[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Zuführen von Schussfaden-Vorratsspulen
an eine Webmaschine und zum Abführen von Spulenhülsen abgelaufender Vorratsspulen
von der Webmaschine entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb der Einrichtung.
[0003] Bei einer aus der EP-A 0 363 909 bekannten Einrichtung der genannten Art sind eine
Anzahl Vorratsspulen auf Spulenhaltern angeordnet, deren Längsachsen in einer vorbestimmten
Betriebsstellung auf ein diesen Spulenhaltern zugeordnetes, gemeinsames Fadenführungsorgan
der Webmaschine ausgerichtet sind. Die Spulenhalter sind an feststehenden Trägern
eines Spulengestells angelenkt und je zwischen der betreffenden Betriebsstellung und
einer zum erleichterten Auswechseln der Spulenhülse der abgelaufenen Vorratsspule
gegen eine neue Vorratsspule bestimmten Beschickungsstellung verschwenkbar. Bei der
bekannten Einrichtung ist an einem schwenkbaren Arm der Beschickungsvorrichtung eine
Uebergabevorrichtung mit pneumatisch zu betätigenden Greifern zum Erfassen des Anfangsstücks
des auf der Vorratsspule aufgewickelten Schussfadens angebracht, durch welche das
Anfangsstück erfasst und einer am Spulengestell angeordneten Positioniereinrichtung
übergeben wird, durch die das Anfangsstück an ein Saugrohr einer webmaschinenseitigen
Uebernahmevorrichtung für den Schussfaden zugeführt wird.
[0004] Die bekannte Einrichtung erfordert eine relativ aufwendige Steuerung der bei jedem
Spulenwechsel im Bereich des Spulengestells zu betätigenden und genau zu positionierenden
Greif- und Führungsorgane für die aufzusetzenden Vorratsspulen und das zu übergebende
Anfangsstück des Schussfadens.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine insbesondere in dieser Hinsicht verbesserte
Einrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche eine Vereinfachung des
Beschickungsvorgangs und eine Verkürzung des hierfür bisher erforderlichen Zeitaufwandes
ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs
1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0007] Die erfindungsgemässe Einrichtung gestattet eine von webmaschinenseitigen Einflüssen
weitgehend unabhängige und von den beengten Platzverhältnissen am Spulengestell unbeeinträchtigte
Bestückung der Spulenträger in einer vom Spulengestell entfernten Bestückungsstation.
Das am Spulenträger angebrachte Fadenführungselement gestattet ferner die Erfassung
des Anfangsstück des auf der Vorratsspule aufgewickelten Schussfadens in einem ebenfalls
vom Spulengestell entfernten Bereich, so dass sich der Beschickungsvorgang im wesentlichen
auf das Abnehmen des die leere Spulenhülse enthaltenden Spulenträgers vom Spulengestell,
das Anbringen des die neue Spule enthaltenden Spulenträgers in der vorbestimmten Betriebsstellung
am Spulengestell und die Einstellung des Fadenführungselementes in die Fadenübergabestellung
beschränkt.
[0008] Durch das erfindungsemässe Betriebsverfahren ist - im Vergleich zu bisherigen Ausführungen
- eine wesentliche Vereinfachung des Beschickungsvorgangs und damit eine Verringerung
des hierfür erforderlichen Zeitaufwandes erzielbar, wobei insbesondere eine relativ
einfache Steuerung vorgesehen und pro Zeiteinheit eine grössere Anzahl Webmaschinen
als bisher mit Vorratsspulen beschik-kt werden kann.
[0009] Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0010] Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von in der Zeichnung
schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung, in Verbindung mit den
Ansprüchen. Es zeigen:
Fig. 1 Eine Webmaschinenanlage in einer vereinfachten Draufsicht;
Fig. 2 eine mit einer erfindungsgemäss ausgebildeten Einrichtung versehene Webmaschine
in einer Teilansicht mit Teilschnitt entsprechend der Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Teilschnitt entsprechend der Linie III-III in Fig. 2;
Fig. 4 eine Einzelheit der Einrichtung nach Fig. 2 in einer grösseren Darstellung;
Fig. 5 die Einzelheit nach Fig. 4 in einer Draufsicht;
Fig. 6 eine Einzelheit aus der Fig. 5 in einer grösseren Darstellung;
Fig. 7 eine der Fig. 5 entsprechende Teildraufsicht einer Webmaschine mit einer erfindungsgemässen
Einrichtung in einer anderen Ausführungsform;
Fig. 7a und 7b Einzelheiten D1 bzw. D2 aus der Fig. 7, je in einer grösseren Darstellung;
Fig. 8 den Schnitt VIII-VIII aus der Fig. 7a.
[0011] Die Anlage nach Fig. 1 enthält mehrere, in einem Websaal reihenweise angeordnete,
durch Quergänge voneinander getrennte Webmaschinengruppen 1a, 1b, 1c, 1d....1n, welche
darstellungsgemäss je zehn Webmaschinen 2 aufweisen. In der vereinfachten Draufsicht
nach Fig. 1 sind die Webmaschinen 2 durch rechteckige Grundflächen dargestellt, welche
je ein an einer Schmalseite angedeutetes Spulengestell 3 zur Aufnahme von mindestens
zwei Schussfaden-Vorratsspulen 4 (Fig. 2) enthalten, von denen die eine als Abzugsspule
und die andere als Reservespule dient. Die Vorratsspulen 4 werden auf noch zu beschreibende
Weise am Spulengestell 3 angebracht, wobei jeweils das Anfangsstück A eines auf der
Abzugsspule aufgewickelten Schussfadens 5 durch ein den beiden Vorratsspulen 4 zugeordnetes
Fadenführungsorgan, gemäss Fig. 5 ein Saugrohr 6, über einen nicht dargestellten Fadenspeicher
einer Schusseintragseinrichtung zugeführt und durch ein fluides Schusseintragsmittel,
z.B. Druckluft, oder ein mechanisches Schusseintragsorgan, z.B. ein Greiferband, eine
Greiferstange oder ein Projektil, parallel zu den langen Seiten der Rechteckfläche
in das Webfach der Webmaschine eingetragen wird.
[0012] Die Vorratsspulen 4 werden von einer nicht dargestellten Spul- oder Spinnanlage und/oder
einem Spulenlager über eine Bereitstellungsstation 7 einer ausserhalb des Websaals
vorgesehenen Vorbereitungsstation 8 zugeführt, in der sie auf nicht weiter dargestellte
Weise entsprechend einem jeweils ermittelten Spulenbedarf einer vorbestimmten Anzahl
Webmaschinen 2, z.B. den Webmaschinen mit den dem gemeinsamen Quergang zugewandten
Spulengestellen 3 der Webmaschinengruppen 1b und 1c, an Spulenträgern 10 angebracht
werden. Die Spulenträger 10 werden zu Transporteinheiten 11 zusammengefasst und gemäss
Pfeil 12 über Führungsschienen 13 einer Transportschleife 14 in eine im Websaal vorgesehene
Warteposition 11a bzw. 11b gebracht, aus der die Transporteinheit 11 jeweils über
eine Transportvorrichtung 15 in eine der betreffenden Webmaschinengruppe, dargestellungsgemäss
1b und 1c, zugeordnete Beschickungsposition gebracht werden kann. Ueber eine Beschickungsvorrichtung
16 kann jeweils einer der entsprechend dem Spulenbedarf ausgewählten Spulenträger
10 dem Spulengestell 3 zugeführt und dort gegen einen entsprechenden Spulenträger
10′ ausgewechselt werden, der eine leere Spulenhülse 4a einer abgelaufenen Vorratsspule
4 oder eine auszuscheidende, defekte Vorratsspule 4 trägt, welche, z.B. nach einer
Häufung von Fadenbrüchen, über eine Steuereinrichtung der Webmaschine ausser Betrieb
gesetzt wurde. Die Spulenträger 10′ werden in entsprechender Weise durch die Beschickungsvorrichtung
16 gegen die Transportvorrichtung 15 und von dieser, als Transporteinheit 11′, gegen
die Transportschleife 14 geführt. Ueber die Transportschleife 14 werden die Spulenträger
10′ gemäss Pfeil 19 gegen die Vorbereitungs- station 8 zurückgeführt, in der sie von
den Spulenhülsen 4a bzw. von der defekten Spule befreit und mit neuen Vorratsspulen
4 bestückt werden.
[0013] Die Transportvorrichtung 15 enthält einen Kranträger mit zwei Tragschienen 17 und
17a, welche sich über einen Teil der Breite des Websaals oder, wie dargestellt, über
dessen ganze Breite erstrecken und welche entlang seitlicher Schienen 18 entsprechend
den Pfeilen 20 verstellbar und feststellbar geführt sind. Wie insbesondere aus der
Fig. 2 hervorgeht, kann an der Tragschiene 17a eine Führungsschiene 21 befestigt sein,
in der Mitnehmer 22 zur Aufnahme der Spulenträger 10 und 10′ über die Breite des Websaals
verschiebbar geführt sind. Die Beschickungsvorrichtung 16 ist zwischen den Tragschienen
17 und 17a angeordnet und auf diesen über eine Laufkatze 23 verschiebbar geführt.
Die Beschickungsvorrichtung 16, die beliebig ausgeführt sein kann, enthält beim Ausführungsbeispiel
nach Fig. 2 einen kniehebelartigen Manipulatorarm 24 mit einem an einer Antriebsvorrichtung
27 angelenkten ersten Hebel 25 und einem an diesen angelenkten zweiten Hebel 26. Die
Hebel 25 und 26 sind über die Antriebseinrichtung 27 zwischen einer "zusammengefalteten",
der Führungsschiene 21 benachbarten Uebergabestellung und einer dem Spulengestell
3 einer der jeweils zu beschickenden Webmaschinen 2 zugeordneten Beschickungsstellung
entsprechend der Darstellung nach Fig. 2 verstellbar. Der zweite Hebel 26 ist an seinem
freien Ende mit einer Greifvorrichtung 28 zum Erfassen und Freigeben jeweils eines
der Spulenhalter 10 bzw. 10′ versehen. Die Greifvorrichtung 28 kann darstellungsgemäss
eine um eine vertikale Achse drehbare plattenförmige Halterung 30 aufweisen, welche
mit zwei beidseitig abstehenden Zapfen 31 ausgeführt ist, an denen jeweils zwei Spulenträger
10 bzw. 10′ eingehängt werden können.
[0014] Die Spulenträger 10 und 10′ sind je mit einem im wesentlichen U-förmigen Profil ausgeführt,
welches einen am Spulengestell 3 aufrecht anbringbaren Wandteil 32 mit Seitenteilen
32a, einen unteren Flanschteil 33 und einen oberen Flanschteil 34 aufweisen. Am Führungsteil
34 ist eine mit einer Aussparung 36 versehene Lasche 35 ausgebildet, mit der der betreffende
Spulenträger 10 bzw. 10′ jeweils an einem der Mitnehmer 22 der Transporteinheit 11
aufgehängt werden kann. Die Lasche 35 kann darstellungsgemäss oberhalb des in der
Fig. 5 angedeuteten Schwerpunkts S der durch den Spulenträger 10 und die Vorratsspule
4 gebildeten Aufsetzeinheit angeordnet sein, so dass der Wandteil 32 des aufgehängten
Spulenträgers 10 jeweils in einer vertikalen oder leicht geneigten Uebergabestellung
von der Greifvorrichtung 28 erfasst werden kann. Der Wandteil 32 enthält Oeffnungen
37 zur Aufnahme der an der Greifvorrichtung 28 vorgesehenen Zapfen 31 sowie mindestens
einen dornartigen Spulenhalter 38, auf den jeweils in der Bereitstellungsstation 8
eine der Vorratsspulen 4 mit der Spulenhülse 4a aufgesteckt werden kann. Am unteren
Flanschteil 33 ist eine mit Zentrierbohrungen 40 versehene Bodenpartie ausgebildet,
mit der der Spulenträger 10 bzw. 10′ jeweils auf einen Halteteil 41 bzw. 41a des Spulengestells
3 aufgesetzt werden kann, welcher mit in die Zentrierbohrungen 40 einführbaren Zentrierzapfen
42 versehen ist.
[0015] Die Spulenträger 10 und 10′ enthalten je ein auf einem bügelartigen Tragteil 44 angeordnetes,
von einer Oese 43 durchsetztes Fadenführungselement 45 zum Aufnehmen, Festhalten und
Freigeben des Anfangsstücks A des auf der betreffenden Vorratsspule 4 aufgewickelten
Schussfadens 5.
[0016] Der Tragteil 44 ist an den Flanschteilen 33 und 34 um eine parallel zum Wandteil
33 verlaufende Achse zwischen einer Grundstellung, in welcher sich das Fadenführungselement
45 in einem radialen Abstand von der aufzunehmenden Vorratsspule 4 befindet, und einer
Auslenkstellung verschwenkbar, in welcher sich das Fadenführungselement 45 in einem
axialen Abstand von der Vorratsspule 4, im Bereich der verlängerten Längsachse L des
Spulenhalters 35, befindet.
[0017] Die Halteteile 41 und 41a sind am Spulengestell 3 um eine aufrecht stehende Achse
46 schwenkbar angelenkt und miteinander über eine Verstellvorrichtung 47 wahlweise
zwischen der mit vollen Linien dargestellten ersten Schwenkstellung und einer mit
strichpunktierten Linien dargestellten zweiten Schwenkstellung verstellbar gehalten.
In der ersten Schwenkstellung nimmt der Halteteil 41a eine Betriebsstellung ein, welche
einer gegen das gemeinsame Führungsorgan 6 ausgerichteten Betriebsstellung des zugehörigen,
ersten Spulenträgers 10 entspricht, während der Halteteil 41 eine Beschickungsstellung
einnimmt, welche ein erleichtertes Auswechseln des zugehörigen, zweiten Spulenträgers
10 gestattet. In der zweiten Schwenkstellung nimmt der Halteteil 41 eine entsprechende,
gegen das Fadenführungsorgan 6 gerichtete Betriebsstellung 41′ ein, während der Halteteil
41a eine Beschickungsstellung 41a′ einnimmt. Die Verstellvorrichtung 47 kann darstellungsgemäss
ein an einer Tragplatte 45 des Spulengestells 3 angelenktes pneumatisches Kolben-/Zylinderaggregat
50 enthalten, dessen Kolbenstange 51 über zwei relativ zueinander einstellbare Mitnehmerscheiben
52 und 52a und zwei Mitnehmer 53 bzw. 53a mit den Halteteilen 41 bzw. 41a koppelbar
ist. Die Halteteile 41 und 41a können je durch Lösen des Mitnehmers 53 bzw. 53′ von
der Mitnehmerscheibe 52 bzw. 52a entkoppelt und manuell in die jeweils andere Schwenkstellung
und/oder - über die Beschickungsstellung hinaus - in eine im Spulengang einnehmbare,
nicht dargestellte Service-Stellung verstellt werden, in welcher z.B. die jeweils
nicht aktive, gegebenenfalls defekte, Vorratsspule 4 ohne Unterbrechung des Maschinenlaufs
ausgetauscht oder eine Funktionsstörung behoben werden kann.
[0018] Es ist auch eine Ausführungsform möglich, bei der entsprechende Halteteile starr
miteinander verbunden und unmittelbar mit der bzw. einer entsprechenden Verstellvorrichtung
gekoppelt sind. Ferner kann anstelle von getrennten Halteteilen ein einziger, gemeinsamer
Halteteil für die Spulenträger 10 vorgesehen sein.
[0019] Gemäss Fig. 5 ist in der Betriebsstellung des Halteteils 41a das Fadenführungselement
45 im Ansaugbereich des Saugrohres 6 gehalten, wobei der Schussfaden 5 von der Vorratsspule
4 abgezogen wird. Der in der Beschickungsstellung gehaltene Halteteil 41 liegt mit
der entsprechenden Beschickungsstellung 41a′ des Halteteils 41a in einer vertikalen
Ebene E, die vorzugsweise parallel zu den Tragschienen 17, 17a verläuft. Entsprechend
können alle dem gleichen Quergang zugewandten Spulengestelle 3 in einer einzigen zugeordneten
Beschickungsposition der Tragschienen 17, 17a von der Beschickungsvorrichtung 16 erreicht
werden.
[0020] Der Beschickungsvorgang kann jeweils zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der
relativ langen Betriebsphase eingeleitet werden, während welcher der Schussfaden 5
von der aktiven Vorratsspule 4 abgezogen wird. Zum Auswechseln des die leere Spulenhülse
4a oder eine defekte Vorratsspule 4 enthaltenden Spulenträgers 10′, der gemäss Fig.
5 beim vorangegangenen Spulenwechsel durch den Halteteil 41 aus der mit strichpunktierten
Linien dargestellten Betriebsstellung gegen die Ebene E geschwenkt wurde, wird über
die entsprechend gesteuerte Beschikkungsvorrichtung 16 ein mit der entsprechenden
neuen Vorratsspule 4 bestückter Spulenträger 10 vom Mitnehmer 22 abgenommen und gegen
das Spulengestell 3 geführt. Dabei kann die Halterung 30 der Greifvorrichtung 28 gegenüber
der Darstellung nach Fig. 2 um 180° gedreht werden, so dass die der neuen Vorratsspule
4 abgewandte Seite der Halterung 30 mit dem auf dem Halteteil 41 befindlichen, auszuwechselnden
Spulenträger 10′ zusammengeführt und dieser vom Halteteil 41 abgehoben werden kann.
Nach einer weiteren Drehung der Halterung 30 um 180°, wobei der Spulenträger 10′ in
die in den Fig. 3 und 5 mit vollen Linien dargestellte Stellung gelangt, wird der
mit der neuen Vorratsspule 4 bestückte Spulenträger 10 auf den Halteteil 41 aufgesetzt
und durch die Zentrierzapfen 45 in der in Fig. 5 dargestellten definierten Stellung
zentriert. Hierauf wird die Halterung 30 vom Spulenträger 10 gelöst und der an der
Halterung 30 befindliche Spulenträger 10′ durch eine entsprechende Rückführbewegung
des Manipulatorarms 24 gegen die bei der vorangegangenen Abnahme der neuen Vorratsspule
4 in der Transporteinheit 11 entstandene Lücke zurückgeführt und an den Mitnehmer
22 angehängt.
[0021] Auf diese Weise können "Leerhübe" des Manipulatorarmes 24 vermieden und damit relativ
kurze Beschickungszeiten pro Webmaschine bzw. pro Webmaschinengruppe erzielt werden.
Da jeweils der gleiche Mitnehmer 22 sowohl den Spulenträger 10 für die neue Vorratsspule
4 als auch den Spulenträger 10′ für die leere Spulenhülse 4a aufnehmen kann, sind
alle in der gleichen Transporteinheit 11 vorhandenen Mitnehmer 22 für die Aufnahme
der Spulenträger 10 bzw. 10′ verfügbar.
[0022] Wenn die auf dem Halteteil 41a befindliche Vorratsspule 4 abgewickelt ist, wird durch
einen bekannten, nicht dargestellten Fadenwächter ein entsprechendes Signal an eine
Steuereinrichtung 49 der Webmaschine gegeben, über welche die Verstellvorrichtung
47 steuerbar ist. Durch entsprechende Betätigung der Verstellvorrichtung 47 werden
die Halteteile 41 und 41a in die mit strichpunktierten Linien dargestellten Stellungen
41′ bzw. 41a′ geschwenkt. Dabei kann jeweils ein auf der Schwenkachse des bügelartigen
Tragteils 44 drehfest angeordneter Antriebsteil, darstellungsgemäss ein Zahnrad 54,
mit einem in seinem Schwenkbereich angeordneten, ortsfesten Verstellteil, der ein
Zahnsegment 55 bzw. 55a enthält, in Eingriff gelangen, welcher etwa auf einem an der
Tragplatte 48 angebrachten Träger 56 befestigt sein kann. Entsprechend wird der auf
dem Halteteil 41 befindliche Tragteil 44 aus der mit vollen Linien dargestellten Grundstellung
in die mit strichpunktierten Linien dargestellte Auslenkstellung verschwenkt, in welcher
das Fadenführungselement 45 - in der Betriebsstellung 41′ des Halteteils 41 - in den
Einlassbereich des Saugrohres 6 gelangt. In entsprechender Weise wird der auf dem
Halteteil 41a befindliche Tragteil 44 im Bereich des Zahnsegments 55a aus der mit
vollen Linien dargestellten Auslenkstellung in die der Beschickungsstellung 41a′ entsprechende
Grundstellung zurückgeschwenkt.
[0023] Zur Fixierung der Grundstellung und der Auslenkstellung des Tragteils 44 kann am
unteren Flanschteil 33 ein federnd angeordneter Anschlag 57 vorgesehen sein, der mit
einer auf der Schwenkachse des Tragteils 44 drehfest angebrachten Einstellscheibe
58 zusammenwirkt. Gemäss Fig. 6 kann die Einstellscheibe 58 mit Aussparungen 60 und
60′ versehen sein, in welche der Anschlag 57 in der jeweiligen Grundstellung bzw.
in der Auslenkstellung des Tragteils 44 eingreifen und diesen Tragteil 44 blockieren
kann.
[0024] Zum Festhalten des im Fadenführungselement 45 befindlichen Anfangsstücks A des Schussfadens
kann ein im Tragteil 44 angeordneter, gegen das in der Oese 43 befindliche Anfangsstück
A verspannbarer klemmstift 61 vorgesehen sein, welcher in der dem Saugrohr 6 zugeordneten
Uebergabestellung des Tragteils 44 durch nicht dargestellte, z.B. an der Tragplatte
48 angeordnete Mittel, gegebenenfalls über die Steuereinrichtung 49, in eine den Schussfaden
5 freigebende Lösestellung verstellt werden kann, so dass das Anfangsstück A des Schussfadens
5 durch das Saugrohr 6 der nicht dargestellten Schusseintragseinrichtung der Webmaschine
zugeführt werden kann.
[0025] Die erfindungsgemässe Einrichtung ist auch für Ausführungen mit feststehenden Halteteilen
für die Spulenträger 10, 10′ geeignet, wobei diese über die entsprechend gesteuerte
Beschickungsvorrichtung 16 je in der auf das Saugrohr 6 oder ein entsprechendes Fadenführungsorgan
ausgerichteten Betriebsstellung auf den betreffenden Halteteil aufgesetzt bzw. von
diesem abgenommen werden. Dabei kann an den Halteteilen je ein etwa dem Zahnsegment
55 bzw. 55a (Fig. 6) entsprechendes, nicht dargestelltes antreibbares Verstellelement
vorgesehen sein, welches z.B. mit dem Zahnrad 54 koppelbar ist und über welches der
Tragteil 44 mit dem Fadenführungselement 45 in beschriebener Weise verstellbar ist.
[0026] Entsprechend der Darstellung nach Fig. 7 kann das Spulengestell 3 mit vier Halteteilen
41 und 41a sowie 41b und 41c zur Aufnahme von vier Spulenträgern 10 bzw. 10′ ausgeführt
sein. Die Halteteile 41 und 41a sind in bereits beschriebener Weise gemeinsam über
das kolben-/Zylinderaggregat 50 verstellbar. Ueber ein entsprechendes kolben-/Zylinderaggregat
50a sind die Halteteile 41b und 41c verstellbar, wobei der Halteteil 41b zwischen
der mit vollen Linien dargestellten Betriebsstellung und einer mit strichpunktierten
Linien dargestellten Beschickungsstellung 41b′, und der Halteteil 41c zwischen der
mit vollen Linien dargestellten Beschickungsstellung und einer mit strichpunktierten
Linien dargestellten Betriebsstellung 41c′ verstellbar sind. Die Halteteile 41 und
41a sind in ihren Betriebsstellungen gegen das Saugrohr 6 ausgerichtet. Die Halteteile
41b und 41c sind in ihren Betriebsstellungen gegen ein zweites Saugrohr 6a ausgerichtet.
Die beiden Saugrohre 6 und 6a sind zueinander symmetrisch gegen ein gemeinsames, nicht
dargestelltes Führungselement der Webmaschine, z.B. eine einem Fadenspeicher vorgeschaltete
Führungsöse, ausgerichtet. Entsprechend kann der einzutragende Schussfaden 5, wie
bekannt, wahlweise von einer der jeweils aktiven Vorratsspulen 4 abgezogen werden.
Wie aus der Fig. 7 hervorgeht, sind die je mit dem gleichen kolben-/Zylinderaggregat
50 bzw. 50a gekoppelten Halteteile 40 und 41a bzw. 41b und 41c um unterschiedliche
Schwenkwinkel zwischen der jeweiligen, in der gemeinsamen Ebene E liegenden Beschikkungsstellung
und der betreffenden Betriebsstellung verschwenkbar. Zum Verstellen der die Fadenführungselemente
45 enthaltenden Tragteile 44 können diese, wie insbesondere in Fig. 8 dargestellt,
je mit einem auf der Schwenkachse drehfest angeordneten kurbelartigen Antriebsteil
mit einem vom betreffenden Spulenträger 10 bzw. 10′ nach unten abstehenden Mitnehmerzapfen
64 versehen sein, der zum Zusammenführen mit einem in seinem Schwenkbereich angeordneten
Verstellteil 65 bzw. 65a bestimmt ist. Wie insbesondere aus den Fig. 7a und 7b hervorgeht,
können die Verstellteile 65 und 65a je durch eine an der Tragplatte 48 befestigbare
Führungsplatte gebildet sein, welche mit einer dem Schwenkwinkel des zugeordneten
Halteteils 41, 41c bzw. 41a, 41b entsprechenden Führungsbahn 66 bzw. 66a für den vom
Spulenträger 10 bzw. 10′ abstehenden Führungszapfen 64 ausgeführt ist.
[0027] Bei einer Verstellung der Halteteile 41 und 41a bzw. der Halteteile 41b und 41c aus
der in der Fig. 7 dargestellten Stellung wird dementsprechend der durch die Führungsbahn
65 geführte, auf dem Halteteil 41 bzw. 41c befindliche Tragteil 44 aus der dargestellten
Grundstellung gegen den Einlassbereich des Saugrohrs 6 bzw. 6a geführt, während der
durch die Führungsbahn 65a geführte, auf dem Halteteil 41a bzw. 41b befindliche Tragteil
44 aus der dargestellten Auslenkstellung in die entsprechende, nicht dargestellte
Grundstellung zurückgeführt wird.
[0028] Die erfindungsgemässe Einrichtung ermöglicht auf einfache Weise einen schonenden
Transport der Vorratsspulen 4 und ein mit geringem Aufwand automatisierbares Auswechseln
der leeren Spulenhülsen 4a gegen die neuen Vorratsspulen 4 sowie einen raschen Uebergang
von der aktiven Spule zur Reservespule. Insbesondere erübrigt sich ein bei bisherigen
Einrichtungen dieser Art erforderliches, am Spulengestell vorzunehmendes Verbinden
des Anfangsstücks des auf der Reservespule befindlichen Schussfadens mit dem Endstück
des auf der aktiven Spule befindlichen Schussfadens. Die erfindungsgemässe Einrichtung
kann vorzugsweise im Zusammenhang mit einer Einrichtung zum automatischen Entfernen
eines fehlerhaft eingetragenen Schussfadens angewendet werden. Durch eine derartige,
z.B. in der nicht vorveröffentlichten CH-Patentanmeldung 01721/90 (T.825) vorgeschlagene
Einrichtung kann das von der aktiven Spule ablaufende Endstück des Schussfadens als
fehlerhafter Schuss betrachtet und aus dem Webfach entfernt werden, worauf der durch
die erfindungsgemässe Einrichtung bereitgestellte Schussfaden der Reservespule ohne
nennenswerte Verzögerung in das Webfach eingetragen werden kann.
[0029] Es sind zahlreiche abgewandelte Ausführungsformen der Erfindung möglich. So können
z.B. die Halteteile 41, 41a an der Achse 46 voneinander unabhängig schwenkbar angelenkt
und je für sich mit der Verstellvorrichtung 47 - oder mit Stellmitteln beliebig anderer
Bauart - zwischen einer Betriebsstellung und einer Beschickungsstellung verstellbar
gekoppelt sein. Entsprechende Halteteile können am Spulengestell 3 auch je an einer
eigenen Schwenkachse verstellbar und feststellbar angelenkt sein. Dabei können die
Anlenkstellen an den Halteteilen z.B. so angeordnet sein, dass die verlängert gedachten
Schwenkachsen je annähernd durch den nicht dargestellten Schwerpunkt der Vorratsspule
4 verlaufen. Es ist auch eine Ausführung möglich, bei der die Spulenträger 10 am Spulengestell
3 aufhängbar angebracht sind. Die Spulenträger können ferner je mit einem feststehenden
Fadenführungselement ausgeführt sein, welches z.B. auf einem vom betreffenden Spulenträger
starr abstehenden, gegen den Einlassbereich des Fadenführungsorgans 6 führbaren Tragteil
angeordnet sein kann.
[0030] Nach einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform können entsprechende Spulenträger
10 auch je mit zwei oder mehreren neben- oder übereinander angeordneten Spulenhaltern
38 für eine entsprechende Anzahl Vorratsspulen 4 versehen sein. Die Fäden der auf
dem gleichen Spulenträger 10 befindlichen Vorratsspulen 4 können jeweils ausserhalb
des Websaals, z.B. in der Vorbereitungsstation 8, miteinander verbunden werden, und
das Anfangsstück des Fadens der einen, z.B. untersten Vorratsspule 4, kann in das
Fadenführungselement 45 eingeführt werden. Diese Ausführung ermöglicht die Bereitstellung
eines Mehrfachen des durch bisherige Einrichtungen jeweils während eines Beschickungsvorgangs
zuführbaren Schussfadenvorrats. Diese Ausführung ist daher insbesondere vorteilhaft
in Verbindung mit Webmaschinen für hohe Schusseintragsleistungen.
1. Einrichtung zum Zuführen von Schussfaden-Vorratsspulen (4) an eine Webmaschine und
zum Abführen von Spulenhülsen (4a) abgelaufener Vorratsspulen (4) von der Webmaschine,
mit einem der Webmaschine zugeordneten Spulengestell (3) für mindestens zwei Vorratsspulen
(4), welche auf Spulenhaltern (38) mit bezüglich eines gemeinsamen Fadenführungsorgans
(6, 6a) ausrichtbaren Längsachsen (L) anbringbar sind, und mit einer gegen das Spulengestell
(3) und von diesem weg bewegbaren Beschickungsvorrichtung (16) zum Auswechseln der
Spulenhülse (4a) der jeweils abgelaufenen Vorratsspule (4) gegen eine neue Vorratsspule
(4) sowie mit einer Uebergabevorrichtung zum Zuführen des Anfangsstücks (A) des auf
dieser Vorratsspule (4) aufgewickelten Schussfadens (5) an das gemeinsame Fadenführungsorgan
(6, 6a), dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenhalter (38) je auf einem zur Aufnahme
mindestens einer der Vorratsspulen (4) bestimmten, über die Beschikkungsvorrichtung
(16) am Spulengestell (3) befestigbaren und von diesem abnehmbaren Spulenträger (10,
10′) ausgebildet sind, und dass als Uebergabevorrichtung für das Anfangsstück (A)
des Schussfadens (5) an jedem der Spulenträger (10, 10′) mindestens ein Fadenführungselement
(45) angebracht ist, welches in einer am Spulengestell (3) vorbestimmten, gegen das
gemeinsame Fadenführungsorgan (6, 6a) ausgerichteten Betriebsstellung des Spulenträgers
(10, 10′) in einer definierten Fadenübergabestellung einstellbar und mit dem Fadenführungsorgan
(6, 6a) zusammenführbar ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenführungselement
(45) an einem bügelartigen Tragteil (44) ausgebildet ist, der am Spulenträger (10,
10′) zwischen einer einem Umfangsbereich der aufzunehmenden Vorratsspule (4) benachbarten,
zum Erfassen des Anfangsstücks (A) des aufgewickelten Schussfadens (5) geeigneten
Grundstellung und einer in einem axialen Abstand von der Vorratsspule (4) vorgesehenen
Auslenkstellung verschwenkbar und feststellbar angelenkt ist, in welcher das Fadenführungselement
(45) in der vorbestimmten Betriebsstellung des Spulenträgers (10, 10′) im Einlassbereich
des gemeinsamen Fadenführungsorgan (6, 6a) liegt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fadenführungselement
(45) eine zur Aufnahme des Anfangsstücks (A) des Schussfadens (5) bestimmte Oese (43)
und einen dieser zugeordneten Klemmteil (61) zum wahlweisen Festhalten und Freigeben
des Anfangsstücks (A) enthält.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmteil (61) durch
ein am Tragteil (44) des Fadenführungselements (45) angeordnetes Halteelement gebildet
ist welches gegen das in der Oese (43) befindliche Anfangsstück (A) des Schussfadens
(5) verspannbar und von diesem freistellbar gehalten ist.
5. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit Spulenhaltern (38), die je
zwischen einer gegen das gemeinsame Fadenführungsorgan (6, 6a) ausgerichteten, ersten
Winkelstellung und einer gegen eine Beschickungsposition der Beschickungsvorrichtung
(16) ausgerichteten, zweiten Winkelstellung verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet,
dass die Spulenhalter (38) je am zugehörigen Spulenträger (10, 10′) starr angebracht
sind und dass zur Aufnahme der Spulenträger (10, 10′) bestimmte Halteteile (41 und
41a, 41b und 41c) vorgesehen sind, welche je am Spulengestell (3) um eine aufrecht
stehende Achse (46) schwenkbar angelenkt und zwischen einer der ersten Winkelstellung
des betreffenden Spulenhalters (38) entsprechenden Betriebsstellung (41′ bzw. 41a,
41b bzw. 41c′) und einer der zweiten Winkelstellung dieses Spulenhalters (38) entsprechenden
Beschickungsstellung (41 bzw. 41a′, 41b′ bzw. 41c) verstellbar sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbaren Halteteile
(41, 41a, 41b, 41c) des Spulengestells (3) so angeordnet und mit einem solchen Schwenkbereich
ausgeführt sind, dass die in der Beschikkungsstellung befindlichen, der gleichen Webmaschine
(2) zugeordneten Spulenträger (10, 10′) und die in der entsprechenden Beschickungsstellung
befindlichen Spulenträger (10, 10′) mindestens einer benachbarten Webmaschine (2)
in einer gemeinsamen vertikalen Ebene (E) liegen.
7. Einrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbaren
Halteteile (41, 41a, 41b, 41c) des Spulengestells (3) mit einer Verstellvorrichtung
(47) koppelbar sind, welche über eine Steuereinrichtung (49) der Webmaschine ansteuerbar
ist.
8. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das
Fadenführungselement (45) über einen am Spulenträger (10, 10′) beweglich angeordneten
Antriebsteil (54; 64) verstellbar ist, welcher mit einem am Spulengestell (3) angeordneten
Verstellteil (55, 55a; 65, 65a) koppelbar ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellteil (55, 55a;
65, 65a) feststehend im Schwenkbereich des mit dem Spulenträger (10, 10′) auf dem
Halteteil (41, 41a, 41b, 41c) anbringbaren Antriebsteils (54; 64) angeordnet ist.
10. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die
Spulenträger (10, 10′) je mit einem an einer Transportvorrichtung (14, 15) hängend
anbringbaren, mit einem Greiferelement (28) der Beschickungsvorrichtung (16) zusammenführbaren
und am Spulengestell (3) aufrecht anbringbaren Wandteil (32) ausgeführt sind, von
dem der mindestens eine als Aufsteckdorn für die Vorratsspule (4) ausgebildete Spulenhalter
(38) absteht.
11. Einrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenträger (10, 10′)
mit einem vom Wandteil (32) flanschartig abstehenden, am Spulengestell (3) im wesentlichen
in horizontaler Stellung aufsetzbaren Bodenpartie (33) ausgeführt ist, welche mit
dem Wandteil (32) und einer von diesem abstehenden oberen Flanschpartie (34) ein die
Vorratsspule (4) teilweise umgebendes Gehäuse bildet, und dass der das Fadenführungselement
(45) enthaltende Tragteil (44) an der Bodenpartie (33) und an der oberen Flanschpartie
(34) schwenkbar angelenkt ist.
12. Verfahren zum Betrieb einer Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass das Fadenführungselement (45) des eine leere Spulenhülse (4a)
oder eine defekte Vorratsspule (4) enthaltenden, abzuführenden Spulenträgers (10′)
vom Fadenführungsorgan (6, 6a) der Webmaschine freigestellt wird,
dass mittels der Beschickungsvorrichtung (16) ein mit mindestens einer entsprechenden
neuen Vorratsspule (4) bestückter Spulenträger (10) von einer zur Bereitstellung einer
vorbestimmten Anzahl solcher Spulenträger (10) bestimmten Transportvorrichtung (15)
abgenommen und gegen das Spulengestell (3) geführt wird,
dass mittels der Beschickungsvorrichtung (16) der abzuführende Spulenträger (10′)
vom Spulengestell (3) abgenommen und der mit der neuen Vorratsspule (4) bestückte
Spulenträger (10) am Spulengestell (3) angebracht wird,
dass der abzuführende Spulenträger (10′) mittels der Beschickungsvorrichtung (16)
gegen die Transportvorrichtung (15) geführt und an dieser angebracht wird,
und dass das Fadenführungselement (45) des dem Spulengestell (3) zugeführten Spulenträgers
(10) mit dem Fadenführungsorgan (6, 6a) der Webmaschine zusammengeführt wird.