(19)
(11) EP 0 514 945 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.11.1994  Patentblatt  1994/45

(21) Anmeldenummer: 92108726.8

(22) Anmeldetag:  23.05.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B24C 7/00

(54)

Wasser/Sand-Dosiergerät

Water/sand mixture feeding device

Dispositif de dosage de sable/eau


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI NL SE

(30) Priorität: 23.05.1991 DE 9106342 U
19.12.1991 DE 9115752 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.11.1992  Patentblatt  1992/48

(73) Patentinhaber: PRO AQUA GERÄTE GmbH
24340 Windeby (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmidt, Wilhelm
    W-2330 Kochendorf (DE)

(74) Vertreter: Tönnies, Jan G., Dipl.-Ing. 
Niemannsweg 133
24105 Kiel
24105 Kiel (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 009 785
DE-C- 172 545
DE-U- 8 905 759
WO-A-87/02290
DE-C- 535 287
GB-A- 1 230 345
   
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 8, no. 83 (M-290)(1520) 17. April 1984 & JP-A-59 001 167 (ISHIKAWAJIMA HARIMA JUKOGYO K.K.) 6.01.84
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Sand/Wasser-Dosiergerät mit einem luftdicht abgeschlossenen, Wasser und Sand aufnehmenden Druckbehälter, einer Einrichtung zum Einbringen von Sand in den Druckbehälter, einer Einrichtung zum Zuführen von Wasser in den Druckbehälter und einem Auslaß zum Austretenlassen eines Sand/Wasser-Gemisches aus dem Druckbehälter. Ein Gerät gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 ist am der DE-C-535 287 bekannt.

[0002] Bei einem derartigen Sand/Wasser-Dosiergerät, das beispielsweise für ein Feuchtsandstrahlgerät eingesetzt werden kann, stellt sich das Problem, daß die Menge des aus dem Druckbehälter austretenden Gemisches und das Mischungsverhältnis von Sand und Wasser unabhängig voneinander einstellbar sein sollen.

[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sand/Wasser-Dosiergerät zu schaffen, bei dem der Druck in dem Druckbehälter und damit das Volumen des aus diesem austretenden Gemisches unabhängig von dem Mischungsverhältnis eingestellt werden kann.

[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.

[0005] Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung an.

[0006] Die Erfindung wird anhand einer Zeichnung erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1
eine schematische Darstellung der Anlage, und
Fig. 2
eine Schnittansicht der Mischkammer.


[0007] Das Sand/Wasser-Dosiergerät ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel Bestandteil einer Feuchtsand-Strahlanlage, die mit einem luftdicht abgeschlossenen, Feuchtsand aufnehmenden Druckbehälter 10, auf den ein Schütttrichter 50 zum Einführen von Sand in den Druckbehälter aufgesetzt ist, versehen ist. Das sich in dem Druckbehälter 10 bildende Sand/Wasser-Gemisch wird über eine Mischkammer 16 einem Feuchtsandschlauch 18 zugeführt, über den das Sand/Wasser-Gemisch einer Strahldüse 32 zugeführt wird.

[0008] Eine Druckquelle 20 führt dem Druckbehälter 10 über ein stellbares Dreiwegeventil 22 und eine von diesem abgehenden und in dem oberen Bereich des Druckbehälters mündenden erste Wasserzuleitung 24 und einer von dem Dreiwegeventil 22 abgehende und im Bereich des Auslasses 16 des Druckbehälters mündende zweiten Wasserzuleitung 26 Wasser zu. Das stellbare Dreiwegeventil 22 ermöglicht es dabei, einen wählbaren Anteil des dem Druckbehälter 10 zuzuführenden Wassers diesem im Bereich des Auslasses 16 zuzuführen, während der andere Teil im oberen Bereich des Behälters, in dem sich Wasser absetzt, zuzuführen. Um den Wasseranteil in dem Sand/Wasser-Gemisch zu erhöhen, wird das Dreiwegeventil 22 so eingestellt, daß ein größerer Anteil durch die zweite Wasserzuleitung 26 in den Bereich des Auslasses 16 des Druckbehälters geführt wird, soll der Wasseranteil dagegen verringert werden, wird ein größerer Anteil des zuzuführenden Wassers (oder aber auch die gesamte Wassermenge) in den oberen Bereich des Behälters 10 zugeführt.

[0009] Die Zuführung wenigstens eines Teiles des Wassers im Bereich des Auslasses 16 ermöglicht dabei, diesen ständig freizuspülen.

[0010] Um den Druck in dem Behälter und damit die aus diesem austretetende Menge des Sand/Wasser-Gemisches einzustellen, ist vor (oder aber hinter) der Druckquelle 20 ein Druckminderer 34 vorgesehen.

[0011] Bei der hier vorgeschlagenen Ausbildung eines Feuchtsandstrahlgeräts erfolgt die Regulierung der Menge des aus dem Behälter 10 austretenden Feuchtsandes durch die Einstellung des Drucks, mit dem der Behälter 10 beaufschlagt wird unabhängig von der Einstellung des Mischungsverhältnisses. Eine Änderung des Mischungsverhältnisses durch eine Verstellung des Dreiwegeventils 22 läßt die Menge des aus dem Druckbehälter austretenden Wasser/Sand-Gemisches im wesentlichen unverändert.

[0012] Der als Mischkammer ausgebildete Auslaß 16 besteht aus einem an das untere Ende des Druckbehälters 10 angesetzten topfartigen Körper, dessen Querschnitt größer als die Auslaßöffnung des Druckbehälters ist. Der Boden der Mischkammer ist sich nach unten kegelig oder pyramidenförmig verjüngend ausgebildet. Im Zentrum des Bodens ist ein Auslaßstutzen 42 angeordnet.

[0013] In dem Auslaß 16 mündet die zweite Wasserzuleitung 26 zur Vermeidung eines Versandes vertikal und zu dem Auslaßstutzen 42 konzentrisch.

[0014] Die Zeichnung läßt weiter erkennnen, daß in der Mischkammer eine Kugel 54 angeordnet ist, die das Rückströmen des Gemisches in den Druckbehälter 10 bei Abschalten der Druckquelle 20 behindert.


Ansprüche

1. Wasser/Sand-Dosiergerät mit einem luftdicht abgeschlossenen, Wasser und Sand aufnehmenden Druckbehälter (10), einer Einrichtung (12) zum Einbringen von Sand in den Druckbehälter (10), einer Einrichtung zum Zuführen von Wasser in den Druckbehälter (10) und einem als Mischkammer ausgebildeten Auslaß (16) zum Austretenlassen eines Sand/Wasser-Gemisches aus dem Druckbehälter (10),
dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zum Zuführen von Wasser in den Druckbehälter (10)

- ein stellbares Dreiwegeventil (22),

- einen in der Zuführung zum Dreiwegeventil (22) angeordneten, stellbaren Druckminderer (34)

- eine von dem Dreiwegeventil abgehende und in dem oberen Bereich des Druckbehälters (10) mündende erste Wasserzuleitung (24) und

- eine von dem Dreiwegeventil (22) abgehende und im Bereich des Auslasses (16) des Druckbehälters (10) mündende zweite Wasserzuleitung (26)
aufweist, und
der Auslaß (16) aus einem an das untere Ende des Druckbehälters (10) angesetzten, topfartigen Körper, dessen Querschnitt größer als die Auslaßöffnung des Druckbehälters (10) ist, besteht.


 
2. Wasser/Sand-Dosiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Auslasses (16) einen Auslaßstutzen (42) aufnimmt, die zweite Wasserzuleitung (26) mit Abstand von dem Auslaßstutzen (42) in dem Auslaß (16) mündet.
 
3. Wasser/Sand-Dosiergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mündung der zweiten Wasserzuleitung (26) und der Auslaßstutzen (42) koaxial verlaufen.
 
4. Wasser/Sand-Dosiergerät nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Auslasses (16) sich in Fließrichtung zu dem Auslaßstutzen (42) hin verjüngend ausgebildet ist.
 
5. Wasser/Sand-Dosiergerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Einbringen von Sand in den Druckbehälter (10) einen auf dem Druckkessel (10) gasdicht aufgesetzten Schütttrichter (50) und ein nach vollständigem Entweichen der Luft aus dem Druckbehälter (10) betätigtes Sperrelement (52) aufweist.
 
6. Wasser/Sand-Dosiergerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dreiwegeventil (22) und der Druckminderer (34) fernbedienbar ausgebildet sind.
 


Claims

1. Water/sand proportioning apparatus with an air-tight sealed pressure vessel (10) receiving water and sand, a device (12) for introducing sand into the pressure vessel (10), a device for supplying water into the pressure vessel (10) and an outlet (16) constructed as a mixing chamber for discharging a sand/water mixture out of the pressure vessel (10), characterized in that the device for supplying water into the pressure vessel (10) has an adjustable three-way valve (22), an adjustable pressure-reducing valve (34) located in the supply to the three-way valve (22), a first water supply pipe (24) passing from the three-way valve and issuing into the upper area of the pressure vessel (10) and a second water supply pipe (26) passing from the three-way valve (22) and issuing into the vicinity of the outlet (16) of the pressure vessel (10) and the outlet (16) comprises a cup-shaped body attached to the lower end of the pressure vessel (10) and whose cross-section is larger than the outlet opening of the pressure vessel (10).
 
2. Water/sand proportioning apparatus according to claim 1, characterized in that the bottom of the outlet (16) receives an outlet connection (42), the second water supply pipe (26) issuing into the outlet (16) at a distance from the outlet connection (42).
 
3. Water/sand proportioning apparatus according to claim 2, characterized in that the openings of the second water supply pipe (26) and the outlet connection (42) are coaxial.
 
4. Water/sand proportioning apparatus according to claim 3, characterized in that the bottom of the outlet (16) tapers in the flow direction towards the outlet connection (42).
 
5. Water/sand proportioning apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the device for introducing sand into the pressure vessel (10) has a discharge hopper (50) mounted in gas-tight manner on the pressure vessel (10) and a blocking element (52) operated after the air has completely escaped from the pressure vessel (10).
 
6. Water/sand proportioning apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the three-way valve (22) and the pressure-reducing valve (34) are remotely operable.
 


Revendications

1. Appareil de dosage eau/sable, avec un récipient sous pression (10) fermé de façon étanche à l'air, recevant de l'eau et du sable, un dispositif (12) destiné à introduire du sable dans le récipient sous pression (10), un dispositif d'amenée d'eau dans le récipient sous pression (10) et une évacuation (16) réalisée sous forme de chambre de mélange, pour laisser sortir un mélange eau/sable hors du récipient sous pression, caractérisé en ce que le dispositif destiné à amener de l'eau dans le récipient sous pression (10) présente :

- une soupape à trois voies (22) réglable,

- un détenteur de pression (34) réglable, disposé dans l'amenée à la soupape à trois voies (22)

- une première conduite d'amenée d'eau (24) partant de la soupape à trois voies et débouchant dans la zone supérieure du récipient sous pression (10), et

- une deuxième conduite d'amenée d'eau, partant de la soupape à trois voies (22) et débouchant dans la zone de l'évacuation (16) du récipient à pression (10), et

- l'évacuation (16) étant constituée d'un corps du genre marmite, appliqué sur l'extrémité inférieur du récipient à pression (10) et dont la section transversale et plus grande que celle de l'ouverture d'évacuation du récipient à pression (10),


 
2. Appareil de dosage eau/sable selon la revendication 1, caractérisé en ce que le fond de l'évacuation (16) reçoit une tubulure d'évacuation (42), la deuxième conduite d'amenée d'eau (26) débouchant dans l'évacuation (16), à distance de la tubulure d'évacuation (42).
 
3. Appareil de dosage eau/sable selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'embouchure de la deuxième conduite d'amenée (26) et la tubulure d'évacuation (42) s'étendent coaxialement.
 
4. Appareil de dosage eau/sable selon la revendication 3, caractérisé en ce que le fond de l'évacuation (16) va en s'effilant dans la direction d'écoulement, en direction de la tubulure d'évacuation (42).
 
5. Appareil de dosage eau/sable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'introduction de sable dans le récipient à pression (10) présente un entonnoir de déversement (50), appliqué de façon étanche au gaz sur le récipient à pression (10), et un élément de blocage (52), actionné une fois que la totalité de l'air a été évacué hors du récipient à pression (10).
 
6. Appareil de dosage eau/sable selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la soupape à trois voies (22) et le détendeur de pression (34) peuvent être commandés à distance.
 




Zeichnung