Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Herstellung von Bauwerken und Gebäuden
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. einem zur Durchführung dieses Verfahrens
geeigneten Modul, üblicherweise aus armiertem Massivbeton, nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 9.
[0002] Die Anwendung einer modularen Bautechnik ist in vielfacher Weise bekannt, wobei insbesondere
vorgefertigte, schachtelartige Massivbetonmodule hauptsächlich im Garagenbau oder
als flache Platten bei Wand-, Boden- und Deckenkonstruktionen von Gebäuden eingesetzt
werden.
[0003] In diesem Zusammenhang ist es auch schon bekannt, Einzelmodule, die beispielsweise
aus einer Betonbodenplatte und einer Betondeckplatte bestehen, die über seitliche
Wände oder auch nur Vertikalstützen miteinander verbunden sind, unter Zugrundelegung
eines Stahlrahmens herzustellen, wobei der Stahlrahmen die Abmessungen vorgibt und
die Wände, die auch fehlen können, dann entweder mittels Betonteilen, aber auch unter
Verwendung von Holzteilen oder durch Leichtbauelemente speziell für solche Bauwerke,
die keinen feuerpolizeilichen Bedingungen unterworfen sind, ausgefacht werden können.
[0004] Bei solchen Modulen wird die Stahlkonstruktion als äußerer und im übrigen auch sichtbarer
Rahmen wegen ihrer perfekten Maßgenauigkeit eingesetzt, wodurch beispielsweise bei
jedem Modul acht Auflagepunkte gebildet werden, an denen diese dann aufeinandergesetzt
werden können. Die Verbindung der einzelnen aufeinander oder nebeneinander angeordneten
Modulen erfolgt dann üblicherweise mit sogenannten "Twist-und-Lock-Verbindungen".
Allerdings ist eine mehrgeschossige Bauweise unter Zugrundelegung solcher mit einem
Stahlkorsett versehener Module aus feuerpolizeilichen Gründen beispielsweise in Deutschland
nicht zulässig, hauptsächlich auch, weil die Stahlarmierung nach außen hervortritt.
Andererseits beruht aber die Maßgenauigkeit der üblicherweise verwendeten Module und
der später aus diesen hergestellten Gebäuden gerade auf dem Stahlrahmen, der insofern
als bisher unverzichtbar beurteilt worden ist.
[0005] Problematisch bei der bisherigen modularen Bauweise ist ferner noch, daß man nicht
in der Lage ist, unterschiedliche Bauhöhen bei mehreren Stockwerken vorzusehen, da
man starr an die durch die Stahlkonstruktion vorgegebene Bauhöhe des einzelnen Moduls
gebunden ist, also in der Grundkonzeption keine Flexibilität hat. So ist es auch ausgeschlossen,
zwischen den einzelnen Modulen Zwischenräume anzubringen oder in geeigneter Weise
auszunutzen, abgesehen davon, daß die jeweils für den Stahlrahmen verwendeten, üblicherweise
hohlen Stahlrohre nicht selten mit Flüssigkeiten in Berührung kommen können, da ein
vollkommen dichter Verschluß schwierig herzustellen ist und über längere Zeiträume
Regenwasser in nach außen freiliegende Rohre eindringen kann, die dann korrodieren.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Herstellung von Gebäuden oder Bauwerken,
insbesondere Wohnhäusern eher einfacher Art dort zu ermöglichen, wo aus beliebigen
Gründen, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben
oder auch durch Kriegseinwirkung schnell eine größere Anzahl von Wohneinheiten erstellt
werden muß, die bei einwandfreier Statik auch höheren Komfortansprüchen genügen.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hat den Vorteil,
daß durch die maßgenau gefertigten Module und die durch die Erfindung gelieferte Grundkonzeption
eine rasche Herstellung einer größeren Anzahl von Wohneinheiten möglich ist, wobei
die entsprechenden Häuser auch von ungeübterem Personal erstellt werden können, da
die Vorfertigung der üblicherweise aus Stahlbeton bestehenden Module mit Hilfe moderner
Fertigungsanlagen zentral oder auch unmittelbar an einer dann sinnvollerweise größeren
Baustelle erfolgen kann.
[0008] Vorteilhaft ist bei vorliegender Erfindung ferner, daß eine hochgenaue vertikale
und horizontale Ausrichtung möglich ist, auch bei Übereinander- und Nebeneinanderstellen
einer Vielzahl vorgefertigter Module oder Raumzellen, da diese in horizontaler Richtung
durch eine Art Stecktechnik miteinander verbunden und ausgerichtet werden, so daß
ein Stapelnder Module übereinander durch deren Steckung möglich ist, während in der
Vertikalen die genaue Ausrichtung schon auf eine bisher nicht für möglich gehaltene
vorgefertigte Fundamenterstellung beruht.
[0009] Besteht also das Grundprinzip der Erfindung darin, daß die Module in der Horizontalen
durch Steckung miteinander verbunden werden, so beruhen Ausgestaltungen und Verbesserungen
der Erfindung, die dann Gegenstand der Unteransprüche sind, darauf, daß es beispielsweise
durch einen vorgefertigten Fundamentrahmen möglich ist, diesen hochgenau horizontal
auszurichten und in vorgefertigte, gegebenenfalls teilweise schon mit Magerbeton ausgefüllte
Gräben einzusetzen, wobei dann dieser vorgefertigte Fundamentrahmen seinerseits wieder
schon die erste Ebene der insofern das Erdgeschoß bildenden Modulreihe ebenfalls durch
Steckung aufnimmt.
[0010] Hierzu weisen in einer Ausgestaltung der Erfindung Module und der Fundamentrahmen,
vorzugsweise in den Eckbereichen komplementäre Steckfassungen auf, beispielsweise
in Form zapfenartiger Vorsprünge, die in entsprechende Ausnehmungen eingreifen. Gebildet
werden diese Zapfen und Ausnehmungen durch Kopf- bzw. Fußplatten, die in die Eckbereiche
der Module oben und unten bzw. des Fundamentrahmens dann lediglich oben eingesetzt
und in geeigneter Weise, beispielsweise durch eine in den Stahlbeton reichende Ankerschlaufe,
verankert sind.
[0011] Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß bei nebeneinander angeordneten Modulen der
Deckenbereich jeweils eine zentrale Mulde oder Absenkung aufweist, so daß, beispielsweise
wie bei Flachdächern an sich üblich, eine Umrandung oder umlaufende Randkante gebildet
ist, die aber durch eingesetzte, insofern aufeinander ausgerichtete Öffnungen bildende
Hülsen bei nebeneinandergestellten Modulen für eine Durchgängigkeit sorgt, was beispielsweise
für eine Regenwasserabfuhr günstig ist, die gleichzeitig aber auch dazu ausgenutzt
werden kann, feste Querverbindungen zwischen den Modulen jeweils im Deckenbereich
vorzunehmen, so daß beliebige sonstige Krafteinwirkungen, beispielsweise Scherkräfte
u.dgl. aufgefangen werden können.
[0012] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung und Verbesserungen sind dann Gegenstand der
Unteransprüche und in diesen niedergelegt.
Zeichnung
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in schematisierter Seitenansicht die Grundkonzeption des Verfahrens zur Gebäudeherstellung
mit mehreren nebeneinander- und übereinandergestellten Modulen und jedem unteren Modul
zugeordneten eigenen Fundamentrahmen;
- Fig. 2
- eine mögliche Anordnung von Fundamentrahmen in Draufsicht und
- Fig. 3
- die Positionierung eines Fundamentrahmens innerhalb eines rahmenförmigen Grabenaushubs
mit angedeuteten, auf den Fundamentrahmen aufgestelltem unteren Modul;
- Fig. 4
- die gleichzeitige Ausnutzung von hülsenförmigen Queröffnungen im umlaufenden Dachrand
jedes Moduls zu dessen Transport und
- Fig. 5
- eine mögliche Ausführungsform einer Kopfplatte mit Positionierzapfen und Ankerschleife.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0014] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, maßgenau gefertigte Einzelmodule durch
eine Steckbauweise übereinanderzustapeln, so daß die Maßgenauigkeit auch bei dem fertigen
Gebäude eingehalten wird, wobei Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung ferner
darauf gerichtet sind, die Steckbauweise auch im Übergangsbereich zwischen einem ebenfalls
vorgefertigten Fundamentrahmen und auf diesem aufgesetzten unteren Modul zu realisieren
und schließlich noch die Möglichkeit geboten wird, eine Querverbindung nebeneinander
angeordneter Module durch Einstecken und Verbinden von Rohren o.dgl. jeweils im Deckenrandbereich
aneinandergrenzender Module vorzunehmen.
[0015] In Fig. 1 ist die Grundkonzeption eines nur teilweise dargestellten Gebäudes 10 gezeigt,
bestehend aus einer unteren Reihe nebeneinandergestellter Module 11a, 11b und auf
dieser Modulreihe aufgesetzten oberen, nur teilweise dargestellten Modulen 12a, 12b,
wobei die untere Modulreihe selbst wieder auf vorgefertigten Fundamentrahmen 13a,
13b aufsitzt.
[0016] Die Verbindung der einzelnen Komponenten einschließlich der jedem Modul einzeln zugeordneten
Fundamentrahmen 13a, 13b erfolgt in der vertikalen Richtung nach Art einer Steckbauweise,
wobei jeweils zapfenartig wegstehende Vorsprünge 14 von entsprechenden Ausnehmungen
15 aufgenommen werden.
[0017] Bevorzugt befinden sich die Zapfen/Ausnehmungen-Steckverbindungen an den jeweiligen
Eckpunkten von Modulen, bei diesen jeweils oben und unten, während die Fundamentrahmen
13a, 13b lediglich nach oben wegstehende Zapfen 14 aufweisen.
[0018] Dabei kann Art und Aufbau der Zapfen sowie die entsprechenden Ausnehmungen so getroffen
sein, wie in der deutschen Patentanmeldung P 41 15 643.9 entsprechend DE-OS 41 15
643, deren Priorität in Anspruch genommen ist, beschrieben.
[0019] Jede Ausnehmung und jeder Zapfen wird dabei von einer entsprechenden Kopf- bzw. Fußplatte
16 (siehe Fig. 5) gebildet, die entweder den bei der bevorzugten Bauweise nach oben
vorspringenden Zapfen 14 in ihrer Außenkontur bildet oder die gestrichelt angedeutete
Ausnehmung 15 aufweist und die an den jeweils übereinstimmenden Punkten von übereinanderzustellenden
Modulen und Fundamentrahmen, also speziell den Eckbereichen fest mit diesen verbunden
ist, und zwar durch mindestens teilweises Einsetzen und Verbinden mit dem Fundamentrahmen
und Module bildenden Stahlbeton.
[0020] Zu diesem Zweck kann jede Kopf- oder Fußplatte 16 zur Erzielung einer festen Verankerung
in dem sie umgebenden Material von Moduleckbereich oder Fundamentrahmeneckbereich
eine Ankerschlaufe 16a aufweisen, die auch mit weiteren Armierungen im Modul- und
Fundamentrahmenbereich verbunden sein kann.
[0021] Da bei der Vorfertigung der jeweiligen Module bzw. Fundamentrahmen die Kopf- und
Fußplatten hochgenau positioniert werden können, sichert diese Steckbauweise auch
die Maßhaltigkeit des so hergestellten Gebäudes insgesamt.
[0022] Einen neuen Weg bestreitet die Erfindung auch bei der Herstellung der Fundamente,
einem zumeist aufwendigen und arbeitsintensiven Vorgang, der darüber hinaus auch noch,
jedenfalls dann, wenn anschließend in einer Modulbauweise weitergearbeitet wird, eine
sehr genaue Horizontalnivellierung des Fundaments erforderlich macht.
[0023] Hier ergeben sich durch eine Ausgestaltung der Erfindung insofern Vorteile, als es,
wie Fig. 3 zeigt, lediglich noch nötig ist, in dem jeweiligen Erdreich einen umlaufenden
Graben 17 auszuheben, der jedenfalls teilweise, und dann speziell in den Eckbereichen
des Grabens mit einer Magerbetonaufschüttung vorgegebener Höhe aufgefüllt wird.
[0024] Anschließend wird ein vorgefertigter Fundamentrahmen in den rechteckförmig umlaufenden
Graben abgesenkt, bis der Fundamentrahmen auf der eingebrachten Magerbetonschicht
zur Auflage gelangt. Der Fundamentrahmen selbst kann von einfachem, aber durch die
fabrikmäßige Vorfertigung maßgenauem Aufbau sein und bildet, wie speziell die Fig.
2 und 3 zeigen, eine umlaufende geschlossene Rahmenform ohne Boden und Decke, die
rechteckförmig,aber auch, je nach Art des Moduls, von beliebiger Form sein kann und
an den vier nach oben weisenden Eckbereichen, wie auch in Fig. 2 genauer gezeigt,
jeweils die nach oben wegstehenden Paß- oder Zentrierzapfen 14 aufweist.
[0025] Schon beim Aufsetzen und Einbringen des Fundamentrahmens in den ausgehobenen Graben
kann für dessen Horizontalnivellierung gesorgt werden, indem man entsprechende Paßstücke
unterlegt, bis eine genaue Horizontalausrichtung erreicht ist.
[0026] Anschließend kann man beispielsweise den restlichen ausgehobenen Graben voll auffüllen,
so daß die Horizontalposition gesichert ist. Es ist aber auch möglich, den Graben
von Anfang an mit einer entsprechend horizontal ausgerichteten, in den Boden eingebrachten
Betonschicht zu versehen.
[0027] Üblicherweise werden mehrere der vorgesehenen Betonrahmen zur Herstellung eines Gebäudes
nebeneinanderliegend angebracht, so wie dies in Draufsicht die Fig. 2 zeigt.
[0028] Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, daß die Fundamentrahmen 13 jeweils an
zueinander ausgerichteten Stellen Durchbrechungen aufweisen können, die in Fig. 2
gestrichelt dargestellt und mit 18 bezeichnet sind. Diese Durchbrechungen können nicht
nur dem Durchführen von Leitungen dienen, sondern sie können auch einer festen Verankerung
und Fixierung der einzelnen Fundamentrahmen 13 untereinander dienen, indem die aufeinander
ausgerichteten Öffnungen durch eine später wieder wegnehmbare äußere Schalung gemeinsam
mit Beton aufgefüllt werden. Hier ist es auch möglich, zur sicheren Verankerung die
Öffnungen im Innendurchmesser ungleichmäßig zu gestalten. Das Verfüllen oder Ausgießen
mit Beton erfolgt, nachdem die erforderlichen Installationen durchgeführt sind, also
Anbringen entsprechender Wasser- und Abwasserleitung, elektrische Installationen u.dgl.
[0029] Dabei bietet der Fundamentrahmen insofern noch Vorteile, als bei entsprechender Absenkung
des Erdmaterials innerhalb des oder der jeweiligen Fundamentrahmen, etwa bis auf das
Niveau 19 entsprechend Fig. 3 unterhalb des ersten, auf dem Fundamentrahmen aufgelegten
Moduls ein Hohlraum entsteht, der auch als eine Art Kriechkeller oder als sonstwie
begehbarer Raum ausgebildet sein kann. Erforderlich ist dies allerdings nicht.
[0030] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung lassen sich auch die jeweiligen vorgefertigten
Module untereinander wirkungsvoll verbinden bzw. machen eine Durchführung von Leitungen
oder das Abführen von Regenwasser möglich; zu diesem Zweck ist die Decke jedes Moduls
so ausgebildet, wie in Fig. 1 gezeigt; es ist also eine zentrale muldenförmige Absenkung
20 gebildet, die dann, wenn es sich um den jeweils letzten obersten Modul handelt,
gleichzeitig auch Flachdachfunktionen übernehmen kann. Durch die abgesenkte Mulde
ergibt sich eine umlaufende Randstruktur 21 bei jedem Modul, die beispielsweise über
eine Schrägfläche 21a in den Bodenbereich der Mulde 20 übergehen kann.
[0031] An zueinander ausgerichteten Stellen sind in der (umlaufenden) Randstruktur 21 in
der Deckenplatte jedes Moduls von innen, also von der Mulde 20 ausgehend nach außen
gerichtet und mit dem unteren Rand vorzugsweise auf Höhe des Muldenbodens Hülsen 22
eingebracht, die also, von an sich beliebiger Querschnittsform, Durchtritte oder Durchlässe
jeweils im Deckenbereich zwischen einzelnen, nebeneinanderstehenden Modulen ermöglichen.
[0032] Hieraus ergeben sich weitere Vorteile, die einmal darin bestehen, daß Regenwasser
durch die Querverbindungen zwischen einzelnen Moduldecken problemlos abgeführt werden
kann; es ist aber auch möglich, hier entsprechende Leitungen zu verlegen, so daß die
Mulden 20 in Verbindung mit den von den Hülsen 22 gebildeten Querdurchlässen 23 eine
Art Installationsebene für jedes Stockwerk bilden.
[0033] Die Querdurchlässe 23 können dann schließlich noch einem weiteren Zweck dienen, und
zwar der relativen Fixierung der einzelnen Module im Deckenbereich zueinander, indem
man durch die Hülsen 22, die als metallische Rohre ausgebildet sind, selbst wieder
Rohre hindurchschiebt, und zwar hier von einem Modul überleitend zum nächsten, und
dann die nach außen ragenden Rohrenden mit den entsprechenden Hülsenendbereichen verschweißt
oder sonstwie verbindet. Auf diese Weise ergibt sich eine wirksame Fixierung gegen
allgemein einwirkende Scherkräfte oder sonstige Kräfte der einzelnen Module zueinander,
wobei die eingesetzten Rohre dennoch den Installationsübergang zwischen den einzelnen
Mulden 20 der Module freihalten, da sie selbst wieder hohl sind.
[0034] Schließlich können die von den Hülsen 22 gebildeten Durchlässe 23, wie Fig. 4 zeigt,
noch einem weiteren Zweck dienen, und zwar dem problemlosen Transport einzelner vorgefertigter
Module, indem in diese Dachöffnungen seitlich mit einem Kranhaken 25 versehene Tragformen
24 eingeschoben werden. Die Haken 25 dienen dann als Aufhänger für einen Transport-
und/oder Hebekran.
[0035] In Fig. 5 ist noch angedeutet, daß es auch möglich ist, die jeweilige Kopf- oder
Fußplatte 16 mit den Positionierzapfen 14 bzw. den entsprechenden, sie aufnehmenden
Ausnehmungen 15 nur bis zu einer gewissen Höhe, deren Niveau in Fig. 5 mit 26 bezeichnet
ist, in das umgebende Betonmaterial 27 von Modul oder Fundamentrahmen einzulassen,
so daß sich ein Abstand A ergibt, der beispielsweise, um hier auch numerische, die
Erfindung jedoch nicht einschränkende Werte zu nennen, 1 cm betragen kann. Dieser
Abstand A stellt sicher, daß das Aufeinandersetzen und einwandfreie Positionieren
auch dann sicher erfolgen kann, wenn sich auf der Oberfläche Materialteilchen, Steine
o.dgl. befinden und dient ferner noch dem Zweck, daß man diesen Abstand, gegebenenfalls
auch schon vorab, also sinnvollerweise unmittelbar vor dem Aufsetzen des jeweils nächsten
Moduls, mit Mörtel o.dgl. ausfüllen kann, so daß die Module sozusagen wie übereinandergemauert
das gemeinsame Gebäude bilden.
[0036] Es versteht sich in diesem Zusammenhang ferner, daß die Zapfen 14 bevorzugt eine
konische, sich nach oben jeweils verjüngende Form aufweisen, so daß auch bei einem
nicht haargenauen Aufsetzen des jeweils oberen Moduls beim weiteren Absenken desselben
dieser automatisch geradegezogen und endpositioniert wird.
[0037] Es können alle in der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten
Merkmale sowohl einzeln für sich als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich
sein. Insbesondere ist der Hauptanspruch ein provisorischer Formulierungsversuch ohne
Kenntnis des Stands der Technik, der erst durch eine Amtsrecherche ermittelt werden
soll. Der Anmelder behält sich auch Merkmalsreduzierungen im Hauptanspruch vor.
1. Verfahren zur Herstellung von Bauwerken und Gebäuden, insbesondere zwei- bis dreigeschossige
Wohnhäuser, Krankenhäuser, Hotels, Geschäfts- oder Bürohäuser, Altenheime u.dgl.,
wobei in Modulbautechnik (aus Stahlbeton) vorgefertigte Raumzellen neben- und übereinander
angeordnet und miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung
der Module untereinander und zu ihrer genauen Positionierung bei gleichzeitiger Bildung
einer statischen Monostruktur obere und untere Modulflächen komplementär zueinander
ausgebildete zapfenartige Vorsprünge bzw. Aufnahmeaussparungen für diese aufweisen,
derart, daß beim Übereinanderstellen von Modulen (11a, 11b; 12a, 12b) diese nach Art
einer Steckbauweise miteinander verbunden und zentrisch gesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zentrierzapfen (14) und
die diese aufnehmenden Ausnehmungen (15) von metallischen Kopf- bzw. Fußplatten (15)
gebildet sind, die mindestens teilweise in die Eckbereiche jedes Moduls oben und unten
eingelassen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein umlaufender, ansonsten
offener Fundamentrahmen (13, 13a, 13b) horizontalnivelliert in einen ausgehobenen
Graben (17) unter Zwischenfügung von (Mager)Beton eingesetzt wird und dann auf diesen
vorgefertigten Fundamentrahmen ein erster unterer vorgefertigter Modul in der gleichen,
der vertikalen Verbindung der Module untereinander dienenden Steckbauweise aufgesetzt
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Horizontalnivellierung
des Fundamentrahmens (13, 13a, 13b) in dem ausgehobenen Graben zunächst die jeweiligen
Eckbereiche mit Beton aufgefüllt, der Fundamentrahmen auf diesen abgesetzt und durch
Einfügen von Unterlegteilen horizontal ausgerichtet und anschließend der ausgehobene
Graben vollends mit Beton unterhalb des Fundamentrahmens aufgefüllt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung
nebeneinander angeordneter Fundamentrahmen (13) diese in ihren Seitenwänden aufeinander
ausgerichtete vorgefertigte Öffnungen oder Durchbrechungen (18) aufweisen, die neben
einer Installation von Leitungen durch das Einbringen von Ankern oder einer Betonvergußmasse
relativ zueinander fixiert werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß nebeneinandergestellte
Module dadurch in ihrem Deckenbereich jeweils miteinander verbunden werden und aufeinander
zugerichtet Durchlässe aufweisen, daß bei muldenartiger Vertiefung der Deckenoberfläche
eine Durchtrittsöffnung (23) jeweils bildende Hülsen (22) in den umlaufenden Randkantenbereich
(21) jedes Moduls, ausgerichtet auf die anderen Module, eingelassen werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß durch die aufeinander ausgerichteten,
Querdurchlässe (23) bildenden Hülsen (22) nebeneinander angeordnete Module Fixierrohre
geschoben und mit den Hülsen verschweißt werden.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Fixierzapfen (14) bzw. die sie aufnehmenden Ausnehmungen (15) tragenden
Kopf- bzw. Fußplatten (16) unter Bildung eines Abstands (A) nur teilweise in den Beton
von Fundamentrahmen und/oder Modulen eingelassen werden und der zwischen den einzelnen
Modulen bzw. Modul und Fußplatte gebildete Abstand (A) mit Mörtel aufgefüllt wird.
9. Maßgenau vorgefertigter Modul und Fundamentrahmen zur Herstellung von Bauwerken und
Gebäuden, insbesondere zwei- bis dreigeschossige Wohnhäuser, Krankenhäuser, Hotels,
Geschäfts- oder Bürohäuser, Altenheime u.dgl., wobei in Modulbautechnik (aus Stahlbeton)
vorgefertigte Raumzellen neben- und übereinander angeordnet und miteinander verbunden
sind, zur Durchführung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Modul (11a, 11b, 12a, 12b) nach oben und unten
gerichtete, einer horizontalen Ausrichtung und Fixierung dienende Zentriermittel in
Form von zapfenartigen Vorsprüngen (Fixierzapfen 14) und diese aufnehmenden Ausnehmungen
(15) aufweist und daß ein vorgefertigter, umlaufender Fundamentrahmen (13) vorgesehen
ist, auf den nach dessen horizontaler Ausrichtung innerhalb eines ausgehobenen Grabens
der jeweils unterste Modul (11a, 11b) unmittelbar durch die gleiche Steckverbindungstechnik
aufgesetzt und zentriert ist.
10. Maßgenau vorgefertigter Modul und Fundamentrahmen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zentrierzapfen (14) an den jeweiligen Eckbereichen von vorgefertigten Fundamentrahmen
(13) und Modulen (11a, 11b, 12a, 12b) vertikal nach oben gerichtet sind und die diese
aufnehmenden Ausnehmungen (15) sich an den unteren Eckbereichsflächen der Module befinden.
11. Maßgenau vorgefertigter Modul und Fundamentrahmen nach Anspruch 9 oder 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Deckenplatte jedes Moduls (11a, 11b, 12a, 12b) eine mittlere
Ausnehmung (20) aufweist, die von einer umlaufenden Randkante (21) gebildet ist, in
welcher Querdurchlässe (23) angeordnet sind in Ausrichtung auf die Durchbrechungen
in den jeweils anderen Modulen, wobei die Durchbrechungen von eingesetzten Hülsen
(22) gebildet sind.
12. Maßgenau vorgefertigter Modul und Fundamentrahmen nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß in aufeinander ausgerichtete Hülsen (22) angrenzender Module durchlaufende Rohre
eingeschoben und mit den Hülsen zur Fixierung der Module relativ zueinander verbunden
(verschweißt) sind.
13. Maßgenau vorgefertigter Modul und Fundamentrahmen nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Vorsprünge (14) bzw. die Ausnehmungen (15) tragenden
Fuß- oder Kopfplatten (16) um einen vorgegebenen Abstand (A) über das Niveau des sie
umgebenden Materials hinausragen zur Aufnahme von die einzelnen Module miteinander
verbindenden Mörtelschichten.
14. Maßgenau vorgefertigter Modul und Fundamentrahmen nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Querdurchlässe (23) Tragestrukturen (24) mit Kranhaken
(25) eingesetzt sind zum Transport der Module.
15. Maßgenau vorgefertigter Modul und Fundamentrahmen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fundamentrahmen (13) aufeinander ausgerichtete Durchbrüche (18) aufweisen
zur Durchführung von Installationen und späterem Betonverguß.