(19)
(11) EP 0 510 467 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
30.11.1994  Patentblatt  1994/48

(21) Anmeldenummer: 92106306.1

(22) Anmeldetag:  11.04.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B61D 3/18, B61D 45/00

(54)

Eisenbahngüterwagen

Railway freight wagon

Wagon à marchandises


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL PT SE

(30) Priorität: 25.04.1991 DE 9105054 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
28.10.1992  Patentblatt  1992/44

(73) Patentinhaber: Waggonfabrik Talbot
52070 Aachen (DE)

(72) Erfinder:
  • Tandetzki, Hans
    W-5120 Herzogenrath (DE)
  • Rheindorf, Hans-Peter, Dipl.-Ing.
    W-5216 Niederkassel (DE)
  • Franz, Carl, Dipl.-Ing.
    D-42111 Wuppertal (DE)

(74) Vertreter: Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte 
Kaiser-Friedrich-Ring 70
40547 Düsseldorf
40547 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 238 730
FR-A- 1 559 040
FR-A- 2 534 870
FR-A- 1 474 173
FR-A- 1 583 539
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Eisenbahngüterwagen für den Transport von kranbaren Straßenfahrzeug-Sattelanhängern und/oder Containern sowie Wechselbehältern mit mindestens einer gegenüber den Außenlangträgern des Güterwagen-Untergestells tieferliegenden Tasche zur Aufnahme der Räder eines Sattelanhängers und mindestens einem in Wagenlängsrichtung einstellbaren Stützbock zur Aufnahme des Königszapfens eines Sattelanhängers.

    [0002] Aus der FR-A-2 534 214 ist ein Eisenbahngüterwagen für den Transport von Straßenfahrzeug-Sattelanhängern bekannt, der mit einer gegenüber den Außenlangträgern des Güterwagen-Untergestells tieferliegenden Tasche zur Aufnahme der Räder eines Sattelanhängers und mit einem in Wagenlängsrichtung einstellbaren Stützbock zur Aufnahme des Königszapfens dieses Sattelanhängers versehen ist. Mit Hilfe des auf die jeweilige Länge des Sattelanhängers einstellbaren Stützbockes wird der Sattelanhänger an seinem vorderen Ende am Untergestell des Eisenbahngüterwagens festgelegt, wobei sich die Räder des Sattelanhängers in der Tasche des Eisenbahngüterwagens befinden, so daß der auf den Eisenbahngüterwagen aufgesetzte Sattelanhänger innerhalb des für Eisenbahngüterwagen zulässigen Lademaßprofils liegt.

    [0003] Mit dem aus der FR-A-2 534 214 bekannten Eisenbahngüterwagen können Sattelanhänger bis zu einer Gesamthöhe von 4 m auf der Straße und 2,50 m Breite transportiert werden. Seit kurzem sind jedoch übergroße Sattelauflieger mit einer Breite bis zu 2,60 m zugelassen, die insbesondere als Kühlfahrzeuge ausgeführt werden. Derartige übergroße Sattelauflieger können auf den vorhandenen Eisenbahngüterwagen gemäß der FR-A-2 534 214 nicht transportiert werden, weil sie das vorgegebene Lademaßprofil überschreiten.

    [0004] Der Erfindung liegt ausgehend von der FR-A-2 534 214 die Aufgabe zugrunde, einen derartigen Eisenbahngüterwagen für den Transport von kranbaren Straßenfahrzeug-Sattelanhängern derart weiterzubilden, daß mit ihm auch übergroße Sattelanhänger mit einer Breite von 2,60 m sowie Container und Wechselbehälter innerhalb des vorgegebenen Lademaßprofils transportiert werden können.

    [0005] Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der Stützbock zur wahlweisen Aufnahme des Königszapfens eines normalen oder eines übergroßen Sattelanhängers zwischen zwei Endstellungen in der Höhe verstellbar ist und daß an den Außenlangträgern des Untergestells zwei Auflageelemente. Zum Auf- und zumindest seitlichen Festlegen des hinteren Endes eines übergroßen Sattelanhängers in einer Verladestellung angeordnet sind, so daß die Achsaufhängung des mit einem Achslift ausgestattenen übergroßen Sattelanhängers in der Verladestellung entlastbar ist.

    [0006] Durch die erfindungsgemäße Weiterbildung des bekannten Eisenbahngüterwagens wird die Möglichkeit geschaffen, neben normalen Sattelanhängern mit einer Breite bis zu 2,50 m auch übergroße Sattelanhänger mit einer Breite bis zu 2,60 m innerhalb des vorgegebenen Lademaßprofils zu transportieren. Zu diesem Zweck ist der Stützbock zwischen zwei Endstellungen in der Höhe verstellbar. Zum Transport eines normalen Sattelanhängers wird der Stützbock in die obere Stellung gebracht. Der in dieser Stellung am vorderen Ende am Eisenbahngüterwagen festgelegte Sattelanhänger steht hierbei mit seinen Rädern auf der gegenüber den Außenlangträgern des Güterwagen-Untergestells tieferliegenden Tasche auf. Soll dagegen ein übergroßer Sattelanhänger mit dem erfindungsgemäßen Eisenbahngüterwagen transportiert werden, wird der Stützbock in seine untere Stellung abgesenkt. Hierdurch erfolgt eine Absenkung des vorderen Endes des übergroßen Sattelanhängers, der auch am hinteren Ende dadurch abgesenkt wird, daß seine mit einem Achslift ausgestattete Achsaufhängung entlastet wird. Gleichzeitig wird das hintere Ende des übergroßen Sattelanhängers durch die an den Außenlangträgern des Untergestells des Eisenbahngüterwagens angeordneten Auflagelemente, die am hinteren Ende des übergroßen Sattelanhängers angreifen, am Eisenbahngüterwagen definiert festgelegt. Hierdurch wird nicht nur erreicht, daß die Räder des übergroßen Sattelanhängers somit maximal mit dem Eigengewicht der Achsen auf dem Boden der am Eisenbahngüterwagen ausgebildeten Tasche aufliegen, sondern auch eine exakte mittige Ausrichtung des hinteren Endes des übergroßen Sattelanhängers auf dem Eisenbahngüterwagen erzielt, so daß die bisher zu berücksichtigenden seitlichen Toleranzen bezüglich des hinteren Endes normaler, nicht am Güterwagen-Untergestell fixierter Sattelanhänger entfallen.

    [0007] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung können die Auflageelemente als zwischen einer Ruhestellung und einer Arbeitsstellung überführbare Riegelzapfen ausgebildet sein, die in Beschläge am hinteren Ende des übergroßen Sattelanhängers eingreifen. Hierdurch ist mit bekannten Bauelementen eine sichere Festlegung auch eines übergroßen Sattelanhängers möglich, insbesondere wenn die Beschläge am Sattelanhänger als Corner-Castings und die Riegelzapfen als Twist-Lock-Zapfen ausgebildet werden.

    [0008] Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung sind die Auflageelemente als Stützplatten für die Auflage von am hinteren Ende des übergroßen Sattelanhängers angeordnete Blechprofile ausgebildet. Bei dieser Ausführung entfällt eine Abhebsicherung; statt dessen liegt das hintere Ende des Sattelanhängers auf zapfenlosen Stützplatten auf, die zugleich eine seitliche Führung des Sattelanhängers ergeben. Ein ggf. bei einem Auflaufstoß des Eisenbahngüterwagens sich vom Güterwagenuntergestell mit seinem hinteren Ende abhebender Sattelanhänger fällt wegen der Seitenführung der Blechprofile stets in seine mittige Lage zurück, weshalb gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die Blechprofile vorzugsweise mit einer nach unten weisenden Einführschräge versehen werden.

    [0009] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann der Stützbock in eine unterhalb der durch die Oberseite der Außenlangträger vorgegebene Ladefläche liegende Ruhestellung überführt werden, so daß die gesamte Ladelänge des erfindungsgemäßen Güterwagen-Untergestells in diesem Fall zum Transport von Containern und Wechselbehältern zur Verfügung steht, wozu gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung in an sich bekannter Weise zusätzliche Riegelzapfen zur Festlegung von Containern und/oder Wechselbehältern an den Außenlangträgern angeordnet sind.

    [0010] Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Eisenbahngüterwagens dargestellt, und zwar zeigen:
    Fig. 1
    eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des Eisenbahngüterwagens mit einem normalen Sattelanhänger,
    Fig. 2
    eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht des Eisenbahngüterwagens, jedoch mit einem übergroßen Sattelanhänger,
    Fig. 3
    eine Draufsicht auf den Eisenbahngüterwagen gemäß den Fig. 1 und 2, und zwar ohne Sattelanhänger,
    Fig. 4
    einen senkrechten Schnitt gemäß der Schnittlinie IV - IV in Fig. 2 durch den Eisenbahngüterwagen und den unteren Teil des übergroßen Sattelanhängers und
    Fig. 5
    einen Teilschnitt gemäß der Schnittlinie V - V in Fig. 3 durch den Eisenbahngüterwagen,
    Fig. 6
    eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels,
    Fig. 7
    eine der Fig. 3 entsprechende Draufsicht auf den Eisenbahngüterwagen nach Fig. 6 und
    Fig. 8
    einen senkrechten Schnitt gemäß der Schnittlinie VIII - VIII in Fig. 6.


    [0011] Der schematisch dargestellte Eisenbahngüterwagen 1 besitzt bei beiden Ausführungen ein Untergestell, das im wesentlichen aus zwei seitlichen Außenlangträgern 3 und diese miteinander verbindenden Querträgern 4 besteht, deren stirnseitige Querträger 4a mit Seitenpuffern 5 versehen sind. Dieses Güterwagen-Untergestell ruht auf zwei Drehgestellen, von denen der besseren Übersichtlichkeit wegen auf den Zeichnungen lediglich die Räder 6 gezeichnet sind.

    [0012] In der Nähe des einen Ende des Eisenbahngüterwagens 1 ist zwischen den Außenlangträgern 3 eine tieferliegende Tasche 7 zur Aufnahme der Räder 8 von Sattelanhängern 2a bzw. 2b ausgebildet. Das Fahrgestell dieser Sattelanhänger 2a und 2b umfaßt Langträger 9a bzw. 9b, an denen die auf der Zeichnung nicht dargestellten Achsaufhängungen für die Räder 8 angeordnet sind. Im vorderen Bereich der Sattelanhänger 2a und 2b ist mittig zwischen den Langträgern 9a bzw. 9b ein Königszapfen 10 angeordnet. Mit diesem Königszapfen 10 liegt der Sattelanhänger 2a bzw. 2b auf einer Tragplatte eines Zugfahrzeugs auf, wenn der Sattelanhänger 2a bzw. 2b auf der Straße verfahren wird. Beim Transport der Sattelanhänger 2a bzw. 2b auf dem Eisenbahngüterwagen 1 wird der Königszapfen 10 von einem Stützbock 11 aufgenommen, der in Längsrichtung des Eisenbahngüterwagens 1 auf mittleren Langträgern 12 verfahrbar ist, wie insbesondere aus den Fig. 3 und 7 hervorgeht.

    [0013] Wenn gemäß Fig. 1 ein normaler Sattelanhänger 2a auf dem Eisenbahngüterwagen 1 transportiert werden soll, wird dieser Sattelanhänger 2a mittels eines Kranes derart auf den Eisenbahngüterwagen 1 aufgesetzt, daß sich seine hinteren Räder 8 innerhalb der Tasche 7 des Eisenbahngüterwagens 1 befinden. Um hierbei die erforderliche Ausrichtung der Räder 8 in Längsrichtung des Eisenbahngüterwagens 1 zu erzielen, sind in der Tasche 7 Radvorleger 13 angeordnet, die entsprechende Mulden zur Aufnahme der Räder 8 bilden. Zur Festlegung des vorderen Endes des Sattelanhängers 2a wird der Stützbock 11 entlang der mittleren Langträger 12 in die erforderliche Position gebracht. Er befindet sich in seiner oberen Endstellung und nimmt den Königszapfen 10 des Sattelanhängers 2a auf. Auf die voranstehend beschriebene Weise ist ein Transport von Sattelanhängern 2a bis maximal 4,00 m Höhe und 2,50 m Breite möglich.

    [0014] Wenn mit dem Eisenbahngüterwagen 1 übergroße Sattelanhänger 2b mit einer Höhe von 4,00 m und einer Breite bis zu 2,60 m transportiert werden sollen, wird der wiederum in die erforderliche Stellung auf den mittleren Langträgern 12 verschobene Stützbock 11 in seine untere Stellung abgesenkt. Der übergroße Sattelanhänger 2b wird anschließend wiederum mittels eines Kranes auf den Eisenbahngüterwagen 1 abgestellt, wobei die mit einem Achslift ausgestattete Achsaufhängung des Sattelanhängers 2b entlastet wird. Hierdurch gelangen seine Räder 8 zwar ebenfalls in die durch die Radvorleger 7 vorgegebene, den Sattelanhänger 2b in Längsrichtung des Eisenbahngüterwagens 1 ausrichtende Stellung, jedoch liegen bei übergroßen Sattelanhängern 2b dessen Langträger 9b auf Auflageelementen 14a,14b auf, die an den Außenlangträgern 3 des Eisenbahngüterwagens 1 angeordnet sind und am hinteren Ende der Langträger 9b des Sattelanhängers 2b angreifen.

    [0015] Beim ersten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 bis 5 werden diese Auflageelemente durch Riegelzapfen 14a gebildet, welche das hintere Ende des übergroßen Sattelanhängers 2b mittig am Untergestell des Eisenbahngüterwagens 1 festlegen, so daß die bisher zu berücksichtigenden Toleranzen von 50 mm nach beiden Seiten auf nunmehr 10 mm verringert werden. Außerdem fällt die bisher zu berücksichtigende Möglichkeit einer Seitenneigung des auf dem Eisenbahngüterwagen 1 aufstehenden Sattelanhängers gegenüber dem Untergestell des Eisenbahngüterwagens 1 weg, so daß der übergroße Sattelanhänger 2b trotz seiner um 10 cm größeren Breite zuverlässig innerhalb des vorgegebenen Lademaßprofils bleibt. Die Riegelzapfen 14a greifen in am hinteren Ende des Sattelanhängers 2b angeordnete Beschläge ein. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Corner-Castings im hinteren Bereich der Langträger 9b des Sattelanhängers 2b. Die Riegelzapfen 14a können Twist-Lock-Zapfen sein. Diese Riegelzapfen 14a können aus der in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Arbeitsposition herausbewegt werden, so daß gemäß Fig. 1 auch normale Sattelanhänger 2a auf dem Eisenbahngüterwagen 1 transportiert werden können.

    [0016] Beim zweiten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 bis 8 werden als Auflageelemente Stützplatten 14b verwendet, auf denen das hintere Ende des Sattelanhängers 2b mittels Blechprofilen 16 aufliegt, die an den Langträgern 9b des Sattelanhängers 2b angeordnet sind. Diese Blechprofile 16 sind jeweils mit einer nach unten weisenden Einführschräge 16a versehen, wie dies aus Fig. 8 hervorgeht. Obwohl in diesem Fall keinerlei Aushebsicherung für das hintere Ende des Sattelanhängers 2b vorgesehen ist, reicht im Normalfall das Gewicht des Sattelanhängers 2b aus, diesen auch bezüglich seines hinteren Endes zentriert auf den Außenlangträgern 3a des Eisenbahngüterwagens 1 festzuhalten. Sollte im Fall von Auflaufstößen der Sattelanhänger 2b mit seinen am hinteren Ende angeordneten Blechprofilen 16 von den korrespondierenden Stützplatten 14b abheben, wird durch die beschriebene Konstruktion sichergestellt, daß der Sattelanhänger 2b anschließend wieder ordnungsgemäß in seine mittige Lage auf dem Eisenbahngüterwagen 1 zurückfällt.

    [0017] Die übergroßen Sattelanhänger 2b sind - wie bereits voranstehend erwähnt - mit in der Höhe verstellbaren Achsaggregaten ausgestattet. Derartige Achsaggregate sind üblicherweise als luftgefederte Achsaggregate ausgeführt, und zwar mit einem Achshub von ca. 200 bis 220 mm, der ohne Probleme für die vorliegende Anwendung auf ca. 270 mm vergrößert werden kann.

    [0018] Um auf den voranstehend beschriebenen Eisenbahngüterwagen 1 außer normalen Sattelanhängern 2a und übergroßen Sattelanhängern 2b auch Container und Wechselaufbauten transportieren zu können, kann der Stützbock 11 gemäß Fig. 5 und 7 in eine unterhalb der durch die Oberseite der Außenlangträger 3 vorgegebene Ladefläche liegende Ruhestellung überführt werden, die gestrichelt in Fig. 5 eingezeichnet ist. Damit steht die gesamte Ladefläche des Eisenbahngüterwagens 1 zur Beladung mit Containern oder Wechselbehältern zur Verfügung. Um diese Container oder Wechselbehälter am Untergestell des Eisenbahngüterwagens 1 zuverlässig festlegen zu können, sind die Außenlangträger 3 gemäß Fig. 2 mit zusätzlichen Riegelzapfen 15 versehen, die gestrichelt in Fig. 3 und 7 sowie in den Fig. 1 und 2 eingezeichnet sind und die immer dann in Arbeitsposition gebracht werden, wenn auf dem Eisenbahngüterwagen 1 Container oder Wechselbehälter transportiert werden sollen.

    Bezugszeichenliste:



    [0019] 
    1
    Eisenbahngüterwagen
    2a
    Sattelanhänger, normaler
    2b
    Sattelanhänger, übergroßer
    3
    Außenlangträger
    4
    Querträger
    4a
    Querträger
    5
    Seitenpuffer
    6
    Rad
    7
    Tasche
    8
    Rad
    9a
    Langträger
    9b
    Langträger
    10
    Königszapfen
    11
    Stützbock
    12
    mittlerer Langträger
    13
    Radvorleger
    14a
    Riegelzapfen
    14b
    Stützplatte
    15
    Riegelzapfen
    16
    Blechprofil
    16a
    Einführschräge



    Ansprüche

    1. Eisenbahngüterwagen (1) für den Transport von kranbaren Straßenfahrzeug-Sattelanhängern (2a) und/oder Containern sowie Wechselbehältern mit mindestens einer gegenüber den Außenlangträgern (3) des Güterwagen-Untergestells tieferliegenden Tasche (7) zur Aufnahme der Räder (8) eines Sattelanhängers (2a) und mindestens einem in Wagenlängsrichtung einstellbaren Stützbock (11) zur Aufnahme des Königszapfens (10) eines Sattelanhängers (2a, 2b),
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Stützbock (11) zur wahlweisen Aufnahme des Königszapfens (10) eines normalen oder eines übergroßen Sattelanhängers (2a, 2b) zwischen zwei Endstellungen in der Höhe verstellbar ist und daß an den Außenlangträgern (3) des Untergestells zwei Auflageelemente (14a, 14b) zum Auf- und zumindest seitlichen Festlegen des hinteren Endes eines übergroßen Sattelanhängers (2b) in einer Verladestellung angeordnet sind,
       so daß die Achsaufhängung des mit einem Achslift ausgestatteten übergroßen Sattelanhängers (2b) in der Verladestellung entlastbar ist.
     
    2. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Auflageelemente als zwischen einer Ruhestellung und einer Arbeitsstellung überführbare Riegelzapfen (14a) zum Eingreifen in am hinteren Ende des übergroßen Sattelanhängers (2b) vorgesehene Beschläge ausgeführt sind.
     
    3. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Auflageelemente als Stützplatten (14b) ausgebildet sind.
     
    4. Eisenbahngüterwagen nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Stützbock (11) in eine unterhalb der durch die Oberseite der Außenlangträger (3) vorgegebene Ladefläche liegende Ruhestellung überführbar ist.
     
    5. Eisenbahngüterwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß in an sich bekannter Weise zusätzliche Riegelzapfen (15) zur Festlegung von Containern und/oder Wechselbehältern an den Außenlangträgern (3) angeordnet sind.
     
    6. Transportsystem, bestehend aus Eisenbahngüterwagen (1) und darauf aufsetzbaren kranbaren Straßenfahrzeug-Sattelanhängern (2a,) und/oder Containern sowie Wechselbehältern,
    wobei

    - jeder Eisenbahngüterwagen (1) mindestens eine gegenüber den Außenlangträgern (3) des Güterwagen-Untergestells tieferliegende Tasche (7) zur Aufnahme der Räder (8) eines Sattelanhängers (2a,) und

    - mindestens einen in Wagenlängsrichtung einstellbaren Stützbock (11) zur Aufnahme des Königszapfens (10) eines Sattelanhängers (2a,) aufweist,

    dadurch gekennzeichnet,
    daß

    a) beim Eisenbahngüterwagen (1)

    - der Stützbock (11) zur wahlweisen Aufnahme des Königszapfens (10) eines normalen oder eines übergroßen Sattelanhängers (2a, 2b) zwischen zwei Endstellungen in der Höhe verstellbar ist, wobei die niedrigere Endstellung für übergroße Sattelanhänger (2b) vorgesehen ist,

    - an den Außenlangträgern (3) des Untergestells zwei Auflageelemente (14a, 14b) angeordnet sind,

    b) wenigstens die übergroßen Sattelanhänger (2b) an ihrem hinteren Ende auf die Auflageelemente (14a, 14b) in einer Verladestellung des Sattelanhängers (2b) - in der dessen Königszapfen (10) vom Stützbock (11) des Eisenbahngüterwagens (1) aufgenommen ist - zur Entlastung der mit einem Achslift ausgestatteten Achsaufhängung des Sattelanhängers (2b) auflegbare und zumindest seitlich festlegbare Gegenelemente aufweisen.


     
    7. Transportsystem nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Auflageelemente des Eisenbahngüterwagens (1) als zwischen einer Ruhestellung und einer Arbeitsstellung überführbare Riegelzapfen (14a) und die Gegenelemente des Sattelanhängers (2b) als Beschläge ausgebildet sind, in welche die in Arbeitsstellung befindlichen Riegelzapfen (14a) in der Verladestellung eingreifen.
     
    8. Transportsystem nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Auflageelemente des Eisenbahngüterwagens (1) als Stützplatten (14b) und die Gegenelemente des Sattelanhängers (2b) als auf die Stützplatten (14b) auflegbare Blechprofile (16) ausgebildet sind.
     
    9. Transportsystem nach Anspruch 8,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Blechprofile (16) eine nach unten weisende Einführschräge (16a) aufweisen, um den Sattelanhänger mittig zentriert auf den Außenlangträgern (3a) des Eisenbahngüterwagens (1) festzuhalten.
     
    10. Transportsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Stützbock (11) des Eisenbahngüterwagens (1) in eine unterhalb der durch die Oberseite der Außenlangträger (3) vorgegebene Ladefläche liegende Ruhestellung überführbar ist.
     
    11. Transportsystem nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß in an sich bekannter Weise zusätzliche Riegelzapfen (15) zur Festlegung von Containern und/oder Wechselbehältern an der Oberseite der Außenlangträger (3) angeordnet sind.
     


    Claims

    1. Railway goods wagon (1) for transporting craneable road vehicle semitrailers (2a) and/or containers and also interchangeable containers, having at least one pocket (7) lying at a lower level than the outer longitudinal members (3) of the goods wagon undercarriage for the reception of the wheels (8) of a semitrailer (2a) and at least one support rest (11) adjustable in the longitudinal direction of the wagon for the reception of the king pin (10) of a semitrailer (2a, 2b), characterized in that the support rest (11) is adjustable in height between two end positions for the selective reception of the king pin (10) of a normal or an oversize semitrailer (2a, 2b), and in that two support elements (14a, 14b) to support and at least laterally fasten the rear end of an oversize semitrailer (2b) in a loading position are arranged on the outer longitudinal members (3) of the undercarriage, so that in the loading position the axle suspension, which is equipped with an axle lift, of the oversize semitrailer (2b) can be relieved of load.
     
    2. Railway goods wagon according to Claim 1, characterized in that the support elements are in the form of locking pins (14a), which can be changed between a position of rest and a working position, for engagement in fittings provided at the rear end of the oversize semitrailer (2b).
     
    3. Railway goods wagon according to Claim 1, characterized in that the support elements are in the form of support plates (14b).
     
    4. Railway goods wagon according to Claim 3, characterized in that the support rest (11) can be changed to a position of rest situated beneath the loading surface formed by the upper face of the outer longitudinal members (3).
     
    5. Railway goods wagon according to one of Claims 1 to 4, characterized in that in a manner known per se additional locking pins (15) are arranged on the outer longitudinal members (3) in order to fasten containers and/or interchangeable containers.
     
    6. Transport system consisting of railway goods wagons (1) and craneable road vehicle semitrailers (2a) and/or containers and also interchangeable containers which can be laid thereon, wherein

    - each railway goods wagon (1) has at least one pocket (7) lying at a lower level than the outer longitudinal members (3) of the goods wagon undercarriage for the reception of the wheels (8) of a semitrailer (2a), and

    - at least one support rest (11) adjustable in the longitudinal direction of the wagon for the reception of the king pin (10) of a semitrailer (2a), characterized in that

    a) on the railway goods wagon (1)

    - the support rest (11) is adjustable in height between two end positions for the selective reception of the king pin (10) of a normal or an oversize semitrailer (2a, 2b), the lower end position being provided for oversize semitrailers (2b),

    - two support elements (14a, 14b) are arranged on the outer longitudinal members (3) of the undercarriage,

    b) at least the oversize semitrailers (2b) have, at their rear end, coacting elements which, in a loading position of the semitrailer (2b) - in which the king pin (10) of the latter is received by the support rest (11) of the railway goods wagon - can be laid and at least laterally fastened on the support elements (14a, 14b) in order to relieve of load the axle suspension, which is equipped with an axle lift, of the semitrailer (2b).


     
    7. Transport system according to Claim 6, characterized in that the support elements of the railway goods wagon (1) are in the form of locking pins (14a) which can be changed between a position of rest and a working position, and the coacting elements on the semitrailer (2b) are in the form of fittings into which, in the loading position, the locking pins (14a) in the working position engage.
     
    8. Transport system according to Claim 6, characterized in that the support elements of the railway goods wagon (1) are in the form of support plates (14b) and the coacting elements on the semitrailer (2b) are in the form of sheet-metal sections (16) which can be laid on the support plates (14b).
     
    9. Transport system according to Claim 8, characterized in that the sheet-metal sections (16) have a downwardly pointing insertion bevel (16a) in order to hold the semitrailer centrally centred on the outer longitudinal members (3a) of the railway goods wagon (1).
     
    10. Transport system according to one of Claims 6 to 9, characterized in that the support rest (11) on the railway goods wagon (1) can be changed to a position of rest situated beneath the loading surface formed by the upper face of the outer longitudinal members (3).
     
    11. Transport system according to one of Claims 6 to 10, characterized in that in a manner known per se additional locking pins (15) are arranged on the upper face of the outer longitudinal members (3) in order to fasten containers and/or interchangeable containers.
     


    Revendications

    1. Wagon à marchandises (1) pour le transport de semi-remorques routières (2a) et/ou de conteneurs pouvant être treuillés par une grue ainsi que de conteneurs amovibles, comprenant au moins une poche (7) qui est surbaissée par rapport aux longerons extérieurs (3) du châssis du wagon à marchandises et qui sert à recevoir les roues (8) d'une semi-remorque (2a), et comprenant au moins une sellette (11) qui peut être déplacée dans le sens longitudinal du wagon et qui sert à recevoir l'axe d'attelage (10) d'une semi-remorque (2a, 2b), caractérisé en ce que, pour recevoir sélectivement l'axe d'attelage (10) d'une semi-remorque normale ou surdimensionnée (2a, 2b), la sellette (11) est réglable en hauteur entre deux positions extrêmes, et en ce que, sur les longerons extérieurs (3) du châssis, sont disposés deux éléments d'appui (14a, 14b) servant à poser et immobiliser au moins latéralement, en position d'expédition, l'extrémité arrière d'une semi-remorque surdimensionnée (2b), de façon que la suspension d'essieu de la semi-remorque surdimensionnée (2b) équipée d'un dispositif releveur d'essieu soit soulagée en position d'expédition.
     
    2. Wagon à marchandises selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments d'appui sont conçus sous la forme de tourillons de verrouillage (14a) qui peuvent être déplacés entre une position de repos et une position de travail et qui s'engagent dans des ferrures prévues à l'extrémité arrière de la semi-remorque surdimensionnée (2a).
     
    3. Wagon à marchandises selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments d'appui sont conçus sous la forme de plaques porteuses (14b).
     
    4. Wagon à marchandises selon la revendication 3, caractérisé en ce que la sellette (11) peut être amenée dans une position de repos située en dessous de la surface de chargement prédéfinie par le dessus des longerons extérieurs (3).
     
    5. Wagon à marchandises selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que des tourillons de verrouillage supplémentaires (15) sont disposés de manière connue sur les longerons extérieurs (3) pour immobiliser des conteneurs et/ou des conteneurs amovibles.
     
    6. Système de transport, constitué d'un wagon à marchandises (1) et de semi-remorques routières (2a) et/ou de conteneurs qui peuvent prendre appui sur ledit wagon à marchandises et peuvent être treuillés par une grue, ainsi que de conteneurs amovibles, chaque wagon à marchandises (1) comportant au moins une poche (7) qui est surbaissée par rapport aux longerons extérieurs (3) du châssis du wagon à marchandises et qui sert à recevoir les roues (8) d'une semi-remorque (2a), et comprenant au moins une sellette (11) qui peut être déplacée dans le sens longitudinal du wagon et qui sert à recevoir l'axe d'attelage (10) d'une semi-remorque (2a, 2b), caractérisé en ce que,

    a) dans le cas du wagon à marchandises, pour recevoir sélectivement l'axe d'attelage (10) d'une semi-remorque normale ou surdimensionnée (2a, 2b), la sellette (11) est réglable en hauteur entre deux positions extrêmes, la position extrême basse étant prévue pour des semi-remorques surdimensionnées (2b), et deux éléments d'appui (14a, 14b) sont disposés sur les longerons extérieurs (3) du châssis,

    b) au moins les semi-remorques surdimensionnées (2b) comportent, à leur extrémité arrière, des éléments antagonistes qui peuvent être posés et immobilisés au moins latéralement sur les éléments d'appui (14a, 14b) lorsque la semi-remorque (2b) est en position d'expédition - dans laquelle son axe d'attelage (10) est retenu par la sellette (11) du wagon à marchandises (1) - afin de soulager la suspension d'essieu de la semi-remorque (2b) équipée d'un dispositif releveur d'essieu.


     
    7. Système de transport selon la revendication 6, caractérisé en ce que les éléments d'appui du wagon à marchandises (1) sont conçus sous la forme de tourillons de verrouillage (14a) qui peuvent être déplacés entre une position de repos et une position de travail, et les éléments antagonistes de la semi-remorque (2b) sont conçus sous forme de ferrures, dans lesquelles les tourillons de verrouillage (14) placés en position de travail s'engagent en position d'expédition.
     
    8. Système de transport selon la revendication 6, caractérisé en ce que les éléments d'appui du wagon à marchandises (1) sont conçus sous la forme de plaques porteuses (14b), et les éléments antagonistes de la semi-remorque (2b) sont conçus sous la forme de profilés en tôle (16) qui reposent sur les plaques porteuses (14b).
     
    9. Système de transport selon la revendication 8, caractérisé en ce que les profilés en tôle (16) comportent un plan incliné d'insertion (16a) dirigé vers le bas, afin d'immobiliser la semi-remorque de manière centrée sur les longerons extérieurs (3a) du wagon à marchandises (1).
     
    10. Système de transport selon l'une des revendication 6 à 9, caractérisé en ce que la sellette (11) du wagon à marchandises (1) peut être amenée dans une position de repos située en dessous de la surface de chargement prédéfinie par le dessus des longerons extérieurs (3).
     
    11. Système de transport selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé en ce que des tourillons de verrouillage supplémentaires (15) sont disposés de manière connue sur le dessus des longerons extérieurs (3) pour immobiliser des conteneurs et/ou des conteneurs amovibles.
     




    Zeichnung