(19)
(11) EP 0 514 334 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
19.11.1992  Patentblatt  1992/47

(21) Anmeldenummer: 92810339.9

(22) Anmeldetag:  08.05.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65B 63/04, B65B 25/14, B65H 29/00
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE ES FR GB IT LI NL SE

(30) Priorität: 14.05.1991 CH 1454/91

(71) Anmelder: Ferag AG
CH-8340 Hinwil (CH)

(72) Erfinder:
  • Kramps, Jan W.
    NL-1273 VB Huizen (NL)

(74) Vertreter: Frei, Alexandra Sarah 
Frei Patentanwaltsbüro Hedwigsteig 6 Postfach 768
CH-8029 Zürich
CH-8029 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Anpresseinrichtung für Wickelmaschinen zum Herstellen von rohrförmigen Paketen aus Druckprodukten


    (57) Die Anpresseinrichtung für Wickelmaschinen zum Wickeln von in Schuppenformation zugeführten Druckprodukten enthält mindestens zwei Anpressriemen (5.1, 5.2), welche zusammen einen Sektor der Wickel-Peripherie von mindestens 270° umfassen. Es wird dadurch ein gleichmässiger und starker Anpressdruck auf den Wickel ausgeübt, der in einer besonderen Ausführungsform steuerbar ist. Mittels Bewegungsgruppen (3, 6, 8, 17.1, 17.2, 21.1, 21.2) können die Riemen (5.1, 5.2) vollständig gelüftet werden und anschliessend ein voller Wickel einfach ausgestossen werden.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung liegt im Gebiet der Druckereimaschinen und betrifft eine Anpresseinrichtung für Wickelmaschinen zum Herstellen von rohrförmigen Paketen aus zu einer Rolle aufgewickelten, in Schuppenformation zugeführten Druckprodukten wie Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen gemäss dem Oberbegriff des Patentenspruchs 1.

    [0002] Es sind verschiedene Wickelmaschinen bekannt, die Druckprodukte zu einer Rolle aufwickeln und mittels eines Halteelements in dieser aufgewickelten Anordnung zusammenhalten. Als Halteelemente werden Bänder, Schnur, Folien und so weiter verwendet. Um die Druckprodukte rollen- oder röhrenförmig aufzuwickeln und gleichzeitig oder in einem nachfolgenden Arbeitsschritt das Halteelement anzubringen werden Führungs- bzw. Anpresseinrichtungen benötigt, welche den Wickelvorgang einleiten und diesen unterstützen. Aus der europäischen Patentschrift Nr. 0 313 781 ist eine gattungsgemässe Vorrichtung bekannt, welche es ermöglicht, auch Halteelemente mit einer geringen Steifigkeit zu verwenden. Von einer Vorratsrolle wird eine Kunststoffolie abgewickelt und unter Zugspannung zum Anliegen an einen zugeförderten Schuppenstrom von Druckprodukten gebracht. Die Folie und ein Abschnitt von Druckprodukten werden über eine getrennte oder gemeinsame Zuführung einer Aufwickelstelle zugeführt und dort zusammen um einen Wickeldorn gewickelt und die Folie nach beendetem Aufwickeln an gewünschter Stelle abgetrennt. Das Aufwickeln erfolgt einerseits durch den frei drehbaren Wickeldorn, andererseits durch einen Endlosriemen, der den Dorn mit den Druckprodukten antreibt und gleichzeitig in radialer Richtung einen gewissen Druck auf die Druckprodukte ausübt.

    [0003] Zu Beginn des Wickelvorgangs, wenn der Endlosriemen zu einem wesentlichen Teil der Peripherie des Wickeldorns bzw. der aufgewickelten Druckprodukte anliegt, wird ein verhältnismässig guter Anpressdruck erzielt. Je mehr Druckprodukte jedoch aufgewickelt werden, desto geringer ist der durch den Riemen erfasste Sektor. Kurz vor Beendung des Wickelvorgangs ist die Peripherie des Wickels kaum mehr über einen Sektor von 180° vom Riemen erfasst. Der Wickelvorgang kann dadurch insbesondere während der Schlussphase des Wickelns nachteilig beeinflusst werden. Die gewünschte Festigkeit des Wickels leidet darunter und ein kontrolliertes Anpressen der Druckprodukte und des diese zusammenhaltenden Halteelements ist nicht mehr gewährleistet. Ein weiterer Nachteil dieser und anderer bekannter Vorrichtungen liegt im zeitlich und mechanisch relativ aufwendigen Ausstossvorgang eines fertigen Druckproduktewickels.

    [0004] Die obenerwähnten Nachteile und Probleme werden noch gravierender wenn die in neuerer Zeit aufkommenden Kompaktwickel, wie sie bspw. aus der CH-Patentanmeldung Nr. 02 796/90-7 bekannt sind, gewickelt werden sollen, d.h. Wickel die aus einem dicht komprimierten Schuppenstrom gebildet werden. Die dort auftretenden, radial gegen aussen wirkenden Kräfte aber auch das Einleiten des Wickelvorgangs, d.h. das Umlenken des Schuppenstroms beim Wickeln, können mit herkömmlichen Einrichtungen nur ungenügend gelöst werden.

    [0005] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Anpresseinrichtung zu schaffen, welche während des gesamten Wickelvorgangs eine einen Grossteil der Wikkelperipherie umfassende Anpress- und Festhaltewirkung gewährleistet und die Herstellung von präzis gewickelten, kompakten rohrförmigen Paketen hoher Steifigkeit ermöglicht sowie eine einfache und schnelle Entnahme der fertigen Druckproduktewickel ermöglicht.

    [0006] Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.

    [0007] Anhand folgender Figuren sollen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert werden.

    Figur 1 zeigt eine erste, beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Anpresseinrichtung zu Beginn des Wickelvorgangs bei noch leerem Wickeldorn;

    Figur 2 zeigt die Anpresseinrichtung gemäss Figur 1 kurz vor Abschluss des Wickelvorgangs mit einem fast vollen Druckproduktewickel;

    Figur 3 zeigt die Anpresseinrichtung gemäss Figur 1 nach Abschluss des Wickelvorgangs vor dem Ausstossen des vollen Wickels.

    Figuren 4 bis 6 zeigen eine zweite, beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Anpresseinrichtung in den den Figuren 1 bis 3 entsprechenden Stadien des Wickelvorganges.

    Figur 7 zeigt ein Ablaufschema des Wickelvorganges und des Wickelwechsels für die Anpresseinrichtung gemäss Figuren 4 bis 6.



    [0008] Die vorliegende Erfindung befasst sich insbesondere mit der Art und Weise des Anpressens, Festhaltens und Führens der Druckprodukte während des Wickelvorgangs. Die anhand der Figuren beschriebenen Ausführungsformen der Anpresseinrichtung können zusammen mit verschiedenen Typen von Wikkelmaschinen eingesetzt werden, eignen sich aber insbesondere für den Einsatz zusammen mit einer Wickelmaschine gemäss der europäischen Patentschrift Nr. 0 313 781.

    [0009] In Figur 1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der Anpress- und Festhalteeinrichtung zu Beginn des Wickelvorgangs dargestellt. Der Aufbau und die Funktionsweise der Druckprodukte- und Halteelementzuführung, des Antriebs usw. entspricht der bereits erwähnten Vorrichtung wie sie in der europäischen Patentschrift Nr. 0 313 781 derselben Anmelderin detailliert dargestellt und beschrieben ist. Daher werden im folgenden zur Gesamt-Vorrichtung nur insoweit Ausführungen gemacht, als dies für das Verständnis der erfindungsgemässen Einrichtung erforderlich ist.

    [0010] Das Wesen der Erfindung ist geprägt durch eine grundlegende Umfunktionierung der herkömmlichen, den Wickelvorgang unterstutzenden Hilfselemente. Bei jenen Vorrichtungen wurden diese Elemente in erster Linie als Hilfseinrichtungen zum Unterstützen des Wickelns verstanden. Das heisst, diese Hilfseinrichtungen leiteten das Umlenken und Aufwickeln des linearen Druckproduktestroms ein und erfüllten gleichzeitig noch eine Funktion als Anpressmittel. Die vorliegende Erfindung geht nun davon aus, dass zur Herstellung kompakter Druckproduktewickel mit grosser Festigkeit eine Einrichtung verwendet wird, die eine wirksame, d.h. einen Grossteil der Wickelperipherie erfassende, Anpress- und Festhaltefunktion ausübt und gleichzeitig noch, quasi als Sekundärfunktion, das Einleiten des Aufwickelns unterstützt. Es wird mit anderen Worten eine effektive Anpresseinrichtung geschaffen wohingegen herkömmliche Konstruktionen von einer blossen Hilfseinrichtung für den Wickelvorgang ausgingen.

    [0011] Ein Wickeldorn 1, der dem Aufwickeln der Druckprodukte dient, ist in herkömmlicher Weise frei drehbar in einem hier nicht näher dargestellten Gestell 2 aufgehängt und gelagert. Ein Bandförderer 3 ist schwenkbar um eine Achse 4 ebenfalls am Gestell 2 befestigt. Drei mögliche Schwenkstellungen 3′, 3˝ und 3˝′ des Bandförderers 3 sind dargestellt, wobei die Stellung 3′ bei noch leerem Wickel ausgezogen die beiden anderen Stellungen 3˝ und 3˝′ strichpunktiert dargestellt sind. Die Erfindungsidee geht nun davon aus, den Wickel möglichst entlang seiner gesamten Peripherie, d.h. über einen optimalen Sektor von 360°, festzuhalten bzw. festzupressen und dadurch einen in radialer Richtung gegen den Wickeldorn 1 möglichst gleichmässigen, allseitigen Anpressdruck auszuüben. Zu diesem Zweck sind erfindungsgemäss mindestens zwei Anpressriemen 5.1 und 5.2 vorgesehen, welche im Hinblick auf den optimalen Umschlingungssektor die Wickelperipherie über einen Sektor von mindestens 270° umschlingen. Beide Riemen 5.1, 5.2 sind endlose Riemen oder Bänder, welche im Bereich des Wickeldorns angeordnet und über eine Mehrzahl von Umlenkrollen geführt sind, so dass sie je dem Wickeldorn 1 bzw. während dem Wickelvorgang dem Druckproduktewickel 7 (durch eine strichpunktierte Linie angedeutet) über einen Teil ihrer Peripherie anliegen. Der erste Anpressriemen 5.1 umschlingt zu Beginn des Wickelvorgangs den leeren Wickeldorn 1 entlang dessen Peripherie über einen Sektor α, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel ca. 140° beträgt. Der zweite Riemen 5.2 gewährleistet seinerseits eine Anpressung über einen zweiten Sektor β von ca. 160° bis 180°. Da sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel diese Sektoren α, β teilweise überlappen, bleibt ein offener Sektor von ca. 50° bis 60°, dessen Peripherie durch die Anpresseinrichtung nicht erfasst ist. Soll eine noch vollständigere Umschlingung (gegen 360°) erzielt werden, so kann ein dritter Anpressriemen eingesetzt werden. Über den offenen Sektor werden die Druckprodukte zugeführt, d.h. in diesem Ausführungsbeispiel über den Bandförderer 3 (hier von rechts nach links).

    [0012] Diese Umschlaufung des Wickeldorns wird erreicht indem die zwei Riemen 5.1, 5.2 derart angeordnet sind, dass zu Beginn des Wickelvorgangs ein Abschnitt des ersten Riemens 5.1 mittels einem Schwenkarm 6 (in seiner Schwenkstellung 6′ bei leerem Wickel, die ausgezogen dargestellt ist), dessen freies Ende annähernd den Berührungspunkt zur Peripherie des Wickeldorns 1 bildet, an den Wickeldorn geführt ist und dessen Peripherie über einen Sektor von mindestens 130°, vorzugsweise 140°, anliegt und der zweite Riemen 5.2 in einer U-förmigen Schlaufe um den Wickeldorn 1 geführt ist und dessen Peripherie über einen Sektor von mindestens 160°, vorzugsweise 170°, anliegt, wobei sich die beiden Sektoren um maximal 15°, vorzugsweise nur 10°, überlappen.

    [0013] Da sich die Geometrie des Wickels während dem Wickelvorgang permanent verändert, ist es wichtig, dass insbesondere auch am Schluss des Wickelvorgangs die erwähnte Anpresswirkung möglichst gleichbleibend gut ist, d.h. einen möglichst kleinen offenen Sektor aufweist, und gleichmässig erfolgt. Ein Vorteil der erfindungsgemässen Einrichtung liegt darin, dass auch Wickel mit Unregelmässigkeiten entlang deren Peripherie optimal festgehalten und angepresst werden. Dies ist v.a. auch bei den erwähnten Kompaltwickeln der Fall, da diese einen nur annähernd kreisförmigen Querschnitt aufweisen.

    [0014] Der Verlauf des ersten Anpressriemens 5.1 soll nun genauer beschrieben werden, wobei dieser in Aufwickelrichtung (d.h. in der Figur im Gegenuhrzeigersinn) und ausgehend vom Wickeldorn verfolgt wird. Unmittelbar beim Wickeldorn wird der Riemen 5.1 um eine kleine Umlenkrolle 10.1 (oder eine statische Umlenkung mit kleinem Krümmungsradius) geführt, die ihrerseits an einem freien Ende des Schwenkarms 6 befestigt ist. Der Schwenkarm 6 ist in drei möglichen Schwenkstellungen 6′, 6˝ und 6˝′, wobei die Stellung 6′ bei leerem Wickel ausgezogen, die beiden anderen Stellungen strichpunkiert dargestellt sind. Dieser um eine Achse 11 drehbare Schwenkarm hat eine Länge, die ca. dem Durchmesser des grössten zu wickelnden Druckproduktewickels entspricht. Er ist so angeordnet, dass er an seiner inneren Endlage 6′ tangential zum Wickeldorn 1 verläuft und sein freies Ende annähernd den Berührungspunkt zur Wickeldornperipherie bildet. Während des Wickelvorgangs wandert das freie Ende gleichzeitig mit der Zunahme des Wickelradius radial nach aussen. In einer Zwischenposition 6˝, bei vollem Wickel, liegt der Schwenkarm bzw. der um die Umlenkrolle 10.1 am freien Ende geführte Anpressriemen wiederum tangential dem vollen Wickel an. Der Anpressriemen wird an diesem Schwenkarm durch eine zweite kleine Rolle 10.2 geführt. Der Radius der kleinen Rolle 10.1, vorzugsweise auch derjenige der Umlenkrolle 10.2 am Schwenkarm 6, beträgt vorzugsweise weniger als 0,5 cm. Dies ermöglicht kleine Abmessungen des Schwenkarms 6 und damit trotz knappen Platzverhältnissen ein enges Anliegen des freien Endes des Schwenkarms 6 und damit des Bandes am Wickel 7. Eine weitere Umlenkrolle 12, deren Achse mit der Schwenkarmachse 11 zusammenfällt besitzt einen grösseren Durchmesser als die Rollen 10.1, 10.2, und weitere Umlenkrollen 13 und 14 dienen der Umlenkung und Führung des Riemens 5.1 bis zur Antriebsrolle 15. Der Antrieb dieser Rolle erfolgt in herkömmlicher Weise über einen hier nicht dargestellten Antrieb (Elektromotor). Über vier weitere Umlenkrollen 16.1-16.4 ist der Riemen bis zu einer spezifisch angeordneten Umlenkrolle 17.1 geführt. Diese Umlenkrolle 17.1 liegt in einem Bereich 20.1, der bezüglich dem Wickeldorn 1 gegenüber dem Schwenkarm 6 bzw. der kleinen Umlenkrolle 10.1 liegt. Der Anpressriemen 5.1 liegt dank der Anordnung dieser Umlenkrolle 17.1 und der kleinen Umlenkrolle 10.1 am Schwenkarm 6 über den erwähnten Sektor α dem Wickeldorn 1 an. Der endlose Riemen 5.1 wird unter Zugspannung gehalten. Die Riemenlänge bzw. -führung ist so gewählt, dass die durch den Zuwachs des Wickeldurchmessers notwendige Längenänderung durch eine Ausgleichbewegung der Umlenkrolle 16.1, die beiden Riemen 5.1, 5.2 gemeinsam ist, in Richtung der beiden Pfeile A₁, A₂ aufgefangen wird. Diese Ausgleichbewegung kann durch Federkraft oder einen Antrieb in Richtung der Pfeile A₁, A₂ erfolgen. Je nach Bedarf kann diese Ausgleichbewegung der Umlenkrolle 16.1 während dem Wickelvorgang gesteuert werden und mithin der Anpressdruck der Riemen 5.1, 5.2 in zeitlicher Abhängigkeit oder nach anderen vorgebbaren Parametern beeinflusst werden, was für eine zusätzliche Stabilisierung des Wickels ausgenutzt werden kann. Besonders vorteilhaft ist die hier vorgesehene, gegenseitige Anordnung der Antriebsrolle 15 und der Ausgleich-Umlenkrolle 16.1. Die Umlenkrolle 16.1 ist der Antriebsrolle 15 in Antriebs- bzw. Aufwickelrichtung nachgeschaltet (d.h. sie liegt im Lostrum). Wird nun wegen der Grössenänderung des Wikkels beim Wickelvorgang eine Verlängerung des Riemens erforderlich, so kann durch eine Ausgleichbewegung in Richtung des Pfeils A₁ diese Verlängerung bewirkt werden, ohne dass der Riemen über die Antriebsrolle abgezogen werden müsste, d.h. es tritt kein Schleifen bzw. Rutschen des Riemens an der Antriebsrolle auf.

    [0015] Der zweite Anpressriemen 5.2 wird in seinem Verlauf ebenfalls in Aufwickelrichtung (Gegenuhrzeigersinn) beschrieben. Ausgehend vom Wickeldor 1 wird der Riemen 5.2 zuerst um eine erste Umlenkrolle 21.1 geführt und dann über eine zweite Umlenkrolle 22 zur Antriebsrolle 15, welche ja gleichzeitig den ersten Riemen 5.1 antreibt. Auch die Umlenkrollen 16.1-16.3 werden gleichzeitig zur Führung beider Riemen 5.1 und 5.2 benutzt. Es ist leicht ersichtlich dass aus diesem Grunde sowohl die Antriebsrolle als auch die gemeinsam benutzten Umlenkrollen eine hinreichende Breite aufweisen müssen, so dass beide Riemen nebeneinander geführt werden können. Das heisst mit anderen Worten, dass die Riemen in Richtung senkrecht zur Zeichnungsebene versetzt verlaufen. Dies ist auch daher erforderlich, da sich die Anpressektoren am Wickel 7 teilweise überlappen können. Anschliessend wird der zweite Wickelriemen 5.2 über zwei weitere Umlenkrollen 23.1, 23.2 unter bzw. um den Bandförderer 3 geführt, derart dass der Bandförderer auch in seiner äusseren Endlage 3"'den Riemenverlauf nicht stört. Schliesslich ist der Riemen 5.2 über eine Umlenkrolle 24, deren Achse mit der Achse 4 des Bandförderers 3 zusammenfällt, sowie über drei kleinere Umlenkrollen 25.1-25.3 im Bandförderer selber zurück zum Wickeldorn 1 geführt. Die erste Umlenkrolle 21.1 für den zweiten Anpressriemen 5.2 ist derart angeordnet, dass der vom Bandförderer bzw. dessen kleinen Umlenkrollen 25. 1-25.3 kommende Riemen 5.2 eine U-förmige Schlaufe um den Wickeldorn 1 bildet und damit über den erwähnten Sektor β von nahezu 180° anliegt und seine Anpresswirkung entfaltet.

    [0016] Um die bei leerem Wickeldorn vorhandene Umschlaufung während dem Wickelvorgang zu erhalten oder den Anpressbereich (Sektor α und β) sogar noch zu verbessern ist die Anordnung des schwenkbaren Bandförderers 3 und des Schwenkarms 6 gegeneinander und bezüglich dem Wickeldorn 1 abzustimmen. Eine günstige Anordnung ist leicht aus der Figur zu erkennen: Der durch den Schwenkarm 6 und den Bandförderer 3 bei Anliegen an den leeren Wickelkern (Schwenkstellungen 3′ bzw. 6′) eingeschlossene Winkel liegt zwischen 30° und 45° und beträgt in diesem Ausführungsbeispiel ca. 40° und das Verhältnis des Abstandes der beiden Drehachsen 4 und 11 je zur Wickeldornachse beträgt ca. 1,3 bis 1,4.

    [0017] Die Umlenkrolle 17.1 für den ersten Anpressriemen 5.1 und die Umlenkrolle 21.1 besitzen je eine ihnen zugeordnete, entsprechende Rolle 17.2 und 21.2 mit denen sie je ein funktionelles Paar bilden. Diese beiden Paare 17.1, 17.2 und 21.1, 21.2 sind mittels einer Förderkette 8 entlang einer hier nicht näher dargestellten Kulisse bzw. Schiene oder durch eine stabile Kettenführung bewegbar. Diese Bewegungsbahn ermöglicht es, die Anpressriemen für den Ausstoss des vollen Druckproduktewickels aus ihrer Anpresslage abzuheben und damit den Wickel freizugeben. Die genaue Funktionsweise dieser Umlenkrollenpaare 17.1, 17.2 und 21.1, 21.2 wird anhand von Figur 3 noch näher erläutert werden.

    [0018] Figur 2 zeigt nun dieselbe Anordnung jedoch kurz vor Abschluss des Wickelvorgangs, d.h. bei fast vollem Druckproduktewickel 7. Mit Ausnahme der am Schwenkarm 6 und am Bandförderer 3 montierten Rollen befinden sich alle übrigen Umlenkrollen in der gleichen Position wie zu Beginn des Wickelvorgangs. Der Schwenkarm 6 wurde durch den radialen Zuwachs des Druckproduktewickels nach aussen geschwenkt und befindet sich jetzt in seiner Zwischenposition 6˝, die ausgezogen dargestellt ist. Auch der Bandförderer 3 wurde nach aussen geschwenkt in die Position 3˝, die ebenfalls ausgezogen dargestellt ist. Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, unter Wegschwenken des Bandförderers 3, den Wickeldorn 1 bezüglich dem Gestell 2 ortsfest anzuordnen, d.h. es ist nicht wie bei herkömmlichen Vorrichtungen erforderlich, dass der Wickeldorn bspw. an einem schwenkbaren Tragarm befestigt ist. Dadurch kann einerseits die Mechanik vereinfacht werden, da der in der Regel schwere Druckproduktewickel in seiner Lage nicht verändert werden muss, andererseits kann dadurch eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und einfachere Manipulierbarkeit erreicht werden.

    [0019] Wie aus der Figur 2 ersichtlich ist, umschlingen die beiden Riemen 5.1, 5.2 den vollen Druckproduktewickel über nahezu den gesamten Umfang mit Ausnahme eines offenen Sektors von ca. 40° im unteren, rechten Bereich des Wickels. Es ist ebenfalls zu erkennen, dass der erste Riemen 5.1 nun die Peripherie über einen Sektor α₁ von nahezu 180° erfasst und der zweite Riemen 5.2 einen Sektor β₁ von ca. 210°. Da somit nahezu der gesamte Umfang des Druckproduktewickels 7 durch die Anpresseinrichtung erfasst wird, kann je nach Bedarf auch ein sehr hoher Zug durch die Anpressriemen ausgeübt werden, ohne dass dadurch der Druckproduktewickel während des Wickelvorgangs asymmetrisch verformt würde oder das Rotationsverhalten des Wickels nachteilig beeinflusst würde. Ein weiterer Vorteil des vorliegenden Ausführungsbeispiels besteht darin, dass ein Bereich 19 des Druckproduktewickels, der durch beide Anpressriemen 5.1, 5.2 gleichzeitig angepresst wird, und der damit im Vergleich zu anderen Peripheriebereichen in Richtung des Pfeils F einen grösseren Druck ausübt, gegenüber dem Bandförderer 3 liegt (bezogen auf den Wickeldorn 1).

    [0020] Anhand von Figur 3 wird nun die Entnahme eines gefüllten Druckproduktewickels 7 veranschaulicht. Die Entnahme bzw. das Ausstossen eines gefüllten Wickels erfolgt bei gelüfteten Anpressriemen, d.h. zwischen den Riemen 5.1, 5.2 und dem Wickel 7 besteht ein Freiraum. Um die Anpressriemen 5.1, 5.2 zu lüften, werden (ausgehend von der in Fig. 2 dargestellten Situation) die Umlenkrollenpaare 17.1, 17.2 und 21.1, 21.2 (siehe Figuren 1 und 2) entlang ihrer Bewegungsbahn verschoben und zwar aus ihrer in den Figuren 1 und 2 dargestellten Position (in Figur 3 mit ′ bezeichnet) in eine Lüftungsposition ( mit ˝′bezeichnet). Dies führt zu der in dieser Figur 3 dargestellten Lage der Anpressriemen 5.1, 5.2. Der volle Wickel 7 bleibt dabei unverändert in seiner Lage. Die vorliegende Erfindung ermöglicht ein vollständiges und schnelles Lüften der Anpressriemen wie nachfolgend im einzelnen erläutert werden soll. Am Lüften sind im wesentlichen vier Bewegungselemente bzw. Bewegungsgruppen massgebend. Dies sind der schwenkbare Bandförderer 3, der Schwenkarm 6 und die beiden Umlenkrollenpaare 17.1, 17.2 und 21.1, 21.2. Diese vier Bewegungsgruppen werden im wesentlichen gleichzeitig oder kurz nacheinander von ihrer Anpressposition (vgl. Fig. 2) in die Lüftposition (Fig. 3) bewegt. Da es sich bei den zu bewegenden Teilen um relativ leichte Teile handelt (d.h. vor allem muss nicht der Druckproduktewickel bewegt werden), kann dieser Vorgang verhältnismässig schnell ablaufen. Der Bandförderer 3 wird um seine Drehachse 4 verschwenkt und in seine Lüftposition 3˝′ (ausgezogen dargestellt) gebracht und ist dadurch vom Druckproduktewickel beabstandet. In ähnlicher Weise ist der Schwenkarm 6 in seine äusserste Stellung 6˝′ (ausgezogen dargestellt) verschwenkt und damit ebenfalls vom Druckproduktewickel beabstandet. Wie leicht aus Figur 2 zu entnehmen ist, wäre jedoch ein blosses Wegschwenken dieser beiden Einheiten nicht hinreichend um die vorher bewirkte Umschlingung der Peripherie des Wickels aufzuheben. Vielmehr werden dazu die beiden Umlenkrollenpaare 17.1, 17.2 und 21.1, 21.2 mittels der Förderkette 8 von ihrer ursprünglichen Lage (17.1′, 17.2′, 21.1′, 21.2′, strichpunktiert dargestellt), entlang einer vorgegebenen Bewegungsbahn (Bewegungskulisse oder stabile Kettenführung) so verschwenkt, dass sie in eine neue Position (17.1˝′, 17.2˝′, 21.1˝′, 21.2˝′, ausgezogen dargestellt) kommen. Es ist leicht ersichtlich, dass die Umlenkrollenpaare im wesentlichen entlang dem mit einer strichpunktierten Linie angedeutetem Verlauf der Förderkette 8 folgen, mit der sie verbunden sind. Dabei bewegen sich die Umlenkrollen 17.1, 17.2 (im Reversionsbetrieb) auf der äusseren Kettenbahn und die Umlenkrollen 21. 1, 21.2 entsprechend auf der inneren Kettenbahn. Der Verlauf dieser umlaufenden Förderkette 8 wird mittels Umlenkrollen 9.1-9.4 vorgegeben und weist einen U-förmigen Verlauf auf, wobei dieses U soweit geöffnet ist, dass die Umlenkrollenpaare 17.1, 17.2 und 21.1, 21.2 mit Freiraum um einen Druckproduktewickel geführt werden können. Wie aus den Figuren 1 bis 3 ersichtlich ist, ist jeweils nur eine der beiden Rollen 17.1, 17.2 bzw. der Rollen 21.1, 21.2 aktiv, d.h. führt einen Anpressriemen. In der Anpressposition sind es die beiden Umlenkrollen 17.1 und 21.1 welche aktiv sind, in der Lüftposition gemäss Figur 3 sind es die beiden Rollen 17.2 und 21.2. Die Umlenkrollenpaare 17.1, 17.2 und 21.1, 21.2 werden demgemäss abwechselnd in zwei Positionen bewegt, nämlich einerseits die Anpressposition (mit ′ bezeichnet, strichpunktiert) und andererseits die Lüftposition (mit ′bezeichnet, ausgezogen). Diese beiden Positionen liegen einander bezüglich dem Wickeldorn 1 gegenüber. Die Förderlette 8 ist in den entsprechenden Bereichen je um eine Umlenk- bzw. Antriebsrolle 18.1, 18.2 geführt. Die Förderkette wird durch einen hier nicht dargestellten Antrieb, bspw. einen Elektromotor, beidseitig angetrieben. Vorzugsweise wird auch die Bewegung des Schwenkarms 6 und des Bandförderers 3 über denselben Antrieb bewirkt, so dass eine koordinierte Bewegung zwischen diesen Bewegungsgruppen entsteht. Gleichzeitig zur Bewegung dieser Teile in ihre Lüftposition wird die Länge der Riemen 5.1, 5.2 mittels der Umlenkrolle 16.1 angepasst, bzw. ihr Zug reduziert. Selbstverständlich muss das Ende des Halteelements vor dem Lüften oder gleichzeitig mit diesem am Wickel festgemacht werden, damit der Druckproduktewickel nach dem Lüften seine Struktur beibehält. Das eigentliche Ausstossen des vollen Wickels erfolgt schliesslich in herkömmlicher Weise, bspw. mit einer Ausstossplatte wie sie aus der europäischen Patentschrift Nr. 0 313 781 bekannt ist.

    [0021] Die Riemen 5.1, 5.2 bestehen vorzugsweise aus einem leicht elastischen Kunststoff. Selbstverständlich können als zu den Riemen äquivalente Elemente auch Bänder, oder andere umlaufende Bandmaterialien eingesetzt werden. In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung werden Riemen mit strukturierten Oberflächen, bspw. Querrillen, verwendet. Bei Bedarf können die Riemen auch verschiedene Strukturen aufweisen, bspw. der Riemen am Einlauf mit Oberflächenstruktur und der andere Riemen glatt.

    [0022] Figuren 4 bis 6 zeigen eine zweite, beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Anpress- und Festhalteeinrichtung und zwar zu Beginn des Wickelvorganges (Figur 4), also bei noch leerem Wickel, bei vollem oder beinahe vollem Wickel (Figur 5) und nach dem Entfernen der Anpress- und Festhalteelemente vom Wickel (Figur 6), also in gelüftetem Zustand. Verschiedene Teile der Einrichtung werden während dem Wickelvorgang und zum Lüften bewegt und nehmen dadurch in den drei Figuren verschiedene Positionen ein. Diese sind bei leerem Wickel (Figur 4) mit ′, bei vollem Wikkel (Figur 5) mit ˝ und in gelüftetem Zustand (Figur 6) mit ˝′bezeichnet und in den entsprechenden Figuren ausgezogen dargestellt. In jeder Figur ist zur Illustration der Bewegung auch eine Position der bewegten Teile, die einer anderen Figur entspricht, strichpunktiert dargestellt.

    [0023] Die in den Figuren 4 bis 6 dargestellte Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung beruht auf demselben Prinzip wie die in den Figuren 1 bis 3 dargestellte Ausführungsform, also auf dem Anpressen und Festhalten der Druckprodukte während dem Aufwickeln durch zwei Anpressriemen über einen möglichst grossen Sektor. Verschiedene Teile der Einrichtung haben in beiden Ausführungsformen dieselbe Funktion und im wesentlichen dieselbe Gestalt und Position und sind deshalb mit denselben Bezugsziffern bezeichnet. Dies sind insbesondere: der Wickeldorn 1, das Gestell 2, der um die Schwenkachse 4 schwenkbare Bandförderer 3 mit Schwenkpositionen 3′, 3˝ und 3˝′, die beiden Anpressriemen 5.1 und 5.2, der um die Schwenkachse 11 schwenkbare Schwenkarm 6 mit Schwenkpositionen 6′, 6˝ und 6˝′ und den zwei daran angeordneten, kleinen Umlenkrollen 10.1 und 10.2, der Druckproduktewickel 7, die koaxial mit der Schwenkachse 11 angeordnete Umlenkrolle 12, die Umlenkrollen 13 und 14, die Antriebsrolle 15, die Umlenkrollen 16.1, 16.2 und 16.3, sowie die beiden Umschlingungswinkel α und β.

    [0024] Der Unterschied der beiden Ausführungsformen liegt vor allem in der Ausführungsform derjenigen Teile, die dem Lüften der Anpressriemen 5.1 und 5.2 vor dem Wickelwechsel und dem Wickelwechsel selbst dienen. Der Wickelwechsel läuft mit der durch die Figuren 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform in vier aufeinander folgenden Schritte ab: Zuerst werden die Anpressriemen gelüftet, indem verschiedene Umlenkrollen mit Hilfe des Kettentriebes von der einen Seite des Wickels auf die andere Seite verschoben werden, dann wird der fertige Wickel mit Hilfe einer Ausstossplatte ausgestossen, dann wird die Ausstossplatte zurückbewegt, dann werden die Umlenkrollen zurück verschoben. Nach Durchführung der vier Schritte ist die Wickelstation wieder zum Wickeln bereit. Der Wickelwechsel bei der durch die Figuren 4 bis 6 dargestellten Ausführungsform läuft ebenfalls in vier Schritten ab: Zuerst werden die Anpressriemen gelüftet, indem verschiedene Umlenkrollen mit Hilfe von Hebeln, an denen sie angeordnet sind, von der einen Seite auf die andere Seite des Wickels verschoben, dann wird mit Hilfe einer Ausstossplatte der Wickel ausgestossen, dann werden die Umlenkrollen zurückbewegt. Nach Durchführung dieser drei Schritte ist die Wickelstation wieder zum Wickeln bereit. Die Ausstossplatte kann während dem Wickelvorgang zurückbewegt werden. Da die Verschiebung der Umlenkrollen durch Hebel schneller ist als diejenige mit einem Kettenzug und vor allem dadurch dass die Ausstossplatte während dem Wickelvorgang zurückbewegt wird, ist mit der zweiten Ausführungsform (Figuren 4 bis 6) ein noch schnellerer Wickelwechsel möglich. Der Ablauf des gesamten Wickelvorganges mit dem Wickelwechsel wird anhand der Figur 7 noch detailliert beschrieben.

    [0025] Figur 4 zeigt diese zweite beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung bei leerem Wickel, also kurz vor dem eigentlichen Wilkelvorgang. Die beim Aufwickeln durch den sich verändernden Radius des wachsenden Wickels bewegten Teile der Einrichtung sind auch für einen grösseren oder fertigen Wickel strichpunktiert dargestellt, während die Anpressriemen 5.1 und 5.2 nur für den Zustand bei leerem Wickel dargestellt sind.

    [0026] Der Verlauf des ersten Anpressriemens 5.1 in Aufwickelrichtung (Gegenuhrzeigersinn in der Figur) ist der folgende: Der erste Anpressriemen 5.1 läuft um die beiden kleinen Umlenkrollen 10.1 und 10.2, die am Schwenkarm 6 angeordnet sind, vom Wickeldorn weg. Der Schwenkarm 6 hat bei leerem Wickeldorn die Schwenkstellung 6′, das heisst er steht tangential gegen den Wickeldorn 1. Von der Umlenkrolle 10.2 läuft der erste Anpressriemen auf die Umlenkrolle 12, die koaxial mit der Schwenkachse 11 des Schwenkarms 6 angeordnet ist, und über zwei weitere Umlenkrollen 13 und 14 zur Antriebsrolle 15 und von da über drei weitere Umlenkrollen 16.1, 16.2 und 16.3, wobei die Rolle 16.1 derart verschiebbar ist, dass durch ihre Stellung die durch die verschiedenen Wickeldurchmesser benötigten, verschiedene Riemenlänge kompensiert werden kann. Von der Umlenkrolle 16.3 läuft der erste Anpressriemen 5.1 über eine weitere Umlenkrolle 41 zurück an den Wickeldorn.

    [0027] Der Verlauf des zweiten Anpressriemens 5.2 in derselben Richtung ist der folgende: Der zweite Anpressriemen 5.2 läuft vom Wickeldorn weg zusammen mit dem ersten Anpressriemen 5.1 über die Umlenkrollen 13 und 14 zur Antriebsrolle 15 und von da über die Umlenkrollen 16.1, 16.2 und 16.3. Von der Umlenkrolle 16.3 läuft er über drei weitere Umlenkrollen 42, 43 und 44 zurück an den Wickeldorn 1. Die Umlenkrolle 42 ist dabei koaxial zur Schwenkachse 45 eines zweiten Schwenkarms 46, die Umlenkrollen 43 und 44 an diesem zweiten Schwenkarm 46 angeordnet. Der zweite Schwenkarm 46 übernimmt für den zweiten Anpressriemen 5.2 dieselbe Funktion wie der Schwenkarm 6 für den ersten Anpressriemen 5.1, nämlich die, den Verlauf des Riemens an den wachsenden Wickel anzupassen und ihn gegen den Wickel zu pressen. Aus diesem Grunde nimmt der Schwenkarm 46 verschiedene Schwenkstellungen ein, nämlich Stellung 46′ bei leerem Wickel, 46˝ bei grösserem oder vollem Wickel. Der Schwenkarm 46 ist ein Teil eines Hebelsystems, das auch dem Lüftvorgang dient und im Zusammenhang mit der Figur 6 noch detailliert beschrieben werden soll. Von der Umlenkrolle 44 läuft der zweite Anpressriemen 5.2 zurück an den Wickeldorn.

    [0028] Auch in dieser zweiten Ausführungsform umschlingen die beiden Anpressriemen 5.1 bzw. 5.2 den Wickeldorn 1 mit Umschlingungswinkeln α bzw β, wobei α etwa 140°, β etwa 160° beträgt, sodass der offene Sektor für die Einführung der Druckprodukte auch hier ca. 60° beträgt. Die beiden Sektoren überschneiden sich vorteilhafterweise leicht. Da die Überschneidung während dem Wickeln wächst, ist es nicht unbedingt notwendig, dass die beiden Sektoren sich bei leerem Wickel überschneiden. Es kann sogar ein kurzes Stück des Wickeldornumfanges unumschlungen bleiben, solange die Länge dieses Stükkes die Länge der aufzuwickelnden Druckprodukte nicht übersteigt.

    [0029] Ferner zeigt die Figur 4 eine Ausstossplatte 50, die über einen Plattenhebel 51 mit einem, nur schematisch dargestellten Antrieb 52 derart wirkverbunden ist, dass die Ausstossplatte 50 einerseits in der Papierebene der Figur entsprechend Pfeil P von einer Position 50′ in eine Position 50˝ verschwenkbar, andererseits senkrecht zur Papierebene, parallel zur Achse des Wickeldormes 1, verschiebbar ist. Es ist aus der Figur ersichtlich, dass bei leerem Wickel (ausgezogene Positionen der bewegten Teile) die Ausstossplatte 50 senkrecht zur Papierebene der Figur verschoben werden kann ohne durch einem anderen Teil der Einrichtung gestört zu werden. Dies ist offensichtlich auch noch möglich, wenn der Wickel bereits einen beschränkten Durchmesser hat, wenn also die bewegten Teile (3, 6 und 46) sich bereits gegen ihre mit ˝ bezeichnete Stellung bewegt haben.

    [0030] Figur 5 zeigt nun dieselbe Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung wie Figur 4 mit einem vollen oder beinahe vollen Druckproduktewickel 7. Gegenüber der Figur 4 haben in dieser Figur entsprechend dem gegenüber dem leeren Wickel vergrösserten Radius des Wickels 7 der Bandförderer 3, der Schwenkarm 6 und der zweite Schwenkarm 46 andere Schwenkpositionen (3˝, 6˝ und 46˝). Die entsprechenden Stellungen (3′, 6′ und 46′) für den leeren Wickel sind strichpunktiert dargestellt. Auch die verschiebbare Umlenkrolle 16.1 hat eine andere Position Der Verlauf der beiden Anpressriemen 5.1 und 5.2 über die verschiedenen Umlenkrollen, der nur für die ausgezogenen Stellungen der bewegten Teile (3, 6 und 46) dargestellt ist, ist durch die veränderten Positionen der Umlenkrollen 10.1, 10.2, 16.1, 43 und 44 gegenüber der Figur 4 verändert. Die neuen Umschlingungswinkel α′ bzw. β′ betragen jetzt ca 180° bzw. ca. 190°, wobei sie sich gegenseitig überschneiden und einen Sektor von ca 40° offen lassen.

    [0031] Auch die Ausstossplatte 50 hat gegenüber Figur 4 (50′) eine veränderte Stellung 50˝. Sie liegt jetzt seitlich am Wickel 7, sodass der Wickel ausgestossen wird, wenn die Ausstossplatte 50 mit Hilfe des Antriebes 52 in der Figur senkrecht zur Papierebene vom Betrachter weg verschoben wird, was selbstverständlich erst möglich ist, wenn die Riemen gelüftet sind.

    [0032] Mit Figur 6 wird das Ausstossen eines vollen Druckproduktewickels 7 und das dafür notwendige Lüften der Anpressriemen veranschaulicht. Die für das Lüften und Ausstossen bewegten Teile sind in ihrer gegenüber den Figuren 4 und 5 neuen Stellungen ausgezogen und mit ˝′ bezeichnet, in der Stellung vor dem Lüften (bei vollem Druckproduktewickel) strichpunktiert und wiederum mit ˝ bezeichnet dargestellt. Die beiden Anpressriemen 5.1 und 5.2 sind nur in ihrer gelüfteten Stellung dargestellt.

    [0033] In der gelüfteten Stellung sind der Bandförderer 3 und der Schwenkarm 6 vom Wickel weggeschwenkt (Stellungen 3˝′ und 6˝′). Die Umlenkrollen 41, 42, 43 und 44 sind gegenüber ihrer Wickelposition (Figuren 4 und 5) derart verschoben, dass die Anpressriemen mit dem Wickel 7 nicht mehr in Berührung kommen. Die Verschiebung der Umlenkrollen 41, 42, 43 und 44 wird realisiert durch eine Schwenkbewegung eines Lüftungshebels 60, an dem die Umlenkrollen 41 und 42 relativ zum Lüftungshebel 60 unverschiebbar, der zweite Schwenkarm 46 und damit die Umlenkrollen 43 und 44 verschwenkbar angeordnet sind. Der Lüftungshebel 60, der in den Figuren 4 und 5 nicht dargestellt ist, hat während dem Wickelvorgang eine unveränderte Lage 60′ (strichpunktiert). Er ist dabei seitlich des Wickels 7 (in der Figur gegen den Betrachter aus der Papierebene gehoben) angeordnet, damit er mit dem wachsenden Wickel nicht in Konflikt kommt. Während dem Wickelvorgang ändert sich, wie bereits beschrieben, nur die Schwenkposition des zweiten Schwenkarmes 46. Für den Lüftungsvorgang wird nun der Lüftungshebel 60 von seiner Wickelposition 60′ in seine Lüftungsposition 60˝′ geschwenkt und dabei beispielsweise mit einer entsprechenden Kulisse (nicht dargestellt) dafür gesorgt, dass der zweite Schwenkarm 46 seine Schwenkstellung relativ zum Lüftungshebel 60 derart verändert, dass er von einer Schwenkstellung 46˝ in eine Schwenkstellung 46˝′ verschwenkt wird. Aus der Figur ist ersichtlich, dass die für die Lüftung der Anpressriemen notwendige Bewegung des zweiten Schwenkarmes 46 vor oder mindestens gleichzeitig mit der Verschwenkung des Lüftungshebels 60 ablaufen muss, denn nur so ist es möglich, den zweiten Schwenkarm 46 und die Anpressrollen 43 und 44 um den Wickel herum zu bewegen.

    [0034] Durch die Verschwenkung des Lüftungshebels 60 für die Lüftung werden alle für die Anpressfünktion benötigten Teile der Anpress-Einrichtung aus dem Bereich des Antriebs 52 und des Plattenhebels 51 entfernt, wodurch diese frei werden für eine Ausstossbewegung parallel zur Wickelachse, das heisst senkrecht zur Papierebene der Figur, vom Betrachter weg. Sobald die Ausstossplatte 50 den Wickel aus dem Bereich der Anpressriemen gestossen hat, können diese durch Zurückschwenken des Lüftungshebels 60, des zweiten Schwenkarmes 46 und des Schwenkarmes 6 wieder in Wickelposition (Figur 4) gebracht werden. Wenn auch der Bandförderer wieder in Wickelposition gebracht ist, kann ein neuer Wickelvorgang beginnen.

    [0035] Die Ausstossplatte 50 wird während einer ersten Phase des Wickelvorganges zuerst in ihre der Stellung 50'entsprechende Schwenkstellung gebracht, dann parallel zur Wickelachse verschoben und dann durch nochmaliges Verschwenken in die Ausstossposibon 50˝ gebracht.

    [0036] Figur 7 zeigt den zeitlichen Ablauf der für einen vollständigen Wickelzyklus W einer beispielhaften Anwendung notwendigen Bewegungen für die Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung gemäss Figuren 4 bis 6.

    [0037] Die Waagrechte des Schemas ist in Schritte von 0,2 Sekunden eingeteilt, untereinander sind die einzelnen Schritte des Wickelzyklus (Wickeln und Wickelwechsel) angegeben. Die Dauer der einzelnen Schritte ist mit waagrechten Balken markiert. Der Wickelwechsel wird dabei ausgeführt durch erstens gleichzeitiges Lüften der Anpressriemen und Hochschwenken der Ausstossplatte, zweitens Ausstossen des Wickels und drittens gleichzeitiges Schliessen der Anpressriemen und abschwenken der Ausstossplatte. Es ist mit der beschriebenen Einrichtung möglich, den Wickelwechsel in weniger als zwei Sekunden durchzuführen. Die Ausstossplatte wird während dem Wickeln zurückgefahren. Gemäss obiger Beschreibung können das Hochschwenken und Abschwenken der Ausstossplatte ebenfalls während dem Wickeln durchgeführt werden. Da aber der Wickel erst bewegt werden kann, wenn die Riemen sozusagen vollständig gelüftet sind, und da das Schwenken der Ausstossplatte für diese Ausführungsform weniger Zeit in Anspruch nimmt als das Lüften, kann durch Schwenken der Ausstossplatte während dem Wickeln das Wechseln nicht verkürzt werden.

    [0038] Für die Länge eines effektiven Wickelzyklus ist einerseits das anwendungsabhängige Wickeln, andererseits das einrichtungsabhängige Lüften und Ausstossen massgebend. Diese drei Schritte bestimmen die Zeit, die für einen ganzen Wickelzyklus benötigt wird.

    [0039] Die für das Lüften der Anpressriemen notwendigen Bewegungen des Bandförderers 3, des Schwenkarmes 6 und des Lüftungshebels 60 können beispielsweise mit drei verschiedenen, entsprechend gesteuerten Antrieben erzeugt werden oder mit einem einzigen Antrieb.


    Ansprüche

    1. Anpresseinrichtung für Wickelmaschinen zum Herstellen von rohrförmigen aus zu einer Rolle aufgewickelten Paketen von in Schuppenformation zugeführten Druckprodukten wie Zeitungen, Zeitschriften und dergleichen und einem um die Rolle herum verlaufenden Halteelement mit einer Zuführung und einer Aufwickelstelle mit ortsfestem Wickeldorn (1) für die Druckprodukte, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Aufwickelstelle mindestens zwei umlaufend angetriebene Riemen (5.1, 5.2) die Peripherie eines Druckproduktewickels (7) während des gesamten Wickelvorgangs über einen Sektor von mindestens 270° umschlingen.
     
    2. Anpresseinrichtung für Wickelmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Riemen (5.1, 5.2) derart angeordnet sind, dass zu Beginn des Wickelvorgangs ein Abschnitt des ersten Riemens (5.1) mittels einem um eine Achse (4) drehbaren Schwenkarm (6), dessen freies Ende annähernd den Berührungspunkt zur Peripherie des Wickeldorns (1) bildet, zum Wickeldorn (1) gelenkt ist und der Peripherie des Wickeldorns über einen Sektor (α) von mindestens 130° anliegt und dass ein zweiter Riemen (5.2) in einer U-förmigen Schlaufe um den Wickeldorn geführt ist und dessen Peripherie über einen Sektor (β) von mindestens 160° anliegt, wobei sich die beiden Sektoren um maximal 15° überlappen.
     
    3. Anpresseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Überlappungsbereich (19) der Sektoren (α, β) bezogen auf den Wickeldorn (1) gegenüber dem Bandförderer (3) liegt.
     
    4. Anpresseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein um eine Achse (11) schwenkbarer, die Druckprodukte zufördernder Bandförderer (3) bezüglich dem Schwenkarm (6) derart angeordnet ist, dass bei Anliegen an den leeren Wickeldorn (1) durch diese ein Winkel von 30° bis 45° eingeschlossen wird und das Verhältnis des Abstandes deren Drehachsen (4, 11) zur Achse des Wickeldorns (1) 1,3 bis 1,4 beträgt.
     
    5. Anpresseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkarm (6) für den ersten Riemen (5.1) mindestens an seinem freien Ende eine kleine Umlenkrolle (10.1) enthält, die einen Radius von weniger als 0,5 cm aufweist.
     
    6. Anpresseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Bewegungsgruppen (3, 6, 8, 17.1, 17.2, 21.1, 21.2) zum vollständigen Lüften der Riemen (5.1, 5.2) vorhanden sind.
     
    7. Anpresseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsgruppen zum vollständigen Lüften der Riemen (5.1, 5.2) zwei entlang einer Bewegungskulisse verstellbare Paare von Umlenkrollen (17.1, 17.2, 21.1, 21.2) enthalten.
     
    8. Anpresseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstellung der Riemenlängen eine in zwei Richtungen (A₁, A₂) verstellbare Umlenkrolle (16.1) vorgesehen ist und beide Anpressriemen (5.1, 5.2) um diese geführt sind.
     
    9. Anpresseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Anpressriemen (5.1, 5.2) eine strukturierte Oberfläche aufweist.
     
    10. Betrieb einer Anpresseinrichtung für Wickelmaschinen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugkraft der Anpressriemen (5.1, 5.2) während des Wickelvorgangs gesteuert wird.
     
    11. Anpresseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Riemen (5.1) und ein zweiter Riemen (5.2) derart angeordnet sind, dass zu Beginn des Wickelvorganges ein Abschnitt des ersten Riemens (5.1) und des zweiten Riemens (5.2) mittels je einem um eine Achse (11, 45) schwenkbaren Schwenkarm (6, 46), gegen den Wickeldorn gelenkt sind, und dass der erste Riemen (5.1) der Peripherie des Wickeldornes über einen Sektor von mindestens 130° anliegt und der zweite Riemen (5.2) der Peripherie des Wickeldornes über einen Sektor von mindestens 160° anliegt.
     
    12. Anpresseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zum vollständigen Lüften der Riemen (5.1, 5.2) die beiden Schwenkarme (6, 46) aus dem Bereich des Druckproduktewickels vollständig wegschwenkbar angeordnet sind.
     
    13. Anpressvorrichtung nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Ausstossplatte (50) aufweist, die derart mit einem Antrieb (52, 51) wirkverbunden ist, dass sie einerseits senkrecht zur Achse des Wickeldorns (1) verschwenkbar und andererseits parallel zur Achse des Wickeldorns verschiebbar ist.
     
    14. Anpresseinrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Lüftungshebel (60) aufweist, an dem stationär mindestens je eine Umlenkrolle (41, 42), über die beim Wickeln je einer der Riemen (5.1, 5.2) läuft und schwenkbar der für den Wickelvorgang im Bereiche des Antriebs (52, 51) der Ausstossplatte (50) angeordnete, zweite Schwenkhebel (46) angeordnet sind, und dass der Lüftungshebel (60) mit einem Antrieb wirkverbunden ist derart dass er senkrecht zur Wickelachse verschwenkt werden kann.
     
    15. Anpresseinrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie Führungen aufweist, derart, dass bei der Schwenkbewegung des Lüftungshebels (60) der zweite Schwenkarm (46) um den Wickel bewegt wird.
     
    16. Betrieb einer Anpresseinrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass zum Wechseln des Wickels zuerst gleichzeitig die Anpressriemen (5.1, 5.2) gelüftet und die Ausstossplatte (50) seitlich an den Wickel (7) geschwenkt wird, dass dann durch Bewegung der Ausstossplatte (50) parallel zur Achse des Wikkeldornes (1) der Wickel ausgestossen wird und dass anschliessend gleichzeitig die Ausstossplatte (50) verschwenkt und die Riemen (5.1, 5.2) um den Wickeldorn geschlossen werden.
     
    17. Betrieb nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstossplatte (50) während dem Wickelvorgang parallel zur Achse des Wickeldornes (1) verschoben wird.
     
    18. Betrieb nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausstossplatte (50) während dem Wickelvorgang senkrecht zur Achse des Wickeldornes (1) verschwenkt wird.
     




    Zeichnung

























    Recherchenbericht