Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem druckmittelbetätigbaren Arbeitszylinder nach der
im Oberbegriff des Anspruchs 1 naher angegebenen Gattung.
[0002] Es ist schon ein solcher druckmittelbetätigbarer Arbeitszylinder aus der DE 37 06
952 A1 bekannt, bei dem ein den Arbeitszylinder steuerndes Wegeventil auf einer Flanschplatte
montierbar ist, die auf zwei parallel verlaufenden, nebeneinanderliegenden Zugankern
dieses Arbeitszylinders angeordnet ist. Um bei diesem Arbeitszylinder eine kompakte
Bauweise zu erreichen, werden von den insgesamt vier Zugankern die beiden die Flanschplatte
durchdringenden Zuganker hohl ausgebildet und als Druckmittelkanäle benutzt, über
welche das von dem Wegeventil in die beiden Druckräume beiderseits des Kolbens gesteuerte
Druckmittel geführt wird. Bei diesem Arbeitszylinder ist nun von Nachteil, daß hier
Druckmittelkanäle extern vom eigentlichen Zylinderrohr geführt werden und Übertrittsöffnungen
für das Druckmittel vom hohlen Zuganker im Deckelbereich vorgesehen werden müssen,
wobei eine gegenüber den Zylinderdeckeln zusätzliche Aufnahmeplatte erforderlich ist.
Der Arbeitszylinder benötigt daher relativ viele Bauelemente und ergibt zudem eine
Vielzahl von Dichtstellen, wobei insbesondere die Übergangstellen von den mit hohen
Kräften belasteten Zugankern in die Zylinderdeckel kritisch sind. Der Arbeitszylinder
baut daher relativ aufwendig, wobei das Risiko von Leckverlusten verhältnismäßig groß
ist.
[0003] Ferner ist aus der DE 29 18 294 C2 ein druckmittelbetätigbarer Arbeitszylinder bekannt,
bei dem das zwischen zwei Zylinderdeckeln eingebaute Zylinderrohr als Profilrohr mit
außenliegenden Kanälen ausgebildet ist, die mit Hilfe zusätzlicher Bauelemente für
unterschiedliche Funktionen, wie druckmittelführende Umlaufkanäle oder Befestigungskanäle
verwendbar sind. Von Nachteil bei diesem Arbeitszylinder ist, daß die außenliegenden
Kanäle über ihre gesamte Länge einen Längsschlitz aufweisen müssen, so daß profilierte
Bauelemente je nach der entsprechenden Funktion einbaubar sind. Dies führt zu einem
hohen Bauaufwand und zu einer Gefahr von Leckage. Ungünstig ist ferner, daß bei Benutzung
eines außenliegenden Kanals als Druckmittelkanal eine Abdichtung oder Druckmittelverbindung
über die stirnseitigen Zylinderdeckel hergestellt werden muß, wodurch auch die Anzahl
der druckmittelführenden Bauelemente erhöht wird. Im übrigen wird hier kein Hinweis
zum Anbau einer Flanschplatte mit Wegeventil gegeben.
Vorteile der Erfindung
[0004] Der erfindungsgemäße, druckmittelbetätigbare Arbeitszylinder mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß er eine kompakte Baueinheit
mit integriert angeordneten Druckmittelkanälen erlaubt, wobei die Gefahr von Leckdruckmittel
besonders verringert wird. Der Arbeitszylinder kommt mit weniger Bauelementen aus,
insbesondere solchen mit Druckbeaufschlagung. Zudem ist der Arbeitszylinder leicht
handhabbar und vielseitig anwendbar. Er läßt sich platzsparend und damit kostengtünstig
herstellen.
[0005] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Anspruch 1 angegebenen druckmittelbetätigbaren Arbeitszylinders
möglich. Besonders günstig ist eine Bauweise nach Anspruch 2, wodurch sich ein relativ
einfaches und kostengünstiges Profilrohr für den Arbeitszylinder verwenden läßt. Ferner
ist es günstig, wenn der Arbeitszylinder gemäß Anspruch 3 ausgebildet wird, so daß
die Längsstreben bei Bedarf auch die Funktion von Zugankern übernehmen können. Ferner
ist es vorteilhaft, wenn der Arbeitszylinder gemäß den Ansprüchen 4 und 9 ausgebildet,
wird, wodurch eine einwandfreie Führung und Halterung der Flanschplatte erzielbar
ist. Außerdem ist es günstig, wenn gemäß Anspruch 5 die Anschlüsse für Zulauf und
Rücklauf unmittelbar an der Flanschplatte ausgebildet werden. Weiter vorteilhafte
Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen Ansprüchen, der Beschreibung sowie der
Zeichnung.
Zeichnung
[0006] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 eine perspektivische
Darstellung des druckmittelbetätigbaren Arbeitszylinders in einer vereinfachten Weise,
Figur 2 eine Vorderansicht des Arbeitszylinders nach Figur 1 teilweise im Längsschnitt,
Figur 3 eine Draufsicht des Arbeitszylinders nach Figur 2 und Figur 4 eine Seitenansicht
nach A in Figur 2.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0007] Die Figur 1 zeigt in perspektivischer, schematischer Darstellung einen druckmittelbetätigbaren
Arbeitszylinder 10, zu dessen Erläuterung auch auf die Figuren 2 bis 4 Bezug genommen
wird.
[0008] Der Arbeitszylinder 10 weist als Gehäuse eine im wesentlichen rohrförmig ausgebildete
Zylinderbuchse 11 auf, an deren Außenseite eine Flanschplatte 12 angebaut ist, die
ihrerseits ein angeflanschtes Wegeventil 13 trägt. Die Zylinderbuchse 11 weist eine
durchgehende Führungsbohrung 14 auf, in welcher ein Kolben 15 axial längsverschiebbar
geführt ist. Am Kolben 15 ist eine Kolbenstange 16 befestigt, welche in einem ersten,
vorderen Zylinderdeckel 17 dicht und gleitend geführt ist und durch letzteren hindurch
nach außen ragt. Der erste Zylinderdeckel 17 ist kolbenstangenseitig in die Führungsbohrung
14 der Zylinderbuchse 11 eingesetzt und dort axial befestigt und begrenzt zusammen
mit dem Kolben 15 einen ersten, vorderen Druckraum 18. Auf der Rückseite der Zylinderbuchse
11 ist in die Führungsbohrung 14 ein zweiter Zylinderdeckel 19 fest und dicht eingebaut
und begrenzt mit dem Kolben 15 einen zweiten Druckraum 21. Wie die Figur 1 vor allem
in Verbindung mit Figur 4 besonders deutlich zeigt, weist die rohrförmige Zylinderbuchse
11 an ihrer Außenoberfläche parallel zur Längsachse verlaufend vier Längsstreben 22
bis 25 auf, von denen die beiden Längsstreben 22, 23 als Führungselemente für die
Flanschplatte 12 verwendet werden. Die Längsstreben 22 bis 25 sind auf dem Außenumfang
der Zylinderbuchse 11 gleichmäßig verteilt angeordnet, so daß sie im Querschnitt durch
die Zylinderbuchse 11 gesehen auf den Ecken eines Quadrates liegen. Die Längsstreben
22 bis 25 sind jeweils einstückig nach Art von Profilschienen an der Außenoberfläche
der Zylinderbuchse 11 angeformt, so daß die Zylinderbuchse 11 leicht aus einem Profilrohr
herstellbar ist. Die Außenoberfläche der Zylinderbuchse 11 ist im Querschnitt gesehen
im wesentlichen als Achteck ausgebildet, bei dem die vertikal und horizontal liegenden
vier Längsflächen 26 ununterbrochen und eben durchgehen, während an den vier schräg
liegenden Längsflächen 27 jeweils mittig die Längsstreben 22 bis 25 angeformt sind.
Jede dieser Längsstreben 22 bis 25 bildet nach außen hin eine etwa halbkreisförmige
Führungsfläche 28, die jeweils über zwei etwa parallel zueinander verlaufende Führungsflächen
29, 31 in die schräge Längsfläche 27 übergeht.
[0009] Jede der Längsstreben 22 bis 25, die über die gesamte Länge der Zylinderbuchse 11
verlaufen, weist eine durchgehende Längsbohrung 32 auf. Die beiden axialen Endbereiche
jeder Längsbohrung 32 weisen stirnseitig in sie eingebrachte, in axialer Richtung
verlaufende, sacklochartige Gewindebohrungen 33, 34 auf. Bei den als Führungselemente
benutzten Längsstreben 22, 23 sind in die Gewindebohrungen 33 bzw. 34 jeweils von
den betreffenden Stirnseiten her Dichtstopfen 35 eingeschraubt, so daß die Längsbohrung
32 in der ersten Längsstrebe 22 einen ersten Druckmittelkanal 36 bildet. Dieser erste
Druckmittelkanal 36 steht über eine in der Zylinderbuchse 11 angeordnete erste Schrägbohrung
37 mit dem zweiten Druckraum 21 in Verbindung. In entsprechender Weise ist in der
zweiten Längsstrebe 23 ein zweiter Druckmittelkanal 38 ausgebildet, der über eine
zweite Schrägbohrung 39, welche im Bereich des ersten Zylinderdeckels 17 liegt, mit
dem ersten, vorderen Druckraum 18 verbunden ist. Die beiden Schrägbohrungen 37, 39
lassen sich in der profilierten Zylinderbuchse 11 einfach herstellen und bilden sogenannte
Übertrittsöffnungen zu den beiden Druckräumen beiderseits des Kolbens 15.
[0010] Wie die Figur 1 mit Figur 4 vor allem deutlich zeigt, weist die Flanschplatte 12
an ihrer Unterseite zwei einseitig offene Halterungsnuten 41, 42 auf, deren Form der
Außenkontur der Längsstreben 21, 22 genau angepaßt ist, so daß die Flanschplatte 12
einwandfrei und axial längsverschieblich auf den Längstreben 21, 22 geführt ist. Die
Flanschplatte 12 wird von einer Stirnseite der Zylinderbuchse 11 her auf die Längsstreben
22, 23 aufgeschoben und in einer vorbestimmten Stellung durch Sicherungsschrauben
43 arretiert. Wie Figur 4 näher zeigt, verlaufen die Mittelebenen der beiden Halterungsnuten
41, 42 senkrecht zueinander, so daß die Flanschplatte 12 die Längsstreben 22, 23 hintergreift
und somit in radialer Richtung unverlierbar auf der Zylinderbuchse 11 gehalten ist.
In der arretierten Lage hat die Flanschplatte 12 eine solche Stellung, daß der erste
Druckmittelkanal 36 in der Längsstrebe 22 über eine erste Übertrittsöffnung 44 (Figur
2) und in der Flanschplatte 12 verlaufende Querkanäle 45 mit einem ersten Motoranschluß
46 in einer Flanschfläche 47 Verbindung hat. Ein in der Flanschfläche 47 zwischen
den beiden Motoranschlüssen 46, 48 liegender Pumpendruckanschluß 52 steht mit einem
Zulauf-Anschluß 53 in Verbindung, welcher in einer rückwärtigen Stirnseite 54 der
Flanschplatte 12 ausgebildet ist. Bei dem Arbeitszylinder nach den Figuren 2 bis 4
ist in diesem Zulauf-Anschluß 53 zusätzlich ein Winkelstutzen 55 eingeschraubt, der
in Figur 1 einfachheitshalber nicht dargestellt ist. Ferner sind in der Flanschfläche
47 zwei Rücklaufanschlüsse 56, 57 angeordnet, von denen einfachheitshalber in Figur
1 lediglich die Verbindung vom Rücklaufanschluß 56 zu einem in der Seitenwand der
Flanschplatte 12 liegenden Ablaufanschluß 58 dargestellt ist. Wie insbesondere Figur
3 näher zeigt, sind entsprechend den beiden Rücklaufanschlüssen 56, 57 auch zwei Ablaufanschlüsse
vorhanden, in die jeweils eine Abluftkappe 59 geschraubt ist. Die beiden Übertrittsöffnungen
44, 51 zwischen der Flanschplatte 12 und den beiden Längsstreben 22, 23 an der Zylinderbuchse
11 sind durch geeignete Dichtungen abgedichtet, so daß am Übergang der Druckmittelkanäle
von der Flanschplatte 12 in die Zylinderbuchse 11 kein Druckmittel nach außen lecken
kann.
[0011] Die Wirkungsweise des Arbeitszylinders 10 wird wie folgt erläutert, wobei vor allem
auf die Figuren 1 und 2 Bezug genommen wird:
In der Figur 1 ist in vereinfachter Form mit Pfeilen der Verlauf der Druckmittelströmung
angegeben, wie er sich bei entsprechend geschaltetem Wegeventil 13 und bei ausfahrender
Kolbenstange 16 ergibt. Ein zum Betätigen des Arbeitszylinders 10 dienendes, unter
Druck stehende Druckmittel wird am Zulaufanschluß 53 in die Flanschplatte 12 eingeführt,
wo sie zum Zulauf-Anschluß 52 in der Flanschfläche 47 gelangt. Im Wegeventil 13 selbst
strömt nun das Druckmittel von dem Pumpendruck-Anschluß 52 zum ersten Motoranschluß
46 in die Flanschfläche 47, worauf es durch die Flanschplatte 12 durch die Querkanäle
45 und die erste Übertrittsöffnung 44 in den ersten Druckmittelkanal 36 in der ersten
Längsstrebe 22 strömt. Von dort gelangt es über eine erste Schrägbohrung 37 in den
zweiten Druckraum 21 auf die Rückseite des Kolbens 15, so daß der sich dort aufbauende
Druck über den Kolben 15 die Kolbenstange 16 nach außen verschiebt. Gleichzeitig muß
aus dem vorderen Druckraum 18 Druckmittel entweichen. Dies geschieht dadurch, daß
der erste Druckraum 18 über die zweite Schrägbohrung 39 mit dem zweiten Druckmittelkanal
38 in der zweiten Längsstrebe 23 verbunden wird. Von dort kann Druckmittel über die
zweite Übertrittsöffnung 51 in die Flanschplatte 12 gelangen und über deren Querkanäle
49 zum zweiten Motoranschluß 48 strömen. Das abströmende Druckmittel im zweiten Motoranschluß
48 gelangt durch das Wegeventil 13 hindurch zu den Rücklaufanschlüssen 56, 57 und
kann anschließend über den Ablaufanschluß 58 und die Abluftkappe 59 ins Freie gelangen.
[0012] Soll die Kolbenstange 16 am Arbeitszylinder 10 eingefahren werden, so wird das 5/2-Wegeventil
13 umgeschaltet. Das Wegeventil 13 steuert dann Druckmittel vom Pumpendruck-Anschluß
52 zum zweiten Motoranschluß 48 und somit in den ersten, vorderen Druckraum 18, worauf
der auf der Vorderseite druckbelastete Kolben 15 die Kolbenstange 16 einfährt. Gleichzeitig
wird Druckmittel aus dem zweiten Druckraum 21 über den ersten Motoranschluß 46 wiederum
zum Rücklaufanschluß 56 gesteuert und kann damit über die Abluftkappen 59 entweichen.
[0013] Bei vorliegendem Arbeitszylinder 10 liegen somit sämtliche druckbeaufschlagten Kanäle
innerhalb weniger Bauelemente, wozu im einzelnen das Wegeventil 13, die Flanschplatte
12 und die Zylinderbuchse 11 zählen. Die Gefahr, daß Leckdruckmittel austritt, wird
damit äußerst niedrig gehalten. Die Flanschplatte 12 ist in einwandfreier und unverlierbarer
Weise an der Zylinderbuchse 11 geführt und kann in ihrer axialen Lage an die jeweiligen
Gegebenheiten angepaßt werden, indem lediglich die beiden Übertrittsöffnungen 44 und
51 an den beiden Längsstreben 22 bzw. 23 entsprechend gebohrt werden. Die Zylinderbuchse
11 läßt sich in einfacher und kostengünstiger Weise aus einem Profilrohr herstellen,
wobei die beiden Druckmittelkanäle 36 und 38 in beliebiger Weise in zwei nebeneinanderliegenden
Längsstreben 22 bis 25 einbaubar sind. Die Schrägbohrungen 37 und 39 lassen sich dabei
im Profilrohr fertigungstechnisch leicht herstellen. Die Flanschplatte 12 mit Wegeventil
13 läßt sich demontieren, ohne daß die Zylinderdeckel 17, 19 aus der Zylinderbuchse
11 entfernt werden müssen. Der Arbeitszylinder 10 ist daher vielseitig anwendbar und
läßt sich kostengünstig herstellen. Die Längsstreben 22 bis 25 als integrierte Bauteile
der Zylinderbuchse 11 übernehmen eine Vielzahl von Funktionen; sie dienen nicht nur
zur Führung und Halterung der Flanschplatte 12, sondern bilden zugleich auch druckmittelführende
Kanäle zur Steuerung des Arbeitszylinders 10. Ferner lassen sie sich bei Bedarf auch
für die Funktion von Zugankern verwenden, wenn anstelle der gezeichneten Zylinderdeckel
andere Deckelbauarten verwendet werden. Selbstverständlich sind an der gezeigten Ausführungsform
Änderungen möglich, ohne vom Gedanken der Erfindung abzuweichen. Der Arbeitszylinder
ist nicht auf eine Anwendung als Pneumatikzylinder begrenzt, sondern kann auch mit
hydraulischem Druckmittel betrieben werden.
1. Druckmittelbetätigbarer Arbeitszylinder mit einer im wesentlichen rohrförmig ausgebildeten
Zylinderbuchse, die einen in Axialrichtung gleitend geführten Kolben aufnimmt und
an beiden Stirnseiten durch Zylinderdeckel verschlossen ist, von denen wenigstens
einer von einer Kolbenstange durchdrungen ist, mit mehreren außerhalb der Zylinderbuchse
und parallel zu deren Längsachse verlaufenden und im wesentlichen gleichmäßig rings
um deren Umfang verteilten Führungselementen, von denen zwei nebeneinanderliegende
als Lagerung für eine in Längsrichtung verschiebbare Flanschplatte dienen, auf der
ein den Arbeitszylinder steuerndes Wegeventil anbaubar ist, wozu die beiden die Flanschplatte
tragenden Führungselemente hohl ausgebildet sind und im Bereich der Flanschplatte
und der Zylinderdeckel Übertrittsöffnungen aufweisen, so daß Druckmittel vom Wegeventil
in die Druckräume beiderseits des Kolbens steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungselemente als in der Zylinderbuchse (11) an deren Außenseite parallel zur
Längsachse verlaufende, einstückig mit ihr ausgebildete Längsstreben (22, 23) ausgebildet
sind, welche die in Längsrichtung aufgeschobene Flanschplatte (12) unverlierbar an
der Zylinderbuchse (11) haltende Führungsflächen (28, 29, 31) aufweisen und daß die
Übertrittsöffnungen (39, 37) von den beiden Längsstreben (22, 23) zu den beiden Druckräumen
(18, 21) in der Zylinderbuchse (11) angeordnet sind.
2. Arbeitszylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zylinderbuchse (11)
als extrudiertes Teil in Form eines Profilrohres ausgebildet ist, das an seiner Außenseite
im Querschnitt gesehen, vier auf den Ecken eines Rechtecks verteilte Längsstreben
(22, 23, 24, 25) aufweist, die insbesondere auf den Ecken eines Quadrats angeordnet
sind und die jeweils eine durchgehende Längsbohrung (32) aufweisen.
3. Arbeitszylinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsbohrungen (32)
in den Längsstreben (22 bis 25) von den Stirnseiten der Zylinderbuchse (11) her jeweils
in ihren Endbereichen als Gewindebohrungen (33, 34) ausgebildet sind.
4. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
den beiden Längsstreben (22, 23) zugeordneten Halterungsnuten (41, 42) in der Flanschplatte
(12) einseitig offen und so ausgebildet sind, daß die Flanschplatte (12) radial unverlierbar
an der Zylinderbuchse (11) gehalten ist.
5. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschlüsse für Zulauf (53) und Rücklauf (58) an der Flanschplatte (12) ausgebildet
sind.
6. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zylinderbuchse (11) außen im Querschnitt die Form eines im wesentlichen regelmäßigen
Achtecks aufweist, wobei die Längsstreben (22 bis 25) jeweils mittig in den vier,
paarweise diametral zueinanderliegenden Längsflächen (27) angeordnet sind.
7. Arbeitszylinder nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Flanschplatte (12) eine Sicherungseinrichtung (43) gegen axiales Verschieben
auf den Längsstreben (22, 23) angeordnet ist.
8. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zylinderdeckel (17, 19) in der Zylinderbuchse (11) jeweils axial gesichert angeordnet
sind.
9. Arbeitszylinder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
Längsstrebe (22 bis 25) des Profilrohres im Querschnitt gesehen eine etwa halbkreisförmige
Führungsfläche (28) aufweist, die über im wesentlichen zueinander parallele Führungsflächen
(29, 31) in eine Längsfläche (27) der Zylinderbuchse (11) übergeht.
10. Arbeitszylinder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Zylinderdeckel
(17, 19) in eine den Kolben (15) aufnehmende Führungsbohrung (14) eingebaut sind.
11. Arbeitszylinder nach Anspruch 8 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der maximale
Außendurchmesser der Zylinderdeckel (17, 19) dem Durchmesser der Führungsbohrung (14)
entspricht.