[0001] Die Erfindung betrifft einen Sessel für eine Sesselbahn, mit einer Gehängestange
und einer von dieser getragenen schwenkbaren Wetterschutzhaube, wobei oberhalb dieser
an der Gehängestange eine Betätigungseinrichtung bewegbar gelagert ist, die von einer
stationseigenen Steuereinrichtung bewegbar ist und deren Bewegung über eine Übertragungsvorrichtung
auf die Schwenkbewegung der Wetterschutzhaube übertragen wird, und mit einer Verriegelungsvorrichtung
zur Verriegelung der geschlossenen Wetterschutzhaube. Weiters betrifft die Erfindung
eine Gondel für eine Gondelbahn, mit einer Gehängestange und einer von dieser getragenen
Kabine mit automatisch betätigbarer Tür, wobei oberhalb dieser an der Gehängestange
eine Betätigungseinrichtung bewegbar gelagert ist, die von einer stationseigenen Steuereinrichtung
bewegbar ist und deren Bewegung über eine Übertragungsvorrichtung auf die Schließ-
und Öffnungsbewegung der Tür übertragen wird, und mit einer Verriegelungsvorrichtung
zur Verriegelung der geschlossenen Tür.
[0002] Bei Sesseln mit schwenkbaren Wetterschutzhauben ("Haubensesseln") ist es üblich,
zumindest die unbesetzten Sessel bei der Stationsausfahrt automatisch zu schließen.
Der dazu vorgesehene sesseleigene Betätigungsmechanismus kann beispielsweise einen
am Gehänge schwenkbar gelagerten Hebel aufweisen, der an seinem freien Ende eine Steuerrolle
trägt. Diese Steuerrolle läuft bei der Stationsausfahrt auf eine stationseigene Betätigungsvorrichtung,
im einfachsten Fall auf eine leicht schräg zur Fahrtrichtung angeordnete Schließschiene
auf, die den Betätigungshebel verschwenkt. Diese Schwenkbewegung des Betätigungshebels
kann dann über ein Gestänge, einen Bowdenzug oder eine sonstige Übertragungseinrichtung
auf eine Schließbewegung der Wetterschutzhaube übertragen werden. Es hat sich nun
gezeigt, daß es bei Windeinflüssen immer wieder vorkommt, daß die Wetterschutzhauben
durch die Windkraft selbständig geöffnet werden. Die geöffneten Hauben bieten nun
eine größere Windangriffsfläche, wodurch es zu einem unerwünscht starken Schwingen
bzw. Pendeln der Sessel kommen kann. Außerdem ist damit die Sitzfläche den Witterungseinflüssen
frei ausgesetzt und es kann daher über Nacht in unerwünschter Weise eine Beeinträchtigung
durch Schnee und Eis erfolgen.
[0003] Es ist bereits bekannt, die Wetterschutzhauben durch händisch einzusetzende Splinte
in der geschlossenen Stellung zu verriegeln. Dies erfordert jedoch einen höheren Bedienungsaufwand
und es muß vor dem Öffnen der Hauben sichergestellt sein, daß dieser Splint entfernt
worden ist, um Beschädigungen des Betätigungsmechanismus zu vermeiden.
[0004] Weiters ist es aus der europäischen Patentschrift 0 242 242 B1 bekannt, die Wetterschutzhauben
durch einen direkt an den Wetterschutzhauben angreifenden Riegelteil zu verschließen,
der bei der Stationsausfahrt über eine gesonderte Steuerschiene geschlossen und bei
der Stationseinfahrt über eine gesonderte Steuerschiene geöffnet wird. Eine Nachteil
dieses Vorschlags besteht in der Notwendigkeit von gesonderten Steuerschienen für
den Riegelteil, welche nicht nur einen konstruktiven Mehraufwand darstellen, sondern
durch ihre Anordnung im Bereich der Ein- und Austrittsstelle auch den ungehinderten
Ein- und Austritt von Fahrgästen beeinträchtigen. Ein weiterer Nachteil des bekannten
Vorschlags besteht darin, daß der Riegelteil notwendigerweise auch bei mit Fahrgästen
besetzten Sesseln verriegelt wird. Der Fahrgast hat somit nicht die Möglichkeit, die
Wetterschutzhaube zu öffnen. Dies kann vor allem bei Störungen des Betriebsauflaufs
wegen des doch relativ geringen Raumes unter der Wetterschutzhaube zu panikartigen
Situationen führen.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Sessel bzw. Gondel der eingangs genannten Gattung
zu schaffen, wobei nach der Schließung der Wetterschutzhaube des Sessels bzw. der
Tür der Gondel eine automatische Verriegelung möglich ist, ohne daß dazu zusätzliche
Steuerschienen für die Verriegelungsfunktion nötig wären. Die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung
soll weiters leicht nachträglich einzubauen sein, ohne Abänderung der Sesselhauben
oder Gondeltüren und ohne Änderung der stationseigenen Betätigungsvorrichtungen (Schließ-
und Öffnungsschienen für die Sesselhauben bzw. Gondeltüren).
[0006] Bei einem Sessel wird dies gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Verriegelungsvorrichtung
an der Betätigungseinrichtung oberhalb der Wetterschutzhaube angeordnet ist und daß
die Verriegelungsvorrichtung zur Verriegelung der Wetterschutzhaube in der geschlossenen
Position die Betätigungseinrichtung an der Gehängestange oder einem damit verbunden
Teil verriegelt.
[0007] Bei einer Gondel wird dies gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Verriegelungsvorrichtung
an der Betätigungseinrichtung oberhalb der Kabine angeordnet ist und daß die Verriegelungsvorrichtung
zur Verriegelung der Tür in der geschlossenen Position die Betätigungseinrichtung
an der Gehängestange oder einem damit verbunden Teil verriegelt.
[0008] Wenngleich sich die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung auch für Türen von
Gondeln eignet, so wird im folgenden hauptsächlich auf Sessel eingegangen, wobei für
Gondelbahnen im großen und ganzen für den Fachmann leicht erkennbare analoge Überlegungen
gelten. Im folgenden wird unter Gehänge ein Sessel einer Sesselbahn oder eine Gondel
einer Gondelbahn verstanden.
[0009] Im Gegensatz zu der aus der europäischen Patentschrift 0 242 242 B1 bekannten Vorrichtung
greift die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung nicht an der Sesselhaube, sondern
direkt an der sesseleigenen Betätigungseinrichtung an, welche oberhalb der Wetterschutzhaube
an der Gehängestange gelagert ist. Dies erlaubt es, die Verriegelungsvorrichtung über
die ohnehin vorhandenen stationseigenen Steuervorrichtungen zum Öffnen und Schließen
der Wetterschutzhauben (Öffnungs- und Schließschienen) zu betätigen, ohne daß dazu
zusätzliche, im Ein- und Ausstiegsbereich störende Steuerschienen für die Verriegelungsvorrichtung
nötig wären. Ohne zusätzliche Einrichtungen ist somit eine direkte und funktionssichere
Verriegelung der Betätigungseinrichtung an der Gehängestange und damit eine Verriegelung
der Wetterschutzhaube möglich. Die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung ist platzgünstig
im oberen Bereich der Gehängestange angeordnet und kann auch ohne Abänderung der Sesselhauben
und ohne Änderung der Schließ- und Öffnungsschienen nachträglich an bestehenden Sesseln
eingebaut werden.
[0010] Bei einem Gehänge, bei dem die Betätigungseinrichtung einen an der Gehängestange
schwenkbar gelagerten Betätigungshebel aufweist, dessen Schwenkbewegung über eine
als Gestänge, als Bowdenzug oder dgl. ausgebildete Übertragungseinrichtung übertragen
wird, ist bevorzugt vorgesehen, daß an diesem Betätigungshebel ein als Rastklinke
ausgebildeter, zweiter Hebel in einem gegenüber dem Betätigungshebel durch Anschläge
begrenzten Winkelbereich schwenkbar gelagert ist, wobei diese Rastklinke zum Verriegeln
des Betätigungshebels in der Position der geschlossenen Wetterschutzhaube bzw. Tür
in eine mit der Gehängestange in Verbindung stehende Gegenrast einrastet. Diese Rastklinke
kann zum Verriegeln des Betätigungshebels und dadurch der Wetterschutzhaube in eine
mit der Gehängestange in Verbindung stehende Gegenrast einrasten, wobei die Rastklinke
direkt von stationseigenen Steuervorrichtungen (Öffnungsschienen, Schließschienen)
betätigbar ist.
[0011] Die Funktionsweise dieses aus Betätigungshebel und Rastklinke bestehenden Doppelgelenkhebels
ist nun die folgende: Beim Ausfahren eines unbesetzten Sessels aus der Station läuft
eine, vorzugsweise an der Rastklinke vorgesehene Betätigungsrolle auf eine leicht
zur Förderrichtung schräg gestellte Schließschiene auf und verschwenkt dabei zunächst
lediglich die Rastklinke. Die Rastklinke kommt hierauf an einen ersten Anschlag am
Betätigungshebel auf und nimmt diesen beim weiteren durch die Schließschiene hervorgerufenen
Schwenkvorgang mit. Dabei schließt die Wetterschutzhaube. Am Ende des Schließvorgangs
rastet nun die Rastklinke in eine Gegenrast an der Gehängestange ein. Beispielsweise
kann die Rastklinke eine Rastnase aufweisen, die eine als Zapfen ausgebildete Gegenrast
hintergreift. Damit ist die Wetterschutzhaube des ausfahrenden Sessels geschlossen
und verriegelt, sodaß kein unerwünschtes Öffnen durch Windeinflüsse auf der Strecke
auftreten kann. Beim Einfahren in die Gegenstation erfolgt durch eine Öffnungsschiene
zunächst eine Verschwenkung der Rastklinke, wobei diese aus der Gegenrast austritt.
Nach einem bestimmten Verschwenkweg der Rastklinke läuft diese auf einen zweiten Anschlag
am Betätigungshebel auf und nimmt diesen mit, wodurch eine Öffnung der Wetterschutzhaube
erfolgt.
[0012] Die mit der erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung ausgestatteten Sessel können
über Nacht ohne weiters auf der Strecke bleiben. Es braucht dazu die Sesselbahn bei
in der Berg- und Talstation in der Schließstellung befindlicher Schließschiene lediglich
um einen halben Gesamtumlauf gefahren werden. Dabei schließen und verriegeln die Wetterschutzhauben
der unbesetzten Sessel bei der Stationsausfahrt automatisch und sind damit gegen Wind-
und Wettereinflüsse bestens geschützt. Bei der neuerlichen Betriebsaufnahme brauchen
keine besonderen Vorkehrungen getroffen zu werden, da beim Öffnen der Wetterschutzhauben
bei der Stationseinfahrt automatisch vorher eine Entriegelung erfolgt.
[0013] Um es dem Fahrgast zu ermöglichen beispielsweise bei Schönwetter die Wetterschutzhaube
offen zu lassen und damit es bei der Stationsausfahrt eines besetzten Sessels nicht
zu einer Gefährdung der Fahrgäste kommt, ist es bereits bekannt, die Schließschiene
am Stationsausgang in eine Neutralstellung zu bringen, in der keine Betätigung des
sesseleigenen Betätigungsmechanismus zum Schließen der Wetterschutzhaube erfolgt.
Diese Neutralstellung kann bei einer Schließschiene einfach dadurch erreicht werden,
daß diese beispielsweise in eine zur Förderrichtung parallele Stellung weggeschwenkt
wird. Es erfolgt also vorzugsweise keine zwangsweise Schließung der Wetterschutzhaube
bei besetzten Sesseln. Entscheidet sich der Fahrgast, die Wetterschutzhaube zu schließen,
so kann er dies leicht händisch tun. In diesem Fall erfolgt jedoch vorzugsweise keine
Verriegelung der Wetterschutzhaube durch die Verriegelungsvorrichtung in der geschlossenen
Stellung. Damit hat der Fahrgast jederzeit die Möglichkeit, die Wetterschutzhaube
zu öffnen, was insbesondere im Störfall günstig ist. Bei dem oben erwähnten, aus Betätigungshebel
und Rastklinke bestehenden Doppelgelenkshebel ist diese "Nichtverriegelung" bei einer
händischen Schließung automatisch gegeben: Bei einer händischen Schließung bleibt
nämlich die Rastklinke am genannten zweiten Anschlag des Betätigungshebels anliegend
und verändert ihre relative Lage zum Betätigungshebel nicht. Damit verschwenkt zwar
beim händischen Schließen der Betätigungshebel samt der daran gelagerten Rastklinke.
Diese Rastklinke hintergreift in dieser Stellung jedoch die Gegenrast nicht, womit
auch ein leicht gängiges Öffnen der Haube durch den Fahrgast wieder möglich ist.
[0014] Zu erwähnen wäre noch, daß die Erfassung, ob ein Sessel besetzt ist oder nicht, in
bekannter Weise durch eine den Beinbereich des Fahrgasts erfassende, bekannte Lichtschranke
erfolgen kann, wobei in Abhängigkeit vom Lichtschrankensignal die Stellung der Schließschiene
veränderbar ist.
[0015] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der nachstehenden Figurenbeschreibung
näher erläutert.
[0016] Die Fig. 1 zeigt in einer schematischen Seitenansicht einen Haubensessel nach dem
Stand der Technik sowie stationseigene Steuervorrichtungen (Öffnungs- und Schließschienen)
zum automatischen Öffnen bzw. Schließen der Wetterschutzhaube.
Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Sessels und insbesondere
die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung in einer schematischen Seitenansicht,
wobei mehrere Stellungen der sesseleigenen Betätigungseinrichtung und der Verriegelungsvorrichtung
dargestellt sind.
Die Fig. 3 zeigt eine schematische Seitenansicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Betätigungseinrichtung samt Verriegelungsvorrichtung und die
Fig. 4 zeigt eine schematische Draufsicht auf die in Fig. 3 dargestellte Einrichtung.
Schließlich zeigt die Fig. 5 eine mit einer erfindungsgemäßen Verriegelungsvorrichtung
ausgestattete Gondel einer Gondelbahn in einer Seitenansicht.
[0017] Die Fig. 1 zeigt einen Sessel 1 nach dem Stand der Technik, der über eine Klemme
2 an dem in Förderrichtung 3 bewegten Förderseil 4 festgeklemmt ist. Der Sessel 1
weist eine Wetterschutzhaube aus durchsichtigem Kunststoffmaterial auf, die in der
in Fig. 1 gezeigten Stellung geschlossen ist. Die Wetterschutzhaube läßt sich um das
Schwenklager 6 in Pfeilrichtung 7 aufschwenken, um ein Ein- und Aussteigen der Fahrgäste
zu ermöglichen. Das Öffnen und Schließen der Wetterschutzhaube 5 beim Einfahren bzw.
Ausfahren aus der Station kann automatisch erfolgen. Dazu ist eine sesseleigene Betätigungseinrichtung
11 vorgesehen, die im vorliegenden Fall im wesentlichen aus einem an der Gehängestange
9 um eine Achse 10 schwenkbar gelagerten Betätigungshebel 11 besteht, der an seinem
freien Ende eine Betätigungsrolle 12 aufweist. Ein als Übertragungseinrichtung wirkendes
Gestänge 8a, 8b überträgt die Bewegung des Betätigungshebels 11 auf eine Schwenkbewegung
der Wetterschutzhaube. Die Betätigungsrolle 12 läuft bei der Bewegung des Sessels
in der Station auf stationseigene Steuervorrichtungen auf. Zum Öffnen der Wetterschutzhaube
5 ist als stationseigene Steuervorrichtung eine schräg zur Bewegungsrichtung 3 angeordnete
Öffnungsschiene 13 vorgesehen, die den Betätigungshebel 11 verschwenkt. Diese Schwenkbewegung
wird dann über das Gestänge 8a, 8b in eine Öffnungsbewegung der Wetterschutzhaube
5 umgesetzt. In der Offenstellung der Wetterschutzhaube befindet sich der Betätigungshebel
in der in Fig. 1 strichliert eingezeichneten Stellung. Zum Schließen der Wetterschutzhaube
an der Stationsausfahrt ist als stationseigene Steuervorrichtung eine analoge Schließschiene
14 vorgesehen. Die erforderliche Energie zum Öffnen und Schließen liefert der in Bewegung
befindliche Sessel.
[0018] Die Öffnungs- und Schließschienen 13 bzw. 14 können in eine Neutralstellung verschwenkt
werden, bei der sie parallel zur Förderrichtung liegen und nicht mit der Betätigungsrolle
12 in Kontakt treten. Dies ist vor allem an der Stationsausfahrt bei besetzten Sesseln
erwünscht. Erfaßt eine Lichtschranke, daß der Sessel besetzt ist, so geht die Schließschiene
14 in die Neutralstellung und es erfolgt keine zwangsweise Schließung der Wetterschutzhaube.
Vielmehr kann der Fahrgast selbst entscheiden, ob er die Wetterschutzhaube schließen
will oder nicht. Unbesetzte Sessel werden über die Schließschiene 14, den Betätigungshebel
11 und das Gestänge 8a, 8b bei der Stationsausfahrt automatisch geschlossen.
[0019] Bisher bestand das Problem, daß die Wetterschutzhauben durch Windeinflüsse auf der
Strecke geöffnet wurden, womit eine große Windangriffsfläche und damit ein unerwünschtes
starkes Pendeln bzw. Schwingen des Sessels gegeben war. Außerdem ist bei geöffneter
Wetterschutzhaube die Sitzfläche den Witterungseinflüssen (Schnee und Eis) voll ausgesetzt.
[0020] Um dies zu vermeiden und die Wetterschutzhaube des unbesetzten Sessels auf der Strecke
sicher geschlossen zu halten, ist bei dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung eine am Betätigungshebel
11 schwenkbar gelagerte Rastklinke 16 vorgesehen (Schwenkachse 15), die in der mit
ausgezogenen Linien dargestellten verriegelten Position mit einer Rastnase 16a eine
gehängefeste Gegenrast 17, die beispielsweise als Zapfen ausgebildet sein kann, hintergreift.
[0021] Die Funktionsweise des in Fig. 2 dargestellten und aus Betätigungshebel 11 und Rastklinke
16 bestehenden Doppelgelenkhebels ist die folgende: In der Öffnungsstellung der Wetterschutzhaube
5 befindet sich der Doppelgelenkshebel in der mit 18a bezeichneten strichliert eingezeichneten
Stellung. Anstelle der bisherigen Anordnung der Betätigungsrolle 12 direkt am Betätigungshebel
11 (Fig. 1) ist nunmehr die Betätigungsrolle 12' an einem Vorsprung 19 der Rastklinke
16 angeordnet. Es ist also weiterhin nur eine einzige Betätigungsrolle 12' vorgesehen.
Läuft nun diese Betätigungsrolle 12' auf die Schließschiene 14 auf, so erfolgt zunächst
durch die Steuerschiene eine Verschwenkung der Rastklinke 16 gegenüber dem Betätigungshebel
11, bis die Rastklinke 16 am Anschlag a des Betätigungshebels 11 anliegt (Stellung
18b). Ab diesem Zeitpunkt nimmt die von der Schließschiene 14 hochgedrückte Rastklinke
16 den Betätigungshebel 11 mit, wobei eine Schließung der Wetterschutzhaube 5 erfolgt.
Am Ende des Schließvorgangs hintergreift die Rastnase 16a automatisch die Gegenrast
17, womit der Betätigungshebel 11 verriegelt ist. Die Wetterschutzhaube 5 ist damit
nicht nur geschlossen, sondern gleichzeitig auch gegen unerwünschtes Öffnen durch
Wind verriegelt ist.
[0022] In der Gegenstation läuft die Betätigungsrolle 12' auf eine Öffnungsschiene 13 auf,
womit zunächst die Rastklinke 16 des Doppelgelenkshebels gegenüber dem Betätigungshebel
11 in die mit 18c bezeichnete strichliert eingezeichnete Stellung verschwenkt. In
dieser Stellung liegt ein Teil der Rastklinke 16 am Anschlag b des Betätigungshebels
11 an. Ab dieser Stellung nimmt die Rastklinke 16 den Betätigungshebel 11 mit und
es erfolgt eine Öffnung der Wetterschutzhaube, bis sich der Doppelgelenkshebel in
der mit 18a bezeichneten Stellung befindet.
[0023] Die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung läßt sich leicht an bestehenden Sesselbahnen
nachrüsten, wobei den den Stationen keine Veränderungen nötig sind. Vielmehr wird
die Verriegelungsvorrichtung gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung durch die
ohnehin bereits vorhandenen Öffnungs- bzw. Schließschienen für die Wetterschutzhaube
automatisch betätigt. Es erfolgt eine funktionssichere Verriegelung des Betätigungshebels
an der Gehängestange.
[0024] Bei einer Ausfahrt eines besetzten Sessels aus der Station wird es für günstig erachtet,
wenn keine zwangsweise Schließung der Wetterschutzhaube erfolgt. Damit ist keine Gefährdung
der Fahrgäste gegeben, und der Fahrgast kann die Wetterschutzhaube absichtlich offen
lassen. Dazu braucht lediglich die Schließschiene 14 aus dem Bereich der Betätigungsrolle
12' herausgeschwenkt werden. Erfolgt nun auf der Strecke eine Schließung der Wetterschutzhaube
durch den Fahrgast, so verschwenkt der Betätigungshebel 11 in die in Fig. 2 mit ausgezogenen
Linien dargestellte Stellung, ohne daß sich dabei die Realtivlage der Rastklinke 16
zum Betätigungshebel 11 verändert. In der händisch geschlossenen Schließstellung befindet
sich also die Rastklinke 16 in der mit 18c bezeichneten Stellung, in der die Gegenrast
11 nicht hintergriffen wird. Es erfolgt also bei der händischen Schließung der Wetterschutzhaube
absichtlich keine Verriegelung, um jederzeit eine Öffnung der Wetterschutzhaube durch
den Fahrgast zu ermöglichen.
[0025] In den Fig. 3 und 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Doppelgelenkshebels
dargestellt, wobei gleiche Bezugsziffern gleiche bzw. äquivalente Teile bezeichnen
wie in Fig. 2. Bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
gekröpft ausgebildete Betätigungshebel 11 um eine Schwenkachse 20 an der Halterung
21 schwenkbar gelagert. Die schematisch angedeutete Feder 22 ist für die Funktionsweise
unwesentlich und verhindert lediglich in einem Störfall ein unzulässiges Verschwenken
des Betätigungshebels in das freizuhaltende Lichtraumprofil. Der zweite Teil des Doppelgelenkhebels,
nämlich die Rastklinke 16, ist in Fig. 3 mit ausgezogenen Linien in der mit der Gegenrast
17 verriegelten Stellung dargestellt. Die für die Funktionsweise nötigen Anschläge,
die den relativen Verschwenkweg der Rastklinke 16 gegenüber dem Betätigungshebel 11
begrenzen, sind bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch
gelöst, daß der Betätigungshebel 11 ein Langloch 23 aufweist, in dem ein fest mit
der Rastklinke 16 verbundener Stift 24 bewegbar ist. Die beiden Enden des Langlochs
bilden die den Verschwenkweg zwischen Rastklinke und Betätigungshebel begrenzenden
Anschläge.
[0026] Das in den Fig. 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeispiel weist als weitere Besonderheit
noch eine zur Rastklinke 16 hin federbelastete bewegliche Gegenrast 17 auf. Die Gegenrast
17 ist dabei als ein Zapfen ausgebildet, der von einem verschwenkbaren Hebel 25 absteht,
welcher durch eine Feder 26 in Richtung des Pfeiles 27, also zur Rastnase 16 hin,
federbelastet ist. Ein nicht dargestellter Anschlag begrenzt den Verschwenkweg des
Hebels 25 in Richtung des Pfeiles 27 bei ausgeklinkter Rastklinke 16. Die federnde
Lagerung der Gegenrast 17 hat den Vorteil, daß ein funktionell absolut einwandfreies
Einrasten der Rastklinke möglich ist. Beim Aufschwenken der Rastklinke kann die federbelastete
Gegenrast zunächst von der Außenseite der Rastnase 16a in die in Fig. 3 strichliert
dargestellte Stellung entgegen der Federbelastung zurückweichen. Erreicht die Rastklinke
16 die Endlage, so schnappt die Gegenrast 17 automatisch unter die Rastnase ein, womit
die Verriegelung gegeben ist.
[0027] Schließlich weist das in Fig. 3 und 4 dargestellte Ausführungsbeispiel noch das Merkmal
auf, daß die schwenkbare Verbindung zwischen Betätigungshebel 11 und Rastklinke 16
absichtlich schwergängig gemacht ist, um außer bei der Betätigung durch die Öffnungs-
bzw. Schließschiene eine unbeabsichtigte relative Verschwenkung zwischen Rastklinke
16 und Betätigungshebel 11 zu vermeiden. Diese Schwergängigkeit der Verbindung kann
beispielsweise dadurch realisiert sein, daß die beiden Hebelteile 11 und 16 federnd
gegeneinander gedrückt sind und damit die Reibung zwischen ihnen erhöht wird. Bei
dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist dazu eine Feder 29 vorgesehen,
die über eine Mutter 28 vorgespannt werden kann.
[0028] Wie bereits eingangs erwähnt, eignet sich die erfindungsgemäße Verriegelungsvorrichtung
insbesondere für Haubensessel, das heißt Sessel mit Wetterschutzhauben.
[0029] Grundsätzlich ist es jedoch auch denkbar und möglich, eine solche Verriegelungsvorrichtung
bei Gondelbahnen vorteilhaft einzusetzen. Bei dem in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist eine kuppelbare Gondel 30 dargestellt, deren Tür 31 in den Stationen automatisch
geschlossen bzw. geöffnet werden kann. Diese Öffnung erfolgt über eine gondeleigene
Betätigungseinrichtung und eine Übertragungseinrichtung, von der lediglich der obere
Bereich dargestellt ist. Die Übertragungseinrichtung als solche, also die Übertragung
der Schwenkbewegung des Betätigungshebels 11 auf eine Öffnungs- bzw. Schließbewegung
der Tür ist dem Fachmann gut bekannt und braucht daher hier nicht näher beschrieben
zu werden. Wiederum ist der aus Betätigungshebel 11 und Rastklinke 16 bestehende Doppelgelenkshebel
vorgesehen, über den beim Schließen der Türen automatisch eine Verriegelung der Türen
möglich ist. Die Funktionsweise des in Fig. 5 dargestellten Doppelgelenkshebels ist
dieselbe wie die des Doppelgelenkshebels der Fig. 2.
1. Sessel für eine Sesselbahn, mit einer Gehängestange und einer von dieser getragenen
schwenkbaren Wetterschutzhaube, wobei oberhalb dieser an der Gehängestange eine Betätigungseinrichtung
bewegbar gelagert ist, die von einer stationseigenen Steuereinrichtung bewegbar ist
und deren Bewegung über eine Übertragungsvorrichtung auf die Schwenkbewegung der Wetterschutzhaube
übertragen wird, und mit einer Verriegelungsvorrichtung zur Verriegelung der geschlossenen
Wetterschutzhaube, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung (16) an
der Betätigungseinrichtung (11) oberhalb der Wetterschutzhaube (5) angeordnet ist
und daß die Verriegelungsvorrichtung (16) zur Verriegelung der Wetterschutzhaube (5)
in der geschlossenen Position die Betätigungseinrichtung (11) an der Gehängestange
(9) oder einem damit verbunden Teil (17) verriegelt.
2. Gondel für eine Gondelbahn, mit einer Gehängestange und einer von dieser getragenen
Kabine mit automatisch betätigbarer Tür, wobei oberhalb dieser an der Gehängestange
eine Betätigungseinrichtung bewegbar gelagert ist, die von einer stationseigenen Steuereinrichtung
bewegbar ist und deren Bewegung über eine Übertragungsvorrichtung auf die Schließ-
und Öffnungsbewegung der Tür übertragen wird, und mit einer Verriegelungsvorrichtung
zur Verriegelung der geschlossenen Tür, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungsvorrichtung
(16) an der Betätigungseinrichtung (11) oberhalb der Kabine angeordnet ist und daß
die Verriegelungsvorrichtung (16) zur Verriegelung der Tür in der geschlossenen Position
die Betätigungseinrichtung (11) an der Gehängestange (9) oder einem damit verbunden
Teil (17) verriegelt.
3. Gehänge nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Betätigungseinrichtung einen an der Gehängestange
(9) schwenkbar gelagerten Betätigungshebel (11) aufweist, dessen Schwenkbewegung über
eine als Gestänge, als Bowdenzug oder dgl. ausgebildete Übertragungseinrichtung (8a,
8b) übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß an diesem Betätigungshebel (11) ein
als Rastklinke (16) ausgebildeter, zweiter Hebel in einem gegenüber dem Betätigungshebel
(11) durch Anschläge (a, b) begrenzten Winkelbereich schwenkbar gelagert ist, wobei
diese Rastklinke (16) zum Verriegeln des Betätigungshebels (11) in der Position der
geschlossenen Wetterschutzhaube (5) bzw. Tür (31) in eine mit der Gehängestange (9)
in Verbindung stehende Gegenrast (17) einrastet.
4. Gehänge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Rastklinke, vorzugsweise
an einem abstehenden Vorsprung (19), eine Betätigungsrolle (12') trägt, über die die
Rastklinke (16) und der Betätigungshebel (11) durch stationseigene Öffnungsschienen
(13) bzw. Schließschienen (14) betätigbar ist.
5. Gehänge nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schwenkbare Verbindung
zwischen Betätigungshebel (11) und Rastklinke (16) schwergängig ausgebildet ist.
6. Gehänge nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Betätigungshebel
(11) ein Langloch (23) aufweist, in dem ein fest mit der Rastklinke (16) verbundener
Stift (24) bewegbar ist, wobei die beiden Enden des Langlochs (23) die den Verschwenkweg
zwischen Rastklinke (16) und Betätigungshebel (11) begrenzenden Anschläge darstellen.
7. Gehänge nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenrast
(17) zur Rastklinke (16) hin federbelastet, beweglich an Gehängestange (9) gelagert
ist.
8. Gehänge nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenrast (17) ein von einem
federbelasteten und begrenzt verschwenkbaren Hebel (25) abstehender Zapfen ist, den
eine Rastnase (16a) am Ende der Rastklinke (16) hintergreifen kann.
9. Sesselbahn mit Sesseln nach einem der Ansprüch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest eine stationseigene Steuervorrichtung (13, 14) in eine Neutralstellung bringbar
ist, in der keine Betätigung der sesseleigenen Betätigungseinrichtung (11) und keine
Betätigung der Verriegelungsvorrichtung (16) erfolgt.
10. Sesselbahn nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die am Stationsausgang befindliche
stationseigene Steuervorrichtung (14) bei besetzten Sesseln in die Neutralstellung
geht bzw. dort verbleibt und daß die Verriegelungsvorrichtung (16) derart ausgebildet
ist, daß bei einer händischen Schließung der Wetterschutzhaube durch den Fahrgast
eine Verriegelung der Wetterschutzhaube durch die Verriegelungsvorrichtung (16) in
der geschlossenen Stellung unterbleibt.