(19)
(11) EP 0 513 416 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.11.1992  Patentblatt  1992/47

(21) Anmeldenummer: 91107983.8

(22) Anmeldetag:  16.05.1991
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5H01R 11/01, H02G 5/02
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU NL SE

(71) Anmelder: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
D-80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • Höfner, Karl
    W-8520 Erlangen (DE)
  • Humbert, Hans-Joachim, Dipl.-Ing.
    W-8520 Erlangen (DE)
  • Wengler, Peter
    W-8520 Erlangen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Streufeldarmes Kabelanschlusselement in koaxialer Ausführung


    (57) Es besteht aus einem Anschlußrohr (1) mit einem koaxial über Isoliermittel (46...49) darin gelagerten Rohreinsatz (30) mit Anschlußschiene (31). Auf der Mantelfläche des Anschlußrohres (1) sind für das erste Potential am anlagenseitigen Ende (2) Anschlußmittel (4...6) für die Teile (7) der Betriebsmittel und am kabelseitigen Ende (3) Anschlußbolzen (14...21) für die streufeldarm angeordneten Teilkabel eines Gleichstrom führenden Kabelbündels ringförmig angebracht. An der Anschlußschiene (31) sind für das zweite Potential am anlagenseitigen Ende Anschlußmittel (32...34) für die Teile (9) der Betriebsmittel und am kabelseitigen Ende Anschlußbolzen (37...44) für die Teilkabel radial sternförmig angebracht. Bevorzugt sind einige Anschlußbolzen (37...40) an der Anschlußschiene (31) säulenförmig ausgebildet und über segmentartige Ausbrüche (22...25) am kabelseitigen Ende (3) des Anschlußrohres (1) bis zur Mantelfläche herausgeführt.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Anschlußelement zum streufeldarmen Anschluß von streufeldarm angeordneten Teilkabeln eines gleichstromführenden Kabelbündels an elektrische Betriebsmittel.

    [0002] Aus der DE 28 25 037 C2 und "Siemens-Energietechnik 4 (1982) Heft 2, S. 112-113" ist bereits ein derartiges Verbindungsstück zwischen Stromschienen verschiedenen Polarität einerseits und einer größeren Anzahl von Teilkabeln in streufeldarmer Bündelung andererseits bekannt. Dieses besteht im wesentlichen aus zwei elektrisch leitenden Platten, welche senkrecht zu den Stromschienen und den Teilkabeln in parallelen Ebenen isoliert zueinander angeordnet sind. Dabei sind von den Platten Anschlußfahnen zur Aufnahme von Kabelschuhen in Richtung auf die Enden der Teilkabel so abgebogen, daß die Anschlußfahnen im eingebauten, übereinander liegenden Zustand der Platten streufeldarm ineinander verschachtelt sind. Schließlich ist auf der Oberseite einer jeden Platte eine in Richtung auf die Stromschienen weisende Anschlußlasche zum Anschluß des Verbindungsstückes mit den beiden Polaritäten der Stromschienen aufgesetzt. Dabei greift im montierten, übereinander liegenden Zustand der Platten die Anschlußlasche der unteren, den Teil kabelenden zugewandten Platte isoliert durch eine Aussparung in der oberen, den Stromschienen zugewandten Platte hindurch.

    [0003] Eine derartige Anordnung hat den Nachteil, daß zwar der Anschluß an das Verbindungsstück unter weitgehender Beibehaltung der streufeldarmen Bündelung der Teilkabel im Kabelbündel erfolgen kann. Das Kabelbündelende muß somit nicht unter Zerstörung dieser optimalen, streufeldarmen Bündelung entflochten werden. Dennoch ist es nachteilig, daß die beiden, auf die Teilkabel verteilten Gleichspannungspotentiale mit Hilfe von zwei, in Querrichtung zwischen Kabelbündelende und Stromschienen übereinander liegenden Platten zusammengefaßt werden. Hierdurch ist kein vollständig harmonischer Übergang zwischen Kabelende und Stromschienen möglich. Das bekannte Verbindungsstück stellt zwar die weitgehende Aufrechterhaltung der Streufeldarmut durch Beibehaltung der ursprünglichen Bündelung der Teilkabel bis zum vollständigen Kabelende sicher, d.h. bis zur Anschlußebene in den Anschlußfahnen der beiden querliegenden Platten. Es ist aber im Anschluß daran kein vollständig streufeldarmer Anschluß der querstehenden Platten an Stromschienen bzw. an z.B. selbstständig streufeldarm ausgebildete Sammelschienen in Schaltanlagen möglich.

    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein weiteres Anschlußelement zum streufeldarmen Anschluß von streufeldarm angeordneten Teilkabeln eines Gleichstrom führenden Kabelbündels anzugeben, welches besonders zum Anschluß an selbständig streufeldarm ausgebildete elektrische Betriebsmittel geeignet ist, insbesondere an eine streufeldarme ausgebildete Sammelschieneneinheit für eine Schaltanlage.

    [0005] Die Aufgabe wird gelöst mit dem im Anspruch 1 enthaltenen Anschlußelement. Vorteilhafte, weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angeben.

    [0006] Das erfindungsgemäße Anschlußelement besteht im wesentlichen aus einem bevorzugt zylindrisch gestreckten Anschlußrohr zur Führung des einen Potentiales der Gleichspannung, und einem darin über Isoliermittel gehaltenen Rohreinsatz zur Führung des zweiten Potentiales der Gleichspannung.

    [0007] Auf der Mantelfläche des Anschlußrohres sind zum einen am anlagenseitigen Ende Anschlußmittel für die das erste Potential führenden Teile der Betriebsmittel, und desweiteren am kabelseitigen Ende Anschlußbolzen für die das erste Potential führenden Teilkabel des anzuschließenden Kabelbündels ringförmig angebracht. Der Rohreinsatz des erfindungsgemäßen Anschlußelementes besteht im wesentlichen aus einer bevorzugt gestreckten Anschlußschiene. An diese sind zum einen am anlagenseitigen Ende Anschlußmittel für die das zweite Potential führenden Teile der Betriebsmittel, und desweiteren am kabelseitigen Ende Anschlußbolzen für die das zweite Potential führenden Teilkabel radial sternförmig angebracht. Schließlich sind Isoliermittel zur potentialgetrennten Halterung des Rohreinsatzes im Inneren des bevorzugt zylindrisch gestreckten Anschlußrohres vorgesehen.

    [0008] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Anschlußelementes besteht darin, daß es eine koaxiale Struktur aufweist. Hierdurch können die Gleichspannungpotentiale von den Teilkabeln des Kabelbündels nicht nur unter Beibehaltung der optimalen Bündelung der Teilkabel streufeldarm abgenommen werden. Vielmehr ist es auf Grund der koaxialen Gestaltung möglich, diese Potentiale auch streufeldarm an die sich anschließenden elektrischen Betriebsmittel weiterzuleiten. Ferner ist ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Anschlußelementes darin zu sehen, daß auf Grund von dessen koaxialer Ausführung eine weitgehend streufeldarme Übergabe der Gleichspannungspotentiale an streufeldarm ausgebildete elektrische Betriebsmittel möglich ist. Das erfindungsgemäße Anschlußelement ist somit besonders dazu geeignet, z.B. an die im Deutschen Gebrauchsmuster G 90 15 949.7 beschriebene streufeldarme Sammelschieneneinheit für eine Schaltanlage streufeldarm angekoppelt zu werden.

    [0009] Die Erfindung und vorteilhafte Ausführungsformen derselben werden desweiteren unter Zuhilfenahme der in den nachfolgend kurz angeführten Figuren dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele näher erläutet. Dabei zeigt:

    FIG 1 die Draufsichten auf die Unterseiten einer bevorzugten Ausführungsform des Anschlußrohres und Rohreinsatzes in getrennter Darstellung.

    FIG 2 eine Draufsicht auf das kabelseitige Ende der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlußelementes gemäß FIG 1, d.h. auf die vordere Aufnahmeöffnung des Anschlußrohres mit eingebautem Rohreinsatz ("Anschlußkrone"),

    FIG 3 einen Schnitt durch ein Kabelbündel aus beispielhaft sechzehn Teilkabeln zum Anklemmen an die "Anschlußkrone" gemäß dem Ausführungsbeispiel von FIG 2,

    FIG 4 eine Draufsicht auf das anlagenseitige Ende einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlußelementes, d.h. auf die hintere Aufnahmeöffnung des Anschlußrohres mit eingebautem Rohreinsatz,

    FIG 5 eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einer zusätzlichen, lösbaren Trennlasche zwischen dem Anschluß für das erste Potential und dem Mantel des Anschlußrohres, und

    FIG 6 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlußelementes mit einem integrierten Vorschaltwiderstand im Rohreinsatz.



    [0010] In den Figuren 1, 2 ist eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlußelementes dargestellt. Dabei zeigt FIG 1 das Anschlußrohr 1 und den Rohreinsatz 30 in einer Draufsicht. Zudem ist zur besseren Übersicht der Rohreinsatz 30 nicht im eingebauten, im Inneren des Anschlußrohres befindlichen Zustand, sondern getrennt dargestellt. Ferner zeigt FIG 2 eine Draufsicht auf das kabelseitige Ende 3 der Ausführungsform des Anschlußelementes entsprechend FIG 1. Dabei befindet sich der Rohreinsatz 30 im eingebauten, d.h. in das Innere des Anschlußrohres 1 eingeschobenen Zustand.

    [0011] Das in FIG 1, 2 dargestellte, bevorzugte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Anschlußelementes ist speziell zum Anschluß schluß eines aus sechzehn Teilkabeln bestehenden Kabelbündels ausgelegt. In FIG 3 ist beispielhaft ein Querschnitt durch ein derartiges Kabelbündel dargestellt. Die jeweiligen Richtungen der Teilgleichströme in den Teilkabeln sind in FIG 3 mit einem Punkt bzw. einem Kreuz markiert. Werden 16 Teilkabel entsprechend dem Muster von FIG 3 von Gleichströmen mit entsprechender Polarität durchströmt, so ist ein derartiges Kabelbündel streufeldarm. Das in den Figuren 1, 2 dargestellte Beispiel für ein erfindungsgemäßes Anschlußelement ist speziell zum Anschluß eines Kabelbündels entsprechend der FIG 3 ausgelegt. Die Erfindung ist aber nicht auf den streufeldarmen Anschluß eines aus sechzehn streufeldarm angeordneten Teilkabeln bestehenden Kabelbündels beschränkt. Vielmehr kann das Anschlußelement mit der erfindungsgemäßen Gestaltung ohne weiteres auch zum Anschluß von z.B. aus 4, 8 bzw. aus mehr als 16 Teilkabeln bestehenden Kabelbündeln ausgelegt werden. Die konstruktive Grundgestaltung des erfindungsgemäßen Anschlußelementes wird desweiteren am Beispiel eines 16 aderigen Kabelbündels mit Hilfe der FIG 1, 2 näher erläutet.

    [0012] Auf der Mantelfläche des bevorzugt zylindrisch gestreckten Anschlußrohres 1 sind im Bereich der hinteren Aufnahmeöffnung, d.h. am anlagenseitigen Ende 2 des Anschlußelementes, Mittel 4, 5, 6 für den Anschluß der das erste Potential führenden Teile der Betriebsmittel angebracht. Dabei handelt es sich beispielhaft um eine mit dem Mantel des Anschlußrohres 1 bevorzugt verschweißte Montageplatte 4, welche mit einer ersten, das erste Gleichspannungspotential führenden Anschlußfahne 7 der sich anschließenden elektrischen Betriebsmittel mechanisch lösbar, z.B. über Montageschraube 6, verbunden werden kann. Zur weiteren Verbesserung dieser Verbindung kann zusätzlich eine Druckplatte 5 auf die Oberseite der Montageplatte 4 z.B. aufgenietet sein.

    [0013] Am kabelseitigen Ende 3 des Anschlußrohres 1 sind Anschlußbolzen 14...21 für die das erste Gleichspannungspotential führenden renden Teilkabel des Kabelbündels ringförmig angebracht. In der Draufsicht von FIG 1 sind dabei nur die oberen Anschlußbolzen 14, 15, 16, 17 zu erkennen. In der Draufsicht auf das kabelseitige Ende 3 gemäß FIG 2 sind alle acht, ringförmig angeordneten Anschlußbolzen 14...21 für die das erste Potential führenden Teilkabel des Kabelbündels vollständig mit Klemmmuttern und allen Beilagescheiben dargestellt.

    [0014] Der Rohreinsatz 30 besteht im wesentlichen aus einer Anschlußschiene 31, welche bevorzugt gestreckt und plattenförmig ausgebildet ist. An deren der hinteren Aufnahmeöffnung 2, d.h. den elektrischen Betriebsmitteln, zugewandten Ende sind wiederum Anschlußmittel 32...34 für die das zweite Potential führenden Teile der Betriebsmittel angebracht. Beispielhaft sind zur lösbaren Verbindung der Anschlußschiene 31 mit einer in die hintere Öffnung 2 des Anschlußrohres 1 hineinragenden und die zweite Polarität führenden Anschlußfahnen 9 der elektrischen Betriebsmittel Montageschrauben 33 vorgesehen. Zur weiteren Stabilisierung dieser Verbindung kann wiederum eine Druckplatte 32 auf das Ende der Anschlußschiene 31 z.B. aufgenietet sein. Im Beispiel der FIG 1 ist in diesem Bereich zusätzlich eine Distanzplatte 34 zum Höhenausgleich angebracht. Die das zweite Gleichspannungspotential führende zweite Anschlußfahne 9 der sich anschließenden elektrischen Betriebsmittel ragt am anlagenseitigen Ende in die hintere Aufnahmeöffnung 2 des Anschlußrohres 1 hinein, und ist in der Draufsicht von FIG 1 strichliert dargestellt.

    [0015] Schließlich sind am kabelseitigen Ende der Anschlußschiene 31, d.h. beim eingebauten Zustand des Rohreinsatzes 30 im Bereich der vorderen Aufnahmeöffnung 3 des Anschlußrohres 1, weitere Anschlußbolzen 37...44 für die das zweite Potential führenden Teilkabel des Kabelbündels radial sternförmig angebracht. In der Draufsicht der FIG 1 sind in diesem sternförmigen Kopfbereich 35 des erfindungsgemäßen Anschlußelementes nur die Anschlußbolzen 37, 38, 41 zu erkennen. In der Draufsicht auf das kabelseitige Ende 3 des Anschlußelementes gemäß FIG 2 sind wiederum alle acht, radial sternförmig angeordneten Anschlußbolzen 37...44 für die das zweite Potential führenden Teilkabel des Kabelbündels vollständig mit Montagemuttern und allen Beilagescheiben dargestellt.

    [0016] Schließlich sind Isoliermittel vorgesehen, welche eine koaxiale, kontaktfreie Halterung des Rohreinsatzes 30 im Inneren des Anschlußrohres 1 ermöglichen. Im Beispiel der FIG 2 sind hierzu zwei halbkreisförmige Haltescheiben 46, 47 aus Isoliermaterial am kabelseitigen Ende 3 um den Rohreinsatz 30 gelegt, und mit diesem in das Innere des Anschlußrohres 1 eingeschoben.

    [0017] Zur besseren Zugänglichkeit ist es vorteilhaft, wenn eine zusätzliche, in FIG 1 strichliert dargestellte, Montageöffnung 8 am anlagenseitigen Ende 2 im Mantel des Anschlußrohres 1 vorhanden ist. Hierüber sind die Montageschrauben 33 direkt von außen zugänglich. Zur Aufrechterhaltung der koaxialen Struktur des Anschlußelementes kann die Montageöffnung 8 durch eine zusätzliche Abdeckung 56 entsprechend dem in FIG 4 dargestellten Ausführungsbeispiel abgeschlossen werden.

    [0018] Zur Montage des erfindungsgemäßen Anschlußelementes z.B. im Inneren von Schaltschränken können gemäß dem Ausführungsbeispiel von FIG 1 gegenüberliegende, blockförmige Halterungen 10 aus Isoliermaterial auf dem Außenmantel des Anschlußrohres 1 angebracht sein. Diese werden beispielhaft über Spannschrauben 11 mit der Wandung des Anschlußrohres 1 verbunden. Zur Befestigung des Anschlußelementes an externen Aufbauten sind beispielhaft Montagebohrungen 12 in den aus Isoliermaterial bestehenden Halterungen 10 vorgesehen. Selbstverständlich sind beliebig andere, auf die Mantelfläche des Anschlußrohres 1 einwirkende Montagemittel zur Befestigung des erfindungsgemäßen Anschlußelementes, z.B. Klemmen u.ä., anwendbar.

    [0019] Bei einer weiteren, in den Figuren 1, 2 bereits dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist zur besseren Halterung der radial sternförmig angebrachten Anschlußbolzen 37...44 für die das zweite Potential führenden Teilkabel ein zusätzlicher, polygonaler Halteblock 36 am kabelseitigen Ende 3 der Anschlußschiene 31 vorgesehen. Im vorliegenden Beispiel eines aus sechzehn Teilkabeln bestehenden Kabelbündels gemäß FIG 3 ist der Halteblock 36 im Ausführungsbeispiel der Figuren 1, 2 bevorzugt achteckig. Jede Seitenfläche des achteckigen Halteblockes trägt somit einen der Anschlußbolzen 37... 44 für die das zweite Potential führenden Teilkabel.

    [0020] Bei einer weiteren, in den Figuren 1, 2 ebenfalls bereits dargestellten Ausführungsform der Erfindung weist zum einen das kabelseitige Ende 2 des Anschlußrohres 1 über den Umfang verteilte, segmentartige Ausbrüche 22...25 auf. Es entsteht somit ein "kronenförmiger Kopfbereich" 13. Desweiteren sind zumindest ein Teil der am kabelseitigen Ende 3 des Rohreinsatzes 30 radial sternförmig angebrachten Anschlußbolzen 37...44 für die das zweite Potential führenden Teilkabel säulenförmig ausgebildet. Es entsteht somit ein "sternförmiger Kopfbereich " 35. Die säulenförmigen Anschlußbolzen ragen im eingebauten Zustand des Rohreinsatzes 30 berührungsfrei durch die segmentartigen Ausbrüche 22...25 bis zum Mantel des Anschlußrohres 1 heraus. Im Beispiel der Figuren 1, 2 sind beispielhaft die vier Anschlußbolzen 37...40 derart säulenförmig ausgebildet, und ragen dementsprechend durch die segmentartigen Ausbrüche 22...25 bis zur Mantelfläche des Anschlußrohres 1 hinaus. Gemäß dem Beispiel von FIG 2 ergibt sich somit ein annähernd kronenförmiger, auf der Mantelfläche des Anschlußrohres 1 und nahezu innerhalb einer gemeinsamen Radialebene liegender Ring von Anschlußbolzen. Dabei dienen abwechselnd Anschlußbolzen zur Befestigung von Teilkabeln für das erste Potential auf der Mantelfläche des Anschlußrohres und zur Befestigung von Teilkabeln für das zweite Potential auf den säulenförmig ausgebildeten, mit dem inneren Rohreinsatz 30 bevorzugt über den polygonalen Halteblock 36 in Verbindung stehenden Haltebolzen. Im Beispiel der FIG 2 dienen somit die paarweise nebeneinander liegenden Haltebolzen 15, 16 und 17, 18 und 19, 20 und 21, 40 zur ringförmigen Befestigung von Teilkabeln für das erste Potential. Dazwischen ist jeweils ein Anschlußbolzen 37...40 für das zweite Potential säulenförmig ausgebildet und entsprechend durch einen der segmentförmigen Ausbrüche 22...25 bis auf die Mantelfläche des Anschlußrohres 1 herausgeführt. Eine derartig radialsymmetrische Anordnung von abwechselnd für die beiden unterschiedlichen Gleichspannungspotentiale vorgesehenen Anschlußbolzen ermöglicht eine streufeldarme Ankopplug von streufeldarm angeordneten Teilkabeln eines gleichstromführenden Kabelbündels an das Anschlußelement.

    [0021] Entsprechend einer weiteren, im Ausführungsbeispiel der Figuren 1, 2 ebenfalls bereits dargestellten, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind auf den ebenen Seitenflächen des polygonalen Halteblockes am kabelseitigen Ende der Anschlußschiene die Haltebolzen für die das zweite Potential führenden Teilkabel abwechselnd direkt angebracht bzw. säulenförmig zur Herausführung durch die Ausbrüche in der Mantelfläche des Anschlußrohres ausgebildet. Im Beispiel der FIG 2 sind acht, das zweite Gleichspannungpotential führende Teilkabel vorhanden. Diese müssen am kabelseitigen Ende 3 mit den Anschlußbolzen der Anschlußschiene 31 verbunden werden. Entsprechend dieser Ausführungsform der Erfindung werden vier der Teilkabel an Anschlußbolzen 41...44 angebracht, welche sich direkt auf vier gegenüberliegenden Seitenflächen des achteckigen Halteblockes 36 befinden. Auf den dazwischenliegenden, verbleibenden vier Seitenflächen des Blockes 36 sind die restlichen vier Anschlußbolzen 37...40 säulenförmig ausgebildet und durch die darüberliegenden Ausbrüche 22...25 am kabelseitigen Ende 3 des Anschlußrohres 1 bis zu dessen Mantelfläche herausgeführt. Diese Ausführungsform der Erfindung hat den Vorteil, daß Kabelbündel, welche aus einer größeren Anzahl von Teilkabeln bestehen, streufeldarm an das erfindungsgemäße, koaxiale Anschlußelement angekoppelt werden können.

    [0022] Auch diese Ausführungsform ist wiederum nicht auf ein aus sechzehn Teilkabeln bestehendes Kabelbündel beschränkt. Vielmehr können auch andere, insbesondere größere Anzahlen von Teilkabel nach dem hier dargestellten Prinzip angekoppelt werden. Im Beispiel der FIG 2 hätte dies beipielhaft zur Folge, daß insbesondere der Halteblock nach einer, radialen Umfangsvergrößerung über entsprechend mehr Seitenflächen verfügt. Eine andere Anpassung des Ausführungsbeispieles von FIG 2 an Kabelbündel mit mehr Teilkabeln könnte auch darin bestehen, daß in axialer Richtung in Reihe zu den Anschlußbolzen 41...44 bzw. 37...40 weitere Anschlußbolzen für zusätzliche Teilkabel vorhanden sind. Bei dieser Ausführung müßte unter Beibehaltung der Querschnittfläche des Anschlußelementes dessen axiale Länge geringfügig vergrößert werden.

    [0023] Gemäß einer letzten, in den Figuren 1, 2 ebenfalls bereits dargestellten, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Anschlußbolzen für die das erste Potential führenden Teilkabel am kabelseitigen Ende des Anschlußrohres derart ringförmig auf der Mantelfläche des Anschlußrohres angeordnet, daß daran angeschlossene Teilkabel zumindest teilweise auf den verbleibenden Mantelsegmenten zwischen den Ausbrüchen aufliegen. Im Beispiel der FIG 1 hat dies zur Folge, daß z.B. die Anschlußbolzen 15, 16 für zwei, das erste Potential führende Teilkabel derart auf der Mantelfläche des Anschlußrohres 1 angebracht sind, daß nach Anschraubung der dazugehörigen Teilkabel diese auf dem zwischen den Ausbrüchen 23, 24 verbliebenen Mantelsegment 26 aufliegen und von diesem abgestützt werden. Entsprechend der Darstellung von FIG 2 bedeutet dies, daß die zum Anschluß an die Anschlußbolzen 15, 16 vorgesehenen Teilkabel des Kabelbündels geordnet und ohne Krümmungen zwischen die benachbarten, von der Anschlußschiene 31 säulenförmig herausgeführten Anschlußbolzen 37, 38 hindurchgeführt werden können. Diese Ausführungsform hat den besonderen Vorteil, daß z.B. entsprechend dem Muster von FIG 3 streufeldarm angeordnete Teilkabel eines gleichstromführenden Kabelbündels unter nahezu vollständiger Aufrechterhaltung von deren gegenseitigen Anordnung streufeldarm an die Anschlußbolzen am kabelseitigen Ende des Anschlußrohres 1 und an das sternförmig ausgebildete Ende des Rohreinsatzes 30 angekoppelt werden können. Die streufeldarme, gegenseitige Anordnung der Teilkabel bleibt somit bis zum absoluten Kabelende, d.h. bis zur kronenförmigen Anordnung der Anschlußbolzen am kabelseitigen Ende des erfindungsgemäßen, koaxialen Anschlußelementes, erhalten. Das erfindungsgemäße Anschlußelement hat somit den besonderen Vorteil, daß es nicht nur eine streufeldarme Ankopplung der Teilkabel eines Kabelbündels ermöglicht, sondern die Gleichspannungspotentiale koaxial, d.h. streufeldarm, bis zu den elektrischen Betriebsmitteln weiterleitet, und wiederum streufeldarm an die bevorzugt ebenfalls streufeldarm ausgebildeten Betriebsmittel übergibt.

    [0024] Auch bei der zuletzt genannten Ausführungsform ist es unter Beibehaltung der grundlegenden Gestaltungsmerkmale des erfindungsgemäßen Anschlußelementes ohne weiteres möglich, ein aus weniger bzw. mehr als sechzehn Teilkabeln bestehendes Kabelbündel mit ringförmig auf der Mantelfläche des Anschlußrohres 1 angeordneten Anschlußbolzen zu verbinden. Hierzu kann zum einen die Anzahl der im Bereich eines verbliebenen Mantelsegmentes zwischen den Ausbrüchen am kabelseitigen Ende des Anschlußrohres befindlichen Anschlußbolzen auf der Mantelfläche des Rohres 1 vergrößert bzw. verkleinert werden. Im Beispiel der FIG 2 hätte dies z.B. im Bezug auf das Mantelsegment 27 zur Folge, daß z.B. nur einer der beiden Bolzen 15, 16 oder hintereinanderliegend mehr als diese Bolzen in diesem Bereich vorgesehen werden. Bei einer anderen Variante ist es insbesondere bei Kabelbündeln mit einer sehr großen Anzahl von Teilkabeln möglich, die radiale Ausdehnung des Anschlußelementes zu vergrößern, und entsprechend die Anzahl der segmentförmigen Ausbrüche, der dazwischen verbeibenden Mantelsegmente, der Anzahl der Ecken des Halteblockes 36 und schließlich der Anzahl der säulenförmig ausgebildet Anschlußbolzen entsprechend zu erhöhen.

    [0025] In den Figuren 4, 5 sind weitere Ausführungsformen des Anschlußelementes dargestellt. Dabei zeigen FIG 4 eine Draufsicht auf die hintere Aufnahmeöffnung 2, d.h. das anlagenseitige Ende des Anschlußelementes. Man erkennt, daß die Montageöffnung 8, welche einen direkten Zugriff auf die Schraubbolzen bzw. Muttern 33 zur Verbindung der zweiten Anschlußfahne 9 des elektrischen Betriebsmittels mit der Anschlußschiene 31 des Rohreinsatzes 30 ermöglicht, zur Aufrechterhaltung der koaxialen Struktur der Gesamtanordnung mit einer entnehmbaren Abdeckung 56 verschlossen ist. Desweiteren sind vorteilhaft im Bereich der hinteren Aufnahmeöffnung 2 zwei zusätzliche, geschlitzte Halteblöcke 48, 49 aus Isoliermaterial zur Fixierung des Rohreinsatzes im Inneren des Anschlußrohres 1 vorhanden. Schließlich sind durch die Montagebohrungen 12 in den blockförmigen Halterungen 10, welche ebenfalls aus Isoliermaterial bestehen, zusätzliche Montagebolzen geführt und daran separate Montagewinkel 50 befestigt.

    [0026] Bei dem Ausführungsbeispiel von FIG 5 ist die Montageplatte 4 zur Kontaktierung des Mantels des Anschlußrohres 1 mit den das erste Potential führenden Teilen der Betriebsmittel nicht direkt auf der Außenseite des Anschlußrohres 1 z.B. angeschweißt. Vielmehr ist die Montageplatte 4 über eine sogenannte Trennlasche 51 und Montagemittel 50 mechanisch lösbar mit der Mantelfläche des Anschlußrohres 1 bevorzugt verschraubt.

    [0027] Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, daß der elektrische Kontakt zwischen der das erste Gleichspannungspotential führenden Anschlußfahne 7 und dem Anschlußrohr 1 des Anschlußelementes beispielsweise durch Lösen der Schraubbolzen 52 und anschliessender Entnahme zumindest der Trennlasche 51 unterbrochen werden kann. Hierduch kann das erfindungsgemäße Anschlußelement auf einfacher Weise stromlos gemacht werden, so daß Montagemaßnahme z.B. am Anschlußkranz 35 gemäß obiger FIG 2 gefahrlos möglich sind.

    [0028] FIG 6 zeigt schließlich eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des Anschlußelementes. Dieses ist um einen integrierten Nebenwiderstand erweitert. Grundsätzlich entspricht das in FIG 6 dargestellte Ausführungsbeispiel der bereits an Hand der Figuren 1 bis 3 beschriebenen Ausführungsform. Gegenüber den Darstellungen insbesondere in den Figuren 1, 2 sind in FIG 6 lediglich einige der am kabelseitigen Ende 3 des radial sternförmig ausgebildeten Rohreinsatzes 30 angeschlossenen und das zweite Potential führenden Teilkabel eines beispielhaft aus sechzehn Teilkabeln bestehenden Kabelbündels dargestellt. Zur besseren Übersicht sind die an den ringförmig auf der Mantelfläche des Anschlußrohres befindlichen Anschlußbolzen 14...21 anzubringenden und das erste Potential führenden Teilkabel nicht dargestellt. Der wesentliche Unterschied der Ausführungsform von FIG 6 gegenüber der von FIG 1 besteht darin, daß die Anschlußschiene des Rohreinsatzes 13 geteilt ist, und in den Spalt zwischen den Anschlußschienenstücken 52, 53 ein Nebenwiderstand 54 ("Shunt") eingebracht ist. Der Nebenwiderstand ist beispielhaft über die Montageschrauben 55 mit den spaltseitigen Enden der Anschlußschienenstücke 52, 53 verschraubt. Das erfindungsgemäße, koaxiale Anschlußelement hat somit den weiteren Vorteil, daß bei Bedarf ein Nebenwiderstand integriert werden kann, ohne daß die Gesamtanordnung und deren streufeldarmer Aufbau in irgendeiner Weise durch diese Maßnahme beeinträchtigt wird. Der Nebenwiderstand kann somit harmonisch und ohne Beinträchtigung der koaxialen Gestalt des Anschlußelementes durch einfache, zweiteilige Ausführung der Anschlußschiene in den Rohreinsatz 30 integriert werden.


    Ansprüche

    1. Anschlußelement zum streufeldarmen Anschluß von streufeldarm angeordneten Teilkabeln eines gleichstromführenden Kabelbündels (FIG 3) an elektrische Betriebsmittel, aus

    a) einem Anschlußrohr (1), wobei auf dessen Mantelfläche

    al) am anlagenseitigen Ende (2) Anschlußmittel (4...6) für die das erste Potential führenden Teile (7) der Betriebsmittel, und

    a2) am kabelseitigen Ende (3) Anschlußbolzen (14...21) für die das erste Potential führenden Teilkabel ringförmig angebracht sind, und

    b) einem Rohreinsatz (30) mit einer Anschlußschiene (31), wobei

    b1) am anlagenseitigen Ende (2) Anschlußmittel (32...34) für die das zweite Potential führenden Teile (9) der Betriebsmittel, und

    b2) am kabelseitigen Ende (3) Anschlußbolzen (37...44) für die das zweite Potential führenden Teilkabel radial sternförmig angebracht sind, und

    c) Isoliermittel (46...49) zur Halterung des Rohreinsatzes (30) im Anschlußrohr (1).


     
    2. Anschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am kabelseitigen Ende (3) der Anschlußschiene (31) ein polygonaler, bevorzugt achteckiger, Halteblock (36) für die radial sternförmig angebrachten Anschlußbolzen (37...44) für die das zweite Potential führenden Teilkabel vorgesehen ist.
     
    3. Anschlußelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß

    a) das kabelseitige Ende (2) des Anschlußrohres (1) über den Umfang verteilte, segmentartige Ausbrüche (22...25) aufweist, und

    b) zumindest ein Teil der am kabelseitigen Ende (3) des Rohreinsatzes (30) radial sternförmig angebrachten Anschlußbolzen (37...40) säulenförmig ausgebildet und berührungsfrei durch die segmentartigen Ausbrüche (22...25) bis zum Mantel des Anschlußrohres (1) herausgeführt sind.


     
    4. Anschlußelement nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf den ebenen Steitenflächen des polygonalen, bevorzugt achteckigen, Halteblockes (36) die Anschlußbolzen (37...44) für die das zweite Potential führenden Teilkabel abwechselnd direkt angebracht sind (41...44) bzw. säulenförmig zur Herausführung durch die segmentartigen Ausbrüche (22...25) im Anschlußrohr (1) ausgebildet sind (37...40) (FIG 2).
     
    5. Anschlußelement nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußbolzen (14...21) für die das erste Potential führenden Teilkabel am kabelseitigen Ende (3) des Anschlußrohres (1) derart ringförmig auf der Mantelfläche des Anschlußrohres (1) angeordnet sind, daß daran angeschlossene Teilkabel zumindest teilweise auf den Mantelsegmenten (26...29) zwischen den Ausbrüchen (22...25) aufliegen (FIG 2).
     
    6. Anschlußelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußschiene des Rohreinsatzes (30) geteilt ist, und in den Spalt zwischen den Anschlußschienenstücken (52,53) ein Nebenwiderstand (54) eingebracht ist (FIG 6).
     




    Zeichnung
















    Recherchenbericht