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EP 0 520 213 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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30.12.1992 Patentblatt 1992/53 |
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Anmeldetag: 02.06.1992 |
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT DE ES FR GB IT |
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Priorität: |
28.06.1991 DE 9108012 U
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Anmelder: BOSCH-SIEMENS HAUSGERÄTE GmbH |
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D-81669 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Plankl, Manfred, Dipl.-Ing.
W-8357 Wallersdorf (DE)
- Wittauer, Günther,Dipl.-Ing.(FH)
W-8220 Traunstein (DE)
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Entgegenhaltungen: :
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Netzspannungs-Berührungsschutz für Sensoren unter Glaskeramik-Kochflächen |
(57) Die Erfindung bezieht sich auf einen Netzspannungs-Berührungsschutz für Sensoren
unter Glaskeramik-Kochflächen, wobei ein metallischer Sensor (2) unter einer Glaskeramik-Kochfläche
(1) innerhalb oder außerhalb des durch einen Strahlungsheizkörper bedingten Heißbereiches
der Glaskeramik-Kochfläche (1) angeordnet ist, welcher als Sensor (2) bei einem über
dem Normalbetrieb liegenden, höherfrequenten Arbeitspunkt betreibbar ist, und daß
der Sensor (2) mit einem Sperrfilter, das für Netzspannungs-Berührungsschutz dimensioniert
ist, beschaltet ist.
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[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Netzspannungs-Berührungsschutz für Sensoren
unter Glaskeramik-Kochflächen, wobei ein metallischer Sensor unter einer Glaskeramik-Kochfläche
innerhalb oder außerhalb des durch einen Strahlungsheizkörper bedingten Heißbereiches
der Glaskeramik-Kochfläche angeordnet ist.
[0002] Bislang wurde für Glaskeramik-Kochflächen eine Temperaturabschaltung, die zum Schutz
erhitzter Glaskeramikflächen diente, sensormäßig durchgeführt. Dabei war eine Anbringung
von Temperatursensoren in Umgebung des Heißbereiches der Glaskeramik-Kochfläche nicht
erforderlich. Die Anwendung metallischer Sensoren, beispielsweise zur Topferkennung,
wobei die metallischen Sensoren unterhalb der Glaskeramik angeordnet sind, ist bislang
nicht erfolgt. Da die Glaskeramik bei höheren Temperaturen, etwa ab 200°C, halbleitend
wird, gelten Sensoren unter dem Heißbereich der Glaskeramik-Kochfläche als berührbar.
Es ist deshalb Vorschrift, daß beim Betrieb solcher Sensoranordnungen mit einer Schutz-Kleinspannung
gearbeitet wird. Für diesen Betriebsfall ist infolge aufwendiger Leitungsisolierungen
erheblicher Platzbedarf unterhalb der Glaskeramik-Kochfläche notwendig.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es daher, metallische Sensoren unterhalb der Glaskeramik-Kochflache
in deren Heißbereich betreiben zu können, ohne mit Schutz-Kleinspannung arbeiten zu
müssen. Die erfindungsgemäße Anordnung zur Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor bei einem über dem Normalbetrieb liegenden höherfrequenten Arbeitspunkt
betreibbar ist, und daß der Sensor mit einem Sperrfilter, das für Netzspannung-Berührungsschutz
dimensioniert ist, beschaltet ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen enthalten.
[0004] Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung
näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine prinzipielle Anordnung von Sensoren unter einer Glaskeramikfläche,
- Fig. 2
- eine erfindungsgemäße Beschaltung des Sensors,
- Fig. 3
- die Beschaltung des Sensors mit einem Tiefpaß.
[0005] Gemäß Fig. 1 ist die Glaskeramik-Kochfläche 1, sowie unter dieser angeordnete Sensoren
2 erkennbar. Die nicht dargestellten Strahlungsheizkörper, die infolge verminderter
Wärmeleitfähigkeit in Querrichtung der Glaskeramik-Kochfläche Heißbereiche in ihrem
Strahlungsbereich auch auf der Glaskeramik-Kochfläche zur Folge haben, erhöhen die
elektrische Leitfähigkeit der Glaskeramik-Kochfläche 1 bis hin zur Halbleitung. Die
Sensoren 2 können beispielsweise zur Topferkennung dienen, indem ein aufgesetzter
oder nicht aufgesetzter Topf über den Sensorbereich auf der Glaskeramik-Kochfläche
1 kapazitive Gesamtänderungen zur Folge hat. Gemäß Fig. 2 ist eine Beschaltung des
Sensors 2 mit einem Schwingkreis, bestehend aus einem Übertrager 3.1 und einer Kapazität
4, dargestellt. Der als Sperrfilter wirkende Schwingkreis ist in seiner Resonanzfrequenz
auf die Sensor-Betriebsfrequenz, die weit oberhalb der Netzfrequenz liegt, abgestimmt.
Dadurch kann die Netzfrequenz über diesen Tiefpaß nach Masse abgeleitet werden. Gemäß
Fig. 3 ist der Sensor 2 mit einer Induktivität (Drossel) 3 beschaltet. Durch die Erdung
über diese Schutzleiterdrossel 3 werden unzulässige Spannungen am Sensor 2, beispielsweise
die Netzspannung, abgeleitet. Für höhrere Frequenzen sperrt die Drossel, so daß das
Sensorsignal nicht abgeleitet wird. Dieser Effekt kann durch den Aufbau eines Parallelschwingkreises,
wie er in Fig. 2 dargestellt ist, noch verstärkt werden. Für den Fall, daß das Sperrfilter
als Parallelschwingkreis ausgeführt ist, ist es zweckmäßig, die Drossel 3 als Übertrager
3.1 auszuführen. Dadurch wird zugleich die Ein- und Auskopplung des Sensorsignals
vereinfacht.
1. Netzspannungs-Berührungsschutz für Sensoren unter Glaskeramik-Kochflächen, wobei ein
metallischer Sensor (2) unter einer Glaskeramik-Kochfläche (1) innerhalb oder außerhalb
des durch einen Strahlungsheizkörper bedingten Heißbereiches der Glaskeramik-Kochfläche
(1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (2) bei einem über dem Normalbetrieb liegenden, höherfrequenten Arbeitspunkt
betreibbar ist, und daß der Sensor (2) mit einem Sperrfilter, das für Netzspannungs-Berührungsschutz
dimensioniert ist, beschaltet ist.
2. Netzspannungs-Berührungsschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrfilter
als Tiefpaß ausgeführt ist.
3. Netzspannungs-Berührungsschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tiefpaß
durch eine geerdete Schutzleiterdrossel (3) gebildet ist.
4. Netzspannungs-Berührungsschutz nach Anspruch 1, 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Sperrfilter durch einen auf die Sensor-Betriebsfrequenz abgestimmten Prallelschwingkreis
(3.1, 4) realisiert ist.
5. Netzspannungs-Berührungsschutz nach Anspruch 1, 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Parallel-Schwingkreisdrossel (3.1) als Übertrager ausgeführt ist.
