(19)
(11) EP 0 519 197 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
23.12.1992  Patentblatt  1992/52

(21) Anmeldenummer: 92107856.4

(22) Anmeldetag:  11.05.1992
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)5E04D 13/035
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE DK FR GB IT LI LU NL SE

(30) Priorität: 18.06.1991 DE 9107586 U

(71) Anmelder: E.L. HIRZ GmbH & Co. KG
D-47441 Moers (DE)

(72) Erfinder:
  • Klute, Wolfgang
    W-4130 Moers 1 (DE)

(74) Vertreter: Stark, Walter, Dr.-Ing. 
Moerser Strasse 140
D-47803 Krefeld
D-47803 Krefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
   
       


    (54) Dachfenster


    (57) Die Erfindung betrifft ein Dachfenster mit Dachfensterunterteil (1) und daran angelenktem Dachfensterflügel (2), wobei sowohl am Dachfensterunterteil (1) als auch am Dachfensterflügel (2) an verschiedenen Seiten eine Scharnierhälfte (3,6) angeordnet ist und die Scharnierhälften (3,6) von Dachfensterunterteil (1) und Dachfensterflügel (2) an jeweils einer Seite mit einem Scharnierstift (8) verbindbar sind. Um ein Dachfenster anzugeben, das wahlweise in beliebiger Richtung geöffnet werden kann, soll das Dachfensterunterteil (1) an allen vier Seiten eine Scharnierhälfte (3) und der Dachfensterflügel (2) an zwei benachbarten Seiten eine Scharnierhälfte aufweisen.




    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Dachfenster mit Dachfensterunterteil und daran angelenktem Dachfensterflügel, wobei sowohl am Dachfensterunterteil als auch am Dachfensterflügel an verschiedenen Seiten eine Scharnierhälfte angeordnet ist und die Scharnierhälften von Dachfensterunterteil und Dachfensterflügel an jeweils einer Seite mit einem Scharnierstift verbindbar sind.

    [0002] Dachfenster dienen zur Belichtung und Belüftung von Dachräumen und als Ausstiegfenster. Sie sind mit einem zu öffnenden Dachfensterflügel ausgerüstet. Der Dachfensterflügel kann mit Fensterglas, Drahtglas, Isolierglas, Kunststoffscheiben oder Blechdeckeln ausgerüstet sein. Glaskanten können mit einem zusätzliche Profil geschützt sein. Der Dachfensterflügel kann entweder nach oben, nach links oder nach rechts auf die Dachflächen geöffnet werden.

    [0003] Aus der Praxis ist ein Dachfenster bekannt, bei dem sowohl das Dachfensterunterteil als auch der Dachfensterflügel im Bereich der längeren Seiten Scharnierhälften aufweisen. Je nachdem, welche der Scharnierhälftenpaare mit einem Scharnierstift verbunden werden, kann der Dachfensterflügel nach rechts oder nach links geöffnet werden.

    [0004] Im allgemeinen muß der Käufer sich bereits beim Kauf eines Dachfensters für eine bestimmte öffnungsvariante entscheiden. Dementsprechend müssen im Handel die möglichen Ausführungsformen auf Lager gehalten werden.

    [0005] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Dachfenster anzugeben, das wahlweise in beliebiger Richtung geöffnet werden kann. Insbesondere soll die öffnungsrichtung auch noch vom Käufer nach dem Einbau des Dachfensters geändert werden können.

    [0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Dachfensterunterteil an allen vier Seiten eine Scharnierhälfte und der Dachfensterflügel an zwei benachbarten Seiten eine Scharnierhälfte aufweist. Bei diesem Dachfenster kann der Scharnierstift versetzt werden und kann außerdem der Dachfensterflügel um 180 ° gewendet werden. Durch entsprechende Anordnung des Dachfensterflügels und des Scharnierstiftes kann der Dachfensterflügel jeweils in eine der vier möglichen Richtungen geöffnet werden. Die Entscheidung darüber kann der Käufer auch noch nach dem Kauf und nach der Montage des Dachfensters treffen. Der Handel braucht nur eine Ausführung auf Lager zu halten.

    [0007] Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung weist der Dachfensterflügel an den scharnierfreien Seiten innenseitig Halter zum Einhängen einer umrüstbaren Aufstellstange auf und weist das Dachfensterunterteil an allen vier Seiten innenseitig Einrichtungen zum Spannen. Auflegen und Einhaken der Aufstellstange auf. Bei Dachfenstern mit rechteckigen Grundriß empfiehlt die Erfindung eine zweigeteilte Aufstellstange, deren beide Teilstücke über ein Drehgelenk verbunden sind, wobei die Länge des längeren Teilstücks der kürzeren Seitenlänge des Dachfensterflügels entspricht und die Gesamtlänge beider Teilstücke der längeren Seitenlänge des Dachfensterflügels entspricht. Die Aufstellstange wird dann entsprechend der gewählten öffnungsrichtung am Dachfensterflügel eingesetzt.

    [0008] Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert; es zeigen:

    Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Dachfenster,

    Fig. 2 eine Ansicht des Gegenstandes nach Fig. 1 bei geöffnetem Dachfensterflügel,

    Fig. 3 eine andere Anordnung des Gegenstandes nach Fig. 1,

    Fig. 4 eine Ansicht des Gegenstandes nach Fig. 3 bei geöffneten Dachfensterflügel.



    [0009] Das in der Zeichnung dargestellte Dachfenster besteht in seinem grundsätzlichen Aufbau aus einem Dachfensterunterteil 1 und einem daran anlenkbaren Dachfensterflügel 2.

    [0010] Das Dachfensterunterteil 1 weist außenseitig an allen vier Seiten Scharnierhälften 3 auf sowie innenseitig an allen vier Seiten Einrichtungen 4 zum Spannen, Auflegen und Einhaken einer Aufstellstange 5.

    [0011] Der Dachfensterflügel 2 weist an zwei benachbarten Seiten jeweils eine Scharnierhälfte 6 auf und an den gegenüberliegenden, scharnierfreien Seiten jeweils innenseitig einen Halter 7 zum Einhängen der umrüstbaren Aufstellstange 5 auf. Zum Verbinden der Scharnierhälften 3, 6 von Dachfensterunterteil 1 und Dachfensterflügel 2 dient ein Scharnierstift 8.

    [0012] Die Aufstellstange 5 ist zweigeteilt, wobei ihre beiden Teilstücke 9, 10 über ein Drehgelenk 11 miteinander verbunden sind. Die Länge des längeren Teilstücks 9 entspricht der kürzeren Seitenlänge des Dachfensterflügels 2 und die Gesamtlänge beider Teilstücke 9, 10 entspricht der längeren Seitenlänge des Dachfensterflügels 2.

    [0013] Bei der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführung ist der Dachfensterflügel 2 mit der an seiner längeren Seite angeordneten Scharnierhälte 6 über den Scharnierstift 8 mit der Scharnierhälfte 3 an der linken längeren Seite des Dachfensterunterteils 1 verbunden. Wie man insbesondere aus Fig. 2 entnimmt, kann der Dachfensterflügel 2 nach links geöffnet werden. Die Aufstellstange 5 ist in den Halter 7 auf der rechten Seite des Dachfensterflügels 2 eingesetzt. Das Teilstück 10 der Aufstellstange 5 ist auf das Teilstück 9 zurückgedreht, so daß das Drehgelenk 11 auf der Einrichtung 4 an der linken Seite des Dachfensterunterteils aufliegt. Der Dachfensterflügel 2 kann nach rechts geöffnet werden, wenn nach Ziehen des Scharnierstiftes 8 der Dachfensterflügel 2 um 180 ° gedreht wird und der Scharnierstift 8 in die dann deckungsgleichen Scharnierhälften 3, 6 auf der rechten Seite des Dachfensterunterteils 1 eingesetzt wird.

    [0014] Bei der in den Figuren 3 und 4 dargestelltenm Ausführungen ist der Dachfensterflügel 2 mit seiner an der oberen kurzen Seite angeordneten Scharnierhälte 6 über den Scharnierstift 8 mit der zugeordneten Scharnierhälte 3 des Dachfensterunterteils 1 verbunden. Die Aufstellstange 5 ist in den Halter 7 auf der gegenüberliegenden Seite eingesetzt und die beiden Teilstücke 9, 10 sind gestreckt angeordnet, so daß das Teilstück 10 auf der Einrichtung 4 des Dachfensterunterteils 1 im Bereich der miteinander verbundenen Scharnierhälften 3, 6 aufliegt. Der Dachfensterflügel 2 kann folglich nach oben geöffnet werden. Nach Wenden des Dachfensterflügel um 180 ° kann der Dachfensterflügel 2 auch nach unten geöffnet werden.


    Ansprüche

    1. Dachfenster mit Dachfensterunterteil und daran angelenktem Dachfensterflügel, wobei sowohl am Dachfensterunterteil als auch am Dachfensterflügel an verschiedenen Seiten eine Scharnierhälte angeordnet ist und die Scharnierhälften von Dachfensterunterteil und Dachfensterflügel an jeweils einer Seite mit einem Scharnierstift verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Dachfensterunterteil (1) an allen vier Seiten eine Scharnierhälfte (3) und der Dachfensterflügel (2) an zwei benachbarten Seiten eine Scharnierhälte (6) aufweist.
     
    2. Dachfenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dachfensterflügel (2) an den scharnierfreien Seiten innenseitig Halter (7) zum Einhängen einer umrüstbaren Aufstellstange (5) aufweist und daß das Dachfensterunterteil (1) an allen vier Seiten innenseitig Einrichtungen (4) zum Spannen, Auflegen und Einhaken der Aufstellstange (5) aufweist.
     
    3. Dachfenster nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufstellstange (5) umhängbar und zweigeteilt ist und beide Teilstücke (9, 10) über ein Drehgelenk (11) verbunden sind, wobei die Länge des längeren Teilstücks (9) der kürzeren Seitenlänge des Dachfensterflügels (2) entspricht und die Gesamtlänge beider Teilstücke (9, 10) der längeren Seitenlänge des Dachfensterflügels (2) entpricht.
     




    Zeichnung










    Recherchenbericht