[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schalten eines Stufenwechselgetriebes gemäß
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Bei allgemein bekannten, herkömmlichen Stufenwechselgetrieben
mit einer Getriebeeingangswelle und einer Getriebeausgangswelle, die achsparallel
zu der Getriebeeingangswelle angeordnet und über Zahnradpaare mit dieser verbindbar
ist, muß der vom Antriebsmotor über das Getriebe zu den Fahrzeugrädern reichende Momentenfluß
unterbrochen werden, wenn in einen neuen Gang geschaltet werden soll. Die Dauer einer
solchen Zugkraftunterbrechung wird bestimmt durch die für die Synchronisation der
formschlüssig miteinander zu verbindenden Getriebeglieder benötigte Zeitspanne.
[0002] Aus der EP-B-0173117 ist ein Verfahren zum Schalten eines Stufenwechselgetriebes
bekannt, bei dem während eines Hochschaltvorganges für die Dauer der in den jeweiligen
Gängen erfolgenden Zugkraftunterbrechung eine Übertragung des Antriebsmomentes des
Motors über eine zuschaltbare Getriebestufe auf die Fahrzeugräder vorgesehen ist.
Dabei erfolgt die Zuschaltung zeitgleich mit der Zugkraftunterbrechung, so daß während
eines Hochschaltvorgangs das Antriebsmoment des Motors jeweils zeitlich nacheinander
zunächst von der Getriebestufe des niedrigen Ganges auf die zuschaltbare Getriebestufe
und dann auf den höheren Getriebegang zur Erzeugung einer Vortriebskraft übertragen
wird.
[0003] Ein demgegenüber verbessertes Verfahren zeigt die EP-A-0300792. Dort wird ein Verfahren
zur Schaltung eines Stufenwechselgetriebes gezeigt, bei dem die zuschaltbare Getriebestufe
zur Einleitung des Schaltvorgangs bereits dann zugeschaltet wird, wenn der jeweils
eingelegte Getriebegang noch nicht ausgerückt ist. Die zuschaltbare Getriebestufe
übernimmt zumindest einen Teil der Drehmomentübertragung, um so die eingelegte Getriebestufe
zu entlasten. Ein derartiges Verfahren beschreibt auch die nicht vorveröffentlichte
EP-A-0367020.
[0004] Bei solchen Getrieben wird die zuschaltbare Getriebestufe zur Einleitung eines Hochschaltvorgangs
schon dann aktiviert, wenn der alte Getriebegang noch eingelegt ist. Es tritt im Stufenwechselgetriebe
zunächst eine Verzweigung des Antriebsmomentes auf, das heißt, daß ein Teil noch über
den alten Getriebegang übertragen wird, während der andere Teil schon über die zuschaltbare
Getriebestufe dem Abtrieb zugeführt wird. Wenn schließlich der eingelegte Getriebegang
- beispielsweise nach Unterschreitung eines vorgegebenen Drehmomentenbetrages im Antriebszweig
dieses Getriebeganges - ausgerückt wird, überträgt nur noch die zuschaltbare Getriebestufe
das Antriebsmoment. Durch eine solche Verzweigung des Antriebsmomentes weist das für
den Vortrieb des Fahrzeuges zur Verfügung stehende Moment einen besonders günstigen
Verlauf auf. Insgesamt wird dadurch erreicht, daß auch während des Gangstufenwechsels
am Getriebeausgang ein passendes Antriebsmoment zur Verfügung steht. Dies geschieht
bei einem Hochschaltvorgang beispielsweise durch die Vorgabe eines negativen Gradienten
der Drehzahl (siehe US-A-4 860 607).
[0005] In ähnlicher Weise wird auch der Zurückschaltvorgang durchgeführt. Im Unterschied
zum Hochschaltvorgang erfolgt hier eine positive Drehzahländerung pro Zeit, da die
Getriebeeingangswelle bei gleicher Fahrgeschwindigkeit im kleineren Gang schneller
dreht als im höheren Gang. Entsprechend ist als Vorgabewert für die Drehzahländerung
ein positiver Gradient anzugeben.
[0006] Aus der US-A-4 860 607 ist ein Stufenwechselgetriebe bekannt, welches in seinem prinzipiellen
Aufbau mit den in der EP-B-0173117 und EP-A-036702 beschriebenen Stufenwechselgetrieben
vergleichbar ist. Dort ist ersichtlich, daß bei einem Gangwechsel die Änderung der
Drehzahl pro Zeit mit einem konstanten Gradienten vorgenommen wird.
[0007] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, das eingangs beschriebene
Verfahren so weiterzubilden, daß das für den Vortrieb des Fahrzeugs zur Verfügung
stehende Moment einem besonders günstigen Verlauf aufweist.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst durch das kennzeichnende Merkmal des Patentanspruchs 1. Die
Unteransprüche enthalten zweckmäßige Ausgestaltungen sowie vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung.
[0009] Erfindungsgemäß wird über die zusätzliche Getriebestufe die Änderung und/oder Anpassung
der Drehzahl n
EIN der Getriebeeingangswelle durch Vorgabe einer bestimmten Drehzahländerung pro Zeit
(Sollwert eines Gradienten der Drehzahl) bewirkt, wobei der Betrag der Drehzahländerung
pro Zeit in Abhängigkeit von zumindest einer dem Betriebszustand des Antriebsmotors
charakterisierenden Größe vorbestimmbar ist.
[0010] Eine dieser charakterisierenden Größen kann beispielsweise die Drehzahl n
EIN selbst sein. Dies geschieht zweckmäßigerweise durch eine Rückführung und Regelung
des Gradienten zur Änderung bzw. Anpassung der Drehzahl n
EIN.
[0011] Der Sollwert des Gradienten kann aber auch vom Moment M
EIN abhängen, welches definitionsgemäß das vor Beginn des Schaltvorganges durch die Getriebeeingangswelle
geleitete Moment sein soll. Dieses Moment M
EIN hängt ab vom Motormoment M
MOT und von den trägen Massen aller der Getriebeeingangswelle vorgeordneten und mit dieser
verbundenen rotierenden Teile. Durch die Abhängigkeit der Vorgabe des Gradienten von
zumindest einem der genannten Momente ist sichergestellt, daß das über die zusätzliche
Getriebestufe geleitete Moment zwischen dem vor Beginn des Schaltvorganges und dem
nach Beendigung des Schaltvorganges übertragene Moment liegt.
[0012] In vorteilhafter Weise kann der Sollwert des Gradienten auch in Abhängigkeit von
der alten und/oder neuen Gangstufe bestimmt werden. Auf diese Weise wird sichergestellt,
daß das über die zusätzliche Getriebestufe geleitete Moment bestimmte Grenzwerte nicht
über- oder unterschreitet.
[0013] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird der Sollwert
des Gradienten vor Erreichen der Synchrondrehzahl durch die Drehzahl n
EIN dem Betrage nach verringert. Das Erreichen der Synchrondrehzahl bedeutet, daß die
Drehzahlen der Getriebeeingangs- und der Getriebeausgangswelle entsprechend dem übersetzungsverhältnis
der einzulegenden Getriebestufe vorliegen. Innerhalb des Schaltvorganges wird beim
Erreichen der Synchrondrehzahl die neue Getriebestufe eingelegt. Letzteres erfordert
eine Zeitspanne von bestimmter Länge (> 0). Innerhalb dieser Zeitspanne sollte die
Drehzahl n
EIN möglichst nahe der Synchrondrehzahl sein. Zu diesem Zweck wird nun - wie oben angeführt
- der Gradient vor Erreichen der Synchrondrehzahl verringert. Die für das Einlegen
der neuen Getriebestufe zur Verfügung stehende Zeit wird auf diese Weise verlängert.
[0014] Die Ansprüche 6, 7 und 8 zeigen verschiedene Möglichkeiten zur Bestimmung des Zeitpunktes
der Änderung des Gradienten. Dabei ist zu beachten, daß auch eine stetige oder in
mehreren Schritten ablaufende Änderung des Gradienten möglich ist.
[0015] Weitere Patentansprüche betreffen unter anderem die Regelung bzw. Steuerung der Momentenübertragung
über die zusätzliche Getriebestufe sowie Maßnahmen zur Anpassung der Drehzahl n
EIN an die Synchrondrehzahl.
[0016] Anspruch 14 betrifft schließlich ein Stufenwechselgetriebe zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Dabei sind Mittel zur Steuerung bzw. Regelung der Drehzahländerung der
Getriebeeingangswelle vorgesehen.
[0017] Gemäß Anspruch 15 ist die zuschaltbare Getriebestufe im Stufenwechselgetriebe stufenlos
oder schrittweise verstellbar. Auf diese Weise kann die zusätzliche Getriebestufe
jeweils auf das Übersetzungsverhältnis des einzulegenden Ganges eingestellt werden.
Wärme- bzw. Reibungsverluste beim Zuschalten der zusätzlichen Getriebestufe werden
so auf ein Minimum reduziert.
[0018] Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden im folgenden anhand von Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- den schematischen Aufbau eines Stufenwechselgetriebes zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens;
- Figur 2:
- den Verlauf des Momentes an der Getriebeausgangswelle beim Hochschalten vom ersten
in den zweiten Gang;
- Figur 3:
- den Momentenverlauf an einer Kupplung, mittels derer ein Teil des Antriebsmoments
über die zusätzliche Getriebestufe geleitet wird, ebenfalls beim Hochschalten;
- Figur 4:
- den Verlauf der Drehzahl des Motors und den Verlauf einer Differenzdrehzahl, die ein
Maß ist für die Abweichung der Drehzahl der Getriebeeingangswelle von der Synchrondrehzahl,
ebenfalls beim Hochschalten;
- Figuren 5 bis 7 :
- Momenten- und Drehzahlverläufe entsprechend den Figuren 2 bis 4, jedoch beim Zurückschalten;
- Figur 8:
- eine andere Variante des Stufenwechselgetriebes zur Darstellung einer weiteren Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0019] In Figur 1 ist schematisch ein Stufenwechselgetriebe 11 dargestellt, dessen Getriebeeingangswelle
12 über eine Anfahr- und Trennkupplung 13 mit einem eine Schwungmasse 14 aufweisenden
Antriebsmotor 15 verbunden ist. Die Getriebeeingangswelle 12 ist über den einzelnen
Getriebegängen zugeordneten Paaren von Gangzahnrädern 16 bis 19 sowie über Schiebemuffen
20, 21 mit der mit den angetriebenen Fahrzeugrädern in Verbindung stehenden Getriebeausgangswelle
22 verbindbar. Mit 23 ist hier eine zwischen der Getriebeeingangswelle 12 und der
Getriebeausgangswelle 22 wirksame zuschaltbare Getriebestufe bezeichnet, die im wesentlichen
aus einem dem höchsten Getriebegang zugeordneten Zahnradpaar 24 und einer Kupplung
besteht. Die gezeigte Lamellenkupplung 25 ist prinzipiell auch durch Konuskupplungen,
Magnetkupplungen sowie hydrodynamische oder hydrostatische Kupplungen ersetzbar. Das
von der Lamellenkupplung 25 übertragbare Drehmoment ist hier auf einen vorgebbaren
Höchstwert einstellbar. Durch die von einer ersten Betätigungseinrichtung 26 beaufschlagbare
Lamellenkupplung 25 ist das Losrad des Zahnradpaares 24 mit der Getriebeeingangswelle
12 auch dann verbindbar, wenn - wie in der Zeichnung beispielhaft am ersten Getriebegang
(Zahnradpaar 16) dargestellt - innerhalb des Stufenwechselgetriebes 11 bereits eine
formschlüssige Verbindung besteht. Grundsätzlich ist es auch möglich, nicht den vorhandenen
höchsten Getriebegang 24 als zuschaltbare Getriebestufe auszunutzen, sondern dafür
ein zusätzliches Zahnradpaar vorzusehen. Erfindungsgemäß weist das in der Zeichnung
dargestellte Ausführungsbeispiel für ein Stufenwechselgetriebe 11 noch eine Steuereinrichtung
27 auf, durch die neben der ersten Betätigungseinrichtung 26 auch eine dem Antriebsmotor
15 zugeordnete Momentenbeeinflussungsvorrichtung 28 und eine Drehzahlbeeinflussungseinrichtung
29 sowie eine der Anfahr- und Trennkupplung 13 zugeordnete zweite Betätigungseinrichtung
30 beaufschlagbar sind. Die Funktionsweise des vorstehend beschriebenen Stufenwechselgetriebes
11 wird nun anhand von Diagrammen eingehender erläutert.
[0020] Die Figuren 2 bis 4 zeigen den Verlauf der Momente bzw. Drehzahlen während eines
Hochschaltvorganges, zum Beispiel vom ersten in den zweiten Gang. Die Angaben der
Zeitpunkte t1 - t5 stimmen innerhalb der Figuren 2 - 4 überein. Der Hochschaltvorgang
beginnt zum Zeitpunkt t1. Durch Betätigung der Lamellenkupplung 25 mittels der ersten
Betätigungseinrichtung 26 wird die zusätzliche Getriebestufe 23 zugeschaltet. Letztere
weist ein größeres übersetzungsverhältnis auf, als die gerade eingelegte Getriebestufe
(Gangzahnradpaar 16) des ersten Ganges. Es kann demzufolge in dieser Phase des Schaltvorganges
zu keiner reibschlüssigen Verbindung über die Lamellenkupplung 25 kommen. Bedingt
durch das höhere übersetzungsverhältnis der zusätlichen Getriebestufe 23 gegenüber
dem eingelegten ersten Gang erfolgt zumindest durch Betätigung der Lamellenkupplung
25 eine übertragung eines Momentes vom Motor 15 auf die Getriebeausgangswelle 22.
Der Betrag des übertragenen Moments läßt sich durch Änderung des Anpreßdruckes innerhalb
der Lamellenkupplung 25 steuern. Die Lamellenkupplung 25 wird nun derart beaufschlagt,
daß das an dieser Stelle übertragene Moment M
LK etwa so groß wird wie das bisher durch die eingelegte Getriebestufe übertragene Moment.
Dieses maximale durch die Lamellenkupplung 25 übertragene Moment M
LK MAX ist zum Zeitpunkt t2 erreicht und wird sodann durch entsprechende Steuerung der ersten
Betätigungseinrichtung 26 beibehalten. Bei Änderung der Fahrpedalstellung durch den
Fahrer erfolgt gegebenenfalls eine Anpassung der Beaufschlagung der Lamellenkupplung
25. Nach Erreichen des maximalen Momentes M
LK MAX wird der eingelegte erste Gang durch Betätigen der Schiebemuffe 21 herausgenommen.
[0021] Die Zuschaltung der zusätzlichen Getriebestufe 23 bewirkt zugleich eine Absenkung
der Motordrehzahl n
MOT. Diese wird nach dem Herausnehmen des ersten Ganges noch so weit abgesenkt, bis an
der Getriebeeingangswelle 12 die Synchrondrehzahl zum Einlegen des zweiten Ganges
(Gangzahnradpaar 17) erreicht ist. In der Figur 4 ist als Abweichung der Drehzahl
der Getriebeeingangswelle n
EIN von der Synchrondrehzahl die Drehzahldifferenz n
DIFF eingezeichnet. Zum Zeitpunkt t4 ist n
DIFF = 0 und damit die Synchrondrehzahl erreicht.
[0022] In der Figur 4 ist erkennbar, daß die Motordrehzahl n
MOT zwischen dem Beginn des Schaltvorgangs (Zeitpunkt t1) und dem Erreichen der Synchrondrehzahl
(Zeitpunkt t4) stetig abnimmt mit einer Verringerung der Drehzahländerung im Bereich
bzw. kurz vor der Synchrondrehzahl. Die Änderung der Motordrehzahl n
MOT wird im folgenden als Gradient bezeichnet. Ziel ist es nun, das an der Getriebeausgangswelle
22 anliegende Moment möglichst nicht zu unterbrechen. Zugleich soll der eigentliche
Schaltvorgang, das heißt das Einund Ausrücken der Schiebemuffen 20, 21 möglichst momentenfrei
erfolgen. Dazu wird, wie zuvor beschrieben, zumindest ein Teil des Moments über die
zusätzliche Getriebestufe 23 geführt. Die beschriebene Absenkung der Motordrehzahl
n
MOT ergibt sich zwangsläufig aus dem an der Lamellenkupplung 25 übertragenen Moment M
LK. Letzteres soll im Verlauf des Schaltvorganges möglichst konstant sein, ist jedoch
selbst nur schwer meßbar. Als Maß für das Moment M
LK wird nun die Änderung der Motordrehzahl n
MOT, nämlich der Gradient herangezogen. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die
Drehzahl n
MOT zugleich die Drehzahl der Getriebeeingangswelle n
EIN. Zur Steuerung des an der Lamellenkupplung 25 übertragenen Moments M
LK wird nun ein bestimmter Gradient vorgegeben und zum Erreichen desselben die erste
Betätigungseinrichtung 26 durch die Steuereinrichtung 27 entsprechend angesteuert.
Vorzugsweise wird die tatsächliche Drehzahl n
MOT in Intervallen gemessen, der augenblickliche Gradient berechnet und die Abweichung
des Gradienten von einem vorgegebenen Sollwert zur Regelung der ersten Betätigungseinrichtung
26 herangezogen. Es liegt somit ein geschlossener Regelkreis vor. Den Figuren 3 und
4 ist zu entnehmen, daß zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 ein konstantes Kupplungsmoment
M
LK und ein konstanter Gradient der Drehzahl n
MOT vorliegen. Die Drehzahl n
MOT wird so weit abgesenkt, bis ein Gleichlauf des Losrades des Gangzahnradpaares 17
des zweiten Ganges mit der Getriebeausgangswelle 22 erreicht ist und die Schiebemuffe
21 betätigt werden kann. Letztgenannter Vorgang benötigt eine gewisse endliche Zeitspanne.
Aus diesem Grunde soll die Drehzahl an der Getriebeeingangswelle n
EIN bzw. die Motordrehzahl n
MOT den Synchronpunkt möglichst langsam passieren. Idealerweise soll die Drehzahldifferenz
n
DIFF (= n
EIN -Synchrondrehzahl) nicht negativ werden. Um dies zu erreichen, wird ab dem Zeitpunkt
t3, das heißt noch vor dem Erreichen der Synchrondrehzahl, ein dem Betrage nach geringerer
Gradient vorgegeben. Entsprechend wird der Anpreßdruck in der Lamellenkupplung 25
und damit auch das übertragene Moment M
LK herabgesetzt.
[0023] Für den Zeitpunkt der Änderung des Gradienten sind verschiedene Möglichkeiten vorgesehen.
In einer Ausführungsform wird der Gradient nach einer bestimmten Zeit, gemessen ab
Beginn des Schaltvorganges (t1) verringert. In einer anderen Ausführungsform erfolgt
eine Verringerung des Gradienten, nachdem die tatsächliche Drehzahl n
EIN-IST bzw. die tatsächliche Drehzahl n
MOT-IST sich der Synchrondrehzahl bis auf einen bestimmten Betrag genähert hat. Der Gradient
ändert sich demnach in Abhängigkeit vom Abstand der tatsächlichen Drehzahl zur Synchrondrehzahl.
In einer weiteren Ausführungsform ändert sich der Gradient in Abhängigkeit vom Abstand
der tatsächlichen Drehzahl n
EIN-IST von der Drehzahl n
EIN zu Beginn des Schaltvorganges (n
EIN-START).
[0024] Bei einer beträchtlichen Änderung des vorgegebenen Gradienten kommt es zu starken
Änderungen des Kupplungsmomentes M
LK. Um diese Momentensprünge zu begrenzen, ist es vorteilhaft, den Gradienten mehrmals
und in kleinen Schritten oder gar kontinuierlich zu verringern. Ein entsprechend weicher
Momentenverlauf ist der Figur 3 entnehmbar.
[0025] Figur 2 zeigt den Verlauf des Momentes m
AUS an der Getriebeausgangswelle 22 während des Schaltvorganges. Bis zum Zeitpunkt t1
ist das durch die erste Getriebestufe übertragene Moment voll wirksam. Ab dem Zeitpunkt
t1 wird die Momentenübertragung über die zusätzliche Getriebestufe 23 aufgebaut. Entsprechend
verringert sich das durch die erste Getriebestufe übertragene Moment. Zum Zeitpunkt
t2 ist die erste Getriebestufe entlastet und das Moment wird zum größten Teil über
die zusätzliche Getriebestufe 23 geführt. Zum Zeitpunkt t3 ergibt sich durch die Änderung
des Gradienten auch eine Verringerung des Momentes M
AUS an der Getriebeausgangswelle 22. Zum Zeitpunkt t4 ist der Gradient am geringsten
und damit auch M
AUS. Nach Einlegen des zweiten Ganges wird die Lamellenkupplung 25 wieder gelöst und
das Antriebsmoment voll über den zweiten Gang geführt (Zeitpunkt t5).
[0026] Das durch die Lamellenkupplung 25 übertragene Moment M
LK wird so gewählt, daß sich an der Getriebeausgangswelle 22 ein Moment M
AUS einstellt, welches den durch die vor und nach dem Schaltvorgang eingelegten Getriebestufen
übertragenen Momenten entspricht. Entsprechend liegt das Moment M
AUS zwischen den Zeitpunkten t2 und t3 etwa zwischen dem Moment M
AUS bis zum Zeitpunkt t1 und dem Moment M
AUS nach dem Zeitpunkt t5. Der Gradient ist somit keine feste Größe, sondern unter anderem
abhängig vom Moment M
MOT des Antriebsmotors und vom einzulegenden Gang. Das Motormoment M
MOT kann beispielsweise mit Hilfe des gemessenen Saugrohrdruckes des Motors festgestellt
werden.
[0027] Vorzugsweise ist in der Steuereinrichtung 27 ein Kennfeld abgespeichert, welches
einer Vielzahl von Kombinationen aus Motormoment M
MOT und übersetzungsverhältnis jeweils einen Gradienten-Sollwert zuordnet. Während des
Schaltvorganges wird der Gradient überwacht und durch entsprechende Anpassung der
Anpreßkraft in der Lamellenkupplung geregelt.
[0028] In einer anderen Ausführungsform wird im abgespeicherten Kennfeld auf das übersetzungsverhältnis
des alten Ganges abgestellt. Besonders vorteilhaft, aber auch aufwendiger, ist die
Verwendung einer Kombination aus beiden übersetzungsverhältnissen. So ist es beispielsweise
denkbar, daß im Fahrbetrieb nach starker Last und Beschleunigung die Last zurückgenommen
wird und daraufhin in den übernächsten Gang geschaltet werden kann. Gleiches gilt
für das Zurückschalten. Das übersetzungsverhältnis des neuen Ganges ergibt sich demgemäß
nicht zwangsläufig aus dem übersetzungsverhältnis des alten bzw. des neuen Ganges
allein.
[0029] Das Moment an der Lamellenkupplung 25 ist darüber hinaus abhängig vom Trägheitsmoment
an der Getriebeeingangswelle 12. Dies hängt im wesentlichen ab von den rotierenden
Massen im Antriebsmotor 15, der Schwungmasse 14 und der Trennkupplung 13. Die im Kennfeld
abgespeicherten Momente sind entsprechend angepaßt.
[0030] Weiterhin ist es möglich, zumindest bei kleinen Drehzahlen, den Gradienten in Abhängigkeit
von der Motordrehzahl auszuwählen. Anderenfalls könnte bei einem zu großen Gradienten
im Verlauf des Schaltvorganges eine unerwünscht niedrige Motordrehzahl erzielt werden.
Eine andere Möglichkeit besteht für diesen Fall in einem Verzicht auf Einleitung des
Schaltvorganges.
[0031] Die Figuren 5 bis 7 zeigen den Momenten- und Drehzahlverlauf für einen Zurückschaltvorgang.
Dieser verläuft folgendermaßen (die Angaben der Zeitpunkte t1 - t4 stimmen innerhalb
der Figuren 5 - 7 überein):
[0032] Zum Zeitpunkt t1, das heißt zu Beginn des Schaltvorganges wird die Lamellenkupplung
kurz beaufschlagt um den eingelegten Gang momentenfrei zu stellen, so daß die Schiebemuffe
21 durch Federkraft aus dem Losrad des Gangzahnradpaares 17 herausgleiten kann. Dieser
Vorgang ist zum Zeitpunkt t2 abgeschlossen. Anschließend dreht der Motor hoch in Abhängigkeit
von der Fahrpedalstellung und ggf. in Abhängigkeit von der Momentenbeeinflussungseinrichtung
28 und nach Ansteuerung durch die Steuereinrichtung 27. Zu diesem Zweck kann ein etwa
vorhandenes Leerlauffüllungsregelungsventil mit aufgesteuert werden. Vor Erreichen
der Synchrondrehzahl, das heißt, bevor die Drehzahldifferenz n
DIFF = 0 ist, wird wiederum die Lamellenkupplung 25 betätigt (Zeitpunkt t3). Das entsprechend
übertragene Kupplungsmoment M
LK wird in der Figur 6 gezeigt. Die Reibung in der Lamellenkupplung 25 wirkt somit der
Beschleunigung des Motors entgegen, wodurch eine Verringerung des Gradienten vom Zeitpunkt
t3 an erzielt wird. Die Regelung mittels des Gradienten beginnt beim Zurückschalten
ab dem Zeitpunkt t2 oder ab t3. Der vorzugebende Gradient ergibt sich beim Zurückschalten
in ähnlicher Weise aus dem Kennfeld wie beim Hochschaltvorgang. Zur Optimierung des
Schaltvorganges ist in einer weiteren Ausführungsform für den Rückschaltvorgang ein
eigenes Kennfeld abgespeichert.
[0033] Zum Zeitpunkt t4 ist die Synchrondrehzahl erreicht und der neue Gang, zum Beispiel
der erste Gang wird durch Betätigen der Schiebemuffe 21 eingelegt. Gleichzeitig wird
die Lamellenkupplung 25 wieder gelöst. Das Antriebsmoment wird nunmehr voll über den
neuen Gang übertragen.
[0034] Im Falle einer Rückschaltung aus dem fünften Gang wird zum Einleiten des Schaltvorganges
lediglich die Lamellenkupplung 25 gelöst, um die volle Motorbeschleunigung zur Synchrondrehzahl
der neuen niedrigeren Gangstufe zuzulassen. Der weitere Verlauf entspricht dem oben
beschriebenen Vorgang. In ähnlicher Weise findet beim Hochschalten in den fünften
Gang ein verkürzter Schaltvorgang statt. Nach der Aktivierung der Lamellenkupplung
25 wird lediglich der vierte Gang herausgenommen durch Betätigung der Schiebemuffe
20. Anschließend wird die Aktivierung der Lamellenkupplung 25 beibehalten bis Reibschluß
eintritt und die zusätzliche Getriebestufe 23 als fünfter Gang geschaltet ist.
[0035] In einer weiteren Ausführungsform wird zusätzlich die Anfahrund Trennkupplung 13
am Schaltvorgang beteiligt. Diese wird nämlich durch die zweite Betätigungseinrichtung
30 so gesteuert, daß sie das auf ihrer Eingangsseite anliegende Moment nur bis zu
einem gewissen Höchstwert überträgt. Die Lamellenkupplung 25 kann dann für geringere
Belastungen ausgelegt werden und ist dadurch einfacher in der Bauweise. Weiterhin
kann dies zu einer erheblichen Reduzierung des Steuerungsaufwandes führen, zumal die
in der Regel ohnehin für Anfahrvorgänge vorhandene Betätigungseinrichtung 30 dann
auch zur Anpassung des Kupplungsmomentes M
LK bzw. des Gradienten an den jeweiligen Schaltvorgang herangezogen werden kann. Ergänzend
oder alternativ kann eine solche Anpassung auch abhängig vom anliegenden Motormoment
erfolgen.
[0036] Figur 8 zeigt ausschnittsweise ein anderes Ausführungsbeispiel des Stufenwechselgetriebes.
Es sind hier - abweichend von Figur 1 - die Losräder auf der Getriebeeingangswelle
12 und die Festräder auf der Getriebeausgangswelle 22 angeordnet. Die wesentliche
Änderung zum Stufenwechselgetriebe nach Figur 1 besteht darin, daß die zuschaltbare
Getriebestufe 31 (entspricht zuschaltbarer Getriebestufe 23 in Figur 1) nach Art eines
Riemenantriebs mit kontinuierlich verstellbarer übersetzung ausgebildet ist. Zu diesem
Zweck sind auf der Getriebeeingangswelle 12 zwei Riemenscheibenhälften 32, 33 als
Losräder und auf einer Zwischenwelle 34 zwei Riemenscheibenhälften 35, 36 als Festräder
angeordnet, die über einen Riemen 37 miteinander verbunden sind. Ein auf der Zwischenwelle
34 drehfest angeordnetes Ritzel 38 kämmt mit dem Abtriebsritzel des Gangzahnradpaares
19 (vierter Gang) und ermöglicht so die für den ordnungsgemäßen Antrieb der Getriebeausgangswelle
22 erforderliche Umkehr der Drehrichtung.
[0037] Durch eine an sich bekannte axiale Verstellung der Riemenscheibenhälften 32, 33 einerseits
und 35, 36 andererseits ist das Übersetzungsverhältnis der zuschaltbaren Getriebestufe
31 stufenlos einstellbar. Analog zum Stufenwechselgetriebe in Figur 1 sind die hier
als Losräder umlaufenden Riemenscheibenhälften 32, 33 über die Lamellenkupplung 25
mit der Getriebeeingangswelle 12 verbindbar. Durch die stufenlose Verstellbarkeit
des Übersetzungsverhältnisses in der zuschaltbaren Getriebestufe 31 kann während eines
beliebigen Hochschaltvorgangs der jeweilige Betrag des von der zuschaltbaren Getriebestufe
allein zu übertragenden Antriebsmomentes an die Beträge der zum Zeitpunkt der Einleitung
und Beendigung des Schaltvorganges von den Getrieberädern zu übertragenden Antriebsmomente
angepaßt werden. So kann beispielsweise die Getriebestufe 31 beim Übergang vom ersten
in den zweiten Gang auf das Übersetzungsverhältnis des zweiten Ganges angepaßt werden
und zwar bereits vor dem Hochschaltvorgang. Das Einlegen des zweiten Ganges kann dann
erfolgen, sobald Reibschluß im Bereich der Lamellenkupplung 25 vorliegt. Dabei wird
zugleich die Wärmeleistung der Kupplung und damit auch ihr Verschleiß minimiert.
[0038] In einer weiteren, nicht gezeichneten Ausführungsform des Stufenwechselgetriebes
analog zu Figur 1 sind die Riemenscheibenhälften 32, 33 auf der Getriebeeingangswelle
12 als Festräder angeordnet. Dabei sind die Riemenscheibenhälften 32, 33 derart auf
der Getriebeeingangswelle 12 axial verstellbar, daß von dem Riemen 37 zumindest zeitweise
kein Antriebsmoment übertragbar ist, und daß der Grad des Riemeneingriffs veränderbar
ist. Die Funktion der Lamellenkupplung 25 wird somit durch das Zusammenwirken der
Riemenscheibenhälften 32, 33 mit dem Riemen 37 ersetzt.
1. Verfahren zum Schalten eines Stufenwechselgetriebes (11) für Fahrzeuge, das
- eine mit einem Antriebsmotor (15) verbindbare Getriebeeingangswelle (12),
- eine Getriebeausgangswelle (22),
- mehrere Getriebestufen (Paare von Gangzahnrädern 16 - 19),
- zumindest eine weitere zuschaltbare Getriebestufe (23), deren Übersetzungsverhältnis
nEIN/nAUS kleiner ist als dasjenige der gerade eingelegten Getriebestufe, und die zwischen
der Getriebeeingangswelle (12) und der Getriebeausgangswelle (22) angeordnet ist,
aufweist,
mit folgenden Verfahrensschritten:
a) zur Einleitung eines Schaltvorganges wird zunächst das an der Getriebeeingangswelle
(12) anliegende Moment MEIN zumindest teilweise über die zusätzliche Getriebestufe (23) zur Getriebeausgangswelle
(22) geführt zur Entlastung der eingelegten Getriebestufe (6) und zur Änderung der
Drehzahl nEIN der Getriebeeingangswelle (12),
b) anschließend wird die zumindest teilweise entlastete eingelegte Getriebestufe (6)
herausgenommen,
c) sodann wird die Drehzahl nEIN der Getriebeeingangswelle (12) an eine Synchrondrehzahl für den nächsten einzulegenden
Gang (7) angepaßt,
dadurch gekennzeichnet, daß
d) die Änderung und/oder Anpassung der Drehzahl nEIN durch Vorgabe einer bestimmten Drehzahländerung pro Zeit (Sollwert eines Gradienten
der Drehzahl) erfolgt, wobei der Betrag der Drehzahländerung pro Zeit in Abhängigkeit
von zumindest einer den Betriebszustand des Antriebsmotors (15) charakterisierenden
Größe vorgegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung und Anpassung
der Drehzahl nEIN durch Rückführung und Regelung des Gradienten derselben erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gradient (Sollwert)
in Abhängigkeit vom Motormoment MMOT oder vom an der Getriebeeingangswelle (12) anliegenden Moment MEIN, bestimmt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gradient
(Sollwert) in Abhängigkeit von der neuen und/oder alten Gangstufe bestimmt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gradient
(Sollwert) nahe der Synchrondrehzahl dem Betrage nach verringert wird, so daß für
das Einlegen des nächsten Ganges ausreichend Zeit zur Verfügung steht.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gradient
(Sollwert) nach einer bestimmten Zeit der Veränderung der Drehzahl nEIN, vor Erreichen der Synchrondrehzahl dem Betrage nach verringert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gradient
(Sollwert) in Abhängigkeit von der Nähe der erreichten Drehzahl nEIN-IST zur Synchrondrehzahl und vor Erreichen derselben verringert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Gradient
(Sollwert) in Abhängigkeit vom Betrag der Differenz der Drehzahlen der Getriebeeingangswelle
(Drehzahl zu Beginn der Drehzahländerung nEIN-Start - momentane Drehzahl nEIN-IST) verringert wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das an der
Getriebeeingangswelle (12) anliegende Moment MEIN aus dem gemessenen Saugrohrdruck des Motors und/oder dem gemessenen Drehzahlgradienten
des Motors und/oder dem Trägheitsmoment vorgeordneter drehender Teile, insbesondere
einer Schwungscheibe (14) ermittelt wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzliche
Getriebestufe (23; 31) über eine im Schlupfzustand betreibbare zusätzliche Kupplung
(25) mit einer der Getriebewellen, insbesondere mit der Getriebeeingangswelle (12)
verbunden wird, wobei der Schlupfzustand bzw. die Momentenübertragung durch Änderung
einer Schließkraft der Kupplung (25) gesteuert bzw. geregelt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung der Drehzahl
zur Anpassung an die Synchrondrehzahl durch Änderung der Schließkraft an der zusätzlichen
Kupplung (25) gesteuert bzw. geregelt wird, insbesondere beim Hochschalten.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung
der Drehzahl zur Anpassung an die Synchrondrehzahl durch Ansteuerung des Motors (15)
erfolgt, vorzugsweise beim Zurückschalten.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderung
der Drehzahl zur Anpassung an die Synchrondrehzahl beim Zurückschalten zunächst durch
Ansteuerung des Motors (15) und kurz vor Erreichen der Synchrondrehzahl durch gegebenenfalls
zusätzliches Schließen der zusätzlichen Kupplung (25) erfolgt.
14. Stufenwechselgetriebe mit einer Steuereinrichtung (27) zur Durchführung des Verfahrens
nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daβ die Steuereinrichtung
(27) ein Programm zur Steuerung bzw. Regelung der Verfahrensschritte a) bis d) gemäβ
Anspruch 1 aufweist und die Drehzahländerung der Getriebeeingangswelle (12) durch
Ansteuerung des Motors (15) und/oder durch zumindest teilweise Zuschaltung der zusätzlichen
Getriebestufe (23;31) steuert bzw. regelt.
15. Stufenwechselgetriebe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die zuschaltbare
Getriebestufe (31) stufenlos oder schrittweise verstellbar ist.
1. A process for switching a stepped change gearbox (11) for motor vehicles which comprises
- a gear input shaft (12) which can be connected to a driving motor (15),
- a gear output shaft (22),
- a plurality of gear steps (pairs of toothed gear wheels 16-19),
- at least one further connectable gear step (23), the transmission ratio nIN/nOUT of which is smaller than that of the gear step just engaged and which step is disposed
between the gear input shaft (12) and the gear output shaft (22), having the following
process steps:
a) in order to initiate a switching process the torque MIN lying at the gear input shaft (12) is first guided at least partially over the additional
gear step (23) to the gear output shaft (22) in order to relieve the engaged gear
step (6) and to change the rotational speed nIN of the gear input shaft (12),
b) subsequently the engaged gear step (6) which is at least partially relieved is
deselected,
c) the rotational speed nIN of the gear input shaft (12) is then adapted to a synchronous rotational speed for
the next gear (7) to be engaged,
characterised in that,
d) the change and/or adaptation of the rotational speed nIN is achieved by the setting of a predetermined change in rotational speed with respect
to time (desired value of a rotational speed slope), wherein the value of change in
the rotational speed with respect to time is preset in dependence upon at least one
variable characterising the operating state of the driving motor (15).
2. A process according to claim 1, characterised in that the change and adaptation of
the rotational speed nIN is achieved by return and regulation of the slope thereof.
3. A process according to claim 1 or 2, characterised in that the slope (desired value)
is predetermined in dependence upon engine torque MMOT or upon the torque MIN lying at the gear input shaft (12).
4. A process according to one of claims 1 to 3, characterised in that the slope (desired
value) is predetermined in dependence upon the new and/or old gear step.
5. A process according to one of claims 1 to 4, characterised in that the slope (desired
value) is reduced near the synchronous rotational speed according to the value so
that there is sufficient time for the next gear to be engaged.
6. A process according to one of claims 1 to 5, characterised in that the slope (desired
value) is reduced after a predetermined time according to the value of the change
of the rotational speed nIN prior to the synchronous rotational speed being achieved.
7. A process according to one of claims 1 to 5, characterised in that the slope (desired
value) is reduced in dependence upon the nearness of the achieved rotational speed
nIN-ACTUAL to the synchronous rotational speed and prior to this being achieved.
8. A process according to one of claims 1 to 5, characterised in that the slope (desired
value) is reduced in dependence upon the value of the difference between the rotational
speeds of the gear input shaft (rotational speed at the beginning of the change in
rotational speed nIN-Start - momentary rotational speed nIN-ACTUAL).
9. A process according to one of claims 1 to 8, characterised in that the torque MIN lying at the gear input shaft (12) is determined from the measured inlet pipe pressure
of the engine and/or the measured rotational speed slope of the engine and/or rotating
parts disposed in advance of the moment of inertia, in particular in advance of a
flywheel (14).
10. A process according one of claims 1 to 9, characterised in that the additional gear
step (23; 31) is connected, by means of an additional coupling (25), which can be
operated in the slip condition, to one of the gear shafts, in particular to the gear
input shaft (12), wherein the slip condition and/or the torque transfer is controlled
and/or regulated by means of changing a locking force of the coupling (25).
11. A process according to claim 10, characterised in that the change in the rotational
speed for adaptation to the synchronous rotational speed is controlled and/or regulated
by changing the locking force at the additional coupling (25), in particular while
switching up gear.
12. A process according to one of the claims 1 to 11, characterised in that changing the
rotational speed to adapt to the synchronous rotational speed is achieved by means
of controlling the motor (15), preferably while switching down gear.
13. A process according to one of claims 10 to 12, characterised in that changing the
rotational speed to adapt to the synchronous rotational speed during switching down
gear is achieved first by controlling the motor (15) and shortly prior to the synchronous
rotational speed being achieved by means of the if necessary additional locking of
the additional coupling (25).
14. A stepped change gearbox having a control device (27) to carry out the process according
to one of the claims 1 to 13, characterised in that the control device (27) comprises
a program for controlling and/or regulating the process steps a) to d) according to
claim 1 and the change in the rotational speed of the gear input shaft (12) is controlled
and/or regulated by means of controlling the motor (15) and/or by means of an at least
partial connection of the additional gear step (23; 31).
15. A stepped change gearbox according to claim 14, characterised in that the connectable
gear step (31) can be adjusted continuously or step-by-step.
1. Procédé pour passer les vitesses dans une boîte à vitesses (11) pour véhicules, qui
comprend
- un arbre d'entrée (12) de la boîte qui peut être relié à un moteur de commande (15),
- un arbre de sortie (22) de la boîte,
- plusieurs vitesses (paires de pignons d'enclenchement de vitesse 16-19),
- au moins une autre vitesse (23) pouvant être passée, dont le rapport de transmission
nentrée/nsortie est plus faible que celui de la vitesse momentanément enclenchée et qui est disposée
entre l'arbre d'entrée (12) et l'arbre de sortie (22) de la boîte,
comprenant les phases suivantes :
a) pour engager un changement de vitesse, le couple Mentrée s'exerçant sur l'arbre d'entrée (12) de la boîte est tout d'abord transféré à l'arbre
de sortie (22) de la boîte au moins partiellement par l'intermédiaire de la vitesse
supplémentaire (23) afin de soulager la vitesse enclenchée (6) et de faire varier
la vitesse de rotation nentrée de l'arbre d'entrée (12) de la boîte,
b) ensuite, la vitesse enclenchée (6), au moins partiellement soulagée, est extraite,
c) puis la vitesse de rotation nentrée de l'arbre d'entrée (12) de la boîte est adaptée à une vitesse de synchronisation
de la vitesse suivante (7) devant être enclenchée,
caractérisé en ce que
d) la variation et/ou l'adaptation de la vitesse de rotation nentrée s'effectue par prescription d'une variation déterminée de vitesse de rotation par
unité de temps (valeur de consigne d'un gradient de la vitesse de rotation), l'importance
de la variation de la vitesse de rotation par unité de temps étant prescrite en fonction
d'au moins une grandeur caractérisant le régime du moteur de commande (15).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la variation et l'adaptation
de la vitesse de rotation nentrée s'effectue par rétroaction et réglage du gradient de celle-ci.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le gradient (la consigne)
est déterminé en fonction du couple du moteur Mmot ou du couple Mentrée s'exerçant sur l'arbre d'entrée (12) de la boîte.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le gradient (la
consigne) est déterminé en fonction du nouveau et/ou de l'ancien étage de vitesse.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la valeur du gradient
(de la consigne) subit une diminution de manière que la vitesse se rapproche de celle
de synchronisation de façon qu'un temps suffisant soit disponible pour l'enclenchement
de la vitesse suivante.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la valeur du gradient
(de la consigne) subit une diminution à la fin d'un temps déterminé de la variation
de la vitesse de rotation nentrée avant que la vitesse de synchronisation soit atteinte.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le gradient (la
consigne) subit une diminution en fonction de l'arrivée de la vitesse de rotation
atteinte nentrée-réelle à proximité de la vitesse de synchronisation et avant que celle-ci soit atteinte.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le gradient (la
valeur de consigne) subit une diminution en fonction de la valeur de la différence
des vitesses de rotation de l'arbre d'entrée de la boîte (de la vitesse de rotation
au début de la variation de vitesse nentrée-début -vitesse de rotation momentanée nentrée-réelle).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le couple Mentrée s'exerçant sur l'arbre d'entrée (12) de la boîte se détermine à partir de la pression
mesurée dans la pipe d'aspiration du moteur et/ou du gradient mesuré de la vitesse
de rotation du moteur et/ou du moment d'inertie de pièces rotatives placées en amont,
en particulier d'un volant (14).
10. Procédé selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que la vitesse supplémentaire
(23 ; 31) est reliée à l'un des arbres de la boîte, en particulier à son arbre d'entrée
(12), par un embrayage supplémentaire (25) pouvant fonctionner avec patinage, le patinage
ou la transmission du couple étant commandé ou réglé par variation de la force de
fermeture de l'embrayage (25).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que la variation de la vitesse
de rotation pour l'adaptation à la vitesse de synchronisation est commandée ou réglée
par modification de la force de fermeture de l'embrayage auxiliaire (25), en particulier
au passage à une vitesse supérieure.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la variation
de la vitesse de rotation pour l'adaptation à la vitesse de synchronisation s'effectue
par pilotage du moteur (15), de préférence au passage à une vitesse inférieure.
13. Procédé selon l'une des revendication 10 à 12, caractérisé en ce que la variation
de la vitesse de rotation pour l'adaptation à la vitesse de synchronisation s'effectue
au passage à une vitesse inférieure tout d'abord par pilotage du moteur (15) et, peu
avant que la vitesse de synchronisation soit atteinte, par fermeture éventuellement
complémentaire de l'embrayage supplémentaire (25).
14. Boîte à vitesses équipée d'un dispositif de commande (27) pour la mise en oeuvre du
procédé selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que le dispositif
de commande (27) comprend un programme de commande et de réglage des phases a) à d)
du procédé selon la revendication 1 et commande et règle, respectivement, la variation
de la vitesse de rotation de l'arbre d'entrée (12) de la boîte par pilotage du moteur
(15) et/ou par enclenchement au moins partiel de la vitesse supplémentaire (23 ; 31).
15. Boîte à vitesses selon la revendication 14, caractérisée en ce que la vitesse pouvant
être passée (31) est réglable en continu ou par paliers.