[0001] Die Erfindung betrifft eine Pumpenanordnung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Pumpenbetriebene Farbwerke sind bekannt aus der DE - 33 16 558 C2. Darin wird über
flexible Schläuche unter Zwischenschaltung eines Pumpensystems die Stempelfarbe ständig
aus einem Vorratsbehälter zugeführt. Als Pumpensystem finden Schlauchpumpen und Membranpumpen
Verwendung. Bei Schlauchpumpen kann eine unpräzise Führung der Schläuche zu einem
Funktionsausfall führen und nach längerem Stillstand der Maschine und Eintrocknung
der Farbe ein Platzen des Schlauches bei erneuter in Betriebnahme zu folgenreichen
Verschmutzungen vieler Maschinenteile führen.
[0003] Die Verwendung von Membranpumpen erfordert eine aufwendige Sychronisierung der Zu-
und Abförderpumpe. Außerdem kann auch durch Verschmutzung oder Farbverdickung ein
Ausfall der Farbgebung eintreten. Die Vermutzungsgefahr ist auch bei der Verwendung
von Ventilen gegeben, wie sie die EP - 0 376 477 A2 vorschlägt. Andere Farbwerke,
die ohne ein Pumpensystem arbeiten, z.B. durch Übertragen der Farbe aus einem Vorratsbehälter
mittels eines in die Farbe reichenden porösen Abstreifers, entsprechend der DE - 38
16 548 C2, weisen für Hochleistungsmaschinen, die bis zu 10.000 Frankierungen pro
Stunde gestatten,eine zu geringe Kapazität auf.
[0004] Der Erfidnung lag die Aufgabe zugrunde, für Frankier- und Wertstempelmaschinen eine
Pumpenanordnung für die Farbzufuhr zum Farbwerk zu schaffen, die auch bei Farbverdickungen
und Farbverschmutzungen funktionssicher arbeitet und die für Hochleistungs-Frankiermaschinen
einsetzbar ist.
[0005] Diese Aufgabe ist durch die Erfindung gelöst, wie sie im Kennzeichnungsteil des ersten
Patentanspruches dargestellt ist.
[0006] Durch die elektrisch angestriebene Gewindespindel wird eine Verdickung in kürzester
Zeit aufgelöst. Zudem wird durch diese Art des Pumpens eine relativ große Umwälzung
des Farbvorrates erzielt, die für Hochleistungs-Frankiermaschinen erfoderlich ist.
[0007] Ein weiterer Vorteil ist, daß die Gewindespindel als Unterdruck- oder als Überdruckpumpe
betrieben werden kann. Dadurch sind variable Angleichungen an die Konsistenz der Farbe
wie auch an konstruktive Bindgungen ermöglicht.
[0008] Andere vorteilhafte Maßnahmen zeigen die weiteren Unteransprüche.
[0009] Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Die Zeichnung
zeigt die prinzipielle Pumpenanordnung nach der Erfindung, wobei eine Ausführung mit
saugender Gewindespindel dargestellt ist.
[0010] Die Pumpenanordnuung besteht aus zwei Farbbehältern 2, 5, von denen jeweils einer
als Farbvorratsbehälter dient. Beide Farbbehälter 2, 5 sind übereinander angeordnet,
wobei der obere Farbbehälter 5 auch teilweise in den unteren Farbbehälter 2 ragt.
Bei Verwendung in Frankier- oder Wertstempelmaschinen für eine geringere Anzahl von
Frankierungen und damit geringerem Farbbedarf kann der obere Farbbehälter 5 ganz im
unteren Farbbehälter 2 integriert sein. Beide Farbbehälter 2, 5 sind durch ein Führungsrohr
3 miteinander verbunden. In dem Führungsrohr 3 ist eine Gewindespindel 1 gelagert.
Die Gewindespindel 1 wird über eine Kupplung 6, z.B. aus Kegel- und Stirnrädern gebildet,
von einem Elektromotor 7 als Pumpenaggregat bewegt.
[0011] Die Kupplung 6 kann innerhalb oder außerhalb des oberen Farbbehälters konstruktiv
angeordnet sein.
[0012] Die Farbbehälter 2, 5 sind über getrennte Rohr- oder Schlauchverbindungen 4, 8 mit
dem Farbwerk 9 der Frankier- oder Wertstempelmaschine verbunden. Im gezeigten Beispiel
mit einer saugenden Gewindespindel 1 wird aus dem unteren Farbbehälter 2 die Farbe
mittels der Spindel in den oberen Behälter 5 durch Erzeugen eines Unterdruckes transportiert.
Von dort wird die Farbe über die Rohr- oder Schlauchverbindung 8 in das Farbwerk 9
durch deren tiefer liegenden Zuflußstutzen geleitet. Der Rückfluß der nicht benötigten
Farbe über den höher gelegenen Abflußstutzen des Farbwerkes 9 fließt die Farbe durch
die Schlauchverbindung 4 zurück in den unteren Farbbehälter 2.
[0013] Dieser ständige Umlauf in Verbindung mit der Gewindespindel 1 als Pumpenmittel verhindert
ein Verdicken der Farbe. Bei einem nach längerer Standzeit wieder anlaufendem Farbwerk
erhält die Farbe durch die Gewindespindel 1 in kürzester Zeit wieder ihre ursprüngliche
Konsistenz.
[0014] Durch entsprechende Abdeckungen der Farbbehälter 2, 5 sowie des Farbwerkes 9 ist
eine Verschmutzung der Farbe nur in geringem Umfang möglich, die zudem in Folge der
Durchmischung bzw. Umwälzung der Farbe durch die Gewindespindel praktisch behoben
wird.
[0015] Anstelle der in der Zeichnung dargestellten saugenden Gewindespindel 1 ist auch durch
Umkehr der Drehrichtung ein Überdruck erzeugbar, der die Farbe vom oberen Farbbehälter
5 in den unteren Farbbehälter 2 transportiert. An dem Farbwerk 9 sind lediglich die
zu- und abführenden Rohr- oder Schlauchverbindungen 8, 4 zu vertauschen.
[0016] Zum Erzielen einer kompakten Bauform ist einerseits, wie bereits beschrieben, ein
Farbbehälter 5 in den anderen Farbbehälter 2 gesetzt. Weiterhin kann zu diesem Zweck
derkomplette Antrieb, bestehend aus Kupplung 6 und Elektromotor 7 innerhalb des einen
Farbbehälters 5 angeordnet werden. Die Anordnung des kompletten Antriebs innerhalb
des Farbbehälters 5 vermeidet außerdem Undichtigkeiten.
[0017] Bei einer flexiblen Ausbildung der Gewindespindel 1 ist diese in ein ebenfalls flexibles
Führungsrohr 3 einsetzbar, wodurch eine weitere optimale Raumnutzung gegeben ist.
[0018] Wird die Pumpenanordnung in Abhängigkeit der Frankier- oder Wertstempelabdrucke gesteuert,
ist ein geringerer Verschleiß und eine geringere Erwärmung der Farbe erzielbar.
1. Pumpenanordnung für einen Farbvorratstank eines Farbwerkes in Frankier- und Wertstempelmaschinen,
das aus einem Gehäuse mit Farbwalzen besteht, welches mit dem Farbvorratstank über
Zulauf- und Rücklaufstutzen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbvorratstank
aus zwei Farbbehältern (2, 5) besteht, die durch ein Führungsrohr (3) miteinander
verbunden sind, daß in dem Führungsrohr (3) eine Gewindespindel (1) gelagert ist,
die als Pumpenaggregat über eine Kupplung (6) von einem Elektromotor (7) angetrieben
wird, und daß die Farbvorratsbehälter (2, 5) über Rohr- oder Schlauchverbindungen
(4, 8) mit dem Farbwerk (9) verbunden sind.
2. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (1)
durch Erzeugen eines Unterdruckes Farbe aus dem ersten Farbbehälter (2) in den zweiten
Farbbehälter (5) saugt und dem Farbwerk (9) zuführt.
3. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindespindel (1)
durch Erzeugen eines Überdruckes Farbe aus dem zweiten Farbbehäler (5) in den ersten
Farbbehälter (2) drückt und dem Farbwerk (9) zuführt.
4. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbbehälter (2,
5) ineinander gesetzt sind.
5. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der komplette Antrieb
(6, 7) innerhalb des zweiten Farbbehälters (5) angeordnet ist.
6. Pumpenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsrohr (3)
und die Gewindespindel (1) flexibel gestaltet sind.