(19)
(11) EP 0 510 372 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.10.1994  Patentblatt  1994/42

(21) Anmeldenummer: 92105174.4

(22) Anmeldetag:  26.03.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5: B61D 3/18, B61D 45/00

(54)

Eisenbahngüterwagen

Railway freight wagon

Wagon à marchandises


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL PT SE

(30) Priorität: 25.04.1991 DE 9105055 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.10.1992  Patentblatt  1992/44

(73) Patentinhaber: Waggonfabrik Talbot
52070 Aachen (DE)

(72) Erfinder:
  • Tandetzki,Hans
    D-5120 Herzogenrath (DE)

(74) Vertreter: Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte 
Kaiser-Friedrich-Ring 70
40547 Düsseldorf
40547 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 404 036
FR-A- 1 559 040
   
  • I. ARTOBOLEVSKY 'Mechanisms in Modern Engineering Design' 1975 , MIRPUBLISHERS , MOSKAU
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Eisenbahngüterwagen mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

[0002] Diese Merkmale sind bekannt aus der FR-A-1 559 040, die einen wahlweise für den Transport von Containern oder kranbaren Straßenfahrzeug-Sattelanhängern verwendbaren Eisenbahngüterwagen beschreibt. Dieser hat einen Stützbock, der zur Aufnahme des Königszapfens der Sattelanhänger und zum Auflagern der diesen umgebenden Gleitplatte vorgesehen und auf einer Gleitbahn am Wagenende zur Anpassung an unterschiedlich lange Sattelanhänger verschiebbar ist. Der Stützbock kann beim Transport von Containern und/oder Wechselbehältern mittels eines sich zur Wagenmitte hin an die Gleitbahn anschließenden, schwenkbaren Ladetischs unter die von der Oberseite der Außenlangträger des Eisenbahngüterwagens gebildete Ladefläche abgesenkt werden, so daß diese in voller Länge beladen werden kann.

[0003] Der Ladetisch verlängert die wagenfeste Gleitbahn um zwei einen stumpfen Winkel einschließende Schienen-Teilstücke, die sich zur Wagenmitte hin horizontal weit in den Raum unterhalb der Ladefläche hinein erstrecken und von dem zugehörigen Spindel-Schwenkantrieb noch weiter überragt werden.

[0004] Da dieser Ladetisch nur um ca. 25° schwenkbar ist -der Stützbock steht nach dem Absenken auf einem annähernd horizontalen Schienen-Teilstück-, wird die nutzbare Länge dieses noch als Ladetasche anzusehenden Raums ständig unabhängig von der jeweiligen Stellung des Stützbocks stark verkürzt. Beim Transport von modernen, neben den Parkstützen mit Unterfahrschutz und sonstigen Unterbauten -Leerpalettenträger etc.- ausgestatteten Sattelanhängern könnten die Unterbauten mit dem bekannten Ladetisch und seinem Schwenkantrieb kollidieren, insbesondere wenn der Stützbock unter langen Sattelanhängern nahe an der Stirnseite des Waggons steht.

[0005] Ein ähnlicher Eisenbahngüterwagen ist aus FR-A-2 534 214 bekannt, wo der Stützbock zur Verladung von Containern auf seiner Gleitbahn zum Kopfende hin verschoben werden muß, so daß die für den Stützbock benötigte Länge des Eisenbahngüterwagens für die Beladung mit Containern oder Wechselbehältern nicht zur Verfügung steht.

[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Eisenbahngüterwagen mit absenkbarem Ladetisch derart weiterzuentwickeln, daß der Platzbedarf für den Ladetisch und seinen Schwenkantrieb unterhalb der Ladefläche deutlich verringert wird.

[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die Merkmale der Unteransprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen dieses Gegenstands an.

[0008] Durch die erfindungsgemäße Anordnung und Ausbildung des Ladetischs wird die Einschränkung des Laderaums unterhalb der Ladefläche im wesentlichen auf die Eigenhöhe des Ladetischs beschränkt, weil dieser um etwa 90° in eine vertikale Lage verschwenkbar ist und dabei den Schwenkantrieb abdeckt. Nach Absenken des Stützbocks hängt auch dieser also um 90° gegenüber seiner Arbeitsstellung geschwenkt an der vertikalen Gleitbahn des Ladetischs.

[0009] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Ladetisch um eine an seiner Unterseite liegende waagerechte Achse mittels eines auf dieser Achse befestigten Zahnrades und eines in dieses Zahnrad eingreifenden Antriebsrades in seine unterhalb der Ladefläche liegende Stellung durch einen am Güterwagen-Untergestell angeordneten Antrieb verschwenkbar. Hierdurch ergibt sich eine konstruktiv einfache und funktionssichere Bewegung des Ladetisches zwischen seinen beiden Endstellungen.

[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Antrieb durch mindestens ein Getriebe gebildet, das durch mindestens ein an einer Seite des Güterwagen-Untergestells angeordnetes Handrad betätigbar und über eine Welle mit dem Antriebsrad verbunden ist.

[0011] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Verschwenkantrieb für den Ladetisch nicht selbsthemmend ausgeführt und der Ladetisch durch mindestens eine ihn in seine Arbeitsstellung überführende Feder belastet sein. Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung wird erreicht, daß der Ladetisch mit dem darauf befindlichen Stützbock selbsttätig aus der Ladefläche herausbewegt wird, wenn er versehentlich nicht in seine Ruhestellung überführt worden ist und Container oder Wechselbehälter auf den Eisenbahngüterwagen aufgesetzt werden. Die Feder sorgt in diesem Fall dafür, daß der Ladetisch mit dem Stützbock selbsttätig in die Arbeitsstellung zurückkehrt, wenn der Container bzw. Wechselbehälter vom Eisenbahngüterwagen abgenommen wird. Auf diese Weise werden einerseits Beschädigungen des Stützbockes und des Ladetisches bei einer fehlerhaften Bedienung vermieden; andererseits wird sichergestellt, daß in einem solchen Fall der Ladetisch mit dem Stützbock automatisch in seine Arbeitsstellung zurückkehrt, so daß der Stützbock anschließend zur Aufnahme des Königszapfens eines zu transportierenden Sattelanhängers verwendet werden kann.

[0012] Bei einer bevorzugten Ausführung ist die Feder auf einem zwischen Ladetisch und Güterwagen-Untergestell angeordneten Hebel angeordnet, der durch den Verschwenkantrieb in eine Übertotpunktlage überführbar ist, wenn sich der Ladetisch in seiner unterhalb der Ladefläche liegenden Endstellung befindet. Bei einer ordnungsgemäßen Betätigung des Verschwenkantriebes für den Ladetisch wird auf diese Weise sichergestellt, daß der Ladetisch trotz seiner Federbelastung in seiner unterhalb der Ladefläche liegenden Endstellung verbleibt.

[0013] Mit der Erfindung wird schließlich vorgeschlagen, am Stützbock ein durch mindestens ein Handrad antreibbares Kettenrad zu lagern, das zur Verschiebung des Stützbockes auf der Gleitbahn und auf dem Ladetisch in zahnstangenartig ausgebildete Stützglieder im Bereich der Gleitbahn und des Ladetisches eingreift. Hierdurch ergibt sich eine besonders einfache Möglichkeit für die Längsverschiebung des Stützbockes innerhalb seines Verschiebebereiches.

[0014] Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Eisenbahngüterwagens für den Transport von kranbaren Straßenfahrzeug-Sattelanhängern sowie Containern und Wechselbehältern dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. 1
eine Seitenansicht eines derartigen Eisenbahngüterwagens mit zwei Drehgestellen,
Fig. 2
eine Draufsicht auf den Eisenbahngüterwagen nach Fig. 1,
Fig. 3
einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie III - III in Fig. 2 in vergrößerter Darstellung,
Fig. 4
eine vergrößert dargestellte Draufsicht auf einen Teil des Eisenbahngüterwagens im Bereich des Ladetisches,
Fig. 5
einen Längsschnitt gemäß der Schnittlinie V - V in Fig. 4 mit in der Arbeitsstellung befindlichem Ladetisch und
Fig. 6
einen der Fig. 5 entsprechenden Längsschnitt, wobei sich der den Stützbock aufnehmende Ladetisch in der Ruhestellung befindet.


[0015] Der in den Fig. 1 und 2 schematisch dargestellte Eisenbahngüterwagen besitzt ein Untergestell, das im wesentlichen aus zwei seitlichen Außenlangträgern 1 und diese miteinander verbindenden Querträgern 2 besteht. An den Enden sind die Außenlangträger 1 durch jeweils einen Kopfträger 3 miteinander verbunden, die beim Ausführungsbeispiel jeweils mit zwei Seitenpuffern 4 versehen sind. Dieses Güterwagen-Untergestell ruht auf zwei Drehgestellen, von denen der besseren Übersichtigkeit wegen auf den Zeichnungen lediglich die Räder 5 gezeichnet sind.

[0016] In der Nähe des einen Endes des Eisenbahngüterwagens ist zwischen den Außenlangträgern 1 eine tieferliegende Tasche 6 zur Aufnahme der Räder von auf der Zeichnung nicht dargestellten Straßenfahrzeug-Sattelanhängern ausgebildet. Um die Räder dieser Straßenfahrzeug-Sattelanhänger auf dem Eisenbahngüterwagen festzulegen, sind im Bereich der Tasche 6 Radvorleger 7 ausgebildet.

[0017] Zur Aufnahme des Königszapfens derartiger Straßenfahrzeug-Sattelanhänger dient ein Stützbock 8, der in Längsrichtung des Eisenbahngüterwagens auf einer Gleitbahn 9 verschiebbar ist, die sich über eine gewisse Länge im Bereich des einen Endes des Eisenbahngüterwagens in der Mitte zwischen den Außenlangträgern 1 erstreckt, wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht. Um den Eisenbahngüterwagen auch für den Transport von Containern oder Wechselbehältern benutzen zu können, sind an den Außenlangträgern 1 Riegelzapfen 10 angeordnet, die aus einer Ruhestellung in eine Arbeitsstellung gebracht werden können, beispielsweise durch Verschwenken um eine parallel zur Längsachse des Eisenbahngüterwagens verlaufende Achse. Die Riegelzapfen 10 können außerdem über einen begrenzten Bereich in Längsrichtung der Außenlangträger 1 verschiebbar ausgebildet sein.

[0018] Um den Stützbock 8 bei einer Verwendung des Eisenbahngüterwagens für den Transport von Containern und/oder Wechselbehältern aus der durch die Oberseite der Außenlangträger 1 definierten Ladefläche 11 für die Container bzw. Wechselbehälter entfernen zu können, ist am Ende der Gleitbahn 9 ein Ladetisch 12 angeordnet, auf den der Stützbock 8 aufschiebbar und der in eine Stellung verschwenkbar ist, in der er sich unterhalb der Ladefläche 11 befindet. Diese Stellung des mit einem Stützbock versehenen Ladetisches 12 ist in Fig. 6 gezeigt. In den Fig. 2,3,4 und 5 befindet sich der Stützbock 8 dagegen im Bereich der Gleitbahn 9, d.h. in einer seiner Arbeitsstellungen, in der er für die Aufnahme des Königszapfens eines Straßenfahrzeug-Sattelanhängers bereitsteht.

[0019] Um den Stützbock 8 sowohl auf der Gleitbahn 9 als auch auf dem Ladetisch 12 verschieben zu können, ist am Stützbock 8 ein Kettenrad 13 drehbar gelagert, das in zahnstangenartig ausgebildete Stützglieder 14 eingreift, die gemäß den Fig. 4 bis 6 sowohl im Bereich der Gleitbahn 9 als auch des Ladetisches 12 angeordnet sind. Diese Stützglieder 14 wirken in der Art der Verbindungsbolzen einer im Bereich der Gleitbahn 9 und des Ladetisches 12 festgelegten Kette, so daß eine Verdrehung des Kettenrades 13 eine Verschiebebewegung des Stützbockes 8 zur Folge hat. Beim Ausführungsbeispiel wird das auf einer Welle 15 befestigte Kettenrad 13 durch ein Zahnradpaar 16 angetrieben, von denen das eine Zahnrad auf der Welle 15 und das andere, mit diesem kämmende Zahnrad auf einer Antriebswelle 17 befestigt ist, die an beiden Enden mit einem Handrad 18 versehen ist. Die Länge der mit den beiden Handrädern 18 versehenen Antriebswelle 17 ist kürzer als der freie Raum zwischen den Außenlangträgern 1 (siehe Fig. 3 und 4), so daß sie mit dem Stützbock 8 in eine Ruhestellung zwischen den Außenlangträgern 1 verschwenkt werden kann. Um die Betätigung des Stützbockes 8 zu erleichtern, kann die Antriebswelle 17 gemäß Fig. 4 in Längsrichtung verschoben werden, wie der Doppelpfeil in Fig. 4 andeutet.

[0020] Wenn auf dem Eisenbahngüterwagen gemäß den Fig. 1 und 2 ein Straßenfahrzeug-Sattelanhänger transportiert werden soll, wird der Stützbock 8 mit Hilfe eines der Handräder 18 in die jeweils benötigte Position auf der Gleitbahn 9 gebracht. Soll der Eisenbahngüterwagen dagegen für den Transport von Containern und/oder Wechselbehältern verwendet werden, wird der Stützbock 8 in die in Fig. 6 gezeichnete Ruhestellung verbracht. Zu diesem Zweck wird er mittels eines der Handräder 18 auf den Ladetisch 12 verschoben. Anschließend wird dieser Ladetisch 12 aus der in Fig. 5 gezeichneten Arbeitsstellung in die in Fig. 6 gezeichnete Ruhestellung verschwenkt.

[0021] Dieses Verschwenken geschieht beim Ausführungsbeispiel mit Hilfe eines Schwenkantriebes, der in den Fig. 3 sowie 5 und 6 zu erkennen ist. Er besteht aus einem Zahnrad 19, das verdrehfest auf einer an der Unterseite des Ladetisches 12 unverdrehbar angeordneten Achse 20 befestigt ist. Diese Achse 20 bildet zugleich die Schwenkachse des Ladetisches 12, wozu sie am benachbarten Querträger 2 angeordnet ist. In das Zahnrad 19 greift ein Antriebsrad 21 ein, das auf einer Welle 22 sitzt, die über ein Getriebe 23 mittels eines Handrades 24 drehbar ist. Beim Ausführungsbeispiel ist an jedem Ende der an den Außenlangträgern 1 drehbar gelagerten Welle 22 ein derartiges Getriebe 23 mit zugehörigem Handrad 24 angeordnet, so daß der Schwenkantrieb des Ladetisches 12 von jeder der beiden Seiten des Eisenbahngüterwagens betätigt werden kann.

[0022] Um den auf den Ladetisch verschobenen Stützbock 8 in seine Ruhestellung gemäß Fig. 6 zu bringen, ist es somit lediglich erforderlich, eines der Handräder 24 zu drehen. Das hierdurch drehend angetriebene Antriebsrad 21 bewirkt hierbei durch seinen Eingriff in das Zahnrad 19 ein Verschwenken des Ladetisches 12 um die Achse 20, auf der das Zahnrad 19 befestigt ist. Zur Rückführung des Ladetisches 12 in seine Normalstellung wird eines der Handräder 24 im entgegengesetzten Drehsinn betätigt. Sobald der Ladetisch 12 die in Fig. 5 dargestellte Stellung erreicht hat, kann der Stützbock 8 durch Drehen an einem seiner Handräder 18 vom Ladetisch 12 auf die Gleitbahn 9 und hier in die jeweils gewünschte Position verfahren werden.

[0023] Da nicht ausgeschlossen werden kann, daß auf den Eisenbahngüterwagen ein Container oder Wechselbehälter aufgesetzt wird, wenn sich der Ladetisch 12 mit dem darauf befindlichen Stützbock 8 noch in der Arbeitsstellung befindet, ist der Verschwenkantrieb für den Ladetisch 12 nicht selbsthemmend ausgeführt. Auf diese Weise ist eine Verschwenkung des Ladetisches 12 durch den auf der Ladefläche 11 abgesetzten Container oder Wechselbehälter möglich. Damit auch in diesem Fall der Ladetisch 12 nach Entfernen des Containers bzw. Wechselbehälters wieder in seine Arbeitsstellung zurückkehrt, ist der Ladetisch 12 durch mindestens eine Feder 25 belastet, die ihn in seine Arbeitsstellung zurückführt. Beim Ausführungsbeispiel sind zwei derartige Federn 25 angeordnet, die jeweils auf einem zwischen dem Ladetisch 12 und dem Güterwagen-Untergestell angeordneten Hebel 26 angeordnet sind. Diese Hebel 26 sind durch den Verschwenkantrieb in eine Übertotpunktlage überführbar, wenn sich der Ladetisch 12 in seiner unterhalb der Ladefläche 11 liegenden Endstellung befindet. Diese ist in Fig. 6 dargestellt. Es wird durch diese Konstruktion sichergestellt, daß der mittels des Verschwenkantriebes in seine Ruhestellung gebrachte Ladetisch 12 in dieser Stellung verbleibt. Die Fig. 5 und 6 zeigen die beiden Endstellungen eines der Hebel 26, die jeweils mit einem Ende an der Unterseite des Ladetisches 12 und mit dem anderen Ende an einer Konsole 27 gelagert sind, welche ihrerseits am benachbarten Querträger 2 angebracht ist.


Ansprüche

1. Eisenbahngüterwagen für den Transport von kranbaren Straßenfahrzeug-Sattelanhängern sowie von Containern und/oder Wechselbehältern, mit mindestens einer gegenüber Außenlangträgern (1) des Güterwagen-Untergestells tieferliegenden Tasche (6) zur Aufnahme der Räder eines Sattelanhängers und mit mindestens einem der Aufnahme des Königszapfens des Sattelanhängers dienenden Stützbock (8), der in Wagenlängsrichtung auf einer über den Verschiebebereich verlaufenden Gleitbahn (9) verschiebbar ist, wobei am Ende der Gleitbahn (9) ein Ladetisch (12) mit einer Verlängerung der Gleitbahn (9) angeordnet ist, auf den der Stützbock (8) aufschiebbar und der allein oder mit aufgeschobenem Stützbock (8) um eine waagerechte Achse (20) in eine die durch die Oberseite der Außenlangträger (1) definierte Ladefläche (11) freigebende Stellung verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ladetisch (12) mittels eines an seiner Unterseite im Bereich seiner Achse (20) angeordneten Schwenkantriebs (19, 21, 24) in eine die Verlängerung der Gleitbahn (9) vertikal ausrichtende Stellung verschwenkbar ist, wobei die Verlängerung der Gleitbahn nur etwa gleich lang wie der Stützbock (8) selbst ist.
 
2. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der am Güterwagen-Untergestell unterhalb des Ladetischs (12) angeordnete Schwenkantrieb ein auf der Achse (20) befestigtes Zahnrad (19) und ein in dieses Zahnrad eingreifendes Antriebsrad (21) umfaßt.
 
3. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb durch mindestens ein Getriebe (23) gebildet ist, das durch mindestens ein an einer Seite des Güterwagen-Untergestells angeordnetes Handrad (24) betätigbar und über eine Welle (22) mit den Antriebsrad (21) verbunden ist.
 
4. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschwenkantrieb für den Ladetisch (12) nicht selbsthemmend ausgeführt und der Ladetisch (12) durch mindestens eine ihn in seine Arbeitsstellung überführende Feder (25) belastet ist.
 
5. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (25) auf einem zwischen dem Ladetisch (12) und dem Güterwagen-Untergestell angeordneten Hebel (26) angeordnet ist, der durch den Verschwenkantrieb in eine Übertotpunktlage überführbar ist, wenn sich der Ladetisch (12) in seiner unterhalb der Ladefläche (11) liegenden Endstellung befindet.
 
6. Eisenbahngüterwagen nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß am Stützbock (8) ein durch mindestens ein Handrad (18) antreibbares Kettenrad (13) gelagert ist, das zur Verschiebung des Stützbockes (8) auf der Gleitbahn (9) und auf dem Ladetisch (12) in zahnstangenartig ausgebildete Stützglieder (14) im Bereich der Gleitbahn (9) und des Ladetisches (12) eingreift.
 


Claims

1. Railway goods wagon for transporting craneable road vehicle semitrailers and also containers and/or interchangeable containers, which has at least one pocket (6), lying at a lower level than outer longitudinal members (1) of the goods wagon undercarriage, for the reception of the wheels of a semitrailer, and which has at least one support rest (8) serving to receive the king pin of the semitrailer and able to slide in the longitudinal direction of the wagon on a slideway (9) extending over the sliding region, while at the end of the slideway (9) there is disposed a loading table (12) which has an extension of the slideway (9) and onto which the support rest (8) can be pushed, said loading table being pivotable, alone or with the support rest (8) pushed onto it, about a horizontal axis (20) into a position freeing the loading surface (11) defined by the upper side of the outer longitudinal members (1), characterized in that the loading table (12) can be pivoted, by means of a pivoting drive (19, 21, 24) arranged on its underside in the region of its axis (20), into a position giving the extension of the slideway (9) a vertical orientation, the extension of the slideway being approximately only equally as long as the support rest (8) itself.
 
2. Railway goods wagon according to Claim 1, characterized in that the pivoting drive arranged on the goods wagon undercarriage under the loading table (12) comprises a gear (19) fastened on the axis (20) and a drive wheel (21) engaging with said gear.
 
3. Railway goods wagon according to Claim 2, characterized in that the drive is formed by at least one gear unit (23) which can be operated by at least one handwheel (24) arranged on one side of the goods wagon undercarriage and which is connected via a shaft (22) to the drive wheel (21).
 
4. Railway goods wagon according to Claim 2 or 3, characterized in that the pivoting drive for the loading table (12) is not of the self-locking type and the loading table (12) is loaded by at least one spring (25) bringing it into its working position.
 
5. Railway goods wagon according to Claim 4, characterized in that the spring (25) is arranged on a lever (26) which is arranged between the loading table (12) and the goods wagon undercarriage and which can be brought by the pivoting drive into a beyond dead centre position when the loading table (12) is in its end position situated below the loading surface (11).
 
6. Railway goods wagon according to at least one of Claims 1 to 5, characterized in that on the support rest (8) a chain wheel (13) is mounted which can be driven by at least one handwheel (18) and which for the purpose of displacing the support rest (8) on the slideway (9) and on the loading table (12) engages in support members (14), constructed like toothed racks, in the region of the slideway (9) and of the loading table (12).
 


Revendications

1. Wagon à marchandises pour le transport de semi-remorques routières pouvant être treuillées par une grue ainsi que de conteneurs et/ou de conteneurs amovibles, comprenant au moins une poche (6) qui est surbaissée par rapport aux longerons extérieurs (1) du châssis du wagon a marchandises et qui sert à recevoir les roues d'une semi-remorque, et comprenant au moins une sellette (8) qui sert à recevoir l'axe d'attelage d'une semi-remorque et qui peut être déplacée dans le sens longitudinal du wagon sur une glissière (9) s'étendant sur la zone de déplacement, à l'extrémité de la glissière (9) étant disposée, dans le prolongement de la glissière (9), une table de chargement (12) sur laquelle la sellette (8) peut monter et qui, seule ou avec la sellette (8) montée, peut pivoter autour d'un axe horizontal (20) vers une position qui dégage la surface de chargement (11) définie par le dessus des longerons extérieurs (1), caractérisé en ce que, au moyen d'un dispositif d'entraînement pivotant (19, 21, 24) disposé sur sa partie inférieure dans la zone de son axe (20), la table de chargement (12) peut pivoter vers une position dans laquelle le prolongement de la glissière (9) est orienté verticalement, le prolongement de la glissière ayant une longueur sensiblement égale à celle de la sellette (8).
 
2. Wagon à marchandises selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement pivotant disposé sur le châssis du wagon à marchandises en dessous de la table de chargement (12) comprend une roue dentée (19) fixée sur l'axe (20) et une roue d'entraînement (21) qui s'engrène dans cette roue dentée.
 
3. Wagon à marchandises selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement est formé par au moins un jeu d'engrenages (23) qui est actionné par au moins un volant (24) disposé sur le côté du châssis du wagon à marchandises et qui est relié à la roue d'entraînement (21) par un arbre (22).
 
4. Wagon à marchandises selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement pivotant de la table de chargement (12) n'est pas de conception autobloquante, et la table de chargement (12) est sollicitée par au moins un ressort (25) qui l'amène en position de travail.
 
5. Wagon à marchandises selon la revendication 4, caractérisé en ce que le ressort (25) est monté sur un levier (26) qui est disposé entre la table de chargement (12) et le châssis du wagon à marchandises et qui peut être amené, par le dispositif d'entraînement pivotant, dans une position de dépassement de point mort lorsque la table de chargement (12) se trouve dans sa position extrême située en dessous de la surface de chargement (11).
 
6. Wagon à marchandises selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, sur la sellette (8) est montée une roue à chaîne (13) qui peut être entraînée par au moins un volant (18) et qui, pour déplacer la sellette (8) sur la glissière (9) et sur la table de chargement (12), s'engage dans des éléments d'appui formant crémaillère (14) disposés dans la zone de la glissière (9) et de la table de chargement (12).
 




Zeichnung