[0001] Die Erfindung betrifft ein Zelt mit einem Dach mit Seitenumrandung gemäss dem Oberbegriff
des ersten Anspruches.
[0002] Derartige Zelte sind mit oder ohne Seitenwände für unterschiedliche Zwecke, u.a.
für Partys im Garten, als Sonnenschirme im Garten oder am Strand oder als Regenschutz
verwendbar. Zudem können sie als Verkaufsstände an Messen oder dgl. eingesetzt werden.
Je nach der Witterung können sie ohne oder mit einer oder mehreren Seitenwänden versehen
werden.
[0003] Zelte dieser Art sind u.a. in US-A-4 607 656, US-A-4 641 676 sowie EP-A-0 305 183
beschrieben. Diese bestehenden Ausführungen sind aber u.a. mit den folgenden Nachteilen
behaftet:
- Die Tragkonstruktion besteht aus Stahl und rostet deshalb nach relativ kurzer Zeit,
insbesondere bei Winterlagerung,
- weil sie aus Stahl besteht, ist sie relativ schwer,
- da sie keine Beschwerung oder Bodenbefestigung aufweist, kann sie von einer leichten
Windböe weggefegt werden,
- sie ist relativ unstabil bzw. wackelig,
- die Gleitschuhe reiben an den vier Seitenflächen der Standbeine, so dass deren Beschichtung
abgekratzt wird, was zur Rostbildung und starker Reibung führt,
- die Gleitschuhe enthalten überflüssiges Material, weil ein Viereckprofil in ein Winkelprofil
eingeschweisst ist,
- die Gleitschuhe stossen bei der Aufwärtsewegung leicht gegen die vom Inneren der Profile
nach aussen vorgespannten Sperren an,
- die Drehlager der Scheren stehen weit nach aussen vor und können das Zelttuch leicht
beschädigen, wenn dies feucht ist, oder wenn es windet.
[0004] Die Verwendung von Stahl ist deshalb ein Nachteil, weil die Tragkonstruktion leicht
mit Feuchtigkeit in Verbindung kommt. Das ist nicht nur bei der Freiluftaufstellung
in einem Garten oder am Strand oder an einer Messe, sondern auch bei der Lagerung
z.B. in einer Garage, einem Keller oder einem anderen Raum der Fall.
[0005] Wenn zudem die Tragkonstruktion in einer Hülle oder Tragtasche untergebracht ist,
wird die Rostbildung beschleunigt, weshalb das Zelt nach einer einzigen Überwinterung
Rostflecken aufweisen kann, die eine Neubeschichtung der Tragkonstruktion erfordern.
[0006] Rost oder Korrosion beeinträchtigen ferner die Funktionsfähigkeit der Tragkonstruktion,
weil die einzelnen Scherenglieder in der Beweglichkeit gehemmt werden. Ein wichtiger
Punkt in diesem Zusammenhang ist die Gleitfähigkeit der Gleitschuhe an den Standbeinen,
die besonders heikel ist. Hier kann es nämlich zu einem Festrosten kommen, so dass
kein zufriedenstellendes Gleiten stattfindet.
[0007] Das Gleitproblem kann dadurch behoben werden, dass die Tragkonstruktion gründlich
eingefettet wird. Dies ist jedoch mit dem Nachteil verbunden, dass das Fett schwer
zu entfernen ist, so dass man praktisch Arbeitskleider anziehen muss, um das Zelt
aufzustellen. Ferner bleibt immer etwas Fett übrig, so dass das Zelt für Verwendung
im Garten unzweckmässig ist, weil damit Fettflecken auf den Kleidern von Besuchern
und auf dem Zelttuch nicht zu vermeiden sind. Deshalb ist das Einfetten der Tragkonstruktion
praktisch nicht durchführbar.
[0008] Eine in Stahl ausgeführte Tragkonstruktion ist für eine Frau oder ein Kind relativ
schwer, so dass ein Bedarf an einer Gewichtsreduktion vorhanden ist.
[0009] Ferner ist es in offenen Gegenden wichtig, dass das Zelt am Boden befestigt oder
erschwert ist, damit es nicht von einem leichten Windstoss weggefegt werden kann.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist somit die Schaffung eines Zeltes mit Seitenumrandung,
das die Nachteile der bestehenden Ausführungen nicht aufweist.
[0011] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des ersten
Patentanspruches gelöst.
[0012] Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen umschrieben.
[0013] Die beschriebene Ausführung mit Aluminium wiegt etwa 40 % weniger als eine herkömmliche
Ausführung aus Stahl. In einem Falle beträgt das Gewicht der Tragkonstruktion oder
des Gerüstes 26 kg, gegenüber bisher 46 kg. Trotzdem wurde die Stabilität der Tragkonstruktion
aus Aluminium, gegenüber den bisherigen Ausführungen mit Stahl, erheblich verbessert.
[0014] Durch Verwendung von Kunststoff für die Gleitschuhe war es möglich, die Reibung zwischen
diesen und den Standbeinen stark zu vermindern und gleichzeitig die Korrosion zwischen
ihnen weitgehend zu beheben.
[0015] Die Verwendung von Fussplatten aus Gusseisen oder Aluminium kann die Standfestigkeit
des Zeltes stark verbessern.
[0016] Nachfolgend wird eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Zeltes anhand der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schaubildliche Darstellung eines aufgestellten Zeltes, ohne Seitenwände,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Tragkonstruktion in leicht auseinandergezogener Darstellung,
- Fig. 3
- wie Fig. 2, jedoch in weiter ausgezogenem Zustand mit aufgelegtem Tuch für das Dach,
- Fig. 3a
- eine vertikale Ansicht eines Gleitschuhs zur Führung des Gestänges längs der vier
Standbeine,
- Fig. 3b
- eine horizontale Ansicht des Gleitschuhs von der Zelt-Innenseite in der Richtung IIIb
in Fig. 3a,
- Fig. 4
- eine schaubildliche Ausführung des Zeltes mit einer Seitenabdeckung,
- Fig. 5
- wie Fig. 4, jedoch mit zweiseitiger Abdeckung,
- Fig. 6a
- eine Befestigung einer Seitenwand nach Fig. 4,
- Fig. 6b
- eine Befestigung zweier Seitenwände nach Fig. 5,
- Fig. 7
- einen Klettband zur Befestigung des Zeltes an der Tragkonstruktion,
- Fig. 8
- ein Seil zur Befestigung einer Ecke des Zeltes am Boden,
- Fig. 9
- eine schaubildliche Darstellung einer Ecke eines Zeltes mit Fussplatte und Befestigungsseil,
- Fig. 10
- einen Ausschnitt aus Fig. 9 mit Fussplatte, Standbein und Spannseil,
- Fig. 11
- das Gestänge zum Aufrichten der Dachspitze, und
- Fig. 12
- eine schaubildliche Darstellung von Aufnahmebehältern für die Tragkonstruktion und
das Dachtuch.
[0017] Fig. 1 zeigt ein in einem Garten aufgestelltes Zelt 1 ohne Seitenwände, mit darunter
angeordneten Sitzmöbeln, wobei das Zelt 1 hier in erster Linie als Sonnendach dient.
In Fig. 2 ist die Tragkonstruktion 2 in leicht auseinandergezogener Stellung, mit
vier eingezogenen Standbeinen 3 dargestellt. Die Tragkonstruktion 2 besteht aus einer
zusammengelegten Scherenkonstruktion, die in zwei senkrecht zueinander verlaufenden
Richtungen soweit auseinandergezogen wird, dass sie sich verriegelt.
[0018] In Fig. 3 ist eine weitere Phase des Auseinanderziehens des zusammengelegten Zeltes
1 gezeigt, wobei jeweils ein Gleitschuh 28 die einzelnen Standbeine 3 an allen vier
Seitenflächen der viereckigen Profile umfasst und längs diesen Flächen gleiten. Bei
diesem Gleitvorgang kam es bisher zur Abnutzung der Seitenflächen, so dass sie nach
kurzer Zeit Streifen und Abriebstellen aufwiesen. Dies führte ferner zur Korrosion
und zu erhöhter Reibung, nachdem das Gestänge beispielsweise zur Überwinterung in
einer Garage eingelagert war. Um diesen Nachteil zu beheben, wurde der Gleitschuh
28 auf der Innenseite gegenüber der Flächen der Standbeine mit einem Belag 30 aus
Kunststoff versehen, wie dies in Fig. 3a und 3b gezeigt ist, der die Reibung gegenüber
den Flächen der Standbeine 3 stark herabsetzt. Der Belag 30 kann entweder auf die
vier Innenflächen des Gleitschuhs aufgeklebt oder durch sonstige Massnahmen eingesetzt
werden. Z.B. kann der Belag 30 eingegossen werden. Es ist dabei wichtig, dass der
Kunststoff eine hohe Abriebfestigkeit und somit eine lange Lebensdauer aufweist. Der
Belag deckt dabei die ganze Innenfläche des Gleitschuhs ab und verhindert somit, dass
diese korrodiert.
[0019] Ferner wurde eine Ausführung vorgesehen, in welcher der Belag 30 aus Kunststoff auswechselbar
ist. Bei dieser Ausführung besteht er aus einem vierseitigen Rohr mit Erweiterungen
an den beiden Enden, das in der Längsrichtung aufgeschlitzt ist, damit es problemlos
in den Gleitschuh eingesetzt und darin festgeklebt oder sonstwie befestigt werden
kann.
[0020] Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit des Belages 30 längs der Standbein-Profile, kann
der Belag an den Berührungsflächen mit diesen eine Form aufweisen, welche die Reibung
zwischen dem Belag und den Standbein-Profilen reduziert. Diese Formgebung kann beispielsweise
aus Längsrillen bestehen.
[0021] In herkömmlichen Ausführungen wurde der Gleitschuh aus einem Winkel- und einem Viereckprofil
zusammengeschweisst. Bei dieser Herstellungsweise wird ohne Reduktion des Arbeitsaufwandes
oder Erhöhung der Festigkeit mehr Material verwendet als notwendig, so dass es beschlossen
wurde, die Gleitschuhe aus zwei Winkelprofilen 31 und 32 zusammenzuschweissen. In
der Weise wurde die erforderliche Materialmenge bei gleichem Arbeitsaufwand im Vergleich
zu früher um einen Drittel reduziert.
[0022] Wenn die Tragkonstruktion 2 auf ihr richtiges Mass auseinandergezogen ist, werden
die Standbeine 3 auf eine passende Länge ausgezogen. Die möglichen Längen sind durch
die Löcher 4 in der Tragkonstruktion 2 markiert, in die jeweils ein nach aussen vorgespannter
Arretierstift eingreift. Alle Standbeine 3 haben normalerweise die gleiche Länge,
so wie dies in Fig. 1 gezeigt ist.
[0023] Je nach Bedarf, d.h. nach dem erforderlichen Schutz gegen Wind und Sonne, kann das
Zelt 1 mit Seitenwänden 5 versehen werden, wobei in Fig. 4 eine, und in Fig. 5 zwei
Seitenwände 5 gezeigt sind. Die Art der Befestigung der Seitenwände 5 am bzw. rund
um das Standbein 3 ist in Fig. 6 a und b gezeigt, wobei a die Befestigung der Seitenwand
5 nach Fig. 4 rund um das Standbein 3 mittels eines Klettbands 7 und b die Befestigung
der beiden Seitenwände 5 nach Fig. 5 darstellt.
[0024] Am Boden, der eine Wiese 8 sein kann, sind die Seitenwände 5 mittels Haken 9 befestigt,
die durch Ösen 10 am unteren Rand der Seitenwände 5 vorgesehen sind. Falls es nicht
notwendig oder wünschenswert ist, dass sich die Seitenwände 5 bis zum Boden erstrecken,
kann der unterste Rand nach oben gefaltet werden, indem der umgefaltete Teil der Seitenwand
5 an das Klettband 11 gepresst wird. Der obere Rand der Seitenwände 5 ist auf der
Innenseite der Umrandung 12 gegen ein Klettband 15 (Fig. 7) befestigt. Der obere Teil,
z.B. die obere Hälfte der Umrandung 12 kann aber in bestimmten Fällen, zur Einsicht
in das Zelt offengehalten werden, was insbesondere in Verkaufszelten der Fall ist.
Falls dies erwünscht ist, wird die Befestigung an der Umrandung gelöst, und die obere
Hälfte der Seitenwand 5 frei nach unten gehängt.
[0025] Statt die obere Hälfte der Seitenwand 5 nach unten hängen zu lassen, kann eine nicht
gezeigte, untere Seitenwandhälfte eingesetzt werden. Wenn es sich um ein Verkaufszelt
handelt, ist diese Hälfte und die obere Umrandung, sowie evt. die ganze Seitenwand
zweckmässigerweise mit einem Aufdruck versehen, der die vertriebenen Waren anzeigt
oder eine Werbung für ein bestimmtes Produkt enthält.
[0026] Für private Zwecke, z.B. in einem Garten oder am Strand, sind sehr dünne Wände zweckmässig,
die nur einen sehr geringen Anteil der Sonnenstrahlen durchlässt und somit eine allzu
starke Erwärmung des Inneren des Zeltes verhindert. Gleichzeitig wird die Sicht nach
aussen sichergestellt, damit die Umgebung evt. mit spielenden Kindern, überwacht werden
kann.
[0027] Auch das Zeltdach kann aus einem leichten Material bestehen, damit das Innere des
Zeltes nur filtriert von der Sonne bestrahlt wird, jedoch schön warm und hell bleibt.
Die beste Lösung besteht somit darin, mehrere Stoffdächer für eine einzige Tragkonstruktion
anzuschaffen, damit das Dach den jeweiligen Witterungsbedingungen angepasst werden
kann.
[0028] In Fig. 7 ist die Befestigung des Zeltdaches 1 an der Tragkonstruktion 2 sowie der
Klettband 15 zur Befestigung der Seitenwände 5 angedeutet. Das Zeltdach 1 wird mittels
eines Klettbands 18 an der Tragkonstruktion 2 befestigt, indem dessen unterer Teil
17 rund um die Tragkonstruktion 2 umgelegt und gegen den oberen Teil 16 angedrückt
wird. Bei dem in dieser Beschreibung erwähnten Klettband handelt es sich um Ausführungen,
die beispielsweise für den Verschluss für Sportschuhe verwendet wird, und deren Lebensdauer
über Jahre hinaus einwandfrei bleibt.
[0029] In Fig. 8 ist die Befestigung eines Spannseils 14 an einem Haken 6 in der Ecke des
Zeltdaches 1 gerade oberhalb der Umrandung 12 gezeigt. Das Spannseil 14 ist an einer
Wiese 8 mittels eines darin eingesetzten Bodenhakens 19 befestigt. Dieses Spannseil
14 erfüllt dabei zwei Aufgaben,indem es erstens die Stabilität der Tragkonstruktion
2 mit Zeltach 1 und Seitenwände 5 erhöht, wobei von einem Spannseil 14 an jeder Ecke
ausgegangen wird. Ferner drücken die vier Spannseile 14 das Zeltdach 1 gegen die Tragkonstruktion
2, und verhindert somit, dass ein Luftstoss das Zeltdach 1 von der Tragkonstruktion
2 abhebt. Ferner zeigt Fig. 8 das Hakenelement 13, das am Zeltdach 1 angenäht wird,
samt Haken 6.
[0030] Falls das Zeltdach 1 nicht auf eine Wiese 8, sondern auf einen mit Fliesen belegten
Gartensitzplatz (Fig. 9) aufgestellt wird, ist die Befestigung mittels eines Bodenhakens
19 nicht zweckmässig. In diesem Falle wird vorteilhafterweise eine Fussplatte 20 (Fig.
10) benutzt, die mit einem Schuh 22 zur Aufnahme der Standbeinplatte 21 versehen ist.
Das Spannseil 14 ist in diesem Falle in einem Haken 23 an der Fussplatte 20 befestigt.
Das Gewicht der Fussplatte 20 ist vorzugsweise der Zeltgrösse und der üblichen Windstärke
am Austellungsort angepasst. Es besteht ferner auch die Möglichkeit, die Fussplatten
direkt in einen Terrassenboden einzugiessen, wobei der Fussplattenhaken in diesem
Falle versenkbar sein muss.
[0031] Fig. 11 zeigt das Einsetzen der Stütze 27 für die Dachspitze, die sich von der Dachfläche
nach oben erstreckt, damit das Regenwasser leichter abfliessen kann. Die beschriebene
Ausführung kann aber auch mit Flachdach ausgestattet werden.
[0032] Fig. 12 zeigt einen Behälter 24 für die Tragkonstruktion 2 sowie einen Tragriemen
26, damit sie von einer einzigen Person über die Schulter getragen werden kann. Ferner
ist ein Behälter oder eine Tasche 25 für das Dachtuch abgebildet. Dabei kann eine
Person allein die beiden Behälter tragen, sofern die Tragkonstruktion 2 aus Leichtmetall
oder Kunststoff besteht.
[0033] Das Zelt ist für Grundflächengrössen von 6 bis 18 m₂ vorgesehen, und wenn mehr Platz
unter einem Dach benötigt wird, können mehrere Zeltdächer nebeneinander aufgestellt
werden. Dabei können die einzelnen Zeltdächer derart dicht nebeneinander aufgestellt
werden, dass nur ein kleiner Spalt zwischen den einzelnen Zelten übrigbleibt, was
die Zufuhr von Frischluft bei schönem Wetter begünstigt.
[0034] Bei Regenwetter können diese Spalten durch Regenrinnen abgedeckt werden, indem die
benachbarten Umrandungen von zwei verschiedenen Zeltdächern mit einem Klettband versehen
werden, an welchen die Regenrinnen befestigt werden.
[0035] Bei der erwähnten Ausführung der Tragkonstruktion aus eloxiertem Aluminium besteht
die Möglichkeit, die Eloxierfarbe derjenigen des Daches und der Seitenwände anzupassen,
so dass ästhetische Ansprüche berücksichtigt werden können.
[0036] Eine Kombination aus Kunststoff und Aluminium besteht u.a. aus eloxiertem Gestänge,
das mit Drehlagern aus Kunststoff versehen ist. Diese Lösung hat z.B. den Vorteil,
dass der Zusammenbau einfacher und somit preisgünstiger wird. Bei Verwendung von Kunststoff
für die Tragkonstruktion kommen u.a. Materialien in Betracht, die im Automobilbau
verwendet werden und einen nicht zu niederen Erweichungspunkt haben. Die verwendeten
Kunststoffe sollten zudem biegefest und nicht zu spröde sein. Ferner sollten die verwendeten
Kunststoffe einen niederen Reibungskoeffizienten haben und nicht zu schnell altern.
Vorzugsweise sollten Standardprofile verwendet werden.
1. Zelt mit einem Dach mit Seitenumrandung und daran befestigbaren Seitenwänden, mit
von einer zusammenlegbaren, scherenartigen Tragkonstruktion (2) mit Standbeinen (3)
aus Leichtmetall und/oder Kunststoff, deren Bodenhöhe mittels Arretierstifte einstellbar
ist, die in den Profilen der Standbeine (3) angeordnet und durch Löcher in der Profilwandung
nach aussen derart vorgespannt sind, dass sie als Sperre für einen Gleitschuh (28)
aus einem Profil der gleichen Art, wie das Standbeinprofil, nach unten dienen, wobei
der Gleitschuh (28) auf das Standbein (3) gleitbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass der Gleitschuh (28) zur Verhinderung einer Korrosion und zur Reduktion der Reibung
zwischen den beiden Profilen mindestens teilweise aus Kunststoff besteht.
2. Zelt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitschuh (28) ausschliesslich
aus Kunststoff besteht.
3. Zelt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitschuh aus Metall besteht,
das mindestens auf der Innenseite mit Kunststoff beschichtet ist.
4. Zelt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion (2) aus eloxiertem
oder elektrostatisch pulverbeschichtetem Aluminium besteht.
5. Zelt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen
Standbeine (3) jeweils mit einem plattenförmigen Fuss (22) versehen sind, die zur
Beschwerung und zur Straffung des Zeltdaches in eine Fussplatte (20) eingesetzt sind.
6. Zelt nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fussplatte (20) mit einem Haken
(23) zur Befestigung eines Spannseils (14) versehen ist, das am anderen Ende in einen
Haken (6) am oberen Ende des Standbeins (3) bzw. am Dach befestigt ist.
7. Zelt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenumrandung
(12) und die Seitenwände (5) jeweils mit einem Klettband (15) zur einfachen Befestigung
der Seitenwand (5) an der Seitenumrandung (12) versehen sind.
8. Zelt nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände
(5) zuunterst mit Löchern (10) zu ihrer Befestigung am Boden mittels Haken (9) versehen
sind, die in den Erdboden einsetzbar sind.
9. Zelt nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion
(2) ausschliesslich aus Kunststoff besteht.
10. Zelt nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Stäbe der Tragkonstruktion
(2) durch Kugelgelenke aus Kunststoff miteinander verbunden sind.
11. Zelt nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen
Scherenteile durch Befestigungsmittel verbunden oder befestigt sind, die mit der Aussenfläche
dieser Teile bündig sind.