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EP 0 514 571 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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25.11.1992 Patentblatt 1992/48 |
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Anmeldetag: 23.05.1991 |
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE NL |
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Anmelder: |
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- Baars, Rainer
D-92318 Neumarkt (DE)
- Stölzel, Christoph
D-92318 Neumarkt (DE)
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Erfinder: |
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- Baars, Rainer
D-92318 Neumarkt (DE)
- Stölzel, Christoph
D-92318 Neumarkt (DE)
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Vertreter: Göbel, Matthias, Dipl.-Ing. |
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Pruppacher Hauptstrasse 5-7 D-90602 Pyrbaum D-90602 Pyrbaum (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
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Bemerkungen: |
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Amended claims in accordance with Rule 86 (2) EPC. |
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Tafelförmiges Wand- und/oder Bodenelement |
(57) Bei einem tafelförmigen Wand- und/oder Bodenelement, insbesondere Mehrschichtplatte
mit zwei planparallelen Deckplatten und einer zwischen den Deckplatten angeordneten
Verbindungsschicht für die Deckplatten, ist zur sicheren Erhöhung der Biegefestigkeit
und der Tragfähigkeit vorgesehen, daß in der Verbindungsschicht (4) mindestens ein
durch die Verbindungsschicht (4) umfaßter Träger (5) aus einem biegungssteifen Werkstoff
angeordnet ist.
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[0001] Die Erfindung betrifft ein tafelförmiges Wand- und/oder Bodenelement, insbesondere
Mehrschichtplatte mit zwei planparallelen Deckplatten und einer zwischen den Deckplatten
angeordneten Verbindungsschicht für die Deckplatten.
[0002] Bekannte Wand- und/oder Bodenelemente obiger Art zeigen unter dem Einfluß von Lasten
Durchbiegungen, die den Einsatz dieser Wand- und/oder Bodenelemente nachteilig beeinflussen.
Insbesondere sind tafelförmige Bodenelemente wegen der Durchbiegung in ihrer Tragfähigkeit
stark eingeschränkt. Die Tragfähigkeit von Bodenelementen läßt sich zwar, z.B. beim
Einsatz in Transportbehältern durch bauaufwendige Unterzüge verbessern, jedoch sind
die Unterzüge störenden mechanischen Einflüssen und Umwelteinflüssen ausgesetzt.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung bei tafelförmigen Wand- und/oder Bodenelementen Maßnahmen
zur sicheren Erhöhung der Biegefestigkeit und der Tragfähigkeit zu schaffen.
[0004] Der Erfindung gemäß hat diese Aufgabe dadurch eine Lösung gefunden, daß in der Verbindungsschicht
mindestens ein durch die Verbindungsschicht umfaßter Träger aus einem biegungssteifen
Werkstoff angeordnet ist. Zweckmäßig ist vorgesehen, im Abstand nebeneinander eine
Anzahl Träger aus einem biegungssteifen Werkstoff in der Zwischenschicht unterzubringen.
Der bevorzugt als Gitterträger mit einem Ober- und Untergurt sowie Diagonalstreben
versehene Träger führt zur Erhöhung des Biegemoments des Wand- und Bodenelements,
ohne daß hierzu außerhalb des Wand- und/oder Bodenelements zusätzliche Stützeinrichtungen
benötigt werden. Die Verwendung von in beliebiger Weise gestalteten Gitterträgern
erlaubt eine Biegefestigkeitsverbesserung ohne wesentliche Gewichtserhöhung. Der Träger
bzw. Gitterträger kann dabei aus einem beliebigen Werkstoff, z.B. einem metallischen
Werkstoff oder einem geeigneten Kunststoff gebildet sein, während als geeignete Verbindungsschicht
für die Deckplatten ein aufgeschäumter polymerisierbarer Werkstoff, z.B. Polyurethan
dient.
[0005] Die zum Einsatz kommenden Ober- und/oder Untergurte bzw. Diagonalen des Trägers sind
in Ausgestaltung derselben außen glatt ausgebildet. Von Vorteil und zur Schaffung
einer verbesserten Verbindung von Ober- und/oder Untergurten und/oder Diagonalen mit
der Verbindungsschicht ist jedoch vorgesehen, die Ober- und/oder Untergurte und/oder
Diagonalen außen profiliert auszubilden.
[0006] Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel können die Verbindungsschicht auch durch
im Abstand voneinander befindliche Verbindungsschichtstreifen zwischen den Deckplatten
ausgebildet sein, mindestens einer der Verbindungsschichtstreifen des Wand- und/oder
Bodenelements einen Träger aufnehmen und die Verbindungsschichtstreifen desweiteren
in den Abstandsbereichen durch Leisten begrenzt sein, die mit den Verbindungsschichtstreifen
und den beiden Deckplatten fest, z.B. durch Adhäsion verbunden sind. Bevorzugt ist
jedoch in jedem Verbindungsstreifen ein Träger, insbesondere Gitterträger angeordnet.
[0007] Schließlich ist noch vorgesehen, beim Wand- und/oder Bodenelement Deckplatten aus
beliebigem Werkstoff zum Einsatz zu bringen. Als Deckplatten können Holzspanplatten
oder Tafeln aus einem metallischen Werkstoff dienen. Auch ist die Verwendung von Holz-Zementgemischen
für die Bildung der Deckplatten denkbar. Fenerhin können die Deckplatten aus miteinander
verklebten Schichten eines hölzernen Werkstoffs, z.B. Sperrholzplatten oder einem
geeigneten Kunststoff gebildet sein.
[0008] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung verdeutlicht.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Wand- und/oder Bodenelement im Schnitt,
- Fig. 2
- einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Teilschnitt eines Wand- und/oder Bodenelements gemäß abgewandelter Ausführung,
- Fig. 4
- ein Wand- und/oder Bodenelement gemäß Fig. 3, perspektivisch,
- Fig. 5
- ein Wand- und/oder Bodenelement gemäß anderer Ausführung, perspektivisch,
- Fig. 6
- einen Gitterträger in Seitenansicht,
- Fig. 7
- einen Gitterträger gemäß Fig. 6 in Vorderansicht und
- Fig. 8
- einen weiteren Gitterträger in Vorderansicht.
[0009] Beim tafelförmigen Wand- und/oder Bodenelement 1 der Fig. 1 sind mit 2 zwei im Abstand
voneinander befindliche Deckplatten bezeichnet, die beliebig durch eine Holzspanplatte,
einem metallischen Plattenkörper bzw. eine Sperrholzplatte gebildet sein können. In
den Zwischenraum 3 zwischen den beiden Deckplatten 2 ist ein aufgeschäumter polymerisierbarer
Werkstoff, z.B. Polyurethan eingebracht, der die beiden Deckplatten 2 als Verbindungsschicht
4 miteinander fest verbindet. Weiter sind im Bereich des Zwischenraums 3 in der Verbindungsschicht
4 eine Anzahl Gitterträger 5 eingestellt, die beim Ausführungsbeispiel durch die Verbindungsschicht
4 umfaßt sind. Die Gitterträger 5 erstrecken sich vorzugsweise in Längsrichtung des
Wand- und/oder Bodenelements und tragen so zur Erhöhung der Biegesteifigkeit der Elemente
bei. Die Gitterträger 5 können beliebig ausgeführt sein. So ist es denkbar, Gitterträger
5 mit einem Obergurt 5' und zwei Untergurten 5'' sowie Diagonalen 5''', wie in den
Fig. 3,4 und 5,6 dargestellt, zu verwenden. Auch ist möglich, wie in Fig. 1 gezeigt,
Gitterträger 5 vorzusehen, deren Untergurte 5'' durch zusätzliche Streben 6 miteinander
verbunden sind. Auch können die Träger entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Fig.
8 ausgebildet sein, wobei die Ober- 5' und Untergurte 5'' vermittels Diagonalen 5'''
verbunden sind sowie ein zusätzlicher Gurt 7 vorgesehen ist, der mit weiteren Diagonalen
8 mit den Untergurten 5'' fest verbunden ist.
[0010] Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 sind die beiden Deckplatten 2 durch Verbindungsschichtstreifen
4' aus einem aufgeschäumten Kunststoff in Abständen in Verbindung gebracht. Die Verbindungsschichtstreifen
4' nehmen in den Bereichen der Abstände jeweils Gitterträger 5 auf. Zwischen den Verbindungsstreifen
4' sind Holzleisten 9 in den Zwischenräumen 3 der Tafelelemente 2 eingefügt, die mit
den Verbindungsschichtstreifen 4' und den Tafelelementen 2, z.B. durch Adhäsion der
Zwischenschichtstreifen 4' verbunden sind. Die Holzleisten 9 tragen zur weiteren Verfestigung
der Wand- und/ oder Bodenelemente bei. Außerdem ermöglichen sie die Bildung von Wand-
und Bodenelementen 1 mit beliebig großen Dicken. Zweckmäßig sind die Holzleisten 9
hochkant zwischen den beiden Deckplatten 2 eingestellt.
[0011] Beim Auführungsbeispiel der Fig. 5 sind wiederum zwischen den Deckplatten 2 Holzleisten
9 und Verbindungsschichtstreifen 4' im Wechsel angeordnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
nehmen die Verbindungsschichtstreifen 4' Gitterträger 5 auf, die jeweils durch einen
Ober- 5' und Untergurt 5'' und zwischen diesen angeordneten Diagonalen 5''' gebildet
sind.
[0012] Es entspricht dem Erfindungsgedanken, daß die Träger 5 jeweils als Gitterträger mit
beliebiger Ausführung gestaltet sein können. Auch ist denkbar die Holzleisten 9 mit
mehr oder weniger großen Breiten und Höhen auszuführen.
1. Tafelförmiges Wand- und/oder Bodenelement, insbesondere Mehrschichtplatte mit zwei
planparallelen Deckplatten und einer zwischen den Deckplatten angeordneten Verbindungsschicht
für die Deckplatten, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindungsschicht (4) mindestens
ein durch die Verbindungsschicht (4) umfaßter Träger (5) aus einem biegungssteifen
Werkstoff angeordnet ist.
2. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand nebeneinander
eine Anzahl Träger (5) aus einem biegungssteifen Werkstoff in der Zwischenschicht
(4) untergebracht sind.
3. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (5) als Gitterträger
mit einem Ober- (5') und Untergurt (5'') sowie Diagonalen (5'') ausgebildet ist.
4. Wandelement nach Anspruch 1,2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Träger (5) aus
einem metallischen Werkstoff oder einem Kunststoff gebildet ist.
5. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsschicht (4)
für die Deckplatten (2) durch einen aufgeschäumten polymerisierbaren Werkstoff, z.B.
Polyurethan gebildet ist.
6. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober- (5') und/oder Untergurte
(5'') und/oder die Diagonalen (5''') des Trägers (5) außen glatt ausgebildet sind.
7. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ober- (5') und/oder Untergurte
(5'') und/oder Diagonalen (5''') des Trägers (5) außen profiliert sind.
8. Wandelement nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsschicht
(4) durch im Abstand voneinander befindliche Verbindungsschichtstreifen (4') zwischen
den Deckplatten (2) ausgebildet ist, daß mindestens ein Verbindungsschichtstreifen
(4') einen Träger (5) aufnimmt und daß die Verbindungsschichtstreifen (4') in den
Abstandsbereichen durch Holzleisten (9) begrenzt sind, die mit den Verbindungsschichtstreifen
(4') und den beiden Deckplatten (2) fest, z.B.durch Adhäsion, verbunden sind.
9. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatten (2) durch
Holzspanplatten gebildet sind.
10. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatten (2) durch
Holz- Zementgemische gebildet sind.
11. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatten (2) durch
einen metallischen Werkstoff gebildet sind.
12. Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckplatten (2) verklebte
Schichten aus einem hölzernen Werkstoff oder einem Kunststoff gebildet sind.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 86(2) EPÜ.
1. Meßvorrichtung zum Messen des Abstandes, zwischen ihr und einem beschichteten Trägermaterial,
und der Stärke und/oder Masse der Beschichtung auf dem Träger, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßvorrichtung (1) aus zwei voneinander gasdichtgetrennten Ionisationskammern
(2 und 3 ) und einer gemeinsamen Strahlungsquelle (9) besteht.
2. Meßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Ionisationskammern (2 und 3) zylinderförmig ausgebildet sind und die eine
Ionisationskammer (3) zentrisch in der anderen Ionisationskammer (2) angeordnet ist.
3. Meßvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionisationskammer (3) mit einem Titan-Filter ( 7) versehen, mit Krypton oder
Xenon gefüllt ist, während die Ionsisationskammer (2) mit Argon gefüllt ist.
4. Meßvorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, d. g., daß die Ionisationskammer (2)
mit Argon oder Nenon und die Ionisationskammer (3) mit Krypton gefüllt ist.
