[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schwenkweiche für eine Doppelkolben-Betonpumpe
mit einem um eine Drehachse in einem Betonansauggehäuse schwenkbar gelagerten, S-förmigen
Schwenkrohr, wobei zumindest ein Teil der Lagerstellen als fettgeschmierte Buchsenlager
ausgebildet sind, an welche Fettzuführleitungen angeschlossen sind, über welche mittels
einer angeschlossenen Fettpresse Schmierfett zuführbar ist, und wobei die Lagerstellen
gegen das Eindringen von Beton abgedichtet sind.
[0002] Aus der DE-OS 30 09 746 ist eine solche Doppelkolben-Betonpumpe bekannt. Es handelt
sich hierbei um eine Betonpumpe mit zwei axial nebeneinander angeordneten Pumpenzylindern
und darin vorgesehenen gegenläufigen Pumpkolben. Die Pumpenzylinder sind jeweils an
einem ihrer stirnseitigen Enden offen und saugen durch diese Öffnung einerseits den
Beton an und stoßen ihn im nächsten Hub aus. Zu diesem Zweck ist an dieser Seite der
Betonpumpe ein trichterförmiges Betonansauggehäuse vorgesehen, in welches die beiden
offenen Enden der Pumpenzylinder münden. Das zur Schwenkweiche gehörige S-förmige
Schwenkrohr ist so gelagert, daß die Rohrachse des Ausgabeendes mit der Drehachse
zusammenfällt, während die Rohrachse des den Öffnungen der Pumpenzylinder zugewandten
Endes parallel von der Drehachse beabstandet ist. Auf diese Weise läßt sich das Schwenkrohr
mit diesem Ende jeweils vor die Öffnung des einen oder des anderen Pumpenzylinders
schwenken. Beim Betrieb der Doppelkolbenpumpe saugt somit der eine Pumpenzylinder
aus dem Betonansauggehäuse an, während der andere Pumpenzylinder den Beton über das
Schwenkrohr in einen dahinter etwa angeschlossenen Pumpschlauch ausstößt. Im nächsten
Zyklus wird das Schwenkrohr vor den anderen Pumpenzylinder geschwenkt, der nun den
zuvor angesaugten Beton ausstößt, während der erste Pumpenzylinder in diesem Zyklus
Beton ansaugt. Dieser Vorgang wiederholt sich bei den aus der Praxis bekannten Betonpumpen
etwa 20 mal pro Minute. Das S-förmige Schwenkrohr ist zum einen in einer das Ausgabeende
umgebenden Lagerbuchse und zum anderen auf der anderen Seite in einer parallel neben
dem Ende des Schwenkrohres angeordneten Welle, die ebenfalls in einer Lagerbuchse
gehalten ist, gelagert. Damit grenzen beide Lagerstellen unmittelbar an den betongefüllten
Innenraum des Betonansauggehäuses an, wodurch grundsätzlich die Gefahr besteht, daß
Feinpartikel des Betons in die Lagerstellen geraten. Um dies zu verhindern, sind bei
den bekannten Schwenkweichen die Lagerstellen an Fettzuführleitungen angeschlossen,
so daß regelmäßig während des Betriebs die Lagerstellen abgeschmiert werden. Dabei
bleibt es naturgemäß nicht aus, daß einerseits Fett in den zu pumpenden Beton gelangt
und dadurch dessen Qualität verschlechtert, und daß andererseits Fett auch nach außen
in die Umwelt gelangt. Es hat sich darüber hinaus ferner herausgestellt, daß sich
auf diese Weise das Eindringen von Beton bzw. dessen Feinstpartikeln in die Lagerstellen
bzw. diese abdichtenden Dichtungen nicht verhindern läßt. Ein solches Eindringen von
Feinstpartikeln zwischen Dichtung und Welle führt unbemerkt zu einer relativ schnellen
Zerstörung der Dichtung und dann auch zu einem schnellen Verschleiß der den Dichtungen
gegenüberliegenden Dichtflächen des Schwenkrohres. Es hilft dann in aller Regel nur
noch ein kompletter Ausbau der Lagerbuchsen, der Dichtungen und des Schwenkrohres.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei einer Schwenkweiche der eingangs
genannten Art die Lagerung so zu verbessern, daß das Eindringen von feinen Betonpartikeln
in die Lagerstellen frühzeitig erkannt werden kann und zudem die Gefahr des Eindringens
von feinen Betonpartikeln vermindert wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an die Lagerstellen Fettabführleitungen
angeschlossen sind, in denen jeweils eine Widerstandseinrichtung zum begrenzten Druckaufbau
des Schmierfetts in den Laggaerstellen vorgesehen ist, und daß die Lagerstellen ansonsten
gegen Austreten von Schmierfett abgedichtet sind.
[0005] Durch diese Ausbildung der Schwenkweiche ist eine kontrollierte Schmierfettzugabe
möglich, ohne daß Fett an den Lagerstellen in den zu pumpenden Beton oder in die Umgebung
austritt. Das überschüssige Schmierfett wird vielmehr über die Fettabführleitungen
aus den Lagerstellen abgeführt. Über die Widerstandseinrichtungen in den Fettabführleitungen
kann man den Druck in den Lagerstellen so bemessen, daß die Gefahr des Eintretens
von Betonfeinpartikeln vermindert wird. Anders als bei der Lösung des Standes der
Technik sind nämlich die Lagerstellen ansonsten geschlossen, so daß ein Druckabfall
durch austretendes Fett verhindert wird. Sollten dennoch Feinteile des Betons in die
Lagerstellen gelangen, so würde man dies in Form von verunreinigtem, aus den Fettabführleitungen
austretenden Schmierfett bemerken. Zu diesem Zeitpunkt könnte man die Schwenkweiche
auf einfache Weise wieder dadurch instandsetzen, daß man einfach die Dichtungen austauscht,
ohne daß der Austausch des kompletten Schwenkrohres erforderlich ist.
[0006] In der DE-AS 27 00 800 ist zwar bereits ein Steuerschieber beschrieben, bei dem Abführleitungen
für ein Spülmittel vorgesehen sind. Dort wird jedoch durch den schwankenden Druck
in den Lagerstellen und bedingt durch den Aufbau des Schiebers das Eintreten von Betonpartikeln
in die Lagerstellen nicht verhindert. Vielmehr werden dort die an den Schieberstangen
anhaftenden und zwangsläufig in die Lagerstellen eintretenden Betonpartikel abgespült.
[0007] Es bleibt noch zu erwähnen, daß zum einen die Betonqualität deutlich verbessert wird,
da nun kein Fett mehr in den zu pumpenden Beton aus den Lagerstellen austritt, und
daß andererseits auch kein Fett mehr nach außen in die Umgebung abgegeben wird, was
aus Umweltschutzgesichtspunkten besonders begrüßenswert ist.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Drehachse des Schwenkrohrs mit der
Achse des Abgabeendes des S-förmigen Schwenkrohres zusammenfallen, und es kann sich
an das Ausgabeende des Schwenkrohres ein feststehendes Förderrohr anschließen, welches
stirnseitig mit einer fettgeschmierten Gleitringdichtung gegenüber dem Ausgabeende
des Schwenkrohres abgedichtet ist, wobei die Gleitringdichtung zwei einander gegenüberliegende
und gegeneinander verdrehbare Gleitringe mit je einem stirnseitigen, umlaufenden Ringkanal
und radialen Zu- und Abführkanälen aufweist, die ebenfalls an Fettzuführ- und Fettabführleitungen
angeschlossen sind. Damit wird auch ein Austreten von Fett an der Übergangsstelle
des Schwenkrohres zu dem sich anschließenden Förderrohr vermieden.
[0009] Darüber hinaus wird bevorzugt, wenn die Buchsenlager gegenüber dem Innenraum des
Betonansauggehäuses doppelt abgedichtet sind, indem axial hinter einer Gleitlagerbüchse
eine erste Wellendichtung, dahinter eine fettgefüllte Umlaufnut und dahinter schließlich
eine dem Beton zugewandte zweite Wellendichtung vorgesehen sind. Dabei ist es günstig,
wenn die zweite Wellendichtung ein Dicht ring aus einem Elastomer ist, dessen Dichtkante
dem Innenraum des Betonansauggehäuses zugewandt ist. Das hat den Vorteil, daß die
dem Beton zugewandte äußere Kante des Wellendichtringes die eigentliche Dichtlippe
bildet, so daß es für Feinteile des Betons kaum möglich ist, sich in einen Spalt zwischen
Dichtung und Welle hineinzuziehen.
[0010] Besonders günstig ist in diesem Zusammenhang auch, wenn die Gleitlagerbüchse die
Umlaufnut jeweils an eine eigene Fettzuführ- und Fettabführleitung angeschlossen sind.
Damit lassen sich die Fettdrücke in der Gleitlagerbüchse einerseits und der Umlaufnut
andererseits individuell einstellen, so daß beispielsweise in der Gleitlagerbüchse
ein relativ hoher Fettdruck eingestellt werden kann, während der Fettdruck in der
Umlaufnut verhältnismäßig gering ist, um so zu vermeiden, daß Fett nach außen außerhalb
der Lagerstelle gelangt.
[0011] Eine baulich besonders einfache Ausführung der Schwenkweiche ergibt sich, wenn die
Fettabführleitungen an einen Fettsammelbehälter angeschlossen sind, der dann von Zeit
zu Zeit entleert werden muß.
[0012] Die Widerstandseinrichtungen in den Fettabführleitungen lassen sich baulich einfach
als einstellbare Überdruckventile ausbilden, wobei es nicht unbedingt notwendig ist,
daß eine solche Einstellung im Betrieb vorgenommen werden kann; in aller Regel wird
die Einstellung konstruktiv vorgegeben.
[0013] Um die Früherkennung von Verunreinigungen in dem Fett zu erleichtern, kann es günstig
sein, wenn man in den Fettabführleitungen Schaugläser anordnet.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann die Fettpresse motorisch angetrieben
sein und das Schmierfett im wesentlichen kontinuierlich an die einzelnen Lagerstellen
abgeben. Da das überschüssige Fett über die Fettabführleitungen abgeführt wird, wird
eine solche kontinuierliche Förderung überhaupt erst möglich, ohne daß Fett in den
Beton austreten kann.
[0015] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in teilweise schematischer Darstellung eine am Ausgang einer Doppelkolben-Betonpumpe
angeordnete Schwenkweiche im Schnitt,
- Fig. 2
- einen Schnitt entlang der Linie II-II durch Fig. 1 in schematischer Darstellung, und
- Fig. 3
- das Detail III aus Fig. 1.
[0016] In Fig. 1 ist eine Schwenkweiche für eine Doppelkolben-Betonpumpe dargestellt. Von
der Doppelkolben-Betonpumpe ist in Fig. 1 lediglich das Ende eines in ein Betonansauggehäuse
1 mündenden Pumpenzylinders 2 dargestellt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, umfaßt
die Doppelkolben-Betonpumpe zwei solcher Pumpenzylinder 2 und 2', in denen jeweils
ein der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellter Kolben hin und her beweglich
geführt ist. Die beiden Kolben sind miteinander gekoppelt, so daß, wenn der eine Kolben
einen Vorwärtshub macht, sich der andere Kolben rückwärts bewegt. In dem Betonansauggehäuse
ist um eine Drehachse 3, die parallel zu den Achsen der Pumpenzylinder angeordnet
ist, ein S-förmiges Schwenkrohr 4 schwenkbar gelagert. Eine erste Lagerstelle 5 wird
durch eine im Ansauggehäuse 1 angeordnete erste Lagerbuchse 6 gebildet, in welcher
das Ausgabeende 7 des Schwenkrohres 4 unmittelbar gelagert ist. Auf der anderen Seite
wird das Schwenkrohr 4 über eine koaxial zum Ausgabeende und drehfest mit diesem verbundene
Welle 8 gehalten, die ebenfalls in einer zweiten Lagerbuchse 9 im Ansauggehäuse 1
gelagert ist. Über die Welle 8 läßt sich das Schwenkrohr um die Drehachse 3 verschwenken,
und zwar aus der in Fig. 2 dargestellten Mittelstellung einmal so, daß es mit dem
Pumpenzylinder 2 oder ein anderes Mal mit dem Pumpenzylinder 2' fluchtet. Dabei schließt
das den Pumpenzylindern 2 zugewandte Ende des Schwenkrohres 4 relativ dicht an deren
Öffnung an.
[0017] An das Ausgabeende 7 des Schwenkrohres schließt sich ein feststehendes Förderrohr
10 an, welches gegenüber dem schwenkbaren Ausgabeende mittels einer Gleitringdichtung
abgedichtet ist. Die Gleitringdichtung besteht aus zwei sich axial gegenüberliegenden
Gleitringen 11 und 12, die auf den einander zugewandten Stirnflächen jeweils einen
umlaufenden Ringkanal aufweisen, von dem aus radial nach außen Zuführ- bzw. Abführkanäle
ausgehen. Diese Kanäle sind der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Sie werden
mit Fett gefüllt, welches über eine Fettzuführleitung 13 zugeführt und über eine Fettabführleitung
14 abgeführt wird.
[0018] In Fig. 3 ist der prinzipielle Aufbau der zweiten Lagerstelle mit der Lagerbuchse
9 dargestellt. In der Lagerbuchse ist zum einen eine umlaufende Gleitlagerbüchse 15
ausgebildet. Rechts von der Gleitlagerbüchse ist ein Wellendichtring 16, beispielsweise
ein O-Ring, vorgesehen. Links von der Gleitlagerbüchse kann ebenfalls ein Wellendichtring
17 vorgesehen sein. Rechts neben dem rechten Wellendichtring 16 ist eine verhältnismäßig
schmale, ebenfalls umlaufende Nut 18 ausgebildet, an die sich wiederum weiter rechts
ein weiterer Wellendichtring 19 anschließt. Bei dem Wellendichtring 19 handelt es
sich um einen sogenannten Nutring, der auf seiner nach rechts weisenden Stirnseite
eine umlaufende Nut aufweist, so daß der untere Schenkel des Wellendichtringes mit
seiner äußeren Kante 20 eine Dichtlippe gegenüber der Welle 8 bildet. Rechts neben
der Buchse befindet sich der Innenraum des Betonansauggehäuses.
[0019] Ebenso wie bei der zuvor beschriebenen Gleitringdichtung sind einmal an die Gleitlagerbüchse
15 eine Fettzuführleitung 13' und an die Nut eine Fettzuführleitung 13'' angeschlossen.
In gleicher Weise ist an der ersten Lagerstelle 5 auch eine Fettzuführleitung 13'''
angeschlossen. Sämtliche dieser Fettzuführleitungen 13 bis 13''' kommen aus einer
Fettverteilereinrichtung 21, die den aus einer motorisch angetriebenen Fettpresse
22 ankommenden Fettstrom auf die einzelnen Schmier- bzw. Lagerstellen verteilt.
[0020] In gleicher Weise sind auf der jeweils gegenüberliegenden Seite der Lagerstellen
Fettabführleitungen 14 bis 14'' vorgesehen, die in einen gemeinsamen Fettsammelbehälter
23 münden.
[0021] In den Fettabführleitungen sind Überdruckventile 25 vorgesehen, die derart einstellbar
sind, daß in den Gleitlagerbüchsen bzw. Nuten oder auch Ringkanälen stets ein gewünschter
Druck aufrechterhalten werden kann.
[0022] Obgleich in der Zeichnung nicht dargestellt, kann in günstiger Weise jeder Schmierstelle,
also jeder Gleitlagerbüchse und jeder Nut, eine eigene Fettabführleitung 14 zugeordnet
sein. Ebenfalls nicht in der Zeichnung dargestellt, können in den Abführleitungen
Schaugläser vorgesehen sein.
[0023] Im folgenden wird die Wirkungs- und Funktionsweise der erfindungsgemäßen Schwenkweiche
näher erläutert. Für den Betrieb der Betonpumpe wird der Innenraum 24 des Betonansauggehäuses
mit Beton gefüllt. Das Betonansauggehäuse 1 befindet sich zumeist an dem unteren Ende
eines Betoneinfülltrichters od.dgl. Das Schwenkrohr 4 wird beim Betrieb der Doppelkolbenpumpe
jeweils vor den Pumpenzylinder geschwenkt, der gerade Beton ausstößt, während der
andere Pumpenzylinder aus dem Betonansauggehäuse Beton ansaugt. Das heißt, daß das
Schwenkrohr bei jedem Hub der Doppelkolbenpumpe jeweils von dem einen Pumpenzylinder
2 zu dem anderen Pumpenzylinder 2' und umgekehrt geschwenkt wird. Dabei bewegt sich
das Schwenkrohr bzw. die Welle 8 in den Lagerbuchsen 6 und 9. Die Lagerreibung wird
durch Fettschmierung herabgesetzt. Hierzu wird über die Fettzuführleitungen 13 Fett
in die Gleitlagerbüchse 15 und in die zugehörige Nut 18 gepumpt. Ein Austritt des
in die Lagerstellen hineingepreßten Fetts wird nicht nur durch das Vorsehen an sich
bekannter Wellendichtringe verhindert, sondern im wesentlichen dadurch, daß an den
Lagerstellen die bereits erwähnten Fettabführleitungen 14 bis 14'' angeschlossen sind.
Damit sich in den Lagerstellen dennoch ein für die Schmierung notwendiger Druck aufbauen
kann, sind die Überdruckventile 25 in den Abführleitungen 14 bis 14'' vorgesehen.
Wenn nun durch Verschleiß z.B. des Wellendichtringes 19 Feinteile des Betons in die
Nut 18 gelangen, wird das dort zur Schmierung verwendete Fett verunreinigt. Dieses
verunreinigte Fett wird über die Fettabführleitung 14 in den Fettsammelbehälter 23
gefördert. Dort oder bereits in einem in der Fettabführleitung 14 angeordneten Schauglas
kann man diese Verunreinigung feststelllen, und dadurch auf eine Beschädigung der
Dichtung schließen. Somit ist es zu einem sehr frühen Zeitpunkt möglich, die Dichtungen
auszuwechseln, um auf diese Weise den Austausch des gesamten Schwenkrohres zu vermeiden.
1. Schwenkweiche für eine Doppelkolben-Betonpumpe mit einem um eine Drehachse (3) in
einem Betonansauggehäuse (1) schwenkbar gelagerten, S-förmigen Schwenkrohr (4), wobei
zumindest ein Teil der Lagerstellen als fettgeschmierte Buchsenlager (6, 9) ausgebildet
ist, an welchen Fettzuführleitungen (13 bis 13''') angeschlossen sind, über welche
mittels einer angeschlossenen Fettpresse (22) Schmierfett zuführbar ist, und wobei
die Lagerstellen gegen das Eindringen von Beton abgedichtet sind, dadurch gekennzeichnet, daß an die Lagerstellen (6, 9) Fettabführleitungen (14 bis 14'') angeschlossen sind,
in denen jeweils eine Widerstandseinrichtung (25) zum begrenzten Druckaufbau des Schmierfetts
in den Lagerstellen vorgesehen ist, und daß die Lagerstellen ansonsten gegen Austreten
von Schmierfett abgedichtet sind (Wellendichtung 16, 17 und 19).
2. Schwenkweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (3) mit der Achse des Ausgabeendes (7) des S-förmigen Schwenkrohres
(4) zusammenfällt, und daß sich an das Ausgabeende (7) des Schwenkrohres (4) ein feststehendes
Förderrohr (10) anschließt, welches stirnseitig mit einer fettgeschmierten Gleitringdichtung
gegenüber dem Ausgabeende (7) des Schwenkrohres (4) abgedichtet ist, wobei die Gleitringdichtung
zwei einander gegenüberliegende und gegeneinander verdrehbare Gleitringe (11, 12)
mit je einem stirnseitigen, umlaufenden Ringkanal und radialen Zuführ- und Abführkanälen
aufweist, die ebenfalls an Fettzuführ- und Fettabführleitungen angeschlossen sind.
3. Schwenkweiche nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchsenlager (6, 9) gegenüber dem Innenraum (24) des Betonansauggehäuses
(1) doppelt abgedichtet sind, indem axial hinter einer Gleitlagerbüchse (15) eine
erste Wellendichtung (16), dahinter eine fettgefüllte Umlaufnut (18) und dahinter
schließlich eine dem Beton zugewandte zweite Wellendichtung (19) vorgesehen sind.
4. Schwenkweiche nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wellendichtung (19) ein Dichtring aus einem Elastomer ist, dessen
Dichtkante (20) dem Innenraum des Betonansauggehäuses zugewandt ist.
5. Schwenkweiche nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitlagerbüchse (15) und die Umlaufnut (18) jeweils an eine eigene Fettzuführ-
und Fettabführleitung (13', 13'', 14') angeschlossen sind.
6. Schwenkweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettabführleitungen (14 bis 14'') an einen Fettsammelbehälter (23) angeschlossen
sind.
7. Schwenkweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstandseinrichtungen in den Fettabführleitungen (14 bis 14'') als einstellbare
Überdruckventile (25) ausgebildet sind.
8. Schwenkweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Fettabführleitungen (14 bis 14'') Schaugläser angeordnet sind.
9. Schwenkweiche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettpresse (22) motorisch angetrieben ist und im wesentlichen kontinuierlich
Schmierfett an die einzelnen Lagerstellen fördert.