges ist
zumindest eine Linienberührung benachbarter Winkelelemente im Bereich deren Trograndes
sichergestellt, wobei in Abhängigkeit von den gewählten Trapezwinkeln bei einer Bogenanordnung
der Winkelelemente nur ein geringer oder gar kein Öffnungskeil entsteht. Mit den so
gestalteten Winkelelementen lassen sich dann allerdings keine Geraden mehr bilden,
sondern nur mehr oder weniger gekrümmte konkave Vieleckbögen. Es ist dabei eine solche
Standardisierung derjenigen Winkelelemente, deren bodenseitiger Vorsprung die trapezförmige
Querschnittsfläche aufweist, anzustreben, daß mit den Winkelelementen konkave Bögen
mittlerer Krümmung erzielt werden können. Diejenigen Bögen, die eine geringere Krümmung
aufweisen, können dann durch die Winkelelemente, bei denen der bodenseitige Vorsprung
eine rechteckige Aufstandsfläche aufweist, gebildet werden, während für Bögen mit
größerer konkaver Krümmung die Winkelelemente Verwindung finden, deren bodenseitige
Vorsprünge die trapezförmige Querschnittsfläche aufweisen. Die Größe der spitzen Winkel
des dem Vorsprung zugeordneten gleichschenkligen Trapezes sollte dabei größer oder
gleich der Größe der spitzen Winkel des dem äußeren Trogbodenbereich zugeordneten
Trapezes sein. Gedacht ist dabei insbesondere an eine Größe der spitzen Winkel, die
größer als 60° ist.
[0015] Hinsichtlich der standardisierten Größe der Winkelelemente und Plattenelemente wird
vorgeschlagen, daß jedes Winkelelement zweckmäßig eine Höhe von 30 bis 70 cm, insbesondere
50 cm, eine Breite von 30 bis 70 cm, insbesondere 50 cm und eine Länge von 50 bis
150 cm aufweist, während die Plattenelemente zweckmäßig rechteckige Form aufweisen,
insbesondere eine Größe von 50 cm Breite und 100 cm Länge. Um einen Abfluß des Oberflächenwassers
sicherzustellen, wird es als ausreichend angesehen, wenn die Füße der Winkelelemente
und der Plattenelemente eine Höhe von 5 bis 10 cm aufweisen.
[0016] Weitere Merkmale der Erfindung sind in der Beschreibung der Figuren und in den Unteransprüchen
dargestellt, wobei bemerkt wird, daß alle Einzelmerkmale und alle Kombinationen von
Einzelmerkmalen erfindungswesentlich sind.
[0017] In den Figuren ist die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsformen dargestellt, ohne
auf diese beschränkt zu sein. Es zeigt:
- Figur 1
- eine Draufsicht eines Troges der Pflanzinsel, wobei der Trog Kreisform aufweist,
- Figur 2
- eine Draufsicht eines Troges der Pflanzinsel, wobei der Trog im wesentlich oval ausgebildet
ist,
- Figur 3
- eine räumliche Ansicht einer ersten Gestaltung eines Winkelelementes in kleiner Bauausführung,
- Figur 4
- eine Seitenansicht des Winkelelementes nach Figur 3,
- Figur 5
- eine Draufsicht des Winkelelementes nach Figur 3,
- Figur 6
- eine räumliche Ansicht des Winkelelementes in großer Bauausführung,
- Figur 7
- eine Draufsicht des Winkelelementes nach Figur 6,
- Figur 8
- eine räumliche Ansicht eines Plattenelementes,
- Figur 9
- eine Unteransicht des Plattenelementes nach Figur 8,
- Figur 10
- eine Seitenansicht des Plattenelementes nach Figur 8,
- Figur 11
- die in Figur 2 gezeigte konkave Bogenanordnung der Winkelelemente für zwei Winkelelemente
gemäß der ersten Gestaltung,
- Figur 12
- eine Darstellung gemäß Figur 11 für zwei Winkelelemente gemäß einer zweiten Gestaltung
der Winkelelemente und
- Figur 13
- einen senkrechten Schnitt durch einen Bereich der mit Planzerde befüllten Pflanzinsel.
[0018] Der in Figur 1 gezeigte, in Draufsicht Kreisform aufweisende Trog 1 ist aus einer
Vielzahl identischer, in Kreisform angeordneter Winkelelemente 2 sowie aus einer Vielzahl
von Plattenelementen 3 gebildet, die den von den Winkelelementen 2 umschlossenen Kreisraum
ausfüllen, wobei die Winkelelemente 2 und die Plattenelemente 3 jeweils aus Recycling-Kunststoff
bestehen. Die Plattenelemente 3 weisen in der Draufsicht Rechteckform auf, wobei sie
im Bereich der angrenzenden Winkelelemente 2 entsprechend der vorgegebenen Innenkreisform
zugeschnitten sind.
[0019] Figur 2 zeigt eine im wesentliche ovale Anordnung der Winkelelemente 2 mit den die
von diesen umschlossene Fläche ausfüllenden Plattenelementen 3. Während die kreisförmige
Ausbildung des Troges 1 nach Figur 1 die Basis für eine Pflanzinsel im wörtlichen
Sinne darstellt, findet die im wesentlichen ovale Ausbildung des Troges 1 Anwendung
als Pflanzinsel am Straßenrand, das heißt es wird der gerade Bereich 1a des Troges
1 im Bereich der Regenablaufrille der Straße angrenzend an den Bordstein des Bürgersteiges
angeordnet. Der Trog 1 nach Figur 2 ist aus Winkelelementen 2 in großer und kleiner
Bauausführung gebildet.
[0020] Die Figuren 3, 4 und 5 zeigen eine erste Gestaltung eines Winkelelementes 2 in kleiner
Bauausführung. Das jeweilige Winkelelement 2 weist ein im wesentlichen L-förmiges
Profil auf, durch das der Trogrand 4 und der äußere Trogbodenbereich 5 gebildet ist.
Auf seiner dem äußeren Trogbodenbereich 5 abgewandten Seite ist das jeweilige Winkelelement
2 mit einem bodenseitigen Vorsprung 6 versehen, der als Anprallschutz fungiert. Das
jeweilige Winkelelement 2 weist an seiner Unterseite Füße 7 auf. Die sind als flache
Stege ausgebildet und im wesentlichen senkrecht zur Ebene des Trograndes angeordnet,
wobei sie sich über die gesamte Aufstandsbreite des Winkelelementes 2 erstrecken.
Figur 5 zeigt für das Winkelelement 2 in kleiner Bauausführung, daß zwei Stege im
Bereich der äußeren Begrenzung des jeweiligen Winkelelementes 2 angeordnet sind, wobei
die Stege 7 im Bereich des Vorsprunges 6 parallel verlaufen und entsprechend der Trapezform
des äußeren Trogbodenbereiches 5 in diesem Bereich aufeinander zu.
[0021] Das in den Figuren 6 und 7 gezeigte Winkelelement 2 in großer Bauausführung weist
Breiten und Höhenabmessungen wie das in den Figuren 3 bis 5 gezeigte Winkelelement
2 kleiner Bauausführung auf, jedoch eine doppelt so große Länge und statt dessen drei
als Stege ausgebildete Füße 7. Die beiden äußeren Stege entsprechen in ihrer Anordnung
den Stegen des Winkelelementes 2 nach der kleinen Bauausführung, der mittlere Steg
7 ist zu den äußeren Stegen 7 symmetrisch angeordnet und verläuft damit gerade. Die
Aufstandsfläche des bodenseitigen Vorsprunges 6 ist entsprechend der kleinen Bauausführung
rechteckig und des äußeren Trogbodenbereichs 5 als gleichschenkliges Trapez ausgebildet.
[0022] Das in den Figuren 8, 9 und 10 gezeigte Plattenelement 3 besteht aus der eigentlichen,
rechteckigen Platte 9 und der Vielzahl von, an dessen Unterseite angeordneten, stempelförmigen
Füßen 9, die regelmäßig beabstandet zueinander angeordnet sind.
[0023] Die in den Figuren 3 bis 7 gezeigten Winkelelemente 2 weisen eine Höhe von 50 cm
und eine Breite von 50 cm auf, das Winkelelement in kleiner Bauausführung eine Länge
von 50 cm, dasjenige in großer Bauausführung eine Länge von 100 cm. Die Platte 9 weist
eine Länge von 100 cm und eine Breite von 50 cm auf, die Füße 7 bzw. 10 eine Höhe
von 5 cm.
[0024] Die Figuren 1 und 2 sowie 11 zeigen, daß die die erste Gestaltung aufweisenden Winkelelemente
2 wegen des sich zum inneren Trogbodenbereich 11 hin verjüngenden trapezförmigen äußeren
Trogbodenbereiches 5 des jeweiligen Winkelelementes 2 unter veränderlichem stumpfen
Winkel zueinander angeordnet werden können, wobei zwischen den bodenseitigen Vorsprüngen
6 benachbarter Winkelelemente 2 ein mehr oder weniger weit geöffneter Keilspalt 20
verbleibt. Wie der Darstellung der Figur 11 im Detail zu entnehmen ist, weist das
jeweilige Winkelelement 2 gemäß der ersten Gestaltung in der senkrechten Projektion,
das heißt in Richtung des Pfeiles A gemäß 4 gesehen, im äußeren Trogbodenbereich 5
die Form eines gleichschenkligen Trapezes auf, das durch die Seiten 21, 22, 23 und
24 gebildet, mit der kurzen, inneren Seite 21 und einem spitzen Winkel β von 70°.
Der bodenseitige Vorsprung 6 weist in Richtung des Pfeiles A gesehen die Form eines
Rechteckes auf, das durch die Seiten 25, 26, 27 und 28 gebildet ist, wobei die Länge
der Seite 23 des Trapezes der Länge der Seite 25 des Rechteckes entspricht.
[0025] Das jeweilige, in Figur 12 gezeigte Winkelelement gemäß der zweiten Gestaltung ist
hinsichtlich des äußeren Trogbodenbereiches 5 und des Trograndes 4 wie das in Figur
11 gezeigte Winkelelement 2 aufgebaut, es unterscheidet sich nur hinsichtlich des
bodenseitigen Vorsprunges 6. Bei der Gestaltung nach der Figur 12 weist der bodenseitige
Vorsprung 6, in Richtung des Pfeiles A gesehen, die Form eines gleichschenkligen Trapezes
auf, das durch die Seiten 29, 30, 31 und 32 gebildet ist. Der jeweilige spitze Winkel
α des Trapezes beträgt 75°, die Längen der Seiten 29 und 23 sind gleich. In der gezeigten
Anordnung nach Figur 12 lassen sich geknickte Anordnungen benachbarter Winkelelemente
2 von 30° zur Geraden herstellen, ohne daß ein Spalt 20 zwischen den Seiten 30 und
32 benachbarter Winkelelemente 2 entsteht. Bei einem maximalen Knickwinkel von 40°
liegen die Seiten 22 und 24 benachbarter Winkelelemente an, wobei zwischen den Seiten
26 und 28 benachbarter Winkelelemente der Spalt 20 gebildet ist.
[0026] In Figur 13 ist der Aufbau einer erfindungsgemäßen Pflanzinsel für den Randbereich
des Troges 1 näher verdeutlicht. Dort ist mit der Bezugsziffer 12 das Niveau einer
Straßenoberfläche gezeigt, auf der die Pflanzinsel aufgebaut ist. Entsprechend der
Darstellung in den Figuren 1 und 2 sind aneinandergereihte Winkelelemente 2 auf die
Straßenoberfläche 12 gelegt und der Raum zwischen den Winkelelementen 2 mit gleichfalls
auf die Straßenoberfläche 12 gelegten Plattenelementen 3 versehen. Anschließend wird
auf die innere Wandung des Troges 1, somit auf die inneren Wandungen der Winkelelemente
2 und der Plattenelemente 3 eine Trennlage 13 aus Vlies gelegt. Auf diese wird im
unteren Randbereich des Troges 1 eine flüssigkeitsundurchlässige Folie 14 auf die
innere Wandung der Trennlage 13 gelegt. Auf diese Folie 14 wird ein Schutzvlies 15
aufgelegt. Dann wird der Trog 1 bis auf Höhe der Folienoberkante bzw. der Oberkante
des Schutzvlieses 15 mit einer Wasserspeicherschicht 16 verfüllt, zum Beispiel einer
solchen aus Lava, Lavapor, Hygroperl, Bims usw.. Auf die Wasserspeicherschicht 16
wird eine weitere Trennlage 17 aus Vlies gelegt, oberhalb dieser wird der Trog 1 mit
einem Substrat 18 aufgefüllt, das beispielsweise aus 1/3 Bims oder Lava und 2/3 Oberboden
besteht. In dieses Substrat können dann die Pflanzen eingepflanzt werden und deren
Wurzeln durch die Trennlage 17 zur Wasserspeicherschicht 16 vordringen. Die Trennlage
13 verhindert grundsätzlich, daß Pflanzerde zwischen die Winkelelemente 2 und die
Plattenelemente 3 gelangt und damit den Bereich unterhalb der Pflanzinsel verschmutzt,
die Folie 14 stellt sicher, daß Wasser im unteren Bereich des Troges gespeichert wird,
das Schutzvlies 15 verhindert, daß die Wasserspeicherschicht 16 die Folie 14 perforiert,
während die Trennlage 17 die Trennung der Wasserspeicherschicht vom Substrat gewährleistet.
Für den Fall, daß die Winkelelemente eine Gerade bilden, oder aber in einem solchen
Winkel angeordnet sind, daß die Seiten 22 und 24 benachbarter Winkelelemente 2 sich
nicht kontaktieren, kann Wasser oberhalb der Folie 14 in den Spalt 33 (siehe Figur
11) zwischen dem Trogrand 4 benachbarter Winkelelemente 2 gelangen und von dort nach
unten abfließen.
[0027] Die erfindungsgemäße Pflanzinsel kann im aufgezeigten Sinne einfach auf- und abgebaut
werden, um dann an anderer Stelle erneut aufgebaut zu werden, sie ist wegen der Wasserspeicherschicht
weitgehend wartungsarm, daneben stellt die Anordnung des Troges auf Füßen sicher,
daß Oberflächenwasser unterhalb der Pflanzinsel ungestört abfließen kann.
1. Pflanzinsel mit folgenden Merkmalen:
- die Pflanzinsel ist als aufgeständerter Trog (1) ausgebildet, der Pflanzerde (16,
18) aufnimmt,
- der Trogrand (4) und der äußere Trogbodenbereich (5) sind durch einzelne nebeneinander
angeordnete und aneinander angrenzende Winkelelemente (2) gebildet,
- der äußere Trogbodenbereich (5) des jeweiligen Winkelelementes (2) verjüngt sich
zum inneren Trogbodenbereich (11) hin,
- benachbarte Winkelelemente (2) grenzen im Bereich des Trograndes (4) aneinander,
- der untere Trogbodenbereich (11) ist durch Plattenelemente (3) gebildet,
- die Winkelelemente (2) und die Plattenelemente (3) weisen an ihren Unterseiten Füße
(7, 10) auf.
2. Pflanzinsel nach Anspruch 1, wobei das jeweilige Winkelelement (2) im wesentlichen
L-förmiges Profil aufweist, durch das der Trogrand (4) und der äußere Trogbodenbereich
(5) gebildet ist.
3. Pflanzinsel nach Anspruch 1 oder 2, wobei das jeweilige Winkelelement (2) auf seiner
dem äußeren Trogbodenbereich (5) abgewandten Seite mit einem bodenseitigen Vorsprung
(6) versehen ist.
4. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Füße (7) des jeweiligen Winkelelementes
(2) als flache Stege ausgebildet sind, die im wesentlichen senkrecht zur Ebene des
Trograndes (4) angeordnet sind.
5. Pflanzinsel nach Anspruch 4, wobei jedes Winkelelement (2) an seiner Unterseite zumindest
zwei zueinander beabstandet angeordnete, als Stege ausgebildete Füße (7) aufweist,
die im Bereich derjenigen gegenüberliegenden Ränder (24, 28, 32; 22, 26, 30) des jeweiligen
Winkelelementes (2) angeordnet sind, die an die benachbarten Winkelelemente (2) angrenzen.
6. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das jeweilige Winkelelement (2)
im äußeren Trogbodenbereich (5) Trapezform, insbesondere die Form eines gleichschenkligen
Trapezes (21, 22, 23, 24) aufweist, und sich das Trapez zum inneren Trogbodenbereich
(11) hin verjüngt.
7. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der bodenseitige Vorsprung (6)
eine Projektionsfläche in Form eines Rechteckes (25, 26, 27, 28) aufweist und die
Länge der dem äußeren Trogbodenbereich (5) zugewandten Rechteckseite (25) der Länge
der langen parallelen Seite (23) des dem äußeren Trogbodenbereich (5) zugeordneten
Trapezes (21, 22, 23, 24) des Winkelelementes (2) entspricht.
8. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei der bodenseitige Vorsprung (6)
eine Projektionsfläche in Form eines Trapezes, insbesondere eines gleichschenkligen
Trapezes (29, 30, 31, 32) aufweist, die sich zum äußeren Trogbodenbereich (5) verjüngt,
und die Länge der kurzen parallelen Seite (29) des dem Vorsprung (6) zugeordneten
Trapezes (29, 30, 31, 32) der Länge der langen parallelen Seite (23) des dem äußeren
Trogbodenbereich (5) zugeordneten Trapezes (21, 22, 23, 24) entspricht.
9. Pflanzinsel nach Anspruch 8, wobei die Größe der spitzen Winkel (α) des dem Vorsprung
(6) zugeordneten gleichschenkligen Trapezes (29, 30, 31, 32) größer oder gleich der
Größe der spitzen Winkel (β) des dem äußeren Trogbodenbereich (5) zugeordneten Trapezes
(21, 22, 23, 24) sind, und der jeweilige spitze Winkel (α, β) größer als 60° ist.
10. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Füße (10) der Plattenelemente
(3) als zueinander beabstandet angeordnete zylinderförmige Stempel ausgebildet sind.
11. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei jedes Winkelelement (2) eine
Höhe von 30 bis 70 cm, insbesondere 50 cm, eine Breite von 30 bis 70 cm, insbesondere
50 cm und eine Länge von 50 bis 150 cm aufweist, die Plattenelemente (3) rechteckige
Form aufweisen, insbesondere eine Breite von 50 cm und eine Länge von 100 cm, sowie
die Füße (7, 10) der Winkelelemente (2) und der Plattenelemente (3) eine Höhe von
5 bis 10 cm aufweisen.
12. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die Winkelelemente (2) und die
Plattenelemente (3) aus Kunststoff, insbesondere Recycling-Kunststoff, bestehen.
13. Pflanzinsel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei auf die innere Wandung des Troges
(1) eine Trennlage (13) aufgelegt ist, insbesondere eine aus Vlies bestehende Trennlage
(13), und im Bodenbereich und im unteren Randbereich des Troges (1) eine flüssigkeitsundurchlässige
Folie (14) auf die innere Wandung des Troges (1) oder die Trennlage (13) aufgelegt
ist, sowie auf die Folien (14) ein Schutzvlies (15) gelegt ist.
14. Pflanzinsel nach Anspruch 13, wobei der Trog (1) bis auf die Höhe der Folienoberkante
in einer Wasserspeicherschicht (16) und darüber mit einem Substrat (18) verfüllt ist,
sowie die Wasserspeicherschicht (16) und die Substratschicht (18) mittels einer weiteren
Trennlage, insbesondere einer aus Vlies bestehenden Trennlage (17), voneinander getrennt
sind.