[0001] Die Erfindung betrifft eine Auslasskammer für die Zuluftverteilung in einen zu belüftenden
Raum, mit einer mindestens eine Zuströmöffnung aufweisenden Kammerwand für die Verbindung
der Auslasskammer mit einem Luftkanal einer Klimaanlage und mit zahlreichen, an mehreren
weiteren Kammerwänden vorgesehenen Luftleitelementen, die die Richtungen der aus der
Auslasskammer abströmenden Zuluft bestimmen, wobei die für die horizontale Anordnung
bestimmten Luftleitelemente mindestens einer Kammerwand durch einen gemeinsamen Antrieb
schwenkbar sind.
[0002] Eine Auslasskammer der genannten Art wurde bereits durch die EP-A-0 305 335 vorgeschlagen.
Gegenüber Luftauslässen mit unmittelbar im Wandausschnitt des Luftkanals einer Klimaanlage
gitterförmig angeordneten Luftleitelementen hat eine im zu belüftenden Raum montierte
Auslasskammer der genannten Art den Vorteil, dass für die Zuluftverteilung ein grösserer,
d.h. allseitiger Wirkungsbereich zur Verfügung steht.
[0003] Die wünschenswerte Verstellbarkeit der Luftleitelemente der bekannten Auslasskammer
durch einen selbsttätigen Antrieb konnte aufgrund konstruktiver Schwierigkeiten, insbesondere
hinsichtlich der begrenzten Raumverhältnisse an der kompakt auszuführenden Auslasskammer,
bisher nicht verwirklicht werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Luftauslasskammer der eingangs genannten
Art zu finden, die bei kompakten Abmessungen und bei verhältnismässig einfacher und
zuverlässiger Konstruktion eine optimale Anpassung an sich ändernde Belüftungsbedürfnisse
hinsichtlich der Luftrichtung und Luftmengenverteilung ermöglicht.
[0005] Die Lösung der genannten Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass die Auslasskammer
einen Antrieb aufweist, der durch eine mehrere Stränge aufweisende Antriebsverbindung
mit den schwenkbaren Luftleitelementen von mehrerer Kammerwänden verbunden ist.
[0006] Aufgrund der Erfindung ist es möglich, ohne den Zugriff von Hand, z.B. durch einen
ferngesteuerten Elektromotor, die Zuluftverteilung den zeitlich periodisch sich ändernden
Gegebenheiten für eine optimale Luftverteilung individuell anzupassen.
[0007] In bevorzugter Ausführungsform der Erfindung lässt sich eine die Einbauposition der
Auslasskammer in dem zu belüftenden Raum optimal berücksichtigende Grundposition der
Luftleitelemente durch Einstellung von Hand vorgeben, indem ein der Verstellung der
Luftleitelemente dienendes Exzenterorgan auf der zugehörigen Antriebswelle in eine
entsprechende Drehposition fest eingestellt wird.
[0008] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche
und auch der folgenden Beschreibung anhand der Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigt:
Fig.1 eine perspektivische Darstellung einer Luftauslass kammer gemäss der Erfindung
und
Fig.2 eine vergrösserte perspektivische Darstellung eines Eckbereichs der Auslasskammer
nach Fig.1.
[0009] Die Auslasskammer 1 hat entsprechend dem dargestellten Ausführungsbeipiel mehrere
im rechten Winkel zueinander verlaufende Kammerwände 2 bis 4, von denen eine, z.B.
oben angeordnete Kammerwand 2 eine für die Aufnahme eines Anschlussstutzen vorgesehene
Zuströmöffnung 5 aufweist, während die anderen, seitlich angeordneten Kammerwände
3,4 Luftauslassöffnungen 6,7 aufweisen, an denen zahlreiche vertikale und horizontale
Luftleitelemente 8,9 gitterförmig angeordnet sind.
[0010] Um insbesondere die horizontalen Luftleitelemente 8, trotz der einseitig über die
Zuströmffnung 5 in die Auslasskammer 1 einströmenden Luft gleichmässig mit Luft zu
beaufschlagen, ist innerhalb der Auslasskammer 1 eine Luftverteilvorrichtung befestigt.
Diese besteht beispielsweise aus einer Innenkammer 10, deren gelochten Umfangswände
11 im Abstand von den äusseren Kammerwänden 3,4 und zu diesen parallel an der oberen
Kammerwand 2 und im Abstand von der Bodenwand befestigt sind. Innerhalb dieser Innenkammer
10 ist auf nichtdargestellte Weise parallel zu der Bodenwand oder quer zur Zuströmrichtung
und auf z.B. halber Höhe der Auslasskammer 1 eine Stauwand befestigt. Diese ist ebenso
wie die Umfangswände 11 der Innenkammer mit zahlreichen Löchern für die Luftdurchströmung
versehen, die beispielsweise gleichmässig über deren gesamte Fläche verteilt sind.
[0011] In der Auslasskammer 1 kann eine Filtervorrichtung montiert sein, die beispielsweise
als textiler Filtersack oder in Form von Filterplatten an den Umfangswänden 11 und/oder
an der Stauwand anliegend montiert sind. Für deren Austausch oder Reinigung kann die
obere Kammerwand 2 und/oder die Bodenwand der Auslasskammer 1 lösbar an der Rahmenkonstruktion
12 befestigt sein.
[0012] Die Verteilung der aus einer Auslasskammer 1 ausströmenden Luft in vertikaler Richtung,
d.h. auf- und abwärts, erfolgt durch die horizontal angeordneten, als Lamellen ausgebildeten
Luftleitelemente 8. Für eine Aenderung dieser Verteilung lassen sie sich durch ein
gemeinsames Antriebssystem auf- und abwärts schwenken.
[0013] Das Antriebssystem hat einen für sämtliche zu bewegenden, horizontalen Luftleitelemente
8 gemeinsamen Antrieb 13, der beispielsweise ein elektromotorischer Stellantrieb ist.
Er kann aber auch als thermomechanischer Antrieb und/oder als Zylinder-Kolbeneinheit
ausgeführt sein. Seine Abtriebswelle 14 ist mit der Nockenwelle 15 eines ersten Antriebsstranges
verbunden. Mindestens ein weiterer Antriebstrang mit jeweils einer Nockenwelle 15′
schliesst sich in Richtung parallel zu den Kanten der Auslasskammer 1 über ein Winkelgetriebe
16 endseitig an. Diese Nockenwellen 15,15′, von denen in der Zeichnung zur Vereinfachung
der Darstellung nur zwei gezeigt sind, erstrecken sich oberhalb der oberen Kammerwand
2, indem sie in Böcken 18-20 gelagert sind, die als Winkeleisen dort befestigt sind.
Je nach den Anforderungen an die ästhetische Gestaltung, können diese Antriebsstränge
mehr oder weniger in einem Gehäuseteil 22 eingeschlossen sein.
[0014] Der an der jeweiligen Nockenwelle 15,15′ befestigte Nocken 23 ist in Kontakt mit
dem Ende eines Stössels 24, an dem sich ein Betätigungsschieber 25 für die Luftleitelemente
8 befindet. Hierfür sind diese, in Abstand von ihrer in der Darstellung nicht sichtbaren
Schwenkachse, an der Stelle 26 gelenkig mit dem Betätigungsschieber verbunden. Der
Stössel 24 kann zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen oder zur Verstellung des Bereiches
der Schwenkbewegung der Luftleitelemente 8 über ein nichtdargestelltes Gewinde längenveränderlich
sein.
[0015] Für die Ausführung einer maximalen Schwenkbewegung zwischen zwei Grenzpositionen
ist beispielsweise eine Drehung der Nokkenwelle 15,15′ um 180° erforderlich, und sie
setzt eine bestimmte Winkelposition des als exzentrische Kreisscheibe ausgeführten
Nockens 23 voraus. Für die Einstellung anderer Schwenkbereiche, mit anderen Grenzpositionen
der Schwenkbewegung, können die Nocken 23 in verschiedenen, von Hand veränderbaren
Winkelpositionen auf der zugehörigen Nockenwelle 15,15′ befestigt sein, wofür beispielsweise
am Nocken eine Andruckschraube vorgesehen ist.
[0016] Der abwärts gerichteten Nockenbewegung wirkt eine Zugfeder 27 entgegen, die am unteren
Ende des Betätigungschiebers 25 eingehakt ist, so dass der Stössel 24 spielfrei an
dem Nocken (23) anliegt.
1. Auslasskammer für die Zuluftverteilung in einen zu belüftenden Raum, mit einer mindestens
eine Zuströmöffnung (5) aufweisenden Kammerwand (2) für die Verbindung der Auslasskammer
(1) mit einem Luftkanal einer Klimaanlage und mit zahlreichen, an mehreren weiteren
Kammerwänden (3,4) vorgesehenen Luftleitelementen (8,9), die die Richtungen der aus
der Auslasskammer (1) abströmenden Zuluft bestimmen, wobei die für die horizontale
Anordnung bestimmten Luftleitelemente (8) mindestens einer Kammerwand (3,4) durch
einen gemeinsamen Antrieb schwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslasskammer
(1) einen Antrieb (13) aufweist, der durch eine mehrere Stränge (15,15′) aufweisende
Antriebsverbindung mit den schwenkbaren Luftleitelementen (8) von mehrerer Kammerwänden
(3,4) verbunden ist.
2. Auslasskammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsstränge jeweils
eine Antriebswelle (15,15′) mit mindestens einem Exzenterorgan (23) aufweisen, wobei
das Exzenterorgan (23) mit einem langgestreckten, längsverschiebbaren Betätigungsorgan
(24,25) in Wirkverbindung steht, mit dem jede der horizontalen, schwenkbaren Luftleitelemente
(8) einer Kammerwand (3,4) gelenkig verbunden ist.
3. Auslasskammer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Exzenterorgan (23)
mindestens einer Antriebswelle (15,15′) an dieser von Hand drehverstellbar befestigt
ist, so dass die Neigung der Luftleitelemente (8) verschiedener Kammerwände (3,4)
verschieden einstellbar ist.
4. Auslasskammer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzenterorgan
ein Nocken (23) ist und das Betätigungsorgan (24,25) mit einem Ende an der Nockenbahn
des Nockens (23) durch eine Feder (27) belastet anliegt.
5. Auslasskammer nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswellen
(15,15′) der Antriebsstränge über ein Winkelgetriebe (16) miteinander in Antriebsverbindung
stehen.
6. Auslasskammer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsstränge
(15,15′) an der oberen Kammerwand (2) gelagert sind.