[0001] Ein Frachtcontainer mit den im ersten Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen
ist aus EP-A-0 401 635 bekannt. Wie dort erläutert, sind an Ladeflächen von Eisenbahnwaggons
oder Kraftfahrzeugen Arretierungsdorne bzw. Drehschlösser in einer bestimmten Anordnung
vorgesehen, bei der sich an mehreren Stellen zwei benachbarte Arretierungselemente
im Abstand von ca. 280 mm ergeben. Beim Stand der Technik wird diese Tatsache zum
Fixieren von Klein- oder Mittelcontainern ausgenutzt, die keine Normmaße aufweisen
und sich daher nicht an Arretierungselemente an allen vier Ecken ankoppeln lassen,
dennoch wegen der Fixierung an insgesamt vier Punkten kippfest arretiert werden können.
[0002] Bei dem bekannten Tankcontainer sind die beiden Doppel- oder Mehrfachbeschläge an
zwei gegenüberliegenden Containerseiten starr befestigt und ragen über das Tankmaß
hinaus. Bei geschickter Anordnung und Weglassung einzelner Rungen lassen sie sich
auch zu mehreren auf einem Flat anordnen, das seinerseits normgerechte Eckbeschläge
aufweisen kann. Eine Aufnahme der bekannten Klein- oder Mittelcontainer in einem ISO-gerechten
Containerrahmen etwa gemäß DE-U-8 401 788 ist jedoch wegen der herausragenden Beschläge
nicht möglich.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Frachtcontainer anzugeben, der sich
einerseits unmittelbar an Arretierungselementen, wie sie auf Fahrzeugladeflächen zum
Transport von ISO-Ladeeinheiten vorgesehen sind, fixieren und andererseits auch in
ISO-Container oder -Containerrahmen einsetzen läßt.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe ist in Anspruch 1 gekennzeichnet. Die Klappfähigkeit (mindestens)
eines der an beiden Enden des Containers vorgesehenen Mehrfachbeschläge führt in der
Arretierstellung des betreffenden Beschlags zu einem Gesamtmaß, bei dem der Mittenabstand
zwischen den Öffnungen der beiden Beschläge dem ISO-Maß von 2259 mm entspricht, während
in der weggeklappten Ruhestellung ein Container-Außenmaß erreicht wird, das das Einsetzen
dieses Containers in einen ISO-gerechten Container oder Containerrahmen gestattet.
[0005] Bei der Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 2 und 3 wird eine in mechanischer
Hinsicht unaufwendige Lösung erreicht. Zwar führt diese dazu, daß der Container bei
seiner direkten Arretierung an einer Fahrzeugladefläche mit seinem Schwerpunkt gegenüber
der Längsachse der Ladefläche leicht seitlich versetzt ist, doch beträgt diese Asymmetrie
bei typischen Dimensionierungen nur ca. 80 mm und ist tolerierbar. Bei im Verkehr
üblicher paarweiser Verladung und gegenseitige Drehung der beiden Container um 180°
gleicht sich diese Asymmetrie sogar völlig aus.
[0006] Die Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 4 ergibt die Möglichkeit einer tragfähigen
Abstützung des Containers auf dem klappbaren Beschlag, wobei die Schwenkachse in senkrechter
und horizontaler Richtung innerhalb des Containerprofils liegt und damit gegen Beschädigung
geschützt ist.
[0007] Anspruch 5 zeigt eine mechanisch günstige Gestaltung der Erfindung in Zusammenhang
mit einem Tankcontainer.
[0008] Die Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 6 und 7 erhöht die Anzahl der Positionen,
in denen sich der Container an den auf der Ladefläche vohandenen Arretierungselementen
fixieren läßt.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher
erläutert, in denen Figur 1 eine Draufsicht und Figur 2 eine Seitenansicht eines Frachtcontainers
zeigt.
[0010] Der in den Zeichnungen dargestellte Container besteht im wesentlichen aus einem liegenden
zylindrischen Tank 10 mit stirnseitigen Böden 11, einem oberen Mannlochstutzen 12,
einer weiteren oben angeordneten Armatur 13 und einem unteren Auslauf 14.
[0011] Über am unteren Bereich des Tankmantels angesetzte Träger 15 stützt sich der Tank
10 auf ein rechteckiges Fußteil 16, das von zwei Gabelstaplerkanälen 17 durchsetzt
wird. Wie in die Draufsicht der Figur 1 mit strichpunktierten Linien eingezeichnet,
hat das reckeckige Fußteil 16 Außenabmessungen, die etwa nur die Hälfte der Außenabmessungen
des Tanks betragen. Mit diesem Fußteil läßt sich der Tank in eine Aussparung eines
ISO-Containerrahmens (etwa gemäß DE 84 01 788 U1) einsetzen.
[0012] An jeden Tankboden 11 ist ein Sattelring 20 mit seinem zur Längsachse 21 des Tanks
10 parallel verlaufenden Axialflansch angeschweißt. An den Radialflansch des gemäß
Figur 1 und 2 linken Sattelrings sind ferner zwei stehende Winkelschienen 22 angeschweißt,
die oben etwas oberhalb des Profils des Mannlochstutzens 12 und der Armatur 13 und
unten im Bereich der von der Unterfläche des Fußteils 16 definierten Grundebene des
Containers enden. Werden auch am anderen Sattelring Eckstützen vorgesehen (was in
den Zeichnungen nicht dargestellt ist), so ergeben sich ein Überrollschutz und eine
Stapelbarkeit.
[0013] Am unteren Ende einer der beiden Winkelschienen 22 ist ein Beschlag 23 starr befestigt,
der als eine parallel zur Querachse 24 des Tanks 10 verlaufende längliche Platte mit
insgesamt vier länglichen Öffnungen 25 und zwei stirnseitigen Aussparungen 26 gestaltet
ist. Die Langloch-Form der Öffnungen 25 entspricht der von ISO-Drehschlössern bei
einem allseitigen Spiel von 3 mm.
[0014] Ein zweiter Beschlag 27 in Form einer ähnlich gestalteten, jedoch in Richtung der
Längsachse 21 des Tanks 10 breiteren Platte ist an dem in Figur 1 und 2 rechten Stirnende
des Containers vorgesehen.
[0015] Dieser Beschlag 27 ist mit zwei (oder auch mehreren) senkrecht nach oben ragenden
etwa dreieckigen Stützplatten 28 versehen, die durch eine am unteren Bereich des Radialflansches
des rechten Sattelrings 20 vorhandene Lageranordnung um eine zur Querachse 24 des
Tanks 10 parallele Schwenkachse 29 drehbar gelagert sind. Auf diese Weise läßt sich
der Beschlag 27 aus der in Figur 2 in ausgezogenen Linien gezeigten Arretierstellung
um 90° in die in Figur 2 gestrichelt gezeigt Ruhestellung nach oben klappen. Zur Fixierung
des Beschlags 27 sowohl in der Arretierstellung als auch in der Ruhestellung sind
(nicht gezeigte) Arretiereinrichtungen vorgesehen.
[0016] Bei beiden Beschlägen 23 und 27 beträgt der Mittenabstand benachbarter Öffnungen
25 jeweils 140 mm. Die Stegbreite zwischen benachbarten Öffnungen 25 stimmt mit der
Stegbreite zwischen der jeweils letzten Öffnung 25 und der benachbarten stirnseitigen
Aussparung 26 überein. Auf diese Weise läßt sich der Container in vier verschiedenen
Positionen an zwei an der jeweiligen Fahrzeugladefläche im Abstand von ca. 280 mm
vorhandenen Arretierungselementen (Dornen oder Drehschlössern) fixieren.
[0017] Da ferner die beiden Beschläge 23 und 27 gegenüber der Längsachse 21 des Tanks asymmetrisch
angeordnet sind, ergeben sich durch Drehen des Containers um 180° insgesamt acht verschiedene
Positionen, in denen sich der Container an der Ladefläche arretieren läßt.
[0018] Wie in Figur 1 eingezeichnet, weist der Tank eine Gesamtlänge von ca. 2200 mm auf.
Der starr befestigte linke Beschlag 23 liegt innerhalb dieses Außenmaßes. Wie aus
Figur 2 hervorgeht, befindet sich auch der rechte Beschlag 27 in der hochgeklappten
Ruhestellung innerhalb des Außenmaßes von 2200 mm. In dieser Stellung läßt sich der
Tankcontainer in einen ISO-Container oder -Containerrahmen (z.B. Stückgut-Box, Flat
mit Rungen oder auch Kühlcontainer) einsetzen.
[0019] In der in Figur 1 gezeigten Arbeitsstellung des rechten Beschlags 27 beträgt dagegen
die Gesamtlänge des Containers einschließlich dieses Beschlags 27 ca. 2359 mm. Dieses
Maß liegt innerhalb der Gesamtbreite von ISO-Containern. Der Mittenabstand zwischen
den Öffnungen 25 der gegenüberliegenden Beschläge 23 und 27 beträgt ca. 2259 mm, was
dem Abstand der Arretierungselemente auf Fahrzeugladeflächen für ISO-Container entspricht.
1. Frachtcontainer mit zwei Beschlägen (23, 27), die an den beiden längs einer ersten
Achse (21) gegenüberliegenden Enden des Containers angeordnet sind, wobei jeder Beschlag
(23, 27) Öffnungen (25) zum gleichzeitigen Eingriff in zwei Arretierungselemente aufweist,
die in Richtung einer zu der ersten Achse (21) senkrechten zweiten Achse (24) in einem
Abstand von im wesentlichen 280 mm an einer Fahrzeugladefläche vorgesehen sind, und
wobei der Mittenabstand zwischen in Richtung der ersten Achse (21) gegenüberliegenden
Öffnungen (25) der beiden Beschläge (23, 27) in der Arretierstellung im wesentlichen
2259 mm beträgt,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Beschlag (27) zwischen der Arretierstellung um
eine zu der zweiten Achse (24) parallele Schwenkachse (29) und einer Ruhestellung
klappbar ist, in der er sich innerhalb des Außenmaßes des Containers in Richtung der
ersten Achse (21) befindet.
2. Frachtcontainer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der andere Beschlag (23)
starr befestigt ist.
3. Frachtcontainer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der andere Beschlag (23)
innerhalb des Außenmaßes des Containers in Richtung der ersten Achse (21) angeordnet
ist.
4. Frachtcontainer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
eine Beschlag (27) eine Platte aufweist, die über zu ihrer Fläche senkrechte, im wesentliche
dreieckige Stützplatten (28) um die oberhalb der Containergrundfläche und innerhalb
des Container-Außenmaßes gelegene Schwenkachse (29) klappbar gelagert ist.
5. Frachtcontainer nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen zylindrischen Tank (10)
mit an seinen stirnseitigen Böden (11) befestigten Sattelringen (20), von denen der
eine mit einer Lageranordnung für den klappbaren Beschlag (27) versehen ist.
6. Frachtcontainer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Beschlag (23, 27) mehr als drei Öffnungen (25, 26) mit einem gegenseitigen Mittenabstand
im wesentlichen 140 mm aufweist.
7. Frachtcontainer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden Beschläge (26, 27) bezüglich der ersten Achse (21) asymmetrisch angeordnet
sind.