[0001] Die Erfindung betrifft einen Staubfilterbeutel für einen Staubsauger mit einer Halteplatte,
welche eine dichtungsverschlossene Öffnung für einen Rohrstutzen des Ansaugteils eines
Staubsaugers aufweist, wobei die Öffnung von außen mit einer gesonderten Verschlußlasche,
die einen Einsteckbereich aufweist, verschließbar ist.
[0002] Derartige Staubfilterbeutel sind bereits in verschiedener Ausgestaltung bekanntgeworden.
Es wird hierzu hingewiesen auf das deutsche Gebrauchtsmuster 78 32 780 sowie auf das
deutsche Gebrauchsmuster 90 01 528.
[0003] Gewöhnlich besitzen derartige Staubfilterbeutel eine versteifte obere Halteplatte,
beispielsweise aus einem dickeren Pappmaterial, während der Staubfilterbeutel selbst
gewöhnlich aus einem tuchartigen Zellstoffmaterial besteht. Mittels der Halteplatte
ist der Staubfilterbeutel in das Gerät einsetzbar und an den erwähnten Rohrstutzen
anschließbar. Die Öffnung des Staubfilterbeutels ist gewöhnlich mit einer Dichtung
verschlossen, die aus einem von unten an der Öffnung anliegenden kreisförmigen Gummiteil
besteht. Dieses liegt mit einer gewissen Vorspannung von innen an der Öffnung an.
Bei in den Staubsauger eingesetztem Staubfilterbeutel ist diese Dichtung durch den
Rohrstutzen zwangsweise geöffnet. Bei Abnahme des Staubfilterbeutels soll sich die
Dichtung wieder von innen an die Öffnung anlegen. Tatsächlich tritt dies aber insbesondere
bei gefülltem Staubfilterbeutel nicht mit der gewünschten Zuverlässigkeit ein. Wenn
ein prallgefüllter Staubfilterbeutel aus dem Staubsauger entnommen wird, kann durch
die Manipulation sehr schnell Staub aus dem Inneren des Staubfilterbeutels durch die
Öffnung wieder austreten, in Form von Staubwolken, was als sehr unangenehm empfunden
wird. Um hier Abhilfe zu schaffen, ist bereits in dem eingangs genannten Stand der
Technik vorgeschlagen worden, eine gesonderte Verschlußlasche vorzusehen, mit der
bei Entnahme des Staubfilterbeutels von außen die Öffnung verschlossen werden kann.
Die bekannte Verschlußlasche ist jedoch noch nicht in jeder Hinsicht zufriedenstellend.
Einerseits wird sie mitunter als störend bei der Handhabe eines neuen Staubfilterbeutels
empfunden, insbesondere bei dessen Einsetzen, andererseits wird die Verschlußwirkung
dieser Verschlußlasche auch noch nicht in jedem Fall als ausreichend angesehen.
[0004] Ausgehend von dem eingangs erwähnten Stand der Technik stellt sich der Erfindung
die Aufgabe, einen Staubfilterbeutel so auszugestalten und weiterzubilden, daß eine
gebrauchsgünstigere Handhabung insbesondere der Verschlußlasche gegeben ist.
[0005] Diese Aufgabe ist bei der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung gelöst. Hierbei ist
zunächst darauf abgestellt, daß die Verschlußlasche mit der Halteplatte in ihrer Öffnungsstellung
lösbar verbunden ist. Erfindungsgemäß ist also vorgesehen, daß die Verschlußlasche
nicht freibeweglich an der Halteplatte angebunden ist und etwa beim Handhaben, bei
der Einsetzung des Staubfilterbeutels in den Staubsauger, stören kann. Vielmehr ist
die Verschlußlasche für eine Handhabung fest mit der Halteplatte verbunden. Bevorzugt
ist hierbei vorgesehen, daß die Verschlußlasche mit der Halteplatte klebverbunden
ist. Beispielsweise über eine punktförmige bzw. kreisförmige Klebestelle. Diese Klebestelle
ist nur in einer solchen Größe ausgebildet, daß die Verschlußlasche bei Bedarf willentlich
leicht von der Halteplatte abgelöst werden kann, und zwar so, daß eine Zerstörung
der Verschlußlasche hierbei praktisch in nicht erheblichem Ausmaße nur auftritt. In
weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Verschlußlasche in ihrem Einsteckbereich
grundsätzlich kreisförmig ausgebildet ist. Dies wird auch dadurch erreicht, daß der
Einsteckbereich über eine streifenförmige Verbindungslasche an dem Verschlußdeckel
angebunden ist. Diese streifenförmige Verbindungslasche kann hierbei mit einer vergleichsweise
geringen Breite ausgebildet sein, so daß der Einsteckbereich in einem größeren Ausmaß
kreisförmig in Erscheinung tritt. Hierbei ist von Bedeutung, daß der Einsteckbereich
mit Entfernung zur Öffnung, bspw. 2,3 cm, erst an der Halteplatte angebunden ist.
Die Manipulierbarkeit des Einsteckbereiches ist hierdurch gefördert. Darüber hinaus
ist bevorzugt vorgesehen, daß der Einsteckbereich des weiteren über eine streifenförmige
Anheftlasche mit der Halteplatte lösbar verbunden ist. Die lösbare Verbindung ist
in einer der oben bereits beschriebenen Weise im einzelnen verwirklicht. Bei einer
solchen Ausgestaltung ist die Einstecklasche über zwei weitere Laschen, die Verbindungslasche
und die Anheftlasche mit dem Verschlußdeckel verbunden, wobei die Anheftlasche jedoch
lösbar mit der Halteplatte verbunden ist. Weiter ist bevorzugt, daß die Verbindungslasche
und die Anheftlasche in axialer Verlängerung zueinander mit dem Einsteckbereich verbunden
sind. Auch wird vorgeschlagen, daß der Einsteckbereich eine Mehrzahl von Einstecklaschen
aufweist. Diese Einstecklaschen dienen zum Untergreifen eines Randes der Öffnung,
um die Verschlußlasche formschlüssig mit der Halteplatte zu verbinden und so die Öffnung
haltbar zu verschließen. Eine Einstecklasche kann bevorzugt kreisstreifenförmig ausgebildet
sein. Dies kann dadurch geschaffen werden, daß der Einsteckbereich in seiner kreisförmigen
Ausgestaltung zunächst mit einer notwendigen Überdeckung die Öffnung abdeckt und sodann
radial nach innen Trennungsschlitze, vom äußeren Rande ausgehend, ausgebildet sind,
durch welche die Einstecklaschen geformt sind. Die Trennungsschlitze haben hierbei
bevorzugt eine Tiefe, die etwa der Überdeckung zur Öffnung entspricht. Weiter bevorzugt
sind insgesamt vier Einstecklaschen ausgebildet. Die Trennungsschlitze sondern sowohl
die Einstecklaschen voneinander wie auch zu der Verbindungslasche bzw. der Anheftlasche.
Die Verschlußlasche kann wie die Halteplatte auch aus einem verstärkten Papier-Werkstoff,
beispielsweise Pappe, bestehen.
[0006] Des weiteren ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, die jedoch lediglich
ein Ausführungsbeispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Staubsaugerbeutels;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Staubsaugerbeutel mit geöffneter Verschlußlasche;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch die Darstellung gemäß Figur 2 entlang der Linie III-III;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf den Staubsaugerbeutel bei geschlossener Verschlußlasche;
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch die Darstellung gemäß Figur 4 entlang der Linie V-V.
[0007] Dargestellt und beschrieben ist, zunächst mit Bezug zu Figur 1, ein Staubsaugerbeutel
1 mit einer oberen Halteplatte 2. Die obere Halteplatte 2 besitzt eine Öffnung 3,
die mit einem nach einem ersten Gebrauch von innen anliegenden Dichtungsverschluß
4 verschlossen ist. Der Dichtungsverschluß 4 wird beim Einsetzen des Staubsaugerbeutels
in einen Staubsauger durch einen Rohrstutzen des Staubsaugers nach innen in den Staubsaugerbeutel
1 gedrückt.
[0008] Darüber hinaus ist eine Verschlußlasche 5 ausgebildet, mit welcher die Öffnung 3
nach Gebrauch des Staubsaugerbeutels 1, insbesondere bei prallgefülltem Staubsaugerbeutel
1, von außen verschlossen werden kann.
[0009] Die Verschlußlasche 5 besteht aus einem im wesentlichen kreisförmigen Einsteckbereich
6 und einer Anheftlasche 7 sowie einer Verbindungslasche 8. Die Anheftlasche 7 ist
mit der Halteplatte 2 über eine kreisförmige Klebestelle 9 lösbar verbunden. Die Klebestelle
9 ist an der Anheftlasche 7 ausgebildet bzw. an einem der Anheftlasche 7 zugeordneten
Ort der Halteplatte 2. Bevorzugt ist die Klebestelle 9 derart angeordnet, daß noch
ein nach außen überstehender Bereich 10 der Anheftlasche 7 verbleibt, mit welcher
die Anheftlasche 7 und damit die gesamte Verschlußlasche 5 bei Bedarf von der Halteplatte
2 gelöst werden kann.
[0010] Die Lage des Klebepunktes 9 ist insbesondere auch aus Figur 2 ersichtlich.
[0011] Aus Figur 3 ist ersichtlich, daß der eigentliche Beutel 11 über eine -in Figur 3
übertrieben dargestellte- Klebestelle 12 mit der Halteplatte 2 und die Halteplatte
2 sodann über eine Klebestelle 13 -die gleichfalls übertrieben dargestellt ist- mit
der Verschlußlasche 5 verbunden ist. Es versteht sich, daß die Klebestellen 12 und
13 jeweils umlaufend so ausgebildet sind, daß eine vollständige Dichtigkeit gegeben
ist.
[0012] In den Figuren 4 und 5 ist die Verschlußlasche 5 in eingestecktem Zustand in die
Öffnung 3 dargestellt. Es ist ersichtlich, daß vier Einstecklaschen 14, die an den
Einsteckbereich 6 ausgebildet sind, jeweils die Öffnung 3 über eine Tiefe t untergreifen.
Hierzu sind die Einstecklaschen 14 kreisstreifenförmig ausgebildet und über Trennungsschlitze
15 sowohl voneinander wie auch zu der Verbindungslasche 8 bzw. der Anheftlasche 7
gesondert. Die Trennungsschlitze 15 sind spitzwinklig, radial nach innen weisend,
ausgebildet.
[0013] Aus der Darstellung in Figur 5 ist das Untergreifen der Öffnung 3 ersichtlich. Handhabungsgünstig
ist es, daß vier verschiedene Einstecklaschen ausgebildet sind. Selbst bei einer unvollständigen
Handhabung, bei der nur ein oder zwei Einstecklaschen die Öffnung 3 untergreifen,
ist bereits eine sichere Überdeckung der Öffnung 3 durch die Verschlußlasche 5 gegeben.
Durch die kreisförmige Ausbildung des Einsteckbereiches 6 jedoch und die vier Einstecklaschen
14 sowie die vergleichsweise schmalen, an den Einsteckbereich 6 angebundenen Laschen
7 bzw. 8 ist ein sehr vollständiger Verschluß bei Untergreifen aller vier Einstecklaschen
14 gegeben.
[0014] Aus Figur 4 ist auch ersichtlich, daß die Verbindungslasche 8 bei a mit Entfernung,
beim Ausführungsbeispiel etwa 1,5 cm, zur Öffnung 3 an der Halteplatte 2 angebunden
ist. Die Halteplatte 2 setzt sich hierbei aus dem eigentlichen, mit dem Bezugszeichen
versehenen Plattenkörper und der Verschlußlasche 5 zusammen, welch letztere jedenfalls
im Bereich der Öffnung 3 den eigentlichen Plattenkörper auch verstärkt.
[0015] Die in der vorstehenden Beschreibung, der Zeichnung und den Ansprüchen offenbarten
Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung von Bedeutung sein. Alle offenbarten Merkmale sind
erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt
der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich
mit einbezogen.
1. Staubfilterbeutel (1) für einen Staubsauger mit einer Halteplatte (2), welche eine
dichtungsverschlossene Öffnung (3) für ein Ansaugrohr eines Staubsaugers aufweist,
wobei die Öffnung (3) von außen mit einer gesonderten Verschlußlasche (5), die einen
Einsteckbereich (6) aufweist, verschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußlasche
(5) mit der Halteplatte (2) in ihrer Öffnungsstellung lösbar verbunden ist.
2. Staubfilterbeutel nach Anspruch 1 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verschlußlasche (5) an der Halteplatte (2) angeklebt ist.
3. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußlasche (5) in ihrem Einsteckbereich
(6) kreisförmig ausgebildet ist.
4. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der kreisförmige Einsteckbereich (6) über eine
streifenförmige Verbindungslasche (8) an der Halteplatte (2) angebunden ist.
5. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteckbereich (6) über eine streifenförmige
Anheftlasche (7) mit der Halteplatte (2) lösbar verbunden ist.
6. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungslasche (8) und die Anheftlasche
(7) in axialer Verlängerung zueinander mit dem Einsteckbereich (6) verbunden sind.
7. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteckbereich (6) eine Mehrzahl von Einstecklaschen
(14) aufweist.
8. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einstecklasche (14) kreisstreifenförmig ausgebildet
ist.
9. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß vier Einstecklaschen (14) ausgebildet sind.
10. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstecklaschen (14) durch etwa der Tiefe
ihrer Überdeckung zu der Öffnung (3) entsprechende Trennungsschlitze (15) voneinander
und zu der Verbindungslasche (8)/der Anheftlasche (7) gesondert sind.
11. Staubfilterbeutel nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche oder insbesondere
danach, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteckbereich (6) mit Entfernung zur Öffnung
(4) an der Halteplatte (2) über die Verbindungslasche (8) angebunden ist.