[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Oberfläche einer Farbwerkwalze
nach Anspruch 1.
[0002] Durch die EP-A-04 86 855 (Stand der Technik nach Artikel 54(3)(4) EPU für die Vertragsstaaten
CH, DE, FR, GB, IT. LI) ist ein Verfahren zum Herstellen einer Oberfläche einer Farbwerkwalze
und eine Oberfläche nach diesem Verfahren bekanntgeworden. Hierbei werden nebeneinanderliegende
oleophile und hydrophile Oberflächenanteile einer Farbwerkwalze erzeugt. Zu diesem
Zweck wird auf eine metallische Oberfläche einer Walze eine oleophile Metallschicht
aufgebracht, in die Rillen eingearbeitet werden. Diese Rillen werden mit einem hydrophilen
Keramikmaterial vollgefüllt. Die so entstandene Oberfläche der Farbwerkwalze wird
so bearbeitet, daß oleophile und hydrophile Flächenanteile auf gleichem Niveau liegen.
In die oleophilen Flächenanteile werden dann eine Vielzahl von Näpfchen eingebracht.
Die Erzeugung von sog. Haschuren. bei denen die farbführende Schicht zwischen die
Walzenoberfläche spiralförmig umfahrenden freistehenden Stegen insgesamt tiefer gelegt
und nicht durch eine Vielzahl Querstege abgeteilt wird. ist in dieser Druckschrift
überhaupt nicht angesprochen.
[0003] Die EP-A-03 24 939 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung einer Rasterwalze. Hierbei
wird auf den imprägnierten Grundkörper der Walze eine Kupferschicht aufgebracht. in
die Näpfchen eingearbeitet werden. deren Stege von einer Keramikschicht überdeckt
sind.
[0004] Aus der US-A 47 73 143 ist eine Farbwerkwalze mit einer Oberfläche bekannt, bei der
auf einer Grundschicht eine oleophile Metallschicht angeordnet ist. In dieser Metallschicht
sind schraubenförmige Stege aus einem hydrophilen Keramikmaterial angeordnet. Zwischen
diesen Stegen liegen die oleophilen Transportflächen tiefer.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung einer Oberfläche
für eine Farbwerkwalze zu schaffen, die hydrophile und oleophile Flächenanteile aufweist.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst mit den Verfahrensschritten des kennzeichnenden Teils des
Anspruches 1.
[0007] Die mit der Walze erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, daß eine Walze
geschaffen wird, bei der die oleophilen Kleinflächen aus einem oteophilen Metall bestehen
können und nach Auschwemmung oder chemischer Abtragung wieder leicht bis zur Soll-Vertiefung
aufgetragen werden können, z. B. durch Materialauftrag nach einem elektro-chemischen
Verfahren oder aber auch umgekehrt, falls die tragenden hydrophilen Flächenanteile,
die mit den Rakeln in Berührung stehen. stärker abgenutzt sind, die tieferliegenden
oleophilen Flächenanteile. In diesem Falle werden die oleophilen Flächenanteile elektro-chemisch
soweit abgetragen, bis der Soll-Abstand von oleophiler zu hydrophiler Oberfläche unmittelbar
benachbarter Flächenanteile wieder erreicht ist Die Lebensdauer der Walze kann so
weiter verlängert werden.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben
[0009] Es zeigen
- Fig 1
- eine erfindungsgemäße Beschichtung der Walze vor dem Endbehandeln.
- Fig 2
- die erfindungsgemäße Beschichtung der Walze nach dem Endbehandeln.
[0010] Auf z. B. einer Mantelfläche 1 einer Stahlwalze 2 oder eines auf eine Mantelfläche
1 eines auf eine Walze aufschiebbaren Rohres, wird eine z. B. 0,6 mm dicke Metallschicht
3 aus einem oleophilen Material, z. B. Kupfer, flammaufgespritzt, eletro-chemisch
aufgebracht oder aufplattiert.
[0011] Anschließend wird die oleophile Oberfläche 4 der Metallschicht 3 mit einer Anzahl
von Vertiefungen 6 versehen, die so tief sind, daß sie entweder bis zur Mantelfläche
1 führen oder innerhalb der Dicke der oleophilen Metallschicht 3 enden. Diese Vertiefungen
6 können einen beliebigen Querschnitt aufweisen und auf verschiedenste Art hergestellt
werden, z. B. durch Lasern, Drehen. Rollen, Gravieren usw. Die Vertiefungen 6 können
z. B. als ein oder mehrstufige schraubenförmige Rillen 7 mit z. B. einer Steigung
von 1 mm, einer Breite von z. B. 0.5 mm und 0.15 mm Tiefe ausgebildet sein.
[0012] Die Rillen 7 sind gleichläufig zueinander. Die Vertiefungen 6 können aber auch die
verschiedenartigsten Querschnitte aufweisen, z. B. rund, rautenförmig oder auch länglich
sein.
[0013] Nach dem Einbringen der Vertiefungen 6 in die oleophile Metallschicht 3 werden zumindest
die Vertiefungen 6 mit einem weitgehend gegen Abrieb resistenten und hydrophilen Material
8 vollständig aufgefüllt, z. B. mittels des Flammspritzverfahrens.
[0014] Das weitgehend abriebresistente Material 8 besteht z. B. aus Keramik (CR
2 O
3). Da das gezielte Füllen der Vertiefungen 6 nicht möglich ist, wird es sich nicht
vermeiden lassen, daß die gesamte Oberfläche 4 der oleophilen Metallschicht 3 mit
zumindest einer dünnen Schicht 9 des Materials 8 bedeckt ist. Diese Schicht 9 des
Materials 8 wird nun soweit entfernt, z. B. abgeschliffen, daß das Material der Metallschicht
3 - unterbrochen jeweils durch die Auffüllungen 10 der Vertiefungen 6 - vollständig
freiliegt. Die Außenflächen 11, 12 von Metallschicht 3 und Auffüllungen 10 der Vertiefungen
6 liegen nun auf gleichem Niveau. Nun werden die Außenflächen 11 der gesamten Metallschicht
3 wahlweise tiefer gelegt (Fig. 2) und werden so zur endgüttigen oleophilen Transportfläche
13, so daß sie z. B. 0,03 mm unterhalb der Außenfläche 12 der abgeschliffenen Auffüllungen
15 mit einer hydrophilen Transportfläche 14 liegen. Dieses kann auf verschiedene Weise
geschehen, z. B. durch Ätzen oder elektro-chemisches Abtragen.
[0015] Teileliste
- 1
- Mantelfläche (2)
- 2
- Stahlwalze
- 3
- Metallschicht (1)
- 4
- Oberfläche
- 5
- -
- 6
- Vertiefungen
- 7
- Rillen
- 8
- Material, hydrophil
- 9
- Schicht
- 10
- Auffüllung
- 11
- Außenfläche (3)
- 12
- Außenfläche
- 13
- Transporlfläche, oleophile
- 14
- Transportfläche, hydrophile
- 15
- Auffüllung, abgeschliffene
1. Verfahren zum Herstellen einer Oberfläche einer Farbwerkwalze mit oleophilen und hydrophilen
Oberflächenanteilen, wobei auf eine metallische Oberfläche z. B. einer Walze oder
Rohres eine oleophile Metallschicht (3) aufgebracht wird, in diese Metallschicht schraubenförmig
verlaufende Rillen (7) zur Aufnahme von hydrophilem Material eingearbeitet und mit
einem weitgehend hydrophilen Keramikmaterial (8) vollständig gefüllt werden, anschließend
die so entstandene Oberfläche derart bearbeitet wird, daß die Oberfläche (11) der
oleophilen Metallschicht (3) frei- und auf gleichem Niveau wie die Außenflächen (12)
der Auffüllungen (10) liegt, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamten Außenflächen (11) der Metallschicht (3) schließlich derart behandelt
werden, daß sie gänzlich quersteglos auf ein wahlweises Niveau unterhalb des Niveaus
der Außenflächen (12) der Auffüllungen (10) zu liegen kommen.
1. Process for producing a surface of an inking-unit roller having oleophilic and hydrophilic
surface portions, wherein an oleophilic metal layer (3) is applied to a metal surface
of for example a roller or a tube, helical grooves (7) for receiving hydrophilic material
are made in this metal layer and are completely filled with a largely hydrophilic
ceramic material (8), then the surface thus produced is machined such that the surface
(11) of the oleophilic metal layer (3) is exposed and lies at the same level as the
outer faces (12) of the filled-up portions (10), characterized in that all the outer faces (11) of the metal layer (3) are finally treated such that they
come to lie in a manner entirely free of transverse webs at a selectable level below
the level of the outer faces (12) of the filled-up portions (10).
1. Procédé pour réaliser la surface d'un rouleau de mécanisme d'encrage comprenant des
portions de surface oléophiles et hydrophiles, une couche métallique oléophile (3)
étant appliquée sur une surface métallique par exemple d'un rouleau ou d'un tube,
des rainures à tracé hélicoïdal (7) étant pratiquées dans cette couche métallique
pour recevoir du matériau hydrophile et étant remplies de matériau céramique essentiellement
hydrophile (8), et la surface ainsi obtenue étant ensuite usinée de façon à dégager
la surface (11) de la couche métallique oléophile (3) et à l'amener au même niveau
que les surfaces extérieures (12) des masses de remplissage (10), caractérisé en ce que toutes les surfaces extérieures (11) de la couche métallique (3) sont enfin traitées,
en étant totalement dépourvues d'arêtes transversales, pour atteindre un niveau quelconque
situé en dessous du niveau des surfaces extérieures (12) des masses de remplissage
(10).