[0001] Die Erfindung betrifft einen Zylinder, insbesondere kolbenstangenloser Zylinder,
mit einem in einem Zylinderkörper abgedichtet verschieblichen, druckmittel-, insbesondere
druckluftbeaufschlagbaren Kolben, der zumindest an seinem einen axialen Ende einen
sich konisch bis nahe dem Innendurchmesser des Zylinderkörpers erweiternden Konusabschnitt,
einen Kolbenführungsring und eine Kolbendichtung aufweist.
[0002] Derartige Zylinder sind insbesondere in der Ausbildung als kolbenstangenlose Schlitzzylinder
beispielsweise aus der DE-OS 21 62 572, aber auch aus der DE-OS 34 29 783, EP-B 0
157 892 und mit Ausnahme des Kolbenführungsringes auch aus der DE-OS 31 24 915 sowie
36 31 514 bekannt. Gemäß diesem Stand der Technik ist es bekannt, bei einem als Schlitzzylinder
ausgebildeten, kolbenstangenlosen Zylinder den axial langgestreckt ausgebildeten Kolben
an seinen beiden Endabschnitten mit sich zu diesen Enden hin erweiternden Konusabschnitten
zu versehen, die Wandung der Konusabschnitte bildet dabei einen Teil einer Führungsausnehmung
im Kolben, welche von einem Zylinderschlitzdichtband durchsetzt ist. Es ist bekannt,
kolbenendseitig im Anschluß an den sich bis nahe dem Innendurchmesser des Zylinderkörpers
erweiternden Konusabschnitt am Kolben jeweils einen Kolbenführungsring und eine Kolbendichtung
anzuordnen, der Kolbenführungsring kann aus einem geeigneten Kunststoff gefertigt
sein, üblicherweise ist er in eine Ringnut des Kolbens eingeschnappt gehaltert.
[0003] Die Zylinderkörper von einfachen Zylindern, insbesondere aber von kolbenstangenlosen
Schlitzzylindern weisen Zylinderbohrungen, d.h. einen Innendurchmesser des Zylinderkörpers
auf, welcher mit nicht vernachlässigbaren, zumeist durchmesserabhängigen Toleranzabweichungen
versehen sind; diese Toleranzabweichungen können die axiale Führungsqualität des Kolbens
im Zylinderkörper beeinträchtigen, einerseits muß der Kolben im Zylinderkörper leicht
verschieblich sein, andererseits kann bei ungünstigem Zusammentreffen von Toleranzabweichungen
sich ein großes Führungsspiel des Kolbens im Zylinderkörper geben, welches Schrägstellungen
des Kolbens und hierdurch übermäßige, örtliche Beanspruchungen, Verschleiß, Undichtigkeiten
und Führungsungenauigkeiten für vom Kolben zu bewegende Bauelemente ergibt. Auch bei
stranggepreßten Zylinderkörpern treten derartige Toleranzabweichungen auf, da das
Strangpreß-Werkzeug im Betrieb verschleißt und gegebenenfalls nachpoliert werden muß.
Auch durch unterschiedliche Temperaturen können Toleranzabweichungen auftreten. Insbesondere
bei Reparaturarbeiten am Zylinder, Austausch des Zylinderkörpers oder Kolbens, können
durch herstellungsbedingt geänderte Toleranzmaße Schwierigkeiten auftreten. Zum Beheben
der durch Toleranzabweichungen bedingten Schwierigkeiten ist es bekannt, die Zylinderkörper
oder Kolben in unterschiedliche Toleranzklassen zu sortieren und dann nur in geeigneten
Zusammenstellungen zu montieren; dies ist jedoch ein sehr teueres Verfahren. Weiterhin
ist es bekannt, den Kolbenführungsring am Kolben durch spanende Nacharbeit an den
jeweils vorliegenden Zylinderkörper anzupassen. Auch dieses Verfahren ist teuer und
bereitet bei Teileaustausch Schwierigkeiten.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Zylinder der eingangs genannten Art in einfacher
und kostensparender Weise derart auszugestalten, daß unabhängig von den jeweiligen
Toleranzabweichungen am Kolben und/oder Zylinderkörper mit geringem Aufwand stets
eine spielarme und gute Führung einstellbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der eine kleinere, axiale
Länge als der Konusabschnitt aufweisende Kolbenführungsring unter zumindest teilweise
elastischer Aufweitung auf den Konusabschnitt aufbringbar, auf dem Konusabschnitt
axial justierbar und in axial justierter Lage festlegbar ist. Durch die axiale Justierung
des Kolbenführungsringes ergibt sich hierbei eine sehr feine und genaue Justierbarkeit
des Kolbenführungsringes hinsichtlich seines Außendurchmessers, er ist somit dem Innendurchmesser
des Zylinderköreprs genau anpaßbar.
[0006] In den Unteransprüchen sind nach der weiteren Erfindung vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten
eines derart ausgebildeten Zylinders dargelegt.
[0007] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für einen nach der Erfindung ausgebildeten
Zylinder dargestellt, und zwar zeigt
- Fig.1
- einen teilweise aufgeschnittenen, kolbenstangenlosen Schlitzzylinder,
- Fig.2
- eine Einzelheit "X" der Fig.1 in vergrößertem Maßstab und
- Fig.3
- einen Kolbenführungsring in Ansicht und Axialschnitt, ebenfalls in vergrößertem Maßstab
zu Fig.1.
[0008] Gemäß Fig.1 weist der Schlitzzylinder einen Zylinderkörper 1 auf, in dessen Bohrung
2 - diese kann andersartig als durch Bohren, beispielsweise im Strangpreßverfahren,
hergestellt sein - ein Kolben 3 geführt ist. Der Zylinderkörper 1 ist mit einem seine
Wandung einseitig durchdringenden Schlitz 4 versehen, der seitens der Bohrung 2 durch
ein Zylinderschlitzdichtband 5 abdeckbar ist. Der Kolben 3 durchragt mit einem Steg
6 den Schlitz 4 und ist mit einem außerhalb des Zylinderkörpers 1 befindlichen und
gegebenenfalls in geeigneter Weise längsgeführtem Kraftabgabeglied 7 verbunden. Der
Kolben 3 ist relativ langgestreckt ausgebildet, nahe seiner beiden Enden trägt er
je einen Kolbendichtring 8, welcher zur Bohrung 2 verschieblich abdichtet. Zwischen
den Kolbendichtringen 8 ist der Kolben 3 mit einer Führungsausnehmung 9 versehen,
welche vom Zylinderschlitzdichtband 5 unter dessen Abheben vom Schlitz 4 durchsetzt
ist. Die Führungsausnehmung 9 verläuft im axialmittleren Bereich des Kolbens 3 achsparallel
in einem innerhalb der Bohrung 2 befindlichen Kolbenteil, die beiden Endabschnitte
10 der Führungsausnehmung verlaufen schräg zur Achse 11 des Zylinders zur innenseitigen
Mündung des Schlitzes 4 hin. Die Bohrung 2 des Zylinderkörpers 1 ist durch an dessen
beide Enden angesetzte Zylinderköpfe 12 stirnseitig abgeschlossen; durch die Zylinderköpfe
12 ist der Kolben 3 druckmittel-, insbesondere druckluftbeaufschlagbar. Der Zylinder
entspricht damit in seinem prinzipiellen Aufbau und seiner Funktion den in den eingangs
erwähnten Druckschriften erläuterten Zylindern und bedarf insoweit keiner weiteren
Beschreibung.
[0009] Der Kolben 3 ist in seinen beiden axialen Endbereichen mit je einem Konusabschnitt
13 ausgestattet, die Konusabschnitte 13 verlaufen von einem einen beachtlich geringeren
Durchmesser als die Bohrung 2 aufweisenden, mittleren Abschnitt des Kolbens 3 sich
zu dessen Enden hin konisch erweiternd, bis sie die Bohrung 2 nahezu vollständig ausfüllen,
also nahezu den Durchmesser der Bohrung 2 erreichen. Die Kolbendichtringe 8 sind in
axial kolbenendseitig an die Konusabschnitte 13 anschließend in den Kolben 3 eingearbeiteten
Ringnuten gehaltert. Die Konusabschnitte 13 weisen einen kleinen Spitzenwinkel zur
Achse 11 auf, dieser Spitzenwinkel kann im Bereich zwischen 1° bis ca. 20° liegen,
er kann insbesondere ca. 5° betragen. Der Endabschnitt 10 der Führungsausnehmung 9
schneidet in den Außenmantel der Konusabschnitte 13 ein, derart, daß er in diesen
jeweils eine Axialnut 14 bildet. Auf jedem Konusabschnitt 13 ist ein Kolbenführungsring
15 gehaltert, wie er in vergrößertem, nicht eingebautem Zustand in Fig.3 dargestellt
ist. Die Kolbenführungsringe 15 weisen eine wesentlich kleinere, axiale Länge als
die Konusabschnitte 13 auf, ihre Außenmantelfläche 16 ist zylindrisch und innenseitig
sind sie mit einem Innenkonus 17 versehen, dessen Spitzenwinkel demjenigen der Konusabschnitte
13 entspricht. Am axialen, der Konusspitze zugewandten Ende ist der Kolbenführungsring
15 mit einem kleinen, radialeinwärts ragenden Innenringflansch 18 versehen. An einer
Umfangsstelle ist der Kolbenführungsring 15 mit einer in Achsrichtung keilartig geformten,
nach radialinnen gerichteten Einprägung 19 versehen, die innenkonusseitig einen Vorsprung
20 und außenseitig eine Führungsnut 21 bildet. In Umfangsrichtung um einen beachtlichen
Drehwinkel von jedenfalls mehr als 30° versetzt zur Einprägung 19 ist der Kolbenführungsring
15 schräg zu seiner Achsrichtung geschlitzt, die Schlitzung ist in Fig.3 mit der Bezugszahl
22 versehen.
[0010] Auf jedem Konusabschnitt 13 des Kolbens 3 ist unter zumindest teilweise elastischer
Aufweitung ein Kolbenführungsring 15 axial justierbar gehaltert. Die Konusabschnitte
13 sind hierzu im Bereich ihres geringeren Durchmesser mit mehreren, axial zueinander
in gleiche Abstände versetzten Ringnuten 23 versehen, wie besonders deutlich aus Fig.2
ersichtlich ist. Die Kolbenführungsringe 15 sitzen mit auf den Konusabschnitt 13 aufliegendem
Innenkonus 17 derart auf den Konusabschnitten 13, daß ihr Innenringflansch 18 in eine
der Ringnuten 23 eingerastet ist. Gemäß Fig.2 sind vier Ringnuten 23 vorgesehen, wobei
der Innenringflansch 18 in die ganz links, am verjüngten Ende des Konusabschnittes
13 befindliche Ringnut 23 eingerastet ist. Beim Verschieben des Kolbenführungsringes
15 auf dem Konusabschnitt 13 gemäß Fig.2 nach rechts wird der Kolbenführungsring 15
durch die Konuswirkung aufgeweitet, die Aufweitung erfolgt dabei zumindest teilweise
elastisch. Die Verschiebung des Kolbenführungsringes 15 relativ zum Konusabschnitt
13 erfolgt dabei so weit, daß die Außenmantelfläche 16 des Kolbenführungsringes 15
einen für die Bohrung 2 optimalen Durchmesser erhält. Die Relativverschiebung von
Kolbenführungsring 15 und Konusabschnitt 13 erfolgt dabei derart, daß der Innenringflansch
18 in eine der Ringnuten 23 einrastet: Es sind somit beim Ausführungsbeispiel gemäß
Fig.2 vier unterschiedliche Justier- Axiallagen des Kolbenführungsringes 15 auf dem
Konusabschnitt 13 und damit vier unterschiedliche Durchmesser der Außenmantelfläche
16 einstellbar. Das Aufsetzen des Kolbenführungsringes 15 auf den Konusabschnitt 13
erfolgt derart, daß der Vorsprung 20 in die Axialnut 14 eingreift, wodurch der Kolbenführungsring
15 unverdrehbar auf dem Konusabschnitt 13 gehaltert wird. Das Zylinderschlitzdichtband
5 greift dabei in die Führungsnut 21 ein, wodurch es eine gute Einführung bzw. Führung
im Endabschnitt 10 der Führungsausnehmung 9 erhält. Die axiale Justierung und damit
Durchmesserjustierung für die Außenmantelfläche 16 des Kolbenführungsringes 15 kann
durch probeweise Einführung des Kolbens 3 in die Bohrung 2 oder auch vermittels geeigneter
Messvorgänge erfolgen. Durch die Justierung ist der Kolben 3 an Bohrungen 2 mit unterschiedlichen
Toleranzabweichungen anpaßbar, derart, daß der Kolben 3 eine klemmfreie, aber mit
nur geringem Spiel behaftete Führung erhält.
[0011] Die Kolbenführungsringe 15 werden zweckmäßig aus einem geeigneten Kunststoff mit
guten Gleiteigenschaften zum Material des Zylinderkörpers 1 gefertigt.
[0012] In Abänderung zum vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel ist es möglich, anstelle
des Innenringflansches 18 nur eine oder mehrere Laschen am Kolbenführungsring 15 vorzusehen,
am Konusabschnitt 13 könne dabei die Ringnuten 13 beibehalten werden oder es sind
anstelle dieser Ringnuten mehrere, entsprechend axial versetzte Ausnehmugnen vorzusehen,
in welche die Laschen einrastbar sind. Die axiale Fixierung des Kolbenführungsringes
15 zum Konusabschnitt 13 kann auch in andersartiger Weise, beispielsweise vermittels
eines Querstiftes erfolgen. Es ist auch möglich, den Konusabschnitt 13 außenseitig
mit einem konischen Gewinde und den Kolbenführungsring 15 innenseitig mit einem entsprechenden
Innengewinde zu versehen:
Der Koblenführungsring 15 ist dannn auf den Konusabschnitt 13 durch Aufschrauben justierbar,
wobei bei jeder Umdrehung durch Einrasten des Vorsprunges 20 in die Axialnut 14 eine
Drehsicherung erfolgen kann. Bei dieser Anordnung kann es allerdings zweckmäßig sein,
die Einprägung 19 wegzulassen, was insbesondere dann möglich ist, wenn der Zylinder
kein kolbenstangenloser Schlitzzylinder, sondern beispielsweise ein Bandzylinder oder
auch ein einfacher Kolbenstangenzylinder ist. Die Drehsicherung des Kolbenführungsringes
15 auf den Konusabschnitt 13 kann dann in andersartiger, bekannter Weise, beispielsweise
durch einen Querstift, durch Verkleben oder dergl. erfolgen. Schließlich ist auch
eine Umkehrung des Funktionsprinzipes gemäß vorstehend beschriebenem Ausführungsbeispiel
möglich, derart, daß der Kolbenführungsring axial unverschieblich, aber aufweitbar
am Kolben 3 gehaltert ist und der Konusabschnitt beispielsweise durch eine Verschraubung
axial justierbar mit dem Kolben 3 verbunden ist, der Kolbenführungsring ist dann also
durch eine Art Keilspreizhalterung justierbar aufweitbar.
[0013] Es ist hervorzuheben, daß bei Zylindern jeglicher Art, also auch bei einfachen, Kolbenstangen
aufweisenden Zylindern, der Kolben eine gute und genaue Führung in der Bohrung des
jeweiligen Zylinderkörpers erhalten kann, wenn am Kolben ein in seinem Durchmesser
gemäß den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen justierbarer Kolbenführungsring
vorgesehen wird.
[0014] In Abänderung zu den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen ist es unter
Inkaufnahme einer geringen Verschlechterung der Führungsqualität auch möglich, anstelle
des Kolbenführungsringes 15 einen einfachen, rein zylindrischen Kolbenführungsring
axial justierbar am Konusabschnitt 13 zu haltern: Ein derartiger Kolbenführungsring
vermittelt zwar nur mit seinem einen Endabschnitt eine gute Führung zur Bohrung 2,
was aber durchaus ausreichend sein kann. Der Kolbenführungsring 15 ist hierbei billigst
herstell- und montierbar.
[0015] Kurzfassung:
Der Zylinder weist in seinem Zylinderkörper (1) einen Kolben (3) auf, der vermittels
wenigstens eines Kolbenführungsringes (15) geführt ist. Der Kolbenführungsring (15)
sitzt axial justier- und festlegbar auf einem Konusabschnitt (13) des Kolbens (3)
und ist hierdurch im Durchmesser seiner Außenmantelfläche (16) einstellbar. Durch
diese Justiermöglichkeit ist die Führung des Kolbens (3) in der Bohrung (2) des Zylinderkörpers
(1) an deren Toleranzabweichungen anpaßbar, so daß unabhängig von diesen Toleranzabweichungen
des Bohrungs-Durchmessers stets eine klemmfreie, geringes Spiel aufweisende Führung
des Kolbens (3) im Zylinderkörper (1) einstellbar ist. Die Justierung kann stufenlos
oder gestuft, beispielsweise vermittels eines in eine von mehreren axialversetzten
Ringnuten (23) am Konusabschnitt (13) eingreifenden Innenringflansches (18) am Kolbenführungsring
(15) erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0016]
- 1
- Zylinderkörper
- 2
- Bohrung
- 3
- Kolben
- 4
- Schlitz
- 5
- Zylinderschlitzdichtband
- 6
- Steg
- 7
- Kraftabgabeglied
- 8
- Kolbendichtring
- 9
- Führungsausnehmung
- 10
- Endabschnitt
- 11
- Achse
- 12
- Zylinderkopf
- 13
- Konusabschnitt
- 14
- Axialnut
- 15
- Kolbenführungsring
- 16
- Außenmantelfläche
- 17
- Innenkonus
- 18
- Innenringflansch
- 19
- Einprägung
- 20
- Vorsprung
- 21
- Führungsnut
- 22
- Schlitzung
- 23
- Ringnut
1. Zylinder, insbesondere kolbenstangenloser Zylinder, mit einem in einem Zylinderkörper
(1) abgedichtet verschieblichen, druckmittel-, insbesondere druckluftbeaufschlagbaren
Kolben (3), der zumindest an seinem einen axialen Ende einen sich konisch bis nahe
dem Innendurchmesser des Zylinderkörpers (1) erweiternden Konusabschnitt (13), einen
Kolbenführungsring (15) und eine Kolbendichtung (8) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß der eine kleinere, axiale Länge als der Konusabschnitt (13) aufweisende Kolbenführungsring
(15) unter zumindest teilweise elastischer Aufweitung auf den Konusabschnitt (13)
aufbringbar, auf dem Konusabschnitt (13) axial justierbar und in axial justierter
Lage festlegbar ist.
2. Zylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Konusabschnitt (13) einen
kleinen Spitzenwinkel im Bereich zwischen ca. 1° bis ca. 20°, insbesondere von ca.
5° zur Konusachse (11) aufweist.
3. Zylinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolbenführungsring
(15) einen Innenkonus (17) mit einem Spitzenwinkel, der demjenigen des Konusabschnittes
(13) zumindest annähernd gleich ist, und eine zylindrische Außenmantelfläche (16)
aufweist.
4. Zylinder nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolbenführungsring (15) axial geschlitzt (22) ist.
5. Zylinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzung (22) des Kolbenführungsringes
(15) schräg zur Achsrichtung (11) verläuft.
6. Zylinder nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolbenführungsring (15) wenigstens eine nach radialinnen vorspringende Lasche
und der Kolben (3) im Bereich seines Konusabschnittes (13) axial zueinander versetzt
zumindest zwei Ausnehmungen aufweist, in welche die Lasche einrastbar ist.
7. Zylinder nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche als Innenringflansch
(18) und die Ausnehmungen als Ringnuten (23) ausgebildet sind.
8. Zylinder nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (18) an einem
axialen Ende des Kolbenführungsringes (15) angeordnet ist.
9. Zylinder nach den Ansprüchen 3 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Lasche (18)
am der Spitze des Innenkonus (17) zugewandten, axialen Ende des Kolbenführungsringes
(15) angeordnet ist.
10. Zylinder nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, in Ausbildung als kolbenstangenloser
Schlitzzylinder mit einer den Kolben (3) in Achsrichtung durchsetzenden Führungsausnehmung
(9) für ein Zylinderschlitzdichtband (5) und wobei der Konusabschnitt (13) sich zum
Kolbenende hin erweiternd angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Konusabschnitt
(13) sich im Bereich eines zur Zylinderachse (11) schrägen Endabschnittes (10) der
Führungsausnehmung (9) befindet und daß der Kolbendichtring (8) sich kolbenendseitig
axial an den Konusabschnitt (13) anschließend angeordnet ist.
11. Zylinder nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Endabschnitt (10) der Führungsausnehmung
(9) im Außenmantel des Konusabschnittes (13) eine Axialnut (14) bildet und daß der
Kolbenführungsring (15) eine in Achsrichtung keilartige, nach radialinnen gerichtet
Einprägung (19) aufweist, die innenkonusseitig einen in die Axialnut (14) eingreifenden
Vorsprung (20) und radialaußen eine Führungsnut (21) für das Zylinderschlitzdichtband
(5) bildet.
12. Zylinder nach den Ansprüchen 4 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schlitzung
(22) und die Einprägung (19) an um einen Drehwinkel von mehr als 30° zueinander versetzten
Umfangsstellen des Kolbenführungsringes (15) befinden.
13. Zylinder nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Kolben am Konusabschnitt ein konisches Außengewinde und der Kolbenführungsring
ein mit diesem justierbar verschraubbares Innengewinde aufweist.
14. Zylinder nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Konusabschnitt axial justier- und festlegbar und der Kolbenführungsring axial
unverschieblich am Kolben gehaltert ist.
15. Zylinder nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolbenführungsring (15) aus einem Kunststoff besteht.