[0001] Die Erfindung betrifft ein Anschlußelement zum streufeldarmen Anschluß von streufeldarm
angeordneten Teilkabeln eines gleichstromführenden Kabelbündels an elektrische Betriebsmittel.
[0002] Aus der DE 28 25 037 C2 und "Siemens-Energietechnik 4 (1982) Heft 2, S. 112-113"
ist bereits ein derartiges Verbindungsstück zwischen Stromschienen verschiedenen Polarität
einerseits und einer größeren Anzahl von Teilkabeln in streufeldarmer Bündelung andererseits
bekannt. Dieses besteht im wesentlichen aus zwei elektrisch leitenden Platten, welche
senkrecht zu den Stromschienen und den Teilkabeln in parallelen Ebenen isoliert zueinander
angeordnet sind. Dabei sind von den Platten Anschlußfahnen zur Aufnahme von Kabelschuhen
in Richtung auf die Enden der Teilkabel so abgebogen, daß die Anschlußfahnen im eingebauten,
übereinander liegenden Zustand der Platten streufeldarm ineinander verschachtelt sind.
Schließlich ist auf der Oberseite einer jeden Platte eine in Richtung auf die Stromschienen
weisende Anschlußlasche zum Anschluß des Verbindungsstückes mit den beiden Polaritäten
der Stromschienen aufgesetzt. Dabei greift im montierten, übereinander liegenden Zustand
der Platten die Anschlußlasche der unteren, den Teil kabelenden zugewandten Platte
isoliert durch eine Aussparung in der oberen, den Stromschienen zugewandten Platte
hindurch.
[0003] Eine derartige Anordnung hat den Nachteil, daß zwar der Anschluß an das Verbindungsstück
unter weitgehender Beibehaltung der streufeldarmen Bündelung der Teilkabel im Kabelbündel
erfolgen kann. Das Kabelbündelende muß somit nicht unter Zerstörung dieser optimalen,
streufeldarmen Bündelung entflochten werden. Dennoch ist es nachteilig, daß die beiden,
auf die Teilkabel verteilten Gleichspannungspotentiale mit Hilfe von zwei, in Querrichtung
zwischen Kabelbündelende und Stromschienen übereinander liegenden Platten zusammengefaßt
werden. Hierdurch ist kein vollständig harmonischer Übergang zwischen Kabelende und
Stromschienen möglich. Das bekannte Verbindungsstück stellt zwar die weitgehende Aufrechterhaltung
der Streufeldarmut durch Beibehaltung der ursprünglichen Bündelung der Teilkabel bis
zum vollständigen Kabelende sicher, d.h. bis zur Anschlußebene in den Anschlußfahnen
der beiden querliegenden Platten. Es ist aber im Anschluß daran kein vollständig streufeldarmer
Anschluß der querstehenden Platten an Stromschienen bzw. an z.B. selbstständig streufeldarm
ausgebildete Sammelschienen in Schaltanlagen möglich.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein weiteres Anschlußelement zum streufeldarmen
Anschluß von streufeldarm angeordneten Teilkabeln eines Gleichstrom führenden Kabelbündels
anzugeben, welches besonders zum Anschluß an selbständig streufeldarm ausgebildete
elektrische Betriebsmittel geeignet ist, insbesondere an eine streufeldarme ausgebildete
Sammelschieneneinheit für eine Schaltanlage.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst mit dem im Anspruch 1 enthaltenen Anschlußelement. Vorteilhafte,
weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angeben.
[0006] Das erfindungsgemäße Anschlußelement besteht im wesentlichen aus einem bevorzugt
zylindrisch gestreckten Anschlußrohr zur Führung des einen Potentiales der Gleichspannung,
und einem darin über Isoliermittel gehaltenen Rohreinsatz zur Führung des zweiten
Potentiales der Gleichspannung.
[0007] Auf der Mantelfläche des Anschlußrohres sind zum einen am anlagenseitigen Ende Anschlußmittel
für die das erste Potential führenden Teile der Betriebsmittel, und desweiteren am
kabelseitigen Ende Anschlußbolzen für die das erste Potential führenden Teilkabel
des anzuschließenden Kabelbündels ringförmig angebracht. Der Rohreinsatz des erfindungsgemäßen
Anschlußelementes besteht im wesentlichen aus einer bevorzugt gestreckten Anschlußschiene.
An diese sind zum einen am anlagenseitigen Ende Anschlußmittel für die das zweite
Potential führenden Teile der Betriebsmittel, und desweiteren am kabelseitigen Ende
Anschlußbolzen für die das zweite Potential führenden Teilkabel radial sternförmig
angebracht. Schließlich sind Isoliermittel zur potentialgetrennten Halterung des Rohreinsatzes
im Inneren des bevorzugt zylindrisch gestreckten Anschlußrohres vorgesehen.
[0008] Der Vorteil des erfindungsgemäßen Anschlußelementes besteht darin, daß es eine koaxiale
Struktur aufweist. Hierdurch können die Gleichspannungpotentiale von den Teilkabeln
des Kabelbündels nicht nur unter Beibehaltung der optimalen Bündelung der Teilkabel
streufeldarm abgenommen werden. Vielmehr ist es auf Grund der koaxialen Gestaltung
möglich, diese Potentiale auch streufeldarm an die sich anschließenden elektrischen
Betriebsmittel weiterzuleiten. Ferner ist ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen
Anschlußelementes darin zu sehen, daß auf Grund von dessen koaxialer Ausführung eine
weitgehend streufeldarme Übergabe der Gleichspannungspotentiale an streufeldarm ausgebildete
elektrische Betriebsmittel möglich ist. Das erfindungsgemäße Anschlußelement ist somit
besonders dazu geeignet, z.B. an die im Deutschen Gebrauchsmuster G 90 15 949.7 beschriebene
streufeldarme Sammelschieneneinheit für eine Schaltanlage streufeldarm angekoppelt
zu werden.
[0009] Die Erfindung und vorteilhafte Ausführungsformen derselben werden desweiteren unter
Zuhilfenahme der in den nachfolgend kurz angeführten Figuren dargestellten bevorzugten
Ausführungsbeispiele näher erläutet. Dabei zeigt:
FIG 1 die Draufsichten auf die Unterseiten einer bevorzugten Ausführungsform des Anschlußrohres
und Rohreinsatzes in getrennter Darstellung.
FIG 2 eine Draufsicht auf das kabelseitige Ende der bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Anschlußelementes gemäß FIG 1, d.h. auf die vordere Aufnahmeöffnung
des Anschlußrohres mit eingebautem Rohreinsatz ("Anschlußkrone"),
FIG 3 einen Schnitt durch ein Kabelbündel aus beispielhaft sechzehn Teilkabeln zum
Anklemmen an die "Anschlußkrone" gemäß dem Ausführungsbeispiel von FIG 2,
FIG 4 eine Draufsicht auf das anlagenseitige Ende einer bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Anschlußelementes, d.h. auf die hintere Aufnahmeöffnung des
Anschlußrohres mit eingebautem Rohreinsatz,
FIG 5 eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit einer zusätzlichen, lösbaren
Trennlasche zwischen dem Anschluß für das erste Potential und dem Mantel des Anschlußrohres,
und
FIG 6 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlußelementes
mit einem integrierten Vorschaltwiderstand im Rohreinsatz.
[0010] In den Figuren 1, 2 ist eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Anschlußelementes
dargestellt. Dabei zeigt FIG 1 das Anschlußrohr 1 und den Rohreinsatz 30 in einer
Draufsicht. Zudem ist zur besseren Übersicht der Rohreinsatz 30 nicht im eingebauten,
im Inneren des Anschlußrohres befindlichen Zustand, sondern getrennt dargestellt.
Ferner zeigt FIG 2 eine Draufsicht auf das kabelseitige Ende 3 der Ausführungsform
des Anschlußelementes entsprechend FIG 1. Dabei befindet sich der Rohreinsatz 30 im
eingebauten, d.h. in das Innere des Anschlußrohres 1 eingeschobenen Zustand.
[0011] Das in FIG 1, 2 dargestellte, bevorzugte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Anschlußelementes ist speziell zum Anschluß schluß eines aus sechzehn Teilkabeln bestehenden
Kabelbündels ausgelegt. In FIG 3 ist beispielhaft ein Querschnitt durch ein derartiges
Kabelbündel dargestellt. Die jeweiligen Richtungen der Teilgleichströme in den Teilkabeln
sind in FIG 3 mit einem Punkt bzw. einem Kreuz markiert. Werden 16 Teilkabel entsprechend
dem Muster von FIG 3 von Gleichströmen mit entsprechender Polarität durchströmt, so
ist ein derartiges Kabelbündel streufeldarm. Das in den Figuren 1, 2 dargestellte
Beispiel für ein erfindungsgemäßes Anschlußelement ist speziell zum Anschluß eines
Kabelbündels entsprechend der FIG 3 ausgelegt. Die Erfindung ist aber nicht auf den
streufeldarmen Anschluß eines aus sechzehn streufeldarm angeordneten Teilkabeln bestehenden
Kabelbündels beschränkt. Vielmehr kann das Anschlußelement mit der erfindungsgemäßen
Gestaltung ohne weiteres auch zum Anschluß von z.B. aus 4, 8 bzw. aus mehr als 16
Teilkabeln bestehenden Kabelbündeln ausgelegt werden. Die konstruktive Grundgestaltung
des erfindungsgemäßen Anschlußelementes wird desweiteren am Beispiel eines 16 aderigen
Kabelbündels mit Hilfe der FIG 1, 2 näher erläutet.
[0012] Auf der Mantelfläche des bevorzugt zylindrisch gestreckten Anschlußrohres 1 sind
im Bereich der hinteren Aufnahmeöffnung, d.h. am anlagenseitigen Ende 2 des Anschlußelementes,
Mittel 4, 5, 6 für den Anschluß der das erste Potential führenden Teile der Betriebsmittel
angebracht. Dabei handelt es sich beispielhaft um eine mit dem Mantel des Anschlußrohres
1 bevorzugt verschweißte Montageplatte 4, welche mit einer ersten, das erste Gleichspannungspotential
führenden Anschlußfahne 7 der sich anschließenden elektrischen Betriebsmittel mechanisch
lösbar, z.B. über Montageschraube 6, verbunden werden kann. Zur weiteren Verbesserung
dieser Verbindung kann zusätzlich eine Druckplatte 5 auf die Oberseite der Montageplatte
4 z.B. aufgenietet sein.
[0013] Am kabelseitigen Ende 3 des Anschlußrohres 1 sind Anschlußbolzen 14...21 für die
das erste Gleichspannungspotential führenden renden Teilkabel des Kabelbündels ringförmig
angebracht. In der Draufsicht von FIG 1 sind dabei nur die oberen Anschlußbolzen 14,
15, 16, 17 zu erkennen. In der Draufsicht auf das kabelseitige Ende 3 gemäß FIG 2
sind alle acht, ringförmig angeordneten Anschlußbolzen 14...21 für die das erste Potential
führenden Teilkabel des Kabelbündels vollständig mit Klemmmuttern und allen Beilagescheiben
dargestellt.
[0014] Der Rohreinsatz 30 besteht im wesentlichen aus einer Anschlußschiene 31, welche bevorzugt
gestreckt und plattenförmig ausgebildet ist. An deren der hinteren Aufnahmeöffnung
2, d.h. den elektrischen Betriebsmitteln, zugewandten Ende sind wiederum Anschlußmittel
32...34 für die das zweite Potential führenden Teile der Betriebsmittel angebracht.
Beispielhaft sind zur lösbaren Verbindung der Anschlußschiene 31 mit einer in die
hintere Öffnung 2 des Anschlußrohres 1 hineinragenden und die zweite Polarität führenden
Anschlußfahnen 9 der elektrischen Betriebsmittel Montageschrauben 33 vorgesehen. Zur
weiteren Stabilisierung dieser Verbindung kann wiederum eine Druckplatte 32 auf das
Ende der Anschlußschiene 31 z.B. aufgenietet sein. Im Beispiel der FIG 1 ist in diesem
Bereich zusätzlich eine Distanzplatte 34 zum Höhenausgleich angebracht. Die das zweite
Gleichspannungspotential führende zweite Anschlußfahne 9 der sich anschließenden elektrischen
Betriebsmittel ragt am anlagenseitigen Ende in die hintere Aufnahmeöffnung 2 des Anschlußrohres
1 hinein, und ist in der Draufsicht von FIG 1 strichliert dargestellt.
[0015] Schließlich sind am kabelseitigen Ende der Anschlußschiene 31, d.h. beim eingebauten
Zustand des Rohreinsatzes 30 im Bereich der vorderen Aufnahmeöffnung 3 des Anschlußrohres
1, weitere Anschlußbolzen 37...44 für die das zweite Potential führenden Teilkabel
des Kabelbündels radial sternförmig angebracht. In der Draufsicht der FIG 1 sind in
diesem sternförmigen Kopfbereich 35 des erfindungsgemäßen Anschlußelementes nur die
Anschlußbolzen 37, 38, 41 zu erkennen. In der Draufsicht auf das kabelseitige Ende
3 des Anschlußelementes gemäß FIG 2 sind wiederum alle acht, radial sternförmig angeordneten
Anschlußbolzen 37...44 für die das zweite Potential führenden Teilkabel des Kabelbündels
vollständig mit Montagemuttern und allen Beilagescheiben dargestellt.
[0016] Schließlich sind Isoliermittel vorgesehen, welche eine koaxiale, kontaktfreie Halterung
des Rohreinsatzes 30 im Inneren des Anschlußrohres 1 ermöglichen. Im Beispiel der
FIG 2 sind hierzu zwei halbkreisförmige Haltescheiben 46, 47 aus Isoliermaterial am
kabelseitigen Ende 3 um den Rohreinsatz 30 gelegt, und mit diesem in das Innere des
Anschlußrohres 1 eingeschoben.
[0017] Zur besseren Zugänglichkeit ist es vorteilhaft, wenn eine zusätzliche, in FIG 1 strichliert
dargestellte, Montageöffnung 8 am anlagenseitigen Ende 2 im Mantel des Anschlußrohres
1 vorhanden ist. Hierüber sind die Montageschrauben 33 direkt von außen zugänglich.
Zur Aufrechterhaltung der koaxialen Struktur des Anschlußelementes kann die Montageöffnung
8 durch eine zusätzliche Abdeckung 56 entsprechend dem in FIG 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
abgeschlossen werden.
[0018] Zur Montage des erfindungsgemäßen Anschlußelementes z.B. im Inneren von Schaltschränken
können gemäß dem Ausführungsbeispiel von FIG 1 gegenüberliegende, blockförmige Halterungen
10 aus Isoliermaterial auf dem Außenmantel des Anschlußrohres 1 angebracht sein. Diese
werden beispielhaft über Spannschrauben 11 mit der Wandung des Anschlußrohres 1 verbunden.
Zur Befestigung des Anschlußelementes an externen Aufbauten sind beispielhaft Montagebohrungen
12 in den aus Isoliermaterial bestehenden Halterungen 10 vorgesehen. Selbstverständlich
sind beliebig andere, auf die Mantelfläche des Anschlußrohres 1 einwirkende Montagemittel
zur Befestigung des erfindungsgemäßen Anschlußelementes, z.B. Klemmen u.ä., anwendbar.
[0019] Bei einer weiteren, in den Figuren 1, 2 bereits dargestellten Ausführungsform der
Erfindung ist zur besseren Halterung der radial sternförmig angebrachten Anschlußbolzen
37...44 für die das zweite Potential führenden Teilkabel ein zusätzlicher, polygonaler
Halteblock 36 am kabelseitigen Ende 3 der Anschlußschiene 31 vorgesehen. Im vorliegenden
Beispiel eines aus sechzehn Teilkabeln bestehenden Kabelbündels gemäß FIG 3 ist der
Halteblock 36 im Ausführungsbeispiel der Figuren 1, 2 bevorzugt achteckig. Jede Seitenfläche
des achteckigen Halteblockes trägt somit einen der Anschlußbolzen 37... 44 für die
das zweite Potential führenden Teilkabel.
[0020] Bei einer weiteren, in den Figuren 1, 2 ebenfalls bereits dargestellten Ausführungsform
der Erfindung weist zum einen das kabelseitige Ende 2 des Anschlußrohres 1 über den
Umfang verteilte, segmentartige Ausbrüche 22...25 auf. Es entsteht somit ein "kronenförmiger
Kopfbereich" 13. Desweiteren sind zumindest ein Teil der am kabelseitigen Ende 3 des
Rohreinsatzes 30 radial sternförmig angebrachten Anschlußbolzen 37...44 für die das
zweite Potential führenden Teilkabel säulenförmig ausgebildet. Es entsteht somit ein
"sternförmiger Kopfbereich " 35. Die säulenförmigen Anschlußbolzen ragen im eingebauten
Zustand des Rohreinsatzes 30 berührungsfrei durch die segmentartigen Ausbrüche 22...25
bis zum Mantel des Anschlußrohres 1 heraus. Im Beispiel der Figuren 1, 2 sind beispielhaft
die vier Anschlußbolzen 37...40 derart säulenförmig ausgebildet, und ragen dementsprechend
durch die segmentartigen Ausbrüche 22...25 bis zur Mantelfläche des Anschlußrohres
1 hinaus. Gemäß dem Beispiel von FIG 2 ergibt sich somit ein annähernd kronenförmiger,
auf der Mantelfläche des Anschlußrohres 1 und nahezu innerhalb einer gemeinsamen Radialebene
liegender Ring von Anschlußbolzen. Dabei dienen abwechselnd Anschlußbolzen zur Befestigung
von Teilkabeln für das erste Potential auf der Mantelfläche des Anschlußrohres und
zur Befestigung von Teilkabeln für das zweite Potential auf den säulenförmig ausgebildeten,
mit dem inneren Rohreinsatz 30 bevorzugt über den polygonalen Halteblock 36 in Verbindung
stehenden Haltebolzen. Im Beispiel der FIG 2 dienen somit die paarweise nebeneinander
liegenden Haltebolzen 15, 16 und 17, 18 und 19, 20 und 21, 40 zur ringförmigen Befestigung
von Teilkabeln für das erste Potential. Dazwischen ist jeweils ein Anschlußbolzen
37...40 für das zweite Potential säulenförmig ausgebildet und entsprechend durch einen
der segmentförmigen Ausbrüche 22...25 bis auf die Mantelfläche des Anschlußrohres
1 herausgeführt. Eine derartig radialsymmetrische Anordnung von abwechselnd für die
beiden unterschiedlichen Gleichspannungspotentiale vorgesehenen Anschlußbolzen ermöglicht
eine streufeldarme Ankopplug von streufeldarm angeordneten Teilkabeln eines gleichstromführenden
Kabelbündels an das Anschlußelement.
[0021] Entsprechend einer weiteren, im Ausführungsbeispiel der Figuren 1, 2 ebenfalls bereits
dargestellten, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind auf den ebenen Seitenflächen
des polygonalen Halteblockes am kabelseitigen Ende der Anschlußschiene die Haltebolzen
für die das zweite Potential führenden Teilkabel abwechselnd direkt angebracht bzw.
säulenförmig zur Herausführung durch die Ausbrüche in der Mantelfläche des Anschlußrohres
ausgebildet. Im Beispiel der FIG 2 sind acht, das zweite Gleichspannungpotential führende
Teilkabel vorhanden. Diese müssen am kabelseitigen Ende 3 mit den Anschlußbolzen der
Anschlußschiene 31 verbunden werden. Entsprechend dieser Ausführungsform der Erfindung
werden vier der Teilkabel an Anschlußbolzen 41...44 angebracht, welche sich direkt
auf vier gegenüberliegenden Seitenflächen des achteckigen Halteblockes 36 befinden.
Auf den dazwischenliegenden, verbleibenden vier Seitenflächen des Blockes 36 sind
die restlichen vier Anschlußbolzen 37...40 säulenförmig ausgebildet und durch die
darüberliegenden Ausbrüche 22...25 am kabelseitigen Ende 3 des Anschlußrohres 1 bis
zu dessen Mantelfläche herausgeführt. Diese Ausführungsform der Erfindung hat den
Vorteil, daß Kabelbündel, welche aus einer größeren Anzahl von Teilkabeln bestehen,
streufeldarm an das erfindungsgemäße, koaxiale Anschlußelement angekoppelt werden
können.
[0022] Auch diese Ausführungsform ist wiederum nicht auf ein aus sechzehn Teilkabeln bestehendes
Kabelbündel beschränkt. Vielmehr können auch andere, insbesondere größere Anzahlen
von Teilkabel nach dem hier dargestellten Prinzip angekoppelt werden. Im Beispiel
der FIG 2 hätte dies beipielhaft zur Folge, daß insbesondere der Halteblock nach einer,
radialen Umfangsvergrößerung über entsprechend mehr Seitenflächen verfügt. Eine andere
Anpassung des Ausführungsbeispieles von FIG 2 an Kabelbündel mit mehr Teilkabeln könnte
auch darin bestehen, daß in axialer Richtung in Reihe zu den Anschlußbolzen 41...44
bzw. 37...40 weitere Anschlußbolzen für zusätzliche Teilkabel vorhanden sind. Bei
dieser Ausführung müßte unter Beibehaltung der Querschnittfläche des Anschlußelementes
dessen axiale Länge geringfügig vergrößert werden.
[0023] Gemäß einer letzten, in den Figuren 1, 2 ebenfalls bereits dargestellten, bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung sind die Anschlußbolzen für die das erste Potential
führenden Teilkabel am kabelseitigen Ende des Anschlußrohres derart ringförmig auf
der Mantelfläche des Anschlußrohres angeordnet, daß daran angeschlossene Teilkabel
zumindest teilweise auf den verbleibenden Mantelsegmenten zwischen den Ausbrüchen
aufliegen. Im Beispiel der FIG 1 hat dies zur Folge, daß z.B. die Anschlußbolzen 15,
16 für zwei, das erste Potential führende Teilkabel derart auf der Mantelfläche des
Anschlußrohres 1 angebracht sind, daß nach Anschraubung der dazugehörigen Teilkabel
diese auf dem zwischen den Ausbrüchen 23, 24 verbliebenen Mantelsegment 26 aufliegen
und von diesem abgestützt werden. Entsprechend der Darstellung von FIG 2 bedeutet
dies, daß die zum Anschluß an die Anschlußbolzen 15, 16 vorgesehenen Teilkabel des
Kabelbündels geordnet und ohne Krümmungen zwischen die benachbarten, von der Anschlußschiene
31 säulenförmig herausgeführten Anschlußbolzen 37, 38 hindurchgeführt werden können.
Diese Ausführungsform hat den besonderen Vorteil, daß z.B. entsprechend dem Muster
von FIG 3 streufeldarm angeordnete Teilkabel eines gleichstromführenden Kabelbündels
unter nahezu vollständiger Aufrechterhaltung von deren gegenseitigen Anordnung streufeldarm
an die Anschlußbolzen am kabelseitigen Ende des Anschlußrohres 1 und an das sternförmig
ausgebildete Ende des Rohreinsatzes 30 angekoppelt werden können. Die streufeldarme,
gegenseitige Anordnung der Teilkabel bleibt somit bis zum absoluten Kabelende, d.h.
bis zur kronenförmigen Anordnung der Anschlußbolzen am kabelseitigen Ende des erfindungsgemäßen,
koaxialen Anschlußelementes, erhalten. Das erfindungsgemäße Anschlußelement hat somit
den besonderen Vorteil, daß es nicht nur eine streufeldarme Ankopplung der Teilkabel
eines Kabelbündels ermöglicht, sondern die Gleichspannungspotentiale koaxial, d.h.
streufeldarm, bis zu den elektrischen Betriebsmitteln weiterleitet, und wiederum streufeldarm
an die bevorzugt ebenfalls streufeldarm ausgebildeten Betriebsmittel übergibt.
[0024] Auch bei der zuletzt genannten Ausführungsform ist es unter Beibehaltung der grundlegenden
Gestaltungsmerkmale des erfindungsgemäßen Anschlußelementes ohne weiteres möglich,
ein aus weniger bzw. mehr als sechzehn Teilkabeln bestehendes Kabelbündel mit ringförmig
auf der Mantelfläche des Anschlußrohres 1 angeordneten Anschlußbolzen zu verbinden.
Hierzu kann zum einen die Anzahl der im Bereich eines verbliebenen Mantelsegmentes
zwischen den Ausbrüchen am kabelseitigen Ende des Anschlußrohres befindlichen Anschlußbolzen
auf der Mantelfläche des Rohres 1 vergrößert bzw. verkleinert werden. Im Beispiel
der FIG 2 hätte dies z.B. im Bezug auf das Mantelsegment 27 zur Folge, daß z.B. nur
einer der beiden Bolzen 15, 16 oder hintereinanderliegend mehr als diese Bolzen in
diesem Bereich vorgesehen werden. Bei einer anderen Variante ist es insbesondere bei
Kabelbündeln mit einer sehr großen Anzahl von Teilkabeln möglich, die radiale Ausdehnung
des Anschlußelementes zu vergrößern, und entsprechend die Anzahl der segmentförmigen
Ausbrüche, der dazwischen verbeibenden Mantelsegmente, der Anzahl der Ecken des Halteblockes
36 und schließlich der Anzahl der säulenförmig ausgebildet Anschlußbolzen entsprechend
zu erhöhen.
[0025] In den Figuren 4, 5 sind weitere Ausführungsformen des Anschlußelementes dargestellt.
Dabei zeigen FIG 4 eine Draufsicht auf die hintere Aufnahmeöffnung 2, d.h. das anlagenseitige
Ende des Anschlußelementes. Man erkennt, daß die Montageöffnung 8, welche einen direkten
Zugriff auf die Schraubbolzen bzw. Muttern 33 zur Verbindung der zweiten Anschlußfahne
9 des elektrischen Betriebsmittels mit der Anschlußschiene 31 des Rohreinsatzes 30
ermöglicht, zur Aufrechterhaltung der koaxialen Struktur der Gesamtanordnung mit einer
entnehmbaren Abdeckung 56 verschlossen ist. Desweiteren sind vorteilhaft im Bereich
der hinteren Aufnahmeöffnung 2 zwei zusätzliche, geschlitzte Halteblöcke 48, 49 aus
Isoliermaterial zur Fixierung des Rohreinsatzes im Inneren des Anschlußrohres 1 vorhanden.
Schließlich sind durch die Montagebohrungen 12 in den blockförmigen Halterungen 10,
welche ebenfalls aus Isoliermaterial bestehen, zusätzliche Montagebolzen geführt und
daran separate Montagewinkel 50 befestigt.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel von FIG 5 ist die Montageplatte 4 zur Kontaktierung des
Mantels des Anschlußrohres 1 mit den das erste Potential führenden Teilen der Betriebsmittel
nicht direkt auf der Außenseite des Anschlußrohres 1 z.B. angeschweißt. Vielmehr ist
die Montageplatte 4 über eine sogenannte Trennlasche 51 und Montagemittel 50 mechanisch
lösbar mit der Mantelfläche des Anschlußrohres 1 bevorzugt verschraubt.
[0027] Eine derartige Anordnung hat den Vorteil, daß der elektrische Kontakt zwischen der
das erste Gleichspannungspotential führenden Anschlußfahne 7 und dem Anschlußrohr
1 des Anschlußelementes beispielsweise durch Lösen der Schraubbolzen 52 und anschliessender
Entnahme zumindest der Trennlasche 51 unterbrochen werden kann. Hierduch kann das
erfindungsgemäße Anschlußelement auf einfacher Weise stromlos gemacht werden, so daß
Montagemaßnahme z.B. am Anschlußkranz 35 gemäß obiger FIG 2 gefahrlos möglich sind.
[0028] FIG 6 zeigt schließlich eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des Anschlußelementes.
Dieses ist um einen integrierten Nebenwiderstand erweitert. Grundsätzlich entspricht
das in FIG 6 dargestellte Ausführungsbeispiel der bereits an Hand der Figuren 1 bis
3 beschriebenen Ausführungsform. Gegenüber den Darstellungen insbesondere in den Figuren
1, 2 sind in FIG 6 lediglich einige der am kabelseitigen Ende 3 des radial sternförmig
ausgebildeten Rohreinsatzes 30 angeschlossenen und das zweite Potential führenden
Teilkabel eines beispielhaft aus sechzehn Teilkabeln bestehenden Kabelbündels dargestellt.
Zur besseren Übersicht sind die an den ringförmig auf der Mantelfläche des Anschlußrohres
befindlichen Anschlußbolzen 14...21 anzubringenden und das erste Potential führenden
Teilkabel nicht dargestellt. Der wesentliche Unterschied der Ausführungsform von FIG
6 gegenüber der von FIG 1 besteht darin, daß die Anschlußschiene des Rohreinsatzes
13 geteilt ist, und in den Spalt zwischen den Anschlußschienenstücken 52, 53 ein Nebenwiderstand
54 ("Shunt") eingebracht ist. Der Nebenwiderstand ist beispielhaft über die Montageschrauben
55 mit den spaltseitigen Enden der Anschlußschienenstücke 52, 53 verschraubt. Das
erfindungsgemäße, koaxiale Anschlußelement hat somit den weiteren Vorteil, daß bei
Bedarf ein Nebenwiderstand integriert werden kann, ohne daß die Gesamtanordnung und
deren streufeldarmer Aufbau in irgendeiner Weise durch diese Maßnahme beeinträchtigt
wird. Der Nebenwiderstand kann somit harmonisch und ohne Beinträchtigung der koaxialen
Gestalt des Anschlußelementes durch einfache, zweiteilige Ausführung der Anschlußschiene
in den Rohreinsatz 30 integriert werden.
1. Anschlußelement zum streufeldarmen Anschluß von streufeldarm angeordneten Teilkabeln
eines gleichstromführenden Kabelbündels (FIG 3) an elektrische Betriebsmittel, aus
a) einem Anschlußrohr (1), wobei auf dessen Mantelfläche
al) am anlagenseitigen Ende (2) Anschlußmittel (4...6) für die das erste Potential
führenden Teile (7) der Betriebsmittel, und
a2) am kabelseitigen Ende (3) Anschlußbolzen (14...21) für die das erste Potential
führenden Teilkabel ringförmig angebracht sind, und
b) einem Rohreinsatz (30) mit einer Anschlußschiene (31), wobei
b1) am anlagenseitigen Ende (2) Anschlußmittel (32...34) für die das zweite Potential
führenden Teile (9) der Betriebsmittel, und
b2) am kabelseitigen Ende (3) Anschlußbolzen (37...44) für die das zweite Potential
führenden Teilkabel radial sternförmig angebracht sind, und
c) Isoliermittel (46...49) zur Halterung des Rohreinsatzes (30) im Anschlußrohr (1).
2. Anschlußelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am kabelseitigen Ende (3) der Anschlußschiene (31) ein polygonaler, bevorzugt
achteckiger, Halteblock (36) für die radial sternförmig angebrachten Anschlußbolzen
(37...44) für die das zweite Potential führenden Teilkabel vorgesehen ist.
3. Anschlußelement nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
a) das kabelseitige Ende (2) des Anschlußrohres (1) über den Umfang verteilte, segmentartige
Ausbrüche (22...25) aufweist, und
b) zumindest ein Teil der am kabelseitigen Ende (3) des Rohreinsatzes (30) radial
sternförmig angebrachten Anschlußbolzen (37...40) säulenförmig ausgebildet und berührungsfrei
durch die segmentartigen Ausbrüche (22...25) bis zum Mantel des Anschlußrohres (1)
herausgeführt sind.
4. Anschlußelement nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf den ebenen Steitenflächen des polygonalen, bevorzugt achteckigen, Halteblockes
(36) die Anschlußbolzen (37...44) für die das zweite Potential führenden Teilkabel
abwechselnd direkt angebracht sind (41...44) bzw. säulenförmig zur Herausführung durch
die segmentartigen Ausbrüche (22...25) im Anschlußrohr (1) ausgebildet sind (37...40)
(FIG 2).
5. Anschlußelement nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußbolzen (14...21) für die das erste Potential führenden Teilkabel
am kabelseitigen Ende (3) des Anschlußrohres (1) derart ringförmig auf der Mantelfläche
des Anschlußrohres (1) angeordnet sind, daß daran angeschlossene Teilkabel zumindest
teilweise auf den Mantelsegmenten (26...29) zwischen den Ausbrüchen (22...25) aufliegen
(FIG 2).
6. Anschlußelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschlußschiene des Rohreinsatzes (30) geteilt ist, und in den Spalt zwischen
den Anschlußschienenstücken (52,53) ein Nebenwiderstand (54) eingebracht ist (FIG
6).