[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kopplerpolarisator gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Zur Erzeugung und/oder zum Empfang zirkular polarisierter Mikrowellen ist der sogenannte
Kopplerpolarisator geeignet. In Fig. 1 ist ein solcher Kopplerpolarisator in einer
Blockschaltbilddarstellung gezeigt. Er besteht danach aus einer phasensymmetrischen
Polarisationsweiche 1, die zwei an einem Zugang A quadratischen oder kreisförmigen
Querschnitts anliegende orthogonal linearpolarisierte Wellen trennt und diese zwei
Orthogonalpolarisationszugängen Z1 und Z2 rechteckförmigen Querschnitts zuführt, und
aus einem mit den beiden Orthogonalpolarisationszugängen Z1 und Z2 der Polarisationsweiche
1 über zwei gleich lange Leitungen 3 und 4 verbundenen 3 dB-Koppler 2. Am Ausgang
rd des Kopplerpolarisators 2 wird die rechtsdrehende und am Ausgang 1d die linksdrehende
Zirkularpolarisation abgenommen. Kopplerpolarisatoren wurden bisher in zwei relativ
weit voneinander entfernten, schmalen Frequenzbändern mit einem nur in diesen Bändern
optimierten Zweiband-3 dB-Koppler in Hohlleitertechnik oder mit zwei jeweils nur in
einem der schmalen Bänder optimierten Hohlleiter-3 dB-Kopplern realisiert. In diesem
Zusammenhang wird auf den Beitrag von E. Schuegraf: "A New Wideband Circular Polarizer",
International U.R.S.I.-Symposium 1980, Seiten 232 A/1 bis A/4 hingewiesen.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kopplerpolarisator für ein sehr breites Frequenzband
ohne Aufspaltung in Teilbänder zu verwirklichen. Für diese Aufgabe sind Hohlleiterkoppler
wegen ihres erheblichen und nicht ohne Verzerrungen ihrer 90
o-Teilwellenphase kompensierbaren Frequenzganges ihrer Koppeldämpfung nicht geeignet,
weil dieser Frequenzgang die Abweichung von reiner Zirkularpolarisation (Achsenverhältnisse
AR

0 dB) maßgebend mitbestimmt. Kopplerpolarisatoren oder andere Polarisatorarten, mit
denen gemäß den Forderungen über Frequenzbereiche mit Breiten von bis zu 2 : 1 = f
h/f
n (f
h = höchste Frequenz, f
n = niedrigste Frequenz) Achsenverhältnisse der Zirkularpolarisation von weniger als
1 dB erreicht werden, sind nicht bekannt.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Kopplerpolarisator durch die
im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0005] Zweckmäßige Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Eine besonders vorteilhafte Komponente des Kopplerpolarisators nach der Erfindung
ist dabei die im einzelnen in den Ansprüchen 3 bis 7 angegebene phasensymmetrische
Polarisationsweiche. Eine solche Mikrowellen-Polarisationsweiche in Hohlleitertechnik
ist für sich aus der europäischen Patentanmeldung 0 419 892 bekannt. Sie hat breitbandig
einen sehr kleinen, ausschließlich toleranzbedingten Restphasenfehler, einen sehr
großen eindeutigen Frequenzbereich von 2,08 : 1 = f
h/f
n und breitbandig kleine Durchgangsreflexionen. Mit einer solchen Polarisationsweiche
läßt sich ein bestimmter, ihr hinsichtlich Bandbreite ebenbürtiger Koaxialleitungskoppler
besonders günstig verbinden, dessen Koppeldämpfungsfrequenzgang breitbandig minimiert
ist, ohne die 90
o-Phase seiner Teilwellen zu stören, die für reine Zikularpolarisation notwendig ist.
[0007] Die Erfindung wird anhand von acht Figuren erläutert.
[0008] Es zeigen
- Fig. 1
- das bereits beschriebene prinzipielle Blockschaltbild eines Kopplerpolarisators,
- Fig. 2
- eine aufgeschnittene Seitenansicht einer Leitung zwischen einer Polarisationsweiche
und einem 3 dB-Koppler mit Hohlleiter-Koaxial-Übergang,
- Fig. 3
- das Schema eines Polarisationsumschalters,
- Fig. 4
- den Aufbau eines umschaltbaren Kopplerpolarisators nach der Erfindung,
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht einer beim Kopplerpolarisator nach der Erfindung benutzten
Polarisationsweiche,
- Fig. 6
- eine darauf senkrecht stehende Querschnittsansicht durch diese Polarisationsweiche,
- Fig. 7
- den Aufbau dieser Polarisationsweiche in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 8
- das Blockschaltbild eines Antennenspeisesystems mit einem umschaltbaren Kopplerpolarisator
nach der Erfindung.
[0009] Zwischen den Orthogonalpolarisationszugängen Z1 und Z2 der phasensymmetrischen Polarisationsweiche
1 und den Koaxialzugängen 11 und 31 des 3 dB-Kopplers 2 (Fig. 1) erfolgt eine phasensymmetrische
Doppelverbindung über zwei Leitungen 3 und 4, die zwei untereinander gleiche Hohlleiter-Koaxialleitungs-Übergänge
5 enthalten. Ein solcher Übergang 5 ist in Fig. 2 in einer aufgeschnittenen Seitenansicht
dargestellt. Der Übergang 5 besteht aus einem innen im Rechteckhohlleiter 6 auf einer
Breitseite angebrachten, gestuften metallischen Steg 8, der sich in Hohlleiterlängsrichtung
erstreckt und eine Breite a' von etwa 1/5 der Hohlleiterbreitseitenabmessung a aufweist.
Die Hohlleiterschmalseitenabmessung ist b
o. An demjenigen Ende des Stegs 8, an dem er seine maximale Höhe erreicht, geht der
Innenleiter 9 einer Koaxialleitung 7 ab, deren Außenleiter 10 unter Abstufung in den
Hohlleiter 6 übergeht. Die Achse der Koaxialleitung 7 verläuft parallel zur Längsachse
des Rechteckhohlleiters 6. Werden diese beiden Achsen zusammengelegt, so bleibt die
räumliche Symmetrie erhalten.
[0010] Wird eine Umschaltung von zirkularer auf lineare Polarisation verlangt, so werden
vier gleiche Schalter S1 bis S4 mit der Struktur der Lage ihrer Zugänge 0, 1, 2 entsprechend
Fig. 3 vorgesehen. Dabei ist jeweils der Zugang 0 als sogenannter Wechslerzugang wahlweise
mit dem Alternativzugang 1 oder 2 verbindbar.
[0011] Fig. 4 zeigt in einer prinzipiellen Darstellung einen umschaltbaren, an einen Rillenhornstrahler
20 angeschlossenen Kopplerpolarisator nach der Erfindung. Zur Umschaltung von zirkularer
auf lineare Polarisation ist hierbei ein aus vier Koaxialumschaltern S1 bis S4 bestehendes
Schaltsystem vorgesehen. Die Wechslerzugänge K10 und K30 zweier erster Koaxialumschalter
S1 und S3 sind jeweils am Koaxialleitungsende eines der beiden Hohlleiter-Koaxialleitungsübergänge
5 unter Berücksichtigung gleicher Leitungslängen angeschlossen. Die zur phasensymmetrischen
Polarisationsweiche gehörenden Orthogonalpolarisationszugänge Z1 und Z2, die mit dem
Hohlleiterende eines Übergangs 5 jeweils verbunden sind, sind für vertikale bzw. für
horizontale Linearpolarisation vorgesehen. Der Alternativzugang K11 des Koaxialumschalters
S1 und der Alternativzugang K31 des Koaxialumschalters S3 sind über zwei Koaxialleitungsstücke
12 bzw. 13 unter Berücksichtigung gleicher Leitungslängen an den Eingang 11 bzw. an
den Eingang 31 des in Koaxialleitungstechnik ausgebildeten 3 dB-Kopplers 2 angeschlossen.
Die anderen beiden Alternativzugänge K12 bzw. K32 dieser beiden Koaxialumschalter
S1 und S3 sind mit jeweils einem Alternativzugang K22 bzw. K42 der beiden anderen
Koaxialumschalter S2 bzw. S4 über zwei Koaxialleitungsstücke 16 bzw. 17 verbunden.
Die beiden anderen Alternativzugänge K21 und K41 der beiden Koaxialumschalter S2 bzw.
S4 sind jeweils an einen Eingang 21 bzw. 41 des 3 dB-Kopplers 2 über zwei Koaxialleitungsstücke
14 bzw. 15 angeschlossen. An den beiden Wechslerzugängen K20 bzw. K40 der beiden Koaxialumschalter
S2 bzw. S4 liegen die Signale für rechtsdrehende und linksdrehende Zirkularpolarisation
bzw. für Horizontal- und Vertikalpolarisation - je nach Stellung der vier Koaxialumschalter
S1 bis S4 - an. Durch geeignete Schrägstellung der Schalter S1 und S3 erfolgt eine
Anpassung an den Abstand der Koaxialzugänge 11 und 31 des 3 dB-Kopplers 2 ohne weiteren
Leitungsaufwand.
[0012] In Fig. 4 ist der 3 dB-Koppler 2, der mit den Achsen seiner Koaxialzugänge 11, 31,
21, 41 eigentlich senkrecht auf der Zeichenebene angeordnet ist, in die Zeichenebene
geklappt. Mit dieser Schaltung stehen die Zirkularpolarisationen rechtsdrehend rd
bzw. linksdrehend ld an den Kopplerzugängen 41 und 21 und die Linearpolarisationen
horizontal und vertikal an den Zugängen K32 bzw. K12 der beiden Schalter S1 und S3
zur Verfügung. Bei Zirkularpolarisation wird durch den exakt symmetrischen Aufbau
der Wege der Signalkomponenten im Kopplerpolarisator nach der Erfindung über den gesamten
Frequenzbereich von z.B. 4,3 bis 8,5 GHz eine Polarisationsentkopplung von mindestens
25 dB erreicht.
[0013] Wegen der räumlich invarianten Lage zweier im Empfangsfall verwendeter rauscharmer
Vorverstärker V1 und V2 für jeweils beide zueinander orthogonale Polarisationen werden
dem 3 dB-Koppler 2 nach Fig. 4 die beiden weiteren Schalter S2 und S4 nachgeschaltet.
An ihre Wechslerzugänge K20 und K40 werden über Koaxialleitungsstücke 18, 19 die Vorverstärker
V1 bzw. V2 angeschlossen, an die Zugänge K21 bzw. K41 die Kopplerzugänge 21 bzw. 41
für linksdrehende Polarisation ld bzw. rechtsdrehende Polarisation rd und an die Zugänge
K22 bzw. K42 der Schalter S2 und S4 die von den Zugängen K12 bzw. K32 der Schalter
S1 bzw. S3 übernommenen Linearpolarisationen. Die vier Schalter S1 bis S4 des koaxialen
Umschaltnetzwerkes zur Polarisationswahl sind fernbedienbar.
[0014] Die Figuren 5 und 6 zeigen zwei aufeinander senkrechte Querschnittsseitenansichten
durch eine beim Kopplerpolarisator in nach der Erfindung vorteilhafter Weise verwendete
phasensymmetrische Polarisationsweiche, wobei Fig. 5 einen Schnitt durch das nicht
spiegelbildsymmetrisch ausgebildete Weichenarmpaar und Fig. 6 einen Schnitt durch
das spiegelbildsymmetrisch ausgebildete Weichenarmpaar der Weiche zeigt.
[0015] In Fig. 7 ist eine perspektivische Ansicht einer solchen Polarisationsweiche, die
im übrigen für sich bereits aus der europäischen Patentanmeldung 0 419 892 bekannt
ist, gezeigt. Die dargestellte Polarisationsweiche weist eine symmetrisch aufgebaute
fünfarmige Doppelverzweigung D auf, die einen in Doppelverzweigungslängsachsrichtung
L liegenden Arm zum Anschluß eines weiterführenden Hohlleiters runden oder auch quadratischen
Querschnitts und vier gleichartig ausgebildete Teilarmanschlüsse rechteckigen Querschnitts
enthält, die um jeweils 90
o gegeneinander um die Achse L gedreht angeordnet sind und unter jeweils gleichem Winkel
gegenüber der Doppelverzweigungslängsachse L in zum Anschlußarm des weiterführenden
Hohlleiters entgegengesetzter Richtung verlaufen. Jeweils zwei gegenüberliegende Teilarmanschlüsse
der Doppelverzweigung D sind über untereinander gleich lange, jeweils ein Paar bildende
Gesamtweichenarmabschnitte A1, A2 (Fig. 5) und A3, A4 (Fig. 6) mit den zwei Teilarmen
T1, T2 (Fig. 5) bzw. T3, T4 (Fig. 6) jeweils einer von zwei gleichartig ausgebildeten,
symmetrischen und mit ihren Anschlußflanschen in ein und derselben Ebene liegenden
Serienverzweigungen SV1 (Fig. 5) bzw. SV2 (Fig. 6) verbunden.
[0016] Das in Fig. 5 dargestellte, nicht spiegelbildsymmetrisch zur Doppelverzweigungslängsachse
L verlaufende Paar der Gesamtweichenarmabschnitte A1 und A2 weist ausgehend von der
Doppelverzweigung D zunächst in jedem Weichenarmabschnitt A1 bzw. A2 ein parallel
zur Doppelverzweigungslängsachse L verlaufendes kurzes Hohlleiterstück B1 bzw. B2
auf. An die beiden kurzen Hohlleiterstücke B1 und B2 folgt über je einen E-Knick E1
bzw. E2 mit einem Winkel + α je ein längeres Hohlleiterstück H1 bzw. H2. Über Je einen
E-Knick E3 bzw. E4 jeweils mit einem Winkel - α gegenüber der Richtung der Doppelverzweigungslängsachse
L folgt den längeren Hohlleiterstücken H1 bzw. H2 in den beiden Weichenarmabschnitten
A1 bzw. A2 ein parallel zur Doppelverzweigungslängsachse L verlaufendes, kurzes Hohlleiterstück
B3 bzw. B4. Über einen weiteren E-Knick E5 bzw. E6 jeweils mit einem Winkel + α ist
an die kurzen Hohlleiterstücke B3 und B4 je ein längeres Hohlleiterstück H3 bzw. H4
angeschlossen. Die Weichenarmabschnitte A1 und A2 setzen sich danach über Knicke E7
bzw. E8 jeweils mit einem Winkel - α in zur Doppelverzweigungslängsachse L parallel
verlaufende kurze Hohlleiterstücke B5 bzw. B6 fort. An das kurze Hohlleiterstück B5
schließt sich über einen E-Knick E9 mit einem Winkel + α' = + α der eine Teilarm T1
der Serienverzweigung SV1 an, wogegen der andere Teilarm T2 dieser Serienverzweigung
SV1 über einen E-Knick E10 vom Winkel - α' = - α mit dem kurzen Hohlleiterstück B6
verbunden ist.
[0017] Das in Fig. 6 dargestellte, spiegelbildsymmetrisch zur Doppelverzweigungslängsachse
L verlaufende Paar der Weichenarmabschnitte A3 und A4 weist ausgehend von der Doppelverzweigung
D zunächst in jedem Gesamtweichenarmabschnitt A3 bzw. A4 ebenfalls ein zur Doppelverzweigungslängsachse
L parallel verlaufendes, kurzes Hohlleiterstück B7 bzw. B8 auf. Danach folgt im Weichenarmabschnitt
A3 über einen E-Knick E11 mit einem Winkel - α gegenüber der Richtung der Achse L
ein längeres Hohlleiterstück H5 und im Gesamtweichenarmabschnitt A4 über einen E-Knick
E12 mit einem Winkel + α gegenüber der Achse L ebenfalls ein längeres Hohlleiterstück
H6. Danach schließt sich im Weichenarmabschnitt A3 über einen E-Knick E13 mit dem
Winkel + α ein kurzes Hohlleiterstück B9 und im Weichenarmabschnitt A4 über einen
E-Knick E14 mit dem Winkel - α ebenfalls ein kurzes Hohlleiterstück B10 an. Die kurzen
Hohlleiterstücke B9 und B10 verlaufen parallel zur Doppelverzweigungslängsachse L.
Danach folgt im Weichenarmabschnitt A3 über einen E-Knick E15 mit einem Winkel + α
ein längeres Hohlleiterstück H7 und im Weichenarmabschnitt A4 über einen E-Knick E16
mit einem Winkel - α ebenfalls ein längeres Hohlleiterstück H8. Im Anschluß daran
folgt im Weichenarmabschnitt A3 über einen E-Knick E17 mit einem Winkel - α ein kurzes
Hohlleiterstück B11 und im Weichenarmabschnitt A4 über einen E-Knick E18 mit einem
Winkel + α ebenfalls ein kurzes Hohlleiterstück B12. Die beiden kurzen Hohlleiterstücke
B11 und B12 verlaufen parallel zur Doppelverzweigungslängsachse L. Danach schließt
sich im Weichenarmabschnitt A3 über einen E-Knick E19 mit einem Winkel + α' = + α
der eine Teilarm T3 der Serienverzweigung SV2 an, wogegen im anderen Weichenarmabschnitt
A4 über einen E-Knick E20 mit einem Winkel - α' = - α der Teilarm T4 der Serienverzweigung
SV2 folgt.
[0018] Alle längeren Hohlleiterstücke H1 bis H8 sind in den Weichenarmabschnitten A1 bis
A4 der beiden Gabelpaare gleich lang bemessen. Untereinander gleich lang bemessen
sind ebenfalls die kurzen Hohlleiterstücke B1, B2, B7 und B8 mit der Länge L
S'', die kurzen Hohlleiterstücke B3, B4, B9 und B10 mit der Länge L
S und die kurzen Hohlleiterstücke B5, B6, B11 und B12 mit der Länge L
S'. Sämtliche kurzen Hohlleiterstücke B1 bis B12 der vier Weichenarmabschnitte A1 bis
A4 sind zumindest so lang bemessen, daß sich eine ausreichende E₁₁-Störfelddämpfung
bei der höchsten Betriebsfrequenz ergibt.
[0019] Die Serienverzweigungen SV1 und SV2 sind wellenwiderstandsrichtig ausgebildet, wobei
die Teilarme T1 bis T4 ein Seitenverhältnis zwischen der Breitseite a und der Schmalseite
b von etwa 4 : 1 aufweisen. Der Orthogonalpolarisationseingang Z1 bzw. Z2 der beiden
Serienverzweigungen SV1 udn SV2 weist ein Seitenverhältnis zwischen der Breitseite
a und der Schmalseite b
o von etwa 2 : 1 auf.
[0020] Sämtliche E-Knicke E1 bis E20 sind mit einer symmetrischen Eckenabflachung F an der
äußeren Breitseitenabknickung des Hohlleiters versehen.
[0021] Die lichte Weite w zwischen den Weichenarmabschnitten A3 und A4 des spiegelbildsymmetrisch
ausgebildeten Weichenarmpaares in Fig. 6 muß etwas größer bemessen sein als die Breitseite
a aller Rechteckhohlleiter, damit das in Fig. 5 dargestellte Weichenarmabschnittspaar
zwischen den Weichenarmabschnitten A3 und A4 der in Fig. 6 dargestellten Anordnung
Platz hat. Aus Gründen gleich langer Teilarme T1 und T2 bzw. T3 und T4 der Serienverzweigungen
SV1 und SV2 wird die Weite w auch für die Weichenarmabschnitte A1 und A2 der in Fig.
5 dargestellten Anordnung übernommen. Da alle Weichenarmkomponenten wechselseitig
exakt phasensymmetrisch sind, gilt dies unter den oben genannten Bedingungen auch
für die kompletten Weichenarmpaare untereinander. Sodann stellt die Zusammenschaltung
mit der ebenfalls exakt symmetrisch ausgebildeten Doppelverzweigung D eine exakt phasensymmetrische
Polarisationsweiche dar. Die Doppelverzweigung D verzweigt den Rundhohlleiter räumlich
völlig symmetrisch in vier Rechteckhohlleiter, die um jeweils 90
o gegeneinander gedreht um die die Doppelverzweigungslängsachse L bildende, verlängerte
Rundhohlleiterachse angeordnet sind. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, daß die
Doppelverzweigung D bezüglich beider orthogonalen Linearpolarisationen, denen je ein
Paar von einander gegenüberliegenden Rechteckhohlleitern zugeordnet ist, exakt phasensymmetrisch
aufgebaut ist. Da außerdem je eine in sich symmetrische Hohlleitergabel diese beiden
Rechteckhohlleiterpaare speist, werden beide H₁₁-Polarisationen elektrisch völlig
symmetrisch und daher in bezug auf die höheren Wellentypen E₀₁ und H₂₁ störwellenfrei
angeregt. Daraus resultiert der erforderliche theoretische Eindeutigkeitsbereich von
f
h/f
n ≈ 2 zur Abdeckung des Betriebsfrequenzbereiches.
[0022] Ferner ist sehr wichtig, daß beide Hohlleitergabeln der Polarisationsweiche nach
den Figuren 5 bis 7 neben den homogenen Zwischenleitungen nur aus gleichen, sehr breitbandigen
reflexionsarmen E-Knicken bestehen, die an genau korrespondierenden Leitungsorten
der einen und der anderen Gabel angeordnet sind und sich hier ausschließlich in der
Knickrichtung unterscheiden. Daher sind die beiden Hohlleitergabeln untereinander
breitbandig exakt phasensymmetrisch und somit auch die komplette Polarisationsweiche
nach den Figuren 5 bis 7.
[0023] Die in den Figuren 5 bis 7 dargestellte Polarisationsweiche läßt sich nach bewährtem
Verfahren in NC-Frästechnik mit der für die Phasengenauigkeiten erforderlichen hohen
Präzision anfertigen. Beide Gabeln werden von je einer Ebene geteilt, die alle Rechteckhohlleiter
entlang den Mittellinien ihrer Breitseiten - also querstromfrei - schneidet. Alle
Hohlleiterwände sind bezüglich dieser Teilungsebene zylindrisch und können mit einem
dreidimensional gesteuerten Fräsautomaten mit guter Reproduziergenauigkeit hergestellt
werden. Durch den Aufbau aus massiven gefrästen Aluminiumblöcken ist eine hohe mechanische
Festigkeit und Belastbarkeit gegeben.
[0024] Fig. 8 zeigt in einem Blockschaltbild ein Antennenspeisesystem, in welchem ein Kopplerpolarisator
nach der Erfindung mit Umschaltmöglichkeit zwischen Linearpolarisation und Zirkularpolarisation
Anwendung findet. Das breitbandige Antennenspeisesysteme weist einen Rillenhornerreger
20 auf, an den die beschriebene phasensymmetrische Polarisationsweiche 1 mit ihrem
Rundhohlleiterzugang unmittelbar angeschlossen ist. Die Polarisationsweiche 1 liefert
an ihren Orthogonallinearpolarisationszugängen Z1, Z2 die zu vertikaler bzw. horizontaler
Linearpolarisation gehörigen Empfangssignale. Diese Signale werden über Leitungen
3, 4 mit Hohlleiter-Koaxialleitungs-Übergängen 5 über vier fernbedienbare Koaxialumschalter
S1 bis S4 (punktierter Schaltweg) bis an eine Schnittstelle C1 weitergeleitet. Durch
Umschalten der Koaxialumschalter S1 bis S4 kann zum Empfang zirkularer Polarisation
ein 3 dB/90
o-Koppler 2, der in Koaxialleitungstechnik ausgeführt ist, zwischengeschaltet werden.
Dieser Schaltzustand für zirkulare Polarisation ist in Fig. 8 gerade eingeschaltet
(durchgezogen gezeichnet). An den Wechslerzugängen 0 der Koaxialumschalter S2 bzw.
S4 liegen dann die zu rechts- bzw. linksdrehender Polarisation gehörenden Signale
an. Durch den weitgehend exakt symmetrischen Aufbau der Signalwege wird dabei eine
Polarisationsentkopplung von mindestens 25 dB erreicht. Zwischen den Schnittstellen
C1 und C in Fig. 8 liegen Eichsignaleinrichtungen, wogegen zwischen den Schnittstellen
C und D1 rauscharme Vorverstärker V1 und V2 mit 30 dB-Meßkopplern M1 und M2 angeordnet
sind.
[0025] Die von den beiden Orthogonallinearpolarisationszugängen Z2 und Z1 der Polarisationsweiche
1 der vertikalen bzw. horizontalen Polarisationskomponente entsprechenden Signale
gelangen über die Leitungen 3 bzw. 4 mit Hohlleiter-Koaxialleitungsübergang 5 und
die Koaxialumschalter S1, S2 bzw. S3, S4 in der jeweiligen Schaltposition 2 in möglichst
kurzen Kabelverbindungen an die Schnittstelle C1 und über die Richtkoppler R1 bzw.
R2 an die Schnittstelle C. Nach Verstärkung durch die beiden ungekühlten rauscharmen
Vorverstärker V1 bzw. V2 können diese Signale im zweikanaligen Empfangssystem der
dynamischen Polarisationsmessung weiter verarbeitet werden. Da das Speisesystem mit
den rauscharmen Vorverstärkern V1, V2 insgesamt gedreht werden kann, läßt sich dann
in Verbindung mit der Polarisationsdrehsteuerung die Polarisationsebene optimal einstellen,
so daß eine simultane Messung von Ko- und Kreuzpolarisation möglich ist. Die Polarisationen
"zirkular-rechtsdrehend rd" bzw. "zirkular-linksdrehend ld" werden in der Hochfrequenzebene
gebildet, indem in Schaltstellung 1 der Koaxialumschalter S1, S2 und S3, S4 die getrennten
Polarisations-Komponenten im 3 dB-Koppler 2 rekombiniert werden. Die erreichbare Polarisationsentkopplung
hängt dabei entscheidend vom Amplituden- und Phasengleichlauf dieses Kopplers ab.
Bei entsprechender Auswahl dieses 3 dB-Kopplers 2 und Sorgfalt bei den Kabelverbindungen
hinsichtlich ihres Abgleichs auf genauen Phasengleichlauf bis zu den 3 dB-Koppler-
Eingängen ist eine Polarisationsentkopplung von mindestens 25 dB, entsprechend einem
Zirkular-Polarisations-Achsenverhältnis von 0,98 dB, erreichbar. Das Funktionieren
der optional möglichen Polarisationsmessung ist davon abhängig, daß die beteiligten
Signale eine definierte Phasenbeziehung zueinander haben und diese auch unter allen
Betriebsumständen beibehalten werden. Eine Eichung der Signalwege erfolgt daher bei
Wechsel des Frequenzbandes, bei erheblicher Änderung der Frequenz innerhalb des Bandes
und in regelmäßigen Zeitabständen. Die Eichung erfaßt die Phasengleichlauffehler der
in Fig. 8 nicht gezeichneten Eingangsfilter, Vorverstärker und Abwärtsumsetzer nach
der Schnittstelle D1. Nicht überwacht werden dabei die Antenne mit dem Rillenhornerreger
20 selbst und das Speisesystem bis zum Einspeisepunkt EP der Eichsignale. Diese aus
einem 3 dB-Leistungsteiler 22 und den 20 dB-Richtkopplern R1, R2, R3 bestehenden Teile
der Eichsignaleinrichtung sind daher so ausgewählt, daß ein am Einspeisepunkt EP eingespeistes
Dauerstrichsignal zwischen den Ausgängen der 20 dB-Richtkoppler R1 und R2 an der Schnittstelle
C nur vernachlässigbar geringe Amplituden- und Phasendifferenzen aufweist. Die Koaxialumschalter
S1 bis S4 enthalten einen internen 50 Ohm Abschlußwiderstand W für den jeweils nicht
durchgeschalteten Signalweg. Beim Eichvorgang stehen die Koaxialumschalter S2 und
S4 in Schalterstellung 2 und die Koaxialumschalter S1 und S3 in Schalterstellung 1.
Damit kann ungestört von den Nutzsignalen der Antenne geeicht werden, da diese in
den Koaxialumschaltern S2 und S4 auf den Abschlußwiderstand W umgeschaltet sind. Zur
Überprüfung der Rauscheigenschaften des Empfangsweges wird am 20 dB-Richtkoppler R3
eine Rauschquelle 23 mit einer Rauschleistung von mindestens 33 dB angeschlossen.
In die Eichabzweigungsleitungen von den beiden Richtkopplern R1 und R2 ist noch jeweils
ein Phasenschieber P1 bzw. P2 mit Justiermöglichkeit eingeschaltet.
1. Kopplerpolarisator zur Erzeugung und/oder zum Empfang zirkularpolarisierter Mikrowellen,
bestehend aus einer in Hohlleitertechnik ausgeführten phasensymmetrischen Polarisationsweiche,
die zwei an einem Zugang quadratischen oder kreisförmigen Querschnitts anliegende
orthogonal linearpolarisierte Wellen trennt und diese zwei Orthogonallinearpolarisationszugängen
rechteckförmigen Querschnitts zuführt, und aus einem mit den beiden Orthogonallinearpolarisationszugängen
der Polarisationsweiche über zwei gleich lange Leitungen verbundenen 3 dB-Koppler,
der die für Zirkularpolarisation notwendige 90o-Phasenverschiebung seiner Teilwellen bewirkt,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Polarisationsweiche (1) eine breitbandig so gut wie exakt phasensymmetrisch
ausgebildete Polarisationsweiche vorgesehen ist, daß der 3 dB-Koppler (2) als Koaxialleitungskoppler
ausgebildet ist, dessen Koppeldämpfungsfrequenzgang ohne Störung der 90o-Teilwellenphasen breitbandig minimiert ist, und daß die beiden gleich langen Leitungen
(3, 4) jeweils einen übereinstimmend ausgebildeten Übergang (5) von einem Rechteckhohlleiter
(6) auf eine Koaxialleitung (7) enthalten, wobei das Rechteckhohlleiterende jeweils
an einen der Orthogonallinearpolarisationszugänge (Z1, Z2) der Polarisationsweiche
und das Koaxialleitungsende jeweils an einen Eingang des in Koaxialleitungstechnik
ausgebildeten 3 dB-Kopplers (2) angeschlossen ist, und daß der Koaxialteil der beiden
Leitungen unter Einhaltung räumlicher Symmetrie parallel zu den Achsen der Rechteckhohlleiter
verläuft, oder daß diese Achse mit der Koaxialleitungsachse identisch ist.
2. Kopplerpolarisator nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Hohlleiter-Koaxialleitungs-Übergang (5) einen innen im Rechteckhohlleiter
(6) auf einer Breitseite angebrachten, gestuften metallischen Steg (8) aufweist, der
sich in Hohlleiterlängsrichtung erstreckt und eine Breite von etwa einem Fünftel der
Hohlleiterbreitseitenabmessung (bo) aufweist, und daß an demjenigen Ende des Stegs, an dem er seine maximale Höhe erreicht,
der Innenleiter (9) der Koaxialleitung (7) mit seiner Achse in Richtung der Rechteckhohlleiterachse
abgeht, wobei der Außenleiter (10) der Koaxialleitung unter Abstufung in den Hohlleiter
übergeht.
3. Kopplerpolarisator nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die phasensymmetrische Polarisationsweiche (1) eine symmetrisch aufgebaute fünfarmige
Doppelverzweigung (D) aufweist, die einen in Doppelverzweigungslängsachsrichtung (L)
liegenden Arm zum Anschluß eines weiterführenden Hohlleiters runden oder quadratischen
Querschnitts und vier gleichartig ausgebildete Teilarmanschlüsse rechteckigen Querschnitts
enthält, die um jeweils 90o gegeneinander um die Längsachse gedreht angeordnet sind und unter jeweils gleichem
Winkel gegenüber der Doppelverzweigungslängsachse hin zum Anschlußarm des in entgegengesetzter
Richtung weiterführenden Hohlleiters verlaufen und von denen jeweils zwei gegenüberliegende
Teilarmanschlüsse über untereinander gleich lange, jeweils ein Paar bildende und ausschließlich
mit Knicken über die Hohlleiterbreitseiten (E-Knicke) versehene Gesamtweichenarmabschnitte
(A1 bis A4) mit den zwei Teilarmen jeweils einer von zwei gleichartig ausgebildeten,
symmetrischen und mit ihren Anschlußflanschen in ein und derselben Ebene liegenden
Serienverzweigungen (SV1, SV2) verbunden sind, wobei das eine Paar (A3, A4) der Weichenarmabschnitte
ausschließlich entgegengesetzt verlaufende E-Knicke gleicher Lage aufweist, die einen
spiegelsymmetrischen Verlauf dieses Paares zur Doppelverzweigungslängsachse ergeben,
und wobei das andere, nicht spiegelsymmetrisch zur Doppelverzweigungslängsachse verlaufende
Paar (A1, A2) der Weichenarmabschnitte parallel verlaufende E-Knicke gleicher Lage
aufweist, die einen Versatz der zugeordneten Serienverzweigung in bezug zur Doppelverzweigungslängsachse
von zumindest solcher Länge ergibt, daß ein durchdringungsfreies Ineinandergreifen
beider Paare der Weichenarmabschnitte ermöglicht ist, daß das nicht spiegelbildsymmetrisch
zur Doppelverzweigungslängsachse (L) verlaufende Paar der Weichenarmabschnitte (A1,
A2) ausgehend von der Doppelverzweigung (D) zunächst in jedem Weichenarmabschnitt
ein parallel zur Doppelverzweigungslängsachse verlaufendes, kurzes Hohlleiterstück
(B1, B2) und daran der Reihe nach anschließend jeweils einen E-Knick (E1, E2) mit
einem Winkel + α (+ α ist der im Uhrzeigersinn gerichtete und - α der entgegengesetzt
zum Uhrzeigersinn gerichtete Winkel zwischen der verlängerten Hohlleiterachse vor
dem jeweiligen E-Knick und der Hohlleiterachse nach diesem E-Knick), ein längeres
Hohlleiterstück (H1, H2), einen E-Knick (E3, E4) mit einem Winkel - α, ein weiteres
parallel zur Doppelverzweigungslängsachse verlaufendes, kurzes Hohlleiterstück (B3,
B4), einen E-Knick (E5, E6) mit einem Winkel + α, ein weiteres längeres Hohlleiterstück
(H3, H4), einen E-Knick (E7, E8) mit einem Winkel - α und ein weiteres zur Doppelverzweigungslängsachse
parallel verlaufendes kurzes Hohlleiterstück (B5, B6) aufweist, an das sich über einen
E-Knick (E9, E10) mit einem Winkel + α' bzw. - α' (Richtungsdefinition von α gilt
auch für α') jeweils ein Teilarm (T1, T2) der zugeordneten Serienverzweigung (SV1)
anschließt, daß das spiegelbildsymmetrisch zur Doppelverzweigungslängsachse verlaufende
Paar der Weichenarmabschnitte (A3, A4) ausgehend von der Doppelverzweigung zunächst
in jedem Weichenarmabschnitt ebenfalls ein zur Doppelverzweigungslängsachse parallel
verlaufendes, kurzes Hohlleiterstück (B7, B8) und danach der Reihe nachfolgend die
beiden Weichenarmabschnitte auseinanderspreizende E-Knicke (E11, E12) mit einem Winkel
- α bzw. + α, ein längeres Hohlleiterstück (H5, H6), einen E-Knick (E13, E14) mit
einem Winkel + α bzw. - α, ein weiteres zur Doppelverzweigungslängsachse parallel
verlaufendes, kurzes Hohlleiterstück (B9, B10), einen E-Knick (E15, E16) mit einem
Winkel + α bzw. - α, ein weiteres längeres Hohlleiterstück (H7, H8), einen E-Knick
(E17, E18) mit einem Winkel - α bzw. + α und ein weiteres zur Doppelverzweigungslängsachse
parallel verlaufendes, kurzes Hohlleiterstück (B11, B12) aufweist, an das sich über
einen E-Knick (E19, E20) mit einem Winkel + α'bzw. - α' jeweils ein Teilarm (T3, T4)
der zugeordneten Serienverzweigung (SV2) anschließt, daß die längeren Hohlleiterstücke
(H1 bis H8) in beiden Weichenarmabschnittpaaren gleich lang bemessen sind und zwar
so, daß sich im nicht spiegelsymmetrisch ausgebildeten Weichenarmabschnittpaar eine
Seitenversatzstrecke (v) ergibt, die etwas größer als die Breitseite (a) der verwendeten
Rechteckhohlleiter ist, und daß die kurzen Hohlleiterstücke (B1 bis B12) zumindest
so lang sind, daß sich eine ausreichende E₁₁-Störfelddämpfung bei der höchsten Betriebsfrequenz
ergibt, wobei zumindest alle diejenigen kurzen Hohlleiterstücke untereinander gleich
lang bemessen sind, die jeweils gleichen Abstand zur Doppelverzweigung aufweisen.
4. Kopplerpolarisator nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Seitenverhältnis zwischen der Breitseite (a) und der Schmalseite (b) der rechteckförmigen
Hohlleiter der Weichenarmabschnitte (A1 bis A4) etwa 4 : 1 beträgt.
5. Kopplerpolarisator nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Serienverzweigungen (SV1, SV2) wellenwiderstandsrichtig ausgebildet sind mit
Teilarmen (T1 bis T4) des Seitenverhältnisses zwischen der Breitseite (a) und der
Schmalseite (b) von etwa 4 : 1, ausgehend von einem Orthogonalpolarisationseingang
(Z1, Z2) mit einem Seitenverhältnis von etwa 2 : 1 zwischen der Breitseite (a) und
der Schmalseite (bo).
6. Kopplerpolarisator nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die E-Knicke (E1 bis E20) mit einer symmetrischen Eckenabflachung (F) an der jeweils
äußeren Breitseitenabknickung versehen sind.
7. Kopplerpolarisator nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Winkel α' mit dem Winkel α übereinstimmt.
8. Kopplerpolarisator nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Umschaltung von zirkularer auf lineare Polarisation ein aus vier Koaxialumschaltern
(S1 bis S4) bestehendes Schaltsystem vorgesehen ist, daß der Wechslerzugang (K10,
K30) zweier erster Koaxialumschalter (S1, S3) jeweils am Koaxialleitungsende eines
der beiden Hohlleiter-Koaxialleitungs-Übergänge (5) unter Berücksichtigung gleicher
Leitungslängen angeschlossen ist, daß einer (K11, K31) der beiden Alternativzugänge
jedes dieser beiden ersten Koaxialumschalter an jeweils einen Eingang (11, 31) des
in Koaxialleitungstechnik ausgebildeten 3 dB-Kopplers (2) über zwei Koaxialleitungsstücke
(12, 13) unter Berücksichtigung gleicher Leitungslängen angeschlossen ist, daß die
anderen beiden Alternativzugänge (K12, K32) dieser beiden ersten Koaxialumschalter
(S1, S3) mit jeweils einem Alternativzugang (K22, K42) der beiden zweiten Koaxialumschalter
(S2, S4) über zwei Koaxialleitungsstücke (16, 17) verbunden sind, daß die beiden anderen
Alternativzugänge (K21, K41) der beiden zweiten Koaxialumschalter (S2, S4) an jeweils
einen Eingang (21, 41) des 3 dB-Kopplers (2) über zwei Koaxialleitungsstücke (14,
15) angeschlossen sind, und daß an den beiden Wechslerzugängen (K20, K40) der beiden
zweiten Koaxialumschalter (S2, S4) die Signale für rechtsdrehende und linksdrehende
Zirkularpolarisation bzw. für Horizontal- und Vertikalpolarisation - je nach Stellung
der vier Koaxialumschalter (S1 bis S4) - anliegen.
9. Kopplerpolarisator nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur räumlichen Anpassung zwischen den koaxialen Eingängen (11, 21, 31, 41) des
3 dB-Kopplers (2) einerseits und den Orthogonallinearpolarisationseingängen (Z1, Z2)
der Polarisationsweiche (1) sowie den dem 3 dB-Koppler nachfolgenden Hochfrequenzschaltungen
andererseits die Koaxialumschalter (S1 bis S4) in Schrägstellung zueinander angeordnet
sind.
10. Kopplerpolarisator nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die vier Koaxialumschalter (S1 bis S4) fernbedienbar ausgebildet sind.
11. Kopplerpolarisator nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei Verwendung im Empfangsfall an die beiden Wechslerzugänge (K20, K40) der beiden
zweiten Koaxialumschalter (S2, S4) über zwei Koaxialleitungsstücke (18, 19) zwei rauscharme
Vorverstärker (V1, V2) angeschlossen sind.
12. Kopplerpolarisator nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Wege zwischen den beiden zweiten Koaxialumschaltern (S2, S4) und den beiden
Vorverstärkern (V1, V2) jeweils ein Richtkoppler (R1, R2) angeordnet ist und daß aus
den Richtkopplern für eine Eichung zu verwendende Signale ausgekoppelt werden.
13. Kopplerpolarisator nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Anschluß an die beiden Hohlleiter-Koaxialleitungs-Übergänge (5) je eine von
zwei in exakten Phasengleichlauf gebrachte Koaxialverbindungsleitungen zum 3 dB-Koppler
(2) angeordnet ist.