[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum streifenförmigen Auftragen von viskosem
Material auf die Oberfläche eines Werkstücks, wobei Auftragsvorrichtung und Werktstück
relativ zueinander bewegt werden, das Material unter Druck als fadenförmiger Strang
aus einer Materialdüse austritt und der Strangumfang von Druckgas beaufschlagt wird,
das der Beaufschlagungsstelle mit axialer und radialer Strömungskomponente zugeführt
wird, sowie auf eine Vorrichtung zum streifenförmigen Auftragen von viskosem Material
auf die Oberfläche eines Werkstücks, mit einer mit einem Materialanschluß verbundenen,
zentralen Materialdüse und mit einem Gaszufuhrsystem, das einen mit einem Gasanschluß
verbundenen Verteiler-Ringraum und einen die Materialdüse umgebenden Austrittskanal
mit sich in axialer Strömungsrichtung zum Zentrum hin verjüngenden Wänden aufweist.
[0002] Als viskoses Material wird solches verstanden, das unter Betriebsbedingungen vom
Druckgas nicht fein zerstäubt wird, sondern beim Auftragen zumindest abschnittsweise
die Strangform beibehält. Im allgemeinen handelt es sich um Materialien, die eine
Viskosität von mehr als 100 cSt besitzen. Typische Beispiele hierfür sind das Auftragen
von Streifen aus Klebstoff oder Dichtungsmaterial. Zur Einstellung einer gewünschten
Viskosität kann das Material erwärmt oder mit einem Lösungsmittelzusatz versehen sein.
[0003] Aus US-PS 4 995 333 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung gemäß dem einleitenden
Absatz bekannt. Hier wird durch eine entsprechende Konfiguration von Materialdüse
und Gaszufuhrsystem dafür gesorgt, daß der fadenförmige Materialstrang eine Drallbewegung
erteilt bekommt, so daß er in einer Vielzahl aneinander anschließenden Kreisbögen
auf der Oberfläche abgelegt wird. Die als Gas verwendete Luft wird über eine etwa
achsparallele Bohrung einem Verteilerringraum zugeführt, von dem der Gas-Austrittskanal
unmittelbar abgeht. Die Drallbewegung kann auf verschiedene Weise erzielt werden,
beispielsweise dadurch, daß die der Gaszufuhr oder der Materialzufuhr dienende Bohrung
gegenüber der Längsachse geneigt sind oder daß die Materialdüse und der Austrittskanal
für das Gas asymmetrisch zueinander angeordnet sind.
[0004] Infolge der Drallbewegung wird der Strang in Kreisbögen jeweils gleichen Durchmessers
abgelegt. Das bedeutet bei einem durchgehenden Streifen, bei dem die Kreise mit enger
Überlappung gelegt werden müssen, daß die Ränder des Streifens eine größere Höhe haben
als der Mittelbereich. Wird der Streifen mit einer zweiten Fläche in Berührung gebracht,
beschränkt sich die Berührungsfläche auf die Randbereiche des Streifens, was sowohl
beim Kleben als auch beim Dichten unerwünscht ist. Außerdem ist die pro Zeiteinheit
auftragbare Materialmenge sehr begrenzt. Dies macht sich insbesondere bei größeren
Streifendicken bemerkbar, wie sie für eine Dichtung benötigt werden. Steigert man
die Auftragsmenge über den genannten Grenzwert hinweg, wird die Streifenumgebung von
Materialteilchen verschmutzt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Streifenauftrag zu verbessern, insbesondere
hinsichtlich des Streifenquerschnitts und/oder der Auftragsgeschwindigkeit.
[0006] Diese Aufgabe wird verfahrensgemäß dadurch gelöst, daß das Druckgas der Beaufschlagungsstelle
derart gerichtet zugeführt wird, daß eine tangentiale Strömungskomponente unterdrückt
ist.
[0007] Bei diesem Vorgehen wird das Druckgas, bevor es den Strang beaufschlagt, so ausgerichtet,
daß die für den Drall verantwortliche tangentiale Strömungskomponente im wesentlichen
fortfällt. Der fadenförmige Strang wird daher nicht mehr durch Zentrifugalkräfte belastet
und ständig in gleich großen Kreisbögen abgelegt, sondern die Auslenkung aus der Mittellage
erfolgt aufgrund von immer vorhandenen Instabilitäten in dem zugeführten Druckgas.
Hierbei können zwar auch Kreisbewegungen auftreten. Da der Kreisdurchmesser aber nicht
immer gleich der Streifenbreite ist, ergibt sich eine Materialüberlagerung, die im
Endeffekt zu einem Streifen mit vergleichmäßigter Dicke führt. Bei der jeweiligen
Anwendung steht daher die gesamte Streifenoberfläche als Kontaktfläche zur Verfügung.
[0008] Im bekannten Fall wurde eine Einschnürung des fadenförmigen Stranges sowohl durch
die ihn beaufschlagende Druckluft als auch durch das Verdrillen des Stranges um seine
eigene Achse bewirkt. Wenn man die Materialzufuhr und notwendigerweise auch die Gaszufuhr
erhöhte, führte dies zu einer so starken Drill-Verdünnung, daß der Strang abriß. Die
abgerissenen Strangteile wurden durch die Zentrifugalkraft nach außen geschleudert,
wo sie als Verunreinigungen störten. Erfindungsgemäß dagegen können Materialdruck
und Gasdruck ganz wesentlich erhöht werden. Zum einen ist der Grenzwert, bei dem Strangabschnitte
abreißen, wegen des fehlenden Dralls wesentlich höher. Zum andern ist es unschädlich,
wenn Strangabschnitte abreißen, da sie wegen der fehlenden Zentrifugalkraft nicht
nach außen geschleudert werden, sondern im Streifenbereich verbleiben. Man kann daher
die Auftragsgeschwindigkeit ganz wesentlich erhöhen, ohne eine Verschmutzung der Umgebung
befürchten zu müssen. Das Verfahren eignet sich daher insbesondere für den Auftrag
von dicken Streifen, aber auch für den schnelleren Auftrag von dünnen Streifen.
[0009] Wegen der hohen Zuverlässigkeit ist das Verfahren auch für den automatischen Streifenauftrag
durch Roboter geeignet.
[0010] Eine bevorzugte Lösung sieht vor, daß das Druckgas nach einer ringförmigen Verteilung
in mehrere Teilströme unterteilt wird, die je für sich gerichtet und erst kurz vor
der Beaufschlagung wieder zusammengeführt werden. Die jeweils für sich gerichteten
Teilströme behalten ihre Richtung bis zur Beaufschlagung bei.
[0011] Im einfachsten Fall genügen drei mit gleichmäßigem Umfangsabstand zugeführte Teilströme,
um den Strang bei der Beaufschlagung in einer sicheren Mittellage zu halten. Günstiger
ist es aber, 6 bis 10 Teilströme vorzusehen, um den Strangumfang an der Beaufschlagungsstelle
möglichst lückenlos mit Gas zu umgeben.
[0012] Zweckmäßigerweise wird der gasumhüllte Strang kurz nach der Beaufschlagung eingeschnürt.
Hinter der Einschnürstelle breitet sich die Druckluft als Kegel aus. Sie bildet eine
Hülle, die ein Wegschleudern von Einzelabschnitten des Stranges verhindert. Die Einschnürstelle
selbst ist der Gelenkpunkt, um den der Strang seine anfänglichen Taumel- oder Drehbewegungen
ausführt. Durch Verlagerung der Einschnürstelle mit Bezug auf die Materialdüse läßt
sich die Streifenbreite einstellen. Insbesondere läßt sich ein verhältnismäßig spitzer
Kegel einstellen. Dies erlaubt es, bei einer gegebenen Streifenbreite einen verhältnismäßig
großen Abstand zwischen Austrittsdüse und Oberfläche vorzusehen. Die Gefahr einer
Verschmutzung durch rückprallendes Material ist daher gering.
[0013] Insbesondere kann das Druckgas mit pulsierendem Druck zugeführt werden. Hiermit läßt
sich die Verteilung des Materials im Streifen beeinflussen.
[0014] Vorrichtungsmäßig besteht die Lösung erfindungsgemäß darin, daß zwischen Verteiler-Ringraum
und Austrittskanal in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilte Führungskanäle angeordnet
sind, die den hindurchtretenden Teilströmen eine von Tangentialkomponenten freie Richtung
geben. Die aus den Führungskanälen austretenden Teilströme behalten ihre von Tangentialkomponenten
freie Richtung bis zur Beaufschlagungsstelle bei.
[0015] Insbesondere können die Führungskanäle parallel zur Materialdüsenachse verlaufen.
Dies ergibt eine sehr handliche Konstruktion, weil der Abstand zwischen Materialdüsenachse
und Führungskanälen klein gehalten werden kann.
[0016] Herstellungstechnisch empfiehlt es sich, daß ein die Materialdüse tragendes Materialrohr
von einem Außenrohr umschlossen ist und daß die Führungskanäle als Axialnuten an der
zylindrischen Trennfläche der beiden Rohre ausgebildet sind. Es brauchen lediglich
die Axialnuten in dem einen Rohr gefräst und durch das andere Rohr abgedeckt zu werden.
[0017] Ebenfalls der Herstellungsvereinfachung dient es, wenn der Verteiler-Ringraum durch
eine Umfangsaussparung an der zylindrischen Trennfläche der beiden Rohre ausgebildet
ist.
[0018] Am günstigsten ist es hierbei, wenn die Axialnuten am Materialrohr und die Umfangsaussparung
am Außenrohr vorgesehen sind.
[0019] Es empfiehlt sich, daß die am Materialrohr vorgesehenen Axialnuten bis in den Bereich
des Gasanschlusses reichen. Dies ergibt eine turbulente und daher gleichmäßige Gasverteilung
mit anschließender Beruhigung.
[0020] Insbesondere sollte die Länge der Führungskanäle mindestens das 3fache des Durchmessers
betragen, auf dem sie angeordnet sind. Dies führt zu einer ausreichenden Ausrichtung
der Gasteilströme.
[0021] Mit besonderem Vorteil schließt mindestens ein Gasanschluß seitlich und insbesondere
radial an den Verteiler-Ringraum an. Der Verteiler-Ringraum dient der Beruhigung des
radial zugeführten Druckgases. Jegliche tangentiale Komponente wird durch die anschließenden
Führungskanäle unterdrückt.
[0022] Es sollten 6 bis 10 Führungskanäle vorgesehen sein.
[0023] Günstig ist es, daß der ringförmige Querschnitt des Austrittskanals über seine Länge
annähernd konstant ist. Das Gas behält dann seine Strömungsgeschwindigkeit bei.
[0024] Mit besonderem Vorteil mündet der Austrittskanal zwischen der Materialdüse und einer
Austrittsdüse, die einen größeren Querschnitt hat als die Materialdüse. Diese Austrittsdüse
dient der Einschnürung des gasumhüllten Stranges und ergibt die weiter oben genannten
Vorteile.
[0025] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Auftragvorrichtung,
- Fig. 2
- einen Querschnitt längs der Linie A-A in Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Querschnitt längs der Linie B-B in Fig. 1 und
- Fig. 4-6
- schematisch den Vergleich zwischen verschiedenen Arten des Streifenauftrags.
[0026] Die Auftragvorrichtung der Fig. 1 bis 3 weist ein Materialrohr 1 mit einem Materialkanal
2 auf, der einen Materialanschluß 3 mit einer Materialdüse 4 verbindet. Der Außenumfang
des Materialrohrs 1 weist sechs in gleichem Umfangsabstand angeordnete Axialnuten
5 auf, die vom Innenumfang eines aufgeschobenen Außenrohres 6 abgedeckt werden und
daher zur Materialdüsenachse parallel verlaufende Führungskanäle 7 bilden. An der
Innenseite des Außenrohres 6 ist eine Umfangsaussparung 8 vorgesehen, die mit einem
radialen Druckgas-Anschluß 9, über den Druckluft zugeführt wird, versehen sowie von
der Außenseite des Materialrohres 1 abgedeckt ist und daher einen Verteiler-Ringraum
10 bildet. Die beiden Rohre 1 und 6 sind über Gewinde 11 bzw. 12 an einem Anschlußkörper
13 befestigt. An der gegenüberliegenden Seite ist auf das Außenrohr 6 eine Kappe 14
mittels eines Gewindes 15 aufgeschraubt. Sie besitzt eine Austrittsdüse 16, die einen
etwas größeren Durchmesser besitzt als die Materialdüse 4. Zwischen Kappe 14 und Materialrohr
1 verläuft ein Austrittskanal 17 für die Druckluft. Dieser Austrittskanal wird durch
zwei konische Wände 18 und 19 begrenzt, von denen die eine an der Stirnseite des Materialrohres
1 und die andere an der Rückseite der Kappe 14 ausgebildet ist.
[0027] Im Betrieb wird viskoses Material über den Materialanschluß 3 und den Materialkanal
2 zugeführt. Es tritt als fadenförmiger Strang aus der Materialdüse 4 aus. Druckluft
wird über den Druckluftanschluß 9, den Verteiler-Ringraum 10 und die zur Materialdüsenachse
4 parallelen Führungskanäle 7 zugeführt. In diesen Führungskanälen werden Teilströme
der Druckluft letztendlich achsparallel ausgerichtet. Sie werden im Austrittskanal
17 radial nach innen umgelenkt und treffen an einer Beaufschlagungsstelle 20 auf den
Umfang des fadenförmigen Stranges auf, wobei die Beaufschlagungsrichtung praktisch
frei von einer - bezogen auf die Achse der Materialdüse 4 - tangentialen Strömungskomponente
ist. Soweit die Unterteilung in Teilströme in Umfangsrichtung gewisse Unregelmäßigkeiten
bei der Beaufschlagung bewirkt, sind diese unschädlich, weil sie den Strang symmetrisch
belasten. Der Strang und das ihn umhüllende Druckgas treten durch die Austrittsdüse
16 auf. Durch die Beaufschlagung und die Einengung wird der Strang eingeschnürt und
verdünnt. Außerhalb der Austrittsdüse 16 weitet sich das Druckgas als Führungskegel
aus. Infolge der immer vorhandenen Instabilitäten bewegt sich der Strang innerhalb
des Führungskegels taumelnd und kreisend, bis er auf der nicht veranschaulichten Oberfläche
auftrifft.
[0028] Weil der Strang durch das Druckgas keinen Drall erfährt und daher auch nicht durch
einen solchen Drall zusätzlich eingeschnürt wird, kann man mit relativ hohen Gasdrücken
und dementsprechend hohen Materialmengen arbeiten, ehe der Strang in einzelne Abschnitte
zerreißt. Weil wegen des fehlenden Dralls auch keine nennenswerten Zentrifugalkräfte
auftreten, darf der Luftdruck sogar so hoch gewählt werden, daß der Strang in Abschnitte
zerreißt, weil diese innerhalb des Führungskegels der Druckluft verbleiben. Daher
ist ein großer Bereich der Materialdrücke, beispielsweise von 2 bis 60 bar, und ein
großer Bereich der Gasdrücke, beispielsweise von 0,2 bis 5 bar, anwendbar. Empfehlenswert
ist es, den Gasdruck kleiner als den Materialdruck zu halten.
[0029] Bei entsprechender Einstellung der Material- und Gasdrücke läßt sich auch eine gleichmäßige
Verteilung des Materials über die Streifenbreite erzielen, wie dies anhand der Fig.
4 bis 6 näher erläutert wird. Fig. 4 zeigt die Verhältnisse bei Gaszufuhr mit tangentialer
Komponente. Das Material wird in Form eines schmalen Ringes 21 abgelegt, was der Verteilung
22 entspricht. Infolge der Relativbewegung zwischen Auftragsvorrichtung und zu beschichtender
Oberfläche gemäß dem Pfeil P ergeben sich Überlagerungen der ringförmigen Ablagerung,
was einem Streifenquerschnitt 23 entspricht. Würde man dafür sorgen, daß kreisförmige
Muster 24 entsprechend der Gleichverteilung 25 abgelegt werden, ergäbe sich der Streifenquerschnitt
26. Der angestrebte Auftrag liegt zwischen den beiden Extremen. Das Auftragsmuster
27 hat etwa die Verteilung 28, gemäß der in der Mitte ein geringfügiger und weiter
außen ein stärkerer Auftrag erfolgt. Dies führt im optimalen Fall wegen der Integrationswirkung
der Bewegungskomponente P zu dem gleichmäßigen Streifenquerschnitt 29 der Fig. 5.
Auf jeden Fall liegt die Form des Querschnitts zwischen den Formen der extremen Querschnitte
23 und 26.
[0030] Zur Änderung der Streifenbreite kann die Austrittsdüse axial gegenüber der Materialdüse
4 verstellt werden. Hierdurch ändert sich der Winkel des Führungskegels. Außerdem
ist die Auftragsform über einem größeren Bereich des Abstandes zwischen der Auftragsvorrichtung
1 und der zu beschichtenden Oberfläche gewährleistet. Man kann daher den Abstand auf
jeden Fall so wählen, daß eine Verschmutzung der Kappe 14 durch rückprallendes Material
vermieden ist.
[0031] Von den dargestellten Ausführungsformen kann in vielfacher Hinsicht abgewichen werden.
Beispielsweise kann der Gasanschluß 9 im Anschlußkörper 13 angeordnet sein. Das Gas
kann auch in erwärmtem Zustand zugeführt werden.
1. Verfahren zum streifenförmigen Auftragen von viskosem Material auf die Oberfläche
eines Werkstücks, wobei Auftragsvorrichtung und Werstück relativ zueinander bewegt
werden, das Material unter Druck als fadenförmiger Strang aus einer Materialdüse austritt
und der Strangumfang von Druckgas beaufschlagt wird, das der Beaufschlagungsstelle
mit axialer und radialer Strömungskomponente zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckgas der Beaufschlagungsstelle (20) derart gerichtet zugeführt wird, daß
eine tangentiale Strömungskomponente unterdrückt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckgas nach einer ringförmigen
Verteilung in mehrere Teilströme unterteilt wird, die je für sich gerichtet und erst
kurz vor der Beaufschlagung wieder zusammengeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterteilung in 6 bis 10
Teilströme erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gasumhüllte
Strang kurz nach der Beaufschlagung eingeschnürt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckgas
mit pulsierendem Druck zugeführt wird.
6. Vorrichtung zum streifenförmigen Auftragen von viskosem Material auf die Oberfläche
eines Werkstücks, mit einer mit einem Materialanschluß verbundenen, zentralen Materialdüse
und mit einem Gaszufuhrsystem, das einen mit einem Gasanschluß verbundenen Verteiler-Ringraum
und einen die Materialdüse umgebenden Austrittskanal mit sich in axialer Strömungsrichtung
zum Zentrum hin verjüngenden Wänden aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Verteiler-Ringraum (10) und Austrittskanal (17) in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilte
Führungskanäle (7) angeordnet sind, die den hindurchtretenden Teilströmen eine von
Tangentialkomponenten freie Richtung geben.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungskanäle (7) parallel
zur Materialdüsenachse verlaufen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Materialdüse
(4) tragendes Materialrohr (1) von einem Außenrohr (6) umschlossen ist und daß die
Führungskanäle (7) als Axialnuten (5) an der zylindrischen Trennfläche der beiden
Rohre ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteiler-Ringraum (10)
durch eine Umfangsaussparung (8) an der zylindrischen Trennfläche der beiden Rohre
(1, 6) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Axialnuten (5)
am Materialrohr (1) und die Umfangsaussparung (8) am Außenrohr (6) vorgesehen sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die am
Materialrohr (1) vorgesehenen Axialnuten (5) bis in den Bereich des Gasanschlusses
(9) reichen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge
der Führungskanäle (7) mindestens das 3fache des Durchmessers betragen, auf dem sie
angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens
ein Gasanschluß (9) seitlich an den Verteiler-Ringraum (10) anschließt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der mindestens eine Gasanschluß
(9) radial an den Verteiler-Ringraum (10) anschließt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß 6 bis 10
Führungskanäle (7) vorgesehen sind.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der ringförmige
Querschnitt des Austrittskanals (17) über seine Länge annähernd konstant ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 16, dadurch gekennzeichent, daß der Austrittskanal
(17) zwischen der Materialdüse (4) und einer Austrittsdüse (16) mündet, die einen
größeren Querschnitt hat als die Materialdüse.