[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckmaschinenzylinder gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Bekannt ist, daß besonders bei schlanken Zylindern der Kanalschlag zu niederfrequenten
Schwingungen in radialer Richtung anregt. Weiterhin wird durch die bei der Drehbewegung
ausscherenden Massen eine Drehwinkelverlagerung eingeleitet, welche zu Unruhe im Antrieb
führen. Eine Verstärkung des Trägheitsmomentes der Zylinder zur Verbesserung der Steifigkeit
führt nicht immer zum gewünschten Erfolg, weil die damit verbundene Vergrößerung der
trägen Masse die Schwingungsfrequenz und die Amplitude nicht entscheidend verbessert.
[0003] Gemäß DE-OS 30 12 060 sind schwingungsunempfindliche Zylinder für Druckmaschinen
bekannt, die mehrstückig aufgebaut sind und bei denen Materialien verschiedener physikalischer
Eigenschaften zur Schwingungsdämpfung verwendet werden.
[0004] Nachteilig bei diesem Zylinder ist, daß ein mehrstückiger Aufbau einen hohen Fertigungs-
und Montageaufwand erfordert. Außerdem addieren sich bei einem mehrteiligen Aufbau
die Fertigungstoleranzen. Durch den Einsatz von Materialien mit verschiedenen physikalischen
Eigenschaften kann es bei Temperaturveränderungen vorkommen, daß sich die Zylinder
in ihrer Form verziehen. Nachteilig ist ebenfalls, daß die zwischen den Kontaktflächen
der einzelnen Bauteile vorgesehenen schwingungsdämpfenden Materialien sich auf die
Formstabilität des Zylinders auswirken können.
[0005] Gemäß EP 01 03 101 ist eine Vorrichtung zur Reduzierung der durch die Kanalüberrollung
in einem Druckwerkzylinder angeregten Biegeschwingungen bekannt, welcher mit Dämpfungsmasse
gefüllt ist, im Inneren elastische Achsen angeordnet sind mit einer Zusatzmasse und
daß diese Zusatzmasse außermittig angebracht ist und in Berührung mit dem Mantel steht.
[0006] Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, daß die Zusatzmasse nicht zentrisch zur Mittelachse
des Zylinders angeordnet ist, so daß ein Gegengewicht bzw. ein Auswuchten erforderlich
ist. Weiterhin berührt die Zusatzmasse in einem Punkt den Zylindermantel, was insofern
von Nachteil ist, als daß beim Auftreten von Schwingungen eine ständige mechanische
Beanspruchung des Zylindermantels und der Zusatzmasse an immer der gleichen Stelle
erfolgt, was zur Abflachung oder Ermüdung der Materialien und zum Verlust des Dämpfungseffektes
führen kann. Ein mehrteiliger Aufbau erfordert ebenfalls einen hohen Fertigungs- und
Montageaufwand.
[0007] Weiterhin ist gemäß EP 01 03 102 eine weitere Variante der o. g. Vorrichtung bekannt
geworden, welche an der Innenseite des Mantels des Druckwerkzylinders ein die Schwingungen
übertragender Steg befestigt ist, der mit einem im Zylinderkanal liegenden Absorberstab
verbunden ist. Der Absorberstab besitzt Zusatzmassen und ist in der Dämpfungsmasse
eingebettet. Auch hier tritt neben den bereits schon genannten Nachteilen insbesondere
der Nachteil ein, daß ein mehrteiliger Aufbau einen hohen Fertigungs- und Montageaufwand
erfordert.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Druckmaschinenzylinder mit Schwingungsdämpfung
zu schaffen, welcher kostengünstig mit hoher Präzision herstellbar ist, dabei gute
Dämpfungseigenschaften aufweist und einer Durchbiegung des Zylinders infolge Eigengewicht
entgegenwirkt.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe nach den Ansprüchen 1 und 11 gelöst. Zweckmäßige
Merkmale sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0010] Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß der im Zylinderraum befindliche
Kern eine Gegenmasse zum Zylindermantel bildet und das schwingungsdämpfende Material
die Schwingungen umwandelt bzw. die Resonanzschwingungen so verstimmt, daß diese Schwingungen
unschädlich werden. Durch die einteilig gegossene Ausführung des Druckmaschinenzylinders
werden bei niedrigen Herstellungskosten geringe Fertigungstoleranzen ermöglicht. Durch
die Anordnung eines koaxial um den Kern verlaufenden ringförmigen Steges, der mit
dem Zylindermantel in Verbindung steht, wird eine axiale Durchbiegung des Druckmaschinenzylinders,
insbesondere bei schlanken Zylindern, vermieden.
[0011] Durch die Anordnung von Kugeln bzw. vormontierten Kugelbehältern im Inneren des Druckmaschinenzylinders
wird sowohl eine Gegenmasse zum Zylindermantel gebildet, als auch gleichzeitig ein
schwingungsdämpfendes Material geschaffen. Bei der Verwendung von Kugelbehältern können
dieselben unmittelbar in der Nähe der Stelle angebracht werden, an welcher die Schwingungen
abgeleitet werden.
[0012] Die Erfindung soll nachstehend an mehreren Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Die zugehörigen Zeichnungen zeigen in
- Fig. 1
- den Längsschnitt durch einen Druckmaschinenzylinder mit Kern, Achszapfen und Antriebsrad
sowie die Anordnung von schwingungsdämpfendem Material,
- Fig. 2
- eine weitere Ausführungsvariante gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- den Schnitt A-B nach Fig. 4 einer weiteren Ausführungsvariante,
- Fig. 4
- den Querschnitt C-D durch den Zylinder gemäß Ausführungsvariante nach Fig. 3,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsvariante gemäß Fig. 1,
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsvariante gemäß Fig. 1,
- Fig. 7
- den Längsschnitt durch einen anderen erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinder mit
Achszapfen und Antriebsrad sowie die Anordnung von schwingungsdämpfendem Material,
- Fig. 8
- den Querschnitt einer weiteren Ausführungsvariante gemäß Fig. 7.
[0013] Gemäß Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinder
1 dargestellt, jedoch ohne einen Kanal und ohne Greifereinrichtung. Die üblicherweise
in einem oder mehreren Kanälen angeordneten Einrichtung, wie Platten- oder Gummituchspann-
oder Greifereinrichtungen werden auch bei den folgenden Ausführungsvarianten generell
nicht dargestellt. Die Zylinderkanäle sind in den Fig. 4 und 8 dargestellt. Der Druckmaschinenzylinder
1 besteht aus einem einteiligen rotationssymmetrischen Gußkörper, welcher den Zylindermantel
2 und zwei Stirnseiten 3; 4 umfaßt. Weiterhin zum Druckmaschinenzylinder 1 dazugehörig
erstreckt sich im Inneren des Druckmaschinenzylinders 1 in Richtung der Zylinderachse
6 ein etwa tonnenförmiger Kern 7, welcher mittig in radialer Richtung über einen ringförmigen
Steg 8 mit dem inneren Zylindermantel 2 fest verbunden ist. Der Kern 7 weist beiderseits
in Richtung der Zylinderachse Kernzapfen 9; 11 auf. Die Stirnseiten 3; 4 des Druckmaschinenzylinders
1 besitzen nach außen verlaufende Achszapfen 12; 13, die über Rollenlager 14; 16 in
den Wänden eines Maschinengestells 17; 18 gelagert sind. Die beiden Kernzapfen 9;
11 sind über schwingungsdämpfendes Material, beispielsweise Buchsen 19; 21 aus Polyurethan,
schwingungsdämpfend verbunden. Ein Antriebsrad 22 ist über Schrauben 23 unter Zwischenlage
eines Distanzringes 24 mit dem Achszapfen 13 verbunden. Der Druckmaschinenzylinder
1 besitzt an seinen Stirnseiten 3; 4 Einfüllöffnungen 26 und besteht beispielsweise
aus Stahlguß oder Grauguß. Verfahrenstechnisch gesehen wird der Kern 7 mit eingegossen.
Der Formsand kann durch die Einfüllöffnungen 26 entfernt werden. Die Trennung der
Kernzapfen 9; 11 von den Achszapfen 12; 13 erfolgt durch Spanabnahme nach der Vorbearbeitung.
[0014] Der Zylindermantel 2 des Druckmaschinenzylinders 1 wird durch den Kanalschlag, der
Kanal wurde hier nicht dargestellt, zu Schwingungen angeregt. Diese Schwingungen werden
über den ringförmigen Steg 8 an den Kern 7 weitergeleitet. Danach werden die Schwingungen
in den Buchsen 19; 20 von mechanischer Arbeit in Wärmeenergie durch Reibung umgewandelt.
[0015] Der Vorteil dieser Ausführungsvariante besteht insbesondere in seinem einteiligen
Aufbau, wobei der Kern 7 mit seinem ringförmigen Steg 8 als Gegendruckeinrichtung
gleichzeitig gegen das Durchbiegen des Druckmaschinenzylinders 1 in radialer Richtung
Verwendung findet.
[0016] Gemäß Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
einstückigen, beispielsweise aus Stahlguß oder Grauguß bestehenden Druckmaschinenzylinders
1 dargestellt. Der Kern 27 ist in etwa zylinderförmig ausgebildet und ist in axialer
Richtung 6 mit den Achszapfen 12; 13 fest verbunden. Der Kern 27 ist an seinen Stirnseiten
teilweise mit den Stirnseiten 3; 4 des Druckmaschinenzylinders 1 und mit seiner Mantelfläche
vollständig mit der Innenseite des Zylindermantels 2 des Druckmaschinenzylinders 1
durch schwingungsdämpfendes Material 28 verbunden.
[0017] Der Kern 27 wurde verfahrenstechnisch gesehen, ebenfalls mit eingegossen. Nachdem
der Gießsand durch die Einfüllöffnungen 26 entfernt worden ist, kann schwingungsdämpfendes
Material 28 eingefüllt werden. Solches Material 28 kann beispielsweise aus Polyurethan,
Schüttgut, beispielsweise Sand, aus zähflüssigen schwingungsdämpfenden Medien, beispielsweise
hochviskoses Öl, bestehen. Bei der Verwendung von flüssigen Medien empfiehlt es sich,
eine Membran zum Volumenausgleich zu verwenden, die jeweils mit den Einfüllöffnungen
26 in Verbindung steht.
[0018] Der Zylindermantel 2 des Druckmaschinenzylinders 1 wird durch den Kanalschlag, der
Kanal wurde hier nicht dargestellt, zu Schwingungen angeregt, die zwischen dem Kern
27 und der Fläche des Zylindermantels 2 infolge des eingebrachten schwingungsdämpfenden
Materials 28 umgewandelt werden. Der Kern 27 wirkt als Gegenmasse zur schwingenden
Fläche des Zylindermantels 2.
[0019] Der Vorteil dieser Ausführungsvariante besteht insbesondere in seinem einfachen einteiligen
Aufbau, welcher geringe Fertigungstoleranzen ermöglicht.
[0020] Gemäß Fig. 3 ist der Schnitt A-A nach Fig. 4 durch eine weitere Ausführungsvariante
eines erfindungsgemäßen, aus Stahlguß bestehenden einstückigen Druckmaschinenzylinders
1 dargestellt. Aus den Fig. 3 und 4 ist ersichtlich, daß der im wesentlichen zylinderförmige
Kern 29 über zwei gegenüberliegende, radial von der Zylinderachse 6 verlaufende Stege
31 mit der Innenseite des Zylindermantels 2 fest verbunden ist. Die Stege 31 sind
winklig versetzt angeordnet zu den Zylinderkanälen 32. Die Stirnseiten 3; 4 des Druckmaschinenzylinders
1 sind mit den Achszapfen 12; 13 fest verbunden.
[0021] Der Kern 29 ist, wie bereits beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 beschrieben, eingegossen
worden. Ebenfalls kommt das schwingungsdämpfende Material 28 gemäß Fig. 2 zur Anwendung.
[0022] Gemäß Fig. 5 ist ein Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsvariante eines einstückigen
erfindungsgemäßen Druckmaschinenzylinders 1 dargestellt. Der im wesentlichen zylinderförmige
Kern 33 ist völlig mit schwingungsdämpfendem Material 34 umgeben. Das Material 34
ist demzufolge andererseits mit dem Zylindermantel 2 und den Stirnseiten 3; 4 des
Druckmaschinenzylinders 1 in Berührung. Die Stirnseiten 3; 4 sind fest mit den Achszapfen
12; 13 verbunden.
[0023] Verfahrenstechnisch gesehen ist der Kern 33 in einem Guß mit dem gesamten Druckmaschinenzylinder
1 gegossen. Nach dem Entfernen des Gießsandes durch die Einfüllöffnungen 26 und dem
Umgießen des Kerns 33 mit schwingungsdämpfendem Material 34 werden die Gußstege von
dem Zylindermantel 2 durch Ausbohren getrennt, so daß zwischen dem Kern 33 und den
Stirnseiten 3; 4 keine metallische Verbindung mehr besteht.
[0024] Der Zylindermantel 2 des Druckmaschinenzylinders 1 wird durch den Kanalschlag, der
Kanal wurde hier nicht dargestellt, zu Schwingungen angeregt. Diese Schwingungen werden
in dem schwingungsdämpfenden Material 34 umgewandelt. Der Kern 33 dient als Gegenmasse
zum Zylindermantel 2. Als schwingungsdämpfendes Material 34 kann hierbei von Vorteil
Polyurethan mit Metallgranulat zur Masseangleichung eingesetzt werden.
[0025] Der Vorteil dieser Ausführungsvariante besteht insbesondere darin, daß neben der
einstückigen Ausführung des Druckmaschinenzylinders 1 der Kern 33 metallisch nicht
mit dem Zylindermantel 2 verbunden ist. Somit hat der Druckmaschinenzylinder 1 selbst
weniger schwingungsdämpfende Masse. Die Schwingungen des Zylindermantels 2 können
nur indirekt und nur über das schwingungsdämpfende Material 34 an den Kern 33 gelangen
[0026] Gemäß Fig. 6 ist ein Längsschnitt durch eine weitere Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen
einstückigen Druckmaschinenzylinders 1 dargestellt. Der Kern 36 ist in etwa zylinderförmig
ausgebildet und besitzt in axialer Richtung 6 zwei Kernzapfen 9; 11. Der Zylindermantel
2 besitzt an seinen Stirnseiten 3; 4 jeweils Achszapfen 12; 13.
[0027] Der Kern 36 wurde somit mit größtmöglicher Masse in einem Stück in dem Zylinder gegossen.
Nach dem Umgießen des Kerns 36 mit schwingungsdämpfendem Material 34 wird der Kern
6 durch Ausbohren der Gußstege vom Zylinder getrennt, so daß der Kern 36 und die Kernzapfen
9; 11 keine metallische Verbindung zum Zylindermantel 2 bzw. zu den Stirnseiten 3;
4 haben. Der Raum zwischen den Kernzapfen 9; 11 und den Achszapfen 12; 13 wird nach
dem Freibohren ebenfalls mit schwingungsdämpfendem Material 34 gefüllt.
[0028] Gemäß Fig. 7 ist eine im Längsschnitt erfindungsgemäße Lösung für einen einteiligen
Druckmaschinenzylinder 1 mit Schwingungsdämpfung dargestellt. Der Zylindermantel 2
ist mit den Stirnseiten 3; 4 und die Stirnseiten 3; 4 sind mit den in axialer Richtung
verlaufenden Achszapfen 12; 13 fest verbunden. In dem Raum, der von dem Zylindermantel
2 und den Stirnseiten 3; 4 des Druckmaschinenzylinders 1 gebildet wird, sind Kugeln
37 eingefüllt. Die Kugeln 37 besitzen vorzugsweise einen Durchmesser von 2,5 bis 3
mm und sollten aus Stahl sein. Die Kugeln 37 können durch die Einfüllöffnungen 26
eingebracht werden. Die Kugeln 37 dienen sowohl als Kern als auch als schwingungsdämpfendes
Material. Das Verdichten der Kugeln 37 kann durch Rütteln erfolgen. Zusätzlich kann
noch eine Vorspann-Einrichtung im Inneren des Druckmaschinenzylinders 1 angeordnet
sein, welche die Kugeln 37 im Bedarfsfalle weiter verdichtet. Der Zylinder kann aber
auch mehrteilig ausgeführt sein.
[0029] Durch den Kanalschlag wird der Zylindermantel 2 zu Schwingungen angeregt. Diese Schwingungen
werden auf die an der Innenseite des Zylindermantels 2 anliegenden Kugeln 37 übertragen.
Durch die verlustbehafteten Stoß- und Bewegungsvorgänge der aneinanderliegenden Kugeln
37 nehmen die Schwingungen mehr und mehr ab. Die Dämpfungswirkung kann noch erhöht
werden, wenn zusätzlich noch viskose Dämpfungsanteile, wie Öle oder Fette verwendet
werden.
[0030] Gemäß Fig. 8 ist mit dem Querschnitt durch einen Druckmaschinenzylinder eine weitere
Ausführungsvariante nach Fig. 7 gezeigt. Der Zylindermantel 2 ist mit Zylinderkanälen
32 dargestellt. Der Druckmaschinenzylinder 1 ist gemäß Fig. 7 ausgeführt, mit der
Besonderheit, daß nicht der gesamte Innenraum, der durch den Zylindermantel 2 und
die Stirnseiten 3; 4 begrenzt ist, mit Kugeln 37 ausgefüllt ist, sondern daß zwei
mit Kugeln gefüllte Behälter 38 in axialer Richtung 6 in der Nähe der Zylinderkanäle
32 an der Innenseite des Zylindermantels 2 angebracht sind. Der Zylinderkanal ist
der Bereich, in dem die Schwingungen erzeugt werden. Es können ein oder mehrere Kugelbehälter
montiert sein. Vorteilhaft ist es auch, mehrere Kugelbehälter so anzubringen, daß
ein zusätzliches Auswuchten entfallen kann. Zweckmäßig ist, Stahlkugeln mit einem
Durchmesser von 2,5 bis 3 mm einzusetzen.
[0031] Der Druckmaschinenzylinder kann einteilig oder auch mehrteilig aufgebaut sein. Er
muß eine stirnseitige Öffnung zum Einbringen und Montieren der Kugelbehälter besitzen.
[0032] Die gefüllten Kugelbehälter werden durch die stirnseitigen Öffnungen im Druckmaschinenzylinder
so angebracht, daß diese mit einer Fläche am inneren Zylindermantel fest anliegen.
Die Kugelbehälter können aus Blech und am Zylindermantel festgeschraubt oder festgeklemmt
sein.
Teileliste
[0033]
- 1
- Druckmaschinenzylinder
- 2
- Zylindermantel
- 3
- Stirnseite
- 4
- Stirnseite
- 5
- -
- 6
- Zylinderachse
- 7
- Kern
- 8
- Steg
- 9
- Kernzapfen
- 10
- -
- 11
- Kernzapfen
- 12
- Achszapfen
- 13
- Achszapfen
- 14
- Rollenlager
- 15
- -
- 16
- Rollenlager
- 17
- Maschinengestell
- 18
- Maschinengestell
- 19
- Buchse
- 20
- -
- 21
- Buchse
- 22
- Antriebsrad
- 23
- Schrauben
- 24
- Distanzring
- 25
- -
- 26
- Einfüllöffnung
- 27
- Kern
- 28
- schwingungsdämpfendes Material
- 29
- Kern
- 30
- -
- 31
- Steg
- 32
- Zylinderkanal
- 33
- Kern
- 34
- schwingungsdämpfendes Material
- 35
- -
- 36
- Kern
- 37
- Kugeln
- 38
- Kugelbehälter
1. Druckmaschinenzylinder (1) mit Schwingungsdämpfung an Bogenrotationsdruckmaschinen
mit Greifer- oder Plattenspann- oder Gummituchspanneinrichtungen, der in axialer Richtung
mittels Zapfen (12; 13) in Lagern (14; 16) gehalten wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Druckmaschinenzylinder (1) einstückig ausgebildet ist, in seinem Inneren zentrisch
einen sich in axialer Richtung erstreckenden, symmetrischen oder rotationssymmetrischen
Kern aufnimmt, daß der Kern oder / und die Kernzapfen ganz oder teilweise mit schwingungsdämpfendem
Material umgeben sind.
2. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (7) in
axialer Richtung (6) mit Kernzapfen (9; 11) und in radialer Richtung über einen ringförmigen
Steg (8) mit der Innenseite des Zylindermantels (2) verbunden ist, daß die Stirnseiten
(3; 4) des Druckmaschinenzylinders (1) nach außen in axialer Richtung (6) verlaufende
und zentrisch angeordnete Achszapfen (12; 13) aufweisen, daß zwischen den Kernzapfen
(9; 11) und den Achszapfen (12; 13) Buchsen (19; 21) aus schwingungsdämpfendem Material
angeordnet sind.
3. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Buchsen
(19; 21) aus Polyurethan bestehen.
4. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern
(27) in axialer Richtung (6) mit den Achszapfen (12; 13) fest verbunden ist, daß die
Stirnseiten des Kerns (27) teilweise mit den Stirnseiten (3; 4) des Druckmaschinenzylinders
(1) und die Mantelfläche des Kerns (27) vollständig mit der Innenseite des Zylindermantels
(2) über schwingungsdämpfendes Material (28) in Verbindung steht.
5. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (29)
im wesentlichen mit schwingungsdämpfendem Material (28) ummantelt ist und über mindestens
zwei gegenüberliegende, radial von der Zylinderachse (6) verlaufende Stege(31) mit
der Innenseite des Zylindermantels (2) fest verbunden ist, daß die Stirnseiten (3;
4) des Druckmaschinenzylinders (1) mit den Achszapfen (12; 13) fest verbunden sind.
6. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (33)
vollständig mit schwingungsdämpfendem Material (34) ummantelt ist, und die Stirnseiten
(3; 4) des Druckmaschinenzylinders (1) mit den Achszapfen (12; 13) fest verbunden
sind.
7. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern (36)
und die Kernzapfen (9; 10) vollständig mit schwingungsdämpfendem Material (34) umgeben
ist, und die Stirnseiten (3; 4) des Druckmaschinenzylinders (1) mit den Achszapfen
(12; 13) fest verbunden sind.
8. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1 und 2 sowie 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kern (7; 27; 29; 33; 36) sowie der Zylindermantel (2), die Stirnseiten (3;
4) und die Achszapfen (12; 13) aus Stahlguß bestehen.
9. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß das schwingungsdämpfende
Material (28) aus Polyurethan, Sand oder Öl besteht.
10. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 1, 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß das schwingungsdämpfende
Material (34) aus Polyurethan mit Metallgranulat besteht.
11. Druckmaschinenzylinder (1) mit Schwingungsdämpfung an Rotationsdruckmaschinen mit
Greifer- oder Plattenspann- oder Gummituchspanneinrichtungen, der in axialer Richtung
mittels Zapfen (12; 13) in Lagern gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren
des Druckmaschinenzylinders (1) als schwingungsdämpfendes Material Kugeln angeordnet
sind.
12. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Zylindermantel
(2) und den Stirnseiten (3; 4) gebildete Raum vollständig mit Kugeln (37) gefüllt
ist.
13. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Kugeln in
der Nähe des Zylinderkanals (32) an der Innenseite des Zylindermantels (2) in sich
in axialer Richtung (6) erstreckenden Kugelbehältern (38) angeordnet sind.
14. Druckmaschinenzylinder nach Anspruch 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenräume
zwischen den Kugeln mit Öl oder Fett ausgefüllt sind.