Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Saugdüse nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Aus
der EP 128 608 ist bereits eine Saugdüse bekannt, die einen Einsatz aufweist, der
den nutzbaren Querschnitt der Saugdüse stark einschränkt. Der Übergang von der Saugdüse
zu einem Anschlußstutzen zum Einstecken eines Schlauches ist scharfkantig und behindert
das Absaugen grober Schmutzteile. Eine an der Vorderseite der Saugdüse angebrachte
Rippe macht ein randnahes Saugen zum Beispiel an Wänden oder Treppenstufen unmöglich.
Vorteile der Erfindung
[0002] Die erfindungsgemäße Saugdüse mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat
demgegenüber den Vorteil, daß sie universeller einsetzbar ist und insbesondere grobe
Schmutzteile wie spiralige Metallspäne oder kleinere Steine oder Glasscherben aufsaugen
kann. Außerdem lassen sich mit dieser Saugdüse dick- und dünnflüssige Flüssigkeiten,
Säge- oder Hobelspäne, Laub, auch in feuchtem Zustand, Kies und so weiter aufsaugen.
Seitliche Aussparungen an der Saugdüse verhindern ein Festsaugen auf glatten Oberflächen
ohne die Handhabung zu beeinträchtigen.
[0003] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführte Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Saugdüse möglich. Besonders vorteilhaft
ist es, wenn der Düsenkörper ohne Einengung oder Vorsprung kontinuierlich in den Schlauchstutzen
übergeht. Dies erhöht einerseits die Saugkraft in der Düse und verhindert andererseits
ein Festsetzen von Schmutz. Als besonders vorteilhaft hat sich auch eine Abwinkelung
der Dachflächen des Düsenkörpers um etwa 17 Grad gegenüber der Auflagefläche der Saugdüse
erwiesen. Ein durchgehender ununterbrochener Hohlraum im Inneren des Düsenkörpers
verhindert das Verstopfen beim Saugen von groben Schmutzteilen und erhöht die Strömungsgeschwindigkeit.
Diese Ausbildung ermöglicht auch das Aufsaugen von Grobschmutzteilen wie gerollte
spiralige Metallspäne, die infolge ihrer Federwirkung zum Springen in der Düse neigen,
Kugeln oder Kieseln bis zu einem Durchmesser von etwa 20 Millimeter.
Zeichnung
[0004] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Figur 1 zeigt eine Frontansicht und Figur
2 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Saugdüse. Figur 3 zeigt einen Querschnitt
durch die Saugdüse und den Schlauchstutzen.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0005] Eine Saugdüse 1 zur Verwendung mit einem nicht gezeigten Allzwecksauger ist mit diesem
über ein Absaugrohr 2 zum Führen der Düse und über einen Schlauch verbunden. Der Sauger
erzeugt in der Saugdüse 1 ein Unterdruck bzw. Luftstrom zum Aufsaugen von Feststoffen
und Flüssigkeiten. Die Saugdüse 1 aus glasfaserverstärktem Kunststoff besteht aus
einem Düsenkörper 4 mit einer nach unten offenen Saugöffnung 5, die von dünnwandigen
Seitenwänden 6 gebildet wird. Die vier Seitenwände 6 sind schwach gekrümmt und stehen
kaum merklich schräg. Die unteren, in einer Ebene liegenden Ränder 7 der Seitenwände
begrenzen die Saugöffnung 5, die etwa 150 mm lang ist und deren Breite B etwa 25 bis
30 mm beträgt. Die Breite der Saugöffnung 5 nimmt zur Mitte hin von beiden Seiten
her etwas zu. An den Schmalseiten des Düsenkörpers 4 sind Lufteintrittsaussparungen
8 angeordnet, so daß in diesem Bereich die Ränder 7 der Seitenwände 6 zurückversetzt
sind.
[0006] Die Seitenwände 6 des Düsenkörpers 4 werden nach oben hin von zwei schräg zur Ebene
der Saugöffnung 5 verlaufenden Dachflächen 10 begrenzt. Der Neigungswinkel α der Dachflächen
10 beträgt 15° bis 20°, vorzugsweise etwa 17°, was den Transport der Schmutzteile
zur Mitte des Düsenkörpers 4 erleichtert. In der Mitte des Düsenkörpers 4 ist ein
Anschlußstutzen 11 angeordnet, der unter einem Winkel β von ca. 45° zur Ebene des
Saugöffnungsrandes 7 seitlich wegsteht. Der Anschlußstutzen 11 mündet unmittelbar
über dem hinteren Saugöffnungsrand 7 sowohl in die hintere Seitenwand 6 als auch in
die Dachflächen 10 ein. Der Durchmesser des Anschlußstutzens 11 beträgt mindestens
etwa 30 Millimeter und ist etwas größer als die größte Breite B der Saugöffnung 5
(siehe Figur 3). Somit können alle kugelförmigen Körper, die unter den Düsenkörper
4 passen, eingesaugt werden. Der nutzbare Querschnitt im Inneren des Düsenkörpers
4 ist im wesentlichen nicht geringer ist als die Breite B der Saugöffnung 5.
[0007] Innerhalb des Düsenkörpers 4 ist ein durchgehender ununterbrochener zusammenhängender
Hohlraum 12 gebildet, der der Luftströmung beziehungsweise dem eingesaugten Material
kein Strömungshindernis entgegenstellt. Der Anschlußstutzen 11 geht ohne kantigen
Übergang kontinuierlich in den Düsenkörper 4 über. Die Wände im Übergangsbereich sind
so abgerundet, daß das zu saugende Material, zum Beispiel spiralig gerollte Stahlspäne,
sich in der Düse nicht verfangen können.
[0008] Der Schlauchstutzen bzw. das Absaugrohr 2 wird vor der Benutzung der erfindungsgemäßen
Saugdüse 1 in den Anschlußstutzen 11 eingesteckt, der sich nach innen etwas verjüngt.
Die Saugdüse 1 wird so geführt, daß sie mit dem vorderen, dem Anschlußstutzen 11 abgewandten
Rand 7 der Saugöffnung 5 auf der zu saugenden Flache entlanggezogen wird. Der dem
Anschlußstutzen 11 benachbarte hintere Rand 7 bleibt dabei soweit von der zu saugenden
Fläche abgehoben, daß das zu saugende Material darunter hindurch in die Saugöffnung
5 eintreten kann (wie in Figur 2 am besten gezeigt). Die Seitenwände 6 sind gerade
so hoch, daß die größten zu saugenden Teile in der jeweils angepaßten Kippstellung
der Düse 2 in dem Düsenkörper 4 aufgenommen und mit maximaler Saugkraft abgesaugt
werden können. Der jeweils nutzbare Querschnitt des Hohlraums 12 im Düsenkörper 4
entspricht damit immer der Größe des aufzusaugenden Materials. Aus Figur 2 ist ersichtlich,
daß auch große Teile wie zum Beispiel Kiesel 14 von 20 bis 25 mm Durchmesser auf diese
Weise von der Saugdüse 1 aufgenommen werden können. Alle Abmessungen der Saugdüse
1 sind optimal an ein Absaugrohr bzw. Schlauch mit einem Innendurchmesser von 32 mm
bzw. 35 mm so angepaßt, daß der (ggf. in Kippstellung der Düse) zur Verfügung stehende
nutzbare Querschnitt zum Absaugen großer Feststoffkörper einerseits voll ausgenutzt
wird, andererseits aber zu große Teile schon von der Düse zurückgehalten werden, um
eine Verstopfung im Schlauch zu verhindern.
[0009] Die glatten Ränder 7 der Seitenwände 6, insbesondere der vorderen, dem Anschlußstutzen
gegenüberliegenden Seitenwand 6, ermöglicht ein randnahes, vollständiges Aufsaugen
von Flüssigkeiten. Dabei sorgen die in den seitlichen Seitenwänden 6 angeordneten
Lufteintrittsaussparungen 8 für eine zur Mitte der Düse d.h. zum Anschlußstutzen 11
hin gerichteten Luftströmung.
1. Saugdüse zur Verwendung mit Allzwecksaugern mit einem auf eine abzusaugende Fläche
aufsetzbaren und zu dieser Fläche hin mit einer Saugöffnung versehenen Düsenkörper,
dessen aneinander angrenzende Seitenwände mit ihren in einer Ebene liegenden unteren
Rändern die Saugöffnung begrenzen und der geneigte, der Saugöffnung gegenüberliegende
Dachflächen aufweist, welcher Düsenkörper zum Anschluß eines zu dem Sauger führenden
Schlauches einen Anschlußstutzen aufweist, der in einem Winkel von ca. 45° zur Ebene
des Saugöffnungsrandes steht, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die vordere Seitenwand
(6) des Düsenkörpers (4) ausschließlich zumindest nahezu senkrecht verläuft und an
den Schmalseiten des Düsenkörpers (4) Lufteintrittsaussparungen (8) angeordnet sind.
2. Saugdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Düsenkörper (4) ohne Einengung
in den Anschlußstutzen (11) übergeht.
3. Saugdüse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel der Dachflächen
(10) gegenüber der Ebene des Saugöffnungsrandes (7) 15° bis 20°, vorzugsweise ca.
17° beträgt.
4. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Seitenwände (6) des Düsenkörpers (4) dünnwandig, insbesondere etwa 3 mm dick, sind.
5. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Düsenkörper (4) aus einem verschleißfesten, insbesondere glasfaserverstärkten, Kunststoff
besteht.
6. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Düsenkörper (4) im Inneren einen ungeteilten einzigen Hohlraum (12) bildet.
7. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anschlußstutzen (11) sich zum Inneren der Düse (1) hin ohne Engstellen kontinuierlich
erweitert.
8. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anschlußstutzen (11) nur wenig oberhalb des hinteren Saugöffnungsrandes (7) im Bereich
der hinteren Seitenwand (6) und den Dachflächen (10) in den Düsenkörper (4) einmündet.
9. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Breite B der Saugöffnung (5) nicht größer als der Durchmesser des Anschlußstutzens
(11) ist, insbesondere etwa zwischen 25 bis 30 mm liegt.
10. Saugdüse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
nutzbare Querschnitt im Inneren des Düsenkörpers (4) und des Anschlußstutzens (11)
nicht geringer ist als die Breite B der Saugöffnung (5).