[0001] Die Erfindung betrifft eine Stoßverbindung eines Kämpferprofils mit einem Rahmen-
oder Sprossenprofil für Fenster, Türen oder dgl. nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Bei einer Stoßverbindung der genannten Art etwa nach der französischen WICONA
R-Lagerliste "Liste de stock", Edition '90, Seite A2 und 138, läßt sich das Verbindungsstück
mit einer federnden Hakenleiste in die zugeordnete Längsnut des Rahmen- oder Sprossenprofils
einklipsen. Bei der dortigen Befestigung mit zwei Stanzschrauben besteht allerdings
der Nachteil, daß es insbesondere im Randbereich des Rahmen- oder Sprossenprofils
zur Ausbeulungen kommen kann, die nicht nur aus optischen Gründen unerwünscht sind,
sondern auch den Beschlageinbau beeinträchtigen können.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die geschilderten Nachteile zu vermeiden,
wobei die nachträgliche Einbaumöglichkeit des Verbindungsstückes erhalten werden soll.
Die Aufgabe wird durch die folgenden erfindungsgemäßen Merkmale gelöst:
c) das Verbindungsstück weist eine parallel zu den Hakenleisten verlaufende Leiste
pilzförmigen Querschnitts auf,
d) das Verbindungsstück ist in der Einbaustellung seitlich in die Längsnuten des Rahmen-
oder Sprossenprofils einschiebbar, wobei das Verbindungsstück gegenüber einer Ebene
senkrecht zur Längsrichtung des Rahmen- oder Sprossenprofils etwa unter einem Neigungswinkel
α geneigt ist und die Haken der Leisten i.w. parallel zur Längsrichtung des Rahmen-
oder Sprossenprofils verlaufende Abflachungen aufweisen,
e) die Leiste hintergreift in der Endstellung die mittlere hinterschnittene Längsnut
des Rahmen- oder Sprossenprofils.
[0004] Die erfindungsgemäße Dreipunkt-Abstützung des Verbindungsstückes vermeidet das geschilderte,
nachteilige Ausbeulen des Rahmen- oder Sprossenprofils; die weiteren Merkmale gewährleisten
das problemlose Einsetzen des Verbindungsstückes. Der Neigungswinkel α bestimmt sich
vorzugsweise durch folgende Beziehung:

wobei die jeweiligen Toleranzen von Einbautiefe T und Fußbreite B zu berücksichtigen
sind.
[0005] Um den Materialverlust der Haken bei der Herstellung der Abflachungen zu minimieren,
empfiehlt es sich, daß die Abflachungen der Haken ausgehend von der Mittellinie des
Verbindungsstücks verlaufen und daß der Abstand der äußeren Abflachungen von den Abflachungen
des Hakens durch die Summe (N + S) von Nutbreite N und Stegbreite S des Rahmen- oder
Sprossenprofils bestimmt ist. Weitere Ausführungen werden von der Dicke D des Verbindungsstückes
bestimmt. So können die Haken auch innenseitig parallel zu den anderen Abflachungen
verlaufende Abflachungen aufweisen, deren Abstand von den äußeren Abflachungen durch
die Nutbreite N bestimmt ist. Sofern das Rahmen- oder Sprossenprofil einen Anschlagsteg
aufweist, empfiehlt es sich, daß die Seitenflächen des Verbindungsstücks ebenfalls
Abflachungen aufweisen, die parallel zu den vorgenannten Abflachungen verlaufen.
[0006] Aus Gründen einer rationellen Fertigung der Abflachungen fluchten die Abflachungen
der Seitenflächen mit den äußeren Abflachungen.
[0007] Sofern die Verbindung große Lasten aufnehmen soll, ist das Verbindungsstück nach
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung mit einem zusätzlichen Fixierstift am
Rahmen- oder Sprossenprofil festgelegt.
[0008] Die Erfindung wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es
zeigt
- Fig. 1
- perspektivisch die Montage der Stoßverbindung mit noch getrennt angeordnetem Verbindungsstück
(siehe auch gesonderte Ansicht x),
- Fig. 2
- perspektivisch die Montage der Stoßverbindung mit bereits eingesetztem Verbindungsstück,
- Fig. 3a
- einen Horizontalschnitt nach Fig. 2,
- Fig. 3b
- gemäß Schnitt nach Linie A-A in Fig. 3a die Anordnung der Leisten des Verbindungsstückes
in Einbaustellung,
- Fig. 3c
- gemäß Schnitt nach Linie A-A in Fig. 3a die Anordnung der Leisten des Verbindungsstückes
in Endstellung,
- Fig. 4a
- einen Horizontalschnitt nach Fig. 2,
- Fig. 4b
- gemäß Ansicht in Pfeilrichtung x nach Fig. 4a die Anordnung der Leisten des Verbindungsstückes
in Einbaustellung und
- Fig. 4c
- gemäß Ansicht in Pfeilrichtung x nach Fig. 4a die Anordnung der Leisten des Verbindungsstücks
in Endstellung.
[0009] In den Zeichnungen ist mit 1 ein Rahmen- oder Sprossenprofil, mit 2 ein Kämpferprofil
bezeichnet. Beide Profile 1,2 sind als Hohlkammerprofile ausgebildet.
[0010] Das Kämpferprofil 2 stößt in der Endstellung stumpf gegen das Rahmen- oder Sprossenprofil
1. Die Verbindung beider Profile 1,2 erfolgt mittels eines das Kämpferprofil 2 füllenden
Verbindungsstückes 3 (in Fig. 1 gesondert dargestellt) mit zwei äußeren parallelen
Hakenleisten 4,5 und einer mittleren Leiste 6 pilzförmigen Querschnitts, die mit zugeordneten,
hinterschnittenen Längsnuten 7a, 7b des Rahmen- oder Sprossenprofils 1 in Eingriff
stehen. Zum Festlegen des Verbindungsstückes 3 in seiner Endstellung (vgl. insbesondere
Fig. 2) sind im Ausführungsbeispiel zwei Befestigungselemente 8 in Form von Stanzschrauben
vorgesehen.
[0011] Das Ausführungsbeispiel zeigt den Fall eines Rahmen- oder Sprossenprofils 1 mit einem
in Richtung des Kämpferprofils 2 überstehenden Anschlagsteg 9. Zur Aufnahme dieses
Anschlagsteges 9 ist im Kämpferprofil 2 eine seitliche Ausnehmung 10 vorgesehen. Das
Verbindungsstück 3 ist in Richtung des Kämpferprofils 2 nicht länger als die überstehende
Breite des Anschlagsteges 9. Es ist daher möglich, Sprossen- bzw. Kämpferkreuze in
fertig geschlossene Rahmen einzulegen und mittels Verbindungsstücken zu befestigen.
[0012] Die Befestigung des Kämpferprofils 2 am Verbindungsstück 3 erfolgt im Ausführungsbeispiel
mit Hilfe von zwei Befestigungsschrauben 11. Das von der Befestigungsschraube 11 durchsetzte
Loch 12 im Kämpferprofil 2 ist jeweils gegenüber der im Verbindungsstück 3 parallel
zum Rahmen- oder Sprossenprofil 1 verlaufenden Bohrung 13 exzentrisch versetzt, so
daß das Kämpferprofil 2 gegen das Rahmen- oder Sprossenprofil 1 gedrückt wird.
Die Montage der beschriebenen Stoßverbindung erfolgt in einfacher Weise:
[0013] Das Verbindungsstück 3 ist eindrehbar ausgebildet.
[0014] Wie in Fig. 1 angedeutet, ist das Verbindungsstück 3 in der Einbaustellung unter
einem Neigungswinkel α gegenüber einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung des Rahmen-
oder Sprossenprofils 1 zu neigen. Wie insbesondere in Fig. 3b dargestellt, bestimmt
sich der Neigungswinkel α nach der Beziehung :

(dabei sind die jeweiligen Toleranzen von Einbautiefe T und Fußbreite B zu berücksichtigen).
[0015] Bei einer üblichen Einbautiefe T = 41 mm und einer Fußbreite B = 45,70 mm ergibt
sich für α ≈ 26°.
[0016] Damit das Verbindungsstück 3 in dieser geneigten Stellung überhaupt in die C-förmigen
Längsnuten 7a, 7b, 7c des Rahmen- oder Sprossenprofils 1 eingeführt werden kann, sind
die Haken 4', 5' der Hakenleisten 4,5 und die Haken 6' der mittleren Leiste 6 bereits
unter Ausbildung parallel zur Längsrichtung des Rahmen- oder Sprossenprofils 1 verlaufender
Abflachungen 14, 15, 16 abgefräst. Im Ausführungsbeispiel verlaufen die Abflachungen
14, 15 der Haken 4', 5' ausgehend von der Mittellinie des Verbindungsstückes. Der
Abstand dieser Abflachungen 14, 15 von den Abflachungen 16 der Haken 6' ist durch
die Summe (N + S) von Nutbreite N und Stegbreite S des Rahmen- oder Sprossenprofils
1 bestimmt (vgl. Fig. 3b/c). In Abhängigkeit von der Dicke D des Verbindungsstückes
3 kann es auch erforderlich werden, daß die Haken 4', 5' auch innenseitig abzufräsen
sind, also Abflachungen 17 aufweisen. Der Abstand der äußeren Abflachungen 14, 15
von diesen Abflachungen 17 ist dann durch die Nutbreite N bestimmt.
[0017] Wegen des vorhandenen Anschlagsteges 9 kann es auch - ebenfalls in Abhängigkeit von
der Dicke D des Verbindungsstückes 3 - erforderlich werden, daß die Seitenflächen
des Verbindungsstückes 3 mit Abflachungen 18 zu versehen sind (vgl. Fig. 1/2). Wie
insbesondere Fig. 3b zeigt, lassen sich die Abflachungen 14, 15, 16, 17, 18 bei einem
üblicherweise aus einem Strangpreßprofil hergestellten Verbindungsstück 3 leicht in
einem Fräsvorgang herstellen. Insofern fluchten dann auch die äußeren Abflachungen
14, 15 mit den Abflachungen 18 an den Seitenflächen des Verbindungsstückes 3.
[0018] In der Endstellung, also nach Rückdrehung (gemäß Pfeilrichtung in Fig. 1) um den
Neigungswinkel α , hintergreift das Verbindungsstück 3 die C-förmigen Längsnuten 7a,
7b, 7c (vgl. Fig. 2). Die in Fig. 2 eingezeichneten Stanzschrauben 8 können dann eingedreht
werden, wie beispielsweise in Fig. 4a gezeigt. Dabei verhindert die mittlere, in die
mittlere Längsnut 7c eingreifende Leiste 6 ein Ausbeulen des Rahmen- oder Sprossenprofils
1. Wenn die Verbindung große Lasten aufnehmen soll, so kann das Verbindungsstück 3
zusätzlich mit einem Befestigungselement in Form eines Fixierstiftes 19 gesichert
werden (vgl. Fig. 4a). Anschließend ist das Kämpferprofil 2 - wie bereits oben beschrieben
- zu befestigen.
1. Stoßverbindung eines Kämpferprofils (2) mit einem Rahmen - oder Sprossenprofil (1)
für Fenster, Türen oder dgl., unter Verwendung eines das Kämpferprofil (2) füllenden
Verbindungsstückes (3), mit folgenden Merkmalen:
a) das Verbindungsstück (3) hintergreift in der Endstellung mit zwei parallelen Hakenleisten
(4,5) die beiden äußeren Längsnuten (7a, 7b) von drei parallelen, hinterschnittenen
Längsnuten (7a, 7b, 7c) des Rahmen- oder Sprossenprofils (1),
b) das Verbindungsstück (3) ist am Rahmen- oder Sprossenprofil (1) durch mindestens
ein Befestigungselement (8) festgelegt,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
c) das Verbindungsstück (3) weist eine parallel zu den Hakenleisten (4,5) verlaufende
Leiste (6) pilzförmigen Querschnitts auf,
d) das Verbindungsstück (3) ist in der Einbaustellung seitlich in die Längsnuten (7a,
7b, 7c) des Rahmen- oder Sprossenprofils (1) einschiebbar, wobei das Verbindungsstück
(3) gegenüber einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung des Rahmen- oder Sprossenprofils
(1) etwa unter einem Neigungswinkel α geneigt ist und die Haken (4', 5', 6') der Leisten
(4, 5, 6) i.w. parallel zur Längsrichtung des Rahmen- oder Sprossenprofils (1) verlaufende
Abflachungen (14, 15, 16) aufweisen,
e) die Leiste (6) hintergreift in der Endstellung die mittlere, hinterschnittene Längsnut
(7c) des Rahmen- oder Sprossenprofils (1).
2. Stoßverbindung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Neigungswinkel α durch folgende Beziehung bestimmbar ist:
3. Stoßverbindung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abflachungen (14, 15) der Haken (4', 5') ausgehend von der Mittellinie des
Verbindungsstückes (3) verlaufen und daß der Abstand der äußeren Abflachungen (14,
15) von den Abflachungen (16) des Hakens (6') durch die Summe (N + S) von Nutbreite
T und Stegbreite S des Rahmen- oder Sprossenprofils (1) bestimmt ist.
4. Stoßverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haken (4', 5') innenseitig parallel zu den Abflachungen (14, 15, 16) verlaufende
Abflachungen (17) aufweisen, deren Abstand von den äußeren Abflachungen (14, 15) durch
die Nutbreite N bestimmt ist.
5. Stoßverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenflächen des Verbindungsstückes (3) parallel zu den Abflachungen (14,
15, 16, 17) verlaufende Abflachungen (18) aufweisen.
6. Stoßverbindung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Abflachungen (18) mit den äußeren Abflachungen (14, 15) fluchten.
7. Stoßverbindung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungsstück (3) am Rahmen- oder Sprossenprofil (1) mit einem Fixierstift
(19) festgelegt ist.