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EP 0 509 195 A2 |
(12) |
EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
(43) |
Veröffentlichungstag: |
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21.10.1992 Patentblatt 1992/43 |
(22) |
Anmeldetag: 01.02.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)5: H04R 5/02 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE DE FR GB IT |
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Priorität: |
20.02.1991 DE 4105303
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Anmelder: Nokia (Deutschland) GmbH |
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D-75175 Pforzheim (DE) |
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Erfinder: |
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- Schultes, Hans, Dr.
W-8440 Straubing (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Beschallungsanordnung eines PKW |
(57) In einen PKW (1) ist eine Beschallungsanordnung (5) installiert, deren im Bereich
der vorderen Sitze (2, 3) angeordnete Lautsprecher (12, 13) über einen Tonverstärker
(17) und eine in ihrer Verzögerungszeit einstellbare Verzögerungsanordnung (18) und
deren im Bereich der Rücksitze (4) angeordnete Lautsprecher (14, 15) über Tonverstärker
(19) mit einstellbarer Verstärkung mit dem Tonsignaleingang (7R, 7L) eines Tonwiedergabegerätes
(6) der Beschallungsanordnung verbunden sind. Die Verzögerungsanordnungen sind auf
eine Verzögerungszeit (3 bis 8 ms) eingestellt, bei der noch keine Beeinträchtigung
des von den Lautsprechern für den Bereich der Vordersitze (2, 3) und den Lautsprechern
für den Bereich der Rücksitze erzeugten Klangbildes entsteht und andererseits ohne
Beeinträchtigung des Klangbildes im Bereich der Vordersitze der Abstrahlungspegel
der rückwärtigen Lautsprechergruppen an den zugehörigen Tonverstärkern (19) wesentlich
gesenkt werden kann.
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[0001] Die Erfindung betrifft eine Beschallungsanordnung eines PKW nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Es ist üblich, in Personenkraftwagen Beschallungsanordnungen zu installieren, die
sowohl Lautsprecher im Bereich der Vordersitze als auch Lautsprecher im Bereich der
Rücksitze des PKW enthalten, um damit für die Tonwiedergabe in dem PKW einen Raumeindruck
zu erzielen. Um diesen Raumeindruck insbesondere im Bereich des Fahrers des PKW herzustellen,
ist es erforderlich, den Abstrahlungspegel der Lautsprecher im Bereich der Rücksitze
gegenüber dem Abstrahlungspegel der Lautsprecher im Bereich der vorderen Sitze des
PKW anzuheben (beispielsweise um 3dB). Stellt der Fahrer des PKW die Lautstärke der
Tonwiedergabe auf ein ihm angenehmes Maß ein, ist vielfach die Lautstärke der Tonwiedergabe
aus den rückwärtigen Lautsprechern für Personen auf den Rücksitzen unangenehm laut
und störend.
[0003] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Beschallungsanordnung so einzurichten,
daß die Sitzplätze des Rücksitzes eines PKW nicht übermäßig laut beschallt werden,
wenn die Beschallung der Vordersitze des PKW auf eine für eine dort sitzende Person
angenehme Lautstärke eingestellt wird.
[0004] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0005] Der Erfindung liegt die Feststellung des Erfinders zugrunde, daß dann, wenn die Tonsignale
für die Tonwiedergabe im Bereich der vorderen Sitze des PKW um einen bestimmten, das
Klangbild noch nicht wahrnehmbar ändernden Zeitbetrag gegenüber den entsprechenden,
mit den Lautsprechern im Bereich der Rücksitze wiedergegebenen Tonsignale verzögert
wird, der Pegel der Schallabstrahlung der rückwärtigen Lautsprecher wesentlich, nämlich
etwa auf die Hälfte gesenkt werden kann. Dadurch gelangt das Hörerlebnis auf den Rücksitzen
ebenfalls in einen angenehmen Bereich für die dort sitzenden Personen, ohne daß das
Hörerlebnis im Bereich der Vordersitze geschmälert wird. Diese mit den Verzögerungsmaßnahmen
gemaß der Erfindung erreichten wesentlichen Vorteile erfordern einen nur unwesentlichen
zusätzlichen Aufwand in der Beschallungsanordnung.
[0006] Die Unteransprüche kennzeichnen vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung. Besonders
vorteilhaft wirkt sich die Verzögerung der Tonsignale im Bereich der Vordersitze für
einen Zeitbetrag von 3 bis 15 Millisekunden aus. In diesem Zeitbereich der Verzögerung
kann ohne Minderung der Tonwiedergabe die größte Absenkung der Schallabstrahlung der
rückwärtigen Lautsprecher eingestellt werden.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines vorteilhaften Ausführungsbeispieles näher
erläutert, das in der einzigen Figur der Zeichnung dargestellt ist.
[0008] In der Zeichnung kennzeichnet die Umrißlinie 1 schematisch den Umriß eines PKW, der
die Vordersitze 2 und 3 für den Lenker des PKW und den Beifahrer und einen Rücksitz
4 umfaßt. In diesen Umriß ist schematisch die installierte Anordnung einer Beschallungsanordnung
5 mit deren wesentlichen Schaltungsblöcken dargestellt. Diese Beschallungsanordnung
enthält ein Tonwiedergabegerät 6 als Tonquelle, an dessen Tonsignalausgänge 7R und
7L Tonübertragungsleitungen 8 bis 11 an zwei im Bereich der Vordersitze angeordnete
Lautsprecher 12 und 13 und an zwei im Bereich des Rücksitzes 4 angeordnete Lautsprechergruppen
14 und 15 angeschlossen sind. Das Tonwiedergabegerät 6 kann einen nicht näher dargestellten
Tuner enthalten, der Sendungen eines Senders empfängt, auf den der Tuner eingestellt
ist, und an die Tonübertragungsleitungen überträgt. An das Tonwiedergabegerät 6 ist
außerdem ein Kassettenrecorder 16 angeschlossen, dessen wiedergegebene Sendungen ebenfalls
auf die Tonübertragungsleitungen 8 bis 11 übertragen werden können. Die Tonübertragungsleitungen
9 und 11 zu den Lautsprechern 12 und 13 im Bereich der vorderen Sitze 2 und 3 enthalten
je einen dem Lautsprecher vorgeschalteten Tonverstärker 17 und eine Verzögerungsanordnung
18 im Verlauf ihrer Leitung. In die Tonübertragungsleitungen 8 und 10 zu den Lautsprechergruppen
14 und 15 im Bereich des Rücksitzes 4 ist je ein Tonverstärker 19 eingeschaltet, dessen
Verstärkungsfaktor einstellbar ist. Die Lautstärke der Tonwiedergabe, insbesondere
am Fahrersitz 2 kann mittels eines Lautstärkestellers 20 auf eine vom Fahrer des PKW
gewünschte Lautstärke eingestellt werden.
[0009] Die Verzögerungszeit Tv der Verzögerungsanordnungen 18 ist an einer Stelleinrichtung
21 beispielsweise auf Zeitbeträge Tv der Tonsignalverzögerung von 2 bis 8 Millisekunden
einstellbar. Die Verzögerungsanordnungen 18 sind auf einen derartigen Zeitbetrag der
Verzögerung der Tonsignale für den Bereich der Vordersitze eingestellt, daß der Pegel
der Abstrahlung der Tonsignale für den Bereich des Rücksitzes 4 auf einen geringstmöglichen
Betrag eingestellt werden kann, ohne daß das Klangbild der Schallwiedergabe im Innenraum
des PKW dadurch gemindert wird. Mit einer Stelleinrichtung 22 kann an den Tonverstärkern
19 in den Tonübertragungsleitungen 8 und 10 zu den rückwärtigen Lautsprechergruppen
14 und 15 ein Pegel eingestellt werden, der beispielsweise 10 bis 15 dB unter dem
Ausgangspegel der Verstarker 17 in den Tonübertragungsleitungen 9 und 11 zu den Lautsprechern
12 und 13 im Bereich der Vordersitze 2 und 3 liegt. Die Verstärkung der Tonverstärker
19 in den Übertragungskanälen zu den Lautsprechergruppen 14 und 15 im Bereich des
Rücksitzes sind im genannten Fall an den Stelleinrichtungen 22 derart eingestellt,
daß der Pegel der Schallabstrahlung der Lautsprechergruppen 14 und 15 im Bereich des
Rücksitzes ein für die Personen auf dem Rücksitz angenehmes Klangbild ergibt, wenn
der Fahrer des PKW auf dem Fahrersitz 2 sich eine ihm genehme Lautstärke der Schallwiedergabe
im PKW einstellt. Damit erhält ein mit einer derartigen Beschallungsanordnung ausgerüsteter
PKW, wenn die Beschallungsanordnung dementsprechend eingestellt ist, eine auf allen
Sitzen ausgewogene Schallwiedergabe eines Tonsignales.
1. Beschallungsanordnung (5) eines PKW mit wenigstens einem im Bereich der Vordersitze
des PKW angeordneten Lautsprecher und wenigstens einem im Bereich der Rücksitze des
PKW angeordneten Lautsprecher und mit einem die Lautsprecher mit Tonsignalen speisenden
Tonwiedergabegerät (6),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tonsignale zu dem (den) im Bereich der Vordersitze (2, 3) angeordneten Lautsprecher(n)
(12, 13) um einen bestimmten, keine Anderung des Klangbildes bewirkenden Zeitbetrag
(Tv) gegenüber den entsprechenden Tonsignalen zu dem (den) im Bereich der Rücksitze
(4) angeordneten Lautsprecher(n) (14, 15) verzögert sind.
2. Beschallungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in die Tonsignalübertragungsleitung (9, 11) des (der) im Bereich der Vordersitze
(2, 3) angeordneten Lautsprecher (12, 13) eine Signalverzögerungsanordnung (18) geschaltet
ist.
3. Beschallungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalverzögerungsanordnung (18) einstellbar und/oder abschaltbar ist.
4. Beschallungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß dem (den) Lautsprecher(n) (14, 15) für den Bereich der Rücksitze (4) je ein Tonverstärker
(19) vorgeschaltet ist, dessen Verstärkungsfaktor einstellbar ist.
