[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Bauelement zur Begrenzung einer Stirnfläche einer
Schalung gemäss Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Es ist oft nicht möglich, Betonwerke wie Mauern, Fussböden oder Decken in einem Arbeitsgang
zu erstellen, so dass die Schalung an der Stelle abgegrenzt, d.h. verschlossen werden
muss, bis der Beton eingebracht wird. Dies geschieht insbesondere beim Errichten von
Wänden mit Holzbrettern, die an Ort und Stelle zurechtgeschnitten und dort mit Löchern
versehen werden müssen, wo die Armierungseisen durchstossen. Vor dem Einbringen des
Betons in das nächste Teilstück müssen diese Bretter wieder entfernt werden. Das heisst
mit anderen Worten, es entsteht ein relativ hoher Arbeitsaufwand für das Abschliessen
der Schalung und für das Entfernen der Abschlussbretter.
[0003] Das eingangs erwähnte Bauelement ist in der EP-A-289261 offenbart und ist als Führungsschiene
für das Giessen von Fussböden ausgebildet und enthält den Gedanken, für das Durchstossen
von Armierungseisen und dergleichen Oeffnungen vorzusehen, und das Element mit einem
Stahlgeflecht auszurüsten, das sich auch über die Oeffnungen erstreckt. Dieses Element
ist jedoch nur speziell für einen engen Anwendungskreis vorgesehen, d.h. für das Erstellen
von Fussböden.
[0004] Aus der DE-U-8 625 714 ist ferner ein Fugen-Schalungs-Element bekannt, das dem in
obiger europäischen Patentanmeldung beschriebenen Stand der Technik entspricht und
ziemlich eng begrenzte Oeffnungen aufweist, durch die es schwer ist, die Armierungseisen
durchzuschieben. Auch dieses Element ist relativ schwer ausgebildet und nur für die
Erstellung von Decken und Wänden vorgesehen.
[0005] Es ist von diesem Stand der Technik ausgehend Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ein Bauelement anzugeben, das für die Errichtung sowohl von Wänden und Decken als
auch von Fussböden geeignet ist und sich sicher an der Schalung befestigen lässt sowie
eine Schubverzahnung zwischen den errichteten Bauteilen ermöglicht.
[0006] Erfindungsgemäß wird zur Lösung der gestellten Aufgabe eine Schubverzahnung zwischen
zwei benachbarten Bauteilen erzeugt, indem die Längsseiten des Bauelementes bezüglich
der Oberflächen beidseitig abgesetzt sind, wobei die Außenkanten der Längsseiten eine
vorgegebene Oberflächengüte aufweisen und die Stirnseiten des Elementes mit je einem
zueinander komplementaren Absatz versehen sind.
[0007] In einer bevorzugten Ausführung wird ein Armierungsgeflecht aus Kunststoff verwendet,
das vollständig von Beton umgeben ist, um keinerlei Korrosion zu ermöglichen.
[0008] Um der üblichen Anordnung von Armierungseisen und dergleichen besser Rechnung zu
tragen, sind Oeffnungen in zwei Reihen angeordnet und rechteckig.
[0009] Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
Figur 1 zeigt eine erfindungsgemässe Vorrichtung in Draufsicht,
Figur 2 zeigt einen Schnitt gemäss der Linie II-II in Figur 1,
Figur 3 zeigt einen Schnitt gemäss der Linie III-III in Figur 1,
Figur 4 zeigt die Vorrichtung gemäss Figur 1 im eingesetzten Zustand,
Figur 5 zeigt die Vorrichtung gemäss Figur 4 nach dem Einbringen des Betons
und Figur 6 zeigt die Vorrichtung gemäss Figur 4 oder 5 von vorne.
[0010] Die Vorrichtung nach dem Ausführungsbeispiel gemäss Figur 1 besteht aus einem vorgefertigten
Element 1 aus einem relativ feinen Beton mit einer Breite W, die der Dicke des zu
errichtenden Mauerwerkes entspricht (siehe Figur 4 oder 5) und einer modularen Länge
L. Dabei kann es sich um einen Fussboden, eine Decke, eine Wand oder dergleichen handeln.
[0011] Das vorliegende Beispiel weist zwei Reihen von rechteckigen Oeffnungen 2 auf, durch
die die Armierungseisen 3 durchgesteckt werden können. Gemäss Figur 6 ist es auch
möglich, andere Leitungen 4, beispielsweise Röhren für elektrische Leitungen oder
dergleichen, durchzustecken. In der halben Dicke des Betonelementes ist ein Kunststoffgitter
5 angeordnet, das einerseits dem Betonelement einen grösseren Halt und Bruchfestigkeit
verleiht und andererseits verhindert, dass der eingebrachte Beton ausfliessen kann.
Selbstverständlich wird die Zerreissfestigkeit des Kunststoffgitters derart gewählt,
dass beim Anbringen des Betonelementes keine allzu hohen Kräfte beim Durchstossen
der Armierungseisen aufgewendet werden müssen. Je nach Breite des Betonelementes 1
können in dessen Mitte eine Reihe von Löchern 6 angeordnet sein, die vorwiegend die
Funktion haben, das Gewicht des Elementes zu vermindern. Bei schmäleren Elementen
hingegen ist die mittlere Reihe nicht immer sinnvoll oder nötig.
[0012] Aus Figur 2 ist der Querschnitt des Elementes ersichtlich und es geht daraus hervor,
dass die beiden Seitenränder 7 und 8 bezüglich beider Oberflächen abgesetzt sind,
wobei der Zweck der Absätze aus Figur 4 deutlich hervorgeht, denn dort wird das Element
mittels zweier Anschlagstücke 10 der Schalung 16 in der richtigen Lage gehalten. Bei
der Herstellung ist es wichtig, dass die beiden Aussenkanten 11 des Elementes glatt
sind, d.h. mindestens die Güte der zu errichtenden Wand aufweisen, da sie am fertigen
Mauerwerk sichtbar sind.
[0013] Da es unzweckmässig ist, grosse und unhandliche Elemente herzustellen und auch der
Versand beispielsweise mittels Paletten eine gewisse Normierung verlangt, ist es zweckmässig,
Elemente mit einer modularen Länge L vorzusehen, beispielsweise mit einer Länge von
125 cm. Die Breite variiert selbstverständlich gemäss der Dicke des zu errichtenden
Mauerwerkes, üblicherweise zwischen 15 und 50 cm, wobei diese Massangaben selbstverständlich
von Region zu Region, bzw. Land zu Land, sich ändern können.
[0014] Um ein genaues Zusammensetzen in Längsrichtung unter Erhaltung der Teilung der Löcher
zu gewährleisten, können die Breitseiten 12 und 13 je mit einem Absatz 14 und 15 versehen
sein, die in der Dicke zueinander komplementär sind, wie dies aus Figur 3 hervorgeht.
Aus Figur 1 geht ferner deutlich hervor, dass sich das Kunststoffgitter nicht über
die ganze Ausdehnung des Elementes erstreckt, sondern etwas kleiner dimensioniert
ist, damit es vollständig im Beton enthalten und geschützt ist.
[0015] Die Grösse, Form und Anzahl der Oeffnungen 2 richtet sich nach der Art des zu errichtenden
Bauwerkes und nach der Bauweise, bzw. Anordnung der Armierung, die verwendet wird.
Zweckmässig ist beispielsweise ein Längen- zu Breitenverhältnis der rechteckigen Oeffnungen
von 1 zu 2 und eine Fünferteilung.
[0016] Für die rationelle und für die hohen Stückzahlen erforderliche schnelle Herstellung
solcher Elemente hat es sich von Vorteil erwiesen, die Elemente in liegender Form
herzustellen, wobei sich zweckmässigerweise die Verwendung von feinem Betonmaterial
mit Schnellbinder herausgestellt hat. Dabei muss, wie bereits erwähnt, darauf geachtet
werden, dass die Aussenkanten 11 glatt und sauber werden.
[0017] Solche Elemente können überall dort verwendet werden, wo Wände, Böden und Decken
abschnittweise gefertigt werden und insbesondere auch bei Kranaussparungen. Da die
Elemente keine Eisenarmierung enthalten, ist es an einer Baustelle leicht, sie dort
wo erforderlich, auf die richtige Länge zu schneiden. Da das Element Bestandteil des
zu errichtenden Mauerwerkes ist, müssen dafür Materialien verwendet werden, die vom
Beton nicht angegriffen werden. Daher ist die Verwendung von Beton für die Herstellung
der Elemente besonders vorteilhaft, doch können auch für bestimmte Anwendungen andere
Materialien, wie beispielsweise nicht oxidierendes Metall, verwendet werden.
[0018] In den Figuren 4 und 5 sind die beiden Schritte beim Einbringen des Betons in die
Schalung 16 dargestellt, wobei in Figur 5 die errichtete Betondecke 17 ersichtlich
ist und die Schalung 16 nach links verschoben wurde, um die anschliessende Betondecke
aufzunehmen. Man sieht auch, dass das Element 1 in der Decke verbleibt und sich dort
integriert. Ausserdem kann aus Figur 6 ersehen werden, dass durch dieses Element eine
Schubverzahnung zwischen den beiden Mauerteilen entsteht.
1. Bauelement zur Begrenzung einer Stirnfläche einer Schalung, das ein aus Beton vorgefertigtes
Element (1) mit einer Breite (W) und einer modularen Länge (L) ist, und Oeffnungen
(2) zum Durchstecken von Armierungseisen (3), Leitungen (4) oder Rohre aufweist und
mit einem Armierungsgeflecht (5) versehen ist, das auch in den in Reihen angeordneten
Oeffnungen (2) vorhanden ist und das Ausfliessen des Betons bei dessen Einbringen
in die Schalung (16) verhindert, dadurch gekennzeichnet, dass seine Längsseiten (7,
8) bezüglich der Oberflächen beidseitig abgesetzt sind, wobei die Aussenkanten (11)
der Längsseiten (7, 8) eine vorgegebene Oberflächengüte aufweisen und die Stirnseiten
(12, 13) des Elementes (1) mit je einem zueinander komplementären Absatz (14, 15)
versehen sind.
2. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Armierungsgeflecht ein Kunststoffgitter
(5) ist, das sich nicht über die ganze Fläche des Elementes erstreckt, um vollständig
von Beton umgeben zu sein.
3. Element nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oeffnungen (2) in
zwei Reihen angeordnet und rechteckig ausgebildet sind.
1. Construction element for closing a frontal face of a shuttering which is constituted
by an element (1) prefabricated from concrete, having a width (W) and a modular length
(L) and provided with openings (2) for putting through of reinforcing irons (3), conduits
(4) or tubes and with a reinforcing mesh (5) which extends also over the openings
(2) that are arranged in rows and prevents concrete from flowing out at the time of
its pouring into the shuttering (16), characterised by the fact that the longitudinal
sides (7, 8) of the element are stepped, with respect to the surfaces, on both sides,
the outer borders (11) of the longitudinal sides (7, 8) having a predetermined surface
finish, and that the frontal sides (12, 13) of the element are both fitted with a
step, the steps being complementary to each other.
2. Element according to claim 1, characterised by the fact that the reinforcing mesh
is a grid (5) of synthetic material which does not extend over the whole area of the
element for being completely surrounded by concrete.
3. Element according to claim 1 or 2, characterised by the fact that the openings (2)
are arranged in two rows and are rectangularly shaped.
1. Élément de construction pour fermer l'about d'un coffrage, qui se présente sous forme
d'un élément (1) préfabriqué en béton, ayant une largeur (W) et une longueur modulaire
(L), comprenant des ouvertures (2) pour le passage de fers d'armature (3), de conduites
(4) ou de tubes, et étant muni d'un treillis d'armature (5) qui s'étend également
au-dessus des ouvertures (2) disposées en rangées et qui empêche l'écoulement du béton
lors de son introduction dans le coffrage (16), caractérisé en ce que ses côtés longitudinaux
(7, 8) sont étagés de part et d'autre par rapport aux surfaces, les bords extérieurs
(11) des côtés longitudinaux (7, 8) présentant une qualité de surface prédéterminée,
et que les faces frontales (12, 13) de l'élément (1) sont munis d'un gradin chacune,
ces gradins (14, 15) étant mutuellement complémentaires.
2. Élément selon la revendication 1, caractérisé en ce que le treillis d'armature est
un treillis en matière synthétique (5) qui ne s'étend pas sur toute la surface de
l'élément afin d'être complètement entouré de béton.
3. Élément selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les ouvertures (2) sont
disposées en deux rangées et ont une forme rectangulaire.