| (19) |
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(11) |
EP 0 520 151 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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21.10.1998 Patentblatt 1998/43 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.09.1995 Patentblatt 1995/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.04.1992 |
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| (54) |
Latex-, PVC- und weichmacherfreie geschäumte Boden- und Wandbeläge
Latex-, PVC- and plasticiser-free, foamed floor and wall coverings
Revêtements de sols et de murs en mousse et sans latex, PVC ou plastifiants
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FR GB GR IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
28.06.1991 DE 4121401 31.10.1991 DE 4135937
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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30.12.1992 Patentblatt 1992/53 |
| (73) |
Patentinhaber: Tarkett Pegulan Aktiengesellschaft |
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67227 Frankenthal (DE) |
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Erfinder: |
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- Oppermann, Horst
W-5501 Ralingen-Godendorf (DE)
- Blass, Reinhold
W-5511 Ockfen (DE)
- Dürkop, Joachim, Dr.
W-7417 Pfullingen (DE)
- Schmidt-Ott, Klaus
W-5503 Konz (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grussdorf, Jürgen, Dr. et al |
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Patentanwälte Zellentin & Partner
Rubensstrasse 30 67061 Ludwigshafen 67061 Ludwigshafen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 121 748 DE-A- 2 533 407 GB-A- 1 420 624
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EP-A- 381 971 DE-A- 2 621 195 GB-A- 2 191 209
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- CHEMICAL ABSTRACTS, vol. 107, no. 24, Dezember 1987, Columbus, Ohio, US; abstract
no. 218897x, 'Manufacture of carpet backings' Seite 59 ;Spalte 1 ;& JP-A-62 172 041
(ASAHI CHEMICAL INDUSTRY CO. LTD.) 29. Juli 1987
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Latex-, PVC- und Weichmacher-freien
Boden- und Wandbelägen mit chemisch geschäumten und ggf. strukturierten Schaumschichten.
Textile Boden- und Wandbeläge mit einer rückseitigen geschäumten Schicht aus einem
natürlichen oder synthetischen Latex und PVC-Kunststoffbeläge finden heute in großem
Umfang Verwendung aufgrund ihrer vielfältigen dekorativen Möglichkeiten durch einfache
Verlegung und Preiswürdigkeit.
[0002] Insbesondere die Möglichkeit, die Beläge mit weichen, geschäumten Rückseiten auszurüsten,
was erheblich zur Dämmung des Trittschalls beiträgt und den Gehkomfort verbessert,
haben für die weitere Verbreitung solcher Materialien gesorgt. Darüber hinaus ermöglicht
die Schäumung eine Erzeugung von Oberflächenstrukturierungen entweder durch Aufschäumen
in entsprechenden Formen bzw. Prägewalzen oder durch partielle chemische Aktivierung
oder Inhibierung der Schaumbildung. Bei textilen Belägen wird technisch nur die mechanische
Schäumung durch Einpressen von Luft in die Latexmasse durchgeführt, da die chemische
Verschäumung hohe Temperaturen erfordert, welche den Textilflor schädigt.
[0003] Um beim Verlegen Stöße zu vermeiden, werden insbesondere Fußbodenbeläge heute üblicherweise
in Endlosbahnen in einer Breite von bis zu 4 oder 5 m hergestellt, was sowohl vom
Material als auch von den Verarbeitungstechniken her die Möglichkeiten außerordentlich
einschränkt.
[0004] Textile Bodenbeläge werden entweder nach dem Tuftingverfahren oder aus Nadelvliesen
hergestellt, die rückseits mit einer Styrolbutadien- oder anderen Latexmasse verfestigt
und danach mit einer mechanisch verschäumten Synthese- oder Naturlatexschicht beschichtet
und durch Trocknen fixiert werden. Die Textilschicht besteht dabei vorwiegend aus
Polyamid, Polypropylen oder Polyesterfasern, welche nicht mehr von den Latexschichten
getrennt werden können, so daß solche Verbundschichten nicht recyclisierbar sind.
Aus der GB-A 2191209 und GB-A 1420624 ist ferner bekannt, die rückseitige Beschichtung
auch durch Aufstreuen eines Pulvers aus einem Polymeren, Füllstoffen und ggf. Treibmitteln
herzustellen, welche aufgeschmolzen und ggf. aufgeschäumt werden und damit die Textilfasern
verkleben und stabilisieren. Als Polymere werden Polyethylen, Polyester, Polyamide,
EVA und ihre Copolymerisate genannt.
[0005] Bisher werden Kunststoffbodenbeläge üblicherweise aus Latexdispersionen oder PVC-Plastisolen
im Streichverfahren auf einer Gewebe- oder Releasepapierunterlage und anschließendes
Aushärten hergestellt. Die Plastisole bestehen dabei aus PVC-Partikeln, Weichmachern,
und üblichen Hilfsstoffen sowie Füllstoffen, die beim Trocknen in der Wärme zu einer
Matrix zusammensintern. Durch Zufügung von chemischen Schaummitteln kann die Schicht
zusätzlich noch thermisch verschäumt werden, wobei durch Aufbringen von Treibmittelaktivatoren
oder -desaktivatoren auf bestimmte Bereiche noch eine zusätzliche Strukturierung erreicht
werden kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, durch Aufbringen mehrerer Schichten
unterschiedlicher Zusammensetzung die Eigenschaften in sehr weitem Maße zu variieren
(vgl. z.B. "Solvic® für Plastisole", Firmenschrift der Deutschen Solvay-Werke GmbH,
Solingen).
[0006] Obwohl Latex und PVC von der Wirtschaftlichkeit und den Eigenschaften her an sich
ideale Werkstoffe sind, verlangen jedoch die immer stärker zu berücksichtigenden ökologischen
Aspekte - Recyclisierbarkeit der Produkte, Vermeidung von Lösungsmitteln und halogenhaltigen
Bestandteilen - Verfahren zur Herstellung von Belägen zu suchen, welche Latex-, PVC-
und Weichmacher-frei sind. Aus ökonomischen und technischen Gründen ist es jedoch
notwendig, die bisherigen Herstellungsbreiten und nach Möglichkeit auch die vorhandenen
Herstellungsvorrichtungen beizubehalten. Weiterhin sollte auch der Bodenbelag aus
unterschiedlichen Schichten bestehen, von denen eine oder mehrere chemisch geschäumt
und ggf. partiell durch Aktivierung oder Desaktivierung des Schäumvorgangs strukturiert
sind.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher ein Verfahren zu finden, mit dem
sich Latex-, PVC-und Weichmacher-freie Kunststoffboden- und Wandbeläge hergestellt
werden können, welche mindestens aus einer chemisch geschäumten Schicht und einer
Trägerschicht bestehen, ggf. eine Strukturierung durch Aktivierung oder Desaktivierung
der Treibmittel zu erlauben und übliche Herstellungsbreiten von 4-5 m auf vorhandenen
Vorrichtungen zu fertigen gestattet. Für die Herstellung von Bodenbelägen ist zusätzlich
noch mindestens eine nicht geschäumte Deckschicht vorhanden.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die im Hauptanspruch wiedergegebenen Merkmale gelöst und
durch die in den Unteransprüchen gekennzeichneten Merkmale gefördert.
[0009] Aus dem sogenannten Furukawa-Verfahren ist es bekannt, vernetzte Polyethylenschäume
herzustellen, indem man Polyethylen, Azodicarbonamid als Treibmittel und Dicumolperoxid
als Vernetzungsmittel mit Hilfe eines Extruders mit nachgeschalteter Breitschlitzdüse
zu einer Matrix in Form eines Films oder einer ungeschäumten Platte extrudiert, wobei
diese Extrusion bei einer Temperatur erfolgen muß, bei der das Polyethylen flüssig
ist, das Vernetzungsmittel jedoch noch nicht zersetzt wird. Entweder nach einer Zwischenlagerung
oder durch direktes Einführen der Matrix in einen Schäumofen wird der radikalische
Zerfall des Peroxids initiiert und das Polyethylen vernetzt unter gleichzeitiger chemischer
Zersetzung des Treibmittels und Aufschäumung der Matrix. Dies Verfahren erlaubt zur
Zeit Schäume mit Raumgewichten zwischen 30 und 175 kg/m3 und Dicken zwischen 5 und
15 mm herzustellen. Die Breite dieser Schäume ist jedoch mit etwa 2 m begrenzt, da
sich Breitschlitzdüsen größeren Ausmaßes nicht herstellen lassen. Eine wirtschaftliche
Herstellung von herkömmlichen Bodenbelägen ist nach diesem Verfahren nicht möglich.
[0010] Es ist weiterhin bekannt, daß man auch aus Ethylenvinylacetatcopolymeren (EVA) oder
Mischungen von EVA mit Polyethylen (PE) formbare Schäume herstellen kann, indem man
Polymere, Füllstoffe, Aktivatoren, Schäumungsmittel sowie ggf. Vernetzungsmittel bei
Temperaturen von 90 - 100 °C, d.h. einer Temperatur, bei der das Polymer bereits weich
bzw. flüssig ist, die Zusatzstoffe jedoch noch chemisch stabil bleiben, vermischt
und die Mischung granuliert. Das Granulat wird anschließend in Formen gefüllt, durch
Erhitzen aufgeschäumt und nach dem Wiederabkühlen aus der Form entnommen. Kleinere,
auch komplizierte Formteile, lassen sich auf diese Art und Weise gut herstellen. Beispiele
dafür sind Schuhsohlen, Bälle, Dichtungen, Matten, Masken etc. Die Produktion von
4 - 5 m breiten Endlosbahnen, wie sie bei Fußbodenbelägen notwendig sind, ist nach
diesem Verfahren jedoch nicht möglich.
[0011] Weiterhin ist bekannt, weichmacherfreie Polyurethanschäume durch mechanisches Verschäumen
der Komponenten unter Einpressung von Luft zu erzeugen, jedoch kann das Aufschäumen
dabei nicht chemisch gehindert und dadurch keine Struktur erzeugt werden.
[0012] Es ist außerordentlich überraschend, daß über handelsübliche Pulverstreumaschinen
die erfindungsgemäßen Mischungen sich gleichmäßig über Breiten von 4 - 5 m verteilen
lassen, so daß beim anschließenden Durchleiten durch den Trockenofen eine homogene
gleichmäßig dicke Schaumschicht entsteht. Mehrfachschichten können so auch einfach
hergestellt werden, indem man auf eine erste verfestigte und ggf. egalisierte Schicht
eine zweite Pulverschicht aufstreut, wiederum trocknet oder geliert. Eine Einfärbung
der Schicht ist durch zwischenzeitliches Aufdrucken des Farbmusters, eine Strukturierung
durch Aufdrucken eines Aktivators oder Desaktivators möglich.
[0013] Die erfindungsgemäß verarbeitbaren Polymeren umfassen eine Vielzahl von thermoplastischen
Produkten. Der wichtigste Parameter ist der Schmelzindex (MFI 190°C/2.16). Es wurde
festgestellt, daß bei Schmelzindizes unter 2,5 und über 40 die zu hohe bzw. zu niedere
Schmelzviskosität keine gute Zellstruktur des Schaumes mehr zuläßt. Ein Schmelzindex
von etwa 10 - 20 scheint insofern optimale Ergebnisse zu ergeben. Der Kristallitschmelzpunkt
der Polymeren sollte unterhalb des Zersetzungsbereiches des Treibmittelgemisches liegen,
jedoch nicht so niedrig, daß der Schaum z.B. unter starker Sonneneinstrahlung oder
Gewichtsbelastung zu fließen beginnt. Kristallitschmelzpunkte in einem Bereich von
70 - 110° scheinen insofern gut geeignet zu sein. Sehr niedere Schmelzpunkte des Polymeren
können jedoch durch eine nachträgliche Vernetzung, beispielsweise durch Zugaben von
Peroxid oder durch Behandlung mit energiereicher Strahlung, angehoben werden. Infrage
kommende Polymere sind Copolymere aus Ethylen und Vinylacetat, Polyethylen, Polypropylen,
Copolymere mit Polyvinylacetat, Polymethylmethacrylat, Polyethylenacrylsäureestercopolymere,
Polyethylenacrylsäureester, Maleinsäureanhydridcopolymere und andere.
[0014] Die Polymeren werden aus den handelsüblichen Granulaten auf Korngrößen von maximal
400 - 600 µm, vorzugsweise 10 - 400 µm, vermahlen und in dieser Form mit den übrigen
Komponenten gemischt.
[0015] Als Zuschlagstoffe sind alle diejenigen möglich, die auch in sonst üblichen Schaummischungen
verwendet werden. Beispielhaft seien anorganische Füllstoffe wie Kreide, Silikate,
Magnesium- oder Aluminiumhydroxyde, Schwerspat, Kieselsäure, Glaspulver, Ruß, Titandioxid
oder auch andere Farbpigmente, welche gleichzeitig die Lichtdurchlässigkeit des Schaumes
verändern, genannt. Als organische Zuschlagsstoffe kommen insbesondere Holz oder Korkmehl
oder auch temperaturbeständige Kunststoffe wie Polyurethane in Frage. Diese werden
der Mischung als feine Pulver mit Korngrößen von 10 bis etwa 500 µm zugemischt, wobei
die Füllstoffe je nach Produkt in Mengen von 5 - 50 % der Mischung zugefügt werden.
[0016] Als Treibmittel für die Schaumschichten verwendet man die auch sonst bei Plastisolen
üblichen Produkte wie Azodicarbonamid, Oxibis-benzolsulfohydrazit, Azoisobuttersäuredinitril,
Toluolsulfohydrazit u.a. Bevorzugt ist Azodicarbonamid, dessen Zersetzungstemperatur
von ca. 200°C durch Zusatz von Aktivatoren wie Zinkoxid, Zinkoctoat und anderen bekannten
Aktivatoren bis zu Temperaturen von 120° reduziert werden kann. Die Schäumungstemperatur
läßt sich auf diese Art und Weise an den jeweils zu verschäumenden Kunststoff und
seine Viskosität gut anpassen. Die Treibmittel werden als feine Pulver (2 bis 12 µ
Korngröße) oder als Batch (abgerieben mit Paraffin oder Antistatica) in Mengen von
0,5 - 10% der Mischung zugefügt.
[0017] Als Desaktivatoren für die Stellen, an denen ein Aufschäumen nicht erwünscht ist,
können die für solche Schaummischungen bekannten Substanzen verwendet werden. Vorzugsweise
werden Trimelittsäureanhydrid, Benzotriazol oder Thioharnstoff verwendet. Im Gegensatz
zu den lösungsmittelhaltigen Pasten, die eine Diffusion der Desaktivatoren in die
schaumfähige Schicht ermöglichen, muß bei den erfindungsgemäßen Mitteln der Desaktivator
zusammen mit einem Transportmittel aufgedruckt werden. Als Transportmittel eignen
sich z.B. flüssige Paraffine oder flüssige Antistatica oder vernetzbare Derivate der
Methacrylsäure. Die Desaktivatoren sollten in einer Menge von ca. 0,5 - 2% bezogen
auf die Masse der zu strukturierenden Schaumschicht angewendet werden.
[0018] Ferner können der Mischung noch Peroxyde zur Vernetzung des Schaumes und zur Verbesserung
der Temperaturbeständigkeit der Polymeren sowohl bei der Verarbeitung als auch beim
späteren Gebrauch zugefügt werden. Als Hilfsstoffe kommen ferner Bakterizide, Antistatika,
Antioxydanzien etc. infrage, wie sie in der Latex- und Kunststoffverarbeitung üblich
sind.
[0019] In den folgenden Beispielen ist die Erfindung näher erläutert.
Rezeptur-Beispiele
Beispiel 1
[0020]
| Rezeptur für glatte Schäume |
| EVA Acetatgehalt 28% |
1000 kg |
| Aluminiumhydroxyd |
200 kg |
| Treibmittelgemisch Azodicarbonamid/Zinkoxid |
35 kg |
| Zinkoctoat |
10 kg |
| Antistaticum |
10 kg |
| Titandioxid |
10 kg |
| Peroxid |
50 kg |
Beispiel 2
[0021]
| Rezeptur für strukturierbaren Schaum |
| EVA Acetatgehalt 28% |
1000 kg |
| Azodicarbonamid |
20 kg |
| Zinkoxid |
75 kg |
| Zinkoctoat |
5 kg |
| Antistaticum (Irgastat 51) |
60 kg |
| Titandioxid |
10 kg |
| Peroxid |
50 kg |
Beispiel 3
[0022]
| Rezeptur für strukturierbaren Schaum |
| EVA Acetatgehalt 28 % |
1000 kg |
| Azodicarbonamid |
20 kg |
| Zinkoxidgemisch |
75 kg |
| Zinkoctoat |
5 kg |
| Antistaticum |
10 kg |
| Titandioxid |
10 kg |
| Peroxid |
50 kg |
| Triethylenglykoldimethacrylat |
140 kg |
Verfahrens-Beispiel
Beispiel 4
Herstellung von schaumhaltigen Bodenbelägen mit gestreuten, chemisch geschäumten und
strukturierten EVA-Dryblends
[0023] Der heterogene, EVA-Schaumschichten enthaltende elastische Bodenbelag kann auf einer
üblichen, für PVC-Bodenbeläge geeigneten Beschichtungsanlage hergestellt werden. Als
Zusatzausrüstung sind auf dem Markt erhältliche Pulver-Streumaschinen eingesetzt.
Die verwendete Vorrichtung ist schematisch in Fig. 2 dargestellt. Das Trägermaterial
(Textil-, Glas- u. ä. -Gewebe) wird mittels Abrollung (1) und Speicherdosierung der
Anlage endlos zugeführt. In dem ersten Auftragswerk (2) wird mittels einer nicht dargestellten
Beschichtungsvorrichtung als sog. Fixier- oder Grundstrich das entsprechende Beschichtungsmaterial
zum Schließen und Glätten des Trägersubstrates aufgetragen, mittels Strahler (5) erwärmt
und über eine Glättvorrichtung (3) geglättet.
[0024] Im zweiten Auftragswerk (4) wird mittels einer Pulver-Streumaschine das in Beispiel
2 oder 3 beschriebene EVA-Dryblend aufgetragen und anschließend in einer Infrarot-Strahlerstation
(5) angeschmolzen, aber noch nicht chemisch verschäumt oder vernetzt.
[0025] Die angeschmolzene Schaumoberfläche wird zusätzlich über eine Glätt-Trommel (6) geglättet
und verfestigt. Danach wird auf die erhaltene glatte Schaumoberfläche mit einer Druckmaschine
(7) ein mehrfarbiges Druckdessin mittels Polymer-Binderdruckfarbe aufgetragen. In
einem dritten Auftragswerk (8) wird die Druckschicht mittels einer transparenten Beschichtungsmasse
abgedeckt. Das so erhaltene Flächengebilde wird in einem Trocken-/Gelierofen auf 160-200
°C erhitzt, wodurch die EVA-Dryblend-schicht aufschäumt - bei Strukturierung nur partiell
- und durch die Peroxide vernetzt wird. Trocknung und Reaktion der transparenten Abdeckschicht
findet gleichzeitig statt.
[0026] Zur Verbesserung der Trägermaterial-Rückseite und des Gesamtrückfederungsverhaltens
der Bodenbelagskonstruktion kann in einer weiteren Pulver-Streumaschine (4) noch einmal
ein schäumbares EVA-Dryblend aufgebracht werden, wie oben beschrieben, was dann gemäß
(5), (3), (9) angeschmolzen, verfestigt, geglättet und ausgeschäumt wird. Eine abschließende
Oberflächenbehandlung mittels Glättwerk (3) dient zur Homogenisierung der Schaumoberfläche.
Gegebenenfalls kann hier auch eine strukturierte Walze nach Art eines Prägewerks eingesetzt
werden. In der Kühlstrecke (10) wird die Materialbahn gekühlt und dann einer Speichervorrichtung
und Aufrollung (11) der Anlage entnommen. Gegebenenfalls kann eine zwischengeschaltete
Kontrolle mit Konfektion auf fertige Einzelrollen erfolgen, die dann dem Fertigwarenlager
direkt zugeführt werden.
[0027] Alternativ kann der vorstehend beschriebene Belag auch im Batch-Verfahren hergestellt
werden, indem Längen von ca. 500 m jeweils nach einem oder mehreren der vorstehenden
Schritte aufgerollt, zwischengelagert und zu einem späteren Zeitpunkt der nächsten
Bearbeitungsstation zugeführt werden.
1. Verfahren zum Herstellen von Latex-, PVC- und Weichmacherfreien Kunststoffboden- und
Wandbelägen in einer Breite von bis zu 4 oder 5 m, welche eine geschäumte Schicht
und eine Trägerschicht enthalten, dadurch gekennzeichnet, daß auf die unter der späteren
Schaumschicht befindliche Trägerschicht eine Pulvermischung, bestehend aus
100 Teilen eines Latex-, PVC- und Weichmacher-freien thermoplastischen Polymeren mit
einem Schmelzindex (MFI 190°C/2,16) von 2 bis 40
0-100 Teilen Füllstoffe
0,5-7 Teilen Treibmittel
0-30 Teilen Hilfsstoffe in einer der gewünschten Dicke der Schaumschicht entsprechenden
Menge aufgestreut und bei Temperaturen von 70-110°C verschmolzen, zwischen Glättwalzen
geglättet und bei Temperaturen von 120-200°C aufgeschäumt wird, und die Schaumschicht
nach dem Gelieren, Glätten und ggf. Bedrucken mit einer oder mehreren nicht geschäumten
Deckschichten überzogen und aufgeschäumt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaumschicht erst nach
dem über ziehen mit der oder den Deckschicht(en) aufgeschäumt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerschicht und/der zusätzliche
Deckschichten in entsprechender Weise aus einer Pulvermischung gemäß Anspruch 1 ohne
das Treibmittel und ohne den Schäumungsschritt hergestellt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Treibmittel einen
Aktivator enthält und die Schaumschicht nach der Glättung mit einem Desaktivator partiell
bedruckt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Treibmittel
Azodicarbonamid, der Aktivator eine Zinkverbindung und der Desaktivator ein Triazol
ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5 dadurch gekennzeichnet, daß als Unterlage
der Schaumschicht ein Gelege, Gewebe oder Releasepapier verwendet wird, auf welches
ggf. eine Grundierungsschicht aus nicht geschäumten Polymeren aufgebracht ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung
sich aus einer Kornfraktion der Größe von 0 - 600 µm, vorzugsweise 10 - 400 µm, zusammensetzt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymere
einen Schmelzindex (MFI 190°C/2.16) von 10-20 aufweist.
9. Verfahren nach Ansprüchen 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kristallitschmelzpunkt
des Polymeren bei 70-110°C liegt.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Polymere ein Copolymer
aus Ethylen und Vinylacetat, Polyethylen, Polypropylen, Copolymer mit Polyvinylacetat,
Polymethylmethacrylat, Polyethylenacrylsäureestercopolymer, Polyethylenacrylsäureester,
Maleinsäureanhydridcopolymer ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung
einen Vernetzer, insbesondere ein organisches Peroxid, in einer Menge von bis zu 10
Teilen enthält.
1. Process for the production of latex-, PVC- and plasticiser-free synthetic material
floor and wall coverings in a width of up to 4 or 5 m which contains one foamed layer
and a carrier layer,
characterised in that on the carrier layer, subsequently present under the foamed
layer, there is scattered on a powder mixture consisting of
100 parts of a latex-, PVC- and plasticiser-free thermoplastic polymer with a melt
index (MFI 190°C/ 2.16) of 2 to 40
0 - 100 parts filling materials
0.5 - 7 parts propellant
0 - 30 parts adjuvants
in an amount corresponding to the desired thickness of the foamed layer and melted
at temperatures of 70 - 110°C, smoothed between smoothing rollers and foamed up at
temperatures of 120 - 200°C and that the foam layer, after the gelling, smoothing
and possible printing, is covered with one or more further not foamed covering layers
and foamed up.
2. Process according to claim 1, characterised in that the foam layer is foamed up only
after covering with the covering layer or covering layers.
3. Process according to claim 1, characteriseu in that the carrier layer and/or additional
covering layers are produced in appropriate manner from a powder mixture according
to claim 1 without propellant and without the foaming step.
4. Process according to claim 1 or 2, characterised in that the propellant contains an
activator and the foam layer is, after the smoothing, partly printed with a deactivator.
5. Process according to one of claims 1 - 4, characterised in that the propellant is
azodicarbonamide, the activator a zinc compound and the deactivator a triazole.
6. Process according to one of claims 1 - 5, characterised in that, as substrate, there
is used a gel layer, fabric or release paper on which is possibly applied a priming
layer of non-foamed polymers.
7. Process according to one of claims 1 to 6, characterised in that the mixture is composed
of a grain fraction of the size 0 - 600 µm, preferably of 10 - 400 µm.
8. Process according to one of claims 1 - 7, characterised in that the polymer has a
melt index (MFI 190°C/2.16) of 10 - 20.
9. Process according to claim 7 or 8, characterised in that the crystallite melting point
of the polymer lies at 70 - 110°C.
10. Process according to claim 8 or 9, characterised in that the polymer is a co-polymer
of ethylene and vinyl acetate, polyethylene, polypropylene, co-polymer with polyvinyl
acetate, polymethyl methacrylate, polyethylene acrylic acid ester co-polymer, polyethylene
acrylic acid ester, maleic acid anhydride co-polymer.
11. Process according to one of claims 1 - 10, characterised in that the mixture contains
a crosslinker, especially an organic peroxide, in an amount of up to 10 parts.
1. Procédé pour la fabrication de revêtements de sols et de murs en matière synthétique
sans latex, PVC et plastifiants, en une largeur allant jusqu'à 4 ou 5 m, qui contiennent
une couche en mousse et une couche de support, caractérisé en ce qu'on saupoudre sur
la couche de support se trouvant en dessous de la couche en mousse à venir, un mélange
pulvérulent constitué par
100 parties d'un polymère thermoplastique sans latex, PVC et plastifiants,
possédant un indice de fusion (MFI 190°C/2,16) de 2 à 40,
0-100 parties de matière de remplissage,
0,5-7 parties d'agent moussant,
0-30 parties de substances auxiliaires,
en une quantité correspondant à l'épaisseur désirée de la couche en mousse, et on
le porte à fusion à des températures de 70-110°C, on le lisse entre des rouleaux de
lissage et on le soumet à un moussage à des températures de 120 - 200°C et la couche
en mousse, après la gélification, le lissage et/ou éventuellement l'impression, est
recouverte d'une ou de plusieurs autres couches de protection non transformées en
mousse et soumise à un moussage.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche en mousse est recouverte
de la couche de protection ou des couches de protection, et, seulement ensuite, soumise
à un moussage.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche de support et/ou
les couches de protection supplémentaires sont préparées de manière correspondante
à partir d'un mélange pulvérulent selon la revendication 1, sans l'agent moussant
et sans passer par l'étape de moussage.
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'agent moussant contient
un activateur et la couche en mousse est soumise à une impression partielle avec un
désactivateur après le lissage.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'agent
moussant est l'azo-dicarbonamide, l'activateur est un composé de zinc et le désactivateur
est un triazole.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, comme
substrat de la couche en mousse, on utilise un préimprégné, un tissu ou un papier
anti-adhésif, sur lequel on applique éventuellement une couche de fond constituée
par un polymère non transformé en mousse.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le
mélange est composé d'une fraction granulométrique de 0-600 µm, de préférence de 10-400
µm.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le
polymère présente un indice de fusion (MFI 190°C/2,16) de 10-20.
9. Procédé selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que le point de fusion de
la cristallite du polymère se situe à 70-110°C.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que le polymère est un copolymère
d'éthylène et d'acétate de vinyle, du polyéthylène, du polypropylène, un copolymère
avec de l'acétate de polyvinyle, du polyméthacrylate de méthyle, un copolymère de
polyéthylène-ester d'acide acrylique, un polyéthylène-ester d'acide acrylique, un
copolymère d'anhydride maléique.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le
mélange contient un agent de réticulation, en particulier un peroxyde organique en
une quantité allant jusqu'à 10 parties.
