[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Öffnen
und auf eine sattelförmige Auflage Ablegen von gefalteten Druckereiprodukten gemäss
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 8.
[0002] Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der CH-PS 667 859 bekannt. Die Druckereiprodukte
werden im Mittelbereich des Falzes von je einem Greifer einer Fördereinrichtung verdrehsicher
gehalten und mittels eines Drückers, der auf einen Endbereich des Falzes einwirkt,
gestaucht. Zwischen die vom gestauchten Falz ausgehenden Hälften der Druckereiprodukte
wird eine Öffnungsleiste eingeführt, die zum voneinander Abheben der beiden Hälften
vom Bereich des Falzes aus entlang der betreffenden Seitenkante der Druckereiprodukte
zum Bereich der dem Falz gegenüberliegenden offenen Kante verschoben wird. Um die
Druckereiprodukte verdrehsicher zu halten, weisen die Greifer zwei je unabhängig voneinander
steuerbare Klemmfinger und eine mit beiden Klemmfingern zusammenwirkende Klemmbacke
auf. Um die mittels des Drückers und der Öffnungsleiste vorgeöffneten Druckereiprodukte
weiter zu öffnen wird der dem Drücker nähere Klemmfinger in seine Offenstellung überführt
und das betreffende Druckereiprodukt wird unter der Einwirkung des Drückers um den
Klemmpunkt zwischen dem andern Greifer und der Klemmbacke verdreht und schräggestellt,
so dass die eine Hälfte des Druckereiproduktes im Bereich der durch die Schrägstellung
nun vorlaufenden Ecke in einen Öffnungsnocken einer Öffnungseinrichtung eingeführt
wird. Durch Umlenken der umlaufend angetriebenen Öffnungsnocken um ein Rad, das um
eine rechtwinklig zur Förderrichtung der Druckereiprodukte verlaufende Achse drehbar
ist, wird die vom betreffenden Öffnungsnocken gehaltene Hälfte des Druckereiproduktes
von der offenen Kante her beginnend von der andern Hälfte abgehoben. Während dieses
Abhebens wird eine sattelförmige Auflage einer trommelartigen Sammeleinrichtung zwischen
die beiden Hälften des Druckereiproduktes von unten her eingeführt. Nach den Öffnen
des betreffenden Öffnungsnockens umgreifen die beiden Hälften des Druckereiproduktes
die sattelförmige Auflage von oben und durch Öffnen des betreffenden Greifers der
Fördereinrichtung fällt das Druckereiprodukt rittlingsweise auf diese Auflage. Die
Öffnungseinrichtung befindet sich somit im Übergabebereich der Druckereiprodukte an
die Auflagen und ist an der Übergabe aktiv beteiligt.
[0003] Aehnliche Einrichtungen, bei welchen aber die Druckereiprodukte zum Einführen in
die Öffnungsnocken der Öffnungseinrichtung nicht schräggestellt werden, sind aus der
EP-A-0 341 425 bzw. der entsprechenden US-A-5,052,667, der EP-A-0 208 081 bzw. der
entsprechenden US-PS 4,684,117 oder der DE-A-36 20 945 bzw. der entsprechenden US-PS
4,684,116 bekannt. All diesen Einrichtungen ist gemeinsam, dass die Öffnungseinrichtungen
im Übergabebereich der Druckereiprodukte an die Auflagen angeordnet sind und durch
das Öffnen der Druckereiprodukte während des Einfahrens der Auflagen zwischen die
sich öffnenden Druckereiprodukte selber am Ablegevorgang beteiligt sind. Beim Umstellen
auf andersformatige Druckereiprodukte erfordern die bekannten Einrichtungen erheblichen
Aufwand, da sämtliche am Öffnen und Ablegen beteiligten Komponenten gegenseitig aufeinander
abzustimmen sind.
[0004] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das bekannte Verfahren und
die gattungsgemässe Vorrichtung derart weiterzubilden, dass eine problemlose Einstellung
auf andere Formate der zu verarbeitenden Druckereiprodukte möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und eine Vorrichtung gelöst, das bzw. die
die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 8 aufweist.
[0006] Die verschiedenen Funktionseinheiten, d.h. das Öffnen der Druckereiprodukte und das
Ablegen auf die Auflagen sind örtlich und funktionell voneinander getrennt. Bei der
Umstellung auf andersformatige Druckereiprodukte kann somit die Öffnungseinrichtung
ohne Berücksichtigung der Auflagen auf das neue Format eingestellt werden, und das
Neusynchronisieren der Auflagen mit der Fördereinrichtung kann ohne Berücksichtigung
der Öffnungseinrichtung erfolgen. Weiter ist bei der erfindungsgemässen Vorrichtung
eine bessere Zugänglichkeit gegeben, da die Öffnungseinrichtung nicht im Übergabebereich
angeordnet ist, wo die Auflagen auch Platz beanspruchen.
[0007] In besonders bevorzugter Weise werden die Druckereiprodukte, bevor sie der Öffnungseinrichtung
zugeführt werden, ausgerichtet. Dies dient der Sicherstellung des sauberen Erfassens
der Druckereiprodukte durch die Öffnungseinrichtung.
[0008] Weitere bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Verfahrens und Ausbildungsformen
der erfindungsgemässen Vorrichtung sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Die vorliegende Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
- Fig. 1
- eine Einrichtung zum Zuführen, Ausrichten, Öffnen und auf eine sattelförmige Auflage
Ablegen von Druckereiprodukten;
- Fig. 2 und 3
- ein Teil dieser Einrichtung in einem Schnitt entlang der Linie II bzw. III der Fig.
1;
- Fig. 4 und 5
- den Bereich der Öffnungseinrichtung zu unterschiedlichen Zeitpunkten beim Öffnen eines
Druckereiprodukts;
- Fig. 6 und 7
- vergrössert einen Teil der Öffnungseinrichtung beim Öffnen von Druckereiprodukten
mit obenliegendem bzw. untenliegendem Vorfalz; und
- Fig. 8 und 9
- in Pfeilrichtung VIII der Fig. 1 gesehen und teilweise geschnitten einen Teil der
Einrichtung im Bereich der Richtstation beim horizontalen bzw. schrägen Ausrichten
eines Druckereiproduktes.
[0010] Fig. 1 zeigt einen Teil einer Fördereinrichtung 10 mit einzeln steuerbaren Greifern
12, die in einem festen Abstand A hintereinander an einem strichpunktiert angedeuteten
endlosen und in Förderrichtung F umlaufend angetriebenen Zugorgan 14 angeordnet sind.
Wie dies auch aus den Figuren 2, 3, 8, und 9 hervorgeht, handelt es sich beim Zugorgan
14 um eine allgemein bekannte, in einer in sich geschlossenen C-förmigen Schiene 16
über Räder 18 geführte Gliederkette 20, von welcher an den Verbindungsstellen je zweier
benachbarter Glieder ein Ausleger 22 absteht, an welchem jeweils ein Greifer 12 um
eine rechtwinklig zur Förderrichtung F verlaufende Achse 24 schwenkbar gelagert ist.
Derartige Greifer 14 sind allgemein bekannt und in der CH-PS 644 816 und der entsprechenden
US-PS 4,381,056 ausführlich beschrieben. Was den Aufbau und die Funktionsweise der
Greifer 12 betrifft, wird ausdrücklich auf diese beiden Dokumente verwiesen.
[0011] Unterhalb des Endbereichs der Fördereinrichtung 10 ist eine trommelförmige Einrichtung
26 zum Sammeln von Druckereiprodukten angeordnet, wie sie in der EP-A-0 341 425 bzw.
der entsprechenden US-Patentanmeldung Serial Nr. 07/349 303 beschrieben ist. Was den
Aufbau und die Funktionsweise der Sammeleinrichtung 26 betrifft, wird auf diese Vorveröffentlichungen
verwiesen. Die Sammeleinrichtung 26 weist trommelartig um eine nicht gezeigte Umlaufachse
angeordnete Auflagen 28 auf, deren Längserstreckung parallel zur Umlaufachse verläuft
und deren, in radialer Richtung gesehen, äusseren Enden in Umlaufrichtun U etwa gleich
weit voneinander beabstandet sind, wie aufeinanderfolgende Greifer 12 der Fördereinrichtung
10 (Abstand A).
[0012] In einem Übergabebereich 30, in welchem von den Greifern 12 einzelweise zugeführte
und vorgängig geöffnete, gefaltete Druckereiprodukte 32 auf die Auflagen 28 abgelegt
werden, verläuft die Förderrichtung F der Fördereinrichtung 10 gleichsinnig zur Umlaufrichtung
U der Auflagen 28 und rechtwinklig zu deren Umlaufachse und Längserstreckung.
[0013] In Förderrichtung F gesehen, ist dem Übergabebereich 30 mit Abstand eine Öffnungseinrichtung
34 zum Öffnen der gefalzten Druckereiprodukte 32 vorgelagert. Die im Bereich ihres
quer zur Förderrichtung F verlaufenden Falzes 36 von den Greifern 12 gehaltenen Druckereiprodukte
32 werden mit vorauslaufender, dem Falz 36 gegenüberliegender offenen Kante 38, der
unterhalb der Fördereinrichtung 10 angeordneten Öffnungseinrichtung 34 zugeführt,
wo in bekannter Art und Weise umlaufende Öffnungsnocken 40, die der Oeffnungseinrichtung
34 zugewandte, untenliegende Hälfte 42 der Druckereiprodukte 32 im Bereich der offenen
Kante 38 erfassen und von der anderen Hälfte 42' abheben.
[0014] Offenhaltemittel 43 u.a. mit einer Offenhalteeinrichtung 44 sorgen dafür, dass die
von der Oeffnungseinrichtung 34 geöffneten Druckereiprodukte 32 während des Weitertransports
zum Uebergabebereich 30 offengehalten werden. An einer endlosen, um Kettenräder 46,
46', 46'' geführten Kette 48 der Offenhalteeinrichtung 44 sind hintereinander in einem
festen Abstand, der etwa dem Abstand A zwischen aufeinanderfolgenden Greifern 12 entspricht,
Offenhalteorgane 50 angeordnet, siehe auch Fig. 2. Im Bereich seines unteren aktiven
Trums 48' ist die Kette 48 in einer seitlich der von der Fördereinrichtung 10 transportierten
Druckereiprodukte 32 verlaufenden Führungsschiene 52 etwa S-förmig geführt, wie dies
Fig. 1 zeigt. Im Bereich der Öffnungseinrichtung 34 ist die Kette 48 derart um das
Kettenrad 46 geführt, dass jeweils ein Offenhalteorgan 50 von unten her zwischen die
von der betreffenden Öffnungsnocke 40 gehaltene Hälfte 42 und die andere Hälfte 42'
eines Druckereiproduktes 32 einläuft. Im der Öffnungseinrichtung 34 in Förderrichtung
F gesehen nachfolgenden Bereich bis etwa zum Beginn des Uebergabebereichs 30 ist die
Kette 48 etwa parallel zur Schiene 16 der Fördereinrichtung 10 geführt. In diesem
Bereich weisen die Offenhaltemittel 43 weiter ein parallel zur Förderrichtung F verlaufendes
Führungselement 54, beispielsweise ein Leitblech, auf, über welches die geöffneten
Druckereiprodukte 32 mit ihrer dem Falz 36 gegenüberliegenden offenen Kante 38 gleitend
gezogen werden. Die Druckereiprodukte 32 werden dabei im Bereich ihrer offenen Kante
38 abgestützt angehoben, so dass die in diesem Bereich hinteren, von dem betreffenden
Halteorganen 50 nicht beeinflussten Hälften 42 der Druckereiprodukte 32 von den von
der betreffenden Offenhalteorganen 50 nach vorwärts gezogenen vorderen Hälften 42'
noch weiter abgehoben werden. Vom Beginn des Übergabebereichs 30 her bis zum Kettenrad
46' verjüngt sich der Abstand zwischen dem unteren Trum 48' und der Fördereinrichtung
10, was zur Folge hat, dass in diesem Bereich sich der Abstand der beiden Hälften
42, 42' der Druckereiprodukte 32 verringert. Am Anfang des Übergabebereichs 30 fährt
jeweils eine Auflage 28 von unten her zwischen die vordere, vom Offenhalteorgan 50
gehaltene Hälfte 42' und die nachlaufende, noch auf dem Führungselement 54 gleitende
hintere Hälfte 42 des betreffenden Druckereiproduktes 32 ein, so dass im Zuge der
Weiterförderung die beiden Hälften 42, 42' die betreffende Auflage 28 von oben her
umgreifen, sobald die hintere Hälfte 42 vom Führungselement 54 abläuft und sodann
die beiden Hälften 42, 42' in die Sammeleinrichtung 26 zwischen die betreffende Auflage
28 und die zu dieser benachbarten Auflagen 28 eingreifen.
[0015] Die Offenhalteorgane 50 weisen einen durch eine Steuerkulisse 56 teleskopartig aus
einem Trägerelement 58 ausfahrbaren Offenhaltestift 60 auf, wie diese Fig. 2 deutlich
zeigt. Im Bereich der Öffnungseinrichtung 34 wird der betreffende Offenhaltestift
60 jeweils ausgefahren, so dass er von unten zwischen die beiden Hälften 42, 42' des
betreffenden Druckereiproduktes 32 einfährt. Der nun von der Seite her zwischen diese
Hälften 42, 42' greifende Offenhaltestift 60 wird solange von der Steuerkulisse 56
in seiner ausgefahrenen Stellung gehalten, bis das Druckereiprodukt 32 die betreffende
Auflage 28 von oben umgreift. Anschliessend wird der Offenhaltestift 60 in das Trägerelement
58 unter Wirkung einer in der Figur nicht gezeigten Rückholfeder zurückgezogen, wie
dies in Fig. 2 mit dem strichpunktiert gezeichneten Gleitschuh 62 angedeutet ist.
Der mit dem Offenhaltestift 60 verbundene Gleitschuh 62 wirkt zum Ausfahren und in
der ausgefahrenen Stellung Halten des Offenhaltestifts 60 mit der Steuerkulisse 56
zusammen. In Fig. 1 sind die ausgefahrenen Offenhaltestifte 60 schraffiert angedeutet,
wogegen die zurückgezogenen Offenhaltestifte 60 gestrichelt angedeutet sind.
[0016] Das Rückführtrum der Kette 48 ist um das Kettenrad 46'' geführt, welches auf einer
Antriebswelle 64 drehfest sitzt. An dieser Antriebswelle 64 ist ein strichpunktiert
angedeuteter Winkelhebel 66 schwenkbar gelagert, an dessen einem Ende das Kettenrad
46' und andern Ende das Kettenrad 46 frei drehbar gelagert sind. Im Bereich des Kettenrades
46 ist weiter die Öffnungseinrichtung 34 am betreffenden Arm des Winkelhebels 66 angeordnet.
Weiter trägt der Winkelhebel 66 ebenfalls die Führungsschiene 52 für den unteren Trum
48' der Kette 48. Der Winkelhebel 66 ist je nach Format der jeweils zu verarbeitenden
Druckereiprodukte 32 aus seiner unteren, in der Fig. 1 strichpunktiert angedeuteten
Lage stufenlos bis in eine obere, mit 66' bezeichneten Lage zur Anpassung an das Format
verschwenkbar.
[0017] Selbstverständlich ist auch das Führungselement 54 in seinem Abstand zur Schiene
16 verstellbar, um seine Lage an das Format der zu verarbeitenden Druckereiprodukte
32 anzupassen.
[0018] Der Öffnungseinrichtung 34 ist eine Richtstation 68 vorgeschaltet. Diese Richtstation
68 und ihr Zusammenwirken mit der Öffnungseinrichtung 34 ist in der gleichaltrigen
Patentanmeldung "Verfahren und Vorrichtung zum Richten von Druckereiprodukten" ausführlich
beschrieben. Auch was unterschiedliche Ausbildungsformen der Richtstation 68 betrifft,
wird auf diese Patentanmeldung verwiesen.
[0019] Die Richtstation 68 ist unterhalb der Fördereinrichtung 10 angeordnet und von der
Öffnungseinrichtung 34 beabstandet. Wie dies insbesondere auch aus den Fig. 8 und
9 hervorgeht, weist sie zwei zueinander parallele und seitlich voneinander beabstandete
Nockenrundläufe 70 auf, wobei die Richtnocken 72 in einem Abstand B zueinander angeordnet
sind, der etwas kleiner ist als der Abstand A zwischen zwei aufeinanderfolgenden Greifern
12. Die der Fördereinrichtung 10 zugewandten richtaktiven Trume 70' der um die, in
Förderrichtung F voneinander beabstandeten Räder 74, 74' geführten Nockenrundläufe
70 (siehe auch Fig. 1) verlaufen etwa parallel zur Schiene 16, und die Rundläufe 70
sind derart kontinuierlich angetrieben, dass jeweils ein Richtnocken 72 beim Erreichen
des, in Förderrichtung F gesehen, am Ende der Richtstation 68 angeordneten Rades 74
einen vorgegebenen Abstand zum betreffenden Greifer 12 aufweist, welcher jenes Druckereiprodukt
32 transportiert, welches mit seiner vorauslaufenden offenen Kante 38 an dem betreffenden
Richtnocken 72 anliegt. Die offenen Kanten 38 der im Bereich der Richtstation 68 mit
schräg von oben gegen unten verlaufender Förderrichtung F in Hängelage transportierten
Druckereiprodukte 32 gleiten auf seitlich voneinander beabstandeten Führungsstäben
76, und sobald die vorauslaufende Kante 38 eines Druckereiproduktes 32 im Bereich
des richtwirksamen Trums 70' ist, wird durch eine schematisch angedeutete Steuereinrichtung
78 der betreffende Greifer 12 teilweise geöffnet, so dass das Druckereiprodukt 32
unter seinem Eigengewicht an die einander entsprechenden Richtnocken 72 der Nockenrundläufe
70 mit seiner offenen Kante 38 zur Anlage gleitet, ohne dabei aus dem Maul 80 des
Greifers 12 herauszurutschen. Da der Nockenrundlauf 70 langsamer angetrieben ist als
die Fördereinrichtung 10, wird das betreffende Druckereiprodukt 32 in Richtung gegen
das Innere des Mauls 80 zurückgeschoben, so dass das Druckereiprodukt 32 bezüglich
dem Greifer 12 genau ausgerichtet ist, wenn seine offene Kante 38 das Rad 74 erreicht.
In diesem Moment wird von der Steuereinrichtung 78 der Greifer 12 für den Weitertransport
des Druckereiproduktes 32 wieder geschlossen, kurz bevor die entsprechenden Richtnocken
72 aus dem Einwirkbereich auf die Kante 38 ausschwenken.
[0020] Zwischen der Richtstation 68 und der Öffnungseinrichtung 34 sind die Druckereiprodukte
32 im Bereich ihrer vorlaufenden offenen Kante 38 durch ein Leitorgan 82 geführt,
so dass die Öffnungsnocken 40 der Öffnungseinrichtung 34 die jeweils untenliegende
Hälfte 42 der Druckereiprodukte 32 problemlos erfassen können.
[0021] Der Antrieb der Nockenrundläufe 70 erfolgt mittels eines strichpunktiert angedeuteten
Kettentriebs 84, der ebenfalls mit der Antriebswelle 64 gekuppelt ist. Um die Richtstation
68 auf das jeweilige Format der zu verarbeitenden Druckereiprodukte 32 einzustellen,
ist somit nur die Phasenlage zwischen den Nockenrundläufen 70 und der Fördereinrichtung
10 anzupassen.
[0022] In der in Fig. 8 gezeigten Ausbildungsform der Richtstation 68, bei welcher die einander
ensprechenden Richtnocken der beiden Nockenrundläufe 70 derart ausgerichtet sind,
dass sie auf einer rechtwinklig zur Förderrichtung F verlaufenden Linie liegen, werden
die Druckereiprodukte 32 derart ausgerichtet, dass die offene Kante 38 und somit auch
der Falz 36 rechtwinklig zur Förderrichtung F und parallel zur Achse 24 der Greifer
12 verlaufen. Werden hingegen die einander entsprechenden Richtnocken 72 der beiden
Nockenrundläufe 70 in Förderrichtung F gesehen gegeneinander versetzt, so werden die
Druckereiprodukte 32 schräg zur Förderrichtung F und zur Achse 24 ausgerichtet, wie
dies Fig. 9 zeigt.
[0023] In Förderrichtung F gesehen, der Öffnungseinrichtung 34 nachfolgend, ist die Schiene
16 um ihre Längsachse verwunden, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist und besonders deutlich
aus Fig. 2 hervorgeht. Etwa in der Mitte des Übergabebereichs 30 wird diese Verwindung
wieder rückgängig gemacht, wie dies Fig. 3 zeigt. Das Verwinden der Schiene 16 hat
zur Folge, dass die in der Richtstation 68 rechtwinklig zur Förderrichtung F ausgerichteten
Druckereiprodukte 32 (Fig. 8) durch Verschwenken der Greifer 12 um eine in Förderrichtung
F verlaufende Achse schräggestellt werden und mit einer gegen unten vorstehenden Ecke
32' dem Übergabebereich zugeführt und mit dieser Ecke voraus auf die Auflagen 28 diese
umgreifend geführt werden (Fig. 2). Durch die Zurückführung der Verwindung der Schiene
16 im Übergabebereich 30 werden die Druckereiprodukte 32 mit ihrem Falz 36 wieder
parallel zu den Auflagen 28 ausgerichtet, wobei die Druckereiprodukte 32 vom Bereich
der Ecke 32' ausgehend nach und nach die Auflage 28 mit ihrer gesamten Breite umfassen,
wie dies Fig. 3 zeigt.
[0024] Im Übergabebereich 30 bewegen sich die Auflagen 28 und die Greifer 12 auch aufeinander
zu, so dass am Ende des Übergabebereichs 30 die Auflagen 28 bis in die Nähe des vom
Greifer 12 erfassten Bereichs in die Druckereiprodukte 32 eingefahren sind. Am Ende
des Übergabebereichs 30 werden die Greifer 12 geöffnet, wodurch nun die Druckereiprodukte
32 auf die Auflagen 28 fallen.
[0025] Wie dies insbesondere aus den Figuren 2, 3, 8 und 9 erkennbar ist, weist jeder Greifer
12 eine in Richtung der Achse 24 verlaufende Welle 86 auf, die am Ausleger 22 drehbar
gelagert ist. Um diese Welle 86 ist die in der Figur 1 vorlaufende, starr ausgebildete
Klemmbacke 88 schwenkbar gelagert und ein als Blattfeder ausgebildeter, mit der Klemmbacke
88 zusammenwirkender Klemmfinger 90 ist an der Welle 86 drehfest verankert. An der
Klemmbacke 88 ist ein Verriegelungshebel 92 schwenkbar angeordnet, um in Klemmlage
den Klemmfinger 90 gegenüber der Klemmbacke 88 zu verriegeln. Weiter ist an der Klemmbacke
88 eine Lagerolle 94 frei drehbar gelagert, die mit einer an der Schiene 16 angeordneten
Lagekulisse 96 zusammenwirkt.
[0026] Von der Welle 86 steht drehfest ein verschränkter Schliesshebel 98 ab, an dessen
Ende eine mit einer Schliesskulisse 100 zusammenwirkende Schliessrolle 102 drehbar
gelagert ist. Die Schliesskulisse 100 sowie auch eine auf den Verriegelungshebel 92
zur Einwirkung bringbare Öffnungskulisse 104 sind ebenfalls an der Schiene 16 befestigt.
Bei der Richtstation 68 läuft die Schliessrolle 102 auf die Schliesskulisse 100 auf
und die Öffnungskulisse 104 entriegelt den Verriegelungshebel 92. Die gegenseitige
Lage der Lagekulisse 96 und Schliesskulisse 100 lässt nun die Vorspannung des Klemmfingers
90 aufheben und das von der Klemmbacke 88 und vom Klemmfinger 90 gebildete Maul 80
soweit oeffnen, dass die Klemmbacke 88 mit ihrem Ende leicht auf dem Druckereiprodukt
32 aufliegt, so dass dieses unter Rutschen im Maul 80 auf die entsprechenden Richtnocken
72 gleiten kann. Zum Schliessen der Greifer 12 wird die Welle 86 unter Wirkung der
Schliesskulisse 100 im Uhrzeigersinn verschwenkt, bis der Verriegelungshebel 92 einrastet.
Die Lagekulisse 96 verhindert dabei, dass die Klemmbacke 88 dem Druck des Klemmfingers
90 ausweichen kann.
[0027] Um die Druckereiprodukte 32 am Ende des Übergabebereichs 30 frei zu geben, werden
die Greifer 12 mittels einer weiteren Öffnungskulisse 104' nun ganz geöffnet.
[0028] In den Figuren 4 und 5 ist das Zusammenwirken der Öffnungseinrichtung 34 mit der
Offenhalteeinrichtung 44 zu zwei verschiedenen Zeitpunkten beim Öffnen eines Druckereiproduktes
32 gezeigt. Die beim Falz 36 von den Greifern 12 gehaltenen Druckereiprodukte 32 weisen
im Bereich der offenen Kante 38 einen sogenannten Vorfalz 106 auf, so dass die im
Bereich der Öffnungseinrichtung 34 untenliegende, dieser zugewandte Hälfte 42 des
Druckereiproduktes 32 über die obere Hälfte 42' vorsteht. Die drei entlang dem Umfang
der Öffnungswalze 108 der Öffnungseinrichtung 34 angeordneten Öffnungsnocken 40 haben
einen geringeren gegenseitigen Abstand als die Greifer 12 (Abstand A) und die Umfangsgeschwindigkeit
der Öffnungswalze 108 ist entsprechend kleiner als die Fördergeschwindigkeit der Greifer
12. Dadurch wird der Vorfalz 106 jeweils in eine Öffnungsnocke eingeführt, die bezüglich
der Umlaufrichtung V der Öffnungswalze 108 gegen hinten gerichtet ist (Figur 4). Der
Öffnungsnocken 40 hält nun die untere Druckproduktehälfte 42 im Zuge der Weiterdrehung
der Öffnungswalze 108 und Weiterbewegung der Greifer 12 fest, so dass die obere Druckproduktehälte
42' vom Bereich der offenen Kante 38 her von der unteren Hälfte 42 abgehoben wird,
wie dies Figur 5 zeigt. Dadurch, dass die Fördergeschwindigkeit der Greifer 12 grösser
ist als die Umlaufgeschwindigkeit der Öffnungsnocken 40, wird dieser Abhebe-Effekt
noch verstärkt. In dieser Phase des Öffnens der Druckereiprodukte 32 fährt jeweils
ein ausgefahrener Offenhaltestift 60 zwischen die voneinander im Bereich der offenen
Kante 38 abgehobenen Hälften 42, 42' ein. Da die Offenhaltestifte 60 bezüglich der
Achse des Kettenrades 46, in radialer Richtung gesehen, gegenüber der Kette 48 nach
aussen versetzt sind, ist die Relativgeschwindigkeit zwischen dem Offenhaltestift
60 und den Öffnungsnocken 40 besonders gross, so dass für das Einfahren wenig Zeit
benötigt wird, welche dann umsomehr dem Trennen der beiden Hälften 42 und 42' zur
Verfügung steht. Im dem Kettenrad 46 folgenden Bereich ist die Kette 48 mit der Krümmung
des Kettenrades 46 entgegengesetzter Krümmung geführt, so dass die Offenhaltestifte
60 einen kleineren Weg zurücklegen als die Kette 48. Mit andern Worten: es holen die
Greifer 12 die Offenhaltestifte 60 auf, wenn diese diesen Bereich durchlaufen, wie
dies aus den Figuren 4 und 5 besonders deutlich erkennbar ist. Der Vollständigkeit
halber sei noch erwähnt, dass die Öffnungsnocken 40 den Vorfalz 106 frei geben, sobald
jeweils ein Offenhaltestift 60 zwischen die voneinander abgehobenen Hälften 42, 42'
eingefahren ist.
[0029] Die Druckereiprodukte 32 müssen nur im Bereich einer Ecke 32' geöffnet werden, wenn
sie wie dies die Figur 2 zeigt, mit dieser Ecke 32' voraus auf die Auflagen 28 abgelegt
werden. Selbstverständlich verläuft in diesem Fall die Offenhalteeinrichtung 44 entlang
der geöffneten Seite der Druckereiprodukte 32.
[0030] In den Figuren 6 und 7 ist jeweils ein Teil der Öffnungswalze 108 vergrössert dargestellt,
wobei in der Figur 6 ein Druckereiprodukt 32 geöffnet wird, dessen obere Hälfte 42'
über die untere Hälfte 42 vorsteht und in der Figur 7 das Öffnen eines Druckereiproduktes
32 mit unten liegendem Vorfalz 106 gezeigt ist. Die Öffnungsnocken 40 sind in radialer
Richtung verschiebbar an der Öffnungswalze 108 gelagert und in ihrem Innern verläuft
ein Strömungskanal 110, um zum gewünschten Zeitpunkt einen Luftstrahl 112 zwischen
die beiden Hälften 42 und 42' des betreffenden Druckereiproduktes 32 einzublasen.
Zum Öffnen von Druckereiprodukten 32, bei welchen die obere Hälfte 42' über die untere
Hälfte 42 vorsteht (Fig. 6), sind die Fördereinrichtung 10 und die Öffnungseinrichtung
34 derart miteinander synchronisiert, dass der betreffende Öffnungsnocken 40 den Vorfalz
106 anhebt, wie dies Figur 6 zeigt. Durch den Luftstrahl 112 wird nun die untere Hälfte
42 von der oberen Hälfte 42' getrennt und die untere Hälfte 42 durch Verschwenken
des Öffnungsnockens 40 mit seiner vorauslaufenden Kante unter den Öffnungsnocken 40
eingefahren. Durch in radialer Richtung gegen Innenverschieben des Öffnungsnockens
40 wird dann die untere Hälfte 42 festgeklemmt.
[0031] Ist hingegen der Vorfalz 106 untenliegend (Fig. 7), ist die Synchronisation zwischen
der Fördereinrichtung 10 und der Öffnungseinrichtung 34 derart eingestellt, dass der
Öffnungsnocken 40 den Vorfalz 106 der längeren unteren Hälfte 42 beim Verschwenken
übergreift. Der Öffnungsnocken 40 wird nun in radialer Richtung gegen innen verschoben,
um den Vorfalz 106 festzuklemmen und ein Luftstrahl 112 erleichtert nun das Trennen
der oberen Hälfte 42' des Druckereiproduktes 32 von der unteren.
[0032] Um ein sauberes Zuführen der vorauslaufenden, offenen Kante 38 der Druckereiprodukte
32 zur Öffnungseinrichtung 34 sicherzustellen, kann das Leitorgan 82 ein Leitblech
und ein über dieses geführtes, endlos umlaufendes Bändchen 114 aufweisen, das um die
Öffnungswalze 108 und ein nicht dargestelltes Umlenkrad im Bereich der Richtstation
68 geführt ist, wie dies die Figuren 6 und 7 deutlich zeigen.
[0033] Werden die Druckereiprodukte 32 schräggestellt ausgerichtet, wie dies in der Figur
9 dargestellt ist, so werden sie mittels der Öffnungseinrichtung 34 im Bereich der
nun vorauslaufenden Ecke 32' geöffnet und beim Weitertransport zum Übergabebereich
30 mittels der Offenhalteeinrichtung 44 im Bereich der an die Ecke 32' anschliessenden
Seitenkante 32'' offen gehalten. In diesem Fall ist kein Verwinden der Schiene 16
notwendig, um die Druckereiprodukte 32 mit der Ecke 32' voraus, nach unten hängend
den Auflagen 28 zuzuführen. In diesem Fall werden die Druckereiprodukte durch das
Einfahren der Auflagen 28 zwischen die teilweise voneinander abgehobenen Hälften 42,
42' ganz geöffnet und gegebenenfalls ohne Parallelstellen des Falzes 36 zur Auflage
28 durch Öffnen der Greifer 12 auf jene fallen gelassen.
[0034] Der Vollständigkeit halber sei auch erwähnt, dass das Zugorgan 14 über einen weiteren
Kettentrieb 116 von der Antriebswelle 64 her angetrieben ist und die Öffnungswalze
108 über ein Zahnradgetriebe 117 mit dem Kettenrad 46 wirkverbunden ist. Die Fördereinrichtung
10, Öffnungseinrichtung 34 und Richtstation 68 sind an einem schematisch angedeuteten
Gestell 118 abgestützt.
[0035] Es ist selbstverständlich auch denkbar, die Druckereiprodukte beim Uebergeben an
die Greifer 12 auszurichten. In diesem Fall ist keine Richtstation 68 notwendig. Es
ist auch denkbar, die Auflagen an einem Rundlauf anzuordnen, wobei die Längserstreckung
der Auflagen quer zur Umlaufrichtung des Rundlaufs verläuft und der, im Übergabebereich
vorzugsweise geradlinige übernahmeaktive Trum des Rundlaufs mit einer der Fördergeschwindigkeit
der Fördereinrichtung etwa entsprechenden Geschwindigkeit in Förderrichtung der Fördereinrichtung
angetrieben ist und, in Förderrichtung F gesehen, die Förderrichtung der Fördereinrichtung
und die Bewegungsrichtung der Auflagen aufeinander zulaufen, so dass jeweils eine
Auflage mit ihrem freien Endbereich in die geöffneten Druckereiprodukte einläuft.
[0036] Vorzugsweise sind mehrere Förder-, Öffnungs- und Offenhalteeinrichtungen 10, 34,
44 und Richtstationen 68 nebeneinander angeordnet vorgesehen, um auf die Auflagen
bzw. bereits auf diese abgelegte Druckereiprodukte weitere gefaltete Druckereiprodukte
abzulegen, wobei jeweils die auf die Auflagen abgelegten Druckereiprodukte in Längsrichtung
der Auflagen verschoben werden.
1. Verfahren zum Öffnen und auf eine sattelförmige Auflage Ablegen von gefalteten Druckereiprodukten,
bei dem die Druckereiprodukte (32) mittels in Förderrichtung (F) bewegten, einzeln
steuerbaren Greifern (12) einer Fördereinrichtung (10) bei ihrem Falz (36) gehalten
einer Öffnungseinrichtung (34) zugeführt und die geöffneten Druckereiprodukte (32)
in einem Übergabebereich (30) rittlingsweise auf die sattelförmige Auflage (28) abgelegt
werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32) von den Greifern (12)
gehalten von der Öffnungseinrichtung (34) weg zum von der Öffnungseinrichtung (34)
beabstandeten Übergabebereich (30) weitertransportiert und während dieses Transports
mittels auf die beiden, durch das Oeffnen voneinander abgehobenen Teile (42,42') der
Druckereiprodukte (32) einwirkende Offenhaltemittel (43) offengehalten werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32)
mit quer zur Förderrichtung (F) verlaufendem Falz (36) transportiert und durch Verschwenken
der Greifer (12) um eine etwa in Förderrichtung (F) verlaufende Achse zum mit einer
Ecke (32') voraus umgreifenden Einfahren auf die Auflage (28) schräggestellt und vorzugsweise
vor den Öffnen der Greifer (12) wieder zurückverschwenkt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte (32)
mit quer zur Förderrichtung (F) verlaufendem Falz (36) transportiert und vor dem Öffnen
derart schräg gerichtet werden, dass sie nach dem Öffnen mit einer Ecke (32') voraus
auf die Auflage (28) ablegbar sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte
(32) auf unterschiedliche Auflagen (28) abgelegt werden, wobei jeweils eine im Übergabebereich
(30) mit dem betreffenden Druckereiprodukt (32) in Förderrichtung (F) etwa mitlaufende
Auflage (28) von der offenen Kante (38) her in das geöffnete Druckereiprodukt (32)
eingefahren wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte
(32) vorzugsweise einseitig geöffnet und während des nachfolgenden Transports mittels
von der Seite her zwischen die beiden Teile (42,42') der Druckereiprodukte (32) eingreifenden,
mitlaufenden Offenhalteorganen (50) und einem die Kanten (38) stützenden Führungselement
(54) der Offenhaltemittel (43) offengehalten werden, wobei der jeweils vorlaufende
Teil (42') vom entsprechenden Offenhalteorgan (50) hintergriffen und in Förderrichtung
(F) vom nachlaufenden mittels des Führungselements zurückgehaltenen Teil (42) beabstandet
gehalten wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte
(32) von der den Falz (36) gegeüberliegenden offenen Kante (38) her beginnend und
gegebenenfalls vom Bereich der bei Schrägstellung nach unten zuliegen kommenden Ecke
(32') her geöffnet werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckereiprodukte
(32) bevor sie in den Wirkbereich der Öffnungseinrichtung (34) gelangen ausgerichtet
werden.
8. Vorrichtung zum Oeffnen und auf eine sattelförmige Auflage Ablegen von gefalteten
Druckereiprodukten, mit einer Fördereinrichtung (10) mit in Förderrichtung (F) bewegten,
hintereinander angeordneten, einzeln steuerbaren Greifern (12) die dazu bestimmt sind,
jeweils ein Druckereiprodukt (32) an seinem Falz (36) zu fassen und dieses einem Übergabebereich
(30) zuzuführen, wo es durch Oeffnen des Greifers (12) rittlingsweise auf die Auflage
(28) ablegbar ist, und einer Öffnungseinrichtung (34) um die Druckereiprodukte (32)
vor dem Ablegen zu Öffnen, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung (34)
dem Übergabebereich (30) mit Abstand vorgelagert ist, und auf beide mittels der Oeffnungseinrichtung
(34) voneinander abgehobenen Teile (42,42') der Druckereiprodukte (32) einzuwirken
bestimmte Offenhaltemittel (43) vorgesehen sind um zwischen der Öffnungseinrichtung
(34) und dem Übergabebereich (30) die Druckereiprodukte (32) offenzuhalten.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderrichtung (F) der
Fördereinrichtung (10) quer zur Längserstreckung der Auflage (28) verläuft und die
Greifer (12) dazu bestimmt sind, die Druckereiprodukte (32) mit quer zur Förderrichtung
(F) verlaufendem Falz (36) zu fördern.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Offenhaltemittel
(43) eine Offenhalteeinrichtung (44) mit an einem Zugorgan (48), dessen eines Trum
(48') zwischen der Öffnungseinrichtung (34) und dem Übergabebereich (30) seitlich
und etwa in Förderrichtung (F) der Fördereinrichtung (10) verläuft, angeordnete Offenhalteorgane
(50) aufweisen, die bei der Öffnungseinrichtung (34) zwischen die voneinander abgehobenen
Teile (42,42') der Druckereiprodukte (32) einführbar und mit den Druckereiprodukten
(32) etwa mitbewegbar sind, wobei die Offenhalteorgane (50) dazu bestimmt sind, den
jeweils vorlaufenden Teil (42') vom nachlaufenden Teil (42) beabstandet zu halten.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Offenhalteorgane (50),
vorzugsweise teleskopartig quer zur Förderrichtung (F) ein- und ausfahrbare Offenhaltestifte
(60) aufweisen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Offenhaltemittel
(43) zwischen der Öffnungseinrichtung (34) und dem Übergabebereich (30) unterhalb
der Fördereinrichtung (10) ein auf die unteren Kanten (38) der hängenden Druckereiprodukte
(32) stützend einwirkendes Führungselement (54) aufweisen, um den in Förderrichtung
(F) gesehen hinteren Teil (42) jedes geöffneten Druckereiprodukts (32) gegenüber dem
mittels der Offenhalteeinrichtung (44) in Förderrichtung (F) gezogenen vorderen Teil
(42') zurückzuhalten.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer
(12) um eine etwa in Förderrichtung (F) verlaufende Achse verschwenkbar sind um die
Druckereiprodukte (32) bezüglich der Auflage (28) schräggestellt mit einer Ecke (32')
nach unten hängend jener zuzuführen und vorzugsweise vor dem Öffnen der Greifer (12)
mit dem Falz (36) parallel zur Auflage (28) auszurichten.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (12) in einem
Führungsorgan (16) in Förderrichtung (F) verschiebbar geführt sind und das Führungsorgan
(16) zum Verschwenken der Greifer (12) um seine Längsachse verwunden ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Öffnungseinrichtung
(34) eine Richtstation (68), vorzugsweise mit Abstand vorgelagert ist um die Druckereiprodukte
(32) bei kurzzeitigem und mindestens teilweisem Öffnen der Greifer (12) bezüglich
diesen auszurichten.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungseinrichtung
(34) umlaufende Öffnungsnocken (40) zum Erfassen des einen Teils (42) jedes Druckereiproduktes
(32) im Bereich dessen dem Falz (36) gegenüberliegenden offenen Kante (38) aufweist,
und die Richtstation (68) dazu bestimmt ist, die Druckereiprodukte (32) in Bezug auf
die Öffnungsnocken (40) auszurichten.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtstation
(68) dazu bestimmt ist, die Druckereiprodukte (32) schrägzustellen um diese mit einer
nach unten hängenden Ecke (32') der Auflage (28) zuzuführen.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtstation
(68) ein, vorzugsweise etwa in Förderrichtung (F) bewegtes Richtmittel aufweist, an
welches die Druckereiprodukte (32) bei wenigstens teilweise geöffneten Greifern (12)
mit einer, vorzugsweise der offenen Kante (38) zur Anlage bringbar sind, wobei die
Greifer (12) nach dem Richten der Druckereiprodukte (32) durch Hineinschieben in die
Greifer (12) zu deren Weitertransport wieder schliessbar sind.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtmittel zwei zueinander
etwa parallele und rechtwinklig zur Förderrichtung (F) voneinander beabstandete Zugorgane
(70) mit zum Einwirken auf die offenen Kanten (38) der Druckereiprodukte (32) bestimmten
Richtnocken (72) aufweisen, wobei die Zugorgane (70) derart antreibbar sind, dass
die einander entsprechenden Richtnocken (72) sich auf einer rechtwinklig zur Förderrichtung
(F) verlaufenden Linie befinden oder zum Schrägstellen der Druckereiprodukte (32)
gegeneinander in Förderrichtung (F) versetzt sind.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 19, gekennzeichnet durch mehrere synchron
zu den Greifern (12) umlaufend angetriebene, vorzugsweise trommelartig angeordnete
Auflagen (28), auf die jeweils ein von einem Greifer (12) zugeführtes Druckereiprodukt
(32) ablegbar ist.