[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Entstrippen
von laminierten Folienzuschnitten, die in einer über eine rückseitige Haftkleberschicht
mit einem Trägerpapier verklebten Deckfolie mit Einschnitten versehen sind, welche
eine zum selbstklebenden Anbringen an einer Werbefläche konzipierte Werbeschrift oder
Werbegrafik ausbilden.
[0002] Das bei der Herstellung von sog. Folienschriften verwendete, auf eine Blatt- bzw.
Stückgröße zugeschnittene Folienmaterial besteht in der Regel aus einer sehr dünnen
und daher auch äußerst biegeweichen, meistens gewalzten oder auch gegossenen und damit
jedenfalls auch schrumpfbaren Kunststoffolie, die als Deckfolie über eine rückseitige
Haftkleberschicht auf ein Trägerpapier auflaminiert ist. Mit der meistens farbigen
Deckfolie der vereinzelten Folienzuschnitte sind individuell nach bestimmten Vorgaben
gestaltete Werbeschriften oder Werbegrafiken ausgebildet, wobei diese Ausbildung häufig
computergesteuert mittels spezieller Konturenmesser und vereinzelt auch mit Glühdrähten
oder mit einem Laserstrahl durchgeführt wird.
[0003] Damit nun eine in der Deckfolie solcher Folienzuschnitte ausgebildete Werbeschrift
oder Werbegrafik über die rückseitige Haftkleberschicht an einer Werbefläche angebracht
werden kann, muß dafür zuerst der an die Einschnitte der Deckfolie angrenzende Folienrest
von dem Trägerpapier jedes Folienzuschnittes abgezogen werden. Dieses Abziehen eines
Folienrestes wird nach der Definition als "Entstrippen von laminierten Folienzuschnitten"
verstanden, weil damit die Freilegung der auf dem Trägerpapier verbleibenden Werbeschrift
oder Werbegrafik erhalten wird.
[0004] Das Entstrippen von laminierten Folienzuschnitten wird bisher ausschließlich manuell
durchgeführt. Dabei besteht hauptsächlich die Schwierigkeit, daß der Folienrest an
den Einschnitten von den Konturen der auf dem Trägerpapier verbleibenden Werbeschrift
oder Werbegrafik sauber abgelöst wird und es also bei diesem Ablösen zu keinem Beschädigen
der Konturen kommt, was insbesondere dann leicht geschehen kann, wenn die eine Werbeschrift
zusammensetzenden Buchstaben vereinzelt dargestellt sind oder die Werbegrafik eine
kompliziertere Schnittkontur mit vielfach wechselnden Richtungsänderungen aufweist.
Es muß daher eine entsprechend sorgfältige und ein hohes handwerkliches Geschick erfordernde
Handhabung der Folienzuschnitte vorausgesetzt werden, um einwandfreie Werbeschriften
und Werbegrafiken zu erhalten, womit in diesem Zusammenhang ohne weiteres erkennbar
wird, daß dieses bisher manuell durchgeführte Entstrippen von laminierten Folienzuschnitten
sehr kostenintensiv ist.
[0005] Aus der DT 22 12 995 C3 ist ein Verfahren zum Herstellen von Selbstklebeetiketten
bekannt, bei dem das Etikettenmaterial zusammen mit einer Klebstoffschicht auf ein
Trägerband aufgebracht ist, welches zwischen einer Abwickelwalze und einer Aufwickelwalze
durch eine Stanzstation hindurchgeführt wird, in welcher die Etiketten aus dem Etikettenmaterial
ausgestanzt werden. Ein bei diesem Ausstanzen der Etiketten gleichzeitig zur Ausbildung
kommendes Stanzgitter wird dabei vor dem Aufwickeln des Trägerbandes mit den darauf
verbleibenden Etiketten von dem Trägerband unter Vermittlung einer Umlenkwalze abgezogen
und auf eine separate Resterolle aufgewickelt. Bei diesem somit kontinuierlich durchführbaren
Verfahren bereitet es wegen der größeren Schichtdicke des Etikettenmaterials keine
besonderen Schwierigkeiten, das sich bei dem Ausstanzen der Etiketten ausbildende
Stanzgitter von dem Trägerband abzuziehen, ohne daß es dabei zu einer Beschädigung
der auf dem Trägerband verbleibenden Etiketten kommt, weil deren als Folge dieser
größeren Schichtdicke ebenfalls entsprechend biegesteiferes Verhalten den Trennkräften
besser widersteht, die beim Abziehen des Stanzgitters an den Konturen der Etiketten
auftreten.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Entstrippen von laminierten Folienzuschnitten zur Verfügung zu stellen, bei welchen
das Abziehen des Folienrestes von dem Trägerpapier unter größtmöglicher Schonung der
auf dem Trägerpapier verbleibenden Werbeschrift oder Werbegrafik mit einfachen Mitteln
maschinell und damit weniger kostenintensiv durchgeführt werden kann.
[0007] Gemäß einem Hauptmerkmal der Erfindung ist für das Entstrippen von laminierten Folienzuschnitten
eine Transporteinrichtung vorgesehen, mittels welcher jeder Folienzuschnitt in einer
vorgegebenen Transportrichtung transportiert wird; in dieser vorgegebenen Transportrichtung
der Folienzuschnitte ist eine Schneideinrichtung angeordnet, mittels welcher die vorlaufende
Kante jedes Folienzuschnitts derart schräg unter einem stumpfen Winkel zugeschnitten
wird, daß die Oberseite der Deckfolie über die Unterseite des Trägerpapiers jedes
Folienzuschnitts in der Transportrichtung nach vorne vorsteht; hinter der Schneideinrichtung
ist mit einer Umlenkkante eine Verzweigung der Transportrichtung ausgebildet, derart,
daß der Folienrest durch eine mit der Umlenkkante an der schräg zugeschnittenen vorlaufenden
Kante jedes Folienzuschnitts zusammenwirkende Transfereinrichtung von dem Trägerpapier
abgezogen und in einer von der vorgegebenen Transportrichtung abgezweigten Richtung
zur Übernahme durch eine Resterolle weitertransportiert wird, während das Trägerpapier
des Folienzuschnitts mit der darauf verbleibenden Werbeschrift oder Werbegrafik in
der vorgegebenen Transportrichtung entfernt wird.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist in der Zeichnung schematisch
dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert.
[0009] Die zum Entstrippen von laminierten Folienzuschnitten konzipierte Vorrichtung weist
einen durch einen Ständer 1 gehaltenen Transporttisch 2 auf. Der Transporttisch 2
ist für eine Auflage der eine Blatt- bzw. Stückgröße aufweisenden Folienzuschnitte
3 und deren aufeinanderfolgenden Transport in einer vorgegebenen Transportrichtung
4 vorgesehen. Jeder Folienzuschnitt 3 besteht aus einer Deckfolie, die über eine rückseitige
Haftkleberschicht auf ein Trägerpapier auflaminiert ist. Die Deckfolie ist mit Einschnitten
versehen, welche eine Werbeschrift oder Werbegrafik ausbilden, die auf dem Trägerpapier
verbleibt, wenn der an die Einschnitte angrenzende Folienrest der Deckfolie von dem
Trägerpapier abgezogen wird. Das Abziehen des Folienrestes von solchen laminierten
Folienzuschnitten wird nach der Definition als "Entstrippen" verstanden, weil damit
die auf dem Trägerpapier jedes Folienzuschnitts verbleibende Werbeschrift oder Werbegrafik
für ein späteres selbstklebendes Anbringen an einer Werbefläche freigelegt bzw. "entstrippt"
wird.
[0010] Um ein einfaches Abziehen des Folienrestes von dem Trägerpapier jedes Folienzuschnittes
3 zu ermöglichen, wird zunächst dessen vorlaufende Kante 3' mittels einer Schneideinrichtung
5 zugeschnitten. Der Zuschnitt wird mit einem stumpfen Winkel schräg zu der Transportrichtung
4 ausgeführt, sodaß die Oberseite der Deckfolie in der Transportrichtung nach vorne
weiter vorsteht als die auf dem Transporttisch 2 aufliegende Unterseite des Trägerpapiers.
Nach diesem schrägen Zuschnitt der vorlaufenden Kante 3' wird der Folienzuschnitt
3 in den Transportspalt zweier Einzugswalzen 6, 7 vorbewegt, die an dem Ständer 1
drehbar gelagert sind und für den Weitertransport des Folienzuschnitts synchron angetrieben
werden.
[0011] Hinter den beiden Einzugswalzen 6, 7 ist mit der Spitze eines abgewinkelten Leitbleches
9 eine Umlenkkante 8 ausgebildet, an welcher der Folienrest der Deckfolie im Zusammenwirken
mit einer Transfereinrichtung 10 von dem Trägerpapier abgezogen wird. Bei diesem "Entstrippen"
verbleibt also die durch Einschnitte der Deckfolie ausgebildete Werbeschrift oder
Werbegrafik auf dem Trägerpapier, das hinter der Umlenkkante 8 in der vorgegebenen
Transportrichtung 4 entfernt wird.
[0012] Die Transfereinrichtung 10 ist mit einem gummielastischen Polster 11 ausgebildet,
das an einem Transferschlitten 12 angeordnet ist. Der Transferschlitten 12 ist längs
einer Führungsschiene 13 beweglich, die somit eine von der vorgegebenen Transportrichtung
4 an der Umlenkkante 8 abgezweigte Transferrichtung festlegt, in welcher der Folienrest
von dem Trägerpapier jedes Folienzuschnittes 3 abgezogen wird. Dieses Abziehen des
Folienrestes von dem Trägerpapier wird damit erhalten, daß das gummielastische Polster
11 anfänglich in eine solche Relativlage zu der Umlenkkante 8 eingestellt wird, daß
bei der Ankunft eines Folienzuschnitts zuerst dessen Deckfolie mit dem Polster 11
in Berührung kommt. Dabei wird als Folge der mit der Schneideinrichtung 5 erzeugten
Abschrägung der vorlaufenden Kante 3' eine Linienberührung der Deckfolie mit dem Polster
11 begünstigt, sodaß bei einer anschließend beginnenden Bewegung des Transferschlittens
12 in der abgezweigten Transferrichtung 14 der sich an die Abschrägung unmittelbar
anschließende Randbereich der Deckfolie über die rückseitige Haftkleberschicht ein
Anhaften an dem Polster 11 erfährt. Im Zusammenwirken mit der Umlenkkante 8 und weiter
auch im Zusammenwirken mit dem Leitblech 9 wird danach ein Festkleben des vorlaufenden
Randbereichs der Deckfolie an dem Polster 11 begünstigt, sodaß bei der weiteren Bewegung
des Transferschlittens 12 in der Transferrichtung 14 der mit diesem vorlaufenden Randbereich
zusammenhängende Folienrest 15 des Folienzuschnitts 3 dann sicher von dem Trägerpapier
abgezogen werden kann, während das Trägerpapier mit der darauf verbleibenden Werbeschrift
oder Werbegrafik in der vorgegebenen Transportrichtung 4 entfernt wird.
[0013] Obwohl durch das Zusammenwirken der Umlenkkante 8 mit der Tranfereinrichtung 10 ein
problemloses Abziehen des Folienrestes 15 ohne eine Beschädigungsgefahr für die auf
dem Trägerpapier jedes Folienzuschnitts verbleibende Werbeschrift oder Werbegrafik
gesichert ist, ist zweckmäßig in der Nähe der Umlenkkante 8 noch eine Bürste 8' angeordnet,
mit welcher auf die Deckfolie jedes Folienzuschnitts derart eingewirkt wird, daß das
Abtrennen des Folienrestes von der Werbeschrift oder Werbegrafik während des Abziehens
des Folienrestes begünstigt wird. Weiterhin ist in der Nähe der Schneideinrichtung
5 zweckmäßig ein Wärmekanal 5' angeordnet, um noch vor dem Abziehen des Folienrestes
eine Schrumpfung der Deckfolie und damit eine Vergrößerung der Schnittbreite der die
Werbeschrift oder Werbegrafik ausbildenden Einschnitte zu erzielen. Auch mit dieser
Maßnahme wird somit das an der Umlenkkante 8 beginnende Abziehen des Folienrestes
von dem Trägerpapier begünstigt, wobei eine vergrößerte Schnittbreite der die Werbeschrift
oder Werbegrafik ausbildenden Einschnitte daneben natürlich auch durch Verwendung
von Konturenmessern mit entsprechend geformten Schnittkanten erzielbar ist, deren
Verwendung jedoch für die Ausbildung von komplizierteren Konturen einer Werbeschrift
oder Werbegrafik nicht immer möglich ist.
[0014] Die Transfereinrichtung 10 ist längs der Führungsschiene 13 bis hin zu einer Endposition
bewegbar, in welcher der mit seinem vorlaufenden Randbereich an dem Polster 11 festgeklebte
Folienrest 15 an eine Resterolle 16 übergeben wird. Die Übergabe wird damit erhalten,
daß der Transferschlitten 12, der für diese Endposition mit einer Relativlage 12'
dargestellt ist, um eine zu der Drehachse der Resterolle 16 parallele Achse verschwenkt
wird. Weil bei diesem Verschwenken des Transferschlittens 12 auch das Polster 11'
in eine veränderte Relativlage zu der Resterolle 16 gebracht wird, kann damit der
Folienrest 15 mit seiner rückseitigen Haftkleberschicht gegen die Resterolle 16 angelegt
werden. Wenn somit die Resterolle 16 im Anschluß an die in der Endposition des Transferschlittens
bewirkte Anlage zunächst nur des vorlaufenden Randbereichs des Folienrestes 15 gedreht
wird, dann wird dadurch der Folienrest 15 kontinuierlich auf die Resterolle 16 aufgenommen
und über seine rückseitige Haftkleberschicht an der Resterolle festgeklebt. Um dieses
Festkleben zu unterstützen, ist die Führungsschiene 13 zweckmäßig um eine nahe der
Umlenkkante 8 vorgesehene Achse 17 verschwenkbar. Diese Verschwenkbarkeit der Führungsschiene
13 kann andererseits auch für das sichere Zusammenwirken des Transferschlittens 12
und seines Polsters 11 mit der Umlenkkante 8 zum Zeitpunkt der Übernahme des Folienrestes
15 an der Verzweigung der Transportrichtung 4 der Folienzuschnitte 3 genutzt werden.
[0015] Die Resterolle 16 ist mit ihrer Drehachse 18 an einem Einzellenker 19 einer Lenkeranordnung
gelagert, die noch einen zweiten Einzellenker 20 für die drehbare Lagerung einer an
der Hüllfläche der Resterolle 16 anliegenden Antriebsrolle 21 aufweist. Die mit den
beiden Einzellenkern 19, 20 ausgebildete Lenkeranordnung ist über eine Drehachse 22
des Einzellenkers 20 an dem Ständer 1 derart gelagert, daß sich die Drehachse 18 der
Resterolle 16 mittels eines Gleitsteines 23 längs einer zu der Führungsschiene 13
der Transfereinrichtung 10 winkelmäßig ausgerichteten Schlitzführung 24 verschieben
läßt. Diese Verschiebemöglichkeit der Drehachse 18 ergibt die Beibehaltung einer konstanten
Antriebsübersetzung für die Antriebsrolle 21 in Bezug auf die Transportgeschwindigkeit
der Folienzuschnitte 3 unter Berücksichtigung eines wachsenden Durchmessers der Resterolle
16 während der Füllung mit den Folienresten. Der Führungsschlitz 24 ist im übrigen
mit einem offenen Ende ausgebildet, damit die Resterolle 16 nach dem Erreichen eines
vorbestimmten Füllungsgrades und damit auch eines vorbestimmten maximalen Durchmessers
entfernt und durch eine leere neue Resterolle ersetzt werden kann.
[0016] Die verschiedenen, in der Zeichnung nicht näher dargestellten Antriebe für eine mit
der Zuführung der Folienschnitte 3 synchronisierte Betätigung der Schneideinrichtung
5, für die Drehung der Einzugswalzen 6, 7, für die hin- und hergehende Bewegung des
Transferschlittens 12, für die gegebenenfalls vorgesehene Schwenkbewegung der Führungsschiene
13 und für die Antriebsrolle 21 zur Drehung der Resterolle 16 können in Verbindung
mit einer geeigneten Steuerung jede beliebige Ausbildung erhalten. Weiterhin kann
die Vorrichtung noch ergänzt werden mit einer geeigneten Sammeleinrichtung für die
Trägerpapiere der Folienzuschnitte 3, die hinter der mit der Umlenkkante 8 ausgebildeten
Verzweigung mit der darauf jeweils verbleibenden Werbeschrift oder Werbegrafik in
der vorgegebenen Transportrichtung 4 entfernt werden. Die Sammeleinrichtung kann dabei
letztlich noch mit einer Appliziervorrichtung kombiniert sein, mit der die Werbeschriften
oder Werbegrafiken von den Trägerpapieren auf einzelne Transferfolien übernommen werden,
die als Hilfsmittel für das selbstklebende Anbringen der Werbeschriften oder Werbegrafiken
an einer Werbefläche eingesetzt werden.
1. Verfahren zum Entstrippen von laminierten Folienzuschnitten (3), die in einer über
eine rückseitige Haftkleberschicht mit einem Trägerpapier verklebten Deckfolie mit
Einschnitten versehen sind, welche eine zum selbstklebenden Anbringen an einer Werbefläche
konzipierte Werbeschrift oder Werbegrafik ausbilden, die auf dem Trägerpapier verbleibt,
wenn ein Folienrest (15) der Deckfolie von dem Trägerpapier der Folienzuschnitte (3)
abgezogen wird, mit
- einer Transporteinrichtung (2), welche die Folienzuschnitte (3) in einer vorgegebenen
Transportrichtung (4) transportiert;
- einer in der vorgegebenen Transportrichtung (4) angeordneten Schneideinrichtung
(5), mit welcher die vorlaufende Kante (3') der Folienzuschnitte (3) derart schräg
unter einem stumpfen Winkel zugeschnitten wird, daß die Oberseite der Deckfolie über
die Unterseite des Trägerpapiers jedes Folienzuschnitts (3) der vorgegebenen Transportrichtung
(4) nach vorne vorsteht;
- einer in der vorgegebenen Transportrichtung (4) der Folienzuschnitte (3) hinter
der Schneideinrichtung (5) mit einer Umlenkkante (8) ausgebildeten Verzweigung, an
welcher bei jedem Folienzuschnitt der Folienrest (15) der Deckfolie von dem Trägerpapier
für einen Weitertransport in einer von der vorgegebenen Transporteinrichtung (4) abgezweigten
Transferrichtung (14) und eine Übergabe der Folienreste 15 an eine Resterolle (16)
abgezogen wird, während das Trägerpapier jedes Folienzuschnitts (3) mit der an der
Verzweigung an seiner Oberseite verbleibenden Werbeschrift oder Werbegrafik in der
vorgegebenen Transportrichtung (4) entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem die Deckfolie jedes Folienzuschnittes (3) vor
dem Abziehen des Folienrestes (15) erwärmt wird, um durch eine Schrumpfung der Deckfolie
eine Vergrößerung der Schnittbreite der die jeweilige Werbeschrift oder Werbegrafik
ausbildenden Einschnitte für eine im Bereich der Umlenkkante (8) verbesserte Abtrennung
des Folienrestes von den Konturen der Werbschrift oder Werbegrafik beim Abziehen des
Folienrestes zu erzielen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem der Folienrest (15) von dem Trägerpapier
jedes Folienzuschnitts (3) im Zusammenwirken mit einer Transfereinrichtung (10) abgezogen
wird, welche an der Umlenkkante (8) den vorlaufenden Randbereich der Deckfolie für
die anschließende Übergabe an die Resterolle (16) erfaßt, mit welcher der Abzug des
Folienrestes (15) von dem Trägerpapier fortgesetzt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei welchem jeder Folienzuschnitt (3) an der Umlenkkante
(8) mit einem gummielastischen Polster (11) der Transfereinrichtung (10) derart an
der rückseitigen Haftkleberschicht des vorlaufenden Randbereichs der Deckfolie in
Berührung gebracht wird, daß durch eine zu der Umlenkkante (8) relative Bewegung der
Transfereinrichtung (10) der Folienrest (15) von dem Trägerpapier abgezogen wird,
bevor der Abzug des Folienrestes durch die Resterolle (16) fortgesetzt wird.
5. Vorrichtung zum Entstrippen von laminierten Folienzuschnitten (3),die in einer über
eine rückseitige Haftkleberschicht mit einem Trägerpapier verklebten Deckfolie mit
Einschnitten versehen sind, welche eine zum selbstklebenden Anbringen an einer Werbefläche
konzipierte Werbeschrift oder Werbegrafik ausbilden, die auf dem Trägerpapier verbleibt,
wenn ein Folienrest (15) der Deckfolie von dem Trägerpapier der Folienzuschnitte (3)
abgezogen wird, mit
- einer Transporteinrichtung, die einen Transporttisch (2) für eine Auflage der Folienzuschnitte
(3) und deren Transport in einer vorgegebenen Transportrichtung (4) aufweist;
- einer in der Transportrichtung (4) der Folienzuschnitte (3) angeordneten Schneideinrichtung
(5), mit welcher die vorlaufende Kante (3') der Folienzuschnitte (3) derart schräg
unter einem stumpfen Winkel zugeschnitten wird, daß die Oberseite der Deckfolie über
die Unterseite des Trägerpapiers jedes Folienzuschnittes (3) in der vorgegebenen Transportrichtung
(4) nach vorne vorsteht;
- einer in der vorgegebenen Transportrichtung (4) hinter der Schneideinrichtung (5)
angeordneten Umlenkkante (8), an welcher von jedem Folienzuschnitt (3) der Folienrest
(15) der Deckfolie durch eine Umlenkung in eine von der vorgegebenen Transportrichtung
abgezweigte Transferrichtung (15) von dem Trägerpapier abgezogen wird, während die
mit den Einschnitten der Deckfolie ausgebildete Werbeschrift oder Werbegrafik auf
der Oberseite des Trägerpapiers verbleibt;
- einer Transfereinrichtung (10), die an der Umlenkkante (8) den vorlaufenden Randbereich
der Deckfolie jedes Folienzuschnittes (3) erfaßt und den Folienrest (15) in der abgezweigten
Transferrichtung (14) im Zusammenwirken mit der Umlenkkante (8) von dem Trägerpapier
abzieht, während das Trägerpapier mit der an seiner Oberseite verbleibenden Werbeschrift
oder Werbegrafik in der vorgegebenen Transportrichtung (4) entfernt wird;
- einer Resterolle (16), welche den von jedem Folienzuschnitt (3) abgezogenen Folienrest
(15) von der Transfereinrichtung (10) übernimmt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, bei welcher die Transfereinrichtung (10) mit einem gummielastischen
Polster (11) versehen ist, an welchem der vorlaufende Randbereich der Deckfolie jedes
Folienzuschnittes (3) über die rückseitige Haftkleberschicht bis zu der Übergabe des
Folienrestes (15) an die Resterolle (16) momentan festgeklebt wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, bei welcher die Transfereinrichtung (10) mit einem
längs einer Führungsschiene (13) beweglichen Transferschlitten (12) ausgebildet ist,
welcher das gummielastische Polster (11) aufweist und für die Übergabe der Folienreste
(15) an die Resterolle (16) um eine zu einer Drehachse (18) der Resterolle (16) parallele
Achse (17) verschwenkbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei welcher die Resterolle (16) und
eine mit ihrer Hüllfläche in Berührung gehaltene Antriebsrolle (21) an zwei Einzellenkern
(19, 20) einer Lenkeranordnung gelagert sind, die in einer zu der abgezweigten Transferrichtung
(14) winkelmäßig ausgerichteten Schlitzführung (24) für die Drehachse (18) der Resterolle
(16) geführt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, bei welcher in der Nähe der Umlenkkante
(8) eine Bürste (8') angeordnet ist, mit welcher auf die an der Oberseite des Trägerpapiers
jedes Folienzuschnittes (3) verbleibende Werbeschrift oder Werbegrafik während des
Abziehens des Folienrestes (15) eingewirkt wird.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, bei welcher in der Nähe der Schneideinrichtung
(5) ein Wärmekanal (5') angeordnet ist, um eine Schrumpfung der Deckfolie jedes Folienzuschnittes
(3) für eine Vergrößerung der Schnittbreite der die Werbeschrift oder Werbegrafik
ausbildenden Einschnitte der Deckfolie zu erzielen.