Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Eintreibgerät nach der Gattung des Anspruchs 1.
Solche Geräte sind bei mangelnder Maßhaltigkeit oder Verschleiß des Schußkanals sehr
anfällig für Betriebsstörungen. Es kommt dann nämlich leicht zum Verklemmen von Heftmitteln.
Die Geräte erfordern daher eine hohe Maßgenauigkeit und Fertigungspräzision und ermöglichen
in ein und demselben Schußkanal meist nur die Verwendung einer bestimmten Heftmittelart.
Aus der DE-PS 35 00 279 ist ein gattungsgemäßes Einschlaggerät bekannt, mit dem sich
zwei in ihrer Rückenbreite geringfügig unterscheidende U-förmige Heftmittelsorten
verarbeiten lassen. Für schmale und lange Klammern aus stärkerem Draht oder für Nägel
ist das Magazin nicht verwendbar. Außerdem hat das Gerät eine für eine Anwendung an
unzugänglichen Stellen zu kurze Mündung.
Vorteile der Erfindung
[0002] Das erfindungsgemäße Eintreibgerät mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1 hat demgegenüber den Vorteil, daß es bedienungsfreundlich und universell einsetzbar
ist und gleichzeitig hohe Funktionssicherheit gewährleistet. Insbesondere ist auch
ein Nachschlagen nicht vollständig eingetriebener Heftmittel ohne weiteres möglich.
Außerdem ist die präzise Herstellung insbesondere des Heftmittelmagazins einfach und
montagefreundlich. Das Gerät ermöglicht eine einfache Befüllung des Magazins mit Heftklammern
sehr unterschiedlicher Breite sowie mit Nägeln. Breite Klammern eignen sich besser
Zur Befestigung von Folien, Polstern, Stoffen usw. und für Möbel. Lange, schmale Klammern
mit dickerem Draht werden für Paneelen, Decken, Profilholz und Verpackungsholz bevorzugt.
[0003] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen Einschlaggerätes möglich. Besonders
vorteilhaft ist es, die Führungsschiene als nach unten zum Schieber hin offenes Blechprofil
auszubilden. Dies ermöglicht ein einfaches Einführen der Abstreiferplatte. Die Ausbildung
der Abstreiferplatte gemäß Anspruch 3 und 4 ermöglicht selbst bei langen Mündungen
eine winkelgerechte Aufnahme der Abstreiferplatte in dem Unterschieber ohne Ausrichten
oder Nacharbeiten der den Schußkanal begrenzenden Fläche. Die insgesamt mäanderförmig
gebogene Führungsschiene nach Anspruch 5 übernimmt gleichzeitig die seitliche Führung
des Schiebers im Mantel. Die Ausbildung des Magazins als sogenanntes Unterladermagazin
gemäß Anspruch 6 macht nach dem Öffnen den Magazininhalt sichtbar ohne daß verlierbare
Teile entnommen werden müssen. Auch die Beseitigung von Störungen im Magazin oder
im Schußkanal wird dadurch sehr erleichtert. Das Schließen erfolgt durch einfaches
Zuschieben ohne Einfädeln. Ein einstückig gebogener Heftmittelschieber gemäß Anspruch
7 erleichert die Fertigung und Montage. Eine einseitig angeordnete von außen verschiebliche
Leiste gemäß Anspruch 8 dient als Einlegehilfe für schmale Klammern und als seitliche
Führung für Nägel und Stifte. Die Anordnung einer Zugfeder führt im Gegensatz zu einer
einfachen Feder zu einer vom Füllstand des Magazins weitgehend unabhängig gleichbleibenden
Andruckkraft auf die Heftmittel. Eine entsprechend den Abmessungen der Heftmittel
profilierte Stirnplatte bzw. Abstreifplatte verhindert durch ihre Gestaltung Störungen
durch schräg liegende oder verklemmte Heftmittel im Schußkanal; dies gilt insbesondere
für schmale Klammern. Die lösbar ausgebildete Stirnplatte hat den weiteren Vorteil,
daß das Magazin fertigungs- und montagefreundlich sowie servicefreundlich ist.
[0004] Alle, auch die in den abhängigen Ansprüchen angegebenen Merkmale führen einzeln oder
in beliebiger Kombination miteinander zu einer Fertigungsvereinfachung beziehungsweise
einer Bedienungserleichterung.
Zeichnung
[0005] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Figur 1 zeigt eine teilweise geschnittene
Gesamtansicht eines Eintreibgerätes und Figur 2 einen Längsschnitt durch ein Magazin,
Figur 3 zeigt einen Querschnitt durch das Magazin gemäß Linie III in Figur 2, Figur
4 als Einzelheit eine Abstreifplatte, Figur 5 einen Querschnitt gemäß Linie V in Figur
2 und Figur 6 einen Längsschnitt durch den Schußkanal. Figur 7 zeigt eine Ansicht
einer Stirnplatte.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0006] Ein Eintreibgerät hat in einem Gehäuse 1 ein insbesondere motorisch durch eine stromdurchflossene
Spule angetriebenes Stoßmesser 2, das in einem Schußkanal 3 geführt ist. Der Schußkanal
3 erstreckt sich in ein Magazin 4 hinein und endet in einer landgestreckten Mündung
5. Das Magazin 4 ist vorn in der Nähe des Schußkanals 3 in einem Langloch 7, das von
einem gehäusefesten Zapfen 8 durchgriffen wird, vertikal begrenzt verschieblich gelagert.
Am hinteren, dem Schußkanal 3 abgewandten Ende ist das Magazin 4 um eine horizontale
Achse 9 drehbar mit dem Gehäuse 1 verbunden.
[0007] Das Magazin 4 besteht im wesentlichen aus einem U-förmigen, nach unten offenen Mantel
11 und einem darin eingreifenden Schieber 12, der später anhand der Figur 3 näher
beschrieben wird. Der Mantel 11 weist in einer seiner Flanken 13 einen Längsschlitz
14 auf, der von einer Handhabe 15 durchgriffen wird. Die Handhabe 15 ist mit einer
innerhalb des Mantels 11 verschieblichen Leiste 16 verbunden. Die Leiste 16 engt den
Innenraum des Magazins 4 in einem Teilbereich ein und kann als Blechteil oder als
Kunststoff-Stahl-Verbundteil ausgeführt werden. Das oben liegende die Flanken 13 verbindende
Mittelteil 17 des Mantels 11 weist einen schmalen Schlitz 18 auf. Im hinteren Bereich
weist das Magazin 4 nicht näher gezeigte rastende Verschlußteile 19 zur Fixierung
des Schiebers 12 auf. Vorne wird das Magazin 4 von einer an den Flanken des Mantels
11 angebrachten U-förmigen, den Schußkanal 3 umgreifenden Mantelstirn 21 begrenzt.
Die Mantelstirn 21 bildet einen in Richtung des Schußkanals 3 verlaufenden Köcher
zum Einsetzen einer Stirnplatte 22, in der die zu verarbeitenden Heftmittel 23 geführt
sind. Dies wird später anhand der Figur 5 noch näher beschrieben.
[0008] Gehalten wird die Stirnplatte von einem Federbügel 24. Zu diesem Zweck ist am Federbügel
24 ein Haltestift 25 befestigt oder sind am Federbügel 24 Sicken oder Lappen angeformt,
die in eine Ausnehmung 26 an der Stirnplatte 22 eingreifen (vgl. Fig. 2). Der Federbügel
24 ist an der Mantelstirn 21 eingehängt.
[0009] Von der Mantelstirn 21 sind unterhalb der Flanken 13 Stützlappen 28 weggebogen, die
den Schieber 12 umgreifen und in seiner vertikalen Lage fixieren (vergleiche Figur
1). Der Schieber 12 selbst weist gemäß Figur 3 eine Grundplatte 30 auf, auf der mittig
eine einstückige Führungsschiene 31 zum Führen der Heftmittel 23 befestigt, zum Beispiel
aufgeschweißt ist. Die als gebogenes Blechprofil ausgebildete Führungsschiene 31 ist
vorzugsweise etwa 4 Millimeter breit, so daß Heftklammern 32 der Rückenbreite 4 Millimeter
darauf geführt werden können. Im oberen Bereich hat die Führungsschiene eine Einbuchtung
33, in der die Köpfe von zu verarbeitenden Nägeln 34 Platz finden. Die Führungsschiene
31 ist mit ihrem umgebogenen Füßen 35 an der Grundplatte 30 befestigt. Von den abgebogenen
Füßen 35 weg nach oben erstreckt sich jeweils ein Führungslappen 36. Die Führungslappen
36 führen den Mantel 11 an seinen Flanken 13 seitlich. In die innen hohle Führungsschiene
31 greift von unten durch einen Schlitz 37 in der Grundplatte 30 eine Abstreifplatte
39 ein. Die Abstreifplatte 39 beinhaltet alle Haftmittelabscherkanten, Auslaufschrägen
und Leitflächen. Durch Anwendung der Metal Injektion Molding-Technik entfallen kostspielige
Bearbeitungen.
[0010] Die in Figur 4 näher gezeigte Absteifplatte 39 besteht aus einem Winkelstück 40,
das mit seinem einen Schenkel 41 die Mündung 5 des Schußkanals 3 begrenzt. Mit seinem
zweiten, um 90° abgewinkelten Schenkel 42 liegt das Winkelstück 40 an der Grundplatte
30 des Schiebers 12 an. Von dem Schenkel 42 erstreckt sich mittig und rechtwinklig
eine sich in Magazinlängsrichtung erstreckende Zunge 43 weg, die in die offene Führungsschiene
31 hineinragt und diese ausfüllt. Die Abstreifplatte 39 wird sowohl mit der Grundplatte
als auch mit der Führungsschiene 31 fest verbunden, zum Beispiel durch Schweißen.
Dies stellt wegen der großen Abstützflächen eine winkelgerechte Montage der Abstreifplatte
39 gegenüber dem Schieber 12 sicher, wobei eine Nacharbeit des den Schußkanal 3 begrenzenden
Schenkels 41 entfallen kann. Wegen der soliden Verbindung von Abstreifplatte 39 und
Schieber 12 ist lange Maganzinmündung 5 möglich.
[0011] Die Abstreifplatte 39 bildet zusammen mit der Stirnplatte 22 einen gehärteten Schußkanal
3. Die Magazinteile Schieber 12 und Mantel 21, 11 können ungehärtet bleiben. Dadurch
werden große Verzugsprobleme beim Härten der langen Blechteile vermieden.
[0012] Bei ungehärterter Mantelstirn 21 dient der Federbügel 24 als harte Rastkante für
die im Gehäuse 1 montierte Rastfeder.
[0013] In Figur 3 sind zur Veranschaulichung drei verschiedene Sorten von Heftmitteln 23
gezeigt. Es ist ersichtlich, daß außer den schmalen Heftklammern 32 und den Nägeln
34 auch breite Heftklammern 45 mit beispielsweise 10 mm Rückenbreite in dem Magazin
4 geführt werden können. Die Schenkel der Heftklammern 45 liegen direkt an den Flanken
13 des Mantels 11 an. Die den Raum zwischen dem Mantel 11 und der Führungsschiene
31 einengende Leiste 16 wird als Einlegehälfte für schmale Klammern und zum Halten
der Nägel 34 benötigt. Sie bleibt daher bei der Verarbeitung von breiten Heftklammern
in der hinteren in Figur 2 gezeigten Stellung.
[0014] Auf der Führungsschiene 31 ist ein einstückiger Heftmittelschieber 46 geführt. Dieser
besteht aus einem Blechprofil mit einem Querschnitt von der Form der schmalen Heftklammer
32. An den Enden ist der Heftmittelschieber 46 ähnlich wie die Führungsschiene 31
seitwärts und anschließend wieder nach oben, Lappen 44 bildend, gebogen, um eine Anlagefläche
47 an den Schenkeln der breiten Heftklammern 45 zu bilden. Der Heftmittelschieber
46 hat einen Lappen 48 mit einem angeformten Haken 49, der durch den Schlitz 18 greift
und der von der Führungsschiene 31 weg nach oben steht. Bei leerem Magazin kommt der
Lappen 48 des Heftmittelschiebers 46 an der Vorderkante des im Magazinmantel 11 eingebrachten
Schlitzes 18 zur Anlage. Dadurch wird verhindert, daß der Heftmittelschieber 46 in
den Schußkanal hineinragt und dieser durch das Stoßmesser 2 bei einem Leerschlag beschädigt
wird. Der Lappen 48 ist am hinteren Ende des besonders lang ausgeführten Heftmittelschiebers
46 angebracht. Dadurch kommt der Schlitz 18 bei geöffnetem Magazin außerhalb des Befüllungsraums
zu liegen. Das heißt, es wird vermieden, daß Heftmittel (einzelne Klammern, Nägel
oder Stifte) in den Raum zwischen Magazinmantel 11 und Gehäuseboden fallen können.
Der Lappen 48 durchgreift den Schlitz 18 des Mantels 11 sowie einen Schlitz 50 an
einem mit dem Schieber 12 verbundenen Bügel 51. Der Bügel 51 ist mit dem Schieber
12 für Montage- beziehungsweise Demontagezwecke lösbar verbunden. Der Bügel 51 trägt
an seinem vorderen, dem Schußkanal 3 zugewandten Ende eine Umlenkrolle 52 und etwa
in seinem Mittelbereich einen Haken. Eine Zugfeder 53 ist in die beiden Haken an dem
Heftmittelschieber 46 und dem Bügel 51 eingehängt und um die Umlenkrolle 52 geschlungen.
Sie übt damit auf den Heftmittelschieber 46 einen Zug in Richtung auf den Schußkanal
3 aus; dadurch werden die Heftmittel 23 in den Schußkanal gedrängt. Beim Öffnen des
Magazins 4 nimmt Bügel 51 den Heftmittelschieber 46 mit, so daß die Einfüllöffnung
zum Einlegen von Heftmitteln frei zugänglich ist.
[0015] Der Schußkanal 3 wird in dem Bereich, in dem Heftmittel geführt werden nach vorne
von der profilierten Stirnplatte 22 (vgl. Figur 5) begrenzt. Die Stirnplatte 22 ist
so profiliert, daß der Schußkanal 3 in Magazinlängsrichtung gesehen im Mittelbereich
tiefer ausgebildet ist als in den Randbereichen. In den Randbereichen weist die Stirnplatte
22 ein erstes Paar von seitlichen Führungsflächen 55 auf, an denen die Schenkel der
breiten Heftklammern 45 in ihrer ganzen Schenkelbreite geführt sind. Die Schenkel
der schmaleren Heftklammern 32 sind breiter als die der Heftklammern 45 mit breitem
Rücken. Die Stirnplatte 22 hat ein zurückversetztes zweites Paar von Führungsflächen
56, die eine Führungsnut 54 begrenzen und zumindest einem Teil der Breite der Schenkel
der schmalen Klammern 32 zur Anlage dienen. Zum Führen der Nägel 34 ist ein drittes
Paar von Führungsflächen 57 vorgesehen, die ihrerseits den Teil der Köpfe der Nägel
34 führen, der die Breite der schmaleren Heftklammern überragen. In der Stirnplatte
22 sind also drei bzw. auf einer Seite zwei Stufen ausgebildet, da auf dieser Seite
die Führungsfläche 56 ohne Stufe in die Führungsfläche 57 übergeht. Auf diese Weise
sind alle zu verarbeitenden Heftmittel 23 in einer einzigen Stirnplatte 22 seitlich
geführt.
[0016] Um die seitlichen Führungsverhältnisse der schmalen Klammern 32 zu verbessern, ist
die von den beiden Führungsflächen 56 begrenzte Führungsnut 54 tiefer ausgeführt werden
als die Drahtdicke der Klammern 32 dies erfordern würde. Damit die Klammern 32 beim
Eintreibvorgang den Schußkanal 3 in dieser vorgeschobenen Lage verlassen, ist der
Schenkel 41 mit einer kleinen Leitrippe 58 versehen, deren Höhe genau der Tieferlegung
des Führungskanals entspricht. Die Leitrippe 58 ist so gestaltet, daß sie die Rücken
der breiten Klammern 45 möglichst wenig verformt und nicht beschädigt. Aus diesem
Grunde ist die Leitrippe 58 schmal und nur am Ende der Mündung 5 mit einer Verbreiterung
59 versehen. Im Bereich der Verbreiterung 59 sind auch die Führungsflächen 55 für
die breiten Klammern 45 verbreitert, sodaß die breiten Klammern auf den letzten Millimetern
des Eintreibvorgangs ohne Durchbiegung des Rückens geführt sind.
[0017] Für das Eintreibergebnis von schmalen Klammern 32 und Nägeln 34 und die Standzeit
der profilierten Stirnplatte 32 ist die Ausbildung der Kanten der Führungsflächen
56 und 57 entscheidend: sie sollen möglichst scharfkantig sein. Da dies mit herkömmlichen
Herstellverfahren nur sehr kostenintensiv realisiert werden kann, wurden Sinterteile
mit gutem Erfolg erprobt. Bei diesem Verfahren müssen die Führungsflächen 56, 57 nicht
parallel verlaufen, sie können vorteilhaft trichterförmig sein. Der Sinterwerkstoff
kann mit Öl getränkt werden, was zu einer weiteren Verschleißminderung beiträgt.
[0018] Die Befüllung des Eintreibgerätes mit Heftmitteln ist sehr einfach. Bei mit der Mündung
5 nach oben gehaltenem Gerät wird der Schieber 12 vom Schußkanal 3 weg in Magazinlängsrichtung
nach hinten gezogen. Der Heftmittelschieber 46 wird dabei an seinem Lappen 48 von
der Vorderflanke des im Bügel 51 eingebrachten Schlitzes 50 mit zurückgenommen. Dadurch
wird der volle Querschnitt des Mantels 11 zugänglich. Die breiten Heftklammern 45
werden einfach mit dem Rücken nach unten eingelegt und der Schieber 12 wieder geschlossen.
Zum Einlegen der schmalen Heftklammern 32 und der Nägel 34 wird die Leiste 16 in der
Handhabe 15 nach vorne in Richtung Schußkanal 3 geschoben und die Heftmittel daran
angelegt. Danach kann der Schieber 12 problemlos geschlossen werden. Die Führungsschiene
31 schiebt sich dabei in das Heftklammerpaket, sodaß die Klammern 32 auf ihr reiten.
Beim Einsetzen von Nägeln 34 werden diese im geschlossenen Magazin von der Leiste
16 und einer Seitenflanke und der Einbuchtung 33 der Führungsschiene 31 gehalten.
[0019] Beim Eintreiben einer breiten Klammer 45 wird deren Rücken im Bereich der Leitrippe
58 etwas in Richtung auf die Stirnplatte 22 durchgebogen. Dies beeinträchtigt jedoch
nicht die Funktionssicherheit des Gerätes. Es bringt aber für die schmalen Klammern
32 den Vorteil einer besseren Seitenführung über den größten Teil der Schußkanalsstrecke
mit sich. Nur auf den letzten Millimetern, also nur einem Bruchteil der Schenkellänge
sind die Führungsflächen 56 schmal ausgebildet. Die Strecke ist jedoch so kurz, daß
ein seitliches Ausbiegen der Klammerschenkel dort nicht möglich ist.
1. Eintreibgerät mit einem Magazin (4) zur Aufnahme von insbesondere U-förmigen Heftmitteln
(23) unterschiedlicher Breite, welches einen die in ihm aufgereihten Heftmittel umgebenden
Mantel (11) und einen in den Mantel einsetzbaren Schieber (12) mit einer daran befestigten
einstückigen Führungsschiene (31) zum Führen der Heftmittel (23) aufweist, sowie mit
einem Schußkanal (3), dessen Mündung (5) einerseits von einer am Mantel (11) befestigten
Stirnplatte (22) und andererseits von einer am Schieber (12) angeordneten Abstreifplatte
(39) begrenzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifplatte (39) von einem
Winkelstück (40) gebildet wird mit einem ersten, den Schußkanal begrenzenden Schenkel
(41) und einem zweiten zu diesem unter 90° abgewinkelten Schenkel (42), an dem der
Schieber (12) anliegt.
2. Eintreibgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (31)
sehr schmal ausgebildet ist, sodaß daran Heftklammern (32, 45) mit sehr unterschiedlich
breitem Rücken sowie Nägel (34) führbar sind.
3. Eintreibgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet daß die Führungsschiene
(31) aus einem nach unten zum Schieber (12) hin offenen Profil, insbesondere aus Blech,
gebildet ist.
4. Eintreibgerät nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abstreifplatte (39) eine Zunge (43) aufweist, die in die Führungsschiene (31) hineinragt.
5. Eintreibgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsschiene (31) zwei an dem Schieber (12) anliegende abgebogene Schenkel
(35) aufweist, von deren freien Kanten Führungslappen (36) für den Mantel (11) abstehen.
6. Eintreibgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Mantel (11) des Magazins (4) nach unten offen ist und der Schieber (12) zum Öffnen
des Magazins (4) gegenüber dem Mantel (11) verschiebbar ist.
7. Eintreibgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Führungsschiene (31) ein einstückiger mäanderförmig gebogener Heftmittelschieber
(46) geführt ist.
8. Eintreibgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
der Raum zwischen dem Mantel (11) und der Führungsschiene (31) zum Einlegen von Nägeln
(34) und schmalen Klammern in das Magazin (4) durch eine verschiebliche Leiste (16)
eingeengt werden kann.
9. Eintreibgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
eine an dem Heftmittelschieber (46) befestigte Zugfeder (53) auf diesen eine auf den
Schußkanal (3) gerichtete Kraft ausübt, die Zugfeder (53) andernends an einer mit
dem Schieber (12) verbundenen Bügel (51) befestigt ist und über eine ebenfalls an
dem Bügel (51) befestigte Umlenkrolle (52) geführt ist.
10. Eintreibgerät, dessen Schußkanal (3) von einer Stirnplatte (22) begrenzt wird, insbesondere
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnplatte
(22) oder die Abstreiferplatte (39) ein den Abmessungen der verschiedenen Heftmittel
(32, 34) angepaßtes Profil mit mehreren Führungsnuten (54) und mehreren Paaren von
seitlichen Führungsflächen (55, 56, 57) aufweist.
11. Eintreibgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnut 54 für
die schmalen Klammern (32) um einen Betrag tiefer ausgebildet ist als es der Schenkelbreite
der Klammer (32) entspricht und daß eine um denselben Betrag hervorstehende mittige
Leitrippe (58) an dem den Schußkanal (3) begrenzenden Schenkel (41) des Winkelstücks
(40) angeordnet ist.
12. Eintreibgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungsplatte (22) in einer Mantelstirn (21) des Magazins (4) vorzugsweise lösbar
gehalten ist, die mit dem Mantel (11) einen Köcher bildet.
13. Eintreibgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnplatte (22) eine
Ausnehmung (26) aufweist, in die ein federndes Halteelement (25) einführbar ist.