[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Mischen von
Getränkekomponenten der in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 3 erläuterten Art.
[0002] Ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung sind aus der DE-PS 31 32
706 bekannt. Die bekannte Vorrichtung dient zum Mischen von einer kleineren Menge
Sirup mit einer größeren Menge Wasser. Für jede Komponente ist jeweils ein Aufnahmebehälter
vorgesehen, die jeweils mit ihren eigenen Zulaufleitungen versehen sind. Der Aufnahmebehälter
für Wasser ist mit einem Füllstandsregler versehen, über den das Wasservolumen eingestellt
werden kann. Der Aufnahmebehälter für Sirup entspricht in seinem Volumen dem Volumen
des zu mischenden Sirups und wird bei jedem Mischvorgang voll befüllt. Der Sirupbehälter
ist unterhalb des Wasserbehälters angeordnet und mit dem Wasserbehälter über eine
Rohrleitung verbunden, durch die der Ablauf aus dem Wasserbehälter geführt ist. Beim
Mischen der Komponenten werden zunächst Wasser und Sirup jeweils direkt in ihre Aufnahmebehälter
bis zur vorbestimmten Füllstandsmenge eingeleitet. Danach wird der Zulauf gesperrt,
und das Wasser aus dem Aufnahmebehälter über die Rohrleitung in den Sirupbehälter
und von dort in einen nachgeschalteten Sammelbehälter geleitet. Der Sirup wird somit
vom Wasser aus seinem Aufnahmebehälter gespült. Es hat sich jedoch herausgestellt,
daß die Mischergebnisse mit dieser Vorrichtung noch verbesserungsfähig sind.
[0003] Aus der DE-PS 15 57 161 ist eine Vorrichtung zum Mischen von Getränken bekannt, bei
der die Komponenten direkt in einen gemeinsamen Mischbehälter von unten her eingeleitet
werden. Der Mischbehälter enthält eine schwimmergesteuerte Füllstandsanzeige, die
das Öffnen und Schließen der Zulaufventile für beide Komponenten regelt. Es wird zunächst
die kleinere Komponente in den Füllstandsbehälter bis zur ihrem vorbestimmten Niveau
eingeleitet. Dann wird der Zulauf dieser Komponente gestoppt und der Wasserzulauf
geöffnet, wobei das Wasser von unten her in die zuerst eingeleitete Komponente hindurchgeführt
wird. Auch das Mischergebnis in diesem Behälter ist noch verbesserungsfähig. Darüber
hinaus ist die Vorrichtung speziell auf das Mischen eines relativ gut fließfähigen,
wasserähnlichen Getränkekonzentrats (z.B. Obstsaftkonzentrat) mit Wasser ausgelegt.
Sirupe mit höherer Viskosität würden noch schlechtere Mischergebnisse bringen. Schließlich
ist eine Schwimmersteuerung für Sirupe nur bedingt einsetzbar, da der Schwimmer durch
auskristallisierenden Zucker sehr leicht verklebt.
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine konstruktiv
einfache Vorrichtung zum Mischen von Getränkekomponenten bereitzustellen, die zuverlässig
in der Funktion sind, und verbesserte Mischergebnisse liefern.
[0005] Die Aufgabe wird bei einem Verfahren durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs
1 und bei einer Vorrichtung durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 3 gelöst.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Zuführung einer Getränkekomponente in den dieser Komponente
zugeordneten Aufnahmebehälter durch den Aufnahmebehälter einer anderen Komponente
in Verbindung mit der Querschnittserweiterung im Verlauf des Zulaufes zwischen den
beiden Aufnahmebehältern wird auf konstruktiv einfache Weise eine wesentlich bessere
Durchmischung auch einer stärker viskosen, sirupartigen Komponente errreicht. Trotzdem
ist eine exakte Füllstandsmessung möglich.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0008] Die Strömungsführung und die Anordnung der Behälter gemäß den Ansprüchen 2, 4 und
5 verhindern die Ausbildung von "toten Ecken", in denen geringe Mengen einer einzelnen
Komponente festgehalten werden können.
[0009] Durch die Anordnung nach Anspruch 6 wird gleichzeitig auch der Übergangsbereich von
verbleibenden Restmengen gesäubert.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist es weiterhin möglich, die bewährte Dosierung
über einen vollständig zu befüllenden Aufnahmeraum, insbesondere für die sirupartige
Komponente, gemäß Anspruch 7 zu verwenden.
[0011] Die Mischung beider Komponenten wird durch die gemäß Anspruch 8 regelbare Fließgeschwindigkeit
bzw. den Fließquerschnitt des Zulaufs zum ersten Aufnahmeraum noch weiter verbessert.
[0012] Anspruch 9 beschreibt ein erstes Ausführungsbeispiel einer konstruktiven Ausgestaltung
und Anordnung beider Aufnahmeräume. Anspruch 10 beschreibt ein zweites, bevorzugtes
Ausführungsbeispiel einer konstruktiven Anordnung und Ausgestaltung der Aufnahmeräume.
[0013] Werden beiden Aufnahmeräume in einem gemeinsamen Behälter untergebracht, so wird
gemäß Anspruch 11 Zweckmäßigerweise die Querschnittsfläche des Aufnahmeraums für die
kleinere Komponente kleiner gewählt als die Querschnittsfläche des Aufnahmeraums für
die mengenmäßig größere Komponente.
[0014] Bei den im gemeinsamen Behälter untergebrachten Aufnahmeräumen ist es für eine gute
Durchmischung weiterhin ausreichend, wenn der Übergangsbereich gemäß Anspruch 12 die
gleiche Querschnittsfläche wie der Aufnahmeraum für die kleinere Komponente aufweist.
Auf diese Weise werden die Vermischung störende "tote Ecken" vermieden.
[0015] Darüber hinaus kann gemäß den Ansprüchen 13 und 14 das Querschnittsflächenverhältnis
zwischen den beiden Aufnahmeräumen entsprechend des gewünschten Mischungsverhältnisses
der jeweils darin enthaltenen Komponenten eingestellt werden, so daß das Dosieren
beider Komponenten mit einer prozentual gleichen Fehlerquote behaftet ist.
[0016] Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 15 wird die Befüllung des zweiten Aufnahmeraumes
verbessert, wobei durch die Maßnahme nach Anspruch 16 die Befüllgenauigkeit erhöht
werden kann.
[0017] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem ersten
Ausführungsbeispiel, und
Fig. 2 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0018] Aus Fig. 1 ist in schematischer Darstellung ein Fließbild einer Vorrichtung 1 zum
Mischen von Getränken G aus zwei Komponenten, insbesondere einer größeren Menge Wasser
W und einer kleineren Menge Sirup S, ersichtlich. Das zum Mischen verwendete Wasser
W gelangt zunächst in einen herkömmlichen Wasservorlauf 2 mit Entlüftung und Injektordruckentgasung,
in dem das Wasser vom gelösten Sauerstoff befreit wird. Der Wasservorlauf 2 ist Stand
der Technik und wird deshalb nicht weiter erläutert. Aus dem Wasservorlauf 2 gelangt
das entlüftete Wasser über eine Leitung 3 in zwei identisch ausgebildete und parallel
geschaltete Dosier- und Mischeinheiten 4 und 4'. Der Sirup S wird zunächst über eine
Leitung 5 und ein darin angeordnetes Ventil 5a in einen Vorratsbehälter 6 geleitet,
dessen Füllstand über Füllstandsanzeigen 7 kontrollierbar ist. Vom Boden des Sirup-Vorratsbehälters
6 führt eine Sirupleitung 8 zu jeder der Dosier- und Mischeinheiten 4, 4'.
[0019] Die Dosier- und Mischeinheiten 4 und 4' sind identisch ausgebildet, so daß nachfolgend
lediglich die Dosier- und Mischeinheit 4 erläutert wird. In Fig. 1 wurden jedoch die
Bezugszeichen für die Dosier- und Mischeinheit 4' eingetragen, die denjenigen der
erläuterten Dosier- und Mischeinheit 4 entsprechen und durch einen Hochstrich ergänzt
sind.
[0020] Die Dosier- und Mischeinheit 4 enthält einen ersten, größeren Aufnahmebehälter 9,
in dessen Innerem über Füllstandsmesser 10 ein erster Aufnahmeraum 11 mit vorbestimmtem
Volumen ausgebildet ist. Unterhalb des ersten Aufnahmebehälters 9 ist ein zweiter
Aufnahmebehälter 12 angeordnet, dessen gesamtes Inneres als Aufnahmeraum 13 für eine
vorbestimmte Menge des zu mischenden Sirups S ausgebildet ist. Der Boden des oberen
Behälters 9 ist mit der Oberseite des unteren Behälters 12 über eine durch ein Ventil
14a absperrbare Rohrleitung 14 verbunden. Die Rohrleitung 14 hat eine gegenüber dem
Aufnahmeraum 11 kleinere Querschnittsfläche und bildet einen Übergangsbereich zwischen
den beiden Behältern 9 und 12. Der Boden des zweiten Behälters 12 ist über eine durch
ein Ventil 15a absperrbare Rohrleitung 15 mit einem Sammelbehälter 16 verbunden, in
den auch die entsprechende Leitung 15' der Dosier- und Mischeinheit 4' mündet.
[0021] Die Leitung 3 für Wasser mündet über zwei Absperrorgane 3a bzw. 3b mit untereinander
unterschiedlichen Durchflußquerschnitten seitlich in den unteren Bereich des zweiten
Behälters 12. Auch die Sirupleitung 8 mündet über ein Absperrventil 8a in den unteren
Bereich des unteren Behälters 12.
[0022] Der Sammelbehälter 16 ist über eine Leitung 17 mit einer im Stand der Technik hinlänglich
bekannten und deshalb nicht weiter erläuterten Einrichtung 18 zum Imprägnieren bzw.
Behandeln des fertigen Getränks mit Kohlendioxyd verbunden. Aus dieser Einrichtung
18 wird dann das fertige Getränk G über eine Leitung 20 zu einer Abfüllanlage oder
dergleichen gepumpt.
[0023] Wie im Stand der Technik üblich, sind alle Behälter 2, 6, 9, 12 und 18 mit dem Kohlendioxyd-Kreislauf
verbunden, wie dies durch das Bezugszeichen 21 für alle kohlendioxydführenden Leitungen
und Einrichtungen angedeutet ist. Es ist weiterhin ein Leitungssystem für Reinigungsflüssigkeit,
insbesondere Wasser, vorgesehen, dessen Teile mit dem Bezugszeichen 22 bezeichnet
sind.
[0024] Sollen Getränke G gemischt werden, so wird zunächst das Ventil 8a geöffnet und der
Aufnahmeraum 13 des Aufnahmebehälters 12 vollständig mit Sirup S gefüllt, wobei das
Ventil in der abführenden Leitung 21 ebenfalls geöffnet ist, so daß die CO₂-Füllung
verdrängt werden kann. Währenddessen sind die Ventile 3a, 3b, 14a, 15a geschlossen.
Ist der Aufnahmeraum 13 vollständig mit der seinem Volumen entsprechenden Menge Sirup
S gefüllt, wird das Ventil 8a geschlossen sowie das Ventil 14a und das Ventil 3a,
das einen relativ großen Wasserdurchsatz ermöglicht, geöffnet. Dadurch strömt Wasser
über die Leitung 3 aus dem Wasservorlauf 2 in den Aufnahmeraum 13 ein und drückt den
darin befindlichen Sirup zum Teil mit durch die Rohrleitung 14 in den oberen Aufnahmeraum
11. Durch die am Austritt der Rohrleitung 14 bestehende Querschnittserweiterung zum
Querschnitt des oberen Aufnahmeraumes 11 vermischt sich der Sirup innig mit dem Wasser.
Die Wasserzufuhr über das Absperrorgan 3a mit dem größeren Durchflußquerschnitt wird
fortgesetzt, bis einer der Füllstandsmelder 10 das bevorstehende Erreichen des Gesamtvolumens
meldet. Dann wird die Wasserzufuhr über das Absperrorgan 3b geführt, das einen geringeren
Durchlußquerschnitt aufweist, so daß der Flüssigkeitsspiegel im Aufnahmeraum 11 langsamer
steigt bis der durch einen höherliegenden Füllstandsmelder angezeigte Endstand erreicht
ist. Auf diese Weise wird der Fehler durch die notwendigen Reaktions- und Schaltzeiten
beim Schließen der Wasserzufuhr gering gehalten.
[0025] Nach dem Absperren der Absperrorgane 3a bzw. 3b wird bei geöffnetem Ventil 14a das
Ventil 15a geöffnet, so daß die gesamte in den Behältern 9 und 12 befindliche Flüssigkeit
in den Sammelbehälter 16 abläuft. Dabei findet eine weitere Durchmischung statt. Außerdem
wird der eventuell an den Wänden des unteren Behälters 12 bzw. den einmündenden Rohrleitungen
noch anhaftende Sirup ausgespült.
[0026] Nachdem das Ventil 15a wieder verschlossen wurde, kann ein weiterer Mischzyklus beginnen.
Ist der Sammelbehälter 16 gefüllt, so wird das Getränk in die Imprägnierungseinheit
18 geleitet und kann von dort abgezogen werden. Die Arbeitszyklen der Dosier- und
Mischeinheiten 4 bzw. 4' sind zweckmäßigerweise mit Zeitverzug geschaltet, so daß
deren Behälter nacheinander gefüllt und nacheinander geleert werden können.
[0027] Fig. 2 zeigt eine Dosier- und Mischeinheit 40, die anstelle der Dosier- und Mischeinheiten
4 und 4' in der Vorrichtung 1 der Fig. 1 verwendet und analog diesen Dosier- und Mischeinheiten
4, 4' in die Wasserleitung 3' die Sirupleitung 8, die Kohlendioxydleitung 21, die
Ablaufleitung 15 mit dem Ventil 15a sowie eine nicht-dargestellte Reinigungsleitung
eingeschaltet werden kann.
[0028] Die Dosier- und Mischeinheit 40 weist einen Behälter 41 auf, in dessen Innerem ein
erster Aufnahmeraum 42 und ein zweiter Aufnahmeraum 43 ausgebildet sind. Der erste
Aufnahmeraum 42 weist einen größeren Querschnitt auf als der zweite Aufnahmeraum 43
und ist über diesem angeordnet. Der zweite Aufnahmeraum 43 ist direkt über eine Übergangsöffnung
44 mit dem ersten Aufnahmeraum 42 verbunden, wobei die Querschnittsfläche der Übergangsöffnung
44 kleiner ist als die Querschnittsfläche des ersten Aufnahmeraumes 42 und gleich
ist der Querschnittsfläche des zweiten Aufnahmeraumes 43, zumindest in dessen oberem,
sich an die Übergangsöffnung 44 anschließenden Bereich. Unterhalb der Übergangsöffnung
44 wird das Volumen des unteren Aufnahmeraumes 43 durch eine geeignete Füllstandsmessung,
wie beispielsweise einen hochauflösenden Wegaufnehmer oder Sichtfenster mit Lichtschranke
oder dergleichen, begrenzt. Das Gesamtvolumen der beiden Aufnahmeräume 42 und 43 wird
entweder durch den gleichen oder einen gesonderten, hochauflösenden Wegaufnehmer 45
oder durch andere, bekannte Füllstandsmesser begrenzt.
[0029] Das Verhältnis der kleineren Querschnittsfläche des unteren Aufnahmeraums 43 zur
Querschnittsfläche des oberen Aufnahmeraums 42 ist auf das gewünschte Mischungsverhältnis
abgestimmt. Auf diese Weise ist jede Füllstandsmessung, sowohl im Aufnahmeraum 43
als auch im Aufnahmeraum 42 mit pozentual der gleichen Fehlerquote behaftet, so daß
die Mischgenauigkeit erhöht wird. Für die gängigsten Mischungsverhältnisse von einem
Teil Sirup auf vier bis sechs Teile Wasser kann das Querschnittsverhältnis der Aufnahmeräume
43 zu 42 etwa 1:5 betragen.
[0030] Wie bereits im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 beschrieben, wird das Wasser W über
zwei Absperrorgane 3a bzw. 3b mit unterschiedlichen Durchflußquerschnitten von unten,
seitlich in den zweiten, unteren Aufnahmeraum 43 eingeleitet. Auf diese Weise kann
das Wasser W zunächst schnell und am Ende des Befüllvorganges langsam eingeleitet
werden, um die Genauigkeit der Dosierung zu verbessern. In gleicher Weise wird auch
der Sirup S von unten, seitlich in den zweiten, unteren Aufnahmeraum 43 über zwei
Durchflußorgane 8a und 8b zum Verändern der Durchflußgeschwindigkeit eingeleitet.
Damit kann auch der Sirup zunächst schnell und kurz vor Erreichen seines gewünschten
Füllstandes langsam eingeleitet werden.
[0031] Beim Betrieb der Vorrichtung wird zunächst auch beim Ausführungsbeispiel nach Fig.
2 der Sirup S über die Leitung 8 in den Aufnahmeraum 43, zuerst schnell und dann langsam,
eingeleitet, bis sein vorbestimmtes Füllvolumen knapp unterhalb der Übergangsöffnung
44 erreicht ist. Dann wird die Sirupzufuhr abgestellt. Anschließend wird das Wasser
W über die Leitung 3, zuerst schnell, dann langsam von unten her in den zweiten Aufnahmeraum
43 eingeleitet. Das einströmende Wasser drückt den Sirup durch die Übergangsöffnung
44 in den ersten, oberen Aufnahmeraum 42, wobei durch die Querschnittsvergrößerung
die Mischergebnisse noch verbessert werden. Die Wasserzufuhr bleibt geöffnet, bis
der vorbestimmte Gesamtfüllstand erreicht ist. Nach dem Abstellen der Wasserzufuhr
wird das Ventil 15a geöffnet und die Flüssigkeit strömt in bereits beschriebener Weise
nach unten in den Sammelbehälter 16.
[0032] Um das vollständige Entleeren zu erleichtern, sind zumindest die in Fließrichtung
abwärts liegenden Querschnittsübergänge sowohl bei der Dosier- und Mischeinheit 4,
4' aus Fig. 1 (nicht gezeichnet) als auch bei der Dosier- und Mischeinheit 40 der
Fig. 2 (gezeichnet) ausgerundet. Dies betrifft insbesondere die unteren, äußeren Begrenzungen
beider Aufnahmeräume. Darüber hinaus kann auch der Aufnahmeraum 13 im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1 an seinen oberen, äußeren Kanten ausgerundet sein, um ein Einströmen der
Flüssigkeit in die Übergangsrohrleitung 14 zu erleichtern.
[0033] In Abwandlung der beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiele können anhand
der einzelnen Fig. gezeigte Einzelheiten untereinander ausgetauscht werden, so daß
beispielsweise auch die Fließgeschwindigkeit des Sirups in den unteren Aufnahmeraum
in Fig. 1 regelbar ist. Die Übergangsbereiche können weiterhin auch trichterförmig
oder kelchförmig ausgebildet sein. Statt Sirup mit Wasser können mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung auch andere Getränkekomponenten, wie beispielsweise Obstsaftkonzentrate
oder dergleichen verarbeitet werden. Sollen mehr als zwei Komponenten gemischt werden,
so kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auf einfache Weise abgewandelt werden, indem
beispielsweise die zweite Dosier- und Mischeinheit der Fig. 1 zum Zumischen einer
dritten, und weitere Dosier- und Mischeinheiten zum Zumischen von weiteren Getränkekomponenten
herangezogen werden. Es können auch drei oder noch mehr Aufnahmeräume hintereinander
geschaltet sein. Es ist weiterhin nicht erforderlich, daß eine Komponente in einer
geringeren Menge und die andere Komponente in einer größeren Menge vorliegt. Werden
Pumpen verwendet, so können die Aufnahmeräume z.B. auch nebeneinander angeordnet sein.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist auch einsetzbar, wenn der Sirupanteil den Wasseranteil
übersteigt, wenn sichergestellt ist, daß das Wasser einen genügend großen Druck aufweist,
um durch die höhere Sirupsäule gedrückt werden zu können. Auch die umgekehrte Anordnung
ist denkbar, d.h., es kann zunächst eine (kleinere) Komponente Wasser in den unteren
Aufnahmeraum eingebracht werden, durch das dann eine (größere) Komponente, beispielsweise
Obstsaftkonzentrat, hindurchgeleitet wird.
1. Verfahren zum Mischen von Getränkekomponenten, insbesondere Sirup und Wasser, bei
dem die Komponenten zum Dosieren in Aufnahmeräume eingeleitet werden, wobei ein mit
einer der Komponenten, insbesondere Sirup, gefüllter zweiter Aufnahmeraum vom Ablauf
aus einem ersten Aufnahmeraum durchflossen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulauf zum ersten Aufnahmeraum durch den zweiten Aufnahmeraum sowie eine
zwischen den Aufnahmeräumen angeordnete Querschnittsvergrößerung geführt wird, wobei
die sich im zweiten Aufnahmeraum befindende Komponente, insbesondere Sirup, durch
die zufließende, weitere Komponente, insbesondere Wasser, in den ersten Aufnähmeraum
mitgerissen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Aufnahmeraum über dem zweiten Aufnahmeraum angeordnet ist und daß
der Zulauf von unten nach oben und der Ablauf von oben nach unten erfolgt.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulauf zum ersten Aufnahmeraum (11, 11', 42) durch den mit einer der Komponenten,
insbesondere Sirup, gefüllten, zweiten Aufnahmeraum (13, 13', 43) und einem zwischen
dem ersten und zweiten Aufnahmeraum angeordneten Übergangsbereich (14, 44) mit einer
gegenüber der Querschnittsfläche des ersten Aufnahmeraums (11, 11', 42) verringerter
Querschnittsfläche führt, wobei die im zweiten Aufnahmeraum (13, 13', 43) befindliche
Komponente durch die einströmende, weitere Komponente, insbesondere Wasser, in den
ersten Aufnahmeraum (11, 11', 42) mitgerissen wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulauf zum ersten Aufnahmeraum (11, 11', 42) über eine in den unteren Bereich
des zweiten Aufnahmeraums (13, 13', 43) einmündende Rohrleitung (3) erfolgt und sich
der Übergangsbereich (14, 44) zwischen dem oberen Bereich des zweiten Aufnahmeraums
(13, 13', 43) und dem unteren Bereich des ersten Aufnahmeraums (11, 11', 42) befindet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Aufnahmeraum (11, 11', 42) über dem zweiten Aufnahmeraum (13, 13',
43) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauf aus dem ersten Aufnahmeraum (11, 11', 42) über den Übergangsbereich
(14, 44) erfolgt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen des zweiten Aufnahmeraums (13, 13', 43) dem zu dosierenden Volumen
entspricht.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließgeschwindigkeit oder Fließquerschnitt des Zulaufs zum ersten Aufnahmeraum
(11, 11', 42) regelbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der erste und der zweite Aufnahmeraum (11, 11', 13, 13') in jeweils einem
eigenen Behälter (9, 9', 12, 12') befinden, die über eine den Übergangsbereich bildende
Rohrleitung (14) miteinander verbunden sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich der erste und der zweite Aufnahmeraum (42, 43) in einem gemeinsamen Behälter
(41) befinden, und der Übergangsbereich als Querschnittsveränderung (44) ausgebildet
ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des zweiten Aufnahmeraums (43) kleiner als die Querschnittsfläche
des ersten Aufnahmeraums (42) ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des zweiten Aufnahmeraums (43) der Querschnittsfläche
des Übergangsbereichs (44) entspricht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis der Querschnittsfläche des zweiten Aufnahmeraums (43) zur Querschnittsfläche
des ersten Aufnahmeraums (42) etwa dem gewünschten Mischungsverhältnis der Komponente
entspricht.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß für ein Mischungsverhältnis zwischen etwa 1:4 und etwa 1:6 das Querschnittsverhältnis
der Aufnahmeräume (43, 42) etwa 1:5 beträgt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Zulauf zum zweiten Aufnahmeraum (43) für die im zweiten Aufnahmeraum (43)
aufzunehmende Komponente in den unteren Bereich des zweiten Aufnahmeraums (43) mündet.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Fließgeschwindigkeit oder der Fließquerschnitt des Zulaufs in den zweiten
Aufnahmeraum (43) regelbar ist.