[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bewehrungs- oder Tragplatte für Baukonstruktionen
mit in deren Längsrichtung mit Abstand parallel zueinander durchgehenden, von der
Plattenebene abstehenden Versteifungsstegen, welche von aufgebogenen Abschnitten der
Bewehrungs- oder Tragplatten gebildet sind, wobei zumindest an den frei auskragenden
Randbereichen der Versteifungsstege die parallel zueinander verlaufenden Abschnitte
der Bewehrungs- oder Tragplatte bzw. die Randstege einander benachbarter Bewehrungs-oder
Tragplatten aneinander anliegen.
[0002] Bei einer bekannten Bewehrungs- oder Tragplatte (CH-PS 644 922) sind in Längsrichtung
durchgehende, von der Plattenebene abstehende Versteifungsstege vorgesehen, welche
von aufgebogenen Abschnitten der Bewehrungs- oder Tragplatte gebildet sind. Bei dieser
Ausführung sind diese beiden die Versteifungsstege bildenden Abschnitte parallel zueinander
verlaufend und aneinander anliegend ausgeführt. Die als Falten bezeichneten Versteifungsstege
bei dieser Ausführung weisen an ihrem freien Rand in Richtung der Hauptebene der Platte
eingedrückte Vertiefungen auf, welche als Hafteinbeulungen für den Beton dienen sollen.
Die Herstellung solcher Versteifungsstege mit den Vertiefungen ist recht kompliziert,
da eine Schlageinwirkung in der Ebene der Stege erfolgen muß, so daß entsprechende
Einspannmittel und Unterstützkonstruktionen erforderlich sind, um diese Verformung
auch herstellen zu können. Bei einer solchen Ausgestaltung ist wohl eine gewisse feste
Verbindung zwischen dem Beton und dem Bewehrungs-oder Tragelement in Richtung quer
zur Ebene der Tragplatten gegeben. Diese Bewehrungs- oder Tragplatten sollen aber
auch Zug- bzw. Druckspannungen aufnehmen können, wobei durch die relativ kleinen,
durch die Vertiefungen gebildeten seitlichen Ausbuchtungen kein besonderer Halt in
Längsrichtung der Versteifungsstege erzielt wird. Es ist daher auch bei entsprechenden
Belastungen durchaus möglich, daß sich die einzelnen Vertiefungen bereits im frischen
Beton oder aber bei entsprechenden Wechselbelastungen einen gewissen Freiraum selbst
bilden, so daß die Übertragung von Zug- und Druckkräften verhindert wird.
[0003] Bei einer anderen bekannten Ausführung (AT-PS 331 473) sind ebenfalls Versteifungsstege
vorgesehen, wobei jedoch der frei auskragende Längsrandbereich dieser Versteifungsstege
als Hohlprofil ausgeführt ist, welches durch entsprechende Querverformungen besser
im Beton verankert werden soll. Durch eine solche Konstruktion können keine wesentlichen
Zug- oder Druckspannungen zwischen der Bewehrungs- oder Tragplatte und dem Beton übertragen
werden. Durch die entsprechend großen Zug- oder Druckkräfte wird sich das Hohlprofil
am freien Randbereich dieser Versteifungsstege entsprechend verformen, so daß ohne
weiteres eine Längsbewegung zwischen der Bewehrungs- oder Tragplatte und der Betonfüllung
vorkommen kann.
[0004] Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, eine Bewehrungs-oder
Tragplatte der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der trotz einfacher Konstruktion
Zug- oder Druckspannungen übernommen werden können.
[0005] Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, daß der frei abstehende Längsrandbereich der
Versteifungsstege und/oder der Randstege wellen- oder zahnartig verformt ist.
[0006] Durch diese erfindungsgemäße Ausführung ist gewährleistet, daß durch die Bewehrungs-
oder Tragplatte Zug- oder Druckspannungen übernommen werden können, da eine großflächige
Anlage der Versteifungsstege an dem diese umgebenden Beton, gerade in Längsrichtung
der Versteifungsstege gesehen, gegeben ist.
[0007] Außerdem ist von besonderem Vorteil, daß die Fertigung der erfindungsgemäßen Bewehrungs-
oder Tragplatte bzw. die besondere Verformung der Versteifungsstege einfach durchzuführen
ist. Es können z.B. die Versteifungsstege in Längsrichtung durch eine Vorrichtung
geführt werden, bei der mit Abstand aufeinanderfolgend und versetzt zueinander Zahnräder
vorgesehen sind, deren Hüllkreise eine mittig durchgehende Ebene von beiden Seiten
her überragen. Solche Zahnräder sind für den Durchtransport der Platten durch entsprechenden
Angriff an den Versteifungsstegen vorgesehen, und zugleich können diese Zahnräder
den freien Längsrandbereich der Versteifungsstege wellenartig verformen.
[0008] Die beispielsweise aus Blech gebildeten Bewehrungs- oder Tragplatten werden bei der
Verformung in diesem Wellenbereich gereckt, wobei die Dehnungsspannung verringert
wird. Gerade durch eine solche Konstruktion ist eine Rollverformung möglich, was natürlich
auch eine einfache und daher kostengünstige Herstellung gewährleistet.
[0009] Weiters ist es vorteilhaft, wenn zwischen dem wellen- oder zahnartig verformten Längsrandbereich
der Versteifungsstege und/oder der Randstege und der Plattenebene mit Abstand parallel
zu dieser durchgehend verlaufende Versteifungssicken vorgesehen sind. Dadurch kann
eine zusätzliche Stabilisierung der Versteifungsstege und/oder der Randstege erfolgen,
wobei insbesondere zwei aneinander anliegende Randstege zweier Bewehrungs- oder Tragplatten
dadurch in ihrer Höhenlage exakt zueinander ausgerichtet werden.
[0010] Weiters wird vorgeschlagen, daß ein Randsteg der Platte als annähernd rechtwinklig
aufgebogener Abschnitt und der gegenüberliegende Randsteg an seinem freien Längsrandbereich
zum übergreifen des Randsteges der benachbarten Platte hakenartig umgebogen ausgeführt
ist. Durch diese Ausbildung können benachbarte Bewehrungs- oder Tragplatten kraft-
und/oder formschlüssig miteinander verbunden werden, wobei außerdem in diesem übergreifenden
Bereich Dichtmittel eingesetzt werden können.
[0011] Weiter wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die die Versteifungsstege bildenden
Abschnitte der Platte an den wellen-oder zahnartig ausgeformten Längsrandbereichen
anschließend spitzwinklig zur Ebene der Platte oder bogenförmig verlaufend divergieren,
wobei am Übergangsbereich zwischen den den Versteifungssteg bildenden Abschnitten
und dem ebenen Plattenabschnitt umgebördelte Abschnitte in den unterhalb des Versteifungssteges
gebildeten Kanal ragen. Durch diese Maßnahme sind Möglichkeiten zur Anbringung von
Installationen und Verkleidungen aller Art, also auch zum Einsetzen von Befestigungslaschen,
Schienen od. dgl. gegeben. Außerdem kann dadurch eine gute Raum- und Körperschalldämmung
erzielt werden. Als Nebenwirkung ergibt sich durch eine solche Ausbildung eine gefällige,
blendfreie optische Struktur, wenn die Bewehrungs-oder Tragplatte als Sichtelement
an der Unterseite einer Decke eingesetzt ist.
[0012] Ein weiterer Vorschlag geht dahin, daß die Versteifungsstege und/oder die Randstege
spitzwinklig zur Plattenebene geneigt sind. Eine solche Anordnung ist gerade dann
zweckmäßig, wenn die Versteifungsstege unmittelbar an entsprechend ausgebildete Kanäle
anschließen, so daß beidseitig der Versteifungsstege genügend Raum zum Einfüllen mit
Beton gegeben ist. Dabei ist es zweckmäßig, daß wenigstens jeweils zwei einander benachbarte
Versteifungsstege spitzwinklig gegeneinander geneigt sind.
[0013] Ein weiterer Vorschlag gemäß der Erfindung geht dahin, daß in den Versteifungsstegen
und/oder den Randstegen Bohrungen vorgesehen sind zum Einsetzen von als Abstandhalter
wirkenden Haltebügeln. Es können also zur zusätzlichen Stabilisierung und exakten
Abstandshaltung Haltebügel eingesetzt werden, die auch vor dem Betonieren zusätzlich
zum Befestigen von Einlegeteilen, Verteilereisen usw. verwendet werden können.
[0014] Eine besonders vorteilhafte Ausführung sieht dabei vor, daß die Haltebügel an ihren
beiden Enden zweifach annähernd rechtwinklig abgebogen sind, wobei die äußersten Abbiegeenden
der Haltebügel annähernd rechtwinklig zu der von dem Grundteil des Haltebügels und
den ersten Abbiegeabschnitten gebildeten Ebene abstehen. Die Bügelenden können dadurch
in die vorgesehenen Bohrungen an den Versteifungsstegen und/oder den Randstegen eingesetzt
werden und sind dann gegen Herausfallen selbstsperrend gesichert. Es kann dadurch
auch durch Rüttelschwingungen kein Lösen dieser Haltebügel erfolgen.
[0015] Weitere erfindungsgemäße Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden
Beschreibung anhand der Zeichnungen noch näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Schrägsicht einer Bewehrungs- oder Tragplatte mit aufgegossenem Betonkörper;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Bewehrungs- oder Tragplatte im Bereich eines Versteifungssteges;
- Fig. 3
- eine besondere Ausbildungsform einer Bewehrungs- oder Tragplatte, in einem Vertikalschnitt
dargestellt;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch den Verbindungsbereich zwischen zwei benachbarten Bewehrungs-
oder Tragplatten;
- die Fig. 5 bis 7
- verschiedene Querschnittsausbildungen einer Bewehrungs- oder Tragplatte;
- Fig. 8
- eine Konstruktionsvariante einer Bewehrungs- oder Tragplatte für den Einsatz als Stütze,
Säule od. dgl., wobei mehrere Teilabschnitte aneinandergefügt sind;
- Fig. 9
- ein vergrößertes Detail der Konstruktion der Randstege bei der Ausführung nach Fig.
8;
- die Fig. 10 und 11
- einen Haltebügel in Vorderansicht und in einem Schnitt.
[0016] Eine erfindungsgemäße Bewehrungs- oder Tragplatte ist durch die besondere Profil-Flächenarmierung
aus Profiltafeln und/oder Lamellenbändern zur Bewehrung von Wänden, Decken, Gewölben,
Böden und Dächern sowie von Stützen mit eckigem, kreis- und kreisringförmigem Querschnitt
einsetzbar, wobei diese Bewehrungs-oder Tragplatte zugleich als verlorene Schalung,
als Feuchtigkeitsschutz und somit als Dampfsperre, als Schallschluckelement und auch
als Befestigungselement für verschiedene Montageteile dient.
[0017] Die Bewehrungs- oder Tragplatte besteht dabei aus einem profilierten, ein-oder beidseitig
verzinkten oder beschichteten Stahl- oder Aluminiumblech, aus Aluminium-Strangpreßprofilen,
aus nichtrostenden Blechen, sonstigen Metallblechen aller Art, aus Glas- oder Kohlefaser-Kunststoffen
oder aus Asbesten.
[0018] Die Tragplatte 1 ist mit in Längsrichtung mit Abstand parallel zueinander durchgehenden,
von der Plattenebene abstehenden Versteifungsstegen 2 versehen, welche von aufgebogenen
Abschnitten der Tragplatte 1 selbst gebildet werden. An den frei auskragenden Längsrandbereichen
3 der Versteifungsstege 2 sind die parallel zueinander verlaufenden Abschnitte der
Tragplatte 1 bzw. die Randstege 4, 5 parallel zueinander aneinander anliegend ausgerichtet.
Dieser frei abstehende Längsrandbereich 3 der Versteifungsstege und/oder der Randstege
4, 5 ist wellen- oder zahnartig verformt.
[0019] Es können dadurch nach dem Aufbringen der Betonschicht 6 von der Tragplatte 1 voll
Zug- bzw. Druckspannungen übernommen werden.
[0020] Diese wellen- oder zahnartige Verformung der Längsrandbereiche 3 kann in einfacher
Weise durch Biegen oder Pressen hergestellt werden.
[0021] Aus den Fig. 1 und 2 ist ferner ersichtlich, daß in den Versteifungsstegen 2 und/oder
den Randstegen 4, 5 Bohrungen 7 zum Einsetzen von als Abstandhalter wirkenden Haltebügeln
8 vorgesehen sind. Ein solcher Haltebügel ist in den Fig. 10 und 11 gezeigt, wobei
dieser Haltebügel 8 an seinen beiden Enden zweifach abgebogen ist und zwar um ca.
6° nach innen. Die äußersten Abbiegeenden 10 der Haltebügel 8 stehen annähernd rechtwinklig
zu der von dem Grundteil des Haltebügels 8 und den ersten Abbiegeabschnitten 9 gebildeten
Ebene ab. Diese Haltebügel 8 dienen zur Stabilisierung und Abstandhaltung und sind
durch die besondere Ausbildung selbstsperrend.
[0022] Bei der Ausführung nach Fig. 3 verlaufen die die Versteifungsstege 2 bildenden Abschnitte
11 an den wellen-oder zahnartig ausgeformten Längsrandbereich 3 anschließend spitzwinklig
zur Ebene der Tragplatte 1 zueinander divergierend aus, wobei am Übergangsbereich
zwischen den den Versteifungssteg 2 bildenden Abschnitten 11 und dem ebenen Abschnitt
der Tragplatte 1 umgebördelte Abschnitte 12 in den unterhalb des Versteifungssteges
2 gebildeten Kanal 13 ragen. Es kann dabei jeder oder, wie in Fig. 3 abgebildet, jeder
zweite Versteifungssteg 2 auf diese Weise ausgebildet werden. Eine ähnliche Ausführung
ist in Fig. 5 dargestellt, wobei jedoch die Abschnitte 11 der Versteifungsstege 2
als bogenförmig verlaufende Abschnitte 11 ausgebildet sind.
[0023] Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, können zwischen den einzelnen Versteifungsstegen
2 die Eigenstabilität vergrößernde Profilelemente 23 vorgesehen sein, welche unter
Umständen zusätzlich Längssicken 14 aufweisen. Solche Tragplatten können auch eine
selbsttragende Konstruktion bilden, ohne daß ein Verbund mit Beton notwendig wäre.
Es können dabei zusätzlich beispielsweise zwischen zwei gegeneinander geneigte Versteifungsstege
2 Montageelemente 24 eingesetzt werden.
[0024] Bei den Ausführungen nach den Fig. 5 und 6 sind die Versteifungsstege spitzwinklig
zur Plattenebene geneigt. Es kann auch vorgesehen werden, daß die Randstege 4, 5 ebenfalls
spitzwinklig zur Plattenebene geneigt ausgeführt sind. Es ist dabei vorteilhaft, wenn
wenigstens jeweils zwei einander benachbarte Versteifungsstege 2 gegeneinander geneigt
sind, um eben dadurch Halterungen für verschiedene Montageteile 15, 16 und 24 zu erhalten.
[0025] Bei der Ausführung nach Fig. 7 sind lediglich mit Abstand parallel zueinander ausgerichtete
Versteifungsstege 2 vorgesehen, wobei diese Ausführung praktisch die einfachste Ausführung
darstellt, wie sie auch aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist.
[0026] Bei den Ausführungen nach den Fig. 3, 5, 6 und 7 und bei der vergrößerten Darstellung
nach Fig. 4 ist ersichtlich, daß ein Randsteg 4 der Tragplatte 1 als annähernd rechtwinklig
aufgebogener Abschnitt ausgeführt ist. Der gegenüberliegende Randsteg 5 weist an seinem
freien Längsrandbereich zum Übergreifen des Randsteges 4 der benachbarten Tragplatte
1 einen hakenartig umgebogenen Teil 17 auf. Es ist somit eine kraft- und formschlüssige
Verbindung aneinander anschließender Tragplatten 1 möglich, wobei in den umgebogenen
Abschnitt des Randsteges 5 ein Dichtungsstreifen oder ein Dichtungsmittel 18 eingesetzt
werden kann.
[0027] In Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, wie erfindungsgemäße Tragplatten 1
in besonderer Weise zur Bewehrung von Stützen aller Art eingesetzt werden können.
Je nach der notwendigen Form dieser Stützen können verschiedene Teilabschnitte von
Tragplatten aneinandergefügt werden. Hier liegen die Randstege 4 unmittelbar aneinander
an, wobei die wellen- oder zahnartig verformten Längsrandbereiche 3 formschlüssig
ineinandergreifen. Zur zusätzlichen Stabilisierung ist bei einer solchen Konstruktion
zwischen dem wellen-oder zahnartig verformten Längsrandbereich 3 und der Plattenebene
mit Abstand parallel zu dieser eine durchgehend verlaufende Versteifungssicke 19 vorgesehen.
[0028] In den gezeigten Ausführungsbeispielen ist die Tragplatte immer im wesentlichen eben
ausgeführt. Es ist aber auch möglich, die Tragplatten in einer quer zu den Versteifungsstegen
bzw. Randstegen verlaufenden Ebene bogenförmig zu krümmen, so daß die erfindungsgemäßen
Bewehrungs- oder Tragplatten auch bei gekrümmten Bauwerken problemlos einsetzbar sind.
Es kann daher sowohl eine Krümmung zum Beton hin als auch vom Beton weg erfolgen.
[0029] Die zwischen benachbarten Tragplatten 1 eingesetzte Dichtung 18 ist besonders vorteilhaft
als Feuchtigkeitsschutz und somit als Dampfsperre, dient aber außerdem als Schutz
gegen Schmutz, als Dichtung und als Kraftschlußverbindung zwischen benachbarten Tragplatten
1.
[0030] Eine Zusatzarmierung mit bekannten Torstählen ist möglich. Solche Varianten sind
jedoch auf den Zeichnungen nicht dargestellt. Wenn die Bewehrungs- oder Tragplatte
aus metallischen Werkstoffen hergestellt ist, wird das Ausgangsmaterial zweckmäßigerweise
metallurgisch den Torstählen angepaßt und durch Dehnen und Recken in der Spannung
diesen Torstählen gleichgestellt. Die Abstimmung der Widerstandskraft der Bewehrungs-
oder Tragplatte erfolgt durch eine variable Profilgestaltung, die Eigenschaft und
Dicke des eingesetzten Materials sowie durch Reckung.
1. Bewehrungs- oder Tragplatte mit in Längsrichtung mit Abstand parallel zueinander durchgehenden,
von der Plattenebene abstehenden Versteifungsstegen, welche von aufgebogenen Abschnitten
der Bewehrungs-oder Tragplatten gebildet sind, wobei zumindest an den frei auskragenden
Randbereichen der Versteifungsstege die parallel zueinander verlaufenden Abschnitte
der Bewehrungs- oder Tragplatte bzw. die Randstege einander benachbarter Bewehrungs-
oder Tragplatten aneinander anliegen, dadurch gekennzeichnet, daß der frei abstehende
Längsrandbereich (3) der Versteifungsstege (2) und/oder der Randstege (4, 5) wellen-.
oder zahnartig verformt ist.
2. Bewehrungs- oder Tragplatte nach Anspruch 1, dadurch gkennzeichnet, daß zwischen dem
wellen- oder zahnartig verformten Längsrandbereich (3) der Versteifungsstege (2) und/oder
der Randstege (4, 5) und der Plattenebene mit Abstand parallel zu dieser durchgehend
verlaufende Versteifungssicken (19) vorgesehen sind.
3. Bewehrungs- oder Tragplatte nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Randsteg (4) der Platte als annähernd rechtwinklig aufgebogener Abschnitt und
der gegenüberliegende Randsteg (5) an seinem freien Längsrandbereich zum Übergreifen
des Randsteges (4) der benachbarten Platte hakenartig umgebogen ausgeführt ist.
4. Bewehrungs- oder Tragplatte nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die die Versteifungsstege (2) bildenden Abschnitte (11) der Platte (1) an den wellen-oder
zahnartig ausgeformten Längsrandbereich (3) anschließend spitzwinklig zur Ebene der
Platte (1) oder bogenförmig verlaufend divergieren, wobei am Übergangsbereich zwischen
den den Versteifungssteg (2) bildenden Abschnitten (11) und dem ebenen Plattenabschnitt
umgebördelte Abschnitte (12) in den unterhalb des Versteifungssteges (2) gebildeten
Kanal (13) ragen.
5. Bewehrungs- oder Tragplatte nach Anspruch 1 und einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifungsstege (2) und/oder die Randstege (4, 5)
spitzwinklig zur Plattenebene geneigt sind.
6. Bewehrungs- oder Tragplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens
jeweils zwei einander benachbarte Versteifungsstege (2) spitzwinklig gegeneinander
geneigt sind.
7. Bewehrungs- oder Tragplatte nach Anspruch 1 und einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in den Versteifungsstegen (2) und/oder den Randstegen
(4, 5) Bohrungen (7) vorgesehen sind zum Einsetzen von als Abstandhalter wirkenden
Haltebügeln (8).
8. Bewehrungs- oder Tragplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltebügel
(8) an ihren beiden Enden zweifach annähernd rechtwinklig abgebogen sind, wobei die
äußersten Abbiegeenden (10) der Haltebügel (8) annähernd rechtwinklig zu der von dem
Grundteil des Haltebügels (8) und den ersten Abbiegeabschnitten (9) gebildeten Ebene
abstehen.