(19)
(11) EP 0 518 063 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
16.12.1992  Patentblatt  1992/51

(21) Anmeldenummer: 92107939.8

(22) Anmeldetag:  12.05.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5B65H 5/30, B65H 39/065, B65H 29/04
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT CH DE ES FR GB IT LI SE

(30) Priorität: 10.06.1991 CH 1724/91

(71) Anmelder: Ferag AG
CH-8340 Hinwil (CH)

(72) Erfinder:
  • Hänsch, Egon
    CH-8620 Wetzikon (CH)

(74) Vertreter: Patentanwälte Schaad, Balass & Partner AG 
Dufourstrasse 101 Postfach
8034 Zürich
8034 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Verfahren und Vorrichtung zum Öffnen und auf eine sattelförmige Auflage Ablegen von gefalteten Druckereiprodukten


    (57) Die Fördereinrichtung (10) mit einzeln steuerbaren Greifern (12) fördert die Druckereiprodukte (32) in Förderrichtung (F) zu einer Richtstation (68), wo die Druckereiprodukte (32) ausgerichtet werden. Anschliessend werden die gefalzten Druckereiprodukte mit ihrer offenen Kante (38) voraus zum Öffnen einer Öffnungseinrichtung (34) zugeführt und dann zum Ablegen auf die Auflagen (28) zu einem Übergabebereich (30) weitergefördert, der von der Öffnungseinrichtung (34) beabstandet ist. Das Trennen der unterschiedlichen Funktionen, d.h. des Ausrichtens, des Öffnens und des Ablegens der Druckereiprodukte (32) ermöglicht eine einfache Einstellung auf unterschiedliche Formate der zu verarbeitenden Druckereiprodukte (32). Zwischen der Öffnungseinrichtung (34) und dem Übergabebereich (30) werden die geöffneten Druckereiprodukte mittels einer Offenhalteeinrichtung (44) offen gehalten.




    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Öffnen und auf eine sattelförmige Auflage Ablegen von gefalteten Druckereiprodukten gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 8.

    [0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der CH-PS 667 859 bekannt. Die Druckereiprodukte werden im Mittelbereich des Falzes von je einem Greifer einer Fördereinrichtung verdrehsicher gehalten und mittels eines Drückers, der auf einen Endbereich des Falzes einwirkt, gestaucht. Zwischen die vom gestauchten Falz ausgehenden Hälften der Druckereiprodukte wird eine Öffnungsleiste eingeführt, die zum voneinander Abheben der beiden Hälften vom Bereich des Falzes aus entlang der betreffenden Seitenkante der Druckereiprodukte zum Bereich der dem Falz gegenüberliegenden offenen Kante verschoben wird. Um die Druckereiprodukte verdrehsicher zu halten, weisen die Greifer zwei je unabhängig voneinander steuerbare Klemmfinger und eine mit beiden Klemmfingern zusammenwirkende Klemmbacke auf. Um die mittels des Drückers und der Öffnungsleiste vorgeöffneten Druckereiprodukte weiter zu öffnen wird der dem Drücker nähere Klemmfinger in seine Offenstellung überführt und das betreffende Druckereiprodukt wird unter der Einwirkung des Drückers um den Klemmpunkt zwischen dem andern Greifer und der Klemmbacke verdreht und schräggestellt, so dass die eine Hälfte des Druckereiproduktes im Bereich der durch die Schrägstellung nun vorlaufenden Ecke in einen Öffnungsnocken einer Öffnungseinrichtung eingeführt wird. Durch Umlenken der umlaufend angetriebenen Öffnungsnocken um ein Rad, das um eine rechtwinklig zur Förderrichtung der Druckereiprodukte verlaufende Achse drehbar ist, wird die vom betreffenden Öffnungsnocken gehaltene Hälfte des Druckereiproduktes von der offenen Kante her beginnend von der andern Hälfte abgehoben. Während dieses Abhebens wird eine sattelförmige Auflage einer trommelartigen Sammeleinrichtung zwischen die beiden Hälften des Druckereiproduktes von unten her eingeführt. Nach den Öffnen des betreffenden Öffnungsnockens umgreifen die beiden Hälften des Druckereiproduktes die sattelförmige Auflage von oben und durch Öffnen des betreffenden Greifers der Fördereinrichtung fällt das Druckereiprodukt rittlingsweise auf diese Auflage. Die Öffnungseinrichtung befindet sich somit im Übergabebereich der Druckereiprodukte an die Auflagen und ist an der Übergabe aktiv beteiligt.

    [0003] Aehnliche Einrichtungen, bei welchen aber die Druckereiprodukte zum Einführen in die Öffnungsnocken der Öffnungseinrichtung nicht schräggestellt werden, sind aus der EP-A-0 341 425 bzw. der entsprechenden US-A-5,052,667, der EP-A-0 208 081 bzw. der entsprechenden US-PS 4,684,117 oder der DE-A-36 20 945 bzw. der entsprechenden US-PS 4,684,116 bekannt. All diesen Einrichtungen ist gemeinsam, dass die Öffnungseinrichtungen im Übergabebereich der Druckereiprodukte an die Auflagen angeordnet sind und durch das Öffnen der Druckereiprodukte während des Einfahrens der Auflagen zwischen die sich öffnenden Druckereiprodukte selber am Ablegevorgang beteiligt sind. Beim Umstellen auf andersformatige Druckereiprodukte erfordern die bekannten Einrichtungen erheblichen Aufwand, da sämtliche am Öffnen und Ablegen beteiligten Komponenten gegenseitig aufeinander abzustimmen sind.

    [0004] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das bekannte Verfahren und die gattungsgemässe Vorrichtung derart weiterzubilden, dass eine problemlose Einstellung auf andere Formate der zu verarbeitenden Druckereiprodukte möglich ist.

    [0005] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung gelöst, das bzw. die die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 8 aufweist.

    [0006] Die verschiedenen Funktionseinheiten, d.h. das Öffnen der Druckereiprodukte und das Ablegen auf die Auflagen sind örtlich und funktionell voneinander getrennt. Bei der Umstellung auf andersformatige Druckereiprodukte kann somit die Öffnungseinrichtung ohne Berücksichtigung der Auflagen auf das neue Format eingestellt werden, und das Neusynchronisieren der Auflagen mit der Fördereinrichtung kann ohne Berücksichtigung der Öffnungseinrichtung erfolgen. Weiter ist bei der erfindungsgemässen Vorrichtung eine bessere Zugänglichkeit gegeben, da die Öffnungseinrichtung nicht im Übergabebereich angeordnet ist, wo die Auflagen auch Platz beanspruchen.

    [0007] In besonders bevorzugter Weise werden die Druckereiprodukte, bevor sie der Öffnungseinrichtung zugeführt werden, ausgerichtet. Dies dient der Sicherstellung des sauberen Erfassens der Druckereiprodukte durch die Öffnungseinrichtung.

    [0008] Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens und Ausbildungsformen der erfindungsgemässen Vorrichtung sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0009] Die vorliegende Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
    Fig. 1
    eine Einrichtung zum Zuführen, Ausrichten, Öffnen und auf eine sattelförmige Auflage Ablegen von Druckereiprodukten;
    Fig. 2 und 3
    ein Teil dieser Einrichtung in einem Schnitt entlang der Linie II bzw. III der Fig. 1;
    Fig. 4 und 5
    den Bereich der Öffnungseinrichtung zu unterschiedlichen Zeitpunkten beim Öffnen eines Druckereiprodukts;
    Fig. 6 und 7
    vergrössert einen Teil der Öffnungseinrichtung beim Öffnen von Druckereiprodukten mit obenliegendem bzw. untenliegendem Vorfalz; und
    Fig. 8 und 9
    in Pfeilrichtung VIII der Fig. 1 gesehen und teilweise geschnitten einen Teil der Einrichtung im Bereich der Richtstation beim horizontalen bzw. schrägen Ausrichten eines Druckereiproduktes.


    [0010] Fig. 1 zeigt einen Teil einer Fördereinrichtung 10 mit einzeln steuerbaren Greifern 12, die in einem festen Abstand A hintereinander an einem strichpunktiert angedeuteten endlosen und in Förderrichtung F umlaufend angetriebenen Zugorgan 14 angeordnet sind. Wie dies auch aus den Figuren 2, 3, 8, und 9 hervorgeht, handelt es sich beim Zugorgan 14 um eine allgemein bekannte, in einer in sich geschlossenen C-förmigen Schiene 16 über Räder 18 geführte Gliederkette 20, von welcher an den Verbindungsstellen je zweier benachbarter Glieder ein Ausleger 22 absteht, an welchem jeweils ein Greifer 12 um eine rechtwinklig zur Förderrichtung F verlaufende Achse 24 schwenkbar gelagert ist. Derartige Greifer 14 sind allgemein bekannt und in der CH-PS 644 816 und der entsprechenden US-PS 4,381,056 ausführlich beschrieben. Was den Aufbau und die Funktionsweise der Greifer 12 betrifft, wird ausdrücklich auf diese beiden Dokumente verwiesen.

    [0011] Unterhalb des Endbereichs der Fördereinrichtung 10 ist eine trommelförmige Einrichtung 26 zum Sammeln von Druckereiprodukten angeordnet, wie sie in der EP-A-0 341 425 bzw. der entsprechenden US-Patentanmeldung Serial Nr. 07/349 303 beschrieben ist. Was den Aufbau und die Funktionsweise der Sammeleinrichtung 26 betrifft, wird auf diese Vorveröffentlichungen verwiesen. Die Sammeleinrichtung 26 weist trommelartig um eine nicht gezeigte Umlaufachse angeordnete Auflagen 28 auf, deren Längserstreckung parallel zur Umlaufachse verläuft und deren, in radialer Richtung gesehen, äusseren Enden in Umlaufrichtun U etwa gleich weit voneinander beabstandet sind, wie aufeinanderfolgende Greifer 12 der Fördereinrichtung 10 (Abstand A).

    [0012] In einem Übergabebereich 30, in welchem von den Greifern 12 einzelweise zugeführte und vorgängig geöffnete, gefaltete Druckereiprodukte 32 auf die Auflagen 28 abgelegt werden, verläuft die Förderrichtung F der Fördereinrichtung 10 gleichsinnig zur Umlaufrichtung U der Auflagen 28 und rechtwinklig zu deren Umlaufachse und Längserstreckung.

    [0013] In Förderrichtung F gesehen, ist dem Übergabebereich 30 mit Abstand eine Öffnungseinrichtung 34 zum Öffnen der gefalzten Druckereiprodukte 32 vorgelagert. Die im Bereich ihres quer zur Förderrichtung F verlaufenden Falzes 36 von den Greifern 12 gehaltenen Druckereiprodukte 32 werden mit vorauslaufender, dem Falz 36 gegenüberliegender offenen Kante 38, der unterhalb der Fördereinrichtung 10 angeordneten Öffnungseinrichtung 34 zugeführt, wo in bekannter Art und Weise umlaufende Öffnungsnocken 40, die der Oeffnungseinrichtung 34 zugewandte, untenliegende Hälfte 42 der Druckereiprodukte 32 im Bereich der offenen Kante 38 erfassen und von der anderen Hälfte 42' abheben.

    [0014] Offenhaltemittel 43 u.a. mit einer Offenhalteeinrichtung 44 sorgen dafür, dass die von der Oeffnungseinrichtung 34 geöffneten Druckereiprodukte 32 während des Weitertransports zum Uebergabebereich 30 offengehalten werden. An einer endlosen, um Kettenräder 46, 46', 46'' geführten Kette 48 der Offenhalteeinrichtung 44 sind hintereinander in einem festen Abstand, der etwa dem Abstand A zwischen aufeinanderfolgenden Greifern 12 entspricht, Offenhalteorgane 50 angeordnet, siehe auch Fig. 2. Im Bereich seines unteren aktiven Trums 48' ist die Kette 48 in einer seitlich der von der Fördereinrichtung 10 transportierten Druckereiprodukte 32 verlaufenden Führungsschiene 52 etwa S-förmig geführt, wie dies Fig. 1 zeigt. Im Bereich der Öffnungseinrichtung 34 ist die Kette 48 derart um das Kettenrad 46 geführt, dass jeweils ein Offenhalteorgan 50 von unten her zwischen die von der betreffenden Öffnungsnocke 40 gehaltene Hälfte 42 und die andere Hälfte 42' eines Druckereiproduktes 32 einläuft. Im der Öffnungseinrichtung 34 in Förderrichtung F gesehen nachfolgenden Bereich bis etwa zum Beginn des Uebergabebereichs 30 ist die Kette 48 etwa parallel zur Schiene 16 der Fördereinrichtung 10 geführt. In diesem Bereich weisen die Offenhaltemittel 43 weiter ein parallel zur Förderrichtung F verlaufendes Führungselement 54, beispielsweise ein Leitblech, auf, über welches die geöffneten Druckereiprodukte 32 mit ihrer dem Falz 36 gegenüberliegenden offenen Kante 38 gleitend gezogen werden. Die Druckereiprodukte 32 werden dabei im Bereich ihrer offenen Kante 38 abgestützt angehoben, so dass die in diesem Bereich hinteren, von dem betreffenden Halteorganen 50 nicht beeinflussten Hälften 42 der Druckereiprodukte 32 von den von der betreffenden Offenhalteorganen 50 nach vorwärts gezogenen vorderen Hälften 42' noch weiter abgehoben werden. Vom Beginn des Übergabebereichs 30 her bis zum Kettenrad 46' verjüngt sich der Abstand zwischen dem unteren Trum 48' und der Fördereinrichtung 10, was zur Folge hat, dass in diesem Bereich sich der Abstand der beiden Hälften 42, 42' der Druckereiprodukte 32 verringert. Am Anfang des Übergabebereichs 30 fährt jeweils eine Auflage 28 von unten her zwischen die vordere, vom Offenhalteorgan 50 gehaltene Hälfte 42' und die nachlaufende, noch auf dem Führungselement 54 gleitende hintere Hälfte 42 des betreffenden Druckereiproduktes 32 ein, so dass im Zuge der Weiterförderung die beiden Hälften 42, 42' die betreffende Auflage 28 von oben her umgreifen, sobald die hintere Hälfte 42 vom Führungselement 54 abläuft und sodann die beiden Hälften 42, 42' in die Sammeleinrichtung 26 zwischen die betreffende Auflage 28 und die zu dieser benachbarten Auflagen 28 eingreifen.

    [0015] Die Offenhalteorgane 50 weisen einen durch eine Steuerkulisse 56 teleskopartig aus einem Trägerelement 58 ausfahrbaren Offenhaltestift 60 auf, wie diese Fig. 2 deutlich zeigt. Im Bereich der Öffnungseinrichtung 34 wird der betreffende Offenhaltestift 60 jeweils ausgefahren, so dass er von unten zwischen die beiden Hälften 42, 42' des betreffenden Druckereiproduktes 32 einfährt. Der nun von der Seite her zwischen diese Hälften 42, 42' greifende Offenhaltestift 60 wird solange von der Steuerkulisse 56 in seiner ausgefahrenen Stellung gehalten, bis das Druckereiprodukt 32 die betreffende Auflage 28 von oben umgreift. Anschliessend wird der Offenhaltestift 60 in das Trägerelement 58 unter Wirkung einer in der Figur nicht gezeigten Rückholfeder zurückgezogen, wie dies in Fig. 2 mit dem strichpunktiert gezeichneten Gleitschuh 62 angedeutet ist. Der mit dem Offenhaltestift 60 verbundene Gleitschuh 62 wirkt zum Ausfahren und in der ausgefahrenen Stellung Halten des Offenhaltestifts 60 mit der Steuerkulisse 56 zusammen. In Fig. 1 sind die ausgefahrenen Offenhaltestifte 60 schraffiert angedeutet, wogegen die zurückgezogenen Offenhaltestifte 60 gestrichelt angedeutet sind.

    [0016] Das Rückführtrum der Kette 48 ist um das Kettenrad 46'' geführt, welches auf einer Antriebswelle 64 drehfest sitzt. An dieser Antriebswelle 64 ist ein strichpunktiert angedeuteter Winkelhebel 66 schwenkbar gelagert, an dessen einem Ende das Kettenrad 46' und andern Ende das Kettenrad 46 frei drehbar gelagert sind. Im Bereich des Kettenrades 46 ist weiter die Öffnungseinrichtung 34 am betreffenden Arm des Winkelhebels 66 angeordnet. Weiter trägt der Winkelhebel 66 ebenfalls die Führungsschiene 52 für den unteren Trum 48' der Kette 48. Der Winkelhebel 66 ist je nach Format der jeweils zu verarbeitenden Druckereiprodukte 32 aus seiner unteren, in der Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten Lage stufenlos bis in eine obere, mit 66' bezeichneten Lage zur Anpassung an das Format verschwenkbar.

    [0017] Selbstverständlich ist auch das Führungselement 54 in seinem Abstand zur Schiene 16 verstellbar, um seine Lage an das Format der zu verarbeitenden Druckereiprodukte 32 anzupassen.

    [0018] Der Öffnungseinrichtung 34 ist eine Richtstation 68 vorgeschaltet. Diese Richtstation 68 und ihr Zusammenwirken mit der Öffnungseinrichtung 34 ist in der gleichaltrigen Patentanmeldung "Verfahren und Vorrichtung zum Richten von Druckereiprodukten" ausführlich beschrieben. Auch was unterschiedliche Ausbildungsformen der Richtstation 68 betrifft, wird auf diese Patentanmeldung verwiesen.

    [0019] Die Richtstation 68 ist unterhalb der Fördereinrichtung 10 angeordnet und von der Öffnungseinrichtung 34 beabstandet. Wie dies insbesondere auch aus den Fig. 8 und 9 hervorgeht, weist sie zwei zueinander parallele und seitlich voneinander beabstandete Nockenrundläufe 70 auf, wobei die Richtnocken 72 in einem Abstand B zueinander angeordnet sind, der etwas kleiner ist als der Abstand A zwischen zwei aufeinanderfolgenden Greifern 12. Die der Fördereinrichtung 10 zugewandten richtaktiven Trume 70' der um die, in Förderrichtung F voneinander beabstandeten Räder 74, 74' geführten Nockenrundläufe 70 (siehe auch Fig. 1) verlaufen etwa parallel zur Schiene 16, und die Rundläufe 70 sind derart kontinuierlich angetrieben, dass jeweils ein Richtnocken 72 beim Erreichen des, in Förderrichtung F gesehen, am Ende der Richtstation 68 angeordneten Rades 74 einen vorgegebenen Abstand zum betreffenden Greifer 12 aufweist, welcher jenes Druckereiprodukt 32 transportiert, welches mit seiner vorauslaufenden offenen Kante 38 an dem betreffenden Richtnocken 72 anliegt. Die offenen Kanten 38 der im Bereich der Richtstation 68 mit schräg von oben gegen unten verlaufender Förderrichtung F in Hängelage transportierten Druckereiprodukte 32 gleiten auf seitlich voneinander beabstandeten Führungsstäben 76, und sobald die vorauslaufende Kante 38 eines Druckereiproduktes 32 im Bereich des richtwirksamen Trums 70' ist, wird durch eine schematisch angedeutete Steuereinrichtung 78 der betreffende Greifer 12 teilweise geöffnet, so dass das Druckereiprodukt 32 unter seinem Eigengewicht an die einander entsprechenden Richtnocken 72 der Nockenrundläufe 70 mit seiner offenen Kante 38 zur Anlage gleitet, ohne dabei aus dem Maul 80 des Greifers 12 herauszurutschen. Da der Nockenrundlauf 70 langsamer angetrieben ist als die Fördereinrichtung 10, wird das betreffende Druckereiprodukt 32 in Richtung gegen das Innere des Mauls 80 zurückgeschoben, so dass das Druckereiprodukt 32 bezüglich dem Greifer 12 genau ausgerichtet ist, wenn seine offene Kante 38 das Rad 74 erreicht. In diesem Moment wird von der Steuereinrichtung 78 der Greifer 12 für den Weitertransport des Druckereiproduktes 32 wieder geschlossen, kurz bevor die entsprechenden Richtnocken 72 aus dem Einwirkbereich auf die Kante 38 ausschwenken.

    [0020] Zwischen der Richtstation 68 und der Öffnungseinrichtung 34 sind die Druckereiprodukte 32 im Bereich ihrer vorlaufenden offenen Kante 38 durch ein Leitorgan 82 geführt, so dass die Öffnungsnocken 40 der Öffnungseinrichtung 34 die jeweils untenliegende Hälfte 42 der Druckereiprodukte 32 problemlos erfassen können.

    [0021] Der Antrieb der Nockenrundläufe 70 erfolgt mittels eines strichpunktiert angedeuteten Kettentriebs 84, der ebenfalls mit der Antriebswelle 64 gekuppelt ist. Um die Richtstation 68 auf das jeweilige Format der zu verarbeitenden Druckereiprodukte 32 einzustellen, ist somit nur die Phasenlage zwischen den Nockenrundläufen 70 und der Fördereinrichtung 10 anzupassen.

    [0022] In der in Fig. 8 gezeigten Ausbildungsform der Richtstation 68, bei welcher die einander ensprechenden Richtnocken der beiden Nockenrundläufe 70 derart ausgerichtet sind, dass sie auf einer rechtwinklig zur Förderrichtung F verlaufenden Linie liegen, werden die Druckereiprodukte 32 derart ausgerichtet, dass die offene Kante 38 und somit auch der Falz 36 rechtwinklig zur Förderrichtung F und parallel zur Achse 24 der Greifer 12 verlaufen. Werden hingegen die einander entsprechenden Richtnocken 72 der beiden Nockenrundläufe 70 in Förderrichtung F gesehen gegeneinander versetzt, so werden die Druckereiprodukte 32 schräg zur Förderrichtung F und zur Achse 24 ausgerichtet, wie dies Fig. 9 zeigt.

    [0023] In Förderrichtung F gesehen, der Öffnungseinrichtung 34 nachfolgend, ist die Schiene 16 um ihre Längsachse verwunden, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist und besonders deutlich aus Fig. 2 hervorgeht. Etwa in der Mitte des Übergabebereichs 30 wird diese Verwindung wieder rückgängig gemacht, wie dies Fig. 3 zeigt. Das Verwinden der Schiene 16 hat zur Folge, dass die in der Richtstation 68 rechtwinklig zur Förderrichtung F ausgerichteten Druckereiprodukte 32 (Fig. 8) durch Verschwenken der Greifer 12 um eine in Förderrichtung F verlaufende Achse schräggestellt werden und mit einer gegen unten vorstehenden Ecke 32' dem Übergabebereich zugeführt und mit dieser Ecke voraus auf die Auflagen 28 diese umgreifend geführt werden (Fig. 2). Durch die Zurückführung der Verwindung der Schiene 16 im Übergabebereich 30 werden die Druckereiprodukte 32 mit ihrem Falz 36 wieder parallel zu den Auflagen 28 ausgerichtet, wobei die Druckereiprodukte 32 vom Bereich der Ecke 32' ausgehend nach und nach die Auflage 28 mit ihrer gesamten Breite umfassen, wie dies Fig. 3 zeigt.

    [0024] Im Übergabebereich 30 bewegen sich die Auflagen 28 und die Greifer 12 auch aufeinander zu, so dass am Ende des Übergabebereichs 30 die Auflagen 28 bis in die Nähe des vom Greifer 12 erfassten Bereichs in die Druckereiprodukte 32 eingefahren sind. Am Ende des Übergabebereichs 30 werden die Greifer 12 geöffnet, wodurch nun die Druckereiprodukte 32 auf die Auflagen 28 fallen.

    [0025] Wie dies insbesondere aus den Figuren 2, 3, 8 und 9 erkennbar ist, weist jeder Greifer 12 eine in Richtung der Achse 24 verlaufende Welle 86 auf, die am Ausleger 22 drehbar gelagert ist. Um diese Welle 86 ist die in der Figur 1 vorlaufende, starr ausgebildete Klemmbacke 88 schwenkbar gelagert und ein als Blattfeder ausgebildeter, mit der Klemmbacke 88 zusammenwirkender Klemmfinger 90 ist an der Welle 86 drehfest verankert. An der Klemmbacke 88 ist ein Verriegelungshebel 92 schwenkbar angeordnet, um in Klemmlage den Klemmfinger 90 gegenüber der Klemmbacke 88 zu verriegeln. Weiter ist an der Klemmbacke 88 eine Lagerolle 94 frei drehbar gelagert, die mit einer an der Schiene 16 angeordneten Lagekulisse 96 zusammenwirkt.

    [0026] Von der Welle 86 steht drehfest ein verschränkter Schliesshebel 98 ab, an dessen Ende eine mit einer Schliesskulisse 100 zusammenwirkende Schliessrolle 102 drehbar gelagert ist. Die Schliesskulisse 100 sowie auch eine auf den Verriegelungshebel 92 zur Einwirkung bringbare Öffnungskulisse 104 sind ebenfalls an der Schiene 16 befestigt. Bei der Richtstation 68 läuft die Schliessrolle 102 auf die Schliesskulisse 100 auf und die Öffnungskulisse 104 entriegelt den Verriegelungshebel 92. Die gegenseitige Lage der Lagekulisse 96 und Schliesskulisse 100 lässt nun die Vorspannung des Klemmfingers 90 aufheben und das von der Klemmbacke 88 und vom Klemmfinger 90 gebildete Maul 80 soweit oeffnen, dass die Klemmbacke 88 mit ihrem Ende leicht auf dem Druckereiprodukt 32 aufliegt, so dass dieses unter Rutschen im Maul 80 auf die entsprechenden Richtnocken 72 gleiten kann. Zum Schliessen der Greifer 12 wird die Welle 86 unter Wirkung der Schliesskulisse 100 im Uhrzeigersinn verschwenkt, bis der Verriegelungshebel 92 einrastet. Die Lagekulisse 96 verhindert dabei, dass die Klemmbacke 88 dem Druck des Klemmfingers 90 ausweichen kann.

    [0027] Um die Druckereiprodukte 32 am Ende des Übergabebereichs 30 frei zu geben, werden die Greifer 12 mittels einer weiteren Öffnungskulisse 104' nun ganz geöffnet.

    [0028] In den Figuren 4 und 5 ist das Zusammenwirken der Öffnungseinrichtung 34 mit der Offenhalteeinrichtung 44 zu zwei verschiedenen Zeitpunkten beim Öffnen eines Druckereiproduktes 32 gezeigt. Die beim Falz 36 von den Greifern 12 gehaltenen Druckereiprodukte 32 weisen im Bereich der offenen Kante 38 einen sogenannten Vorfalz 106 auf, so dass die im Bereich der Öffnungseinrichtung 34 untenliegende, dieser zugewandte Hälfte 42 des Druckereiproduktes 32 über die obere Hälfte 42' vorsteht. Die drei entlang dem Umfang der Öffnungswalze 108 der Öffnungseinrichtung 34 angeordneten Öffnungsnocken 40 haben einen geringeren gegenseitigen Abstand als die Greifer 12 (Abstand A) und die Umfangsgeschwindigkeit der Öffnungswalze 108 ist entsprechend kleiner als die Fördergeschwindigkeit der Greifer 12. Dadurch wird der Vorfalz 106 jeweils in eine Öffnungsnocke eingeführt, die bezüglich der Umlaufrichtung V der Öffnungswalze 108 gegen hinten gerichtet ist (Figur 4). Der Öffnungsnocken 40 hält nun die untere Druckproduktehälfte 42 im Zuge der Weiterdrehung der Öffnungswalze 108 und Weiterbewegung der Greifer 12 fest, so dass die obere Druckproduktehälte 42' vom Bereich der offenen Kante 38 her von der unteren Hälfte 42 abgehoben wird, wie dies Figur 5 zeigt. Dadurch, dass die Fördergeschwindigkeit der Greifer 12 grösser ist als die Umlaufgeschwindigkeit der Öffnungsnocken 40, wird dieser Abhebe-Effekt noch verstärkt. In dieser Phase des Öffnens der Druckereiprodukte 32 fährt jeweils ein ausgefahrener Offenhaltestift 60 zwischen die voneinander im Bereich der offenen Kante 38 abgehobenen Hälften 42, 42' ein. Da die Offenhaltestifte 60 bezüglich der Achse des Kettenrades 46, in radialer Richtung gesehen, gegenüber der Kette 48 nach aussen versetzt sind, ist die Relativgeschwindigkeit zwischen dem Offenhaltestift 60 und den Öffnungsnocken 40 besonders gross, so dass für das Einfahren wenig Zeit benötigt wird, welche dann umsomehr dem Trennen der beiden Hälften 42 und 42' zur Verfügung steht. Im dem Kettenrad 46 folgenden Bereich ist die Kette 48 mit der Krümmung des Kettenrades 46 entgegengesetzter Krümmung geführt, so dass die Offenhaltestifte 60 einen kleineren Weg zurücklegen als die Kette 48. Mit andern Worten: es holen die Greifer 12 die Offenhaltestifte 60 auf, wenn diese diesen Bereich durchlaufen, wie dies aus den Figuren 4 und 5 besonders deutlich erkennbar ist. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Öffnungsnocken 40 den Vorfalz 106 frei geben, sobald jeweils ein Offenhaltestift 60 zwischen die voneinander abgehobenen Hälften 42, 42' eingefahren ist.

    [0029] Die Druckereiprodukte 32 müssen nur im Bereich einer Ecke 32' geöffnet werden, wenn sie wie dies die Figur 2 zeigt, mit dieser Ecke 32' voraus auf die Auflagen 28 abgelegt werden. Selbstverständlich verläuft in diesem Fall die Offenhalteeinrichtung 44 entlang der geöffneten Seite der Druckereiprodukte 32.

    [0030] In den Figuren 6 und 7 ist jeweils ein Teil der Öffnungswalze 108 vergrössert dargestellt, wobei in der Figur 6 ein Druckereiprodukt 32 geöffnet wird, dessen obere Hälfte 42' über die untere Hälfte 42 vorsteht und in der Figur 7 das Öffnen eines Druckereiproduktes 32 mit unten liegendem Vorfalz 106 gezeigt ist. Die Öffnungsnocken 40 sind in radialer Richtung verschiebbar an der Öffnungswalze 108 gelagert und in ihrem Innern verläuft ein Strömungskanal 110, um zum gewünschten Zeitpunkt einen Luftstrahl 112 zwischen die beiden Hälften 42 und 42' des betreffenden Druckereiproduktes 32 einzublasen. Zum Öffnen von Druckereiprodukten 32, bei welchen die obere Hälfte 42' über die untere Hälfte 42 vorsteht (Fig. 6), sind die Fördereinrichtung 10 und die Öffnungseinrichtung 34 derart miteinander synchronisiert, dass der betreffende Öffnungsnocken 40 den Vorfalz 106 anhebt, wie dies Figur 6 zeigt. Durch den Luftstrahl 112 wird nun die untere Hälfte 42 von der oberen Hälfte 42' getrennt und die untere Hälfte 42 durch Verschwenken des Öffnungsnockens 40 mit seiner vorauslaufenden Kante unter den Öffnungsnocken 40 eingefahren. Durch in radialer Richtung gegen Innenverschieben des Öffnungsnockens 40 wird dann die untere Hälfte 42 festgeklemmt.

    [0031] Ist hingegen der Vorfalz 106 untenliegend (Fig. 7), ist die Synchronisation zwischen der Fördereinrichtung 10 und der Öffnungseinrichtung 34 derart eingestellt, dass der Öffnungsnocken 40 den Vorfalz 106 der längeren unteren Hälfte 42 beim Verschwenken übergreift. Der Öffnungsnocken 40 wird nun in radialer Richtung gegen innen verschoben, um den Vorfalz 106 festzuklemmen und ein Luftstrahl 112 erleichtert nun das Trennen der oberen Hälfte 42' des Druckereiproduktes 32 von der unteren.

    [0032] Um ein sauberes Zuführen der vorauslaufenden, offenen Kante 38 der Druckereiprodukte 32 zur Öffnungseinrichtung 34 sicherzustellen, kann das Leitorgan 82 ein Leitblech und ein über dieses geführtes, endlos umlaufendes Bändchen 114 aufweisen, das um die Öffnungswalze 108 und ein nicht dargestelltes Umlenkrad im Bereich der Richtstation 68 geführt ist, wie dies die Figuren 6 und 7 deutlich zeigen.

    [0033] Werden die Druckereiprodukte 32 schräggestellt ausgerichtet, wie dies in der Figur 9 dargestellt ist, so werden sie mittels der Öffnungseinrichtung 34 im Bereich der nun vorauslaufenden Ecke 32' geöffnet und beim Weitertransport zum Übergabebereich 30 mittels der Offenhalteeinrichtung 44 im Bereich der an die Ecke 32' anschliessenden Seitenkante 32'' offen gehalten. In diesem Fall ist kein Verwinden der Schiene 16 notwendig, um die Druckereiprodukte 32 mit der Ecke 32' voraus, nach unten hängend den Auflagen 28 zuzuführen. In diesem Fall werden die Druckereiprodukte durch das Einfahren der Auflagen 28 zwischen die teilweise voneinander abgehobenen Hälften 42, 42' ganz geöffnet und gegebenenfalls ohne Parallelstellen des Falzes 36 zur Auflage 28 durch Öffnen der Greifer 12 auf jene fallen gelassen.

    [0034] Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, dass das Zugorgan 14 über einen weiteren Kettentrieb 116 von der Antriebswelle 64 her angetrieben ist und die Öffnungswalze 108 über ein Zahnradgetriebe 117 mit dem Kettenrad 46 wirkverbunden ist. Die Fördereinrichtung 10, Öffnungseinrichtung 34 und Richtstation 68 sind an einem schematisch angedeuteten Gestell 118 abgestützt.

    [0035] Es ist selbstverständlich auch denkbar, die Druckereiprodukte beim Uebergeben an die Greifer 12 auszurichten. In diesem Fall ist keine Richtstation 68 notwendig. Es ist auch denkbar, die Auflagen an einem Rundlauf anzuordnen, wobei die Längserstreckung der Auflagen quer zur Umlaufrichtung des Rundlaufs verläuft und der, im Übergabebereich vorzugsweise geradlinige übernahmeaktive Trum des Rundlaufs mit einer der Fördergeschwindigkeit der Fördereinrichtung etwa entsprechenden Geschwindigkeit in Förderrichtung der Fördereinrichtung angetrieben ist und, in Förderrichtung F gesehen, die Förderrichtung der Fördereinrichtung und die Bewegungsrichtung der Auflagen aufeinander zulaufen, so dass jeweils eine Auflage mit ihrem freien Endbereich in die geöffneten Druckereiprodukte einläuft.

    [0036] Vorzugsweise sind mehrere Förder-, Öffnungs- und Offenhalteeinrichtungen 10, 34, 44 und Richtstationen 68 nebeneinander angeordnet vorgesehen, um auf die Auflagen bzw. bereits auf diese abgelegte Druckereiprodukte weitere gefaltete Druckereiprodukte abzulegen, wobei jeweils die auf die Auflagen abgelegten Druckereiprodukte in Längsrichtung der Auflagen verschoben werden.


    Ansprüche

    1. Verfahren zum Öffnen und auf eine sattelförmige Auflage Ablegen von gefalteten Druckereiprodukten, bei dem die Druckereiprodukte (32) mittels in Förderrichtung (F) bewegten, einzeln steuerbaren Greifern (12) einer Fördereinrichtung (10) bei ihrem Falz (36) gehalten einer Öffnungseinrichtung (34) zugeführt und die geöffneten Druckereiprodukte (32) in einem Übergabebereich (30) rittlingsweise auf die sattelförmige Auflage (28) abgelegt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32) von den Greifern (12) gehalten von der Öffnungseinrichtung (34) weg zum von der Öffnungseinrichtung (34) beabstandeten Übergabebereich (30) weitertransportiert und während dieses Transports mittels auf die beiden, durch das Oeffnen voneinander abgehobenen Teile (42,42') der Druckereiprodukte (32) einwirkende Offenhaltemittel (43) offengehalten werden.
     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32) mit quer zur Förderrichtung (F) verlaufendem Falz (36) transportiert und durch Verschwenken der Greifer (12) um eine etwa in Förderrichtung (F) verlaufende Achse zum mit einer Ecke (32') voraus umgreifenden Einfahren auf die Auflage (28) schräggestellt und vorzugsweise vor den Öffnen der Greifer (12) wieder zurückverschwenkt werden.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32) mit quer zur Förderrichtung (F) verlaufendem Falz (36) transportiert und vor dem Öffnen derart schräg gerichtet werden, dass sie nach dem Öffnen mit einer Ecke (32') voraus auf die Auflage (28) ablegbar sind.
     
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32) auf unterschiedliche Auflagen (28) abgelegt werden, wobei jeweils eine im Übergabebereich (30) mit dem betreffenden Druckereiprodukt (32) in Förderrichtung (F) etwa mitlaufende Auflage (28) von der offenen Kante (38) her in das geöffnete Druckereiprodukt (32) eingefahren wird.
     
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32) vorzugsweise einseitig geöffnet und während des nachfolgenden Transports mittels von der Seite her zwischen die beiden Teile (42,42') der Druckereiprodukte (32) eingreifenden, mitlaufenden Offenhalteorganen (50) und einem die Kanten (38) stützenden Führungselement (54) der Offenhaltemittel (43) offengehalten werden, wobei der jeweils vorlaufende Teil (42') vom entsprechenden Offenhalteorgan (50) hintergriffen und in Förderrichtung (F) vom nachlaufenden mittels des Führungselements zurückgehaltenen Teil (42) beabstandet gehalten wird.
     
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32) von der den Falz (36) gegeüberliegenden offenen Kante (38) her beginnend und gegebenenfalls vom Bereich der bei Schrägstellung nach unten zuliegen kommenden Ecke (32') her geöffnet werden.
     
    7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32) bevor sie in den Wirkbereich der Öffnungseinrichtung (34) gelangen ausgerichtet werden.
     
    8. Vorrichtung zum Oeffnen und auf eine sattelförmige Auflage Ablegen von gefalteten Druckereiprodukten, mit einer Fördereinrichtung (10) mit in Förderrichtung (F) bewegten, hintereinander angeordneten, einzeln steuerbaren Greifern (12) die dazu bestimmt sind, jeweils ein Druckereiprodukt (32) an seinem Falz (36) zu fassen und dieses einem Übergabebereich (30) zuzuführen, wo es durch Oeffnen des Greifers (12) rittlingsweise auf die Auflage (28) ablegbar ist, und einer Öffnungseinrichtung (34) um die Druckereiprodukte (32) vor dem Ablegen zu Öffnen, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (34) dem Übergabebereich (30) mit Abstand vorgelagert ist, und auf beide mittels der Oeffnungseinrichtung (34) voneinander abgehobenen Teile (42,42') der Druckereiprodukte (32) einzuwirken bestimmte Offenhaltemittel (43) vorgesehen sind um zwischen der Öffnungseinrichtung (34) und dem Übergabebereich (30) die Druckereiprodukte (32) offenzuhalten.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrichtung (F) der Fördereinrichtung (10) quer zur Längserstreckung der Auflage (28) verläuft und die Greifer (12) dazu bestimmt sind, die Druckereiprodukte (32) mit quer zur Förderrichtung (F) verlaufendem Falz (36) zu fördern.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Offenhaltemittel (43) eine Offenhalteeinrichtung (44) mit an einem Zugorgan (48), dessen eines Trum (48') zwischen der Öffnungseinrichtung (34) und dem Übergabebereich (30) seitlich und etwa in Förderrichtung (F) der Fördereinrichtung (10) verläuft, angeordnete Offenhalteorgane (50) aufweisen, die bei der Öffnungseinrichtung (34) zwischen die voneinander abgehobenen Teile (42,42') der Druckereiprodukte (32) einführbar und mit den Druckereiprodukten (32) etwa mitbewegbar sind, wobei die Offenhalteorgane (50) dazu bestimmt sind, den jeweils vorlaufenden Teil (42') vom nachlaufenden Teil (42) beabstandet zu halten.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Offenhalteorgane (50), vorzugsweise teleskopartig quer zur Förderrichtung (F) ein- und ausfahrbare Offenhaltestifte (60) aufweisen.
     
    12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Offenhaltemittel (43) zwischen der Öffnungseinrichtung (34) und dem Übergabebereich (30) unterhalb der Fördereinrichtung (10) ein auf die unteren Kanten (38) der hängenden Druckereiprodukte (32) stützend einwirkendes Führungselement (54) aufweisen, um den in Förderrichtung (F) gesehen hinteren Teil (42) jedes geöffneten Druckereiprodukts (32) gegenüber dem mittels der Offenhalteeinrichtung (44) in Förderrichtung (F) gezogenen vorderen Teil (42') zurückzuhalten.
     
    13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (12) um eine etwa in Förderrichtung (F) verlaufende Achse verschwenkbar sind um die Druckereiprodukte (32) bezüglich der Auflage (28) schräggestellt mit einer Ecke (32') nach unten hängend jener zuzuführen und vorzugsweise vor dem Öffnen der Greifer (12) mit dem Falz (36) parallel zur Auflage (28) auszurichten.
     
    14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (12) in einem Führungsorgan (16) in Förderrichtung (F) verschiebbar geführt sind und das Führungsorgan (16) zum Verschwenken der Greifer (12) um seine Längsachse verwunden ist.
     
    15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungseinrichtung (34) eine Richtstation (68), vorzugsweise mit Abstand vorgelagert ist um die Druckereiprodukte (32) bei kurzzeitigem und mindestens teilweisem Öffnen der Greifer (12) bezüglich diesen auszurichten.
     
    16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (34) umlaufende Öffnungsnocken (40) zum Erfassen des einen Teils (42) jedes Druckereiproduktes (32) im Bereich dessen dem Falz (36) gegenüberliegenden offenen Kante (38) aufweist, und die Richtstation (68) dazu bestimmt ist, die Druckereiprodukte (32) in Bezug auf die Öffnungsnocken (40) auszurichten.
     
    17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtstation (68) dazu bestimmt ist, die Druckereiprodukte (32) schrägzustellen um diese mit einer nach unten hängenden Ecke (32') der Auflage (28) zuzuführen.
     
    18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtstation (68) ein, vorzugsweise etwa in Förderrichtung (F) bewegtes Richtmittel aufweist, an welches die Druckereiprodukte (32) bei wenigstens teilweise geöffneten Greifern (12) mit einer, vorzugsweise der offenen Kante (38) zur Anlage bringbar sind, wobei die Greifer (12) nach dem Richten der Druckereiprodukte (32) durch Hineinschieben in die Greifer (12) zu deren Weitertransport wieder schliessbar sind.
     
    19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtmittel zwei zueinander etwa parallele und rechtwinklig zur Förderrichtung (F) voneinander beabstandete Zugorgane (70) mit zum Einwirken auf die offenen Kanten (38) der Druckereiprodukte (32) bestimmten Richtnocken (72) aufweisen, wobei die Zugorgane (70) derart antreibbar sind, dass die einander entsprechenden Richtnocken (72) sich auf einer rechtwinklig zur Förderrichtung (F) verlaufenden Linie befinden oder zum Schrägstellen der Druckereiprodukte (32) gegeneinander in Förderrichtung (F) versetzt sind.
     
    20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 19, gekennzeichnet durch mehrere synchron zu den Greifern (12) umlaufend angetriebene, vorzugsweise trommelartig angeordnete Auflagen (28), auf die jeweils ein von einem Greifer (12) zugeführtes Druckereiprodukt (32) ablegbar ist.
     




    Zeichnung

























    Recherchenbericht