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(11) |
EP 0 516 611 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.04.1996 Patentblatt 1996/15 |
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Anmeldetag: 29.04.1992 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)6: E05B 49/00 |
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Schliesszylinder und Schlüssel
Locking cylinder and key
Cylindre de fermeture et clé
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE CH DE FR GB IT LI NL SE |
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Priorität: |
02.05.1991 AT 920/91
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.12.1992 Patentblatt 1992/49 |
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Patentinhaber: GRUNDMANN SCHLIESSTECHNIK GESELLSCHAFT m.b.H. |
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A-3130 Herzogenburg (AT) |
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Erfinder: |
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- Luef, Heinz
A-3133 Traismauer (AT)
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| (74) |
Vertreter: Müllner, Erwin, Dr. et al |
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Patentanwälte,
Dr. Erwin Müllner,
Dipl.-Ing. Werner Katschinka,
Dr. Martin Müllner,
Postfach 159,
Weihburggasse 9 A-1010 Wien A-1010 Wien (AT) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-88/00635 DE-A- 3 308 487
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WO-A-88/00636 GB-A- 2 196 685
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder und Schlüssel, der in einen Schlüsselkanal
eines Zylinderkernes einschiebbar ist und mindestens eine mechanische Codespur aufweist,
wobei als Leseeinrichtung der Codespur schloßseitig ein analoger Geber mit einem der
Codespur folgenden Taststift zusammen mit einem elektrischen Meßkreis vorgesehen ist,
dem ein Codespeicher und eine Codevergleichsschaltung und an deren Ausgang eine elektromechanische
Verriegelung zugeordnet ist.
[0002] Es sind Schließzylinder bekannt, die über einen Zylinderkern verfügen, der in einem
Gehäuse drehbar gelagert ist. Der in einen Schlüsselkanal des Zylinderkernes einsteckbare,
passende Schlüssel verschiebt gefederte Zuhaltungen, die aus Kernstiften und Gehäusestiften
bestehen, derart, daß die Berührungsflächen zwischen den Kern- und Gehäusestiften
in der Zylinderfläche des Zylinderkernes liegen. Dadurch ist der Schließzylinder sperrbar.
Ergänzend sind mechanische aber auch elektronische Zusatzkriterien bekannt, die überdies
erfüllt sein müssen, damit der Schließzylinder gesperrt werden kann.
[0003] Eine bekannte Ausführung geht von einem klassischen Flachschlüssel für einen Schließzylinder
aus und weist eine Schlüsselreide auf, die eine elektronische Sendeschaltung aufnimmt.
Bei Annäherung des Schlüssels an das Schloß oder ab dem Zeitpunkt der Berührung zwischen
Schlüssel und Schloß wird die Sendeschaltung in der Schlüsselreide aktiviert. Sie
überträgt einen Code an einen schloßseitigen Empfänger. Dort erfolgt ein Soll-Ist-Vergleich
mit mindestens einem einprogrammierten Code. Wird Übereinstimmung festgestellt, dann
leitet die Schaltung ein Signal an eine elektromechanische Verriegelung im Einstemmschloß
oder im Schließzylinder weiter. Nur dann, wenn sowohl die mechanische Schlüsselprofilierung
und Bartzahnung zum Schließzylinder paßt als auch das elektronische Kriterium übereinstimmt,
kann das Schloß entriegelt werden.
[0004] Bei einer anderen Ausführungsform wird der Schlüsselrücken mechanisch oder optisch
abgetastet, es sind Schlitze vorgesehen, die in der Art eines Stichcodes jeden Schlüssel
kennzeichnen. Durch Mikroschalter oder eine Lichtschranke wird der Code des Schlüsselrückens
abgelesen, gespeichert und mit einem Sollcode verglichen. Nur bei Codeübereinstimmung
und mechanisch passendem Schlüssel kann das Schloß gesperrt werden.
[0005] Es ist ferner ein Schlüssel bekannt, der eine Lochspur mit unterschiedlichen Bohrungsdurchmessern
besitzt. Eine Lichtschranke stellt nicht nur das Signal an sich, sondern auch den
Signalpegel fest, der bei Überschreiten einer Schwelle dem Zustand "eins" und bei
Unterschreiten derselben dem Zustand "null" entspricht. Es handelt sich dabei um einen
"digitalen Geber".
[0006] Aus der GB-A-2 196 685 ist ein Schließzylinder bekannt, der eine aus einem Kern-
und einem Gehäusestift gebildete Zuhaltung aufweist. Der gefederte Gehäusestift stellt
den Eisenkern eines induktiven Übertragers dar, der in einem Meßkreis liegt. Der Übertrager
wird von einem Oszillator gespeist. Das am Ausgang des Übertragers aufscheinende Signal
ist von der Einschubtiefe des Eisenkernes abhängig und wird von einem Delektor ermittelt
und in einem Mikroprozessor als richtig oder falsch identifiziert, worauf die Drehung
des Zylinderkernes elektromagnetisch freigegeben oder blockiert wird.
[0007] Während die einleitend genannten Sendeschaltungen in der Schlüsselreide und die Empfangsschaltungen
im Schloß empfindliche Bauteile sind, die leicht beschädigt werden können, bedeuten
mechanische Abtastelemente, deren Bewegungen über einen induktiven Übertrager erfaßt
werden, einen konstruktiven Aufwand, der in einem genormten Zylinder kaum Platz findet,
wenn die erforderliche Abbruch- und Aufbohrsicherheit gewährleistet sein soll.
[0008] Die Erfindung setzt hier ein. Sie hat sich zur Aufgabe gesetzt, ein nicht störungsanfälliges,
betriebssicheres Schließsystem zu schaffen. Dies wird mit einem Schließzylinder und
einem Schlüssel der eingangs beschriebenen Art dadurch erreicht, daß der Geber als
druckabhängiger variabler Widerstand und der Taststift als Preßstempel ausgebildet
sind, der mit einer den Code als Höhenprofilierung tragenden Leiste, des Schlüssels,
direkt oder über einen den Spalt zwischen Zylinderkern und Gehäuse überbrückenden
Druckstift in Berührung steht. Der Geber ändert den elektrischen Widerstandswert in
einem Meßkreis bei Beanspruchung des druckabhängigen variablen Widerstandes. Als eine
solche Beanspruchung ist die beim Einschieben des Schlüssels in den Schlüsselkanal
auftretende rhtythmische Belastung (Pressung) des druckabhängigen variablen Widerstandes
zu sehen, wenn die Steuerkulisse des Schlüssels durch ihre Kontur dynamisch auf den
Taststift einwirkt. Das beim Einschieben des Schlüssels abgelesene Widerstandsmusters
bzw. eine widerstandsabhängige elektrische Meßgröße, wird je nach den einlangenden
Werten über einer oder unter einer Schwelle in "Nullsignale" und "Einssignale" differenziert,
die hintereinandergereiht einen Code ergeben. In einem schloßseitigen Speicher ist
mindestens ein Vergleichscode gespeichert. Der Codevergleich führt bei Codeübereinstimmung
zu einem Entriegelungssignal an eine zusätzlich im Schloß bzw. Zylinder vorgesehene
elektromechanische Verriegelung. Wenn zusätzlich eine Schlüsselzahnung zum Verschieben
von Stiftzuhaltungen vorgesehen ist, dann ist für das Öffnen des Schlosses neben dem
positiven Soll-Ist-Vergleich auch die Übereinstimmung des rein mechanischen Schlüsselgeheimnisses
bezüglich der Stiftzuhaltungen erforderlich. Es ist zweckmäßig, wenn als druckabhängiger
variabler Widerstand ein elastischer Gummiwiderstand vorgesehen ist. Der druckabhängige
variable Widerstand bietet die Möglichkeit, ohne zusätzliche federnde Bauelemente
eine Umwandlung eines mechanischen Schlüsselcodes in ein elektrisches Signal auf einfachem
Weg zu erreichen. Der Gummiwiderstand wirkt gleichzeitig als Feder. Er ersetzt oder
unterstützt eine solche, drückt die Stifte an die Schlüsselprofilierung und gibt einen
Widerstandswert bei der Endstellung des Schlüssels ab, wie auch eine Folge von Widerstandswerten,
die das Profil einer Codespur wiederspiegeln. Sowohl die statische Fixwertmessung
als auch die dynamische Messung des Widerstandsverlaufes oder einer widerstandsabhängigen
elektrischen Meßgröße können als Code herangezogen werden. Eine besondere Ausführung
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Codespur eine Höhenprofilierung in drei Höhenebenen
aufweist, wobei die erste und dritte Höhenebene den Code "null" und "eins" repräsentieren,
während die mittlere Höhenebene zumindest bei aufeinanderfolgenden gleichen Codes
den Codeinformationen zwischengeschaltet ist. Ferner ist es zweckmäßig, wenn der druckabhängige
variable Widerstand in einer Rosette des Schließzylinders angeordnet ist. In dieser
Rosette kann auch der elektrische Meßkreis für die Widerstandsmessung, der Codespeicher
und die Vergleichsschaltung angeordnet sein.
[0009] Eine weitere Ausführungsvariante ist dadurch gekennzeichnet, daß die Codespur der
Leiste im Bereich der Schlüsselspitze eine der Codeinformation vorangestellte Höhenmarke,
in der mittleren Höhenebene aufweist und ein Pegel zur Unterscheidung zwischen zwei
einen binären Code festlegenden Widerstandsgrößen von der mittleren Höhenebene ableitbar
ist. Bei einer weiteren Ausführungsform ist in der Rosette der elektrische Meßkreis
für die Widerstandsmessung, der Codespeicher und die Vergleichsschaltung angeordnet.
Es ist ferner zweckmäßig, wenn als druckabhängiger, variabler Widerstand ein elektrisch
leitender, elastischer Werkstoff, beispielsweise ein elektrisch leitender Gummi, einer
Widerstandsbahn gegenüber angeordnet ist, und wenn der Gummi von der Codespur des
Schlüssels gegen die Widerstandsbahn preßbar ist und ein Teil der Widerstandsbahn,
die an den Meßkreis angeschlossen ist, leitend überbrückt. Je stärker das elastische
leitende Material gegen die Widerstandsbahn gedrückt wird, desto breiter ist die Auflagefläche,
die die Widerstandsbahn über einen Teil ihrer Länge kurzschließt. Die Widerstandsbahn
ist an den Meßkreis angeschlossen, der eine elektrische Größe in Abhängigkeit von
der geometrischen Konfiguration der Codespur erfaßt.
[0010] Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist schematisch in der Zeichnung
dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch einen Schließzylinder mit Rosette
gemäß der Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2 eine Seitenansicht mit eingestecktem Flachschlüssel
und Fig. 3 den Flachschlüssel in Draufsicht.
[0011] Ein Schließzylinder 1 umfaßt ein Zylindergehäuse 2 und einen in diesem drehbar gelagerten
Zylinderkern 3. Fünf Paare von Stiftzuhaltungen 4, 5, 6, 7, 8, jeweils bestehend aus
Kernstift 9 und Gehäusestift 10 sind gemäß Fig. 1 und 2 vorgesehen. In Fig. 2 sind
die Stiftzuhaltungen 4, 5, 6, 7, 8 bloß durch strichpunktierte Linien angedeutet.
Der Schließzylinder ist von einer Rosette 11 umgeben.
[0012] Im Zylinderkern 3 ist eine Querbohrung 12 mit einem Taststift 13 vorgesehen. Die
Querbohrung 12 endet im Bereich des Schlüsselkanals 14. Ein Schlüssel 15 verfügt neben
seiner Zahnung 16 zur Positionierung der Stiftzuhaltungen 4, 5, 6, 7, 8 über eine
seitliche Leiste 17 als Steuerkulisse für den Taststift 13. Fig. 3 zeigt den Schlüssel
15 in Draufsicht und läßt die Leiste 17 deutlich erkennen. Sie verfügt über eine Höhenprofilierung
in drei Stufensprüngen, die rechts neben Fig. 3 durch drei Linien angedeutet sind.
[0013] Der Taststift 13 (Fig. 1) liegt an einen Druckstift 18 an. Die Stifte 18 und 13 werden
durch ein elastisches Element, das eine Feder ersetzt, gegen den Schlüsselkanal 14
vorgespannt. Sobald ein Schlüssel 15 in den Schlüsselkanal 14 eingeschoben wird, weichen
die Stifte 13 und 18 im Rhythmus des Höhenprofiles der Leiste 17 oszillierend zurück
und üben je nach ihrem Verschiebungsweg unterschiedlichen Druck auf das elastische
Element aus. Dieses elastische Element ist als Gummiwiderstand 19 ausgebildet, der
in Abhängigkeit von seiner Druckbelastung den Durchgangswiderstand ändert.
[0014] Der Gummiwiderstand 19 ist Teil eines Widerstandsmeßkreises, in dem auch eine Batterie
21 vorgesehen ist. Die Folge der gemessenen Widerstandswerte wird mit einem Schwellenwert
(Mittelwert) verglichen. Jene Widerstandswerte, die über den Schwellenwert liegen,
gelten als Codewerte "eins" und jene Werte, die unter dem Schwellenwert liegen, als
Codewerte "null". Es ergibt sich ein Codemuster (z. B. 0,0,1,1,0,0), das in einem
Istwertspeicher 22 abgelegt und in einer Vergleichsschaltung 23 einen Sollwert eines
Sollwertspeichers 24 gegenübergestellt wird. Im Sollwertspeicher 24, der frei programmierbar
ist, sind alle jene Codes eingespeichert, für die eine Sperrberechtigung gegeben ist.
Stimmen Istcode (Speicher 22) und einer der Sollcodes (Speicher 24) überein, dann
gibt die Vergleichsschaltung 23 ein Signal über die Leitung 25 ab, das zur elektromechanischen
Entriegelung führt. Diese kann durch ein Solenoid mit Eisenkern als Riegel realisiert
sein, der unmittelbar in den Zylinderkern 3 eingreift, der mit den Zuhaltungen 9,
10 zusammenwirkt oder der eine Kupplung im Einstemmschloß aktiviert. Hier ist die
elektromechanische Verriegelung durch einen Doppelpfeil 26 symbolisch dargestellt.
[0015] Die Pressung des Gummiwiderstandes 19 wird, wie erwähnt, durch das Höhenprofil der
Leiste 17 des Schlüssels 15 variiert. Wie insbesondere Fig. 3 zeigt, sind drei Höhenniveaus
27, 28, 29 vorgesehen: Ein mittleres Höhenniveau 27, das für den neutralen Schwellenwert
der Widerstandsauswertung 20 maßgebend ist und die Unterscheidung zwischen einzelnen
Codesignalen ermöglicht, sowie ein unteres Höhenniveau 28 und ein oberes Höhenniveau
29. Das Höhenprofil der Leiste 17 besteht aus einander folgenden Niveauabschnitten
der drei vorgenannten Höhenniveaus 27, 28 und 29 (Fig. 3). Eine Zacke 30 weckt die
Schaltung auf (führt sie von einer energiesparenden Bereitschaftsphase in die Betriebsphase
über) und gibt den Wert des mittleren Höhenniveaus 27 als Schwellenwert im Sinne einer
Eichung des Widerstandsmeßkreises vor. Obwohl im Beispiel nach Fig. 3 zwischen jedes
Höhenelement des Niveaus 28 und 29 ein neutrales, mittleres Höhenelement 27 geschaltet
ist, sodaß sich ein Code 0,0,1,1,0,0 ergibt, könnten die Höhenelemente bei Wechsel
des Codes von 0 auf 1 und umgekehrt unmittelbar aufeinanderfolgen. Lediglich zur Unterscheidung
aufeinanderfolgender, gleicher Codes (wie 0,0 oder 1,1) ist zur Differenzierung eine
Zwischenschaltung einer Niveaustufe 27 im Interesse einer eindeutigen Identifizierung
erforderlich.
[0016] Der Gummiwiderstand 19 kann auch in der Querborung 12 vorgesehen sein und über den
Taststift 13 oder eine Kugel von der Leiste 17 des Schlüssels 15 druckbeaufschlagt
werden. Die Übertragung des jeweiligen Widerstandswertes oder einer widerstandsabhängigen
elektrischen Meßgröße kann über Kontakte oder induktiv zur Auswerte- und Vergleichsschaltung
23 erfolgen. Die Elektronik kann in diesem Fall in einem Lang- oder Rundschild des
Drückerbeschlages untergebracht sein. Eine besondere Rosette 11 ist in diesem Fall
nicht erforderlich.
[0017] Fig. 1 zeigt auf der linken Hälfte einen Taststift 33, der an einer Codespur 34 des
Schlüssels 15 anliegt. Die Codespur 34 ist als Rinne mit unterschiedlichen, den Code
repräsentierenden Tiefen ausgebildet. Der Taststift 33 überträgt die vom Schlüssel
15 beaufschlagte Verschiebung auf einen Druckstift 35 (Gehäusestift), der einen elektrisch
leitenden Gummi 36 bzw. Kunststoff gegen eine elektrische Widerstandsbahn 37 drückt.
Im unbelasteten Zustand berührt der leitende Gummi die Widerstandsbahn 37 nur punktförmig
oder linienförmig (quer zur Längserstreckung der Widerstandsbahn 37). Die Widerstandsbahn
37 ist an Stelle des Widerstandsgummis 19 an den Meßkreis 20 angeschlossen. Sobald
der elektrisch leitende Gummi gegen die Widerstandsbahn 37 gepreßt wird, verbreitert
sich seine Auflagefläche auf der Widerstandsbahn 37, wodurch ein Teil des Widerstandes
überbrückt wird. Es verändert sich auf diese Weise der gemessene Widerstandswert im
Meßkreis in Abhängigkeit vom Anpreßdruck, der seinerseits dem variablen Höhenniveau
der Codespur entspricht. Die Verbreiterung der stirnseitigen Auflagefläche des elektrisch
leitenden Gummis 36 ist in Fig. 1 strichliert dargestellt. Der leitende Gummi kann
an seiner Stirnseite kegelförmig, ballig oder dachförmig ausgebildet sein.
1. Schließzylinder (1) und Schlüssel (15), der in einen Schlüsselkanal (14) eines Zylinderkernes
(3) einschiebbar ist und mindestens eine mechanische Codespur aufweist, wobei als
Leseeinrichtung der Codespur schloßseitig ein analoger Geber mit einem der Codespur
folgenden Taststift (13) zusammen mit einem elektrischen Meßkreis (20) vorgesehen
ist, dem ein Codespeicher (22) und eine Codevergleichsschaltung (23) und an deren
Ausgang eine elektromechanische Verriegelung (26) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Geber als druckabhängiger variabler Widerstand und der Taststift (13) als
Preßstempel ausgebildet sind, der mit einer den Code als Höhenprofilierung tragenden
Leiste (17) des Schlüssels (15) direkt oder über einen den Spalt zwischen Zylinderkern
(3) und Gehäuse (2) überbrückenden Druckstift (18) in Berührung steht.
2. Schließzylinder und Schlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als druckabhängiger variabler Widerstand ein elastischer Gummiwiderstand (19)
vorgesehen ist.
3. Schließzylinder und Schlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Codespur eine Höhenprofilierung in drei Höhenebenen (27, 28, 29) aufweist,
wobei die erste und dritte Höhenebene (28, 29) den Code "null" und "eins" repräsentieren,
während die mittlere Höhenebene (27) zumindest bei aufeinanderfolgenden gleichen Codes
den Codeinformationen zwischengeschaltet ist.
4. Schließzylinder und Schlüssel nach den Anspüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der druckabhängige variable Widerstand in einer Rosette (11) des Schließzylinders
(1) angeordnet ist.
5. Schließzylinder und Schlüssel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Rosette (11) der elektrische Meßkreis (20) für die Widerstandsmessung,
der Codespeicher (22) und die Vergleichsschaltung (23) angeordnet sind.
6. Schließzylinder und Schlüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Codespur der Leiste (17) im Bereich der Schlüsselspitze eine der Codeinformation
vorangestellte Höhenmarke in der mittleren Höhenebene (27) aufweist und ein Pegel
zur Unterscheidung zwischen zwei einen binären Code festlegenden Widerstandsgrößen
von der mittleren Höhenebene (27) ableitbar ist.
7. Schließzylinder und Schlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gummiwiderstand (19) in einem Stromkreis im Zylinderkern angeordnet und
zur Übertragung einer widerstandsabhängigen Meßgröße im Zylinderkern sowie diesem
benachbart Induktivitäten vorgesehen sind.
8. Schließzylinder und Schlüssel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als druckabhängiger, variabler Widerstand ein elektrisch leitender, elastischer
Werkstoff, beispielsweise ein elektrisch leitender Gummi (36), einer Widerstandsbahn
(37) gegenüber angeordnet ist, und daß der Gummi (36) von der Codespur (34) des Schlüssels
gegen die Widerstandsbahn (37) preßbar ist und einen Teil der Widerstandsbahn (37),
die an den Meßkreis (20) angeschlossen ist, leitend überbrückt.
1. A lock cylinder (1) and key (15) which is able to be pushed into a key channel (14)
of a cylinder core (3) and has at least one mechanical code track, in which as a reading
arrangement of the code track on the lock side an analog transmitter is provided with
a tracer point (13) following the code track together with an electric measurement
circuit (20), with which a code memory (22) and a code comparator circuit (23) are
associated and, at its outlet, an electromechanical locking arrangement (26) is associated,
characterised in that the transmitter is constructed as a pressure-dependent variable resistance and the
tracer point (13) is constructed as a press die which is in contact, directly or via
a pressure pin (18) bridging the gap between cylinder core (3) and housing (2), with
a strip (17) of the key (15) carrying the code as an elevated profiling.
2. A lock cylinder and key according to Claim 1, characterised in that an elastic rubber resistance (19) is provided as pressure-dependent variable resistance.
3. A lock cylinder and key according to Claim 1, characterised in that the code track has an elevated profiling in three vertical planes (27, 28, 29), in
which the first and third vertical planes (28, 29) represent the code "zero" and "one",
whilst the central vertical plane (27) at least in the case of successive identical
codes is interposed between the code data.
4. A lock cylinder and key according to Claims 1 or 2, characterised in that the pressure-dependent variable resistance is arranged in a collar (11) of the lock
cylinder (1).
5. A lock cylinder and key according to Claim 4, characterised in that the electric measurement circuit (20) for the resistance measurement, the code memory
(22) and the comparator circuit (23) are arranged in the collar (11).
6. A lock cylinder and key according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the code track of the strip (17) has in the region of the key point a height mark
placed in front of the code information in the central vertical plane (27) and a level
is derivable from the central vertical plane (27) for differentiation between two
resistance quantities establishing a binary code.
7. A lock cylinder and key according to Claim 1, characterised in that the rubber resistance (19) is arranged in an electric circuit in the cylinder core
and inductances are provided for the transmission of a resistance-dependent measurement
quantity in the cylinder core and also adjacent thereto.
8. A lock cylinder and key according to Claim 1, characterised in that as pressure-dependent, variable resistance an electrically conducting, elastic material,
for example an electrically conducting rubber (36), is arranged opposite a resistance
path (37), and that the rubber (36) is able to be pressed by the code track (34) of
the key against the resistance path (37) and bridges in a conducting manner a part
of the resistance path (37) which is connected to the measurement circuit (20).
1. Cylindre de serrure (1) et clé (15), susceptible d'être insérée dans un passage de
clé (14) d'un coeur de cylindre (3) et qui présente au moins une piste mécanique de
codage, tandis qu'il est prévu comme dispositif de lecture de la piste de codage du
côté de la serrure, un capteur analogique muni d'une broche de palpage (13) suivant
la piste de codage accompagné d'un circuit de mesure (20) électrique, auquel sont
associés une mémoire de code (22) et un circuit de comparaison de code (23), ainsi
qu'à sa sortie un verrouillage électromécanique (26), caractérisé en ce que le capteur
est réalisé sous la forme d'une résistance variable en fonction de la pression et
le broche de palpage (13) est réalisé sous la forme d'un piston de pressage qui entre
en contact avec une bande (17) de la clé (15) portant le code sous la forme d'un profilage
en hauteur, directement ou par l'intermédiaire d'une tige de pression (18) portant
l'intervalle ente le coeur du cylindre (3) et le boîtier (2).
2. Cylindre de serrure et clé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on prévoit
comme résistance variable en fonction de la pression une résistance élastique en élastomère
(19).
3. Cylindre de serrure et clé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la piste
de codage comporte un profilage en hauteur avec trois niveaux de hauteur (27, 28,
29), le premier et le troisième niveaux de hauteur (28, 29) représentant le code 'zéro'
et 'un', alors que le niveau de hauteur médian (27) est intercalé entre les informations
codées, au moins dans le cas de codes identiques se suivant.
4. Cylindre de serrure et clé selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que
la résistance variable en fonction de la pression est placée dans une plaque ronde
(11) du cylindre de serrure (1).
5. Cylindre de serrure et clé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le circuit
électrique de mesure (20) pour la mesure de résistance, la mémoire de code (22) et
le circuit de comparaison (23) sont placés dans la plaque ronde (11).
6. Cylindre de serrure et clé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce
que la piste de codage de la bande (17) comporte, dans la zone de la pointe de la
clé, dans le plan de hauteur médian (27), une marque de hauteur placée avant l'information
codée, et en ce qu'un niveau permettant la différenciation entre deux valeurs de résistance,
fixant un code binaire, est susceptible d'être déterminé à partir du plan de hauteur
médian (27).
7. Cylindre de serrure et clé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la résistance
en élastomère (19) est placée dans un circuit électrique dans le coeur du cylindre
et sert à transmettre dans le coeur du cylindre une valeur mesurée en fonction de
la résistance ainsi que les inductivités voisines de ce coeur.
8. Cylindre de serrure et clé selon la revendication 1, caractérisé en ce que comme résistance
variable en fonction de la pression, on place en face d'un circuit résistant (37)
un matériau élastique conducteur de l'électricité, par exemple un élastomère électriquement
conducteur (36), et que l'élastomère (36) est susceptible d'être pressé contre le
circuit résistant (37) par la piste de codage (34) de la clé, et de court-circuiter
une partie du circuit résistant (37) qui est reliée au circuit de mesure (20).
