[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Verarbeiten akustischer
Information, welche dem Gehör eines Dolmetschers, zugeführt wird.
[0002] Konferenzdolmetscher sitzen bei der Simultanübertragung mehrerer Sprachen in schallisolierten
Kabinen. Sie hören über Kopfhörer vorwiegend die Ausführungen des Redners und dolmetschen
direkt in ihre Zielsprache. Somit hören und sprechen sie also gleichzeitig.
[0003] Es ist bekannt, daß beim Hören der eigenen Stimme ein großer Teil der erregenden
Schallenergie das Cortische Organ über Knochenleitung erreicht. Die Knochen werden
in dem Fall zu Schwingungen angeregt und führen dabei insbesondere Biegeschwingungen
aus. Trotz der Verwendung eines Kopfhörers hört der Dolmetscher beim Dolmetschen aufgrund
des zuvor erläuterten physiologischen Effektes seine eigene Stimme. Um diese wiederum
zu übertönen, muß ihm selbstverständlich das vom Redner übermittelte Signal mit einem(r)
relativ hohen Schalldruckpegel bzw. Lautstärke dargeboten werden.
[0004] Es hängt von verschiedenen Randbedingungen ab, in welcher Lautstärke sich ein Konferenzdolmetscher
schließlich in seiner Kabine die Ausführungen eines Redners zuführt. Zu diesen Randbedingungen
gehören mit Sicherheit das Alter des Dolmetschers, dessen Geübtheit, Worte zu verstehen,
aber auch Vorschädigungen seines Gehörs. Auf jeden Fall jedoch muß der Schalldruckpegel
des vom Redner empfangenen Signales die Stimme des Dolmetschers übertönen. Je lauter
ein Dolmetscher also spricht, desto höher wiederum muß der Schalldruckpegel des empfangenen
Signales eingestellt werden, um ein einwandfreies Dolmetschen gewährleisten zu können.
[0005] Hohe Schalldruckpegel führen jedoch erwiesenermaßen zu Schädigungen des Gehörs. Dabei
summiert sich die Häufigkeit der Schädigungen des Gehörs auf. Durch die Summe der
Schädigungen wird die Hörleistung insgesamt abnehmen. Konferenzdolmetscher arbeiten
täglich bis zu 4 Stunden - mit etwa halbstündigen Pausen - in ihren Kabinen. Sie sind
ständig relativ hohen Schalldruckpegeln ausgesetzt. Häufige hohe Schalldruckpegel
führen schließlich zu Schädigungen des Gehörs, die insbesondere bei älteren und lange
beruflich tätigen Konferenzdolmetschern definitiv nachweisbar sind.
[0006] Technisch wäre zwar eine elektronische Begrenzung des Schalldruckpegels auf ein absolut
unschädliches Minimum möglich. Hierdurch könnte eine Schädigung des Gehörs garantiert
ausgeschlossen werden. In der Praxis ist eine derartige Lösung jedoch nicht durchführbar,
da es keine definierte Grenze zwischen "unschädlich" und "schädlich" gibt. Bei minimalen
Schalldruckpegeln wären die Verständigungsprobleme unakzeptabel groß, was verständlicherweise
dazu führt, daß zum Zwecke der Verständigungsverbesserung die Schalldruckpegel vom
Dolmetscher automatisch wieder erhöht werden.
[0007] Zudem sind die schädigenden Einflüsse nicht nur von der Höhe des Schalldruckpegels,
sondern auch von der Art und Weise der Einwirkung abhängig. Da die Konferenzdolmetscher
ihre Kopfhörer oft in unterschiedlichsten Abständen und Orientierungen vom Gehörgang
tragen, ist ein möglicherweise für den einen Konferenzdolmetscher schädlicher Schalldruckpegelwert
für einen anderen Konferenzdolmetscher schon nicht mehr einwandfrei wahrnehmbar. Zudem
unterscheiden sich die Signalübertragungsmittel in Form von Kopfhörern wesentlich
in ihrem Wirkungsgrad voneinander.
[0008] Die US-A 4 257 273 beschreibt ein Schall- bzw. Geräuschmeßgerät z.B. zum Messen eines
Schalldruckpegels im Straßenverkehr. Der gemessene Schalldruckpegel wird auf einer
digitalen Anzeige in dB-Einheiten angezeigt. Hierbei werden die über ein Mikrophon
empfangenen akustischen Signale über elektrische Filter und mehrere Verstärker aufbereitet
und einer digitalen Anzeigevorrichtung zugeführt. Ferner ist das bekannte Geräuschmeßgerät
mit einer Alarmeinrichtung ausgestattet, welche ein Alarmsignal immer dann erzeugt,
wenn der am Mikrophon empfangene Schalldruckpegel einen vorgegebenen Grenzwertes für
den Umgebungsschalldruckpegel überschreitet. Die elektronische Aufbereitung der empfangenen
akustischen Signale innerhalb des bekannten Geräuschmeßgerätes umfaßt auch die übliche
Kalibrierung des Geräts durch Einstellung der Verstärkung des Signals sowie die Einstellung
der Empfindlichkeit - d.h. des jeweiligen Meßbereiches - des Gerätes.
[0009] Ferner ist in der DE-A-1 547 063 ein Verfahren zur Störindexbestimmung offenbart,
d.h. zur Auswertung der über eine längere Messzeit kontinuierlich gemessenen Schalldruckpegelwerte,
z.B. bei der Verkehrs- oder Fluglärmüberwachung. Dabei werden die jeweils gemessenen
Pegelwerte in äquivalente Frequenzwerte umgewandelt und die Anzahl der Perioden dieser
Frequenzwerte mittels eines Impulszählers während der vorbestimmten Messzeit gezählt.
Eine Einstellung des Schalldruckpegels ist nicht vorgesehen.
[0010] Ziel der Erfindung ist es, beim Verarbeiten von akustischer Information in einem
Dolmetscherpultes einen Dolmetscher dahingehend zu unterstützen, um Schädigungen seines
Gehörs zu reduzieren.
[0011] Dieses Ziel wird durch die Gegenstände der Ansprüche 1 und 7 erreicht.
[0012] Danach wird bei einem erfindungsgemäßen Verfahren ein Erreichen oder Überschreiten
eines zuvor eingestellten Grenzwertes des Schalldruckpegels der übertragenen akustischen
Information angezeigt. Hierfür weist die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Anzeigegeeinrichtung
auf, die beim Erreichen oder Überschreiten des eingestellten Grenzwertes des Schalldruckpegels
der übertragenen akustischen Information, aktiviert wird.
[0013] Ein von unterschiedlichen Randbedingungen abhängiger, am Anfang des Dolmetschens
eingestellter Grenzwert für den Schalldruckpegel der übertragenen Information kann
damit jederzeit kontrolliert werden.
[0014] Der Dolmetscher kann sich darauf verlassen, daß ein "Hochschaukeln" des Schalldruck-
bzw. Lautstärkepegels des empfangenen Signals gegenüber seiner Stimme automatisch
festgestellt werden kann. Ein derartiges "Hochschaukeln" könnte durch folgenden physiologischen
Effekt in seiner schädigenden Wirkung verstärkt werden: Je länger ein Dolmetscher
arbeitet und je müder er dementsprechend wird, umso lauter spricht er. Hat der Dolmetscher
nicht unbedingt eine überdurchschnittliche Selbstdisziplin, so wird er den Schalldruckpegel
der dem Gehör zugeführten Signale wesentlich und selbstverständlich auch in schädigender
Wirkung erhöhen.
[0015] Bei einer besonderen vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist die Anzeigeeinrichtung optisch und/oder akustisch (Anspruch 8). Hierdurch kann
dem Dolmetscher angezeigt werden, wann eine für ihn individuell vorher eingestellte
Schädigungsgefahr bzw. -möglichkeit besteht. Die Warnung über die Anzeigeeinrichtung
führt meist zu größerer Sorgfalt des Dolmetschers gegenüber seiner eigenen Gesundheit.
Dem Dolmetscher wird quasi durch Dritte angezeigt, daß nun effektiv eine Schädigung
möglich ist. Eine übliche Nachlässigkeit gegenüber der eigenen Gesundheit durch Hinwegtäuschen
über oder Verdrängen von Tatsachen wird dem Dolmetscher erschwert.
[0016] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird die zu empfangende akustische Information über einen Kopfhörer an den Dolmetscher
übertragen und der Grenzwert des Schalldruckpegels in Abhängigkeit vom jeweils spezifischen
Kopfhörer gewählt (Anspruch 2). Die Verwendung eines Kopfhörers entspricht der üblichen
Technik beim Simultandolmetschen. In Abhängigkeit unterschiedlichster Faktoren, wie
beispielsweise der Art der Membran, des Magnetmaterials, etc. unterscheiden sich Kopfhörer
sehr stark voneinander.
[0017] Ein identisches Tonsignal wird bei unterschiedlichen Kopfhörern also mit unterschiedlichen
Wirkungsgraden verarbeitet. Dementsprechend muß der Grenzwert des Schalldruckpegels,
ab dem eine spezifische Schädigung möglich ist, auf den jeweiligen Kopfhörertyp eingestellt
werden. Nach heutigen Erfahrungen soll der Grenzwert des Schalldruckpegels etwa 94
dB nicht überschreiten. Die diesem Schalldruckpegelwert entsprechende Schwellenspannung
ist im Dolmetscherpult einstellbar. Die einem Schalldruckpegel entsprechende Tonfrequenzspannung
wird am Ausgang zum Kopfhörer abgegriffen. Sie wird mit der Schwellenspannung verglichen.
Hat die Tonfrequenzspannung die Schwellenspannung erreicht bzw. überschritten, so
wird dies dem Dolmetscher angezeigt.
[0018] Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird
die Zeitdauer, während der der Grenzwert des Schalldruckpegels für die empfangene
Information erreicht bzw. überschritten ist, gespeichert (Anspruch 3). Hierzu sind
geeignete Speicher vorgesehen (Anspruch 9). Da sich akustische Schädigungen bekanntermaßen
aufsummieren, ist es wesentlich, nicht nur Einzelschädigungen nach Anzahl und Dauer
zu speichern, sondern auch deren Summe und Gesamtdauer. Auf diese Weise wird dem Dolmetscher
bei einer bestimmten Gesamtbetriebszeit der Betrag an aufsummierten Schädigungen angezeigt,
der wiederum zu einer weiteren Schädigung führen kann. Der Dolmetscher kann so direkt
kontrollieren, in welcher Größenordnung er sein Gehör innerhalb eines bestimmten Zeitraumes
schädigend belastet hat. Hierzu wird bei einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens angezeigt, wann eine vorbestimmte Summe gespeicherter Zeitdauern überschritten
ist (Anspruch 4). Auch die Kontrolle der Summe schädigender Wirkungen wird dem Dolmetscher
dadurch abgenommen. Bei einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird beim Erreichen bzw. Überschreiten der vorbestimmten Summe gespeicherter
Zeitdauern akustischer Schädigungen ein bestimmter Schalldruckpegelwert automatisch
um einen definierten Pegel abgesenkt (Anspruch 5). Dies wird erfindungsgemäß durch
eine Stelleinrichtung zur automatischen Reduzierung des bestimmten Schalldruckpegelwertes
erreicht. Hierdurch wird dem Dolmetscher die Entscheidung abgenommen, den Schalldruckpegelwert
des empfangenen Signales ausreichend zu reduzieren. Er braucht die Überwachung von
Schädigungen seines Gehöres nicht selbst übernehmen, sie erfolgt automatisch.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Ausschnitt aus einem bekannten Dolmetscherpult mit der erfindungsgemäßen Anzeigeeinrichtung
für bestimmte Schalldruckpegelwerte;
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild für die erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung;
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Summierers der schädigenden Schalldruckpegelwerte
und
- Fig. 4
- ein Blockschaltbild mit erfindungsgemäßer Stelleinrichtung.
[0021] Es folgt die Erläuterung der Erfindung anhand der Zeichnungen nach Aufbau und gegebenenfalls
auch nach Wirkungsweise der dargestellten Erfindung.
[0022] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt aus einem bekannten Dolmetscherpult mit den für die
Erfindung wesentlichen Bauteilen. Ein derartiges, bekanntes Dolmetscherpult ist in
seinem Aufbau beispielsweise aus dem DE-GM 87 06 262 der Anmelderin bekannt. Der vorliegende
Ausschnitt eines Dolmetscherpultes dient dazu, die zu erläuternden Bauteile, bezogen
auf die Erfindung, zu beschreiben.
[0023] Der Ausschnitt des Dolmetscherpultes zeigt dabei einen bekannten Eingangsumschalter
1, einen fünfzehnstufigen Drehschalter 2, einen Tonhöhensteller 3 für Bässe, einen
Tonhöhensteller 4 für Höhen sowie einen Lautstärkesteller 5, mittels welchem die Lautstärke
bzw. der Schalldruckpegel eines wahlweise anschließbaren Kopfhörers einstellbar ist.
Selbstverständlich sind diese Bauteile beliebig abänderbar, insofern sie im vorliegenden
Fall nicht das Wesen der Erfindung berühren.
[0024] Eine in das Dolmetscherpult integrierte Anzeigeeinrichtung 6, beispielweise in Form
einer Leuchtdiode, zeigt dem Dolmetscher an, wenn ein vorbestimmter Schalldruckpegelwert
- nachfolgend "Grenzwert" genannt - erreicht oder überschritten ist. Vorzugsweise
wird eine derartige Leuchtdiode 6 in einer Farbe gewählt, die dem Dolmetscher beim
Aufleuchten der Leuchtdiode unverzüglich ins Auge sticht. Dies wäre beispielweise
bei den Farben gelb und rot der Fall. Durch die Wahl von Farben, die üblicherweise
Gefahrenherde anzeigen, wird dem Dolmetscher unbewußt im Falle des Überschreitens
eines bestimmten Grenzwertes des Schalldruckpegels Gefahr signalisiert.
[0025] In Fig. 2 ist die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Anzeigeeinrichtung näher dargestellt.
Ein vom Dolmetscher gewähltes Signal wird zunächst einem Kopfhörerverstärker 10 zugeführt.
Nach Verstärkung wird das Signal über eine Leitung 11 einem Kopfhörer 12 zugeführt.
An einem Knotenpunkt 13, der sich vorzugsweise am Ausgang zum Kopfhörer 12 befindet,
wird eine dem Schalldruckpegel entsprechende Tonfrequenzspannung abgegriffen. Diese
wird über eine Leitung 14 einem Vergleicher 15 zugeführt. Um diese Tonfrequenzspannung
im Vergleicher 15 verarbeiten zu können, ist dieser über eine Leitung 16 mit einer
Schwelle 17 verbunden. Wie schon zuvor erläutert, gibt diese Schwelle 17 einen bestimmten
Grenzwert für den Schalldruckpegel ebenfalls in Form einer entsprechenden Tonfrequenzspannung
vor. Allerdings hängt der Betrag des vorbestimmten Grenzwertes des Schalldruckpegels
von mehreren Randbedingungen ab. Hierzu gehört insbesondere die Empfindlichkeit des
Kopfhörers 12, wie aber auch Gewohnheiten des Dolmetschers oder dessen subjektives
akustisches Empfinden. Im allgemeinen geht man von einem Schalldruckpegel von etwa
94 dB aus, ab dem die gehörschädigende Wirkung eines akustischen Signales beginnt.
Selbstverständlich muß die dem vorbestimmten Grenzwert des Schalldruckpegels entsprechende
Tonfrequenzspannung für die Schwelle 17 ebenfalls am Dolmetscherpult auf einfache
Weise einstellbar sein.
[0026] Das dem Vergleicher 15 über die Leitung 14 zugeführte Signal wird mit dem vorbestimmten
Signal der Schwelle 17 verglichen. Beim Erreichen bzw. Überschreiten des vorbestimmten
Grenzwertes des Schalldruckpegels wird über eine Leitung 18 die Anzeigeeinrichtung
6 aktiviert.
[0027] Fig. 3 zeigt im wesentlichen die gleichen Bauteile wie Fig. 2. Die Erläuterung der
Funktion der gleichen Bauteile wird daher nicht noch einmal wiederholt. Im Unterschied
zur Fig. 2 wird jedoch ein vom Vergleicher 15 bei Erreichen bzw. Überschreiten eines
Grenzwertes des Schalldruckpegels abgegebenes Signal nicht unmittelbar der Anzeigeeinrichtung
6 zugeführt. Das Signal durchläuft zunächst einen Prozessor 20. Dieser summiert die
Zeiten auf, während denen der bestimmte Schalldruckpegelwert erreicht bzw. überschritten
ist. Der Prozessor 20 gibt das Signal bei Erreichen bzw. Überschreiten des Grenzwertes
des Schalldruckpegels einerseits an die Anzeigeeinrichtung 6 ab. Andererseits ist
der Prozessor 20 über eine Leitung 21, einen Verstärker 22 sowie über eine Leitung
23 mit einem Lautsprecher 24 verbunden.
[0028] Überschreitet die Summe an Zeitdauern, während denen der Grenzwert des Schalldruckpegels
erreicht bzw. überschritten wird, einen bestimmten, zu definierenden täglichen Spitzenwert
- was ebenfalls zu Schädigungen des Gehörs führen kann -, so wird dies ebenfalls dem
Dolmetscher angezeigt. Damit der Dolmetscher neben seiner üblichen Arbeit nicht zu
viele Kontrolltätigkeiten ausüben muß, repräsentiert der Lautsprecher 24 baulich die
akustische Möglichkeit, beispielsweise einen Warnton auf den Kopfhörer 12 zu schalten.
[0029] Zur sicheren Wahrnehmung könnte ein derartiger Warnton beispielsweise 10 Sekunden
lang mit etwa 0,5 Sekunden Dauer dem Dolmetscher über den Kopfhörer 12 dargeboten
werden.
[0030] Schließlich zeigt Fig. 4 noch eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Auch hier
erübrigt sich die Wiederholung der Funktionsweise gleicher Bauteile. Der Mikroprozessor
weist im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 gegenüber dem Ausführungsbeispiel der Fig.
3 einen zusätzlichen Ausgang auf. Dieser Ausgang ist über eine Leitung 30 mit einem
Steller 31 verbunden. Dieser ist wiederum über eine Leitung 32 mit dem Kopfhörerverstärker
10 verbunden.
[0031] Bei Erreichen des Grenzwertes des Schalldruckpegels erfolgt mit Hilfe dieses Aufbaus
die Reduzierung des Schalldruckpegelwertes automatisch. Dabei kann das Maß der Reduzierung
des Schalldruckpegelwertes variabel gestaltet werden. Der Dolmetscher muß den Schutz
seines Gehörs nicht selbst übernehmen. Er kann sich dadurch vollständig den für ihn
wesentlichen Tätigkeiten, nämlich dem Dolmetschen, widmen.
1. Verfahren zum Verarbeiten akustischer Information in einem Dolmetscherpult, wobei:
a) die über eine Leitung (11) übertragene Information dem Gehör eines Dolmetschers
zugeführt wird;
b) der Schalldruckpegel der über die Leitung (11) übertragenen Information durch einen
Lautstärkesteller (5) eingestellt wird;
c) für den Schalldruckpegel der über die Leitung (11) übertragenen und vom Dolmetscher
empfangenen Information ein Grenzwert vorgegeben wird;
d) ein Erreichen oder Überschreiten des eingestellten Grenzwertes des Schalldruckpegel
angezeigt wird und danach der Schalldruckpegel reduziert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die akustische Information über einen Kopfhörer (12)
dem Gehör des Dolmetschers zugeführt und der Grenzwert des Schalldruckpegels in Abhängigkeit
vom jeweils spezifischen Kopfhörer (12) gewählt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Zeitdauer, während der der
Grenzwert des Schalldruckpegels der übertragenen Information erreicht oder überschritten
ist, gespeichert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei angezeigt wird, wenn eine vorbestimmte Summe gespeicherter
Zeitdauern überschritten wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei bei Erreichen oder Überschreiten der vorbestimmten
Summe gespeicherter Zeitdauern der Schalldruckpegelwert automatisch um einen definierten
Pegel abgesenkt wird.
6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Anzeigen optisch und/oder
akustisch erfolgt.
7. Vorrichtung zum Verarbeiten akustischer Information, enthalten in einem Dolmetscherpult,
mit:
a) einer Leitung (11) zum Übertragen der Information, welche dem Gehör eines Dolmetschers
zugeführt wird;
b) einem Lautstärkesteller (5) zum Einstellen des Schalldruckpegels der über die Leitung
(11) übertragenen Information;
c) Schwellenmittel (17) zum Vorgeben eines Grenzwertes des Schalldruckpegels der über
die Leitung (11) übertragenen und vom Dolmetscher empfangenen Information;
d) einer Anzeigeeinrichtung (6; 24), die bei Erreichen oder Überschreiten des eingestellten
Grenzwertes des Schalldruckpegels aktiviert wird; und
e) einer Stelleinrichtung (31) zur automatischen Reduzierung des Schalldruckpegelwertes
nach Erreichen einer definierten Summe an Zeitdauern, während denen der Grenzwert
des Schalldruckpegels erreicht oder überschritten wurde.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Anzeigeeinrichtung (6; 24) optisch und/oder
akustisch ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, wobei ein Speicher (20) zum Speichern von Zeitdauern
vorgesehen ist, während denen der Grenzwert des Schalldruckpegels erreicht oder überschritten
wird.
1. Method for processing acoustic information in an interpreter's console, whereby
a) the information transmitted via a line (11) is supplied acoustically to an interpreter;
b) the sound pressure level of the information transmitted via the line (11) is set
using a volume control (5);
c) a limit is specified for the sound pressure level of the information transmitted
via the line (11) and received by the interpreter;
d) when the set limit for the sound pressure level is reached or exceeded, this is
indicated and the sound pressure level is then reduced.
2. Method according to Claim 1, whereby the acoustic information is supplied to the interpreter
via a headset (12) and the limit for the sound pressure level is selected according
to the specific headset (12).
3. Method according to one of Claims 1 or 2, whereby the time period during which the
sound pressure level limit for the transmitted information is reached or exceeded
is stored.
4. Method according to Claim 3, whereby an indication is given if a predetermined sum
of stored time periods is exceeded.
5. Method according to Claim 4, whereby the reaching or exceeding of the predetermined
sum of stored time periods automatically triggers a lowering of the sound pressure
level limit by a defined level.
6. Method according to one of the preceding claims, whereby the indication is optical
and/or acoustic.
7. Device for processing acoustic information received in an interpreter's console with:
g) a line (11) for the transmission of the information which is supplied acoustically
to the interpreter;
h) a volume control (5) for setting the sound pressure level of the information transmitted
via the line (11);
i) threshold facilities (17) for specifying a limit for the sound pressure level of
the information transmitted via the line (11) and received by the interpreter;
j) an indicating device (6; 24) which is activated when the set limit for the sound
pressure level is reached or exceeded, and
k) a regulating device (31) for automatically reducing the sound pressure level once
a defined sum of time periods has been reached during which the limit for the sound
pressure level was reached or exceeded.
8. Device according to Claim 7, whereby the indicating device (6; 24) is optical and/or
acoustic.
9. Device according to Claim 7 or 8, whereby storage (20) is provided for storing the
time periods during which the limit for the sound pressure level is reached or exceeded.
1. Procédé pour traiter une information acoustique dans un pupitre pour un interprète
dans lequel :
a) on fournit l'information transférée au moyen d'un conducteur (11) à l'ouïe d'un
interprète ;
b) on règle le niveau de pression acoustique de l'information transférée au moyen
du conducteur (11) à l'aide d'un bouton de réglage de volume (5) ;
c) on impose une valeur limite pour le niveau de pression acoustique de l'information
transférée au moyen du conducteur (11) et reçue par l'interprète ;
d) on indique que la valeur limite imposée pour le niveau de pression acoustique est
atteinte ou dépassée, et on réduit ensuite le niveau de pression acoustique.
2. Procédé conforme à la revendication 1, dans lequel l'information acoustique est fournie
à l'ouïe de l'interprète au moyen d'un casque (12) et la valeur limite du niveau de
pression acoustique est choisie en fonction du casque spécifique respectif.
3. Procédé conforme à la revendication 1 ou à la revendication 2, dans lequel on stocke
la durée pendant laquelle la valeur limite du niveau de pression acoustique de l'information
transférée est atteinte ou dépassée.
4. Procédé conforme à la revendication 3, dans lequel on indique qu'une somme prédéterminée
de durées stockées est dépassée.
5. Procédé conforme à la revendication 4, dans lequel, lorsque l'on atteint ou dépasse
la somme prédéterminée de durées stockées, on abaisse le niveau de pression acoustique
de manière automatique à un niveau défini.
6. Procédé conforme à l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'indication
est fournie de manière optique et/ ou acoustique.
7. Dispositif pour traiter une information acoustique, contenu dans un pupitre pour un
interprète comprenant :
a) un conducteur (11) pour transférer l'information, laquelle est fournie à l'ouïe
d'un interprète ;
b) un bouton de réglage de volume (5) pour ajuster le niveau de pression acoustique
de l'information transférée au moyen du conducteur (11);
c) un moyen de seuil (17) pour imposer une valeur limite du niveau de pression acoustique
de l'information transférée au moyen du conducteur (11) et reçue par l'interprète
;
d) un moyen indicateur (6, 24) qui est activé lorsque la valeur limite imposée du
niveau de pression acoustique est atteinte ou dépassée ; et
e) un moyen de réglage (31) pour réduire de manière automatique le niveau de pression
acoustique après que l'on a atteint une somme définie de durées pendant lesquelles
la valeur limite du niveau de pression acoustique a été atteinte ou dépassée.
8. Dispositif conforme à la revendication 7, dans lequel le moyen indicateur (6; 24)
est un moyen optique et/ou acoustique.
9. Dispositif conforme à la revendication 7 ou à la revendication 8, dans lequel il est
prévu un moyen de stockage (20) pour stocker des durées pendant lesquelles la valeur
limite du niveau de pression acoustique est atteinte ou dépassée.