[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen nicht-elektrischen Sprengzünder, der in einer
einseitig geschlossenen Hülse eine gegebenenfalls mit einem Verzögerungssatz versehene
Zündladung aufweist, die durch ein in einen Halter eingesetztes Zündhütchen gegen
das offene Hülsenende abgedichtet ist, in welches ein Zündschlauch einmündet, in dessen
Einmündungsbereich ein Schlagbolzen für das Zündhütchen bewegllich angeordnet ist,
wobei der Zündschlauch in dem offenen Ende dieser Hülse durch eine Verpressung der
Hülse unter Zwischenschaltung eines elastischen Stopfens fixiert ist.
[0002] Ein Sprengzünder der vorgenannten Bauart ist in der EP-A1 0253955, insbesondere Fig.4
beschrieben worden. Wird bei diesem der Zündschlauch (d.h. in ihm enthaltene chemische
Substanz) gezündet, pflanzt sich die entstehende Druckwelle mit hoher Geschwindigkeit
fort und schleudert den Schlagbolzen gegen das Zündhütchen, wodurch letztlich die
Zündladung zur Detonation gebracht wird. Der Schlagbolzen wird dabei teilweise im
Zündschlauch, teilweise im Halter des Zündhütchens geführt. Dies hat sich allerdings
als nachteilig erwiesen, da beim Verpressen des Zünders (Einsetzen des Zündschlauchs
in die Hülse unter Zwischenschaltung eines elastischen Stopfens und anschließendes
Quetschen der Hülse) der Zündschlauch mitunter eingeengt wird, was zu einer Blockierung
der Beweglichkeit des Schlagbolzens führen kann. Überdies ist dadurch die vom Gasdruck
beaufschlagte wirksame Fläche des Schlagbolzens auf den Querschnitt des Zündschlauches
beschränkt. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß der Schlagbolzen etwa beim Hinunterfallen
des Zünders jederzeit auf das Zündhütchen treffen kann und so eine unbeabsichtigte
Zündung herbeiführen könnte. Überdies ist der Halter lagemäßig nicht eindeutig fixiert,
was ebenfalls die Sicherheit des Sprengzünders beeinträchtigt. Bei ähnlichen Sprengzündern,
die etwa in der EP-A3 129 350 oder der US-PS 3106892 beschrieben worden sind, treten
im wesentlichen dieselben Nachteile auf. Hiezu kommt noch in den meisten Fällen ein
nicht unbeträchtlicher Montageaufwand.
[0003] Ziel der Erfindung ist die Beseitigung der vorstehend erwähnten Nachteile . Dies
gelingt mit einem Sprengzünder der eingangs genannten Bauart erfindungsgemäß dadurch,
daß
- zwischen dem Zündhütchen und dem Schlagbolzen ein von diesem beim Zünden durchsetzbarer,
elastischer Körper vorgesehen ist;
- der Schlagbolzen bezüglich einer senkrecht auf seine Längsachse stehenden Ebene symmetrisch
gestaltet ist;
- der Halter des Zündhütchens im wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet und der Schlagbolzen
zur Gänze in ihm geführt ist;
- der Halter in der Hülse zwischen einer Verengung und der Verpressung im Bereich des
elastischen Stopfens lagemäßig fixiert ist.
[0004] Der erfindungsgemäße elastische Körper hält den Schlagbolzen in sicherer Entfernung
vom Zündhütchen, bis er durch die Stoßwelle vorwärtsgetrieben wird. Ein zufälliges,
unbeabsichtigtes Auslösen des Zünders wird dadurch absolut verhindert. Durch die symmetrische
Ausgestaltung ist der Schlagbolzen zweiseitig verwendbar, kann also ohne jegliche
Aufmerksamkeit bezüglich seiner Lage eingebaut werden, was eine Reduzierung des Fertigungsaufwandes
ergibt. Da der Schlagbolzen nunmehr zur Gänze im hohlzylindrischen Halter geführt
ist, besteht keine Gefahr mehr, daß seine Beweglichkeit durch das Quetschen der Hülse
im Zuge der Zünderherstellung beeinträchtigt wird. Überdies ist nunmehr sein Gesamtquerschnitt
der Druckwelle ausgesetzt, was eine maximale Schlagwirkung ergibt. Schließlich erweist
sich die Fixation des Halters in der Hülse als ebenso zweckmäßig wie montagefreundlich.
[0005] Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen
nichtelektrischen Sprengzünder, Fig. 2 ein vergrößerten Ausschnitt aus Fig. 1 und
Fig. 3 ein Detail der Fig. 1 bzw. 2 in Vergrößerung.
[0006] Der dargestellte nicht-elektrische Sprengzünder besteht aus einer einseitig geschlossenen
Hülse 03, in deren offenes Ende ein Zündschlauch 01 einmündet und in diesem durch
eine Verpressung der Hülse 03 unter Zwischenschaltung eines elastischen Stopfens 02
fixiert ist. Im Einmündungsbereich des Zündschlauches 01 ist ein Schlagbolzen 04 in
einem hohlzylindrischen Halter 05 beweglich geführt. Am Grunde des Halters 05 ist
ein Zündhütchen 07 durch ein den Schlagbolzen 04 umfangendes Stützrohr 06 niedergehalten.
Der Schlagbolzen 04 ist vorteilhafterweise so ausgebildet, daß er auf beiden Seiten
Eigenschaften hat, die es ermöglichen, ein Zündhütchen zu zünden. Das hat den Vorteil,
daß der Schlagbolzen 04 lageunabhängig eingebaut werden kann. Zwischen dem Schlagbolzen
04 und dem Zündhütchen 07 befindet sich ein elastischer, etwa kugelförmiger Körper
08, der wie eine Druckfeder wirkt. Dieser elastische Körper 08 hält den Schlagbolzen
04 sicher in der Ausgangsposition (siehe insbesondere Fig. 3). Der Halter 05 und das
Stützrohr 06 werden in einem gemeinsamen Arbeitsgang gebördelt. Dadurch wird der Durchmesser
des Stützrohres 06 soweit verkleinert, daß bei der späteren Montage der Zündschlauch
01 den Schlagbolzen 04 nicht berührt. In der Hülse 03 ist der Halter 05 zwischen einer
Verengung 14 und der Verpressung im Bereich des elastischen Stopfens 02 lagemäßig
fixiert. Der Halter 05 ist in die Hülse 03 metallisch dicht eingezogen und dichtet
so alle chemischen Bestandteile des Zünders ab. Im Raum zwischen dem Halter 05 und
dem Grund der Hülse 03 befindet sich eine aus Initialladung 11 und Grundladung 12
bestehende Zündladung, der im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein in einem Verzögerungselement
09 untergebrachter Verzögerungssatz 10 vorgelagert ist, wobei noch ein Gasraum 13
freibleibt.
[0007] Wird der Zündschlauch 01 gezündet, so trifft die pneumatische Energie schockartig
auf den Schlagbolzen 04, der in Pfeilrichtung (Fig. 3) geschoßen wird. Dabei überwindet
der Schlagbolzen 04 den elastischen Körper 08 und zündet das Zündhütchen 07, welches
in weiterer Folge den Verzögerungssatz 10 in Verzögerungselement 09 anzündet. Der
Gashahn 13, in dem sich die Verbrennungsgase sammeln, bleibt dabei geschlossen, womit
eine hohe Genauigkeit der Verzögerungszeit erreicht wird. Nach Durchbrand des pyrotechnischen
Verzögerungssatzes 10 erreicht die Flamme die Initialladung 11, die in weiterer Folge
die Grundladung 12 zündet, worauf der Zünder detoniert.
1. Nicht-elektrischer Sprengzünder, der in einer einseitig geschlossenen Hülse (03) eine
gegebenenfalls mit einem Verzögerungssatz (10) versehene Zündladung (11, 12) aufweist,
die durch ein in einem Halter (05) eingesetztes Zündhütchen (07) gegen das offene
Hülsenende abgedichtet ist, in welches ein Zündschlauch (01) einmündet, in dessen
Einmündungsbereich ein Schlagbolzen (04) für das Zündhütchen (07) beweglich angeordnet
ist, wobei der Zündschlauch (01) in dem offenen Ende dieser Hülse (03) durch eine
Verpressung der Hülse (03) unter Zwischenschaltung eines elastischen Stopfens (02)
fixiert ist, dadurch gekennzeichnet, daß
- zwischen dem Zündhütchen (07) und dem Schlagbolzen (04) ein von diesem beim Zünden
durchsetzbarer, elastischer Körper (08) vorgesehen ist;
- der Schlagbolzen (04) bezüglich einer senkrecht auf seine Längsachse stehenden Ebene
symmetrisch gestaltet ist;
- der Halter (05) des Zündhütchens im wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet und
der Schlagbolzen (04) zur Gänze in ihm geführt ist;
- der Halter (05) in der Hülse (03) zwischen einer Verengung (14) und der Verpressung
im Bereich des elastischen Stopfens (02) lagemäßig fixiert ist.
1. Non-electrical detonator featuring in a sleeve (03) closed at one end a priming charge
(11, 12) which may be provided with a delay-action composition (10), which priming
charge (11, 12) being sealed towards the open sleeve end by a percussion cap (07)
fitted in a retainer (05), with a fuse tube (01) inserted at the open sleeve end,
at which insertion position a striking pin (04) for the percussion cap (07) is arranged
such that it is capable of movement, said fuse tube (01) in the open end of said sleeve
(03) being fixed by compression or crimping of said sleeve (03) on an interposed elastic
plug (02), characterised in that
- between the percussion cap (07) and the striking pin (04) is provided an elastic
body (08) which is penetrable by said striking pin (04) in the detonation process;
- the striking pin (04) is of symmetrical design in relation to a perpendicular plane
through its longitudinal axis;
- the retainer (05) of the percussion cap is essentially of hollow cylindrical shape,
and the entire striking pin (04) is located inside said retainer (05);
- the retainer (05) is fixed positionally in the sleeve (03) between a restriction
(14) and the compression or crimp in the region of the elastic plug (02).
1. Détonateur non-électrique qui présente une charge de détonation (11, 12) dans une
douille (03) fermées d'un côté, le cas échéant accompagné d'une charge de retardement
(10), la charge détonatrice étant protégée de manière étanche vers l'extrémité ouverte
de la douille par une capsule-amorce (07) logée dans une fixation (05), dans laquelle
un tuyau détonateur (01) débouche, dans la zone d'entrée de laquelle est disposée
de manière mobile une percuteur (04) pour la capsule-amorce (07), le tuyau détonateur
(01) étant fixé dans l'extrémité ouverte de ladite douille (03) par une compression
de la douille (03) par l'intermédiaire d'un bouchon élastique (02) intercalé,
caractérisé en ce que
- entre la capsule-amorce (07) et le percuteur (04) est prévu un corps élastique (08)
qui peut être traversé lors de la détonation;
- le percuteur (04) étant formé de manière symétrique par rapport à un plan perpendiculaire
à son axe longitudinal;
- la fixation (04) de la capsule-amorce étant formée essentiellement comme cylindre
creux et le percuteur (04) étant intégralement guidé dans la fixation;
- la fixation (05) dans la douille (03) étant fixée en position entre un étranglement
(14) et la compression dans la zone du bouchon élastique (02).