| (19) |
 |
|
(11) |
EP 0 520 135 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
07.09.1994 Patentblatt 1994/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 04.02.1992 |
|
|
| (54) |
Überdruckventileinrichtung für den Kühlkreislauf einer flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschine
Overpressure valve device for the cooling circuit of a water-cooled internal combustion
engine
Dispositif de soupape de surpression pour un circuit de refroidissement d'un moteur
à combustion interne refroidi par liquide
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
26.06.1991 DE 4121086
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
30.12.1992 Patentblatt 1992/53 |
| (73) |
Patentinhaber: Längerer & Reich GmbH & Co. |
|
D-70790 Filderstadt (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Lindner, Hartmut
W-7024 Filderstadt 1-Bernhausen (DE)
- Müller, Armin, Dipl.-Ing. (BAMB)
W-7000 Stuttgart 1 (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Kratzsch, Volkhard, Dipl.-Ing. |
|
Patentanwalt
Postfach 90 73701 Esslingen 73701 Esslingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 388 765 US-A- 2 147 727
|
FR-A- 2 529 951 US-A- 2 732 971
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Überdruckventileinrichtung für den Kühlkreislauf
einer flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1
definierten Art.
[0002] Es ist üblich, den Kühlkreislauf einer flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschine so
abzusichern, daß während des Betriebes der Brennkraftmaschine der Druck im Kühlkreislauf
auf einen Betriebsdruck begrenzt wird, wobei dieser Wert niedriger ist als derjenige
bei heißgefahrener, stillstehender Brennkraftmaschine. Auch sieht man Ausgleichsbehälter
vor, die durch Temperaturänderungen hervorgerufene Volumenänderungen der Kühlflüssigkeit
ausgleichen sollen und einen Kühlmittelauswurf mit Kühlmittelverlust vermeiden sollen,
der nach dem Abstellen der Brennkraftmaschine durch Dampfblasenbildung infolge eines
Wärmestaus innerhalb der Brennkraftmaschine noch auftreten kann.
[0003] Bei einer bekannten Überdruckventileinrichtung (DE-A1-34 22 705) vereinigt das Überdruckventil
in einem einzigen, direkt auf den Füllstutzen des Ausgleichsbehälters aufschraubbaren
Element einerseits ein Überdruckventil zur Begrenzung des Betriebsdruckes und andererseits
ein Überdruckventil zur Begrenzung das Höchstdruckes, um Schäden im Kühlsystem und
Kühlflüssigkeitsverlust zu verhindern, in einem einzigen Ventil mit einem einzigen
Ventilkolben, der eine Öffnungsstufe, eine sich daran anschließende Drosselstufe und
eine sich daran anschließende weitere Öffnungsstufe bei Axialbeaufschlagung durch
Axialverschiebung durchlaufen kann. Eine solche bekannte Überdruckventileinrichtung
hat sich bewährt. Sie ist außerordentlich einfach, kostengünstig und besteht nur aus
wenigen kostengünstigen Bauteilen. In dieser DE-A1-34 22 705 ist auch eine Alternativlösung
angesprochen, wonach der Ventilkolben im Inneren einen Innenkolben enthält, zwischen
dem und dem Ventilkolben Axialkanäle gebildet sind, die einen Durchlaß ermöglichen,
der mittels eines Ringabsatzes am Innenkolben, der auf einem Ventilsitz des äußeren
Ventilkolbens aufsitzt und mittels der Rückstellfeder daran angepreßt ist, steuerbar
und zur Umgebung bzw. zum Behälter hin freigebbar ist. Dabei kann der Innenkolben
als Hohlkolben ausgebildet sein, dessen Kolbenboden denjenigen des äußeren Ventilkolbens
bildet und als Widerlager für die Rückstellfeder dient, die sich mit einem Ende an
diesem Innenkolben und mit ihrem anderen Ende am Verschlußdeckel abstützt, wobei also
für den Ventilkolben und den darin befindlichen Innenkolben eine einzige Rückstellfeder
vorgesehen ist. Die bekannte Gestaltung ist einer Veränderung der Charakteristik des
Innenkolbens, z.B. einer Veränderung des Öffnungspunktes, des Durchsatzes im geöffneten
Zustand od.dgl., ohne zugleich mit einhergehende Veränderung der Charakteristik des
das Überdruckventil bildenden Ventilkolbens nur schlecht zugänglich.
[0004] Es ist eine Überdruckventileinrichtung der eingangs genannten Art bekannt (US-A-2732971,
Fig. 5), an deren Verschlußdeckel ein Ventilkolben gehalten und geführt ist, der mittels
einer am Deckel und am Ventilkolben abgestützten Rückstellfeder beim Aufschrauben
des Verschlußdeckels gegen einen Ventilsitz angepreßt wird. Der Verschlußdeckel wird
auf einen an einem Behälter befestigten Füllstutzen aufgeschraubt, in dessen unterem
Bereich der behälterseitige Ventilsitz für den Ventilkolben ausgebildet ist. Bei der
Verschiebung wird der Ventilkolben auf einem am Verschlußdeckel festen Bolzen geführt.
Im Inneren des Ventilkolbens ist ein scheibenförmiger Innenkolben angeordnet, auf
den eine Rückstellfeder axial wirkt, die mit einem Ende am Innenkolben und mit ihrem
anderen Ende am oberen Teil des Ventilkolbens abgestützt ist. Mittels dieser Rückstellfeder
ist der Innenkolben mit einer unterseitigen Stirnfläche gegen einen am Ventilkolben
ausgebildeten Ventilsitz gedrückt. Hierzu weist der untere Teil des Ventilkolbens
einen inneren Ringteil auf, der mit einem nach oben vorspringenden Ringwulst diesen
unteren Ventilsitz bildet. In axialem Abstand und oberhalb davon ist der Ventilkolben
mit einem zweiten Ventilsitz versehen, der aus einem nach unten vorspringenden oberen
Ringwulst gebildet ist. Beide Ringwulste sind an Ringeinsätzen ausgeformt, die fest
mit dem etwa hutförmigen Ventilkolben verbunden sind. Der Innenkolben ist nur von
seiner Rückstellfeder belastet jedoch nicht geführt. In einer ersten Druckstufe sitzt
der Innenkolben auf dem zugeordneten unteren Ventilsitz des Ventilkolbens auf und
befindet sich in Schließstellung. Bei über den Öffnungsdruck der ersten Druckstufe
ansteigendem Kühlflüssigkeitsdruck wird der Innenkolben gegen die Wirkung seiner Rückstellfeder
relativ zum Ventilkolben angehoben und gegen den oberen Ventilsitz des Ventilkolbens
angepreßt, wobei ein Durchlaß zwischen dem Innenkolben und dem Ventilkolben geschlossen
wird. Bei weiterem Ansteigen des Kühlflüssigkeitsdruckes wird der Ventilkolben gegen
die Wirkung seiner Rückstellfeder angehoben und von der zugeordneten, behälterseitigen
Ventilsitzfläche abgehoben. Aufgrund nicht vorhandener Führung des Innenkolbens besteht
die Gefahr, daß der Innenkolben beim Abheben vom unteren Ventilsitz eine Querbewegung
erfährt, verkantet oder in sonstiger Weise klemmt und deswegen dann, wenn der Innenkolben
am oberen Ventilsitz zum Verschließen an liegen soll, keine Schließstellung einnehmen
kann. Diese Gefahr besteht auch dann, wenn der auf den Innenkolben wirkende Druck,
der gegen die Wirkung der Rückstellfeder gerichtet ist, abfällt. Auch dann besteht
die Gefahr, daß der Innenkolben nicht parallel verschoben wird bis er den unteren
Ventilsitz erreicht, sondern daß der Innenkolben statt dessen sich schrägstellt und
verkantet und diese untere Schließstellung nicht zuverlässig erreicht. Aufgrund der
fehlenden Führung für den Innenkolben ist somit eine reproduzierbare Funktionsfähigkeit
der Überdruckventileinrichtung nicht gewährleistet, wobei somit auch nicht gewährleistet
ist, daß die Charakteristik des vom Ventilkolben gebildeten Überdruckventils beim
Ansprechen des Innenkolbens nicht verändert wird und zugleich eine deutliche Trennung
zwischen der ersten und der zweiten Druckstufe ventilseitig erreicht wird. Da die
dem Ventilkolben zugeordnete Ventilsitzfläche behälterseitig vorgesehen und an einem
festen Teil des Füllstutzens ausgebildet ist, wird beim Aufschrauben des Verschlußdeckels,
der die Überdruckventileinrichtung trägt, auf den Füllstutzen die Rückstellfeder des
Ventilkolbens zusammengedrückt, die somit bereits im aufgeschraubten Zustand einen
undefinierten, mehr oder weniger großen Arbeitsbereich dadurch verloren hat. Beim
Aufschrauben des Verschlußdeckels mit dem Ventil auf den Einfüllstutzen ist keine
solche Zusammendrückstellung der Rückstellfeder erreichbar, die reproduzierbar wäre.
Vielmehr wird die Spannung dieser Rückstellfeder beim Aufschrauben verändert. Dies
führt dazu, daß das Ventil im Hinblick auf seinen Ventilkolben keinen reproduzierbaren
Öffnungsdruck hat und letzterer auch nicht auf reproduzierbare Werte einstellbar ist.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Überdruckventileinrichtung der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art dahingehend zu verbessern, daß diese hinsichtlich
des den Betriebsdruck steuernden Innenkolbens schnell und einfach einer Veränderung
der Charakteristik und Anpassung an jeweils gewünschte Werte zugänglich ist, ohne
daß dabei die Charakteristik des vom Ventilkolben gebildeten Überdruckventils verändert
wird, wobei zugleich eine deutliche Trennung zwischen der ersten und zweiten Druckstufe
ventilseitig erreichbar sein soll.
[0006] Die Aufgabe ist bei einer Überdruckventileinrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs
1 definierten Gattung erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des
Anspruchs 1 gelöst. Dadurch, daß der den Betriebsdruck steuernde Innenkolben über
eine eigene Rückstellfeder am Ventilkolben abgestützt ist, kann die Charakteristik
dieses den Betriebsdruck steuernden Überdruckventils relativ schnell und einfach den
jeweiligen Einzelwünschen des Benutzers angepaßt und verändert werden. So kann z.B.
die Federcharakteristik der Rückstallfeder des Innenkolbens verändert werden und dadurch
der Öffnungspunkt und der Schließpunkt des Innenkolbens verändert und jeweils an bestehende
Bedürfnisse angepaßt werden. Auch läßt sich in der Öffnungsstellung des Innenkolbens
der den Durchlaß zwischen diesem und dem Ventilkolben passierende Durchsatz relativ
einfach und problemlos verändern und an bestehende Wünsche anpassen. Dadurch, daß
der Innenkolben bei Überschreiten eines über dem Betriebsdruck liegenden Druckes gegen
die Wirkung seiner Rückstellfeder relativ zum Ventilkolben in eine den Durchlaß wieder
verschließende Schließstellung bewegt wird, ist mit einfachen Mitteln ein dichter
Abschluß in dieser Schließstellung erreichbar und damit eine Druckerhöhung im Kühlsystem
auf die zweite Druckstufe möglich und dadurch ein Kühlmittelauswurf verhindert. Dadurch,
daß der Innenkolben innerhalb des Ventilkolbens axial relativ verschieblich geführt
ist, ist eine reproduzierbare, störungsfreie Bewegung des Innenkolbens gewährleistet.
Die Gefahr von Fehlfunktionen des Innenkolbens, bezogen auf die letzterem zugeordneten
Ventilsitze, ist vermieden. Dadurch ist es möglich, durch den Innendruck einen Betriebsdruck
sehr genau und zuverlässig zu steuern. Dadurch, daß der dem Ventilkolben zugeordnete
Ventilsitz Teil der Führungshülse und somit Teil des Ventils ist, ist der von der
Rückstellfeder beaufschlagte Ventilkolben immer mit gleicher Kraft gegen den Ventilsitz
angepreßt. Die Federspannung der Rückstellfeder ist somit immer die gleiche, ganz
gleich, ob der das Ventil tragende Verschlußdeckel abgeschraubt oder auf den Füllstutzen
aufgeschraubt ist. Somit ist gewährleistet, daß die Rückstellfeder unabhängig von
der Einschraubtiefe beim Aufschrauben auf den Einfüllstutzen immer die gleiche Federspannung
hat, so daß das Ventil auf einen reproduzierbaren Öffnungsdruck über die Federvorspannung
der Rückstellfeder des Ventilkolbens einstellbar ist.
[0007] Weitere vorteilhafte Erfindungsmerkmale und Ausgestaltungen dazu ergeben sich aus
den Ansprüchen 2 bis 21.
[0008] Es ist eine Überdruckventileinrichtung bekannt (DE-A1- 32 11 449), die in zwei unterschiedlich
hohen Druckstufen, und zwar in einer Stufe bei Betriebsdruck und in einer anderen
Stufe bei demgegenüber erhöhtem Druck, jeweils selbsttätig zur Umgebung hin öffnet
und zwei ineinandergeschachtelte Ventile aufweist, und zwar ein für normalen Betriebsdruck
zuständiges Ventil und ferner ein für den Überdruck zuständiges Sicherheitsventil.
Das den Betriebsdruck steuernde Ventil weist einen im Sicherheitsventil gegen eine
eigene Rückstellfeder geführten Innenkolben auf, der normalerweise in Schließstellung
gedrückt ist und keinen Durchlaß freigibt. Bei Überschreiten einer ersten Druckstufe
wird der Innenkolben in Öffnungsrichtung verschoben und geöffnet. Bei Überschreiten
des Druckes, der dieses Öffnen bewirkt, bleibt aber der Innenkolben in der geöffneten
Stellung, so daß bei plötzlichem Druckanstieg die Gefahr des Auswurfs von Kühlflüssigkeit
besteht.
[0009] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung.
[0010] Der vollständige Wortlaut der Ansprüche ist vorstehend allein zur Vermeidung unnötiger
Wiederholungen nicht wiedergegeben, sondern statt dessen lediglich durch Nennung der
Anspruchsnummern darauf Bezug genommen. wodurch jedoch alle diese Anspruchsmerkmale
als an dieser Stelle ausdrücklich und erfindungswesentlich offenbart zu gelten haben.
Dabei sind alle in der vorstehenden und folgenden Beschreibung erwähnten Merkmale
sowie auch die allein aus der Zeichnung entnehmbaren Merkmale weitere Bestandteile
der Erfindung, auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht
in den Ansprüchen erwähnt sind.
[0011] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Schnitt einer Überdruckventileinrichtung und eines Teiles eines
Ausgleichsbehälters für die Kühlflüssigkeit flüssigkeitsgekühlter Brennkraftmaschinen,
auf den die Überdruckventileinrichtung aufgeschraubt ist, gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
und dabei im Normalbetrieb und geschlossen,
- Fig. 2
- einen schematischen Schnitt eines Teils der Überdruckventileinrichtung in Fig. 1 in
einer ersten Druckstufe bei in Öffnungsstellung befindlichem Innenkolben,
- Fig. 3
- einen schematischen Schnitt eines Teils der Überdruckventileinrichtung in Fig. 1 in
einer Schließstellung des Innenkolbens bei über dessen Öffnungsdruck liegendem Druck,
- Fig. 4
- einen schematischen Schnitt eines Teils der Überdruckventileinrichtung in Fig. 1 in
einer zweiten Druckstufe bei nach wie vor geschlossenem Innenkolben und zusammen mit
diesem geöffnetem Ventilkolben,
- Fig. 5
- einen schematischen Schnitt eines Teils der Überdruckventileinrichtung gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel und dabei in der Fig. 1 entsprechenden Schließstellung.
[0012] Die in den Zeichnungen gezeigte Überdruckventileinrichtung ist für den Kühlkreislauf
einer flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschine und dazu bestimmt, beim Betrieb der
Brennkraftmaschine eine Druckbegrenzung auf einen Betriebsdruck, z.B. in der Größenordnung
von 0,6 bar, und bei abgestellter Brennkraftmaschine eine Druckbegrenzung auf einen
demgegenüber erhöhten Überdruck, z.B. in der Größenordnung von 1,2 bar, zu bewirken,
wobei die Überdruckventileinrichtung ab einem dazwischenliegenden Druckbereich, z.B.
in der Größenordnung ab 0,8 bar, bis zum Erreichen der zweiten Druckstufe, z.B. 1,2
bar, geschlossen bleiben soll.
[0013] Die Überdruckventileinrichtung ist als Zweistufen-Überdruckventil 10 ausgebildet,
das in einen etwa kappenartigen Verschlußdeckel 11 integriert ist, der an einem oberen
Deckelteil 12 einen damit einstückigen Zylinderhals 13 aufweist, der mit einem Innengewinde
14 auf das Außengewinde 15 eines Füllstutzens 16 aufgeschraubt ist. Der Füllstutzen
16 ist fest und dicht an einem Ausgleichsbehälter 17 befestigt, und zwar dort, wo
sich im Normalbetrieb über dem Niveau 18 der Kühlflüssigkeit 19 ein bestimmtes Luftpolster
20 einstellt. Der Ausgleichsbehälter 17 und auch der Füllstutzen 16 bestehen z.B.
aus Kunststoff.
[0014] Der Ausgleichsbehälter 17 ist in herkömmlicher Weise mit dem Kühlkreislauf einer
flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschine verbunden. Das Zweistufen-Überdruckventil
10 ist in der Lage, in einer ersten Druckstufe bei Betriebsdruck, z.B. bei Überschreiten
eines Druckes von etwa 0,6 bar, und außerdem bei sohnellerem Druckanstieg in einer
nächstfolgenden zweiten Druckstufe bei demgegenüber erhöhtem Druck, also Überdruck,
z.B. in der Größenordnung über 1,2 bar, jeweils selbsttätig zur Umgebung hin oder
zu einem Behältnis zu öffnen und damit eine Verbindung zwischen diesen und dem Ausgleichsbehälter
17 zum Druckabbau herzustellen. In einem Zwischenbereich zwischen der ersten Druckstufe
und der zweiten Druckstufe hingegen, z.B. bei Erreichen eines Druckes von etwa 0,8
bar, ist das Zweistufen-Überdruckventil 10 hingegen geschlossen, so daß in diesem
Bereich das Innere des Ausgleichsbehälters 17 zur Umgebung hin oder zu einem Behältnis
dicht verschlossen ist. Durch diese Dichtheit in dieser Zwischenstufe ist gewährleistet,
daß im genannten Fall eine Druckerhöhung bis zur zweiten Druckstufe z.B. in der Größenordnung
über 1,2 bar erfolgen kann und somit ein etwaiger Auswurf und damit Verlust der Kühlflüssigkeit
aus dem Kühlkreislauf verhindert ist. Die Öffnungspunkte in der ersten Druckstufe
und in der zweiten Druckstufe sind ziemlich exakt festlegbar und festgelegt ebenso
wie der Schließpunkt nach Überschreiten der ersten Druckstufe und Erreichen einer
zwischen dieser und der zweiten Druckstufe liegenden Schließstufe.
[0015] Das Zweistufen-Überdruckventil 10 ist entweder, wie gezeigt, mit seinen noch zu beschreibenden
Einzelelementen lose in den Füllstutzen 16 eingesetzt oder bei einem anderen, nicht
gezeigten Ausführungsbeispiel am Verschlußdeckel 11 gehalten und derart angebracht,
daß es beim Auf- und Abschrauben des Verschlußdeckels 11 mit diesem eine Einheit bildet.
Diese Ausbildung ist von Vorteil, da dann sich ein komplettes Teil zum Aufschrauben
und Abschrauben ergibt. Die Verbindung der Elemente des Zweistufen-Überdruckventils
10 am Verschlußdeckel 11 geschieht in herkömmlicher Weise z.B. mittels einer Schnappverbindung
oder in anderer formschlüssiger und/oder kraftschlüssiger Weise.
[0016] Das Zweistufen-Überdruckventil 10 weist eine zylindrische Führungshülse 21 innerhalb
des Füllstutzens 16 auf. Innerhalb der Führungshülse 21 ist zumindest ein Ventilkolben
22 aufgenommen, der darin auf und ab verschiebbar geführt ist. Auf den Ventilkolben
22 wirkt eine Rückstellfeder 23 in Form einer zylindrischen Schraubenfeder, die mit
einem Ende am Ventilkolben 22 und mit ihrem anderen Ende am Deckelteil 12 des Verschlußdeckels
11 abgestützt ist. Am unteren Ende trägt die Führungshülse 21, vorzugsweise einstückig
damit, einen radial nach innen vorspringenden Ringbund 24, der einen Ventilsitz 64
für den Ventilkolben 22 bildet. Der Ringbund 24 trägt einen Formdichtungsring 25,
der im oberen Bereich im Querschnitt die Form eines nach außen offenen Lippenringes
mit zwei Dichtlippen 26 und 27 hat, welche den Ringbund 24 umgreifen. Die eine Dichtlippe
26 erstreckt sich über den Ventilsitz 64 des Ringbundes 24 hinweg und bildet damit
eine Dichtung in diesem Bereich. Die andere Dichtlippe 27 überdeckt die nach unten
weisende Ringstirnfläche 28 des Ringbundes 24 und bildet dort ein Unterdruckausgleichselement,
das bei Unterdruck innerhalb des Ausgleichsbehälters 17 von der Ringstirnfläche 28
nach unten abheben und Öffnungen 32 im Ringbund 24 freigeben kann und bei Überdruck
im Ausgleichsbehälter 17 gegen die Ringstirnfläche 28 angepreßt ist. Der Ventilkolben
22 ist mittels der Rückstellfeder 23 an die Dichtlippe 26 angepreßt. Er ist stirnseitig
im Bereich der Ringfläche 29 mit dem Druck der Kühlflüssigkeit im Kühlkreislauf und
damit im Inneren des Ausgleichsbehälters 17 beaufschlagbar.
[0017] Auf seiner Außenseite weist der Ventilkolben 22 mehrere, z.B. sechs, in gleichen
Umfangswinkelabständen voneinander angeordnete Axialkanäle 30 auf, die beidendig frei
ausmünden. Es versteht sich, daß statt dessen derartige Axialkanäle auch auf der zugewandten
Innenseite der Führungshülse 21 allein oder zusätzlich dazu vorgesehen sein können.
[0018] Die Führungshülse 21 weist am in Fig. 1 oberen Ende einen damit einstückigen, radial
nach außen auskragenden Bund 34 auf. Dieser bildet auf seiner Unterseite eine Auflagefläche
35 zum Aufsetzen auf den freien Rand 36 des Füllstutzens 16, unter Vermittlung einer
dazwischen anzuordnenden Dichtung 37. Der Bund 34 enthält auf seiner Oberseite mehrere
Radialkanäle 38, die radial innen und außen frei ausmünden und z.B. aus Nuten od.
dgl. Vertiefungen bestehen.
[0019] Der Verschlußdeckel 11 trägt auf der Innenseite seines Deckelteils 12 einen oder
mehrere axiale Vorsprünge, die auf den Bund 34 der Führungshülse 21 von oben her drücken,
wobei als Vorsprung hier z.B. ein ringförmiger Steg 43, wie gezeigt, möglich ist oder
statt dessen auch Stege, Stifte od. dgl. Auf der Innenseite des Zylinderhalses 13
sind mehrere, z.B. vier, in gleichen Umfangswinkelabständen voneinander plazierte
Kanäle 44 in Form von Nuten angeordnet, die am freien unteren Rand des Zylinderhalses
13 mit ihrem dortigen Ende 45 frei nach außen ausmünden. Im oberen Bereich stehen
die Kanäle 44 in der Nähe des oberen Deckelteiles 12 und des Steges 43 über eine umlaufende
innere Ringnut 46 innerhalb des Zylinderhalses 13 miteinander in Verbindung. Die Ringnut
46 verläuft im Axialbereich der Radialkanäle 38, die mit ihren Enden in die Ringnut
46 münden, wodurch also eine Verbindung zwischen den Radialkanälen 30 des Ventilkolbens
22, dem Inneren der Führungshülse 21 und der äußeren Umgebung durch die Radialkanäle
38, die Ringnut 46 und die Kanäle 44 geschaffen ist.
[0020] Der Ventilkolben 22 ist innen hohl. Er enthält im Inneren mindestens einen weiteren
Innenkolben 51, der der Druckbegrenzung in der ersten Druckstufe dient. Der Innenkolben
51 sitzt mit einem stirnseitigen Ringteil 52 auf einem Ventilsitz 47 des Ventilkolbens
22 auf und bildet mit einem Bodenteil 53 einen Teil der mit dem Druck im Kühlkreislauf
beaufschlagten Stirnfläche. Der Ventilkolben 22 weist einen vom Ringteil 52 des Innenkolbens
51 und zugeordneten Ventilsitz 47 des Ventilkolbens 22 steuerbaren Durchlaß im Inneren
auf, der mit seinem anderen Ende mit der Umgebung oder einem Behälter in Verbindung
steht.
[0021] Der Innenkolben 51 ist mittels einer eigenen Rückstellfeder 54 in Form einer zylindrischen
Schraubenfeder mit seinem Ringteil 52 gegen den Ventilsitz 47 des Ventilkolbens 22
in Schließstellung gedrückt und auf diese Weise in der ersten Druckstufe geschlossen
gehalten, wie Fig. 1 zeigt.
[0022] Der Innenkolben 51 weist ferner eine zweite Ventilfläche 55 auf, die bei über den
Öffnungsdruck der ersten Druckstufe ansteigendem Kühlflüssigkeitsdruck, z.B. bei Erreichen
von etwa 0,8 bar, das eine Verschiebung des Innenkolbens 51 relativ zum Ventilkolben
22 gegen die Wirkung der Rückstellfeder 54 in Öffnungsrichtung zur Folge hat, gegen
eine Sitzfläche 48 des Ventilkolbens 22 unter Verschließen des Durchlasses preßbar
ist.
[0023] Der Innenkolben 51 ist als Wechselventilkörper ausgebildet, der gegen die Wirkung
der eigenen Rückstellfeder 54 relativ zum Ventilkolben 22 zwischen einer ersten Schließstellung,
die Fig. 1 zeigt und bei einem Druck der Kühlflüssigkeit unterhalb der ersten Druckstufe
eingenommen wird, zwischen einer Öffnungsstellung, die Fig. 2 zeigt und die bei Überschreiten
der ersten Druckstufe, z.B. bei einem Druck von 0,6 bar,eingenommen wird, und einer
zweiten Schließstellung bewegbar ist, die Fig. 3 und 4 zeigt, in der der Kühlflüssigkeitsdruck
den die Öffnungsstellung beibehaltenden Druck z.B. von o,6 bar, überschreitet und
der z.B. bei 0,8 bar und größer liegt. Der Innenkolben 51 ist somit bei Überschreiten
eines ersten Druckes der Kühlflüssigkeit z.B. von 0,6 bar aus seiner Schließstellung
gemäß Fig. 1 heraus in seine Öffnungsstellung bewegbar, in der er gehalten wird, wenn
der Druck nicht über den Schließdruck des Innenkolbens 51 ansteigt, der z.B. bei 0,8
bar liegt. In dieser in Fig. 2 gezeigten Öffnungsstellung ist der im Inneren des Ventilkolbens
22 zwischen diesem und dem Innenkolben 51 gebildete und in das Innere der Führungshülse
21 ausmündende Durchlaß geöffnet, so daß darüber ein Druckabbau erfolgen kann.
[0024] Hat der Innenkolben 51 die zweite Schließstellung eingenommen, die Fig. 3 und 4 zeigt,
wirkt die zweite Ventilfläche 55 mit der Sitzfläche 48 unter Verschluß dieses Endes
des Durchlasses zwischen dem Ventilkolben 22 und dem Innenkolben 51 zusammen, so daß
also nun das Überdruckventil 10 in der Stellung gemäß Fig. 3 dicht geschlossen ist.
Auch in der Stellung gemäß Fig. 4 bleibt diese relative Schließstellung zwischen dem
Innenkolben 51 und dem Ventilkolben 22 erhalten, jedoch ist hier der Ventilkolben
22 gegen die Wirkung der Rückstellfeder 23 in seine Öffnungsstellung bewegt, in der
dessen stirnseitige Ringfläche 29 vom zugeordneten Ventilsitz 64 des Ringbundes 24,
hier insbesondere von der Dichtlippe 26, abgehoben ist, so daß in diesem Bereich ein
Durchgang zu den Axialkanälen 30 und damit in das Innere der Führungshülse 21 geschaffen
ist und auf diese Weise ein Druckabbau erfolgen kann. In dieser Öffnungsstellung des
Ventilkolbens 22 ist der Innenkolben 51 relativ dazu in Schließstellung.
[0025] Wie ersichtlich ist, ist die Rückstellfeder 54 des Innenkolbens 51 einerseits am
Ventilkolben 22 und andererseits am Innenkolben 51 abgestützt. Sie kann einstellbar
sein, wie verdeutlicht ist, z.B. mittels eines einstellbaren Widerlagerteils 56, das
am Innenkolben 51 oder, wie gezeigt, am Ventilkolben 22 gehalten ist. Das Widerlagerteil
56 besteht z.B. aus einem Gewindeteil, das einstellbar in einer Gewindebohrung 49
des Ventilkolbens 22 gehalten und z.B. als nach unten offene Gewindehülse ausgebildet
ist. Die Rückstellfeder 54 ist zweckmäßigerweise reibungsfrei oder zumindest reibungsarm
axial abgestützt, z.B. über nicht gezeigte Gleitelemente, Rollkörper od. dgl. Dies
hat den Vorteil, daß eine Einstellung der Rückstellfeder 54 durch Verdrehen des Widerlagerteiles
56 sehr feinfühlig und genau möglich ist, ohne daß eine Haftreibung zwischen den Abstützflächen
und der Rückstellfeder 54 als etwaiger Fehler eingeht. Durch Verstellen des Widerlagerteiles
56 kann der Öffnungspunkt des Innenkolbens 51 schnell und einfach eingestellt und
an die jeweiligen Wünsche angepaßt werden. Gleichermaßen kann auch der Schließpunkt
des Innenkolbens 51 schnell und einfach und feinfühlig je nach Bedarf eingestellt
und festgelegt werden.
[0026] Ersichtlich ist die zweite Ventilfläche 55 des Innenkolbens 51 auf der in Öffnungsrichtung
des Innenkolbens 51 weisenden Axialseite diesesangeordnet und als Axialfläche ausgebildet.
Auch der dieser Ventilfläche 55 zugeordnete Ventilsitz 48 des Ventilkolbens 22 ist
als Axialfläche ausgebildet. Die beiden zur Steuerung, insbesondere Abdichtung in
der Schließstellung gemäß Fig. 3, zusammenwirkenden Flächen 55 und 48 gewährleisten
somit als Axialflächen eine zuverlässige Dichtheit in dieser Schließstellung des Innenkolbens
51 und eine Druckerhöhung im Kühlsystem bis zur zweiten Druckstufe von z.B. 1,2 bar,
wodurch Beschädigungen der Brennkraftmaschine und ein Kühlmittelauswurf verhindert
sind.
[0027] Der Innenkolben 51 ist z.B. als Tellerventil gestaltet. Er weist eine Ventilplatte
57 auf, die auf ihren beiden Axialseiten axiale Ventilflächen 52 und 55 bildet, von
denen jede mit einer axial gegenüberstehenden Fläche 47 bzw. 48 des Ventilkörpers
22, die einen zugeordneten Ventilsitz bildet, zusammenwirkt. Zwischen jeder axialen
Ventilfläche 52, 55 des Innenkolbens 51 einerseits und zugeordneten axialen Fläche
47 bzw. 48 des Ventilkolbens 22 andererseits kann, wie das erste Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 bis 4 zeigt, jeweils ein Dichtungsring 58 bzw. 59, z.B. ein O-Ring, angeordnet
sein, der an oder in einer dieser Flächen angeordnet ist.
[0028] Beim in Fig. 5 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel unterscheidet sich der Innenkolben
51' vom ersten Ausführungsbeispiel allein dadurch, daß die beim ersten Ausführungsbeispiel
gezeigten Dichtungsringe 58, 59 entfallen können, weil der Innenkolben 51', insbesondere
dessen Ventilplatte 57', aus Dichtungsmaterial, beispielsweise aus Kunststoff, Gummi,
Hartgummi od. dgl., besteht und deswegen mit seinen axialen Ventilflächen 52', 55'
zugleich Dichtungsflächen bildet und daher Dichtungsringe entbehrlich sind. Ansonsten
entspricht das zweite Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 dem ersten in Fig. 1 bis 4.
[0029] Der Innenkolben 51 ist innerhalb des Ventilkolbens 22 axial relativ verschieblich
geführt. Hierzu ist der Ventilkolben 22 mit einem Zylinderhülsenabschnitt 50 versehen,
in dem der Innenkolben 51 mit einem Führungsteil 60 axial relativ verschiebbar geführt
ist. Der Führungsteil 60 kann aus axialen Vorsprüngen bestehen, z.B. aus zwei etwa
diametral einander gegenüberliegenden Axialstegen. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Führungsteil 60 als Zylinderhülse ausgebildet, die in Öffnungsrichtung der
Ventilplatte 57, d.h. in Fig. 1 bis 4 nach oben hin, von der Ventilplatte 57 abstrebt
und die nahe der Ventilplatte 57 in der Wandung Durchlässe 61 enthält, die mit dem
Inneren des Führungsteils 60, insbesondere der Zylinderhülse, in Verbindung stehen.
Dieses Innere ist zum Inneren des Ventilkolbens 22 hin geöffnet. DerFührungsteil 60,
insbesondere die Zylinderhülse, bildet einen Teil des Durchlasses des Ventilkolbens
22. Letzterer weist zumindest eine axiale Öffnung 39 auf, die mit dem Inneren des
als Zylinderhülse ausgebildeten Führungsteils 60 des Innenkolbens 51 und mit dem Innenraum
der Führungshülse 21 verbunden ist und zu letzterem hin ausmündet. Statt der axialen
Öffnung 39 kann der Ventilkolben 22 natürlich auch mindestens eine radiale Öffnung
aufweisen. Beim gezeigten Ausführungsbeispiel ist die axiale Öffnung 39 des Ventilkolbens
22 durch einen axialen Durchlaß im Widerlagerteil 56 gebildet, der z.B. zugleich eine
Werkzeugangriffsfläche zur Drehverstellung des Widerlagerteils 56 ist, z.B. als Innensechskantfläche
ausgebildet ist.
[0030] Die Federsteifigkeit der am Ventilkolben 22 angreifenden Rückstellfeder 23 ist größer
bemessen als die Federsteifigkeit der auf den Innenkolben 51 wirkenden Rückstellfeder
54. Dabei ist die z.B. ebenfalls einstellbare Rückstellfeder 23 so eingestellt, daß
der Ventilkolben 22 dann in die in Fig. 4 gezeigte Öffnungsstellung verschoben wird,
wenn der Druck der Kühlflüssigkeit die zweite Druckstufe übersteigt, z.B. größer 1,2
bar ist.
[0031] Wie ersichtlich ist, weist der Ventilkolben 22 einen etwa topfförmigen Gehäuseteil
40 auf, in dem der Innenkolben 51, insbesondere dessen Ventilplatte 57, unter Belassung
eines radialen Ringraumes 62 dazwischen aufgenommen und verschiebbar ist. Der Querschnitt
des Durchlasses, der zwischen dem Innenkolben 51 und dem Ventilkolben 22 gebildet
ist und in der Öffnungsstellung des Innenkolbens 51 gemäß Fig. 2 den Druckabbau durch
das Innere des Ventilkolbens 22 ermöglicht, kann zur Veränderung des Durchsatzes veränderbar
sein, z.B. durch Verändern des Querschnittes des Ringraumes 62. Dadurch ist eine schnelle
und einfache Anpassung an jeweils gewünschte Öffnungspunkte und Schließpunkte des
Innenkolbens 51 möglich. Die Querschnittsänderung des Ringraumes 62 kann z.B. durch
Verändern des Durchmessers der Ventilplatte 57 oder des Innendurchmessers des etwa
topfförmigen Gehäuseteils 40 erfolgen.
[0032] An das etwa topfförmige Gehäuseteil 40 schließt sich ein Deckelteil 33 an, der damit
einstückig oder daran fest und dicht angebracht sein kann und der den Zylinderhülsenabschnitt
50 zur Führung des Führungsteils 60 trägt und der außerdem auf der der Ventilplatte
57 zugewandten Stirnseite die axiale Sitzfläche 48 trägt, die der axialen zweiten
Ventilfläche 55 zugeordnet ist. Der Boden 31 des topfförmigen Gehäuseteils 40 enthält
eine von der Ventilplatte 57 steuerbare Öffnung 81. Der Querschnitt der Öffnung 81
kann zur Veränderung der Charakteristik des Überdruckventils 10 veränderbar sein,
z.B. mittels anbringbarer Lochblenden od. dgl. Der Boden 31 des Ventilkolbens 22 ist
auf der Axialseite, die der Ventilplatte 57 abgewandt ist, mit dem Druck der Kühlflüssigkeit
beaufschlagbar, einschließlich des Flächenbereichs der Ventilplatte 57, der sich im
Bereich der Öffnung 81 befindet. Der beschriebene Ventilkolben 22 und/oder der Innenkolben
51 können aus Kunststoff gebildet sein.
[0033] Im dargestellten Zustand in Fig. 1 hat der Ausgleichsbehälter 17 über dem Niveau
18 ein bestimmtes Luftpolster 20. Dieser Flüssigkeitsstand kann einer abgestellten
Brennkraftmaschine im kalten Zustand entsprechen. Nach Inbetriebnahme der Brennkraftmaschine
steigt der Druck im Ausgleichsbehälter 17 infolge Erwärmung der Kühlflüssigkeit 19
allmählich an. Wenn dieser Betriebsdruck einen bestimmten Überdruck, beispielsweise
0,6 bar, erreicht hat, überwindet die auf den Innenkolben 51 wirkende Kraft diejenige
der Rückstellfeder 54, so daß der Innenkolben 51 relativ zum nach wie vor geschlossenen
Ventilkolben 22 in die in Fig. 2 gezeigte Öffnungsstellung durch Verschieben nach
oben bewegt wird, wobei also die axiale Ventilfläche 52 der Ventilplatte 57 vom Ventilsitz
47 abhebt und dort eine Öffnung für den Druckabbau geschaffen ist. Der Druck der Kühlflüssigkeit
kann sich somit durch die Öffnung 81, den Ringraum 62, durch die Durchlässe 61, durch
die axiale Öffnung 39, durch das Innere der Führungshülse 21 und von diesem nach außen
hin ausgleichen, da über diesen Weg eine Verbindung des Inneren des Ausgleichsbehälters
17 mit der Umgebung geschaffen ist. Aufgrund dieser Verbindung des Inneren des Ausgleichsbehälters
17 mit der Umgebung ist ein weiterer Druckanstieg im Betrieb vermieden. Würde der
Druck demgegenüber weiter steigen und z.B. den die Öffnungsstellung des Innenkolbens
51 gewährleistenden, durch die Rückstellfeder 54 vorgegebenen Punkt überschreiten,
z.B. auf 0,8 bar steigen, so hat dies eine Verschiebung des Innenkolbens 51 in die
Schließsstellung gemäß Fig. 3 zur Folge.
[0034] Bei bestimmten Betriebszuständen, z.B. bei Betrieb von Brennkraftmaschinen in relativ
warmer Umgebung, beispielsweise in tropischen Ländern, kommt es vor, daß sich nach
Abstellen einer verhältnismäßig hochtemperierten, heißgefahrenen Brennkraftmaschine
infolge eines Hitzestaus Dampfblasen in der Brennkraftmaschine bilden. Diese bewirken
einen sehr schnellen Druckanstieg im Kühlsystem und normalerweise einen Auswurf von
Kühlflüssigkeit 19 aus dem Ausgleichsbehälter 17 mit einhergehenden Verlusten an Kühlflüssigkeit
19.
[0035] Dies ist nun durch das Überdruckventil 10 vermieden. Bei einem solchen raschen Druckanstieg
wird der Innenkolben 51 gegen die Kraft seiner Rückstellfeder 54 zunächst in die Öffnungsstellung
gemäß Fig. 2 gedrückt, in der ein Durchgang ermöglicht ist und ein Druckabbau erfolgen
kann. Ein weiterer Druckanstieg, z.B. bis 0,8 bar, hat eine Verschiebung des Innenkolbens
51 in die Schließstellung gemäß Fig. 3 zur Folge. Bei einem weiteren Druckanstieg
über 0,8 bar hinaus bleibt der Innenkolben 51 und auch weiterhin der Ventilkolben
22 in Schließstellung. Bei einem weiteren schnellen Druckanstieg, z.B. bis über einen
Wert von 1,2 bar, wird der Innenkolben 51 in die Schließstellung gemäß Fig. 3 verschoben
und der Ventilkolben 22 gegen die Wirkung der Rückstellfeder 23 in die Öffnungsstellung
gemäß Fig. 4 nach oben verschoben. Dann ist das Innere des Ausgleichsbehälters direkt
über die Axialkanäle 30, die Ringnut 46 und die Kanäle 44 mit der Atmosphäre verbunden.
Diese zweite Druckstufe ist so gewählt, daß Schäden im Kühlsystem der Brennkraftmaschine
vermieden werden.
[0036] Das Überdruckventil 10 ist einfach, kompakt, hat geringe Abmessungen und besteht
aus einfachen, kostengünstig herstellbaren Teilen, z.B. durch Drehen kostengünstig
herstellbaren Rotationsteilen, für die im übrigen auch kostengünstig verfügbare Serienteile
verwendet werden können. Von Vorteil ist ferner, daß durch Verändern der Charakteristik
des Innenkolbens 51 die Öffnungs- und Schließpunkte des Innenkolbens 51 schnell und
einfach den jeweiligen Wünschen entsprechend eingestellt werden können. Auch ist eine
Veränderung der Charakteristik, z.B. des Durchsatzes in der Öffnungsstellung zwischen
dem Innenkolben 51 und dem Ventilkolben 22, mit einfachen Mitteln zur Anpassung an
jeweilige Anwendungsfälle möglich. Der Innenkolben 51 gewährleistet in seiner zweiten
Dichtstellung gemäß Fig. 3 eine zuverlässige Dichtheit und ermöglicht eine Druckerhöhung
im Kühlsystem auf die zweite Druckstufe, z.B. bis 1,2 bar, wobei dadurch ein Kühlmittelauswurf
verhindert ist.
1. Überdruckventileinrichtung für den Kühlkreislauf einer flüssigkeitsgekühlten Brennkraftmaschine
zur Druckbegrenzung beim Betrieb der Brennkraftmaschine sowie zur Begrenzung eines
demgegenüber erhöhten Druckes, insbesondere bei abgestellter Brennkraftmaschine, mit
einem in mindestens zwei unterschiedlich hohen Druckstufen arbeitenden Mehrstufenüberdruckventil
(10), das in einer ersten Druckstufe bei Betriebsdruck und in einer nächstfolgenden
zweiten Druckstufe bei demgegenüber, vorzugsweise schnell, erhöhtem Druck jeweils
selbsttätig zur Umgebung hin oder zu einem Behälter öffnet, wobei das Mehrstufenüberdruckventil
(10) mindestens einen mittels einer Rückstellfeder (23) gegen einen Ventilsitz angepreßten
Ventilkolben (22) zur Druckbegrenzung in der zweiten Druckstufe aufweist, der stirnseitig
mit dem Druck im Kühlkreislauf beaufschlagbar ist, wobei der Ventilkolben (22) im
Inneren mindestens einen weiteren Innenkolben (51) zur Druckbegrenzung in der ersten
Druckstufe enthält, der mit einem stirnseitigen Ringteil (52) auf einem Ventilsitz
(47) des Ventilkolbens (22) aufsitzt und mit einem Bodenteil (53) einen Teil der mit
dem Druck im Kühlkreislauf beaufschlagbaren Fläche bildet, wobei der Ventilkolben
(22) einen vom Ringteil (52) des Innenkolbens (51) und zugeordneten Ventilsitz (47)
des Ventilkolbens (22) steuerbaren Durchlaß aufweist, der anderenends mit der Umgebung
oder dem Behälter in Verbindung steht, und wobei
der Innenkolben (51) mittels einer eigenen Rückstellfeder (54) mit seinem Ringteil
(52) gegen den Ventilsitz (47) des Ventilkolbens (22) in Schließrichtung gedrückt
und in der ersten Druckstufe geschlossen gehalten wird und eine zweite Ventilfläche
(55) aufweist, die bei über den Öffnungsdruck der ersten Druckstufe ansteigendem Kühlflüssigkeitsdruck
und dadurch relativ zum Ventilkolben (22) gegen die Rückstellfeder (54) in Öffnungsrichtung
gedrücktem Innenkolben (51) gegen eine Sitzfläche (48) des Ventilkolbens (22) unter
Verschließen des Durchlasses anpreßbar ist
dadurch gekennzeichnet,
daß das Mehrstufenüberdruckventil (10) eine separate Führungshülse (21) aufweist,
die den Ventilsitz (64) trägt und den Ventilkolben (22) führt und gegen deren Ventilsitz
(64) letzterer angepreßt ist, daß die Führungshülse (21) und/oder der Ventilkolben
(22) Axialkanäle (30) aufweisen, deren Einlaß von dem Ventilkolben (22) und dem zugeordneten
Ventilsitz (64) gesteuert ist und deren Auslaß freie Verbindung zur Umgebung bzw.
zum Behälter hat, und daß der Ventilkolben (22) den Innenkolben (51) axial relativ
verschieblich führt.
2. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Innenkolben (51) bei Überschreiten eines ersten Druckes der Kühlflüssigkeit
von etwa 0,6 bar aus seiner ersten Schließstellung heraus in seine Öffnungsstellung
und bei Überschreiten eines Öffnungsdruckes von etwa 0,8 bar aus seiner Öffnungsstellung
heraus in seine zweite Schließstellung bewegbar ist.
3. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstellfeder (54) des Innenkolbens (51) am Ventilkolben (22) einerseits
und am Innenkolben (51) andererseits abgestützt ist.
4. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstellfeder (54) des Innenkolbens (51) einstellbar ist, z.B. mittels eines
verstellbaren Widerlagerteils (56) am Ventilkolben (22) oder am Innenkolben (51).
5. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückstellfeder (54) reibungsfrei oder zumindest reibungsarm axial abgestützt
ist, z.B. über Gleitelemente, Rollkörper od.dgl.
6. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Widerlagerteil (56) aus einem Gewindeteil gebildet ist, das einstellbar in
einer Gewindebohrung (49) des Ventilkolbens (22) gehalten ist.
7. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gewindeteil aus einer Gewindehülse besteht.
8. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen jeder axialen Ventilfläche (52, 55) des Innenkolbens (51) einerseits
und jedem Ventilsitz (47, 48), insbesondere axialer Fläche, des Ventilkolbens (22)
andererseits ein Dichtungsring (58, 59) angeordnet ist.
9. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Innenkolben (51'), insbesondere in Form einer Ventilplatte (57'), aus Dichtungsmaterial.
z.B. aus Kunststoff, Gummi, Hartgummi od. dgl., besteht und mit seinen axialen Ventilflächen
(52', 55') zugleich Dichtungsflächen bildet.
10. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkolben (22) einen Zylinderhülsenabschnitt (50) aufweist, in dem der
Innenkolben (51) mit einem Führungsteil (60) dieses axial relativ verschieblich geführt
ist.
11. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsteil (60) aus axialen Vorsprüngen oder aus einer Zylinderhülse besteht,
die in Öffnungsrichtung von der Ventilplatte (57) abstreben.
12. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsteil (60), insbesondere die Zylinderhülse, nahe der Ventilplatte (57)
Durchlässe (61) enthält, die mit dem Inneren des Führungsteils (60), insbesondere
der Zylinderhülse, in Verbindung stehen, das zum Ventilkolben (22) hin geöffnet ist.
13. Überdruckventileinrichtung nach Anpsruch 11 oder 12
dadurch gekennzeichnet,
daß der Führungsteil (60), insbesondere die Zylinderhülse, einen Teil des Durchlasses
des Ventilkolbens (22) bildet.
14. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkolben (22) zumindest eine axiale oder radiale Öffnung (39) aufweist,
die mit dem Inneren des Führungsteils (60), insbesondere der Führungshülse, des Innenkolbens
(51) in Verbindung steht und zur Führungshülse (21) hin ausmündet.
15. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnung (39) des Ventilkolbens (22) durch einen vorzugsweise axialen Durchlaß
im Widerlagerteil (56) gebildet ist.
16. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkolben (22) einen etwa topfförmigen Gehäuseteil (40) aufweist, in dem
der Innenkolben (51), insbesondere dessen Ventilplatte (57), unter Belassung eines
radialen Ringraumes (62) dazwischen aufgenommen und verschiebbar ist.
17. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt des Durchlasses zwischen dem Innenkolben (51) und dem Ventilkolben
(22), z.B. der Querschnitt des Ringraumes (62), zur Veränderung des Öffnungspunktes
des Innenkolbens (51) und/oder des Durchsatzes durch den Durchlaß veränderbar ist.
18. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß an dem etwa topfförmigen Gehäuseteil (40) ein Deckelteil (33) fest und dicht angebracht
ist, der den Zylinderhülsenabschnitt (50) und auf der der Ventilplatte (57) zugewandten
Stirnseite die letzterer (57) zugeordnete Sitzfläche (48) trägt.
19. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Boden (31) des topfförmigen Gehäuseteils (40) eine von der Ventilplatte (57)
steuerbare Üffnung (81) enthält und auf der der Ventilplatte (57) abgewandten Axialseite
(29) einschließlich des im Bereich der Öffnung (81) befindlichen Flächenteils der
Ventilplatte (57) mit dem Druck der Kühlflüssigkeit beaufschlagbar ist.
20. Überdruckventileinrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt der Öffnung (81) des Ventilkolbens (22) veränderbar ist, z.B.
mittels anbringbarer Lochblenden od.dgl.
21. Überdruckventileinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ventilkolben (22) und/oder der Innenkolben (51) aus Kunststoff gebildet ist.
1. Pressure control valve arrangement for the cooling cycle of a liquid-cooled internal
combustion engine to restrict pressure during operation of the internal combustion
engine and to restrict a pressure increased in relation thereto, in particular when
the internal combustion engine is switched off, with a multi-step pressure control
valve (10) operating in at least two pressure stages at different levels, which in
a first pressure stage automatically opens at operating pressure and in a directly
subsequent second pressure stage automatically opens to the ambient area or to a container
at a preferably quickly increased pressure in relation to said operating pressure,
wherein the multi-step pressure control valve (10) has at least one valve piston (22),
which is pressed against a valve seat by means of a return spring (23) to restrict
the pressure in the second pressure stage, and which may be subjected to pressure
in the cooling cycle on its face side, wherein said valve piston (22) is provided
on the inside with at least one further internal piston (51) to restrict the pressure
in the first pressure stage, a ring portion (52) on the face side of which sits on
a valve seat (47) of the valve piston (22) and a base portion (53) of which forms
a section of the surface, which may be subjected to the pressure in the cooling cycle,
wherein said valve piston (22) has a passage, which may be controlled by the ring
portion (52) of the internal piston (51) and correspnding valve seat (47) of the valve
piston (22), said passage being connected to the ambient area or the container at
its other end, and wherein the internal piston (51) is pressed with its ring portion
(52) in closing direction by means of its own return spring (54) against the valve
seat (47) of the valve piston (22) and is held closed in the first pressure stage,
and has a second valve area (55), which may be pressed against a seat area (48) of
the valve piston (22) on closure of the passage at the pressure of the liquid coolant
rising above the opening pressure of the first pressure stage and when the internal
piston (51) is pressed thereby relative to the valve piston (22) against the return
spring (54) in opening direction, characterised in that the multi-step pressure control
valve (10) has a separate guide bushing (21), which supports the valve seat (64) and
guides the valve piston (22) and against the valve seat of which the latter is pressed,
that the guide bushing (21) and/or the valve piston (22) have axial channels (30),
the inlet of which is controlled by the valve piston (22) and the corresponding valve
seat (64), and the outlet of which is freely connected to the ambient area or the
container, and that the valve piston (22) guides the internal piston (51) to move
axially relative thereto.
2. Pressure control valve arrangement according to Claim 1, characterised in that when
a first pressure of the liquid coolant of about 0.6 bar is exceeded, the internal
piston (51) may be moved out of its closed position into its open position, and when
an opening pressure of about 0.8 bar is exceeded, may be moved out of its open position
into its second closed position.
3. Pressure control valve arrangement according to Claim 1 or 2, characterised in that
the return spring (54) of the internal piston (51) is supported on one side on the
valve piston (22) and on the other side on the internal piston (51).
4. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterised
in that the return spring (54) of the internal piston (51) is adjustable, e.g. by
means of an adjustable abutment portion (56) on the valve piston (22) or on the internal
piston (51).
5. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterised
in that the return spring (54) is supported axially without friction or at least at
low friction, e.g. via sliding elements, rolling elements or similar.
6. Pressure control valve arrangement according to Claim 4 or 5, characterised in that
the abutment portion (56) is formed from the threaded part, which is adjustably held
in a threaded hole (49) of the valve piston (22).
7. Pressure control valve arrangement according to Claim 6, characterised in that the
threaded part comprises a threaded sleeve.
8. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 1 to 7, characterised
in that a sealing ring (58, 59) is arranged between each axial valve area (52, 55)
of the internal piston (51) and each valve seat (47, 48), in particular axial area,
of the valve piston (22).
9. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 1 to 8, characterised
in that the internal piston (51'), particularly in the form of a valve plate (57'),
is made of sealing material, e.g. of plastic, rubber, hard rubber or similar, and
at the same time forms sealing surfaces with its axial valve areas (52', 55').
10. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 1 to 9, characterised
in that the valve piston (22) has a cylinder sleeve section (50), in which the internal
piston (51) is guided with a guide portion (60) so as to slide axially relative thereto.
11. Pressure control valve arrangement according to Claim 10, characterised in that the
guide portion (60) comprises axial projections or a cylinder sleeve, which spread
from the valve plate (57) in opening direction.
12. Pressure control valve arrangement according to Claim 11, characterised in that the
guide portion (60), in particular the cylinder sleeve, is provided with passages (61)
adjacent to the valve plate (57) connecting to the interior of the guide portion (60),
in particular the cylinder sleeve, which is open towards the valve piston (22).
13. Pressure control valve arrangement according to Claim 11 or 12, characterised in that
the guide portion (60), in particular the cylinder sleeve, forms a part of the passage
of the valve piston (22).
14. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 10 to 13, characterised
in that the valve piston (22) has at least one axial or radial opening (39) connecting
to the interior of the guide portion (60), in particular the cylinder sleeve, of the
internal piston (51) and feeds towards the guide bushing (21).
15. Pressure control valve arrangement according to Claim 14, characterised in that the
opening (39) of the valve piston (22) is formed by a preferably axial passage in the
abutment portion (56).
16. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 1 to 15, characterised
in that the valve piston (22) has an approximately pot-shaped housing portion (40),
in which the internal piston (51), in particular its valve plate (57), may slide and
be accommodated on formation of a radial annular area (62) between them.
17. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 1 to 16, characterised
in that the cross-section of the passage between the internal piston (51) and the
valve piston (22), e.g. the cross-section of the annular area (62), may be changed
to change the opening point of the internal piston (51) and/or the flow through the
passage.
18. Pressure control valve arrangement according to Claim 16 or 17, characterised in that
on the approximately pot-shaped housing portion (40), a cover (33) is firmly and tightly
attached, which supports the cylinder sleeve section (50) and supports the corresponding
seat area (48) of the valve plate (57) on the side facing the latter (57).
19. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 16 to 18, characterised
in that the base (31) of the pot-shaped housing portion (40) is provided with an opening
(81), which may be controlled by the valve plate (57), and may be subjected to the
pressure of the liquid coolant on the axial side (29) averted from the valve plate
(57) including the portion of the valve plate (57) in the area of the opening (81).
20. Pressure control valve arrangement according to Claim 19, characterised in that the
cross-section of the opening (81) of the valve piston (22) may be changed, e.g. by
means of attachable perforated screens or similar.
21. Pressure control valve arrangement according to one of Claims 1 to 20, characterised
in that the valve piston (22) and/or the internal piston (51) are made of plastic.
1. Soupape de surpression pour le circuit de refroidissement d'un moteur à combustion
interne refroidi par un liquide, ainsi que pour limiter l'élévation de la pression
de celui-ci, notamment lorsque le moteur est arrêté, qui comprend une valve de surpression
(10) comportant, au moins, une valve de surpression opérant, au moins, à deux niveaux
ou paliers de pression différente et qui, à un premier palier de pression de fonctionnement
et au second palier de pression, qui suit, sous une pression augmentée, de préférence
rapidement, par rapport à la précédente, établit automatiquement une communication
avec l'environnement ou avec un réservoir, l'arrangement étant tel que la valve de
surpression (10) qui comporte, au moins, un piston de valve (22) plaqué contre son
siège par un ressort de rappel (23), est pourvue afin de limiter la pression dans
le second palier de pression, sur la face frontale duquel peut s'exercer la pression
du circuit, ledit piston de valve (22) comportant, intérieurement, au moins, un autre
piston intérieur (51) pour limiter la pression du premier palier de pression, lequel
s'applique par un élément annulaire frontal (52) contre un siège (27) du piston de
valve (22) et qui, avec son élément annulaire frontal (52) s'applique contre un siège
de valve (47) du piston de valve (22) et, qui forme avec sa partie de fond (53) une
partie de la surface exposée à la pression du circuit, le piston de valve (22) présentant
un passage pouvant être commandé par l'élément annulaire (52) du piston intérieur
(51) et par le siège de valve correspondant (47) du piston de valve (22), passage
qui, à son autre extrémité, communique avec l'environnement ou avec le réservoir,
cependant que le piston intérieur (51) est sollicité par son propre ressort de rappel
(54) à s'appliquer, par son élément annulaire (52), contre le siège de valve (47)
du piston de valve (22), dans le sens de la fermeture et est tenu fermé au premier
palier de pression, celui-ci présentant une seconde surface de valve (55) qui, lorsque
la pression du liquide de refroidissement s'élève au-dessus du premier palier de pression
et que, de ce fait, le piston intérieur (51) est pressé, par rapport au piston de
valve (22), à l'encontre du ressort de rappel (54) dans le sens de l'ouverture, contre
une surface de siège (48) du piston de valve (22) en fermant ledit passage, caractérisé
en ce que la valve de surpression à plusieurs étapes (10) comporte un manchon de guidage
séparé (21) qui comporte le siège de valve (64) et guide le piston de valve (22) et
qui est pressée contre le siège de valve (64), en ce que le manchon de guidage (21)
et/ou le piston de valve (22) présentent des canaux axiaux (30) dont l'entrée est
commandée par le piston de valve (22) et le siège de valve correspondant (64) et dont
la sortie communique librement avec l'environnement ou avec un réservoir, et en ce
que le piston de valve (22) guide le mouvement axial relatif du piston intérieur (51).
2. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 1, caractérisé en ce que
lors du dépassement d'un premier palier de pression du liquide de refroidissement,
qui est d'environ 0,5 bar, le piston intérieur (51) est transféré de sa position de
fermeture, dans sa position d'ouverture, tandis que lors du dépassement d'une pression
d'ouverture d'environ 0,8 bar, ledit piston est transféré de sa position d'ouverture
dans une seconde position de fermeture.
3. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en
ce que le ressort de rappel (54) du piston intérieur (51) s'applique, d'une part,
contre le piston de valve (22) et, d'autre part, contre le piston intérieur (51).
4. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 1 à
3, caractérisé en ce que le ressort de rappel (54) du piston intérieur (51) est réglable,
par exemple, grâce à une surface de réaction (55) du piston de valve (22) ou du piston
intérieur (51).
5. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 1 à
4, caractérisé en ce que le ressort de rappel (54) prend appui axialement sans friction
ou, pour le moins, avec un minimum de friction, par exemple, par l'intermédiaire d'éléments
antifriction, de roulements et autres.
6. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en
ce que l'élément antifriction comprend une partie filetée qui est logée de façon réglable
dans un trou taraudé (49) du piston de valve (22).
7. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 6, caractérisé en ce que
la partie filetée est un élément tubulaire fileté intérieurement.
8. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 1 à
7, caractérisé en ce que, entre chaque surface de valve axiale (52, 55), d'une part,
et chacun des sièges de valve (47, 48), notamment, chaque surface axiale, du piston
de valve (22), d'autre part, est disposée une bague d'étanchéité (58, 69).
9. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 1 à
8, caractérisé en ce que le piston intérieur (51'), qui présente notamment la forme
d'une plaquette de valve (57') est en une matière de joint, par exemple, en une matière
plastique, en caoutchouc, dur (vulcanisé) et forme en même temps avec ses surfaces
axiales (52', 55') des surfaces étanches.
10. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications précédentes
1 à 9, caractérisé en ce que le piston de valve (22) possède une partie cylindrique
creuse (50) qui assure le guidage du mouvement axial de la partie (60) dudit piston.
11. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 10, caractérisé en ce
que, aux fins de guidage, la partie (60) comporte des éléments faisant saillie axialement
ou bien un manchon cylindrique qui est orienté dans la direction d'ouverture de la
plaquette de valve (57).
12. Dispositif de soupape de valve selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'élément
de guidage (60) et en particulier le manchon cylindrique comporte, près de la plaquette
de valve (57) des passages (51) qui communiquent avec l'intérieur de l'élément de
guidage (60), notamment du manchon cylindrique, qui est ouvert en direction du piston
de valve (22).
13. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 11 ou 12, caractérisé
en ce que l'élément de guidage (60), notamment le manchon cylindrique, fait partie
du passage du piston de valve (22).
14. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 10
à 13, caractérisé en ce que le piston de valve (22) présente, au moins, une ouverture
axiale ou radiale (39) qui communique avec l'intérieur de l'élément de guidage (60)
notamment, du manchon de guidage, du piston intérieur (51) et débouche en direction
du manchon de guidage (21).
15. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 14, caractérisé en ce
que le piston de valve (22) comporte, au moins, une ouverture axiale ou radiale (39)
qui communique avec l'intérieur de l'élément de guidage (60), notamment avec le manchon
de guidage du piston intérieur (51) et qui débouche en direction du manchon de guidage
(21).
16. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 1 à
15, caractérisé en ce que le piston de valve (22) présente une partie d'enveloppe
en forme de pot (40) dans laquelle le piston intérieur (51), et, notamment, sa plaquette
de valve (57) est reçue et peut coulisser, en ménageant un intervalle annulaire radial
(62).
17. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 1 à
16, caractérisé en ce que la section du passage du piston intérieur (51) et du piston
de valve (22), par exemple, la section de l'espace annulaire (62), est variable afin
de permettre de faire varier le point d'ouverture du piston intérieur (51) et/ou le
débit dans le passage.
18. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 16 ou 17, caractérisé
en ce que sur l'élément d'enveloppe en forme de pot (40) est fixé de manière étanche
un élément (33) faisant fonction de couvercle qui, sur sa surface frontale orientée
vers la plaquette de la valve (57), porte la surface de siège (48) associée à cette
dernière (57).
19. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 16
à 18, caractérisé en ce que le fond (31) de l'élément d'enveloppe en forme de pot
(40) présente une ouverture (81) pouvant être commandée par la plaquette de valve
(57) et sur le côté axial (29) de laquelle, détourné de la plaquette de valve (57),
y compris la partie de la surface de ladite plaquette (57) située dans le voisinage
de l'ouverture (81) peut être exposée à la pression du liquide de refroidissement.
20. Dispositif de soupape de surpression selon la revendication 19, caractérisé en ce
que la section de l'ouverture (81) du piston de valve (22) est variable, par exemple,
au moyen de diaphragmes amovibles ou d'éléments analogues.
21. Dispositif de soupape de surpression selon l'une quelconque des revendications 1 à
20, caractérisé en ce que le piston de valve (22) et/ou le piston intérieur (51) sont
en matière plastique.