[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufnahmevorrichtung für Tierexkremente gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 24 13 126 bekannt. Sie
weist auf Seite 2 der Beschreibung am Ende des zweiten Absatzes auf federnde Arme
hin, zwischen die der Aufnahmebeutel geschoben werden kann.
[0002] Eine ähnliche Vorrichtung - jedoch mit einer inneren Stange anstelle eines Rohres
- ist aus der US-PS 44 66 647 bekannt. Auch diese Vorrichtung weist zwei Spreizarme
auf, die aus dem äußeren Rohr herausgefahren und dabei gespreizt werden können, um
zwischen sich einen Aufnahmebeutel zu halten.
[0003] Vorteilhaft ist bei beiden vorbekannten Geräten, daß die Werkzeuge während des Nichtgebrauchs
in das äußere Rohr eingezogen und damit verdeckt werden können. Nachteilig ist jedoch
bei beiden bekannten Geräten, daß ein Beutel, der um die Arme geschlagen wird oder
zwischen den Armen aufgespannt wird, zwangsläufig mit einem Teilbereich seines oberen
offenen Endes über den Boden und damit durch den Dreck gezogen wird, so daß die Beschmutzung
der Hände unvermeidlich ist, wenn anschließend der Beutel verschlossen werden soll.
[0004] Daher schlägt die DE-OS 24 13 126 vor, daß das innere Rohr nach dem Auffangen des
Hundekotes wieder unter der Wirkung einer Feder in das äußere Rohr so schnell hineingezogen
wird, daß der Auffangbeutel abreißt und beispielsweise am Straßenrand liegenbleiben
kann. Der Aufnahmebeutel soll also gar nicht mehr angefaßt werden. Je nach der Materialstärke
des verwendeten Beutels ist es dabei fraglich, ob dieser tatsächlich sofort abreißt
oder aufgrund der Federwirkung an und teilweise in das Außenrohr gezogen wird und
anschließend auf höchst unerwünschte Weise aufplatzt. Hierdurch würde die Verschmutzungsgefahr
für den Benutzer des bekannten Gerätes erheblich vergrößert.
[0005] Bei der US-PS hingegen besteht die Gefahr, daß die beiden Spreizarme, die nicht durch
den Beutel abgedeckt werden, verschmutzt werden, so daß zum einen das Geräteinnere
ebenfalls verschmutzt, es zum zweiten zu einer Geruchsbelästigung aufgrund der Verschmutzung
kommen kann und drittens auch die Kleidung des Gerätebenutzers unbeabsichtigt verschmutzt
werden kann durch den Schmutz am Gerät.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Vorrichtung zur Aufnahme
von Tierexkrementen dahingehend zu verbessern, daß sowohl die Aufnahme der Tierexkremente
als auch die Entsorgung des verwendeten Aufnahmebeutels hygienisch und sicher erfolgen
kann.
[0007] Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Ausbildung einer gattungsgemäßen
Vorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Die Erfindung schlägt mit anderen Worten vor, eine zangenartige zweiteilige Haltevorrichtung
zu schaffen, in die ein Beutel eingelegt werden kann, der außen großflächig um die
gespreizten Schaufelelemente herumgeschlagen werden kann. Die Schaufel wird in ihrem
geöffneten Zustand über die Tierexkremente und bis auf den Boden gesetzt. Anschliessend
wird sie geschlossen, indem unter Federdruck das Zwischenrohr aus dem Außenrohr und
über die beiden Schaufelelemente fährt.
[0009] Dabei bewegt sich der Aufnahmebeutel nur mit seinem mittleren Bereich über den Boden,
wobei sein äußerer Randbereich, der weit zurückgeschlagen ist, verschmutzungsfrei
bleibt. Dadurch, daß ein Zwischenrohr aus dem Außenrohr um die gespreizten Schaufelelemente
abgesenkt werden kann, werden diese beiden Teilelemente der Haltevorrichtung zwangsläufig
geschlossen, so daß zwischen ihnen innerhalb des Beutels die Tierexkremente sicher
aufgenommen werden.
[0010] Ein unbeabsichtigtes Lösen oder öffnen der Aufnahmevorrichtung ist nicht möglich,
da diese durch das darum schließende Zwischenrohr zusammengehalten werden. Das freie
und unverschmutzte Ende des Beutels kann nun erfaßt werden, so daß der Beutel ohne
die Gefahr einer Verschmutzung des Benutzers verschlossen und entsorgt werden kann.
[0011] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.
[0012] Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Vorrichtung werden anhand der Zeichnungen
dargestellt. Dabei zeigen die
- Fig. 1 bis 3
- ein erstes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt in verschiedenen Ruhe- bzw. Benutzungsstellungen,
- Fig. 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel in einer Benutzungstellung ähnlich der Fig. 2 in perspektivischer
Darstellung und
- Fig. 5
- ein drittes Ausführungsbeispiel in einer Stellung ähnlich den Fig. 2 und 4.
[0013] In den Zeichnungen ist mit 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Aufnehmen von
Tierexkrementen dargestellt, die ein Außenrohr 2, ein Zwischenrohr 3 und einen Tragkörper
4 umfaßt. Der Tragkörper 4 trägt eine Haltevorrichtung 5, die aus zwei Schaufelhälften
6 und einem gebogenen Drahtbügel 7 besteht. Der Drahtbügel 7 ist in seinem hinteren
geräteinneren Bereich im wesentlichen U-förmig gebogen, wobei die beiden Arme der
Haltevorrichtung 5 im weiteren Verlauf im wesentlichen V-förmig zueinander gebogen
sind. Aufgrund ihrer Federelastizität spreizen sie sich, wenn die Haltevorrichtung,
wie in Fig. 2 dargestellt, aus dem Rohr herausgeschoben oder -gezogen wird.
[0014] In der in Fig. 1 dargestellten zusammengeschobenen Stellung greift eine federbelastete
Rastnase 8 in eine vordere Ausnehmung 9 des Zwischenrohrs 3. Wird die Rastnase 8 durch
einen Druck auf einen Hebel 10 nach oben bewegt, so gleitet das Zwischenrohr 3 aus
seiner in den Fig. 1 und 2 dargestellten zurückgezogenen Stellung in eine in Fig.
3 dargestellte vorgeschobene oder ausgefahrene Stellung. Dabei wird das Zwischenrohr
3 durch eine Spiralfeder 11 aus dem Außenrohr 2 herausbewegt. Anstelle der Spiralfeder
kann eine andere Form der Energiespeicherung verwendet werden, um das Zwischenrohr
3 aus dem Außenrohr 2 herauszubewegen. So kann der Antrieb beispielsweise mittels
einer Batterie oder Akkumulators in Verbindung mit einem Elektromotor erfolgen. Das
Zwischenrohr 3 wird in seiner ausgefahrenen Stellung durch das Eingreifen der Rastnase
8 in eine hintere Ausnehmung 12 gehalten.
[0015] Um die Aufnahmevorrichtung zu verwenden, wird zunächst gegenüber der in Fig. 1 dargestellten
Ruhestellung die Haltevorrichtung 5 durch ein geeignetes Zugmittel aus dem Außenrohr
2 und dem Zwischenrohr 3 herausgezogen. Diese Ausziehbewegung wird durch die Länge
eines Fadens 14 bestimmt und begrenzt. Durch die Federwirkung des Drahtbügels 7 spreizen
sich die Schaufelhälften 6. Der zwischen ihnen befindliche Aufnahmeraum für die Tierexkremente
wird auf diese Weise vergrößert und ermöglich das Einlegen eines Aufnahmebeutels,
der mit 15 schematisch angedeutet ist. Das offene Ende 16 des Aufnahmebeutels 15 kann
dabei weit um die Haltevorrichtung 5 herumgeschlagen werden.
[0016] Die auf diese Weise gebrauchsfertige Aufnahmevorrichtung wird nun über die Tierexkremente
gebracht, so daß sich die Tierexkremente zwischen den beiden Schaufelhälften 6 innerhalb
des Aufnahmebeutels 15 befinden.
[0017] Auf Druck des Hebels 10 wird nun das Zwischenrohr 3 durch die Spiralfeder 11 aus
dem Außenrohr 2 getrieben. Durch diese Ausfahrbewegung werden die bislang gespreizten
Schaufelhälften 6 zusammengeführt, so daß ein nahezu geschlossener Aufnahmeraum für
die Tierexkremente entsteht. Das Zwischenrohr 3 bewegt sich dabei zwischen die beiden
Arme des Drahtbügels 7 einerseits und das lose herumgeschlagene Ende des Aufnahmebeutels
15 andererseits. Der Aufnahmebeutel ist nur innen und in dem Stirnbereich der Schaufelhälften
6 verschmutzt, wo er durch die Schaufelhälften 6 auf den Boden gedrückt wurde. Daher
ist der umgeschlagene Bereich des Aufnahmebeutels 15 bis zu dessen umlaufenden offenen
Ende 16 unverschmutzt, so daß in diesem Bereich der Aufnahmebeutel 15 problemlos ergriffen
und verschlossen, beipielsweise verknotet, werden kann.
[0018] Nun kann entweder das Zwischenrohr 3 mitsamt der Haltevorrichtung 5 und dem gefüllten
Aufnahmebeutel 15 in das Außenrohr 2 gegen die Wirkung der Spiralfeder 11 zurückgedrückt
werden, so daß die aufgenommenen Tierexkremente sicher, verschmutzungsfrei und geruchsfrei
bis zu einer geeigneten Entsorgung transportiert werden können.
[0019] Alternativ dazu kann nun das Zwischenrohr 3 jedoch auch einzeln in das Außenrohr
2 zurückgeschoben werden, so daß sich die Haltevorrichtung 5 wieder spreizt und der
gefüllte und verschlossene Aufnahmebeutel 15 entnommen und entsorgt werden kann. Anschließend
kann die saubere und noch gespreizte Haltevorrichtung 5 in das Zwischenrohr 3 eingeschoben
werden.
[0020] In Fig. 3 ist das Zwischenrohr 3 gegenüber den Fig. 1 und 2 verlängert dargestellt.
Die Ausbildung des Gegenstandes der Fig. 1 bis 3 mit einem derartig verlängerten Zwischenrohr
3, wobei auch das Außenrohr 2 dementsprechend verlängert sein kann, schafft einen
Aufbewahrungsraum im vorderen Bereich der Aufnahmevorrichtung 1. Wenn das Zwischenrohr
3 durch die Kraft der Feder 11 die beiden Arme des Drahtbügels 7 zusammengepreßt und
damit die beiden Schaufelhälften 6 zusammengeführt hat, kann das verknotete Ende des
Aufnahmebeutels 15 in diesem Aufbewahrungsraum angeordnet werden.
[0021] Wenn das Zwischenrohr 3 anschließend in das Außenrohr 2 gegen die Wirkung der Feder
11 zurückgeführt worden ist, ragen auf diese Weise keine Elemente der Aufnahmevorrichtung
5 oder des Aufnahmebeutels 15 über die äußeren Abmessungen der Aufnahmevorrichtung
1 hervor, so daß eine Verschmutzungsgefahr weiter minimiert wird.
[0022] Der Aufbewahrungsraum im vorderen Bereich der Aufnahmevorrichtung 1 kann durch einen
Deckel, wie er in Fig. 3 ebenfalls dargestellt ist, vollkommen abgeschlossen werden.
Der Deckel sollte dabei zumindest das Zwischenrohr 3 und damit den geschaffenen Aufbewahrungsraum
abdecken. Der Deckel kann dabei, wie in Fig. 3 dargestellt, dem Zwischenrohr 3 angepaßt
sein. Er kann jedoch auch sowohl das Zwischenrohr 3 als auch das Aufnahmerohr 2 abdecken,
so daß er in diesem Fall erst dann auf die Aufnahmevorrichtung 1 aufgesetzt würde,
wenn das Zwischenrohr 3 in das Außenrohr 2 zurückgeführt worden ist.
[0023] Mit Hilfe eines derartigen Deckels werden vorteilhaft sowohl Verschmutzungen als
auch Geruchsbelästigungen wirksam unterbunden.
[0024] In den Fig. 1 bis 3 wird eine Aufnahmevorrichtung mit kreisförmigen Rohrquerschnitt
vorgeschlagen. Bei diesem ist die größte Öffnung einer Schaufel durch die Verwendung
zweier Schaufelhälften erzielbar, die in der Rohrmitte ihre Trennungsebene aufweisen,
wie dargestellt. Alternativ dazu kann, wie aus Fig. 4 ersichtlich, ein Rohr mit viereckigem
Querschnitt verwendet werden. In diesem Fall kann die Haltevorrichtung 5 eine einteilige
Schaufel 6a aufweisen, wobei der Drahtbügel 7a an seinem zweiten Arm einen Deckel
17 trägt, der im zusammengeklappten Zustand der Haltevorrichtung 5a den Aufnahmeraum
für die Tierexkremente verschließt.
[0025] Die Paßgenauigkeit zwischen dem Deckel 17 und der Schaufel 6a ist so bemessen, daß
ähnlich wie im ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3 ein Aufnahmebeutel 15 verwendet
und in die Schaufel 6a eingelegt werden kann. Das offene Ende 16 des Aufnahmebeutels
15 kann dabei, wie im ersten Ausführungsbeispiel, weit um die Schaufel 6a und den
Deckel 17 herumgeschlagen werden, um nach Benutzung der Aufnahmevorrichtung das Verschließen
des Aufnahmebeutels 15 hygienisch und ohne Verschmutzungsgefahr für den Benutzer zu
ermöglichen.
[0026] Beide dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele ermöglichen ein sicheres
Ergreifen der Tierexkremente, wobei der Aufnahmebeutel 15 innerhalb einer schützenden
Haltevorrichtung 5 aufgenommen ist, so daß er selbst dann nicht Zu Verschmutzungen
oder Geruchsbelästigungen durch eine Beschädigung führen kann wenn er über eine längere
Zeit bzw. längere Strecke innerhalb der Aufnahmevorrichtung bis zu seiner Entsorgung
aufbewahrt wird. Zudem erbringt die Haltevorrichtung eine mechanische Stabilität beim
Ergreifen der Tierexkremente, die der Beutel allein nicht bietet.
[0027] In Fig. 4 ist der Faden 14 als Rückhaltemittel für die Aufnahmevorrichtung 5a durch
den Boden des Zwischenrohres 3a bis an den Boden des Außenrohres 2a geführt. Bei dem
ersten Ausführungsbeispiel wird durch den Faden 14 die Bewegung der Haltevorrichtung
5 gegenüber dem Zwischenrohr 3 begrenzt. Beim Auslösen der Feder 11 durch Betätigung
des Hebels 10 wird sowohl das Zwischenrohr 3 als auch die Haltevorrichtung 5 aus dem
Außenrohr 2 herausgedrückt. Durch die gespreizte Stellung des Drahtbügels 7 schiebt
das Zwischenrohr 3 die Aufnahmevorrichtung 5 vor sich her. Dies bedeutet, daß die
Aufnahmevorrichtung 1 mit einem gewissen Anpreßdruck auf den Boden aufgedrückt werden
muß, damit das Zwischenrohr 3 über den gespreizten Drahtbügel 7 fährt und dabei die
beiden Schaufelhälften 6 aufeinanderzu bewegt.
[0028] Der auf den Boden ausgeübte Druck sichert ein vollständiges und sorgfältiges Aufnehmen
des gesamten Kotballens. Jedoch kann bei unebenen Untergrund die Zusammenführung der
beiden Schaufelhälften 6 ggf. durch den starken Bodendruck beeinträchtigt sein.
[0029] Das in Fig. 4 dargestellte Ausführungsbeispiel mit dem entsprechenden Verlauf des
Fadens 14a ermöglicht auch ohne Gegendruck, daß das Zwischenrohr 3a über die beiden
Arme des Drahtbügels 7a fährt und damit die Schaufel 6a und den Deckel 17 schließt,
da diese gegenüber dem Außenrohr 2a nicht weiter entfernt werden können. Auf diese
Weise ist auch mit nur geringem oder ganz ohne Bodendruck die Schließbewegung der
Aufnahmevorrichtung 5a möglich.
[0030] Vorteilhafterweise können transparente Aufnahmebeutel 15 verwendet werden, wobei
ebenfalls transparente Elemente im Bereich der Schaufelhälften 6 bis der Schaufel
6a oder des Deckeis 17 Verwendung finden können. Auf diese Weise kann leichter überwacht
werden, daß der gefüllte Aufnahmebeutel 15 platzsparend und mit seinem gesamten Inhalt
im Bereich der Schaufeln untergebracht werden kann.
[0031] Die Verwendung eines trapezförmigen Beutels, der im wesentlichen den Verlauf des
gespreizten Drahtbügels 7 angepaßt ist, ist vorteilhaft. Auf diese Weise sind keine
überschüssigen Beutelbereiche im Inneren der Aufnahmevorrichtung 1 vorhanden, die
ggf. stören könnten. Das sich weit öffnende offene Ende 16 des Aufnahmebeutels 15
bewirkt bei einem trapezförmigen Beutel 15 weiterhin, daß besonders leicht unter die
umgeschlagenen Bereiche des Aufnahmebeutels 15 gegriffen werden kann und so der Beutel
15 verschmutzungsfrei ergriffen und verschlossen werden kann.
[0032] In Fig. 5 ist mit 101 allgemein eine Vorrichtung zum Aufnehmen von Tierexkrementen
bezeichnet, die aus einem Außenrohr 102 und einem Zwischenrohr 103 besteht, wobei
innerhalb des Zwischenrohres 103 eine Haltevorrichtung 104 vorgesehen ist, die zur
Aufnahme eines Kunststoffbeutels dienen kann und mit zwei Schaufeln 105 versehen ist,
die durch eine gemeinsame Feder 106 miteinander verbunden sind, wobei die Federn 106
automatisch eine Spreizstellung der beiden Schaufeln 105 bewirkt, sobald diese aus
dem Zwischenrohr 103 herausgezogen werden.
[0033] Die Bewegung der Haltevorrichtung 104 aus dem Zwischenrohr 103 heraus wird durch
eine Teleskopeinrichtung 107 begrenzt, so daß diese Teleskopeinrichtung 107 einen
Anschlag für die Ausfahrbewegung der Haltevorrichtung 104 darstellt. Dieser Anschlag
arbeitet sehr zuverlässig, ist mechanisch sehr stabil und gewährleistet eine gute
Funktion über eine lange Zeit.
[0034] Die gespreizten Schaufeln 105 der Haltevorrichtung 104 werden zusammengeführt, so
daß die Tierexkremente automatisch aufgenommen werden, sobald das Zwischenrohr 103,
beispielsweise durch die Kraft einer Feder 108, aus dem Außenrohr 102 herausgefahren
wird.
[0035] Erfolgt diese Bewegung in einem einzigen Bewegungsablauf, so kann durch die Kraft
der Feder 108 das Zwischenrohr 103 so impulsartig schnell aus dem Außenrohr 102 herausbewegt
werden, daß das Zwischenrohr 103 mit großer Kraft auf den Erdboden aufschlägt. Dies
kann einerseits zu Beschädigungen der gesamten Vorrichtung 101 führen und kann andererseits
Schmerzen im Handgelenk der Bedienperson hervorrufen.
[0036] Gemäß der Erfindung weist die Vorrichtung 101 daher eine Betätigungswippe 109 auf,
die beidseitig mit Rastvorsprüngen versehen ist. Ein vorderer Rastvorsprung 110 greift
in eine Öffnung 111 des Zwischenrohres 103 und hält das Zwischenrohr 103 gegen die
Kraft der Feder 108 im Außenrohr 102. In dieser zurückgezogenen Stellung können die
beiden Schaufeln 105 der Haltevorrichtung 104 aus dem Zwischenrohr 103 herausgezogen
und damit selbsttätig gespreizt werden.
[0037] Die Betätigungswippe 109 weist an ihrem hinteren Ende einen hinteren Rastvorsprung
112 auf. Wird die Betätigungswippe 109 an ihrem hinteren Ende niedergedrückt, so wird
einerseits der vordere Rastvorsprung 110 aus der Öffnung 111 im Zwischenrohr 10 bewegt,
so daß das Zwischenrohr 103 unter der Kraft der Feder 108 aus dem Außenrohr getrieben
wird. Weiterhin bewegt sich durch diese Bewegung der Betätigungswippe 109 der hintere
Rastvorsprung 112 in eine schräg in das Zwischenrohr 103 eingeschnittene Vertiefung
114, wobei am Ende dieser Vertiefung 114 ein Anschlag 115 für den hinteren Rastvorsprung
112 geschaffen ist. Auf diese Weise wird die Bewegung des Zwischenrohres 103 begrenzt.
[0038] Vorteilhaft wird eine Bewegung des Zwischenrohres 103 zugelassen, die die Schaufeln
105 aus ihrer Spreizstellung bewegt und damit die Haltevorrichtung 104 schließt. Diese
teilweise Bewegung des Zwischenrohres 103 bis zu seiner ersten Raststellung bewirkt
daher, daß die Tierexkremente aufgenommen werden, so daß anschließend die gesamte
Vorrichtung 101 hochgehoben werden kann.
[0039] In dieser vom Boden entfernten Stellung kann nun das vordere Ende der Betätigungswippe
109 niedergedrückt werden. Dadurch wird der hintere Rastvorsprung 112 vom Anschlag
115 der Vertiefung 114 entfernt. Das Zwischenrohr 103 wird nun durch die Feder 108
endgültig aus dem Außenrohr 102 in dem zulässigen Maße bewegt. Dabei nimmt das Zwischenrohr
103 die Haltevorrichtung 104 vollständig auf. Das Zwischenrohr 103 mit der darin angeordneten
und gefüllten Haltevorrichtung 104 kann nun von Hand in das Außenrohr 102 eingeführt
werden, wobei die Feder 108 komprimiert wird. Wie vor der Aufnahme von Tierexkrementen
kann anschließend die Haltevorrichtung 104 von Hand aus dem Zwischenrohr 103 herausgezogen
werden, um den Kunststoffbeutel mitsamt den darin enthaltenen Tierexkrementen zu entsorgen.
1. Aufnahmevorrichtung für Tierexkremente mit einem Außenrohr und einem in diesem teleskopierbaren
Zwischenrohr sowie mit einer in den Rohren ein- und ausfahrbaren Haltevorrichtung
für einen Aufnahmebeutel, die aus einer aus den Rohren ausgefahrenen Spreizstellung
in eine zusammengeklappte Stellung beweglich ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die zweiteilige Haltevorrichtung (5, 5a, 104) schaufelförmig ausgebildet ist
und daß die Aufnahmevorrichtung (1, 101) in unterschiedliche Stellungen bringbar ist,
und zwar von einer
a) Ausgangsstellung, in der die zusammengeklappte Haltevorrichtung (5, 5a, 104) und das Zwischenrohr
(3, 3a, 103) in dem Außenrohr (2, 2a, 102) eingefahren sind, durch Herausziehen der
Haltevorrichtung mittels eines Zugmittels in eine
b) Aufnahmestellung, in der die gespreizte Haltevorrichtung gegenüber dem Außenrohr und dem eingefahrenen
Zwischenrohr ausgefahren ist, und von dieser Aufnahmestellung durch Ausfahren des
von einem Energiespeicher, insbesondere einer Spiralfeder (11, 11a, 108) beaufschlagten
Zwischenrohr in eine
c) Transportstellung, in der das Zwischenrohr (3, 3a, 103) die Haltevorrichtung (5, 5a, 104) in ihrer
zusammengeklappten Stellung unter Bildung eines nahezu geschlossenen Aufnahmeraums
umgreift.
2. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenrohr (3, 3a, 103) in der eingefahrenen und in der ausgefahrenen
Stellung durch eine Rastvorrichtung gehalten wird.
3. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine mit zwei Schaufelhälften (6, 105) versehene Haltevorrichtung (5, 104).
4. Aufnahmevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine mit einer Schaufel (6a) und einem Deckel (17) versehene Haltevorrichtung (5,
5a).
5. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen runden Rohrquerschnitt.
6. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen eckigen Rohrquerschnitt.
7. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch einen vorderen Bereich der Rohre (2, 2a, 3, 3a, 102, 103), der über das vordere Schaufelende
hinausragt.
8. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen Deckel, der wenigstens das Zwischenrohr (3, 3a, 103) abdeckt.
9. Aufnahmevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch ein Rückhaltemittel (Faden 14, 14a) für die Haltevorrichtung (5, 5a) gegenüber dem
Außenrohr (2, 2a).
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Rastvorrichtung (Betätigungswippe 109), die von außen betätigbar ist und das
Zwischenrohr (103) in einer Zwischenstellung fixiert, in der das Zwischenrohr (103)
teilweise aus dem Außenrohr (102) ragt und in der die Haltevorrichtung (104) durch
das Zwischenrohr (103) gegenüber ihrer Spreizstellung zumindest teilweise zusammengedrückt
ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen in der Wandung des Zwischenrohres (103) angeordneten Anschlag (115) für eine
Rastnase (112), die im Bereich des Außenrohres (102) beweglich gelagert ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine schräg in das Rohrinnere verlaufende und in der Wandung des Zwischenrohres (103)
angeordnete Vertiefung (114), deren Ende den Anschlag (115) für die Rastnase (112)
ausbildet.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Teleskopeinrichtung (107), die einerseits mit der Haltevorrichtung (104) und
andererseits mit dem Zwischenrohr (103) verbunden ist.