[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbewahren von Geld in einem Taxi, die
ein verschließbares Gehäuse mit einer oder mehreren Öffnungen zum Einführen von Geldscheinen
und/oder Münzen und Einrichtungen zum Abgeben von Geldscheinen und/oder Münzen aufweist.
[0002] Taxiüberfälle sind ein großes Problem. Sie finden immer wieder statt, da die Täter
davon ausgehen können, daß sich eine gewisse Summe Geldes im Taxi befindet, vermutlich
die bis dahin erzielten Tageseinnahmen - falls der Fahrer diese nicht inzwischen irgendwo
sicher deponiert hat - , zumindest aber das notwendigerweise mitzuführende Wechselgeld.
Schon dieses Wechselgeld ist für einige Täter Anreiz genug, das Verbrechen zu begehen,
zumal die Gelegenheit günstig ist, da der Täter sich den Tatort selbst aussuchen kann;
entsprechend niedrig ist auch die Hemmschwelle,
[0003] Es ist zwar bekannt, in Taxen Tresore für Geldscheine und Münzen vorzusehen, wobei
zum Teil auch vorgesehen ist, daß im Falle einer Gewaltanwendung zumindest die Geldscheine
unbrauchbar gemacht werden (DE-GM 19 65 103, DE-OS 15 55 952). Durch solche Vorrichtungen
kann zwar der in den Tresor eingeworfene Betrag recht gut gesichert werden, der Taxifahrer
muß aber immer noch eine erhebliche Menge von Wechselgeld bei sich tragen, da in den
Tresor eingeworfenes Geld für ihn nicht mehr zugänglich ist. Es besteht also weiterhin
ein erhebliches Risiko eines Überfalls, da potentiellen Tätern bekannt ist, daß die
Fahrer zumindest einen Mindestbetrag an Wechselgeld mit sich herumtragen müssen. Das
gleiche Risiko besteht, wenn der Fahrer weniger Wechselgeld, dafür aber den Schlüssel
für den Tresor bei sich hat oder den Tresor sonstwie öffnen kann, um zusätzliches
Wechselgeld entnehmen zu können.
[0004] Bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art (DE-OS 16 30 984) kann Geld nicht
nur eingeführt, sondern auch über entsprechende Tasten oder Fächer wieder entnommen
werden, Damit nicht unbefugt bei einem Überfall Geld entnommen werden kann, können
die Ausgabeeinrichtungen für das Geld blockiert werden. Dabei besteht aber die Gefahr,
daß der Taxifahrer irrtümlich oder im Falle vermeintlicher Bedrohung die Ausgabe blockiert.
Damit er nach Feststellung, daß keine bedrohliche Situation vorliegt, wieder an das
Geld heran kann, sind bei dieser vorbekannten Vorrichtung Einrichtungen wie Zahlenschlösser
und dergleichen vorgesehen, um die Blockierung jederzeit wieder rückgängig machen
zu können. Dies bringt aber wiederum die Gefahr mit sich, daß der Taxifahrer mit Gewalt
gezwungen wird, die Blockierung aufzuheben und das Geld herauszugeben.
[0005] Bei einer weiteren Vorrichtung der eingangs genannten Art (EP-A-0 328 480) ist die
Ausgabe eines Geldscheines nur nach Eingabe eines Geldscheins und Betätigung eines
Schalters möglich. Da aber keine Prüfung des eingegebenen Geldscheins erfolgt, kann
das Gerät mit Geldscheinen niedrigen Wertes oder sogar mit ganz primitiven Geldscheinimitationen
überlistet werden. Der Fahrer kann also durch entsprechende Manipulation soviel Geld
entnehmen, wie er will, und kann dazu auch gezwungen werden. Weiter deutet der Ausdruck
"Safe" darauf hin, daß das Gerät gepanzert ist und daher entsprechend viel Raum einnimmt.
Ohne Panzerung könnte das ganze Gerät herausgerissen oder gewaltsam geöffnet werden
und das Geld unversehrt entnommen werden.
[0006] Selbst wenn bei diesem Gerät eine für den Fahrer zunächst irreversible Blockierung
vorgesehen ist, die erst in überfallsicherer Umgebung (z.B. in der Taxizentrale) rückgängig
gemacht werden könnte, wäre der primäre Zweck eines solchen Gerätes (Verhinderung
von Gewaltausübung gegen den Fahrer) möglicherweise verfehlt, da sich die Einflußmöglichkeit
des Fahrers (Blockierung bei Gefahr) nicht geheimhalten ließe, und ein potentieller
Täter den Fahrer zwingen könnte, die Blockierung zu unterlassen, oder der Täter könnte
- nach eventuell bereits erfolgter Blockierung - seine Wut darüber am Fahrer auslassen.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer Vorrichtung, mit der der
Anreiz für Taxiüberfälle beseitigt wird.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß sie Einrichtungen zur Identifizierung
eines oder mehrerer Merkmale der eingegebenen Geldscheine, einen Rechner, Einrichtungen
zum Bestimmen des abzugebenden Betrages und Einrichtungen zum Unbrauchbarmachen zumindest
der Geldscheine im Falle gewaltsamer Manipulation aufweist.
[0009] Da Einrichtungen zum Identifizieren eines oder mehrerer Merkmale der eingegebenen
Geldscheine und damit zum Bestimmen des eingeführten Betrags vorhanden sind und der
abzugebende Betrag bestimmt wird, bei einer vorteilhaften Ausführungsform durch unmittelbare
Kopplung mit der Taxiuhr, gibt die Vorrichtung nur das erforderliche Wechselgeld heraus.
Auch im Falle eines Überfalles kann der Taxifahrer nicht gezwungen werden, mehr Geld
herauszugeben als dies dem Wechselgeld entspricht, da das Geld für ihn selbst unerreichbar
ist (und zwar ohne daß er diese Unerreichbarkeit selbst herbeigeführt hätte).
[0010] Entsprechende Vorrichtungen, mit denen auch die Geldausgabe automatisch gesteuert
wird, dienen als elektronische Bankschalter und sind sehr aufwendig und kompliziert
aufgebaut (DE-OS 34 31 205). Diese Geräte sind vor allem auch deshalb so groß, da
sie aufwendig gepanzert sein müssen, weshalb sie für eine Verwendung im Taxi natürlich
nicht in Frage kommen.
[0011] Auf solch aufwendige Panzerung kann bei der Erfindung aber verzichtet werden, da
die Geldscheine im Falle eines Aufbruchversuches ja augenblicklich unbrauchbar gemacht
werden.
[0012] Banknotenprüfer, wie sie aus elektronischen Bankschaltern oder Geldwechselautomaten
bekannt sind, sind extrem teuer. So kostet bereits ein Modell, das nur drei verschiedene
Scheine in verläßlicher Qualität erkennen kann, ca. DM 6.000,--. Die Verwendung solcher
Vorrichtungen im Taxi scheidet daher schon aus Kostengründen aus.
[0013] Es ist ein Verdienst der Erfindung, erkannt zu haben, daß für die hier relevanten
Zwecke die Erkennungsvorrichtungen für Geldscheine erstaunlich einfach und kostengünstig
gehalten werden können.
[0014] Die Möglichkeit der unrechtmäßigen. Bereicherung durch das im Taxi befindliche Geld
stellt bei den meisten Überfällen das Motiv dar. Diese Bereicherung kann auf zwei
Arten erfolgen: durch direkten Zugriff oder durch Manipulation des Wechselgeldausgabevorganges.
Durch die besondere Ausbildung der Vorrichtung ist eine durch direkten Zugriff erfolgende
Bereicherung - zumindest durch Geldscheine - nicht möglich, denn dadurch, daß das
in der Vorrichtung angeordnete Behältnis verschlossen ist und sich der Schlüssel nicht
im Taxi befindet, können weder Fahrgast noch Fahrer ohne gewaltsame Öffnung an das
Geld heran; das Behältnis gibt aber auch nach gewaltsamer Öffnung den Wert seines
Inhaltes nicht preis, denn bereits wenige Augenblicke nach Beginn eines gewaltsamen
Öffnungsversuches - oder auch nach dem Herausmontieren des kompletten, noch geschlossenen
Gerätes - würde das Geld durch die Einrichtungen zum Unbrauchbarmachen des Geldes
entwertet worden sein, und dem Täter bliebe nur wertloses Papier.
[0015] Eine besonders einfache und damit kostengünstige Ausführungsform zeichnet sich dadurch
aus, daß sie nur zum Einführen/Herausgeben von Geldscheinen ausgebildet ist. Obwohl
das Gerät einfacher ist, da keine Vorrichtungen zum Eingeben und Abgeben von Münzen
vorgesehen sind, die das Gerät auch größer machen würden, ist der wesentliche Schutzzweck
erzielt, da der Taxifahrer nur noch Münzen bei sich hat. Die herausgegebene Menge
von Geldscheinen kann dabei natürlich nicht genau dem auszugebenden Betrag entsprechen.
Es wird vielmehr von diesem Wechselgeld nur der in Scheinen zurückzugebende Betrag
ausgegeben.
[0016] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß sie auch zum Einführen/Abgeben
von Münzen ausgebildet ist. In diesem Falle befindet sich kein Geld mehr im Taxi,
das sich ein Täter durch direkten Zugriff verschaffen könnte.
[0017] Nun besteht die einzige Möglichkeit der unrechtmäßigen Bereicherung nur noch darin,
den notwendigerweise durchzuführenden Wechselgeldausgabevorgang zu manipulieren. Diese
Möglichkeit wird aber durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, wie sie weiter unten
beschrieben werden, sehr unwahrscheinlich bzw. ganz unmöglich gemacht.
[0018] Wenn nun dergestalt sichergestellt ist, daß keine Möglichkeit besteht, das Taxi mit
mehr Geld zu verlassen, als man beim Besteigen desselben bereits hatte, und wenn dies
jedem Fahrgast bekannt ist (durch Veröffentlichung in TV, Funk, Presse, durch Mund-zu-Mund-Propaganda,
durch entsprechende Aufkleber z.B. auf dem Handschuhfach, natürlich kann der Fahrer
es dem Fahrgast auch einfach erzählen, für ausländische Fahrgäste könnte eine in der
jeweiligen Landessprache besprochene Kassette abgespielt werden), wird angesichts
der Aussichtslosigkeit des Unterfangens niemand mehr einen Überfall versuchen.
Vorteil diese Verfahrens: es wird dem Verbrechen vorgebeugt, es wird nicht reagiert;
quasi eine "kausale Therapie".
[0019] Neben dem Hauptnutzen (der Verhinderung von Überfällen) liegt ein weiterer Vorteil
des Verfahrens in einem gesteigerten Sicherheitsgefühl des Fahrers, vor allem bei
Nachtfahrten (damit auch Abbau von Streß).
[0020] Die Geldeingabe und die anschließende Wechselgeldabgabe funktionieren folgendermaßen.
[0021] Wenn eine Fahrt beendet ist, führt der Taxifahrer das ihm übergebene Geld in die
Vorrichtung ein. Gleichzeitig erhält die Vorrichtung die Information, welcher Wechselgeldbetrag
abgegeben werden soll.
Ein in der Vorrichtung angeordneter Rechner stellt sodann fest, ob der eingeführte
Betrag größer ist als der eingetippte auszugebende Wechselgeldbetrag. Nur wenn das
der Fall ist, erfolgt die Ausgabe des Wechselgeldes.
Bei einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform hat der in der Vorrichtung angeordnete
Rechner die Aufgabe, aus der Höhe des eingeführten Betrages und dem Fahrpreis die
Differenz zu berechnen und diesen Wert dann (als die Höhe des auszugebenden Betrages)
an die Abgabevorrichtungen weiterzuleiten.
Der Fahrpreis kann dabei ebenfalls über eine Tastatur in das Gerät eingegeben oder
durch eine entsprechende Verbindungsleitung zur Taxameteruhr abgelesen werden.
[0022] Es folgt die Beschreibung zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen zur Abwehr der unrechtmäßigen
Bereicherung durch Manipulation des Wechselgeldausgabevorganges.
[0023] Um jede deukbare Manipulation zu verhindern bzw. den möglichen Schaden einer solchen
zu begrenzen, ist bei einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen, daß bei einem
Geldwechselvorgang nur eine begrenzte Summe abgegeben werden kann (z.B. DM 97.- oder
DM 47.-, wenn man davon ausgeht, daß eine Taxifahrt wenigstens DM 3.- kostet), und
daß bis zur nächsten Geldwechselung entweder eine bestimmte Strecke zurückzulegen
ist (z.B. 3 km), oder eine bestimmte Zeit (z.B. fünf Minuten) verstreichen muß.
Die entsprechende Steuerung kann durch eine Uhr und/oder durch Verbindung mit dem
Kilometerzähler oder der Taxameteruhr bewirkt werden.
[0024] Eine solche Begrenzung der Wechselgeldausgabe empfiehlt sich für alle Gerätvarianten,
bei denen - zumindest theoretisch - noch Manipulation möglich ist.
[0025] Da nun aber die mögliche Erbeutung von DM 97.- (bzw. DM 47.-) auch noch einen Anreiz
für einen Überfall darstellen könnte, erscheint es sinnvoll, die Wechselgeldabgabe
von einem Freigabeimpuls abhängig zu machen, der nur bei tatsächlicher Eingabe des
betreffenden Betrages in die Vorrichtung ausgelöst wird, und zwar entweder vom Fahrer
(der ja sieht, ob es sich um einen Betrugsversuch handelt), oder von einer zumindest
eines oder mehrere Merkmale des eingeführten Scheines (evtl. auch der Münzen) erkennenden
Einrichtung.
[0026] So ist bei einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen, daß sie mit einem Schalter
zur Freigabe des Wechselgeldes ausgerüstet ist, welcher sich außerhalb der Vorrichtung
befindet und vom Fahrer zu bedienen ist, und dessen Vorhandensein und Funktion dem
Fahrgast nicht bekannt ist.
[0027] Unterläßt der Fahrer die Betätigung dieses Schalters, so gibt das Gerät kein Wechselgeld
ab; für einen Täter sähe dies so aus, als ob das Gerät den eingegebenen Schein (oder
auch die eingeführten Münzen) nicht akzeptierte, bzw. (falls nichts eingegeben wurde),
als ob es ohne Eingabe auch nichts ausgeben würde.
[0028] Diese Strategie basiert also darauf, daß der Täter von dem beschriebenen Zusammenhang
keine Kenntnis hat - denn sonst könnte er den Fahrer ja zum Betätigen des Schalters
zwingen.
[0029] Solche Zwangsausübung bliebe bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform allerdings
erfolglos, da diese mit einer Einrichtung ausgerüstet ist, die den Freigabeimpuls
für die Wechselgeldabgabe nicht nur bei Nichtbetätigung, sondern auch bei Betätigung
dann nicht weiterleitet, wenn der Fahrer Anzeichen von erhöhtem Streß zeigt.
Solche Anzeichen würden bei einer Bedrohung durch den Täter ja auftreten, und eine
Bedrohung wäre zwangsläufig notwendig, da ein Manipulationsversuch die erzwungene
Duldung bzw. Mitwirkung des Fahrers erforderte.
[0030] Die Einrichtung besteht aus einem oder mehreren Sensoren, die Parameter abfragen
können, die über den nervlichen Erregungszustand des Fahrers Auskunft geben.
Als Parameter kommen z.B. die Pulsfrequenz oder der Hautwiderstand in Frage. Der Hautwiderstand
könte z.B. durch Berühren eines mit entsprechenden Sensoren ausgerüsteten Handgriffes
gemessen werden.
[0031] Die Vorrichtung gibt hier also nur Wechselgeld ab, wenn der Fahrer ihr signalisiert,
daß alles in Ordnung ist, und er könnte diesbezüglich nicht lügen bzw. zur Lüge gezwungen
werden (vgl. Prinzip "Lügendetektor"). Die Wechselgeldabgabe erfolgt somit nur dann,
wenn wirklich alles in Ordnung ist.
[0032] Die Vorrichtung zum Identifizieren eines oder mehrerer Merkmale der eingeführten
Geldscheine weist einen oder mehrere Sensoren auf.
[0033] Als abzufragende Merkmale kommen u.a. in Frage:
die ungefähre Größe des Scheines (abgefragt durch Sensoren, die nur feststellen, ob
überhaupt etwas eingegeben wurde - die Notwendigkeit der Entsprechung der ungefähren
Größe ergibt sich aus der Beschaffenheit der Eingabeöffnung -),
die exakte Größe des Scheines (auch dies würde nur sehr einfache Sensoren erfordern),
das typische Strichmuster der jeweiligen Banknote (abgefragt z.B. durch einen Lichtgriffel),
ebenso Vorhandensein und Position des Sicherheitsstreifens, oder das Wasserzeichen,
abgefragt mittels UV-Lichtquelle und entsprechendem Sensor.
[0034] Erkennt nun die Identifikationseinrichtung nur, ob etwas in die Eingabeöffnung eingeführt
wurde oder nicht, erfolgt (bzw. unterbleibt) ein einfacher Freigabeimpuls.
Wird dagegen ein (oder mehrere) bestimmte(s) Merkmal(e) erkannt, erfolgt die Übermittelung
des Wertes des Geldscheines, dessen Merkmal(e) erkannte wurde(n), an den in der Vorrichtung
angeordneten Rechner (hier entfällt dann also auch die Notwendigkeit, den Wert des
eingeführten Betrages einzutippen). Wird der Wert des eingeführten Betrages trotz
Vorhandensein eines Lesegerätes von außen eingetippt, so erfolgt (bzw. unterbleibt)
ein einfacher Freigabeimpuls seitens des Lesegerätes.
[0035] Eine Manipulation des Wechselgeldausgabevorganges würde bei Ausstattung der Vorrichtung
mit einer solchen Identifikationseinrichtung immerhin die Eingabe eines Zettels mit
dem jeweils gefragten Merkmal erfordern. Da dies Planung bzw. Vorbereitung voraussetzt,
Taxiüberfälle aber zumeist auf einen spontanen Einfall bzw. Entschluß zurückgehen,
kann man eine derartige Möglichkeit wohl bereits weitgehend ausschließen.
[0036] Außerdem ist durchaus denkbar, daß gar nicht bekannt ist, welches Merkmal die Identifikationseinrichtung
abfragt, denn diese Kenntnis könnte auf einige wenige Personen in der Herstellerfirma
beschränkt bleiben; der Fahrer muß es schließlich nicht wissen, um das Gerät zu bedienen.
Bekanntgemacht werden könnte: das Gerät erkennt die Geldscheine.
[0037] Eine noch größere Sicherheit böte die Kombination einer solchen Identifikationseinrichtung
mit dem oben beschriebenen, vom Fahrer heimlich zu betätigenden Schalter, oder mit
der Einrichtung zur Überprüfung der nervlichen Erregung. Die Wechselgeldabgabe hinge
dann natürlich vom Empfang zweier Impulse ab. Eine unrechtmäßige Bereicherung könnte
hier auch dann noch verhindert werden, wenn der Täter einen entsprechend präparierten
Zettel einführte, den das Gerät nicht als Fälschung erkennen würde.
[0038] Wird vorgesehen, daß die Vorrichtung Sensoren zum Identifizieren von Münzen enthalten
soll, so könnten diese befähigt sein, z.B. die Größe und/oder das Gewicht der jeweiligen
Münze zu erkennen.
[0039] Eine aufwendigere, dafür aber sehr sichere Ausführungsform zeichnet sich dadurch
aus, daß sie eine Einrichtung zur Prüfung bzw. Identifizierung des kompletten Geldscheines
aufweist. Solche Einrichtungen sind bekannt und haben auch nur eine verhältnismäßig
geringe Größe, so daß eine solche Einrichtung in einer im Fahrzeug anzuordnenden Vorrichtung
durchaus untergebracht werden kann. Die Einrichtung gibt den Freigabeimpuls für die
Wechselgeldabgabe nur dann aus, wenn tatsächlich ein Geldschein in der entsprechenden
Höhe eingeführt wurde. Eine Manipulation wäre hier allenfalls dann noch denkbar, wenn
ein professionell gefälschter Geldschein eingegeben würde. Der Zweck der Vorrichtung
würde in diesem Falle aber dennoch erfüllt, denn dieser Zweck besteht ja nicht darin,
den Fahrer vor dem Verlust von DM 100.- zu bewahren, sondern darin, Gewaltausübung
gegen den Fahrer zu verhindern, und die wäre hier nicht erforderlich, da eine "Blüte",
die von der oben beschriebenen Einrichtung nicht als solche erkannt würde, wohl auch
vom Fahrer nicht erkannt werden dürfte, zumal nicht im Halbdunkel des Wagens.
Ist die Einrichtung falschgeldsicher, so besteht keine Möglichkeit der unrechtmäßigen
Bereicherung durch Wechselgeld für Geldscheine mehr.
[0040] Ein zusätzliches, in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform angeordnetes, entsprechend
sicheres Erkennungselement für Münzen würde die Unmöglichkeit der Bereicherung komplett
machen.
[0041] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß sie eine an das Kraftfahrzeuggebläse
auf der Saugseite angeschlossene Saugvorrichtung zum Anheben und Bewegen des jeweils
auszugebenden Geldscheines aufweist. Der Geldschein kann dabei an eine Platte oder
dergleichen angesaugt werden, durch die er dann der Ausgabeöffnung zugeführt wird,
wobei der Unterdruck mit dem ohnehin im Fahrzeug befindlichen Gebläse erzeugt wird.
[0042] Es kann weiterhin vorgesehen werden, daß das Gerät einen Schein wieder auswirft,
wenn es diesen nicht wechseln kann; oder auch dann, wenn es ihn als falsch erkennt.
Jederzeit kann natürlich auch Geld eingegeben werden, um den Wechselgeldbestand aufzufüllen.
Der jeweils größte Schein (also z.B. der Hunderter) kann gar nicht ausgegeben werden.
[0043] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß das Abteil zum Aufbewahren
der Geldscheine mehrere bewegbare Böden aufweist. Aufgrund dieser bewegbaren Böden
kann dabei das Einfügen und Entnehmen von Geldscheinen einer Sorte erleichtert werden,
da der Zwischenraum zwischen diesen Böden vergrößert werden kann. Gleichzeitig wird
nur die Gesamtzahl von aufzunehmenden Geldscheinen begrenzt. Es kann nicht der Fall
eintreten, daß z.B. das Abteil für die 20-DM-Scheine überfüllt ist, während die Abteile
für die anderen Geldscheine noch fast leer sind. Die bessere Ausnutzung des zur Verfügung
stehenden Raumes ermöglicht außerdem, das Gerät insgesamt kleiner zu gestalten.
[0044] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Einrichtung zum Unbrauchbarmachen
der Geldscheine in einer Vorrichtung besteht, die die Geldscheine zerschneidet, und
zwar z.B. dergestalt, daß ein rundes Loch durch einen entsprechend ausgestalteten
rohrförmigen Bohrer hergestellt wird, welcher dabei durch die Trennböden zwischen
den einzelnen Geldscheinabteilen (die dort mit entsprechenden Löchern versehen sind)
geführt wird.
Die Auslösung des Mechanismus erfolgt dabei dann, wenn am Gerät gewaltsam manipuliert
wird. Eine Auslösung könnte z.B. erfolgen, wenn ein Draht, der so um das Gerät herum-
oder in ihm ausgelegt ist, daß er bei gewaltsamer Öffnung zerreissen muß, unterbrochen
wird. Der Draht verbindet außerdem das Gerät mit dem Auto, so daß bei Entwenden des
kompletten, noch geschlossenen Gerätes der gleiche Effekt eintritt.
Falls notwendig, kann das Gerät eine kleine interne Batterie enthalten, damit der
Bohrer auch bei Trennen der Vorrichtung von der Fahrzeugbatterie bzw. auch bei ausgeschaltetem
Gerät funktioniert.
[0045] Die Unbrauchbarmachung des Geldes könnte auch durch Übergießen mit nicht entfernbarer
Farbe, Säure, Öl, klebriger Flüssigkeit (besonders für Münzen geeignet) oder dergleichen
erfolgen.
[0046] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß sie mit
einer Alarmeinrichtung verbunden ist. Wenn an der Vorrichtung manipuliert wird, könnte
z.B. bei Funktaxis die Zentrale benachrichtigt werden, oder es könnten die Fahrzeughupe
und der Fahrzeugblinker eingeschaltet werden.
Auch dies sollte vorher bekannt sein, denn der Zweck ist Abschreckung, nicht Fahndungshilfe.
[0047] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß sie eine
Wechselgeldbestandsanzeigevorrichtung aufweist, deren Auslöse- bzw. Einschaltknopf
aber möglichst versteckt sein sollte.
1. Vorrichtung zum Aufbewahren von Geld in einem Taxi, die ein verschließbares Gehäuse
mit einer oder mehreren Öffnungen zum Einführen von Geldscheinen und/oder Münzen und
Einrichtungen zum Abgeben von Geldscheinen und/oder Münzen aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß sie Einrichtungen zur Identifizierung eines oder mehrerer Merkmale der eingegebenen
Geldscheine, einen Rechner, Einrichtungen zum Bestimmen des abzugebenden Betrages
und Einrichtungen zum Unbrauchbarmachen zumindest der Geldscheine im Falle gewaltsamer
Manipulation aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie nur zum Einführen/Herausgeben
von Geldscheinen ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie auch zum Einführen/Abgeben
von Münzen ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
Tastatur zum Eingeben des Fahrpreises und/oder des eingegebenen Betrags und/oder des
Betrages des auszugebenden Wechselgeldes aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit
der Taxameteruhr verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sie pro
Zeiteinheit und/oder pro gefahrenem Streckenabschnitt nur einen begrenzten Betrag
abgibt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen
Schalter zur Freigabe von Wechselgeld aufweist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie Einrichtungen
zur Messung der nervösen Erregung aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit
Einrichtungen zur Identifizierung eines oder mehrerer Merkmale der eingegebenen Münzen
versehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
an ein Kraftfahrzeuggebläse auf der Saugseite angeschlossene Saugvorrichtung zum gerätinternen
Transport der Geldscheine aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Abteil
zum Aufbewahren der Geldscheine mehrere bewegbare Böden aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
Einrichtung zum Zerschneiden der Geldscheine aufweist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit
einer Alarmeinrichtung verbunden ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine
Einrichtung zur Anzeige des Wechselgeldbestandes aufweist.
1. Apparatus for depositing money in a taxi, which comprises a lockable housing with
one or more openings for introducing bank-notes and/or coins and devices for dispensing
bank-notes and/or coins, characterised in that it comprises devices for identifying
one or more features of the bank-notes introduced, a computer, devices for determining
the amount to be dispensed and devices for making at least the bank-notes unusable
in the case of manipulation by force.
2. Apparatus according to Claim 1, characterised in that it is constructed solely for
the introduction/dispensing of bank-notes.
3. Apparatus according to Claim 1, characterised in that it is also constructed for the
introduction/dispensing of coins.
4. Apparatus according to one of Claims 1 to 3, characterised in that it comprises a
keyboard for keying-in the fare and/or the amount introduced and/or the amount of
change to be dispensed.
5. Apparatus according to one of Claims 1 to 4, characterised in that it is connected
to the taximeter clock.
6. Apparatus according to one of Claims 1 to 5, characterised in that it dispenses only
a limited amount per unit time and/or per distance travelled.
7. Apparatus according to one of Claims 1 to 6, characterised in that it comprises a
switch for the release of change.
8. Apparatus according to one of Claims 1 to 7, characterised in that it comprises devices
for measuring the nervous excitement.
9. Apparatus according to one of Claims 1 to 8, characterised in that it is provided
with devices for the identification of one or more features of the coins introduced.
10. Apparatus according to one of Claims 1 to 9, characterised in that it comprises a
suction device connected to a motor vehicle fan on the suction side, for conveying
the bank-notes inside the equipment.
11. Apparatus according to one of Claims 1 to 10, characterised in that the compartment
for depositing the banknotes comprises several movable bases.
12. Apparatus according to one of Claims 1 to 11, characterised in that it comprises a
device for shredding the bank-notes.
13. Apparatus according to one of Claims 1 to 12, characterised in that it is connected
to an alarm device.
14. Apparatus according to one of Claims 1 to 13, characterised in that it comprises a
device for indicating the small change balance.
1. Dispositif pour garder de l'argent dans un taxi, comportant un boîtier pouvant être
fermé et pourvu d'une ou plusieurs ouvertures pour introduire des billets de banque
et/ou des pièces de monnaie et de moyens pour délivrer des billets de banque et/ou
des pièces de monnaie, caractérisé en ce qu'il comporte des moyens pour identifier une ou plusieurs caractéristiques
des billets de banque introduits, un calculateur, des moyens pour déterminer la somme
à rendre, et des moyens pour rendre inutilisables au moins les billets de banque si
le dispositif est forcé.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est uniquement conçu pour introduire et délivrer des billets de banque.
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est également conçu pour introduire et délivrer des pièces de monnaie.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'il comporte un clavier pour introduire le prix du trajet et/ou la somme
introduite et/ou la somme d'appoint à rendre.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il est relié à l'horloge du taximètre.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il ne délivre qu'une somme limitée par unité de temps et/ou par distance
parcourue.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il présente un commutateur pour autoriser le rendu de monnaie d'appoint.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il présente des moyens pour mesurer l'excitation nerveuse.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il présente des moyens pour identifier une ou plusieurs caractéristiques
des pièces de monnaie introduites.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il présente un dispositif aspirant, raccordé côté aspiration à une soufflante
du véhicule automobile, pour le transport des billets de banque à l'intérieur de l'appareil.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le compartiment de dépôt des billets de banque présente plusieurs fonds
mobiles.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'il présente un dispositif pour déchiqueter les billets de banque.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'il est relié à un dispositif d'alarme.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'il
présente un moyen pour indiquer le montant de monnaie d'appoint disponible.