[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Lampenfassung mit zumindest einem rechtwinklig
gebogenen Seitenkontakt und einem zentrisch angeordneten, geprägten Bodenkontakt.
[0002] Lampenfassungen, insbesondere für Lichtsignalgeber des Straßenverkehrs, müssen eine
hohe Kontaktqualität aufweisen und dürfen auch nicht durch äußere Einflüsse, z.B.
Temperaturschwankungen, Erschütterungen, Korrosion oder Verschmutzung unterbrochen
werden. Bei den bisherigen Lampenfassungen, insbesondere für Niedervoltlampen, sind
an den Kontaktstellen sporadisch Unterbrechungen aufgetreten, die gerade bei primärüberwachten
Signalgebern zum Abschalten der Lichtsignalanlage führen können, auch dann, wenn die
Unterbrechung im Millisekundenbereich lag. Es ist auch schon vorgekommen, daß beim
Lampenwechsel eine neu eingesetzte Lampe nicht brannte. Ursache hierfür ist dann meistens
ein verschmutzter Bodenkontakt, der durch die zentrale Anordnung des im allgemeinen
kugelkalottenförmig ausgebildeten Kontaktes keinen Reinigungseffekt beim Einsetzen
der Lampe bewirkte. In manchen Fällen sind auch bei Erschütterungen an der Kontaktfläche
des abgewinkelten Seitenkontakts Kontaktprobleme aufgetreten.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, diese geschilderten Nachteile zu vermeiden, die Kontaktgabe
zwischen der Lampe und der Lampenfassung zu verbessern und dazu die Fassungskontakte
entsprechend auszubilden.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einer eingangs beschriebenen
Lampenfassung der Seitenkontakt an seiner Kontaktfläche eine Anformung und der Bodenkontakt
eine Ausnehmung aufweisen.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des Seitenkontakts ergibt sich eine höhere
Flächenpressung und damit eine zuverlässigere Kontaktgabe. Ebenso führt die Ausnehmung
im Bodenkontakt, die zweckmäßigerweise von einem Innenloch gebildet sein kann, zu
einer besseren Kontaktgabe, weil durch das Innenloch eine Ringschneide gebildet ist,
die nicht nur eine hohe Flächenpressung bewirkt, sondern auch beim Einsetzen der Lampe
durch die Reibung die Schmutzschicht durchstößt.
[0006] In einer zweckmäßigen Ausgestaltung kann der Bodenkontakt anstelle einer Kugelkalotte
als Kegelstumpf ausgebildet sein, wobei mit dem Innenloch eine Ringschneide gebildet
ist. Der dadurch gebildete Reibradius kann beispielsweise 0,75 mm betragen, um eine
ausreichende Reibwirkung und eine sichere Flächenpressung für eine zuverlässige Kontaktgabe
zu bilden.
[0007] In vorteilhafter Weise ist der Seitenkontakt in der Fassung besser fixiert, so daß
er spielfrei in der Fassung angeordnet ist, um bei Erschütterungen keine Relativbewegungen
zwischen dem Fassungsseitenkontakt und dem Sockelseitenkontakt mehr zuzulassen. Außerdem
wird mit einer radial angeordneten Sicke die Kontaktstelle besser definiert und die
Flächenpressung erhöht.
[0008] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung kurz erläutert. Dabei zeigen
Fig. 1 eine bekannte Lampenfassung mit eingesetzter Lampe und hergebrachten Kontakten,
Fig. 2 eine Lampenfassung mit Lampe und den erfindungsgemäß ausgebildeten Fassungskontakten
und
Fig. 3 eine detaillierte Schnittdarstellung (III-III).
[0009] In Fig. 1 ist die Lampe mit dem Lampensockel 1 in der nur durch gestrichelte Linien
angedeuteten Lampenfassung 2 eingesetzt. Die Lampe weist zwei Seitenkontakte 3 auf,
wobei im allgemeinen nur einer mit dem Fassungsseitenkontakt 5 in Berührung steht.
Die Lampe wird bajonettverschlußähnlich eingesetzt, d.h. sie wird beim Einsetzen gedreht
und damit verriegelt und aufgrund der Federkraft, die hier nicht näher dargestellt
ist, wird die Lampe über den Fassungsbodenkontakt 8 gegen den Fassungsseitenkontakt
6 gepreßt. Zwischen dem Lampenbodenkontakt 4 und dem Fassungsbodenkontakt 8 besteht
eine bestimmte Flächenpreßkraft. Der Fassungsbodenkontakt 8 ist im allgemeinen kugelkalottenförmig
9 ausgestaltet.
[0010] In Fig.2 ist ähnlich wie in Fig.1 die Lampenfassung 2 nur angedeutet. In der Lampenfassung
2 ist die Lampe mit dem Lampensockel 1 eingesteckt. Der Fassungsseitenkontakt 5 ist
mit einer Anformung 7 versehen, die als radial verlaufende Sicke ausgebildet ist,
was in der Detailansicht Fig.3 (Schnitt III-III) noch einmal deutlich dargestellt
ist. Der Lampenseitenkontakt 3 drückt gegen die radial verlaufende Sicke 7 des Fassungsseitenkontakts
5, wodurch eine bessere Kontaktstelle definiert ist und eine erhöhte Flächenpressung
bewirkt wird. Der Fassungsbodenkontakt 8 ist als Kegelstumpf 11 ausgebildet und weist
ein Innenloch 10 auf, welches eine Ringschneide bildet, die nicht nur eine bessere
Kontaktgabe zum Lampenbodenkontakt 4 bewirkt, sondern auch beim Einsetzen der Lampe
eine evtl. vorhandene Schmutzschicht durchstößt.
[0011] Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung hat dadurch den besonderen Vorteil einer Reinigungswirkung
beim Einsetzen gegenüber der bisher bekannten Anordnung, bei der die zentrische Anordnung
des Bodenkontakts, auch durch das Pressen des Bodenkontakts der Lampe gegen den Fassungsbodenkontakt
und durch ein anschließendes Drehen keine Reinigungswirkung wegen der zentrischen
Anordnung erzeugt werden konnte. Hingegen wird mit dem Reibradius (Innenloch) in jedem
Fall bei der Drehbewegung mit dem Einsetzen der Lampe eine Reinigungswirkung erzeugt
und vorhandene Korrosionsschichten oder andere Schmutzschichten werden durchstoßen.
1. Lampenfassung (2), z.B. für Lichtsignalgeber, mit zumindest einem rechtwinklig gebogenen
Seitenkontakt (5) und einem zentrisch angeordneten geprägten Bodenkontakt (8), dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenkontakt (5) an seiner Kontaktfläche (6) eine Anformung (7) und der
Bodenkontakt (8) eine Ausnehmung (10) aufweisen.
2. Lampenfassung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß am Seitenkontakt (5) die Anformung (7) als radial verlaufende Sicke ausgebildet
ist.
3. Lampenfassung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung (10) im Bodenkontakt (8) als Innenloch ausgebildet ist.
4. Lampenfassung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenkontakt (8) nicht kalotten- sondern kegelstumpfförmig (11) ausgebildet
ist.
5. Lampenfassung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenkontakt (5) in der Lampenfassung (2) spielfrei fixiert ist.