[0001] Flüssige Reinigungsmittel bestehen meist aus wäßrigen Lösungen von synthetischen
anionischen und/oder nichtionischen Tensiden und üblichen Zusatzstoffen. Sie werden
besonders zum Reinigen harter Oberflächen, zum Beispiel von Glas, keramischen Materialien,
Kunststoffen, lackierten und polierten Oberflächen verwendet. Ein wichtiges Anwendungsgebiet
für flüssige Reinigungsmittel ist das manuelle Spülen von Eß- und Kochgeschirr. Die
Geschirreinigung wird üblicherweise bei leicht erhöhten Temperaturen von etwa 35 bis
45 °C in stark verdünnten Flotten durchgeführt. Dabei wird vom Verbraucher die Reinigungskraft
eines Mittels im allgemeinen umso besser beurteilt je stärker und je länger die Reinigungsflotte
schäumt. Wegen des Kontakts der Hände mit der Reinigungsflotte über einen längeren
Zeitraum ist bei manuellem Spülen von Geschirr auch die Hautfreundlichkeit des Mittels
von besonderer Bedeutung. Schon aus diesen Gründen stellt der Fachmann bei der Auswahl
der Komponenten und der Zusammensetzung eines Mittels für das manuelle Reinigen von
Geschirr andere Überlegungen an, als bei flüssigen Reinigungsmitteln für sonstige
harte Oberflächen. Zunehmend sind aber auch ökologische Gesichtspunkte in das Blickfeld
des Interesses gerückt. So werden Mittel bevorzugt, die frei sind von für solche Mittel
im allgemeinen üblichen Anteilen an Aniontensiden auf petrochemischer Basis wie z.
B. Alkylbenzolsulfonaten und Alkansulfonaten.
[0002] Aus der Literatur (z. B. Landesgewerbeanstalt, Bayern, Heft 5 (1987), K. Goßler und
R. Miess: Verhalten von linearen Alkylbenzolsulfonaten aus Haushaltswaschmitteln bei
der Abwasserbehandlung - Literaturstudie) ist bekannt, daß die oben genannten Aniontenside
unter aeroben Bedingungen - wie sie in der Belebtstufe von Kläranlagen vorliegen -
biologisch abbaubar sind, aber unter anaeroben Bedingungen der Schlammfaulung keinen
oder nur partiellen Abbau aufweisen. Wählt man jedoch die hier bevorzugten Alkylsulfate
und Alkylethersulfate als Tenside, so werden diese nicht nur in der aeroben Belebtstufe
der Kläranlagen, sondern auch unter anaeroben Bedingungen der Schlammfaulung sehr
gut endabgebaut (z.B. J. Steber, P. Code, W. Guhl: Fat. Sci. Technol.
90 (1), 32 (1988)).
[0003] Es ist auch allgemein bekannt, daß sogenannte Alkylethersulfate, das heißt Salze
von sulfatierten Anlagerungsprodukten von etwa 2 bis 5 Mol Ethylenoxid an Fettalkohole
mit etwa 10 bis 18, vorzugsweise 12 bis 16 Kohlenstoffatomen im aliphatischen Rest
eine gute Schaum- und Reinigungskraft sowie hautfreundliche Eigenschaften besitzen.
Die marktüblichen, manuell anwendbaren Geschirreinigungsmittel (alias Geschirrspülmittel)
stellen daher im allgemeinen wäßrige Lösungen solcher Alkylethersulfate in Verbindung
mit anderen Tensiden, insbesondere Alkylbenzolsulfonaten und Alkansulfonaten, sowie
Lösungsvermittlern, Farb- und Duftstoffen dar.
[0004] Aus der schweizerischen Patentschrift 354 195 sind flüssige Reinigungsmittel für
das manuelle Geschirrspülen bekannt, die eine Kombination aus einem Alkylsulfat enthaltenden
Alkylethersulfat und einem nichtionischen Tensid vom Typ des Fettsäurealkanolamids
aus Mono- oder Dialkanolamiden mit nicht mehr als 3 Kohlenstoffatomen in jedem Alkanolrest
von gesättigten Fettsäuren mit 10 bis 14 Kohlenstoffatomen, zusammen mit Wasser, Lösungsvermittlern,
Farb- und Duftstoffen enthalten und unter anderem einen niedrigen Erstarrungspunkt
aufweisen.
[0005] Aus der US-Patentschrift 3 219 656 ist bereits bekannt, daß nichtionische Alkylmonoglucoside
nicht nur selbst stabilen Schaum entwickeln, sondern als Schaumstabilisatoren für
andere anionische und nichtionische Tenside wirken.
[0006] Aus der europäischen Patentanmeldung 70 074 sind schäumende flüssige Reinigungsmittel
mit einem Gehalt an Aniontensiden, insbesondere Alkylbenzolsulfonaten, Alkylglucosiden
und Aminoxiden beziehungsweise Fettsäurealkanolamiden bekannt, wobei es sich bei den
Alkylglucosiden um Alkyloligoglucoside, welche die Glucoseeinheit (GE) etwa 1,5 bis
10 mal enthalten, handelt. Dieser Wert ist ein Mittelwert und berücksichtigt auch
das Vorliegen von Alkylmonoglucosiden in einem entsprechenden Anteil. Als besonders
geeignet werden Alkylglucoside mit einem Oligomerisierungsgrad von höher als 2 herausgestellt.
Mischungen aus solchen Alkylglucosiden und Alkylethersulfaten im Verhältnis 3 : 2
werden als nur schwach schaumverbessernd beschrieben.
[0007] In der deutschen Patentschrift DE 35 34 082 sowie in den internationalen Patentanmeldungen
WO 86/02943 und WO 89/02912 werden flüssige Reinigungsmittel für das manuelle Reinigen
von Geschirr, enthaltend synthetische Aniontenside vom Typ der Sulfonat- undloder
Sulfattenside, Fettalkylglucoside und gegebenenfalls Fettsäurealkanolamide beschrieben,
die Fettalkylglucoside mit durchschnittlich weniger als 2 GE pro Fettalkyl-Rest, insbesondere
1 bis 1,4 GE, enthalten.
[0008] Aus der deutschen Offenlegungsschrift 37 06 015 ist bekannt, daß man durch Zusatz
von Aniontensiden, vorzugsweise Alkylethersulfaten oder Alkylsulfaten und Betainen
zu flüssigen Reinigungsmitteln aus Sulfosuccinaten und Alkylglucosiden Leistungssteigerungen
im Spülvermögen und Verbesserungen der Lagerstabilität erzielen kann.
[0009] In der europälschen Patentanmeldung 341 071 werden flüssige Reinigungsmittel für
das manuelle Geschirrspülen mit einem Aktivsubstanzgehalt von 5 bis 60 Gew.-% beschrieben,
der zu 30 bis 60 Gew.-% aus einem Alkylglucosid mit vorzugsweise 1 bis 1,4 GE im Molekül,
zu 12 bis 30 Gew.-% aus einem Betain und bis zur 1,5fachen Menge, bezogen auf das
Betain, aus Alkylsulfaten und/oder Alkylethersulfaten bestehen kann. Diese Tensidmischungen
sollen sich durch gute Schaumstabilität und gute Reinigungsleistung auszeichnen.
[0010] Von wäßrigen Reinigungsmitteln, die speziell für das manuelle Reinigen von Geschirr
konzipiert sind, erwartet der Verbraucher aber nicht nur eine hohe Reinigungskraft
und eine gute Schaumbildung und Schaumstabilität bei Fettbelastung sowie ökologische
Verträglichkeit, sondern auch ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild. Viele Produkte
zur manuellen Reinigung von Geschirr werden häufig in transparenten undloder transluzenten
Flaschen angeboten. Im Handel sollen die Produkte, auch wenn sie über längere Zeit
in üblicherweise nicht temperierten Lagern gestanden haben, daher optisch einwandfrei,
d. h. transparent vorliegen. Als besonders günstig werden solche Produkte betrachtet,
die einen Klarpunkt von unter ca. 15 °C aufweisen.
[0011] Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß quaternäre Kombinationen aus Alkylsulfat,
Alkylethersulfat, Betain und Alkylglucosid mit einer bestimmten quantitativen Zusammensetzung
zu einem besseren Kälteverhalten, charakterisiert durch den Klarpunkt, führen als
bekannte binäre, ternäre oder quaternäre Kombinationen aus diesen Tensiden. Je niedriger
der Klarpunkt liegt, desto besser sind die Reinigungsmittel zu bewerten.
[0012] Die Erfindung betrifft somit wäßrige flüssige Reinigungsmittel, insbesondere für
die manuelle Geschirreinigung, mit einem Aktivsubstanzgehalt von 10 bis 60, vorzugsweise
15 bis 40 Gewichtsprozent, bestehend aus Alkylsulfaten, Alkylethersulfaten, Betainen
und Fettalkylglucosiden mit weniger als 2, insbesondere 1 bis 1, 4, Glucose einheiten
pro Fettalkylrest, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie mehr als 45 % der Aktivsubstanz
an Alkylsulfaten und Alkylethersulfaten enthalten, wobei deren Gehalt größer als das
1,5fache des Betaingehalts ist und das wenigstens Doppelte des Alkylglucosidgehalts
sowie maximal etwa das 50 fache des Betain- und/oder Fettalkylglucosid gehaltes ausmacht
und der Fettalkylrest der Fettalkylglucoside 12 bis 14 Kohlenstoffatome aufweist.
[0013] Die bevorzugt eingesetzten Alkylsulfate beziehungsweise Alkyl ethersulfate sind handelsüblich,
sie weisen einen geradkettigen, aliphatischen C
12-18, vorzugsweise C
12-14-Alkylrest auf. Das zugehörige Kation ist vorzugsweise ein Alkalimetall- oder Ammoniumion.
Bei Alkylethersulfaten liegt der Ethoxylierungsgrad bei 1 bis 5, vorzugsweise bei
2 bis 4. Weiterhin bevorzugt ist der Einsatz eines Alkylethersulfatgemisches, bestehend
aus 50 Gew.-% eines C
12-Alkylethersulfates und 50 Gew. -% eines C
14-Alkylether sulfates mit 1 bis 5, vorzugsweise 2 bis 4 Ethylenoxidgruppen anstelle
des oder zusammen mit dem üblicherweise eingesetzten Alkylethersulfatgemisch(es),
das die gleichen Komponenten im Gewichtsvethältnis 70 : 30 enthält. Geringe Mengen
an kürzeren oder längeren Alkylketten in Alkylsulfaten und/oder Alkylethersulfaten
verändern die Ergebnisse nur unwesentlich. Der bekannte Alkylsulfatanteil in technisch
hergestellten Alkylethersulfaten wird hier diesen zugerechnet. Der beanspruchte Alkylsulfatgehalt
wird gesondert zugesetzt. Das Mengenverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylethersulfat
beträgt dabei vorzugsweise 4 : 1 bis 1 : 5.
[0014] Als Betaine können "einfache Betaine" des Types:

und/oder "Amidobetaine" des Types:

eingesetzt werden; dabei gilt für:
R1 bzw. R4 = C8-18 linear oder verzweigt,
R2 bzw. R3 = CH3, C2H5, C3H7.
[0015] Die Alkylglucoside sind vom Typ der Fettalkoholglucoside. Man versteht hier darunter
Verbindungen mit durchschnittlich weniger als 2 GE pro Fettalkyl-Rest, insbesondere
solche mit 1,0 bis 1,4 GE. Der Fettalkylrest weist 12 bis 14 Kohlenstoffatome auf.
Unter "Fettalkyl" werden die Reste der durch Hydrierung von natürlichen Fettsäuren
hergestellten Fettalkohole, die ganz oder überwiegend gesättigt sind, verstanden.
[0016] Weiterhin können die erfindungsgemäßen Mittel bevorzugt auch noch Lösungsvermittler,
Lösungsmittel, Farb- und Duftstoffe enthalten .
[0017] Als Lösungsvermittler, etwa für geringe Farbstoff- und Parfumölzusätze, können beispielsweise
Alkanolamine, Polyole, wie Ethylenglykol, Propylenglykol-1,2 oder Glycerin dienen.
Ihre Einsatzmengen liegen im allgemeinen zwischen 1 und 15 Gewichtsprozent, bezogen
auf das gesamte Mittel.
[0018] Zusätzlich werden meist Lösungsmittel, wie niedermolekulare Alkanole mit 1 bis 4
Kohlenstoffatomen im Molekül, vorzugsweise Ethanol und Isopropylalkohol eingesetzt.
Ihre Einsatzmengen betragen bis zu 15 Gewichtsprozent, bezogen auf das gesamte Mittel.
Auch Viskositätsregulatoren wie Harnstoff, Natriumchlorid, Ammoniumchlorid, Magnesiumchlorid
und Salze von Mono-, Di- und Tricarbonsäuren und Gemischen daraus können einzeln oder
kombiniert in erforderlichen Mengen eingesetzt werden. Weitere übliche fakultative
Zusätze sind Korrosionsinhibitoren und Konservierungsmittel.
[0019] Ein etwa noch auf insgesamt 100 Gewichtsprozent zu berechnender Rest für das Gesamtmittel
besteht jeweils aus Wasser.
[0020] Die erfindungsgemäßen flüssigen Reinigungsmittel nach den folgenden Beispielen wurden
durch Zusammenrühren der einzelnen Bestandteile und Stehenlassen des Gemisches bis
zur Blasenfreiheit erhalten.
Beispiele
Beispiel 1:
[0021] Folgende Substanzen wurden eingesetzt:
- FAS :
- C12-14-Alkylsufat, Na-Salz
- FES-1 :
- C12-14-Alkylethersulfat, 2 EO, Na-Salz
- Betain-1 :
- C8-18-Dimethylacylamidobetain
- APG :
- C12-14-Alkytglucosid 1,4 GE
- EtOH :
- Ethanol
[0022] Die aufgeführten, neutralen Kombinationen wurden mit Kochsalz und/oder Ethanol auf
Viskositäten zwischen 300 und 400 mPas (nach Höppler, 20 °C) eingestellt Die Proben
wurden 24 Stunden bei -15 °C gelagert. Als Klarpunkt wurde die Temperatur bestimmt,
bei welcher die Produkte wieder optisch klar wurden.
[0023] Die folgenden Ergebnisse (Tabelle 1) zeigen, daß die quaternären Kombinationen aus
Alkylsulfat, Alkylethersulfat, Betain und Alkylpolyglucosid über einen weiten Mischungsbereich
ein hervorragendes Kälteverhalten aufweisen.
Tabelle 1
| Rohstoffe |
1 |
2 |
3 |
4 |
| FAS |
10,00 |
8,00 |
6,00 |
3,00 |
| FES-1 |
6,00 |
8,00 |
10,00 |
13,00 |
| Betain-1 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
| APG |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
| NaCl |
+ |
- |
- |
- |
| EtOH |
- |
- |
+ |
+ |
| Wasser (Rest) |
R |
R |
R |
R |
| Klarpunkt (°C) |
13 |
8 |
11 |
13 |
Beispiel 2:
[0024] Die folgenden Ergebnisse (Tabelle 2) zeigen, daß die quaternären Kombinationen aus
Alkylsulfat, ethersulfat, Betain und Alkylpolyglucosid über einen weiten Mischungsbereich
- auch in Gegenwart größerer Mengen an Alkohol - ein hervorragendes Kälteverhalten
aufweisen. Die Viskositäten wurden wie in Beispiel 1 beschrieben eingestellt und der
Klarpunkt entsprechend bestimmt.
Tabelle 2
| Rohstoffe |
5 |
6 |
7 |
8 |
| FAS |
10,00 |
8,00 |
6,00 |
3,00 |
| FES-1 |
6,00 |
8,00 |
10,00 |
13,00 |
| Betain-1 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
| APG |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
| NaCl |
+ |
+ |
+ |
+ |
| EtOH |
5,00 |
5,00 |
5,00 |
5,00 |
| Wasser (Rest) |
R |
R |
R |
R |
| Klarpunkt (°C) |
12 |
6 |
7 |
8 |
Beispiel 3
[0025] Die folgenden Ergebnisse zeigen, daß die quaternären Kombinationen aus Alkylsulfat,
Alkylethersulfat, Betain und Alkylpolyglucosid nicht nur Vorteile bezüglich ihres
Kälteverhaltens aufweisen, sondern auch zu ausgezeichneten spültechnischen Ergebnissen
führen. Die Reinigungsleistung wurde mit Hilfe des Tellertestes bestimmt, der im folgenden
beschrieben wird:
(A): Rindertalganschmutzung
[0026] Die Untertassen werden mit jeweils 2 g geschmolzenem Rindertalg (Testanschmutzung
A) überzogen. Dann werden 8 I Leitungswasser (16 °d) von 50 °C in eine Schüssel gegeben.
Zum Reinigen der mit (A) angeschmutzten Teller wurden 4 g, d.h. 0,5 g/l, des Reinigungsmittels
zugegeben und die Teller gewaschen. Bis zum Verschwinden des Schaumes der anfangs
stark schäumenden Lösung konnten die in Tabelle 3 aufgeführten Teller sauber gespült
werden.
(B): Mischanschmutzung
[0027] Die Untertassen werden mit jeweils 2 g Mischanschmutzung (Testanschmutzung B) überzogen.
Diese Anschmutzung erhält man durch eine in Wasser verrührte Mischung aus Eiweiß,
Fett und Kohlenhydraten (Mi No 1 von Henkel) . Dann werden 8 I Leitungswasser (16°d)
von 45 °C in eine Schüssel gegeben. Zum Reinigen der mit (B) angeschmutzten Teller
wurden 3,2 g, d.h. 0,4 g/l, des hergestellten Reinigungsmittels zugegeben und die
Teller gewaschen. Die bis zum Verschwinden des Schaumes sauber gespülten Teller sind
in Tabelle 3 aufgeführt.
Tabelle 3
| Rohstoffe |
9 |
10 |
11 |
12 |
| FAS |
10,00 |
8,00 |
6,00 |
3,00 |
| FES-1 |
6,00 |
8,00 |
10,00 |
13,00 |
| Betain-1 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
| APG |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
2,00 |
| NaCl |
+ |
- |
- |
- |
| EtOH |
- |
- |
+ |
+ |
| Wasser (Rest) |
R |
R |
R |
R |
| Teller (A) |
18 |
17 |
16 |
16 |
| Teller (B) |
31 |
33 |
32 |
29 |
(A): Anzahl sauber gespülter Teller: Fettanschmutzung
(B): Anzahl sauber gespülter Teller: Mischanschmutzung |
Beispiel 4:
[0028] Die folgenden Ergebnisse (Tabelle 4) zeigen, daß nicht nur Amidobetaine (Betain-1),
sondern auch einfache Betaine (Betain-2) eingesetzt werden können. Als Alkylethersulfate
können nicht nur Produkte mit einem mittleren EO-Grad von ca. 2 und normaler Kokos-Kettenverteilung
(C
12 : C
14=70 :30) eingesetzt werden, sondern auch Produkte mit einem mittleren EO-Grad von
ca. 3,6 und einer Kettenverteilung C
12:C
14=50:50. Folgende Substanzen wurden eingesetzt
- FES-2 :
- C12-14-Alkylethetsulfat, 3,6 EO, Na-Salz
- Betain-2 :
- C12-18-Dimethylalkylacetobetain
Tabelle 4
| Formel-Nr. |
| Rohstoff |
13 |
14 |
15 |
16 |
17 |
18 |
| FAS |
10 |
8 |
6 |
10 |
8 |
6 |
| FES-1 |
6 |
8 |
10 |
- |
- |
- |
| FES-2 |
- |
- |
- |
6 |
8 |
10 |
| Betain-2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
| APG |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| EtOH |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
| NaCl |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Wasser (Rest) |
R |
R |
R |
R |
R |
R |
| Klarpunkt (°C) |
9 |
9 |
8 |
8 |
9 |
8 |
| Teller (A) |
16 |
16 |
16 |
16 |
15 |
15 |
| Teller (B) |
28 |
28 |
28 |
27 |
28 |
27 |
Beispiel 5:
[0029] Die folgenden Ergebnisse zeigen, daß nicht nur die binären Tensidkombinationen aus
Alkylsulfat und Alkylethersulfat zu Produkten mit gutem Kälteverhalten führen, sondern
daß auch die ternären Tensidkombinationen aus Alkylsulfat und verschiedenen Alkylethersulfaten
diesen Anforderungen genügen.
Tabelle 5
| Formel-Nr. |
| Rohstoff |
19 |
20 |
21 |
22 |
23 |
24 |
| FAS |
8 |
8 |
8 |
6 |
6 |
6 |
| FES-1 |
8 |
4 |
- |
10 |
5 |
- |
| FES-2 |
- |
4 |
8 |
- |
5 |
10 |
| Betain-2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
| APG |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| EtOH |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
5 |
| NaCl |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| Wasser (Rest) |
R |
R |
R |
R |
R |
R |
| Klarpunkt (°C) |
8 |
8 |
9 |
8 |
7 |
8 |
| Teller (A) |
16 |
16 |
15 |
16 |
15 |
15 |
| Teller (B) |
28 |
28 |
28 |
28 |
28 |
27 |
Beispiel 6:
[0030] Die folgenden Ergebnisse zeigen, daß der Aktivsubstanzgehalt der erfindungsgemäßen
Formulierungen über einen weiten Bereich variieren kann und jedenfalls Vorteile gegenüber
den entsprechenden Kombinationen nach der EP-Anmeldung 341 071(Formeln A und B) erhalten
werden.
Tabelle 6
| Formel-Nr. |
| Rohstoff |
25 |
26 |
27 |
28 |
A |
B |
| FAS |
3,5 |
6,2 |
5 |
8 |
8 |
7 |
| FES-1 |
3,5 |
6,2 |
5 |
11 |
9 |
8 |
| FES-2 |
- |
- |
6 |
11 |
- |
- |
| Betain-2 |
1,2 |
5,8 |
7 |
3 |
8 |
7 |
| APG |
3,4 |
4,8 |
7 |
7 |
9 |
8 |
| EtOH |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
+ |
| NaCl |
+ |
- |
- |
- |
- |
- |
| Wasser (Rest) |
R |
R |
R |
R |
R |
R |
| Klarpunkt (°C) |
8 |
7 |
8 |
13 |
16 |
17 |
| Teller (A) |
12 |
18 |
17 |
16 |
18 |
18 |
| Teller (B) |
26 |
40 |
45 |
45 |
39 |
36 |
1. Wäßrige, flüssige Reinigungsmittel, insbesondere für die manuelle Geschirreinigung,
mit einem Aktivsubstanzgehalt von 10 bis 60, vorzugsweise 15 bis 40 Gew.-%, bestehend
aus einer quaternären Kombination aus Alkylsulfaten, Alkylethersulfaten, Betainen
und Fettalkylglucosiden mit weniger als 2, insbesondere 1 bis 1,4 Glucoseeinheiten
pro Fettalkylrest, dadurch gekennzelchnet, daß mehr als 45 % der Aktivsubstanz aus
Alkylsulfaten und Alkylethersulfaten besteht, wobei deren Gehalt größer als das 1,5-fach
des Betaingehaltes ist und wenigstens das Doppelte des Fettalkylglucosidgehaltes sowie
maximal etwa das 50-fache des Betain- und/oder Fettalkylglucosidgehalts ausmacht und
der Fettalkylrest der Fettalkylglucoside 12 bis 14 Kohlenstoffatome aufweist.
2. Mittel nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylsulfate geradkettige, aliphatische C12-C18-, vorzugsweise C12-C14-Alkylreste enthalten.
3. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkylethersulfate geradkettige, aliphatische C12-C18-, vorzugsweise C12-C14-Alkylreste und 1 bis 5, vorzugsweise 2 bis 4 Ethylenoxidgruppen enthalten.
4. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von Alkylsulfat zu Alkylethersulfat 4:1 bis 1:5 beträgt.
5. Mittel nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich Verbindungen aus der Gruppe der Lösungsvermittler, Lösungsmittel,
Farb-, Duftstoffe und Konservierungsmittel enthalten.
1. Aqueous, liquid cleaning agents, in particular for the manual cleaning of kitchenware,
with an active substance content of 10 to 60, preferably 15 to 40 wt.%, consisting
of a quaternary combination of alkyl sulphates, alkyl ether sulphates, betaines and
fatty alkyl glucosides with less than 2, in particular 1 to 1.4 glucose units per
fatty alkyl group, characterised in that more than 45% of the active substance consists
of alkyl sulphates and alkyl ether sulphates, their content being greater than 1.5
times the betaine content and at least twice the fatty alkyl glucoside content, as
well as not more than approximately 50 times the betaine and/or fatty alkyl glucoside
content, and the fatty alkyl group of the fatty alkyl glucosides comprises 12 to 14
carbon atoms.
2. Agents according to claim 1, characterised in that the alkyl sulphates contain straight-chain
aliphatic C12-18, preferably C12-14 alkyl groups.
3. Agents according to claims 1 to 2, characterised in that the alkyl ether sulphates
contain straight-chain, aliphatic C12-18 preferably C12-14 alkyl groups and 1 to 5, preferably 2 to 4 ethylene oxide groups.
4. Agents according to claims 1 to 3, characterised in that the ratio by weight of alkyl
sulphate to alkyl ether sulphate is 4 : 1 to 1 : 5.
5. Agents according to claims 1 to 4, characterised in that they contain additionally
compounds from the group of solubilizers, solvents, dyes, fragrances and preservatives.
1. Agents nettoyants liquides aqueux, en particulier pour le lavage de la vaisselle à
la main, avec une concentration en substances active de 10 à 60, de préférence de
15 à 40 % en poids, constituée d'une combinaison quaternaire d'alkylsulfates, d'alkyléthersulfates,
de bétaïnes et d'alkylglucosides gras, comportant moins de 2, en particulier de 1
à 1,4, unité(s) de glucose par radical alkyle gras, caractérisés en ce que la substance
active se compose à plus de 45 % d'alkylsulfates et d'alkyléthersulfates, dont la
concentration est supérieure à 1,5 fois celle des bétaïnes et représente au moins
le double de celle des alkylglucosides gras, ainsi qu'au maximum environ cinquante
fois celle des bétaïnes et/ou des alkylglucosides gras, et le radical alkyle gras
des alkylglucosides gras présente 12 à 14 atomes de carbone.
2. Agents selon la revendication 1, caractérisés en ce que les alkylsulfates renferment
des radicaux d'alkyle aliphatiques à chaîne droite en C12 à C18, de préférence en C12 à C14.
3. Agents selon les revendications 1 à 2, caractérisés en ce que les alkyléthersulfates
renferment des radicaux alkyle aliphatiques à chaîne droite en C12 à C18, de préférence en C12 à C14 et 1 à 5, de préférence 2 à 4, groupes d'oxyde d'éthylène.
4. Agents selon les revendications 1 à 3, caractérisés en ce que le rapport pondéral
entre l'alkylsulfate et l'alkyléthersulfate atteint 4:1 à 1:5.
5. Agents selon les revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'ils renferment, en plus,
des composés faisant partie du groupe des agents de solubilisation, solvants, colorants,
substances odoriférantes et conservateurs.